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Dokumentenidentifikation DE60015536T2 20.10.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001189511
Titel FLÜSSIGE HERBIZIDZUSAMMENSETZUNG
Anmelder FMC Corp., Philadelphia, Pa., US
Erfinder NAKAYAMA, Kazunari, Funabashi-shi, Ciba-ken, JP;
KAMIHIRA, Chieko, Sakura-shi, Ciba-ken, JP
Vertreter Murgitroyd & Company, 48149 Münster
DE-Aktenzeichen 60015536
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.06.2000
EP-Aktenzeichen 009430042
WO-Anmeldetag 21.06.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/US00/17047
WO-Veröffentlichungsnummer 0000078139
WO-Veröffentlichungsdatum 28.12.2000
EP-Offenlegungsdatum 27.03.2002
EP date of grant 03.11.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.2005
IPC-Hauptklasse A01N 43/82
IPC-Nebenklasse A01N 43/647   A01N 43/713   A01N 43/653   

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine flüssige Zusammensetzung, die Carfentrazonethyl (üblicher Name) enthält und verbesserte Lagerstabilität aufweist.

Hintergrund der Erfindung

Carfentrazonethyl ist eine Verbindung, die als ein Herbizid zur Blattbehandlung in der Höhenlandwirtschaft wirkt und hervorragende Herbizidaktivität gegen alles schädliche breitblättrige Unkraut zeigt. Carfentrazonethyl baut sich wenig ab und weist gute Lagerstabilität in festen Zusammensetzungen, einschließlich Körnchen, benetzbare Körnchen, etc. auf. In flüssigen Zusammensetzungen, die Wasser als ein Medium enthalten, wird es durch Wasser jedoch hydrolisiert. Deshalb ist es sehr erwünscht, die Lagerstabilität von Carfentrazonethyl in derartigen flüssigen Zusammensetzungen zu verbessern.

U.S. Patentbeschreibung Nr. 5,935,905 beschreibt eine Herbizidzusammensetzung, die Carfentrazonethyl und Glyphosat enthält, was verbesserte Leistung gegenüber einem Herbizid zeigt, das einen von den aktiven Wirkstoffen allein enthält. Auf ähnliche Weise beschreibt die japanische Patentbeschreibung Nr. 10 45516A eine Herbizidzusammensetzung, die Carfentrazonethyl und Glyphosat enthält, die einen synergistischen Effekt zeigen. Die europäische Patentbeschreibung Nr. 0 648 414 beschreibt eine Herbizidzusammensetzung in Mikroemulsionsform, die ein Tensidsystem enthält, das ein anionisches Tensid einschließt.

Die internationale Patentbeschreibung Nr. WO 99151099 beschreibt ein breites Spektrum an Herbizidzusammensetzung, das N-(Phosphonomethyl)-Glycin oder ein Salz davon und ein Triazolinon-Herbizid (und zwar Carfentrazonethyl und Sulfentrazon) beinhaltet.

Zusammenfassung der Erfindung

Gemäß der Erfindung ist eine flüssige Herbizidzusammensetzung bereitgestellt, die zwischen 0,01 und 10 Gewichtsteile relativ zu 100 Gewichtsteilen der Zusammensetzung von Carfentrazonethyl; zwischen 1,0 und 60,0 Gewichtsteile anderer aktiver Pflanzenschutzverbindungen; zwischen 1 und 20 Gewichtsteile eines anionischen Tensids zur Verbesserung der Lagerstabilität des Carfentrazonethyls; zwischen 1 und 10 Gewichtsteile einer wasserlöslichen organischen Verbindung, wobei die wasserlösliche organische Verbindung ein Monoalkohol, Polyalkohol, ein Glycolether, ein Amin oder ein Etheramin, Wasser ist und einen pH-Wert zwischen 2 und 7 aufweist, enthält.

Die flüssige Herbizidzusammensetzung weist gute Lagerstabilität auf, da Carfentrazonethyl vom Abbau bei der Lagerung abgehalten wird.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Eine flüssige Herbizidzusammensetzung der folgenden [1] bis [13] (hiernach als „die Zusammensetzung der Erfindung" bezeichnet), wurde jetzt gefunden, bei der Carfentrazonethyl von dem Abbau bei der Lagerung abgehalten wird.

  • [1] Eine flüssige Herbizidzusammensetzung, die zwischen 0,01 und 10 Gewichtsteile relativ zu 100 Gewichtsteilen der Zusammensetzung von Carfentrazonethyl; zwischen 1,0 und 60,0 Gewichtsteile anderer aktiver Pflanzenschutzverbindungen; zwischen 1 und 20 Gewichtsteile eines anionischen Tensids zur Verbesserung der Lagerstabilität des Carfentrazonethyls; zwischen 1 und 10 Gewichtsteile einer wasserlöslichen organischen Verbindung, wobei die wasserlösliche organische Verbindung ein Monoalkohol, Polyalkohol, ein Glycolether, ein Amin oder ein Etheramin, Wasser ist und einen pH-Wert zwischen 2 und 7 aufweist, enthält.
  • [2] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [1], die zwischen 5 und 10 Gewichtsteile eines anionischen Tensids enthält.
  • [3] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [1] oder [2], die zwischen 0,1 und 2,0 Gewichtsteile von Cartentrazonethyl enthält.
  • [4] Eine flüssige Zusammensetzung gemäß [1] bis [3], die zwischen 5,0 und 40,0 Gewichtsteile anderer aktiver Pflanzenschutzverbindungen enthält.
  • [5] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [1] bis [4), die eine Viskosität von zwischen 1 und 150 mPas aufweist.
  • [6] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [1] bis [5], die eine Viskosität von zwischen 1 und 100 mPas aufweist.
  • [7] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [1] bis [6], die einen pH-Wert von zwischen 2 und 6 aufweist.
  • [8] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [1] bis [7], wobei eine wässrige Lösung von 5 Gew.-% des anionischen Tensids einen pH-Wert zwischen 1 und 7 aufweist.
  • [9] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [1] bis [8], wobei das anionische Tensid mindestens eines ist, das aus sulfatartigen Tensiden und phosphatartigen Tensiden ausgewählt ist.
  • [10] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [1] bis [9], wobei das sulfatartige Tensid mindestens eines ist, das aus Polyoxyethylen-Monostyrylphenyl-Ethersulfaten, Polyoxyethylen-Distyrylphenyl-Ethersulfaten und Polyoxyethylen-Tristyrylphenyl-Ethersulfaten und ihren Salzen ausgewählt ist.
  • [11] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [9) oder [10], wobei das phosphatartige Tensid mindestens eines ist, das aus Polyoxyethylen-Monostyrylphenyl-Etherphosphaten, Polyoxyethylen-Distyrylphenyl-Etherphosphaten und Polyoxyethylen-Tristyrylphenyl-Etherphosphaten und ihren Salzen ausgewählt ist.
  • [12] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [1] bis [11], die in der Form einer Suspension vorliegt.
  • [13] Die flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß [12], die in der Form einer Mikroemulsion vorliegt.

Zur Herstellung der Zusammensetzung der Erfindung werden die Bestandteile vorsichtig gemischt und gerührt, und die dadurch hergestellte Zusammensetzung, könnte in der Form einer einheitlichen flüssigen Zusammensetzung fertig vorliegen. Um sie herzustellen, kann deshalb jede beliebige herkömmliche Rührvorrichtung verwendet werden. Dementsprechend weist die Zusammensetzung den Vorteil der Produktivität auf.

Das anionische Tensid, das in der Erfindung verwendbar ist, umfasst das Folgende von (a) bis (d).

(a) Carbonsäureartige Tenside:

Zum Beispiel umfassen sie Carbonsäure wie beispielsweise Polyacrylsäuren, Polymethacrylsäuren, Polymaleinsäuren, Copolymere von Maleinsäure und Olefinen (z. B. Isobutylen, Diisobutylen, etc.), Copolymere von Acrylsäure und Itaconsäure, Copolymere von Methacrylsäure und Itaconsäure, Copolymere von Maleinsäure und Styrol, Copolymere von Acrylsäure und Methacrylsäure, Copolymere von Acrylsäure und Methylacrylat, Copolymere von Acrylsäure und Vinylacetat, Copolymere von Acrylsäure und Maleinsäure, N-Methyl-(C12-C18)-Fettsäure-Sarkosinat, Harzsäuren, (C12-C18) Fettsäuren, etc. und Salze derartiger Carbonsäuren.

(b) Sulfatartige Tenside:

Zum Beispiel umfassen sie Sulfate wie beispielsweise (C12-C18) Alkylsulfate, Polyoxyethylen-(C12-C18)-Alkylethersulfate, Polyoxyethylen-(mono oder di)-(C8-C12)-Alkylphenylethersulfate, Sulfate von Polymeren von Polyoxyethylen-(mono oder di)-(C8-C12)-Alkylphenylether, Polyoxyethylen-(mono, di oder tri)-Phenylphenylethersulfate, Polyoxyethylen-(mono, di oder tri)-Benzylphenylethersulfate, Polyoxyethylen-(mono, di oder tri)-Styrylphenylethersulfate, Sulfate von Polymeren von Polyoxyethylen-(mono, di oder tri)-Styrylphenylether, Sulfate von Polyoxyethylen-Polyoxypropylenblockpolymeren, sulfatierte Öle, sulfatierte Fettsäure-Ester, sulfatierte Fettsäuren, sulfatierte Olefine, etc.; und Salze derartiger Sulfate.

(c) Sulfonsäureartige Tenside:

Zum Beispiel umfassen sie Sulfonsäuren wie beispielsweise (C12-C22) Paraffinsulfonsäuren, (C8-C12)Alkylbenzensulfonsäuren, Formalinkondensate mit (C8-C12)Alkylbenzensulfonsäuren, Formalinkondensate mit Cresolsulfonsäuren, (C14-C16)&agr;-Olefinsulfonsauren, (C8-C12)Dialkylsulfobernsteinsäuren, Ligninsulfonsäuren, Polyoxyethylen-(mono oder di)-(C8-C12)-Alkylphenylethersulfonsäuren, Halbester von Polyoxyethylen (C12-C18), Alkylethersulfobernsteinsäuren, Naphthalinsulfonsäuren, (mono oder di) (C1-C6)Alkylnaphthalinsulfonsäuren, Formalinkondensate mit Naphthalinsulfonsäuren, Formalinkondensate mit (mono oder di) (C1-C6)Alkylnaphthalinsulfonsäuren, Formalinkondensate mit Kreosotöl-Sulfonsäuren, (C8-C12)Alkyldiphenylether-Disulfonsäuren, Igepon T (Handelsname), Polystyrolsulfonsäuren, Copolymere von Styrolsulfonsäure und Methacrylsäure, etc.; und Salzen derartiger Sulfonsäuren.

(d) Phosphatartige Tenside:

Zum Beispiel umfassen sie Phosphate wie beispielsweise (C8-C12)Alkylphosphate, Polyoxyethylen-(C12-C18)-Alkyletherphosphate, Polyoxyethylen-(mono oder di)-(C8-C12)-Alkylphenyletherphosphate, Phosphate von Polymeren von Polyoxyethylen-(mono, di oder tri)-(C8-C12)-Alkylphenylether, Polyoxyethylen-(mono, di oder tri)-Phenylphenyletherphosphate, Polyoxyethylen-(mono, di oder tri)-Benzylphenyletherphosphate, Polyoxyethylen-(mono, di oder tri)-Styrylphenyletherphosphate, Phosphate von Polymeren von Polyoxyethylen-(mono, di oder tri)-Styrylphenylether, Phosphate von Polyoxyethylenpolyoxypropylen-Blockpolymeren, Phosphatidylcholine, Phosphatidylethanolimine, Polyphosphate (z. B., Tripolyphosphat, etc.), etc; und Salze derartiger Phosphate.

Salze von obigen (a) bis (d) umfassen jene mit Alkalimetallen (Lithium, Natrium, Kalium, etc.), Erdalkalimetalle (Calcium, Magnesium, etc.), Ammonium und verschiedene Amine (z. B. Alkylamine, Cycloalkylamine, Alkanolamine, etc.), etc.

Eines oder mehrere dieser Tenside können hier entweder einzeln oder kombiniert verwendet werden. Wenn erwünscht, kann das anionische Tensid mit einem der nicht ionischen Tenside und kationischen Tenside kombiniert werden.

Vorzugsweise ist das anionische Tensid zur Verwendung in der Erfindung derart, dass seine wässrige 5 Gew.%-Lösung einen pH-Wert von zwischen 1 und 7 aufweist, besser zwischen 1 und 5, um die Lagerstabilität von Carfentrazonethyl in der Zusammensetzung weiter zu verbessern.

Um die Lagerstabilität von Carfentrazonethyl weiter in der Zusammensetzung zu verbessern, wird das anionische Tensid auch vorzugsweise aus sulfatartigen Tensiden und phosphateartigen Tensiden ausgewählt, die zum Beispiel Säuren wie beispielsweise Polyoxyethylen-Monostyrylphenyl-Ethersulfate, Polyoxyethylen-Distyrylphenyl-Ethersulfate, Polyoxyethylen-Tristyrylphenyl-Ethersulfate, Polyoxyethylen-Monostyrylphenyl-Etherphosphate, Polyoxyethylen-Distyrylphenyl-Etherphosphate, Polyoxyethylen-Tristyrylphenyl-Etherphosphate, etc., und ihre Salze umfassen. Unter den bevorzugteren sind Polyoxyethylen-Distyrylphenyl-Ethersulfate, Polyoxyethylen-Tristyrylphenyl-Ethersulfate, Polyoxyethylen-Distyrylphenyl-Etherphosphate und Polyoxyethylen-Tristyrylphenyl-Etherphosphate und ihre Salze. Noch bevorzugtere sind Polyoxyethylen-Tristyrylphenyl-Ethersulfate und Polyoxyethylen-Tristyrylphenyl-Etherphosphate und ihre Salze.

Die wasserlösliche organische Verbindung, die in der Erfindung verwendet werden soll, wird aus Monoalkoholen, Polyalkoholen, Glycolethern, Aminen und Etheraminen gewählt. Unter den bevorzugten sind Polyalkohole und Glycolether. Sie umfassen zum Beispiel Ethylenglycol, Propylenglycol, Diethylenglycol, Hexylenglycol, Polyethyleneglycol und Polypropylenglycol; Polyglycole wie beispielsweise Glycerin, etc.; Glycolether wie beispielsweise Propyl-Cellosolve, Butyl-Cellosolve, Phenyl-Cellosolve, Propylenglycol-Monomethylether, Propyleneglycol-Monoethylether, Propylenglycol-Monopropylether, Propylenglycol-Monobutylether, Propylenglycol-Monophenylether, etc. Von diesen werden Glykole bevorzugt. Noch bevorzugter werden Ethylenglycol, Propylenglycol und Diethylenglycol.

Die Zusammensetzung der Erfindung kann wahlweise jede beliebige andere aktive Pflanzenschutzverbindung enthalten, zum Beispiel Phenoxyessigsäure-Verbindungen, organische Phosphor enthaltende Herbizide, sulfonylharnstoffartige Verbindungen, etc.

Die organischen Phosphor enthaltenden Herbizide umfassen zum Beispiel Glyphosat (üblicher Name) und seine Salze (Natriumsalz, Trimesinsalz, Ammoniumsalz, etc.), Glufosinat (üblicher Name) und seine Salze (Natrimsalz, Trimesinsalz, Isopropylaminsalz, etc.) und Bilanafos (üblicher Name) und seine Salze (Isopropylaminsalz, Trimesinsalz, Ammoniumsalz, etc.), etc.

Die Phenoxyessigsäure-Verbindungen umfassen zum Beispiel 2,4-D (üblicher Name), MCPA (üblicher Name), MCPB (üblicher Name), etc.

Die sulfonylharnstoffartigen Verbindungen umfassen zum Beispiel Pyrazosulfuronethyl (üblicher Name), Halosulfuronmethyl (üblicher Name), Benzulfuronmethyl (üblicher Name), Imazosulfuron (üblicher Name), Azimsulfuron (üblicher Name), Cinosulfuron (üblicher Name), Cyclosulfamuron (üblicher Name), Thifensulfuron-Methyl (üblicher Name), Flazasulfuron (üblicher Name), Metsulfuron-Methyl (üblicher Name), Ethoxysulfuron (üblicher Name), etc.

Der pH-Wert der Zusammensetzung der Erfindung fällt zwischen 2 und 7. Um die Lagerstabilität von Cartentrazonethyl darin jedoch weiter zu verbessern, fällt sein pH-Wert vorzugsweise zwischen 2 und 6, bevorzugter zwischen 2 und 5.

Zur Regelung des pH-Werts der Zusammensetzung der Erfindung ist ein Verfahren des Hinzugebens einer vorbestimmten Menge von einer beliebigen von verschiedenen anorganischen oder organischen Säuren, wie beispielsweise Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Sulfonsäure und Carbonsäure oder ihren Salzen oder Estern zur flüssigen Herbizidzusammensetzung anwendbar. Genauer gesagt umfassen die organischen Säuren Phosphorsäureesther, Maleinsäure, Sorbinsäure, Milchsäure, Weinsäure, etc. Je nachdem, kann eine vorbestimmte Menge eines Puffers, wie beispielsweise eine wässrige Lösung von Dinatriumhydrogenphosphat-Zitronensäure, eine wässrige Lösung Natriumacetat-Salzsäure, eine wässrige Lösung von Ameisensäure-Ntriumformiat, eine wässrige Lösung von Milchsäure-Natriumlactat, eine wässrige Lösung von Weinsäure-Natriumtartrat, eine wässrige Lösung von Natriumzitratsalzsäure oder dergleichen dazu hinzugegeben werden, um den pH-Wert der Zusammensetzung zu regeln.

Der pH-Wert der flüssigen Herbizidzusammensetzung wird mit einem glaselektrodenartigen pH-Messer bei 25 °C gemessen. Um ihn zu messen, wird eine starke Flüssigkeit der Zusammensetzung verwendet.

Die Viskosität der Zusammensetzung der Erfindung ist nicht spezifisch definiert. Angesichts der Leichtigkeit bei der tatsächlichen Handhabung der Zusammensetzung, fällt deren Viskosität vorzugsweise zwischen 1 und 150 mPas, besser zwischen 1 und 100 mPas, am besten zwischen 1 und 50 mPas.

Die Viskosität der flüssigen Herbizidzusammensetzung wird mit einem Brookfield-Viskosimeter (Modell DV-III von Brookfield) gemessen, der mit einem Nr. 3 Rotor mit 30 U/min und bei 25 °C ausgestattet ist. Um sie zu messen, wird eine starke Flüssigkeit der Zusammensetzung verwendet.

Die Form der Zusammensetzung der Erfindung ist nicht spezifisch definiert, sofern sie flüssig ist. Vorzugsweise liegt die Zusammensetzung jedoch in der Form einer Suspension vor. Die Suspension, auf die hier Bezug genommen wird, soll ein fließbares Präparat (SC, Suspensionskonzentrat), eine Emulsion in Wasser (EW), eine Suspoemulsion (SE), eine Mikroemulsion (ME) und eine mehrfache Emulsion umfassen, wie im Guide to Agricultural Compositions (herausgegeben von Mitgliedern in der Section for the Study of Agricultural Compositions and Their Applications of the Japan Agricultural Chemical Society, herausgegeben von der Japan Plant Epidemics Prevention Association, 1997) beschrieben ist. Von denen wird eine Mikroemulsion eher bevorzugt.

Verschiedene Zusatzstoffe können sich in der Zusammensetzung der Erfindung befinden, einschließlich zum Beispiel Verdickungsmittel, Antischaummittel, Konservierungsmittel, Farbstoffe, etc.

Die Erfindung wird konkret mit Bezug auf die folgenden Beispiele und das Testbeispiel beschrieben, die jedoch den Bereich der Erfindung nicht einschränken sollen.

Im Folgenden sind alle Teile per Gewicht. Carfentrazonethyl wird als Verbindung A; N-(Phosmonomethyl)-Glycin-Isopropylammoniumsalz als Verbindung B; und N-(Phosphonomethyl)-Glycine-Trimethylsulfoniumsalz als Verbindung C bezeichnet.

Beispiel 1

1,0 Teil der Verbindung A wurde in 2,0 Teilen Phenylxylethan gelöst. Zu der entstandenen Lösung wurden 2,0 Teile POE-Alkylether (Pegnol TH-8 von Toho Chemical), 5,0 Teile POE-Tristyrylphenyl-Etherphosphat (Soprophor 3D33 Rhone-Poulenc, dessen wässrige Lösung von 5 Gew.-% weist einen pH-Wert von 1,5 bis 3 auf), 20,0 Teile Ethylenglycol und 70,0 Teile destilliertes Wasser hinzugegeben und gerührt, um eine klare Mikroemulsion zuzubereiten. Deren pH-Wert war 3,1 und deren Viskosität war 27 mPas.

Beispiel 2

1,0 Teil der Verbindung A wurde in 2,0 Teilen Phenylxylethan gelöst. Zu der entstandenen Lösung wurden 20,0 Teile Verbindung B, 20,0 Teile quartäres Ammoniumsalz (NK-3000S von Takemoto Yushi), 5,0 Teile POE-Tristyrylphenyl-Etherphosphat (Soprophor 4D384 Rhone-Poulenc, dessen wässrige Lösung von 5 Gew.-% weist einen pH-Wert von 2 bis 4 auf), 20,0 Teile Ethylenglycol und 32,0 Teile destilliertes Wasser hinzugegeben und gerührt, um eine klare Mikroemulsion zuzubereiten. Deren pH-Wert war 4,9 und deren Viskosität war 18 mPas.

Beispiel 3

1,0 Teil der Verbindung A wurde in 2,0 Teilen Phenylxylethan gelöst. Zu der entstandenen Lösung wurden 10,0 Teile Verbindung C, 6,0 Teile Alkyl-Rindertalg-Amin (Naimeen T-2 von Nippon Yushi), 5,0 Teile POE-Tristyrylphenyl-Etherphosphat (Soprophr 4D384 von Rhone-Poulenc, dessen wässrige Lösung von 5 Gew.-% weist einen pH-Wert von 2 bis 4 auf), 20,0 Teile Ethylenglycol und 32,0 Teile destilliertes Wasser hinzugegeben und gerührt, um eine klare Mikroemulsion zuzubereiten. Deren pH-Wert war 4,5 und deren Viskosität war 28 mPas.

Beispiel 4

1,0 Teil von Verbindung A wurde in 2,0 Teilen Phenylxylethan gelöst, das dann von 3,0 Teilen Weißruß (Carplex #80D von Shionogi Seiyaku) absorbiert wurde. Dies wurde in einer Luftmühle gemahlen. Dazu wurden 10,0 Teile Verbindung C, 6,0 Teile Alkyl-Rindertalg-Amin (Naimeen T-2 von Nippon Yushi), 5,0 Teile POE-Tristyrylphenyl-Etherphosphat (Soprophor 4D384 von Rhone-Poulenc, dessen wässrige Lösung von 5 Gew.-% weist einen pH-Wert von 2 bis 4 auf), 20,0 Teile Ethylenglycol, 10 Teile wässriger 1 %iger Lösung Xanthangummi und 43,0 Teile destilliertes Wasser hinzugegeben und gerührt, um eine Emulsion zuzubereiten. Deren pH-Wert war 4,9 und deren Viskosität war 96 mPas.

Beispiel 5

0,3 Teile von Verbindung A wurden in 2,0 Teilen Phenylxylethan gelöst. Zu der entstandenen Lösung wurden 10,0 Teile POE-Tristyrylphenyl-Etherphosphat (Soprophor 4D384 von Rhone-Poulenc, dessen wässrige Lösung von 5 Gew.-% weist einen pH-Wert von 2 bis 4 auf), 20,0 Teile Propylenglycol und 67,7 Teile destilliertes Wasser hinzugegeben und gerührt, um eine klare Mikroemulsion zuzubereiten. Deren pH-Wert war 2,8 und deren Viskosität war 15 mPas.

Vergleichsbeispiel 1

1,0 Teil der Verbindung A wurde in 2,0 Teilen Phenylxylethan gelöst. Zu der entstandenen Lösung wurden 20,0 Teile Verbindung B, 20,0 Teile quartäres Ammoniumsalz (NK-3000S von Takemoto Yushi), 10,0 Teile POE-Alkylether (Pegnol TH-8 von Toho Chemical), 20,0 Teile Ethylenglycol und 27,0 Teile destilliertes Wasser hinzugegeben und gerührt, um eine klare Mikroemulsion zuzubereiten. Deren pH-Wert war 4,9 und deren Viskosität war 28 mPas.

Vergleichsbeispiel 2

1,0 Teil der Verbindung A wurde in 2,0 Teilen Phenylxylethan gelöst. Zu der entstandenen Lösung wurden 20,0 Teile Verbindung B, 30,0 Teile POE-Tristyrylphenylether (Sorpol T-20 von Toho Chemical), 10,0 Teile Ethylenglycol und 37,0 Teile destilliertes Wasser hinzugegeben und gerührt. Dies wird jedoch in zwei Schichten geteilt und könnte keine einheitliche flüssige Zusammensetzung bilden.

Vergleichsbeispiel 3

1,0 Teil der Verbindung A wurde in 2,0 Teilen Phenylxylethan gelöst. Zu der entstandenen Lösung wurden 20,0 Teile Verbindung B, 30,0 Teile quartäres Ammoniumsalz (NK-3000S von Takemoto Yushi), 10,0 Teile Ethylenglycol und 37,0 Teile destilliertes Wasser hinzugegeben und gerührt. Dies wird jedoch in zwei Schichten geteilt und könnte keine einheitliche flüssige Zusammensetzung bilden.

Testbeispiel

Die in den oben erwähnten Beispielen und Vergleichsbeispielen zubereiteten Zusammensetzungen wurden getrennt in verschiedene Laborglasflaschen gegeben, die alle mit einem Stopper ausgestattet waren und in einem Thermostat bei 50 °C 10 Tage lang gelagert. Nachdem sie so gelagert wurden, wurden sie auf die aktive Verbindung durch flüssige Hochleistung-Chromatographie mit Phasenumkehrung analysiert. Die erhaltenen Daten sind in Tabelle 1 gezeigt. Die Abbaurate der aktiven Verbindung in jeder Probe wurde gemäß der folgenden Formel berechnet: Abbaurate (%) = (1–a/b) × 100

In der Formel bezeichnet „a" den aktiven Verbindungsinhalt (%) der gelagerten Probe; und „b" bezeichnet den aktiven Verbindungsinhalt (%) der frischen Probe.

Tabelle 1

Wie in Tabelle 1 war die Abbaurate von Verbindung A in den Zusammensetzungen der Beispiele 1 bis 5, die alle ein anionisches Tensid enthalten, kleiner als die in der Zusammensetzung von Vergleichsbeispiel 1, die kein anionisches Tensid enthält.

In der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung wird Carfentrazonethyl daran gehindert, bei der Lagerung abgebaut zu werden, und die Zusammensetzung weist gute Lagerstabilität auf. Um die Zusammensetzung herzustellen, werden die Bestandteile vorsichtig gemischt und gerührt und die dadurch hergestellte Zusammensetzung könnte in der Form einer einheitlichen flüssigen Zusammensetzung leicht vorliegen. Um sie herzustellen, kann deshalb jede beliebige herkömmliche Rührvorrichtung verwendet werden. Dementsprechend weist die Zusammensetzung den Vorteil der Produktivität auf.


Anspruch[de]
  1. Eine flüssige Herbizidzusammensetzung, die zwischen 0,01 und 10 Gewichtsteile relativ zu 100 Gewichtsteilen der Zusammensetzung von Carfentrazonethyl; zwischen 1,0 und 60,0 Gewichtsteile anderer aktiver Pflanzenschutzverbindungen; zwischen 1 und 20 Gewichtsteile eines anionischen Tensids zur Verbesserung der Lagerstabilität des Carfentrazonethyls; zwischen 1 und 10 Gewichtsteile einer wasserlöslichen organischen Verbindung, wobei die wasserlösliche organische Verbindung ein Monoalkohol, Polyalkohol, ein Glycolether, ein Amin oder ein Etheramin, Wasser ist und einen pH-Wert zwischen 2 und 7 aufweist, enthält.
  2. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß Anspruch 1, die zwischen 5 und 10 Gewichtsteile eines anionischen Tensids enthält.
  3. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, die zwischen 0,1 und 2,0 Gewichtsteile Carfentrazonethyl enthält.
  4. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, die zwischen 5,0 und 40,0 Gewichtsteile anderer aktiver Pflanzenschutzverbindungen enthält.
  5. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, die eine Viskosität von zwischen 1 und 150 mPas aufweist.
  6. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, die eine Viskosität zwischen 1 und 100 mPas aufweist.
  7. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, die einen pH-Wert von zwischen 2 und 6 aufweist.
  8. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei eine wässrige Lösung von 5 Gew.-% des anionischen Tensids einen pH-Wert zwischen 1 und 7 aufweist.
  9. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das anionische Tensid mindestens eines ist, das aus sulfatartigen Tensiden und phosphatartigen Tensiden ausgewählt ist.
  10. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß Anspruch 9, wobei das sulfatartige Tensid mindestens eines ist, das aus Polyoxyethylen-Monostyrylphenyl-Ethersulfaten, Polyoxyethylen-Distyrylphenyl-Ethersulfaten und Polyoxyethylen-Tristyrylphenyl-Ethersulfaten und ihren Salzen ausgewählt ist.
  11. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß Anspruch 9 oder Anspruch 10, wobei das phosphatartige Tensid mindestens eines ist, das aus Polyoxyethylen-Monostyrylphenyl-Etherphosphaten, Polyoxyethylen-Distyrylphenyl-Etherphosphaten und Polyoxyethylen-Tristyrylphenyl-Etherphosphaten und ihren Salzen ausgewählt ist.
  12. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, die die Form einer Suspension aufweist.
  13. Flüssige Herbizidzusammensetzung gemäß Anspruch 12, die die Form einer Mikroemulsion aufweist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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