PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004016384A1 27.10.2005
Titel Aufnahmeteil für den Wagenheber eines Fahrzeuges
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Hördegen, André, 85080 Gaimersheim, DE
DE-Anmeldedatum 02.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004016384
Offenlegungstag 27.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.2005
IPC-Hauptklasse B62D 25/20
Zusammenfassung Ein Aufnahmeteil (1) für den Wagenheber (7) eines Fahrzeuges weist eine Ausnehmung (3) für die Tragstütze (5) des Wagenhebers (7) auf, wobei die Ausnehmung (3), in Fahrtrichtung des Fahrzeuges gesehen, hinten offen ist und vorne mit einer schrägen Abweisfläche (9) abschließt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Aufnahmeteil für den Wagenheber eines Fahrzeuges, wobei das Aufnahmeteil als separates, an der Unterseite des Fahrzeuges befestigbares Bauteil mit einer Ausnehmung für die Tragstütze des Wagenhebers ausgeführt ist.

Die meisten Kraftfahrzeuge weisen an der Unterseite der Türschweller Flansche oder Einprägungen auf, an denen ein Wagenheber angesetzt werden kann oder die für eine Hebebühne zur Verfügung stehen. Daneben gibt es auch Aufnahmeteile, welche als separate Kunststoffteile an den Türschwellern befestigt werden.

Lagebedingt sind die Aufnahmeteile im Fahrbetrieb einer Bestrahlung mit Steinen, Splitt usw. ausgesetzt. Die Beanspruchung ist stark abhängig vom Straßenzustand, d.h. dass bei unbefestigten Straßen, wie sie in verschiedenen Ländern vorherrschen, Aufnahmeteile aus Kunststoff teilweise zerstört und unbrauchbar werden. Die Praxis hat gezeigt, dass die Beanspruchung bei frontangetriebenen Fahrzeugen wesentlich höher ist als bei Fahrzeugen mit Heckantrieb.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln dafür Sorge zu tragen, dass die Aufnahmeteile für den Wagenheber selbst bei ungünstigen Voraussetzungen weniger beansprucht werden, so dass ihre Funktion auch über einen langen Zeitraum gewährleistet ist.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Ausnehmung in dem Aufnahmeteil in Fahrtrichtung des Fahrzeuges gesehen hinten offen ist und vorne mit einer schrägen Abweisfläche abschließt.

Dadurch, dass die Ausnehmung in Fahrtrichtung des Fahrzeuges hinten offen ausgeführt ist, existiert keine Wandung, die dem Steinschlag ausgesetzt ist. Die in Fahrtrichtung des Fahrzeuges gesehene vordere Wand der Ausnehmung ist durch die schräge Abweisfläche geschützt. Durch die schräge Abweisfläche werden Steinchen von der Ausnehmung abgelenkt und die Abweisfläche weniger stark beansprucht.

Besonders vorteilhaft ist, wenn die Ausnehmung des Aufnahmeteiles so ausgebildet ist, dass die aufgenommene Tragstütze des Wagenhebers durch Formschluss horizontal fixiert ist. Das erfindungsgemäße Aufnahmeteil ist hinten offen, so dass keine Abschlusswand durch die Bestrahlung mit Steinchen zerstört werden kann. Der Formschluss der Tragstütze in der Ausnehmung stellt sicher, dass die Tragstütze nicht aus der Ausnehmung herausrutschen kann. Dies ist aus Sicherheitsgründen von großer Bedeutung.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann die Ausnehmung Teil einer rotationssymmetrisch erzeugten Mantelfläche sein. Diese Ausgestaltung ermöglicht der Tragstütze des Wagenhebers eine relative Drehung in dem Aufnahmeteil wenn das Fahrzeug angehoben wird. Eine separate Lagerung ist dadurch entbehrlich.

Besonders vorteilhaft ist, wenn die Ausnehmung Teil einer Mantelfläche eines Rotationskörpers mit kegelstumpfartigen Endbereichen ist. Auch hier erfolgt in einfacher Weise ein Formschluss der sicherstellt, dass die Tragstütze nicht aus dem nach hinten offenen Aufnahmeteil herausspringen kann. Die Kegelstümpfe gewährleisten eine Zentrierung, so dass die Tragstütze stets in das Aufnahmeteil hineingleitet, selbst wenn der Ansatz des Wagenhebers nicht exakt erfolgt.

Das Aufnahmeteil kann aus Kunststoff (ggf. auch faserverstärkt) hergestellt sein und einstückig angeformte Befestigungselemente aufweisen. Solche Befestigungselemente können bspw. Rasten sein. Um den Befestigungsaufwand zu reduzieren ist es auch möglich, an der Unterseite des Aufnahmeteiles hakenförmige Halteteile mit anzuformen, welche in zugeordnete Aufnahmen in der Karosserie eingeführt werden. Beim Verschieben des Aufnahmeteiles hintergreift der Haken das Blechteil, so dass es meist ausreicht, wenn das Aufnahmeteil an einer von dem Haken entfernten Stelle durch eine einzige Schraube befestigt wird.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch das neue Aufnahmeteil für den Wagenheber in Bezug auf die Bestrahlung mit Steinchen keine senkrecht stehenden Wände vorhanden sind und gleichzeitig sichergestellt wird, dass auch bei unsachgemäßer Handhabung des Wagenhebers deren Tragstütze sicher in das Aufnahmeteil hineingleitet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben.

Es zeigen

1 in Draufsicht ein Aufnahmeteil für einen Wagenheber,

2 das Aufnahmeteil aus 1 in Seitenansicht und

3 eine Tragstütze eines Wagenhebers, welche in das Aufnahmeteil eingreift.

Ein in der Zeichnung dargestelltes, aus faserverstärktem Kunststoff hergestelltes Aufnahmeteil 1 ist mit einer Ausnehmung 3 versehen, die eine Tragstütze 5 eines teilweise dargestellten Wagenhebers 7 aufnimmt.

Die Ausnehmung 3 stellt einen Teil einer Mantelfläche eines Rotationskörpers mit kegelstumpfartigen Endbereichen dar. Diese Ausgestaltung stellt sicher, dass die Tragstütze 5 des Wagenhebers 7 auch bei unsachgemäßer Handhabung des Wagenhebers 7 in die Ausnehmung 3 hineingleitet und dort verbleibt, obwohl die Ausnehmung 3 auf einer Seite offen ist.

Das Aufnahmeteil 1 wird so im Fahrzeug verbaut, dass eine sich an die Ausnehmung 3 anschließende Abweisfläche 9 in Fahrtrichtung vorne liegt. Durch die schräge Abweisfläche 9 treffen hochgeschleuderte Steinchen nur unter einem sehr spitzen Winkel auf das Aufnahmeteil 1 auf. Außerdem wird die Wand 11 der Ausnehmung 3 zuverlässig vor Beschädigungen geschützt. Die etwa in Fahrtrichtung des Fahrzeuges verlaufenden und einander gegenüberliegenden Wände 13 und 15 der Ausnehmung 3 sind weniger stark gefährdet, da sie annähernd in Richtung der hochgeschleuderten Steinchen verlaufen.

Zur Befestigung des Aufnahmeteiles 1 an einem Blechteil der Karosserie ist an dem Aufnahmeteil 1 eine Haltenase 17 vorgesehen. Die Haltenase 17 wird in eine Öffnung in dem Blechteil der Karosserie eingeführt und das Aufnahmeteil 1 verschoben. Anschließend kann ein Rastelement 19 in eine zugeordnete Bohrung in dem Blechteil hineingedrückt und durch eine nicht dargestellte Schraube, welche durch eine Bohrung 21 in dem Aufnahmeteil 1 eingeführt wird, befestigt werden.


Anspruch[de]
  1. Aufnahmeteil (1) für den Wagenheber (7) eines Fahrzeuges, wobei das Aufnahmeteil (1) als separates, an der Unterseite des Fahrzeuges befestigbares Bauteil mit einer Ausnehmung (3) für die Tragstütze (5) des Wagenhebers (7) ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (3) in Fahrtrichtung des Fahrzeuges gesehen hinten offen ist und vorne mit einer schrägen Abweisfläche (9) abschließt.
  2. Aufnahmeteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (3) des Aufnahmeteiles (1) so ausgebildet ist, dass die aufgenommene Tragstütze (5) des Wagenhebers (7) durch Formschluss horizontal fixiert ist.
  3. Aufnahmeteil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (3) Teil einer rotationssymmetrisch erzeugten Mantelfläche ist.
  4. Aufnahmeteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (3) Teil einer Mantelfläche eines Rotationskörpers mit kegelstumpfartigen Endbereichen ist.
  5. Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (1) aus Kunststoff hergestellt ist und einstückig angeformte Befestigungselemente (17, 19) aufweist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com