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Dokumentenidentifikation DE102004001905A1 27.10.2005
Titel Vorrichtung zum An- und Ausziehen eines Strumpfes
Anmelder Lenhart, Johann, 71384 Weinstadt, DE
Erfinder Lenhart, Johann, 71384 Weinstadt, DE
Vertreter Winter Lewandowsky Patentanwälte, 71364 Winnenden
DE-Anmeldedatum 14.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004001905
Offenlegungstag 27.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.2005
IPC-Hauptklasse A47G 25/90
IPC-Nebenklasse A41B 11/00   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anziehen eines Strumpfes, welche ein in vertikaler Ebene verschwenkbares Gestell aufweist, das mit einer Aufnahme für einen Strumpf und einer Auflage für ein Bein versehen ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Ausziehelement zum Ausziehen des Strumpfes, mit einem flachen Abschnitt zum Einschieben zwischen Strumpf und Bein und/oder Fuß, wobei der Abschnitt an seinem freien Ende mit einem Anschlagelement und mit einem Griff versehen ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das Ausziehelement bilden ein System zum Ausziehen eines Strumpfes.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anziehen eines Strumpfes, ein Ausziehelement sowie ein System zum Ausziehen eines Strumpfes.

Personen mit wenig Körperkraft oder Bewegungseinschränkung haben oft Schwierigkeiten beim An- und Ausziehen von Strümpfen. Dies gilt insbesondere für Kompressionsstrümpfe, die aufgrund ihrer für die Kompressionswirkung unerlässlichen Gewebespannung nur schwer über den Fuß, insbesondere über die Ferse gezogen werden können.

Es gibt zwar Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe, die im Wesentlichen aus einem Drahtgestell zum Überziehen und Weiten des Strumpfes bestehen. Diese Anziehhilfen eignen sich jedoch nicht für Personen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit derart eingeschränkt sind, dass sie sich bspw. nicht mehr bücken können oder nur noch eine Hand zur Verfügung haben.

Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, eine Anziehhilfe zu schaffen, welche auch für Personen mit weitergehenden Bewegungseinschränkungen geeignet sind. Die Anziehhilfe soll es ermöglichen, einen Strumpf bequem und ohne Hilfe einer weiteren Person anzuziehen.

Die Lösung besteht in einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1, einer Ausziehhilfe mit den Merkmalen des Anspruchs 15 und einem System mit den Merkmalen des Anspruchs 17.

Die erfindungsgemäße Ausziehhilfe zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein in vertikaler Ebene verschwenkbares Gestell aufweist, das mit einer Aufnahme für einen Strumpf und einer Auflage für ein Bein versehen ist. Durch die Verschwenkbarkeit des Gestells kann der Benutzer sein Bein beim Hineinschlüpfen in den auf die Aufnahme aufgefädelten Strumpf in bequemer Weise in der vertikalen Ebene bewegen. Gleichzeitig ist das Gestell um die horizontale Achse fixiert, so dass sich der gesamte Strumpf mühelos über den Fuß und vor allem über die Ferse ziehen lässt. Anschließend kann der Benutzer das Bein die Auflage entlang bewegen, wobei sich der Schaft des Strumpfes über den Unterschenkel stülpt. Dieser Mechanismus erlaubt es, Strümpfe und insbesondere Kompressionsstrümpfe ohne Kraftaufwand und unter Zuhilfenahme nur einer Hand anzuziehen.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Ausziehelement zum Ausziehen eines Strumpfes, welches sich dadurch auszeichnet, dass es einen flachen Abschnitt zum Einschieben zwischen Strumpf und Bein und/oder Fuß aufweist, wobei der Abschnitt an seinem freien Ende mit einem Anschlagelement und mit einem Griff versehen ist. Das Ausziehelement erlaubt es, einen Strumpf mit Hilfe nur einer Hand vom Fuß zu streifen, indem der flache Abschnitt zwischen Strumpf und Bein eingeschoben wird. Da das Bündchen am Anschlagelement gehalten wird, kann der Strumpf nach unten und über die Ferse gedrückt werden.

Das Ausziehelement und die Anziehhilfe bilden ferner ein System zum Ausziehen eines Strumpfes, mit welchem der oben beschriebene Ausziehvorgang unterstützt wird Zum Einen kann der Benutzer seinen Fuß auf die Auflage absetzen, um ihm einen festen Halt zu geben. Zum Anderen kann das Anschlagselement am achsseitige Ende der Auflage abgestützt werden, um den Fuß leichter aus dem Strumpf ziehen zu können.

Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

In einer ersten Ausführungsform ist das Gestell auf einer Grundplatte verschwenkbar angeordnet. Diese Grundplatte verleiht dem Gestell zusätzliche Stabilität und kann vom Benutzer bspw. durch Aufsetzen eines Fußes festgehalten werden, wodurch das Anziehen des Strumpfes am anderen Fuß noch mehr erleichtert wird.

Ferner kann auf der Grundplatte ein Anschlagbock angeordnet sein, der zur Winkeleinstellung des Gestells in vertikaler Ebene dient. Gegebenenfalls kann am Gestell eine Anlageschulter für den Anschlagbock vorgesehen sein. Mit dem Anschlagbock kann die für den jeweiligen Benutzer bequemste Ausgangsstellung des Gestells eingestellt werden. Der Anschlagbock kann in den Bewegungsweg des Gestells ein- und ausschwenkbar sein, um eine variable Winkeleinstellung zu ermöglichen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, dass an der Grundplatte eine Handhabe zum Ergreifen der Vorrichtung vorgesehen ist. Damit kann die Ausziehhilfe mit nur einer Hand bewegt und transportiert werden. Vorzugsweise ist die Handhabe als vertikal angeordneter Stab ausgebildet. Dieser Stab kann aus zwei oder mehr zusammenfügbaren Einzelbauteilen bestehen, so dass seine Länge individuell eingestellt werden kann.

Eine besonders bevorzugte Weiterbildung besteht darin, dass das Gestell an seinem einen Ende um eine Achse verschwenkbar gelagert ist und an seinem freien Ende die Aufnahme für den Strumpf aufweist. Damit wird die Schwenkbewegung des Gestells maximiert, so dass ein großer Winkelbereich abgedeckt wird.

Das Gestell kann in verschiedener Weise gestaltet sein. So kann die Aufnahme für den Strumpf zwei Streben aufweisen, welche sich parallel zur Auflage für das Bein erstrecken. Das Gestell kann aber auch die Form einer Halbschale aufweisen, wobei die Streben durch zwei Ausnehmungen in der Halbschale gebildet sind. Schließlich kann die Auflage für das Bein die Form einer länglichen Platte aufweisen, wobei die Aufnahme für den Strumpf einen an der Platte befestigten U-bügelförmigen Abschnitt aufweist, von dem aus sich die Streben parallel zur Platte erstrecken. In einer einfacheren Gestaltung ist die Auflage für das Bein aus mindestens einer Stange gebildet, wobei die Aufnahme für den Strumpf einen an der mindestens einen Stange befestigten U-bügelförmigen Abschnitt aufweist, von dem aus sich die Streben parallel zur mindestens einen Stange erstrecken. Andere Gestaltungsmöglichkeiten sind selbstverständlich denkbar.

Wenn die freien Enden der Streben je eine Materialverdickung aufweisen, üben diese auf das Bündchen oder den Schaft des Strumpfes eine gewisse Haltewirkung aus, da der Strumpf nur mit einem etwas erhöhten Kraftaufwand über die Verdickung gezogen werden kann. Gleichzeitig bewirkt die Verdickung, dass sich der Schaft oder das Bündchen des Strumpfes bei m Überstülpen über den Unterschenkel nicht an den Streben verhakt. Zur weiteren Fixierung des Bündchens kann eine der Streben mit einem Halteelement versehen ist. Dieses Halteelement erleichtert ferner das Aufziehen eines normalen Strumpfes oder Socken auf das Gestell mit nur einer Hand.

Hinsichtlich des Ausziehelements kann der flache Abschnitt halbschalenförmig ausgebildet sein, so dass er an die Kontur des Beines besser angepasst ist.

Um das Ausziehen des Strumpfes mit Hilfe des Systems noch weiter zu erleichtern, kann die Anziehhilfe im Bereich der Auflage für das Bein einen Gegenanschlag für das Anschlagelement aufweisen. Dieser Gegenanschlag kann bspw. als Begrenzungsfläche einer Öffnung oder als Steg ausgebildet sein.

Anhand von in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen, nicht maßstabsgerechten perspektivischen Darstellung;

2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen, nicht maßstabsgerechten perspektivischen Darstellung;

3 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen, nicht maßstabsgerechten perspektivischen Darstellung;

4 ein Ausführungsbeispiel eines Ausziehelements in einer schematischen, nicht maßstabsgerechten perspektivischen Seitenansicht;

5 das Ausziehelement gemäß 4 in einer schematischen, nicht maßstabsgerechten perspektivischen Ansicht von oben;

6 bis 9 eine Darstellung einzelner Schritte beim Anziehen eines Strumpfes mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

10 und 11 eine Darstellung einzelner Schritte beim Ausziehen eines Strumpfes mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Die 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zum Anziehen eines Strumpfes. Die Vorrichtung 10 weist eine Grundplatte 11 auf, deren Unterseite zur besseren Standfestigkeit der Grundplatte 11 mit vier Füßen 12 versehen ist. Auf der Oberseite der Grundplatte 11 ist ein in Richtung des Pfeiles A um eine auf der Grundplatte 11 angeordnete Achse 13 verschwenkbares Gestell 14 gehalten und gelagert. Das Gestell 14 ist in Form einer Halbschale ausgebildet, deren freies Ende 17 eine senkrechte Stirnfläche 18 mit abgerundeten Ecken 19 und deren achsseitiges Ende 20 eine abgeschrägte Stirnfläche 21 aufweist, welche bogenförmig in die Oberkanten 22 der Halbschale übergeht. Am freien Ende 17 sind in den Seitenflächen der Halbschale Ausnehmungen 23 vorgesehen, wodurch zwei Streben 24 ausgebildet werden, die mit den Oberkanten 22 der Halbschale abschließen. Dadurch wird zum freien Ende des Gestells hin eine Aufnahme 15 für einen Strumpf gebildet. Die Bodenfläche der Halbschale bildet eine Auflage 16 zum Auflegen eines Beines bzw. Fußes. In die Bodenfläche der Halbschale ist eine Öffnung 30 eingearbeitet. Zum Einstellen der Winkellage des Gestells 14 ist auf der Grundplatte 11 ein um einen Zapfen 25 verschwenkbarer Anschlagbock 26 vorgesehen, der in den Weg einer an der Unterseite des Gestells 14 vorgesehenen Anschlagschulter 27 einschwenkbar ist. Schließlich ist auf der Oberseite der Grundplatte 11 eine stabförmige Handhabe 28 eingeschraubt. Die Handhabe 28 kann zum Transport in zwei Bauteile, die im Ausführungsbeispiel mittels einer Muffe 29 miteinander verbunden sind, zerlegt werden.

Das in 2 gezeigte zweite Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 110 weist ebenfalls eine Grundplatte 111 auf, deren Unterseite zur besseren Standfestigkeit der Grundplatte 111 mit vier Füßen 112 versehen ist. Auf der Oberseite der Grundplatte 111 ist ein in Richtung des Pfeiles A um eine auf der Grundplatte 111 angeordnete Achse 113 verschwenkbares Gestell 114 gehalten und gelagert. Das Gestell 114 besteht aus einer Aufnahme 115 und einer Auflage 116 zum Auflegen eines Beines bzw. Fußes. Die Aufnahme 115 hat die Form eines U-förmigen Bügels, wobei sich an den freien Schenkeln des U zwei parallel zur Auflage 116 erstreckende Streben 124 anschließen. An den freien Enden der Streben 124 ist je eine im Ausführungsbeispiel kugelförmige Materialverdickung 131 angebracht. Entlang einer der Streben 124 kann ein im Ausführungsbeispiel ebenfalls kugelförmiges Halteelement 132 bewegbar angeordnet sein. Die Auflage 116 hat die Form einer schmalen, länglichen Platte, deren eines schmale Ende am U-Steg der Aufnahme 115 befestigt ist. Das andere schmale Ende ist an der Achse 113 befestigt. Die U-bügelförmige Aufnahme 115 bildet zusammen mit dem einen schmalen Ende der Auflage 116 das freie Ende 117 der Vorrichtung 110. Zum Einstellen der Winkellage des Gestells 114 ist auf der Grundplatte 111 ein um einen Zapfen 125 verschwenkbarer Anschlagbock 126 vorgesehen, der in den Weg einer an der Unterseite des Gestells 114 vorgesehenen Anschlagschulter 127 einschwenkbar ist. Schließlich ist auf der Oberseite der Grundplatte 111 eine stabförmige Handhabe 128 eingeschraubt. Die Handhabe 128 kann zum Transport in zwei Bauteile, die im Ausführungsbeispiel mittels einer Muffe 129 miteinander verbunden sind, zerlegt werden.

Das in 3 gezeigte dritte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 210 ist der in 2 dargestellten Vorrichtung 110 sehr ähnlich. Der einzige Unterschied liegt in der Ausgestaltung der Auflage 216 des Gestells 214. Die Auflage 216 hat die Form eines schmalen, langgestreckten U-Bügels. Der U-Steg der Auflage 216 ist am U-Steg der Aufnahme 215 befestigt. Die freien Enden der U-Schenkel sind an der Achse 213 befestigt. Die Anschlagschulter 227 ist bei diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls U-förmig ausgebildet und mit ihren freien U-Schenkeln an den U-Schenkeln der Auflage 216 befestigt.

Die 4 und 5 zeigen ein Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Ausziehelement 40. Es besteht aus einem flachen länglichen Abschnitt 41, an dessen Unterseite ein Anschlagelement 42 vorgesehen ist, sowie einem stabförmigen Griff 43. Im Ausführungsbeispiel ist der Abschnitt 41 im Querschnitt leicht gewölbt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. das erfindungsgemäße Ausziehelement werden wie folgt benutzt:

Die Verwendung der Vorrichtung zum Anziehen eines Strumpfes ist in den 6 bis 9 schematisch dargestellt. Zunächst wird der Fußteil des Strumpfes auf die Auflage des Gestells gelegt und der Schaft des Strumpfes mit der linken Seite nach außen über die Aufnahme gestülpt. Zur Erleichterung dieses Vorgangs können die Füße der Grundplatte hinter eine Tischkante geklemmt werden. Dann wird die Vorrichtung mittels der Handhabe auf den Boden gestellt. Nun wird mittels der Handhabe und/oder mit einem auf die Grundplatte gestellten Fuß die Vorrichtung festgehalten. Der andere Fuß wird in den Strumpf hineingeschoben. Dabei bewegt sich das Gestell nach oben, so dass der Winkel zwischen Gestell und Grundplatte vergrößert wird. Dadurch kann der Strumpf leichter über den Fuß und die Ferse gezogen werden und der Schaft des Strumpfes wird automatisch über den Unterschenkel gestreift. Wenn das Gestell völlig aufgerichtet ist, ist der Strumpf im Wesentlichen bis zum Unterschenkel angezogen. Ein evtl. Rest des Schaftes, bspw. von oberschenkellangen Stützstrümpfen, wird dann von Hand über das Bein gezogen. Die ggf. vorhandenen Materialverdickungen dienen dazu, das Bündchen des Strumpfes daran zu hindern, von alleine über die Streben zurückzurutschen, bevor das Gestell aufgerichtet wird. Das Halteelement in Form einer auf einer Strebe entlang laufenden Kugel (vgl. 2) dient dazu, den Schaft eines Strumpfes mit nur einer Hand über die Aufnahme zu stülpen. Dazu wird das Bündchen des Strumpfes über die Kugel gestülpt und dann über die gegenüberliegende Strebe gezogen. Anschließend wird die Kugel die Strebe entlang heruntergezogen.

Um einen Strumpf auszuziehen, bedient man sich des Ausziehelements und ggf. der Vorrichtung zur Unterstützung. Wie in den 10 und 11 veranschaulicht, wird zunächst der flache Abschnitt des Ausziehelements zwischen Bein und Strumpf eingeschoben. Dann wird das Ausziehelement nach unten gedrückt. Da das Bündchen des Strumpfs am Anschlagelement anliegt, wird mit dieser Bewegung der Strumpf nach unten bis zum Knöchel geschoben. Nun kann man den flachen Abschnitt des Ausziehelements über die Ferse schieben. Dank des stabförmigen Griffs resultiert eine Hebelwirkung, die den Strumpf über die Ferse schiebt. Nun kann der flache Abschnitt weiter nach vorne bis zu den Zehen bewegt werden, wodurch der Strumpf komplett ausgezogen wird.

Zur Unterstützung dieses Vorgangs kann man sich auch der Vorrichtung zum Anziehen bedienen. Dazu kann der Fuß auf der Auflage aufgesetzt werden. Es fällt dann leichter, den Strumpf nach unten und über die Ferse zu schieben. Wenn der Strumpf über die Ferse geschoben ist, wird die Vorrichtung um 180° gedreht, so dass das freie Ende 17, 117, 217 vom Benutzer weg zeigt. Der Fuß wird samt Strumpf und Ausziehelement so auf die Auflage aufgesetzt, dass das Anschlagelement des Ausziehelements am freien Ende 117 des Gestells anliegt oder ggf. in die Öffnung 30 eingesteckt wird. Dadurch wird der Strumpf festgehalten, so dass der Fuß ohne weiteres aus dem Strumpf heraus gezogen werden kann. Dabei ist es besonders vorteilhaft, den Anschlagbock unter das Gestell zu schieben, so dass das Gestell eine zum Benutzer hin geneigte Lage einnimmt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung samt Ausziehhilfe stellt somit eine besonders hilfreiche Unterstützung insbesondere für Benutzer dar, die nicht über ausreichend Kraft in den Händen oder Körperbeweglichkeit verfügen, um ohne eine solche Hilfe selbstständig Strümpfe, insbesondere Kompressionstrümpfe, an und aus zu ziehen. Außerdem ist die erfindungsgemäße Vorrichtung samt Ausziehhilfe sehr nützlich für Benutzer, die durch den Verlust einer Hand oder eines Armes beeinträchtigt sind.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung (10; 110; 210) zum Anziehen eines Strumpfes, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10; 110; 210) ein in vertikaler Ebene verschwenkbares Gestell (14; 114; 214) aufweist, das mit einer Aufnahme (15; 115; 215) für einen Strumpf und einer Auflage (16; 116; 216) für ein Bein versehen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (14; 114; 214) auf einer Grundplatte (11; 111; 211) verschwenkbar angeordnet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Grundplatte (11; 111; 211) ein Anschlagbock (26; 126; 226) angeordnet ist, der zur Winkeleinstellung des Gestells (14; 114; 214) in vertikaler Ebene dient.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagbock (26; 126; 226) in den Bewegungsweg des Gestells (14; 114; 214) ein- und ausschwenkbar ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Gestell (14; 114; 214) eine Anlageschulter (27; 127; 227) für den Anschlagbock (26; 126; 226) vorgesehen ist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Grundplatte (11; 111; 211) eine Handhabe (28; 128) zum Ergreifen der Vorrichtung (10; 110; 210) vorgesehen ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (28; 128) als vertikal angeordneter Stab ausgebildet ist.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (14; 114; 214) an seinem einen Ende um eine Achse verschwenkbar gelagert ist und an seinem freien Ende die Aufnahme (15; 115; 215) für den Strumpf aufweist.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (15; 115; 215) für den Strumpf zwei Streben (24; 124) aufweist, welche sich parallel zur Auflage (16; 116; 216) für das Bein erstrecken.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (14) die Form einer Halbschale aufweist und die Streben (24) durch zwei Ausnehmungen (23) in der Halbschale gebildet sind.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (116) für das Bein die Form einer länglichen schmalen Platte aufweist und dass die Aufnahme (115) für den Strumpf einen an der Platte befestigten U-bügelförmigen Abschnitt aufweist, von dem aus sich die Streben (124) parallel zur Platte erstrecken.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (216) für das Bein aus mindestens einer Stange gebildet ist und dass die Aufnahme (215) für den Strumpf einen an der mindestens einen Stange befestigten U-bügelförmigen Abschnitt aufweist, von dem aus sich die Streben (224) parallel zur mindestens einen Stange erstrecken.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der Streben je eine Materialverdickung (131) aufweisen.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Streben mit einem Halteelement (132) zum Fixierung des Bündchens des Strumpfes versehen ist.
  15. Ausziehelement (40) zum Ausziehen eines Strumpfes, dadurch gekennzeichnet, dass es einen flachen Abschnitt (41) zum Einschieben zwischen Strumpf und Bein und/oder Fuß aufweist, wobei der Abschnitt (41) an seinem freien Ende mit einem Anschlagelement (42) und mit einem Griff (43) versehen ist.
  16. Ausziehelement nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der flache Abschnitt (41) halbschalenförmig ausgebildet ist.
  17. System zum Ausziehen eines Strumpfes, bestehend aus der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 und einem Ausziehelement nach einem der Ansprüche 15 bis 16.
  18. System nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) im Bereich der Auflage (16) für das Bein einen Gegenanschlag für das Anschlagelement aufweist.
  19. System nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenanschlag als Begrenzungsfläche einer Öffnung (30) oder als Steg ausgebildet ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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