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Dokumentenidentifikation DE102004018072A1 27.10.2005
Titel Durch Spreader zu verriegelnde Container in Verbindung mit Spreader zum Verriegeln von Containern
Anmelder Faller, Alexander, 84056 Rottenburg, DE
Erfinder Faller, Alexander, 84056 Rottenburg, DE
DE-Anmeldedatum 08.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004018072
Offenlegungstag 27.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.2005
IPC-Hauptklasse B65D 88/12
IPC-Nebenklasse B63B 25/22   
Zusammenfassung Die nachfolgend beschriebene Erfindung "durch Spreader zu verriegelnde Container" in Verbindung mit "Spreader zum Verriegeln von Containern" soll in erster Linie die Verladung und sichere Verriegelung der an Deck eines Schiffes geladenen Container wesentlich vereinfachen und damit die Liegezeiten und Liegekosten von Frachtschiffen reduzieren. Die Verriegelung kann auch auf einem Lkw oder Eisenbahnwaggon für vereinfachten Umschlag sorgen.
Die Container müssen außerdem unbedingt kompatibel zu den sich derzeit im Umlauf befindlichen Frachtcontainern mit ISO-Eckbeschlägen und deren unterschiedlichen Verriegelungssystemen (Twistlocks) sein, um überhaupt in den Containerverkehr eingebunden zu werden. Wenn sich dieses System im Laufe der Zeit durchgesetzt hat, können die gefährlichen Lascharbeiten zum Entriegeln der jetzt noch nötigen sogenannten Twistlocks gänzlich entfallen.
Das System wird durch die Kombination Container und Spreader gebildet. Dabei ist der erfindungsgemäße Spreader zu allen konventionellen Containern und Ladegeschirren kompatibel und kann diese wie bisher umschlagen, während er die erfindungsgemäßen Container beim Verriegeln von ihrer Auflage (Schiffsdeck, andere erfindungsgemäße oder konventionelle Container, Lkw-Brücken oder Eisenbahnwaggons) entriegelt bzw. beim Entriegeln die erfindungsgemäßen Container des Spreaders mit ihrer Auflage verriegelt werden.

Beschreibung[de]

Vor allem bei der Beförderung von Frachtcontainern auf den Seeweg an Deck von Containerschiffen (im Laderaum sind die Container ohnehin gesichert), aber auch beim Transport mittels LKW oder Eisenbahn ist es notwendig, die Container gegen Verrutschen und/oder Herabfallen zu sichern.

Bisher werden dazu sog. Twistlocks verwendet, welche sich entweder stationär am Boden des jeweiligen Transportmittels befinden, oder auch, wenn sich Container in mehreren Lagen übereinander befinden – wie beim Transport an Deck von Containerschiffen – lose Twistlocks. Alle Twistlocks müssen manuell entweder eingesetzt, verriegelt, entriegelt oder wieder entnommen werden. Je nach Bauart müssen nur eine oder auch mehrere der vorgenannten Tätigkeiten ausgeführt werden.

Dass es sich hierbei um ein Problem handelt, welches fast schon seit Beginn der Containerschiffahrt nach einer Lösung verlangt, zeigen die mannigfachen Entwicklungen zur Vereinfachung und Automatisierung des Containerumschlags, weiche immer wieder an diesem Problem ansetzen und oft an den vielen Varianten der sich im Einsatz befindlichen Systeme festhängen oder sogar scheitern. Erwähnt seien hier ein von der Universität Delft entwickelter Roboter zur Entnahme der Twistlocks und verschiedene Versuche für Automalen zur Twistlock-Entnahme bei verschiedenen Containerterminals. Auch die Anstrengungen, die unternommen werden, um das Entriegeln der Twistlocks einfacher und sicherer zu machen zeigt wie dringend dieses Problem nach einer Lösung verlangt. Selbst ein jüngst entwickelter Twistlock, der sich bei Ruhelage des Schiffes automatisch in einem entriegelten Zustand befindet, muss noch in einem extra Arbeitsgang entnommen oder eingesetzt werden.

Um einerseits die gefährlichen Lascharbeiten zu eliminieren und andererseits die Verladung drastisch zu vereinfachen, ist ein Containersystem erforderlich, welches sich automatisch auf die Art der Unterlage (konventioneller Container, oben vorstehender Twistlock, ebener Boden etc.) einstellt gleichzeitig tolerant gegenüber jeder – im Containerverkehr üblichen – Art von Auflast (konventioneller Container, nach unten vorstehender Twistlock, nicht modifizierter Spreader etc.) ist.

Ein weiteres Problem, welches zwar nur vereinzelt auftritt aber dann nur mit größeren Schwierigkeiten gelöst werden kann, wird durch den erfindungsgemäßen Spreader gelöst. Es handelt sich dabei um das Verhaken der Spreader-Twistlocks in zu niedrigen Eckbeschlägen, den sog. Corner-Castings. Durch die weiten Toleranzen sowohl bei den Corner-Castings wie auch bei den Spreadertwistlocks kann es vorkommen, dass bereits bei geringen Verformungen die Twistlocks der Spreader sich in den Corner-Castings nicht drehen und damit auch nicht ver- oder entriegeln können.

Stand der Technik

US 3,980,185 beschreibt einen Container, welcher über einen eigenen Verriegelungsmechanismus verfügt und durch die Twistlocks des Spreaders verriegelt wird, im Gegensatz zum erfindungsgemäßen Container ist dieser Container nicht kompatibel zu den im Umlauf befindlichen Containern. Konkret können konventionelle Container, also solche die nicht mit diesem Verriegelungssystem ausgestattet sind, an Deck eines Containerschiffes nicht auf einen Container mit diesem Verriegelungssystem gestellt werden, weil die dann nötigen Twistlocks – mit ihrer den Spreader-Twistlocks teilweise identischen Geometrie – die Container beim Verriegeln wieder entriegeln würden. Ein Verladen dieser Container ausschließlich in den oberen Lagen der Containerschiffe ist wegen der vorgegebenen Ladesequenzen nicht möglich. Bei dieser Erfindung ist lediglich der unten aus der Containerecke ausschiebbare Twistlock in seiner Längsausdehnung kürzer als die üblichen Spreader-Twistlocks, weil ein gleich langer Twistlock die darunter liegenden Container wieder entriegeln würde.

Nachdem aber auch die Twistlocks, die zum Verriegeln der Container untereinander verwendet werden eine ähnliche Geometrie wie die Spreader-Twistlocks aufweisen, würden die Twistlocks des Containers, der damit auf einem der o.g. Erfindung entsprechenden Container gestellt werden würde, ebenso wie der Spreader die Verriegelungsmechanik des Containers betätigen und beim Verriegeln des oberen Containers den unteren Container entriegeln. Damit fehlt die Kompatibilität zu den bisher üblichen Containern nach Oben.

Die erwähnte Erfindung ist als komplette Lösung ausgelegt, d.h. ein nutzbringender und damit sinnvoller Einsatz dieser Technologie ist nur möglich, wenn zumindest alle Container einer Schifffahrtslinie oder innerhalb eines Reedereipools in einem Zug ersetzt werden würden. Damit würde die als US 3,980,185 veröffentlichte Erfindung – wegen der fehlenden Kompatibilität zu den im Umlauf befindlichen Containern als wichtigste Voraussetzung – zu sehr in bestehende Ausrüstungsstrukturen eingreifen. Die hierfür erfordelichen Investitionen sind trotz der unbestreitbaren Vorteile selbst für die großen Reeder zu hoch. Die erwähnte Erfindung basiert ausschließlich auf der Kompatibilität zu den im Einsatz befindlichen Spreadern, deren Anzahl aber weltweit und bei allen Transportmitteln wesentlich geringer ist als die Anzahl der sich in Umlauf befindlichen Container. Dies dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass dieses Containerverriegelungssystem nie zur Anwendung kam.

Aufgabe

Der Erfindung liegt erstens die Aufgabe zugrunde, Container zu schaffen bzw. herzustellen, welche durch Spreader, die ebenfalls erfindungsgemäß geändert oder gebaut werden, untereinander verriegelt werden können.

Weiter liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die erfindungsgemäßen Container kompatibel zu allen anderen Containern sind, die sich derzeit im Umlauf befinden, zu gestalten.

Von besonderer Bedeutung ist die Tatsache, dass die Verwendung aller im Einsatz befindlichen, unterschiedlichen Twistlocks für darüber zu stapelnde Container weiterhin möglich sein muß. D.h. die oberen Eckbeschläge eines erfindungsgemäßen Containers müssen jeden Twistlock aufnehmen können, ohne dass dadurch die Verriegelung des erfindungsgemäßen Containers betätigt oder auf andere Weise beeinträchtigt wird.

Weiter liegt der Erfindung auch die Aufgabe zugrunde dass das System auch die Verwendung von noch nicht nachgerüsteten Spreadern zulassen muß und dabei mit vertretbarem Aufwand zu betätigen ist.

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, die Aufnahmeorgane (Twistlocks) der Spreader so zu gestalten, dass damit sowohl die erfindungsgemäßen Container wie auch die vorhandenen konventionellen Container bedient werden können und ein Verhaken in zu kleinen Corner-Castings nicht mehr möglich ist.

Weitere wichtige Aufgaben der Erfindung sind zum Einen die Sichtbarmachung des Verriegelungszustandes der Container untereinander und zum Anderen die Schaffung einer Möglichkeit der manuellen Betätigung von oben oder von der Seite.

Da erst die Lösung all dieser Aufgaben die Einführung dieses Systems ermöglicht – welche aus den erwähnten Gründen nur sukzessive erfolgen kann und dadurch allmählich seine Vorteile ganz entfaltet – weisen die scheinbar geringen Unterschiede der hier beschriebenen Erfindung im Vergleich zu US 3.980.185 eine enorme Erfindungshöhe auf, die diesem System zum Durchbruch verhelfen. Damit ist nicht nur die wirtschaftliche Bedeutung für die Containerindustrie enorm, auch die Vorteile für Reeder, Containerterminals und nicht zuletzt die Lascher sind bedeutend.

Beschreibung

Der erfindungsgemäße Container (1) besitzt in den 4 Ecken (2) und Eckprofilen (21) jeweils ein mehrteiliges, Drehmoment übertragendes Gestänge (3), das von den oberen Eckbeschlägen (22) zu den unteren Eckbeschlägen (23) durchgehend ist. Dieses Gestänge besteht aus den nachfolgend beschrieben Teilen:

Die Aufnahme (Tasche) (11) für Spreader-Twistlock (6) die ist so gestaltet ist, dass sich alle sog. ISO Twistlocks (10) frei im oberen Corner-Casting (Eckbeschlag) (22) drehen können. Dies wird dadurch erreicht, dass die Höhe (H) dieser Corner-Castings (22) im Vergleich zu den bisherigen Corner-Castings (22a) entsprechend vergrößert ist.

An der Unterseite dieser Aufnahme (11) befindet sich der obere Teil des Drehstabes (12), der an seinem unteren Ende mittels einer verdrehsicheren, vertikal verschiebbaren Führung (13) (diese ist vorzugsweise als regelmäßiges Vieleck oder Vielkeilwelle ausgebildet) mit deren Aufnahme (14) verbunden ist. (Es kann zweckmäßig sein, die Schiebeführung so anzuordnen, dass sich die Aufnahme oben befindet, während die Vielkeilwelle von unten nach oben in diese Aufnahme hinein ragt. An dieser Führung ist der untere Drehstab (15) mit dem unteren Twistlock (16) befestigt. Die Schiebeführung (13) u. (14) ermöglicht dem unteren Twistlock (16) eine vertikale Beweglichkeit über die 3 notwendigen Positionen (Weg 16d). Der untere Twistlock (16) ist gegenüber der oberen Twistlock-Aufnahme um 90° um die vertikale Achse gedreht, dadurch ist der untere Twistlock immer entriegelt, wenn der erfindungsgemäße Spreader-Twistlock verriegelt ist bzw. umgekehrt.

Unten (16a):

Diese Position nimmt der Twistlock ein, wenn der erfindungsgemäße Container auf einem anderen Container abgestellt wird,

Mitte (16b):

Position befindet sich der Twistlock, wenn der erfindungsgemäße Container auf einer ebenen Unterlage abgestellt wird,

und

Oben (16c):

in dieser Position befindet sich der Twistlock, wenn der erfindungsgemäße Container auf einer Unterlage abgestellt wird, aus der z.B. ein anderer Twistlock (10) herausragt, z.B. bei Lkw, Eisenbahnwagons oder unmittelbar auf dem Lukendeckel der Containerschiffe.

Ferner benötigt die erfindungsgemäße Containerverriegelung eine nach unten wirkendes Kraftelement (17) (vorzugsweise eine Druckfeder) durch welche der untere Twistlock (16) in die jeweils unterste mögliche Höhenposition gedrückt wird sowie eine Abstützung (18) für die Druckfeder.

Vorzugsweise müssen die unteren Corner-Castings (23) an ihrer Oberseite mit einer Verstärkung (24) ausgestattet sein, damit sie die Zugkräfte, welche über die Verriegelung eingeleitet werden, aufnehmen können. Auch ist eine separat angebrachte Verstärkung denkbar.

Um zu verhindern, dass die erfindungsgemäßen Container in Längsrichtung verrutschen können, befindet sich um den unteren Drehstab eine Führungshülse (19), die sich in einer fixierten Höhenlage relativ zum unteren Twistlock (16) befindet, den unteren Drehstab (15) drehbar umschließt und gegenüber den Corner-Castings (23) formschlüssig gegen Verdrehen gesichert ist.

Das gesamte Gestänge wird von einem Aufnahmerohr (21), das vorzugsweise als Vierkantrohr ausgebildet ist, aufgenommen und geschützt. Dieses Vierkantrohr bildet gleichzeitig das Eckprofil des Containers und ist so dimensioniert, dass es die Belastungen aus der definierten Auflast tragen kann. In jedem Eckprofil ist ein Ausschnitt (25) angebracht, durch den mittels einer – der Stellung (verriegelt oder entriegelt) und Lage (Höhenlage (16a – c))des Twistlocks (6) entsprechenden Farbmarkierung (26) – der Verriegelungszustand sichtbar ist.

Diese Farbmarkierung (26) wird vorzugsweise auf einen Ring aufgebracht, der sich in einer festen Position relativ zum Twistlock (6) befindet.

Um die Twistlocks manuell auch von den Stirnseiten (F) des Containers ent- und verriegeln, bzw. anheben uns absenken zu können, befinden sich auf einem mit dem Twistlock (6) in Verbindung stehenden Element z.B. eine lineare Verzahnung (28) mit Zahnwelle (29) und eine Kegelradverzahnung (29), die mittels eines entsprechenden Schlüssels (30) betätigt werden kann. Die Zahnwelle (29) kann auch am Schlüssel (30) angebracht sein.

Der erfindungsgemäße Spreader (4) ist anstatt der bisher üblichen Twistlocks mit Verschiebesicherung, welche relativ zur Auflagefläche (5) des Spreaders nur um wenige Millimeter vertikal beweglich oder gefedert sind, mit Twistlocks (6) und Verschiebesicherungen (7) ausgestattet, welche gegenüber ihrer Auflagefläche (5) soweit vertikal beweglich (Weg (20)) sind, dass sie einerseits weit genug in die oberen Corner-Castings (22) des erfindungsgemäßen Containers (1) eingreifen, um das Verriegelungsgestänge über die Tasche (11) zu betätigen, andererseits relativ zur Auflagefläche (5) des Spreaders soweit nach oben eingedrückt werden können, dass auch bei den niedrigeren Corner-Castings konventioneller Container die Twistlocks einwandfrei ver- und entriegelt werden können. Die Verschiebesicherungen sind mit einer Führung (9) ausgestattet, die geeignet ist, die horizontalen Beschleunigungskräfte aus Anfahr- und Bremsbewegungen sowie aus Kurvenfahrten aufzunehmen und den Twistlockbolzen (8) entsprechend zu stützen. Auch könnten die Twistlocks kraftbetätigt eingezogen werden, um ein festes Anliegen der Corner-Castings an den Auflagen des Spreaders zu erreichen.

Verzeichnis der Abbildungen

Die folgenden Abbildungen stellen bevorzugte Ausführungsbeispiele schematisch dar. Die folgenden Ansichten von der Stirnseite (F) sowie von der Längsseite (L) aus betrachtet

1 zeigt einen erfindungsgemäßen Container von der Längsseite (L) aus betrachtet

1a zeigt einen erfindungsgemäßen Container von der Stirnseite (F) aus betrachtet

2 zeigt nur das Gestänge eines erfindungsgemäßen Container ohne Corner-Castings

3 zeigt die Aufnahmevorrichtung eines erfindungsgemäßen Spreaders

3a zeigt die Aufnahmevorrichtung eines erfindungsgemäßen Spreaders beim Aufnehmen eines konventionellen Containers

4 zeigt einen erfindungsgemäßen Container, der von einem erfindungsgemäßen Spreader aufgenommen wird.

5 zeigt eine mögliche Ausführungsform der Verzahnungen

6 zeigt einen konventionellen Container, der von einem erfindungsgemäßen Spreader aufgenommen wird.

7 zeigt einen erfindungsgemäßen Container, der in seinen oberen und unteren Corner-Castings mit normalen Twistlocks belegt ist (nur zur Darstellung der Kompatibilität).

FAnsicht von der Stirnseite des Containers LAnsicht von der Längsseite des Containers H1Höhe der Corner-Castings der konventionellen Container H2Höhe der Corner-Castings der erfindungsgemäßen Container 1Container 2Ecken 3Gestänge 4Spreader 5Auflagefläche 6Spreader-Twistlock 7Verschiebesicherungen 8Twistlockbolzen 9Führung 10ISO Twistlocks 11Aufnahme für Spreader-Twistlock 12oberer Teil des Drehstabes 13Schiebeführung Welle 14Schiebeführung Buchse 15unterer Drehstab 16Twistlock des Containers 16aunterste Stellung des Twistlock 16bmittlere Stellung des Twistlock 16coberste Stellung des Twistlock 16dWeg, den der Twistlock vertikal beschreiben kann 17nach unten wirkendes Kraftelement (Feder) 18Abstützung für (17) 19Führungshülse 20Weg des Spreader-Twistlocks 21Eckprofil/Aufnahmerohr 22obere Eckbeschläge des erfindungsgemäßen Containers 22aobere Eckbeschläge eines konventionellen Containers 23untere Eckbeschläge des erfindungsgemäßen Containers 24Verstärkung zur Aufnahme der Kräfte 25Ausschnitt 26Farbmarkierung 27Zahnwelle 28Verzahnung 29Kegelverzahnung 30Drehschlüssel

Anspruch[de]
  1. Frachtcontainer mit sog. Corner-Castings an jeder der vier oberen Ecken dadurch gekennzeichnet, dass sich in Inneren dieser Corner-Castings drehbare Taschen befinden, in welche speziell zu diesem Zweck gebaute Spreader-Twistlocks oder Spezialwerkzeuge eingreifen und diese drehen können. Weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe dieser Corner-Castings so gestaltet ist, dass eine Betätigung der Verriegelung durch andere – als die speziell für diesen Zweck gestalteten –Spreader-Twistlocks oder Spezialwerkzeuge nicht möglich ist. Weiter dadurch gekennzeichnet, dass alle sich im Umlauf befindlichen Twistlocks oder ähnlichen, in die oberen Corner-Castings eingreifenden Vorrichtungen ohne Beeinträchtigung der Verriegelungsfunktion aufgenommen werden können.
  2. Frachtcontainer nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass mittels jeder der drehbaren Taschen ein vertikales Drehgestänge betätigt werden kann, welches über einen Schiebesitz mit einem, um 90° zur Richtung der Tasche verdrehten Twistlock verbunden ist. Ferner dadurch gekennzeichnet, dass dieser Twistlock sich jeweils in den unteren Corner-Castings befindet und vertikal verschiebbar ist.
  3. Frachtcontainer nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Twistlock soweit aus dem Corner-Casting herausreichen kann, dass er in die längliche Öffnung des Corner-Castings eines anderen Containers hineinragt und sich mit diesem verriegeln kann
  4. Frachtcontainer nach Anspruch 1 und 2 mit sog. Corner-Castings an jeder der vier unteren Ecken dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe dieser Corner-Castings so gestaltet ist, dass die auf der Auflage (z. B. Lukendeckel, Lkw oder Eisenbahnwagen) evtl. vorhandenen Twistlocks oder ähnlichen, in die unteren Corner-Castings eingreifenden Vorrichtungen ohne Beeinträchtigung aufgenommen werden können und damit die Kompatibilität zu allen im Frachtcontainerverkehr üblichen Transportmitteln erreicht wird.
  5. Frachtcontainer nach Anspruch 1; 2; 3 und 4 dadurch gekennzeichnet, dass der Twistlock soweit in den unteren Corner-Casting hinein gedrückt werden kann, dass ein twistlockförmiges, von einer Unterlage nach Oben stehendes Arretierungsmittel weit genug in die Öffnung des unteren Corner-Castings hineinragen kann, dass dieses verriegeln bzw. seine zugedachte Funktion ausüben kann.
  6. Frachtcontainer mit sog. Corner-Castings an jeder der vier unteren Ecken dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Corner-Castings an ihrer Oberseite so verstärkt sind, dass sie die aus der Verriegelung resultierenden Kräfte aufnehmen können.
  7. Frachtcontainer mit einer Verriegelungsmechanik in jeder Ecke dadurch gekennzeichnet, dass die Kompatibilität zu allen im Frachtcontainerverkehr üblichen Hubmitteln, Verriegelungen (Twistlocks) und vor allem zu den sich bisher im Einsatz befindlichen Frachtcontainern erreicht wird.
  8. Frachtcontainer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Twistlocks vorzugsweise mittels einer Zahnwelle in Verbindung mit einer Verzahnung, die mit dem Twistlock in Verbindung steht, mit Hilfe eines von außen ansteckbaren Schlüssels angehoben oder abgesenkt werden kann.
  9. Frachtcontainer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Twistlocks vorzugsweise mittels eines von außen ansteckbaren Schlüssels mit einer Kegelradverzahnung in Verbindung mit einer dazu passenden Verzahnung, die mit dem Twistlock in Verbindung steht, gedreht werden kann.
  10. Spreader zum Heben und/oder Befördern von Frachtcontainern dadurch gekennzeichnet, dass die Twistlocks des Spreaders gegenüber der jeweiligen Auflage des Spreaders soweit vertikal herausragen bzw. beweglich sind, dass sie in die tiefliegenden Taschen der erfindungsgemäßen Container eingreifen und diese zum Verriegeln bzw. Entriegeln des erfindungsgemäßen Containers mit dessen Unterlage verdrehen können.
  11. Spreader zum Heben und/oder Befördern von Frachtcontainern dadurch gekennzeichnet, dass die Twistlocks des Spreaders gegenüber der jeweiligen Auflage des Spreaders soweit vertikal beweglich sind, dass sie auch in die Corner-Castings konventioneller Container eingreifen können und ohne zu klemmen Ver- bzw. Entriegeln können.
  12. Spreader zum Heben und/oder Befördern von Frachtcontainern dadurch gekennzeichnet, dass die Twistlocks des Spreaders mit Sicherungen gegen das Verschieben eines aufgenommenen Containers in Längsrichtung ausgestattet sind und diese zusammen mit den Schäften der Twistlocks die bei der Beförderung der Container auftretenden Horizontalkräfte aufnehmen.
  13. Spreader zum Heben und/oder Befördern von Frachtcontainern nach Anspruch 11 u. 12 dadurch gekennzeichnet, dass die vertikal beweglichen Twistlocks des Spreaders zusammen mit den mit Sicherungen gegen das Verschieben eines aufgenommenen Containers nach dem Verriegeln des aufgenommenen Containers mechanisch, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch etc. hochgezogen werden können, dass die Oberseite der Corner-Castings des aufgenommenen Containers fest an den Auflageflächen des Spreaders anliegen.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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