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Notfall-Evakuierungseinrichtung - Dokument DE19782248B4
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19782248B4 27.10.2005
Titel Notfall-Evakuierungseinrichtung
Anmelder Cerberus Institute for Research and Development Inc., Warner Robins, Ga., US
Erfinder Forrester, David J., Jacksonville, Ala., US
Vertreter Schulte & Schulte, 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 21.01.1997
DE-Aktenzeichen 19782248
WO-Anmeldetag 21.01.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/00800
WO-Veröffentlichungsnummer 0009831424
WO-Veröffentlichungsdatum 23.07.1998
Date of publication of WO application in German translation 05.01.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.2005
IPC-Hauptklasse A62B 1/20

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Notfalleinrichtung zur Evakuierung von Gebäuden, Schiffen und anderen, feststehenden oder beweglichen Objekten.

Viele Menschen leben oder arbeiten regelmäßig in Höhen, die das Herabspringen in Notfallsituationen nicht gestatten. Leitern sind häufig nicht verfügbar oder von nur unzureichender Höhe. Der Sprung aus dem Fenster oder vom Dach ist oftmals der einzig mögliche Ausweg. In der Praxis drohen in einem Fall über eine Höhe von fünf oder mehr Metern jedoch ernsthafte oder gar tödliche Verletzungen. Alternative Evakuierungspläne, wie die Evakuierung vom Dach per Hubschrauber sind jedoch zeitraubend und wegen Bränden, Explosionen, umliegenden Gebäuden oder aufgrund der Wetterlage gefährlich bzw. unmöglich.

Notfälle wie Brände beschränken die Fluchtmöglichkeiten oftmals auf ein Minimum. Das Notsituationen oftmals begleitende Chaos und Massenhysterien führen zu Verzögerungen von Rettungsmaßnahmen und verlängern die für eine Evakuation erforderliche Zeit. Das Hinabsteigen in Treppenhäusern wird zu einem gefährlichen Unterfangen, da die aufgeregte Masse in die Ausgänge strömt und andere Personen anstößt und ggf. umrennt, um sich selbst in Sicherheit zu bringen. Hitze und giftige Gase führen zu weiteren Komplikationen bei der Evakuierung. Es besteht ein großer Bedarf nach Evakuierungssystemen, die schnelle und leicht zu findende Fluchtwege verwenden.

Die jüngsten Notsituationen in den USA haben die Notwendigkeit besserer Evakuierungssysteme deutlich bewiesen. Während der Bombenattentate im World Trade Center haben die Rettungsmannschaften ganze fünf Stunden benötigt, um die Gebäude zu evakuieren. Während es viel Rauch und keinen Strom gab, waren die übrigen Bedingungen geradezu ideal. Es gab kein Feuer und keine fortdauernde Bedrohung. Es stand ausreichend trainiertes und gut ausgestattetes Rettungspersonal zur Verfügung. Unter weniger idealen Bedingungen, wie zum Beispiel bei Vorliegen eines Brandes, Rauch oder fortwährender Bedrohung würde eine Evakuierungszeit von fünf Stunden unweigerlich zu einem Massensterben geführt haben.

Es besteht Bedarf nach einem Evakuierungssystem, das unabhängig von den Begleitumständen die Evakuierung einer mit dem World Trade Center vergleichbaren Struktur in einer wesentlich kürzeren Zeit als bestehende Systeme gewährleisten würde.

Neue Evakuierungssysteme müssen an bestehende Strukturen anzupassen sein. Die Installation neuer Evakuierungssysteme muß ökonomisch vertretbar sein und darf keine zu großen Änderungen am Rahmen bestehender Strukturen erfordern. Zusätzlich darf der Sicherheitsapparat nicht mit den anderen funktionellen Aspekten des Gebäudes in Konflikt treten und bei Inaktivität die künstliche Integrität der Struktur stören.

Die bestehenden Notfallsysteme zur Evakuierung sind inadäquat. Die meisten Systeme verwenden permanent befestigte Strukturen und hängen von Feder- und Hydraulikmechanismen ab, um die Geschwindigkeit des Evakuierten zu reduzieren.

Der Erfindung stellt sich somit die Aufgabe, ein einfaches, kostengünstiges und mobiles Evakuierungssystem zu schaffen.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Notfall-Evakuierungssystem, bestehend aus einer aufblasbaren Rettungsröhre mit einer Innenfläche, einer Außenfläche, einem oberen und einem offenen unteren Ende, einer am unteren Ende der Rettungsröhre befestigten, aufblasbaren Ausgangsrampe, einem an die Rettungsröhre und die Ausgangsrampe angeschlossenen Gasgenerator zum Aufblasen der Rettungsröhre und der Ausgangsrampe auf einen optimalen Druck und mehreren Anschlüssen an die Rettungsröhre, um diese an einem Objekt anzubringen, wenigstens einem Zugang zur Rettungsröhre sowie verschiedenen aufblasbaren und in das Innere der Rettungsröhre hineinragenden Elementen.

Das hier eröffnete Notfallsystem ist für feste und mobile Strukturen geeignet. Die vorliegende Erfindung kann in mehreren Konfigurationen ausgeführt werden, z.B. als feste und/oder mobile, interne oder externe Installation, auf dem Boden oder in der Höhe errichtete, mobile Rettungseinheit oder als Konfiguration für marine Applikationen. Die Vorteile des vorliegenden Systems schließen reduzierte Kosten im Vergleich zu anderen Evakuierungsmethoden, Zeit- und Wetterunabhängigkeit, minimales Risiko, die Möglichkeit einer extrem schnellen Evakuierung sowie ein leichte Installation ein, welche ausgeführt werden kann, ohne die primäre Verwendung bestehender Strukturen zu stören.

Die vorliegende Erfindung umfaßt drei Grundkonzepte: verzögerter Freifall, temporäre Strukturen und Energetik ein.

Der verzögerte Freifall (RFF = Retarded Free Fall) ist das Kernkonzept der vorliegenden Erfindung. Der einfachste und schnellste Weg, aus der Höhe nach unten zu gelangen, ist der Sprung. Wenn ein normaler Erwachsener jedoch von einem Gebäude springt, kann er in Abhängigkeit von seinem Gewicht und der Körperoberflächen mit einer maximalen Endgeschwindigkeit von bis zu 50 m/s fallen. Ein plötzliches Abbremsen ist bei dieser Geschwindigkeit jedoch nicht wünschenswert. Das alte Sprichwort, demzufolge es "nicht der Fall ist, der tötet, sondern vielmehr das plötzliche Abbremsen" kann kaum widerlegt werden. RFF ist eine Technik, die einen verlängerten Freifall gestattet, ohne ein deutliches Verletzungsrisiko der zu evakuierenden Person durch das Abbremsen oder die Reduzierung der herabfallenden Person aufzuweisen. Es gibt im allgemeinen zwei Techniken, einen fallenden Körper abzubremsen oder der Beschleunigung entgegenzuwirken: ein aufwärtsgerichteter Schub, wie er z.B. bei Verwendung von Bremsraketen genutzt wird, oder die Vergrößerung der Oberfläche wie z.B. durch das Anlegen eines Fallschirmes. Die vorliegende Erfindung nutzt das Prinzip der Energieabsorption, der Energieverschiebung und der Reibung sowie unter Extremalbedingungen Schub durch Hochdruck-Wasserdüsen. Die Hochdruckdüsen können in das Standleitungssystem integrierte Wasserstrahldüsen sein oder durch die Pumpfahrzeuge der Rettungsmannschaften gespeist werden.

Die Energieabsorption wird in der vorliegenden Erfindung erreicht, indem die zu evakuierenden Personen während des Falls und am Boden auf verschiedene flexible Strukturen auftreffen. Die Energieabsorption erfolgt im wesentlichen über die Dämpfung des sich in aufgeblasenen Strukturen zeitweilig verschiebenden Gases, über die wiederholten abgedämpften Kontakte und durch die Reibungstäbe, die über flexible Bänder mit Kissen verbunden sind, die zusätzliche Energie absorbieren. Diese Effekte wirken gemeinsam an der Abbremsung des Falles.

Die Innenstruktur der Fallröhre der vorliegenden Erfindung enthält energieabsorbierende Elemente, durch welche die Fallgeschwindiggkeit herabgesetzt wird: Aufprallkissen, aufgeblasene Kissen, Umlenkrampen, Umlenkvorhänge und Ausgangsrutschen. Zusätzlich zur Energieabsorption wandeln die Strukturen einige der Vertikalkräfte in Horizontalkräfte um, da die Bewegung der evakuierten Personen an manchen Stellen des Falltunnels seitlich umgelenkt wird. Die Umlenkvorhänge setzen den herabfallenden Personen weiteren Widerstand entgegen. Statt glatt zu sein, haben die Vorhänge gezackte, kleine Vorwölbungen mit Reibungsbändern, die zur weiteren Verlangsamung der herabfallenden Personen führen. Die Innenstruktur unterbricht somit die Beschleunigung der herabfallenden Personen und verhindert, daß diese sich mit einer größeren Geschwindigkeit bewegen. Hierdurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, daß die zu evakuierenden Personen der Notlage unverletzt oder zumindest ohne größere Verletzungen entkommen. In Situationen, in denen die Innenstruktur kollabiert, wird ein automatisches und versagenssicheres Backupsystem ausgelöst. Dieses Backupsystem verwendet Hockdruck-Wasserstrahlen, um die Energie eines fallenden Körpers zu absorbieren.

Ein zweites, in der vorliegenden Erfindung enthaltenes Konzept stellen temporäre Elemente dar (TS). Die Verwendung der vorliegenden Erfindung erfordert keine starren Elemente – es sind lediglich temporäre oder potentielle Elemente erforderlich. Die Installation der vorliegenden Erfindung ist bei nachträglichem Einbau im wesentlichen unsichtbar und stört den normalen Betrieb nicht. Die vorliegende Erfindung besteht zu großen Teilen aus synthetischen Fasern/Gewebe die keinerlei tragende Funktion haben, außer die zu evakuierenden Personen während des Übergangs zu transportieren.

Eine Standardinstallation der vorliegenden Erfindung betrifft das Ineinanderschachteln mehrerer ausfblasbarer Formen. Die Elemente sind verstrebt und in einigen Ausführungsformen mit bestehenden Wänden, wie zum Beispiel den Wänden eines Fahrstuhlschachtes, gegenverstrebt und verleihen der Erfindung dadurch während des Aufblasens und Gebrauches eine strukturelle Integrität und Stabilität.

Das vorliegende Evakuierungssystem kann als strukturelle Einheit installiert, oder in mehrere Module zerlegt werden. Eine Einheit kann sich über die Höhe eines Raumes oder über mehrere Etagen erstrecken. In der bevorzugten Variante erstreckt sich das System über vier oder fünf Etagen.

Das vorliegende System kann für den einmaligen Gebrauch oder zur Mehrfachverwendung installiert werden. Das Material der vorliegenden Erfindung ist reiß- und stichfest und bleibt über einen weiten Temperaturbereich flexibel und fest. Bestimmte kritische Elemente oder Untereinheiten der vorliegenden Erfindung können ein Notfall-Backupsystem beinhalten, daß in Ergänzung oder bei Beschädigung des Systems flammbeständigen, sich verfestigenden Schaum verwendet. Das im Erdgeschoß befindliche Ende/Ausgangselement der vorliegenden Erfindung kann auf diese Weise geschützt werden.

Ein drittes, in der vorliegenden Erfindung enthaltenes Konzept betrifft die Energetik (E). Energetik ist eine in Militärapplikationen relativ alte Technik, deren Einsatz in zivilen Anwendungen gerade erst beginnt.

Energetik ist eine im wesentlichen abgeschlossene chemische Reaktion, meistens der Verbrennung ähnlich einer Einstoffrakete, wobei die schnelle Ausdehnung des (Ab-) Gases genutzt wird, um ein Element aufzublasen oder eine bestimmte Arbeit auszuführen. Eine solche zivile Applikation von Energetik ist zum Beispiel der Airbag in Kraftfahrzeugen. Ein etwas gebräuchlicherer Name für eine Energetik-Funktionseinheit ist auch der Begriff Gaszellengenerator (GBG = Gas Bag Generator). Die Vorteile der GBGs sind ihre Zuverlässigkeit und ihr geringer oder nicht existenter Wartungsbedarf über lange Zeiträume, sowie ihre fast instantane Reaktion und der schnelle Reaktionsablauf. GBGs werden speziell zur Produktion einer bestimmten Gasmenge bei einem bestimmten Druck entworfen. Ist das resultierende Verbrennungsgas inert, so sind die Vorteile in einer Notfallsituation augenscheinlich. GBGs werden fest in eine Applikation eingebaut und können außer bei normalen Sicherheitschecks getrost vergessen werden. Da der Druck in der vorliegenden Erfindung erst dann aufgebaut wird, wenn er benötigt wird, besteht keine Notwendigkeit, Druckgefäße anzubringen. Anders als andere Backup-Lagereinheiten aufblasbarer Säcke verwendet die vorliegende Erfindung keinerlei Druckgefäße.

Das vorliegende System funktioniert durch instantan erfolgendes Aufblasen bei Bedarf. Es ist keinerlei Stromversorgung erforderlich. Es wird lediglich ein alter Zündmechanismus mit einem normalen Kontroll- und Sicherheitssystem benötigt. Das vollständige Aufblasen der vorliegenden Erfindung erfordert unabhängig von ihrer Größe weniger als 90 Sekunden. Es wird eine zusätzliche Einheit installiert, um auch im Falle einer begrenzten Beschädigung des Systems einen kontinuierlichen Gasstrom aufrecht erhalten zu können.

Die Erfindung kombiniert mehrere einzigartige Eigenschaften, die die Sicherheit der zu evakuierenden Personen erhöhen, gleichzeitig die Kosten senken und eine etwaige Verwendung bestehender Strukturen ermöglichen. Das vorliegende System ist das einzige, daß unter Nutzung starrer oder mobiler Strukturen verwendet werden kann, inklusive aber ohne Beschränkung auf Gebäude, Bohrinseln, Minenschächte und Schiffe. Es sind unabhängige Rettungs- und Evakuierungsmodelle der Erfindung zur Verwendung an Strukturen erhältlich, die vor dem Eintreten einer Katastrophe nicht mit permanenten Systemen ausgestattet sind. Das System ist ferner an spezielle Einsatzmöglichkeiten aus der Luft anpaßbar, bei denen die bestehenden Evakuierungs- oder Einsatztechniken aufgrund eines Mangels an trainiertem Personal oder gefährlichen Umgebungsbedingungen nicht zur Verwendung geeignet sind.

Diese und weitere andere Ziele und Merkmale der Erfindung werden in der Eröffnung offensichtlich, welche die obige und folgende schriftliche Spezifikation und die Patentansprüche und Zeichnungen einschließen.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

1 zeigt eine Ausführung der vorliegenden Erfindung mit einer Rettungsröhre, Reibungsstäben, Aufprallkissen, Umlenkrampen und einer Ausgangsrampe,

2 entspricht dem entlang der Verbindungslinie 2-2 der 1 genommenen Querschnitt und zeigt ein sich in die Rettungsröhre vorwölbende Umlenkrampe dar,

3 entspricht dem entlang der Verbindungslinie 3-3 der 1 genommenen Querschnitt und stellt ein in die Rettungsröhre vorwölbendes Aufprallkissen dar,

4 entspricht dem entlang der Verbindungslinie 4-4 der 1 genommenen Querschnitt und zeigt die in die Rettungsröhre hängenden Reibungsbänder,

5 zeigt eine Art der Ausführung eines Röhrensegmentes mit Umlenkrampen, aufblasbaren Kissen und Aufprallkissen, die sich in das Innere der Rettungsröhre hervorwölben,

6 stellt den entlang der Verbindungslinie 6-6 der 5 genommenen Querschnitt dar,

7 stellt eine Frontansicht der Rettungsröhre in 5 dar und zeigt eine Umlenkrampe und die nicht entflammbaren Kissen,

8 stellt eine Seitenansicht im Querschnitt einer möglichen Ausführungsart der Umlenkrampen mit Ventilen und Einbauten zur Erhöhung der Reibung dar,

9 stellt die endseitige Erhebung der Umlenkrampe in 8 dar.

10 stellt ein Detail der Oberfläche der Umlenkrampe in 8 sowie die Einbauten zur Erhöhung der Reibung dar,

11 stellt ein Detail der Federbewegung und Energieabsorption der Umlenkrampe dar,

12 stellt eine Fronterhebung der Ausgangsrampe und des unteren Röhrenbereiches dar,

13 stellt eine seitliche Erhebung der Ausgangsrampe und der Rettungsröhre in 12 dar,

14 zeigt eine Außeninstallation der vorliegenden Erfindung im nicht entfalteten Zustand zur linken und im aufgeblasenen Zustand zur rechten Seite,

15 zeigt eine externe, mit mehreren Zugängen versehene Ausführung der vorliegenden Erfindung im nicht entfalteten bzw. aufgeblasenen Zutand links bzw. rechts, sowie eine schematische Darstellung der Eingänge und Umlenkungen in der Mitte,

16 zeigt eine externe Art der Ausführung der vorliegenden Erfindung mit Zugang über die Fenster im nicht entfalteten und im aufgeblasenen Zustand,

17 stellt ein Detail der in 16 dargestellten Ausführung mit Zugang über die Fenster dar, wobei dieses den versiegelten Sülladapter wiedergibt,

18a und 18b und 18c zeigen Aufsichten der Membran und der Hitzeschilde der in den 16 und 17 dargestellten Ausführung mit Zugang über die Fenster im ungeöffneten Zustand, während des Öffnens sowie im vollständig aufgeblasenen Zustand,

19a und 19b und 19c stellen Details der Seitenansicht der Ausführung mit Zugang über die Fenster im ungeöffneten Zustand, während des Öffnens sowie im vollständig aufgeblasenen Zustand dar,

20a und 20b und 20c zeigen Detailansichten der Ausführung mit Zugang über die Fenster im ungeöffneten Zustand, während des Öffnens sowie im vollständig aufgeblasenen Zustand,

21 stellt ein Detail der mit Druckrippen versehen Membran dar,

22a und 22b und 22c stellen eine externe Umhüllung dar, die nach dem Ausklappen als Hitzeschild dient,

23a und 23b und 23c stellen Teilansichten der externen Installation einer Ausführung der vorliegenden Erfindung in den verschiedenen Phasen des Entfaltens dar,

24 stellt eine Ansicht auf ein vollständig entfaltetes, extern installiertes Segment dar,

25 stellt eine Seitenansicht einer Ausführung der vorliegenden Erfindung mit Zugang über die Fenster sowie Verstärkungsrippen dar,

26 stellt ein Querschnittsdetail der entfalteten Membran dar, in dem man die Verstärkungsrippen erkennt,

27 stellt ein Querschnittsdetail der Rettungsröhre dar, in dem man die miteinander verbundenen Verstärkungsrippen im eingerasteten Zustand erkennt,

28 stellt ein Querschnittsdetail eines extern installierten Segmentes der vorliegenden Erfindung dar,

29a und 29b und 29c stellen kombinierte Ansichten der progressiven Formänderung der Umlenkrampen der Rettungsröhre dar,

30 zeigt Notfall-Wasserstrahl-Bremssystem an der inneren Oberfläche der Rettungsröhre,

31 stellt eine schematische Ansicht einer in einem Fahrstuhlschacht vorgenommenen Installation der vorliegenden Erfindung dar, welche Umlenkrampen, Umlenkvorhänge, Aufprallkissen und eine gerippte Ausgangsrampe aufweist,

32 zeigt die Ausgangsebene der in einem Fahrstuhlschaft installierten Ausführung der vorliegenden Erfindung aus 31 vor dem Entfalten dar,

33 zeigt eine Frontansicht des unteren Endes der Rettungsröhre und der gerippten Ausgangsrampe gem. 31,

34 stellt eine Draufsicht auf die in 31 dargestellte, in einem Fahrstuhlschacht installierte Ausführung der vorliegenden Erfindung dar,

35 zeigt eine entfaltete, in einem Fahrstuhlschacht installierte Ausführung der vorliegenden Erfindung mit einschlagbarer Wand, gerippter Ausgangsrutsche, Umlenkvorhängen, Umlenkrampen, Aufprallkissen und aufgeblasener Polsterung,

36 stellt den Weg der zu evakuierenden Person in der in 35 dargestellten Ausführung dar,

37 stellt das Betreten einer zu evakuierenden Person in die in einem Fahrstuhlschacht installierte Ausführung mit Aufprallkissen, Umlenkvorhängen und Umlenkrampen dar,

38 zeigt eine Seitenansicht eines Umlenkelementes mit gepolstertem Umlenkvorhang, die mit der geneigten Kante einer Umlenkrampe verbunden ist,

39 zeigt die mit dem Rutscheneingang ausgestatteten Fahrstuhltüren. Die Umrandung ist fluoreszent.

40 zeigt das Ausgangsniveau der in einem Fahrstuhlschacht installierten Ausführung mit Ausgangsrampe und die versagenssicheren Wasserstrahl-Bremsdüsen,

41 stellt einen Querschnitt entlang der Linie e-e in 40 dar,

42 zeigt ein Detail des Ausgangssegments der in einem Fahrstuhlschacht installierten Ausführung, die eine Rutsche und eine Sprühnebelvorrichtung sowie eine aufgeblasene Pendelsperre besitzt,

43 stellt eine Draufsicht auf eine Fallröhre der in einem Fahrstuhlschacht installierten Ausführung dar,

44 zeigt ein Detail der gepolsterten Seiten der Fallröhre in 43,

45 zeigt eine Seitenansicht im Querschnitt eines Umlenkkissens,

46 stellt ein Detail der Außenflächen des in 45 dargestellten Umlenkkissens dar,

47 zeigt eine Vorderansicht auf die Eibauten zur Erhöhung der Reibung mit neun gepolsterten Reibungsstäben,

48 stellt ein Detail eines einzelnen Reibungsstabes mit einem Reibungsband, einem aufgeblasenen Kissen und einem Aufblaspunkt mit Sollbruchstelle dar,

49 zeigt den Boden eines nachträglich ausgestatteten Fahrkorbes, der als Segment der Rettungsröhre dient, wenn der Fahrkorb nicht mehr auf den Boden des Fahrstuhlschachtes gefahren werden kann,

50 stellt die Seitenansicht des Fahrstuhls in 50 dar,

51 zeigt eine schematische Darstellung einer Generatorinstallation mit einem Einstoff-Gasgenerator, einer Steuereinheit, einem automatischen Ventil und einem temporären, sich ausdehnenden Druckbehälters,

52 gibt eine schematische Darstellung eines marinen Evakuierungssystems wieder,

53 zeigt eine schematische Darstellung des Evakuierungssystems entlang des Schiffsrumpfes,

54 zeigt ein marines Evakuierungssystem, daß vom Deck des Schiffes hinabführt und deren unteres Segment vom Rumpf weggeneigt ist,

55 zeigt eine schematische Darstellung eines vom Rumpf wegführenden Abgasrohres, das zum Ausblasen der Rettungsröhre verwendet wird,

56 zeigt eine schematische Darstellung eines Notfall-Evakuierungssystems mit einer sich anhebenden Umhüllung, einem Gaszellengenerator und stabilisierenden Führungsseilen, um die Rettungsröhre auf die Seite der Struktur zu heben,

57 zeigt eine Seitenansicht der in 56 dargestellten Ausführung,

58 gibt eine schematische Darstellung des aufgeblasenen und temporär an der Seite der Struktur montierten Notfall-Evakuierungssystems wieder,

59 zeigt eine Seitenansicht einer an der Außenwand einer Struktur befestigten Einheit zur Wandmontage,

60 zeigt eine Frontansicht der in 58 dargestellten Einheit zur Wandmontage,

61 zeigt zwei am oberen Ende eines Fahrstuhlschachtes montierte Gasgeneratoren,

62 zeigt die Bedienungsanleitung mit den Anweisungen für den Gebrauch des Evakuierungssystems und

63 zeigt die Bedienungsanleitung von 62 nach Anbringung an den Seiten der Fahrstuhltüren.

Unter Bezugnahme auf die 1-13 stellt die vorliegende Erfindung eine Kombination mit Gasgeneratoren aufblasbarer Rettungsröhren im kollabierten Zustand dar. Im inaktiven Zustand sind die Rettungsröhren flach und kaum zu bemerken. Nach Aktivierung produzieren die Gasgeneratoren Gas und blasen die Rettungsröhren mit hoher Geschwindigkeit auf. Wurden diese aufgeblasen, betreten die zu evakuierenden Personen die Rettungsröhre 3 an den vorbestimmten Eingängen und fallen durch die Rettungsröhre 3. Wie in den 2-4 dargestellt, finden sich an der Innenseite der Rettungsröhre 3 Bremshilfen 5, Aufprallkissen 7 und Umlenkrampen, durch die der hinabfallende Körper auf seinem Weg nach unten geführt und abgebremst wird. Die zu evakuierenden Personen fallen sicher durch die Rettungsröhre 3 und verlassen die Rettungsröhre 3 am Boden in Sicherheit. Das vorliegende System ist mit bestehenden Strukturen kompatibel. In Neubauten können die zusammengefalteten Rettungsröhren 3 in vorgefertigte Wandelemente integriert und die Gasgeneratoren an geeigneten Stellen untergebracht werden. Die vorliegende Erfindung ist sowohl für externe, als auch für interne Anwendungen geeignet.

In einer bevorzugten Ausführung kann das Notfall-Evakuierungssystem als externe Ergänzung an einer bestehenden Struktur installiert werden. Die zusammengefalteten Rettungsröhren 3 werden in vorgefertigten Segmenten 13 oder Modulen geliefert. Ein solches Segment ist in 5 dargestellt. Jedes Segment 13 der zusammenfaltbaren Rettungsröhre kann mit anderen Segmenten 13 verbunden werden und derart eine kontinuierliche Rettungsröhre 3 mit veränderbarer Länge bilden. Die bevorzugten Ausführungen der vorliegenden Erfindung verwenden Segmentlängen 13 die zwischen einer Länge von ein und vier Etagen variieren. Die diese zusammenfaltbare Rettungsröhre 3 bildenden Segmente 13 werden mit für das entsprechende Klima und das jeweilige Gebäude geeigneten Befestigungsankern an einer Struktur wie z.B. einem Gebäude montiert. Mögliche Anker sind, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein, einfache Schrauben, Klebstoffe, Nägel und mit einer sich verfestigenden Komponente gefüllte Bohrlöcher. Die Segmente 13 der Rettungsröhre 3 bleiben solange zusammengefaltet, bis die Gasgeneratoren aktiviert werden. Nach deren Aktivierung produzieren die Gasgeneratoren das in die Segmente 13 geleitete Gas, so daß sich die Segmente nach außen aufblasen und schließlich eine fortlaufende Rettungsröhre 3 ausbilden. Vorzugsweise wird der Druck innerhalb der Rettungsröhre bei etwa 2 bar gehalten. Es soll damit die äußere Steifigkeit der Rettungsröhre 3 und der Schutz vor dem Rückstoß von Flammen gewährleistet werden. Die zu evakuierenden Personen betreten die Rettungsröhre an den vorher festgelegten Eingängen. Eine Ausgangsrampe 17 wird wie in den 12 und 13 am Fuße der Rettungsröhre 3 angebracht, um den Fall der zu evakuierenden Personen abzupolstern. Die Innenwandung der Rettungsröhre 3 ist mit Polsterkissen ausgekleidet.

Eine andere bevorzugte und in 14 dargestellte Ausführung der vorliegenden Erfindung verfügt über einen einzigen Zugang 21. Wie in 14 dargestellt, befindet sich der Zugang auf dem Dach und gewährleistet den zu evakuierenden Personen einen uneingeschränkten Zugang in die auf den Boden führende Rettungsröhre 3. Dabei ist der linke Schacht im zusammengefallteten, der rechte im aufgeblasenen Zustand gezeigt. Die Tatsache, nur einen einzigen Zugang zu haben gewährleistet die Zulässigkeit des Systems und verringert die Möglichkeit des Auftretens eines durch die zu evakuierenden Personen verursachten Stockens oder teilweisen Versagens des Systems. Ein einzelner Zugang 21 beschränkt selbstverständlich die Zahl der evakuierbaren Personen. Ein einzelner Zugang erhöht ebenfalls die Dauer der Evakuierung. Bei einer Variante der nur mit einem Zugang ausgestatteten Ausführung der vorliegenden Erfindung wird ein Zugang in der Mitte der Rettungsröhre 3 vorgesehen.

Eine zweite bevorzugte Ausführung des extern installierten Systems verfügt über einen oder mehrere, in der Wand der Struktur eingebaute Zugänge, an der das System montiert wird. 15 zeigt eine Ausführung der vorliegenden Erfindung mit mehreren Zugängen 21.

Eine dritte bevorzugte und extern installierte Ausführung nutzt die in der Wand eines Objektes vorhandenen Fensterrahmen 25 als Fensterzugang 27. 16 zeigt eine solche Ausführung im zusammengefalteten und im aufgeblasenen Zustand. Wie in 17 dargestellt, wird das Fenster aus dem Rahmen 25 entnommen. Um die Außenkanten 31 des Fensterrahmens 25 wird ein Fensteradapter 29 angebracht. Eine dreischichtige, klare oder opake Membran 33 wird zwischen den Seiten des Adapters 29 angebracht und deckt die Fensterfläche 25 ab. Der Adapter 29 macht es möglich, daß man, wie in den 16 und 17 dargestellt, eine kontinuierliche Rettungsröhre 3 erhält. Die Ausführung mit Zugang über die Fenster kann kostengünstig installiert und an die meisten größeren Strukturen angepaßt werden, gestattet eine schnelle Evakuierung von Personen auf allen Ebenen, läßt sich leicht in Neubauten integrieren und an bestehenden Gebäuden nachträglich installieren.

Die Membran 33 der Ausführung mit Zugang über die Fenster ist, wie in den 18 bis 21 zu erkennen, vorzugsweise dreischichtig und verfügt über zwischen den Schichten befindliche Expansionszellen, um eine unabhängige Ausdehnung und damit eine erhöhte Sicherheit zu gewährleisten.

Die Membran 33 und der Adapter 29 gehen, wie in den 16 und 17 dargestellt, oben und unten fließend in die Segmente 13 der Rettungsröhre 3 über. Die Aktivierung der oberen und unteren Segmente 13 unterstützt das Aufblasen der Fenstereingänge 25. Trotzdem ist das System zum Aufblasen der Fenstereingänge ein aus Sicherheitsgründen in sich geschlossenes System. Ein herausnehmbares Schild 35 befindet sich bis zur Aktivierung an seinem Platz. Das Schild 35 verhindert die Beschädigung der Membran 33 durch Vandalismus oder Unfälle bevor diese aktiviert wurde. Wie in den 18-24 dargestellt, teilt sich das Schild nach der Aktivierung in der Mitte und jeder Arm des Schildes schwingt nach außen auf die jeweilige Seite des Fenstereingangs 25. Die Arme des Schildes können in Scharniere eingehängt werden. Das Schild 35 dient als unter Druck stehende Dichtung, die das Entfalten der Membran 33 gestattet. Das Schild 35 dient nach dem Entfalten als Hitzeschild zum Schutz der Rettungsröhre 3 und verlängert dadurch die zur Evakuierung zur Verfügung stehende Zeit. Wie in den 18 und 20 dargestellt, kann die vorliegende Erfindung interne 35 und externe Schilder 41 haben. Die Membran 33 liegt zwischen dem internen 35 und dem externen Schild 41. Bei Aktivierung teilt sich das interne Schild 35 in der Mitte und klappt nach innen. Das externe Schild 41 öffnet sich ebenfalls in der Mitte und klappt mit dem Aufblasen der Membran 33 nach außen. Wie in den 23 und 24 dargestellt, werden an der Außenfläche der Rettungsröhre 3 Versteifungen 43 angebracht, um der Rettungsröhre eine gewisse Steifigkeit zu verleihen.

Für die Ausführung mit dem Zugang über die Fenster sind weitere Optionen erhältlich. In einer bevorzugten Ausführung wird an den Schildern 35 und 41 eine von in der Nähe oder an anderen Orten angebrachten Meldern aus aktivierbare Sperre 42 angebracht, um ein Öffnen der Schilder zu verhindern. Diese Sperre dient dazu, den Zugang zu verhindern, wenn das direkte Umfeld der Zugänge aufgrund des Notfalles potentiell gefährdet sein könnte. Die Sperre kann auch manuell bedient werden, z.B. von den diesen Flur zuletzt verlassenden Personen, oder automatisch, sobald schädliche oder giftige Gase nachgewiesen werden.

Wie in den 25-27 dargestellt, werden vorzugsweise Kohlefaserrippen in die Struktur der Membran eingebaut. Die Rippen 47 liegen in der Mittelschicht 49 der dreischichtigen Membran 33. Die Rippen 47 unterstützen das Entfalten der Membran 33 und verleihen der einmal entfalteten Membran 33 ihre Form und Steifigkeit. Die Rippen 47 sind in der Horizontalen zwar flexibel, in der Senkrechten jedoch steif. Die Rippen 47 haben vorzugsweise einen abgeflachten, ovalen Querschnitt. Diese Form des Querschnittes verhindert die Wahrscheinlichkeit des Verfangens einer zu evakuierenden Person im Falle des teilweisen Versagens der Rettungsröhre. Die Rippen 47 sind in der Senkrechten mit Verstärkungsplatten versehen, um die zu evakuierenden Personen im Falle eines teilweisen Versagens beim Entfalten oder dem nachfolgenden Reißen der Rettungsröhre 3 innerhalb der Rettungsröhre zu halten. Die Rippen werden in Form von abgeflachten Schleifen in Wandkanälen untergebracht. Wie in den 25-27 dargestellt, werden die Rippen bei Aktivierung durch die sich entfaltende Rettungsröhre 3 nach außen gedrückt. Nach dem vollständigen Entfalten der Membran 33 rasten die Rippen 47 ein. Die Sperrillen der Rippen werden in einer Feder-Arretierung eingerastet. Wie in 27 dargestellt, befindet sich an dem am weitesten entfernt liegenden Punkt der Struktur, an der die Rettungsröhre 3 befestigt wird, in der Mitte jeder Rippe 47 ein Verbindungsstück 51. Das Verbindungsstück 51 jeder Rippe 47 gewährleistet die Beibehaltung des ovalen Querschnittes der Rettungsröhre 3.

Alle extern installierten Notfall-Evakuierungssysteme weisen gemeinsame Einrichtungen auf. Eine solche ist das aus dem Gehäuse der zusammengeklappten Einheit gebildete, externe Hitzeschild 41. Nach der Aktivierung des Systems öffnet sich das Schild in der Mitte und klappt nach außen auf. Die im Gehäuse enthaltene Rettungsröhre 3 wird aufgeblasen und drückt die Schutzschilder weiter nach außen. Das Hitzeschild bietet zahlreiche Vorteile, darunter z.B.: Wärmeresistenz im Brandfall, Sichtschutz innerhalb der Rettungsröhre gelegener Angriffspunkte nach außen (ein wesentlicher Vorteil bei Evakuierung von Terroristen oder Kriminellen), Schutz der Rettungsröhre gegen Verdrehen durch starken Wind, Flattern oder die Auswirkungen einer Explosion sowie strukturelle Steifigkeit.

Eine zweite gemeinsame Einrichtung aller extern installierten Ausführungen der vorliegenden Erfindung ist der interne Apparat der Rettungsröhre 3, der auch als progressiv verformende Fallrutsche (PDCS = progressive deforming chute slide) bezeichnet wird. Die 1, 5 und 28 zeigen bevorzugte Ausführungen der PDCS. Die PDCS verwendet Aufprallkissen 7, Umlenkrutschen 11, gepolsterte Kissen 9 und Eibauten zur Erhöhung der Reibung 5, die jeweils an den Wänden der Segmente 13 der Rettungsröhre 3 liegen, und den herabfallenden Körper leiten und bremsen. Die Aufprallkissen 7, Umlenkrutschen 11, Kissen 9 und Eibauten zur Erhöhung der Reibung 5 liegen systematisch an den Wänden der Segmente 13 verteilt. 5 zeigt eine bevorzugte Ausführung der PDCS. Die Lage der Aufprallkissen 7 und der Umlenkrutschen 11 wechselt auf der gesamten Länge der Rettungsröhre 3 von der Vorderseite 55 der Rettungsröhre 3 zur Hinterseite 57 der Rettungsröhre 3 ab. Durch diese Konfiguration wird die zu evakuierende Person in der Mitte der Rettungsröhre 3 sowie in im wesentlichen aufrechter Position gehalten, die Möglichkeit von Verstopfungen also reduziert. Die Einbauten zur Erhöhung der Reibung 5 hängen wie in den 8-10 dargestellt an den Umlenkrutschen 11 und Aufprallkissen 7. Fällt eine zu evakuierende Person in die Rettungsröhre 3, so trifft sie zunächst auf eine Umlenkrutsche 11. Wie in 29 dargestellt, verformt sich die Umlenkrutsche 11, indem sie sich nach unten neigt und dabei durch die Spannungsaufnahme Energie absorbiert. Wie in 29 dargestellt, hat die Umlenkrutsche 11 im Wesentlichen die Form eines geneigten Sattels und leitet die herabfallenden Person bis zur nächsten Ebene. Die Person trifft zunächst auf ein Aufprallkissen 7 auf, das weitere Energie absorbiert und die herabfallende Person zur nächsten Umlenkrutsche 11 leitet. Sobald die herabfallende Person die Umlenkrutsche 11 verlassen hat, bewegt sich diese Umlenkrutsche 11 in ihre Ausgangsstellung zurück. Wie in 5 dargestellt, können die Wände der Rettungsröhre 3 zur sicheren Evakuierung seitliche Kissen 9 haben.

Vorzugsweise werden die Umlenkrutschen 11 mit einer festen Geschwindigkeit zum Umlenken/Rückschnellen versehen. Hierdurch wird sichergestellt, daß sich alle zu evakuierenden Personen mit einer vergleichbaren Geschwindigkeit bewegen und eine Person nicht andere Personen in der Rettungsröhre 3 überholt.

Jedes Segment 13 der Rettungsröhre 3 und auch die den inneren Rahmen der Segmente 13 der Rettungsröhre 3 bildenden Umlenkrutschen 11 und Aufprallkissen 7 sind, wie in den 10 und 11 dargestellt, mit Klappenventilen 61 versehen. Die Klappenventile 61 absorbieren die überschüssige Energie der herabfallenden Personen, indem sie Luft auslassen, wenn die Aufprallenergie der herabfallenden Person eine Sicherheitsgrenze überschreitet (Anzeichen für übermäßige Gewichtsbelastung oder Geschwindigkeit durch eine Verstopfung oder ein strukturelles Versagen, welches ein Feedback im System verursacht). Die abgelassene Luft verhindert die Beschädigung der Umlenkrutschen 11 durch Überlastung aufgrund des Versagens darüberliegender Umlenkrutschen 11. Gleichzeitig wird die abgelassene Luft nach oben gelenkt, senkt die Geschwindigkeit der herabfallenden Person also weiter und erhöht den Gesamtdruck innerhalb der Rettungsröhre 3.

Die bevorzugten Ausführungen der extern installierten Ausführung der vorliegenden Erfindung haben einen unregelmäßig ovalen Querschnitt. Eine derartige Konfiguration verstärkt das Abweisen von Wind und Löschwasserstrahlen und minimiert das Risiko einer aufgrund von äußeren Einwirkungen entstehenden Verzerrung oder Beschädigung. Gleichzeitig hilft die ovale Form dabei, die herabfallenden Personen in der richtigen Lage zu halten.

Eine dritte gemeinsame Eigenschaft aller extern installierten Ausführungen der vorliegenden Erfindung ist die aufblasbare Ausgangsrampe 17, wie z.B. eine aufblasbare Rutsche. Die Rutsche 17 befindet sich am unteren Ausgang der Rettungsröhre 3. In den 1, 12-13, 33 und 42 sind verschiedene Ausführungen der Rutsche dargestellt.

Wie in den 30 und 42 dargestellt, lassen sich thermische Sprühnebelvorrichtungen 63 leicht in die Ausführungen der vorliegenden Erfindung integrieren. Diese Installationen 63 bieten Vorteile beim Schutz gegen Überhitzung, bei der Eliminierung toxischer Gase und der Verlängerung der für die Evakuierung zur Verfügung stehenden Zeit. Wie in 30 dargestellt, befinden sich an den Wänden eines jeden Segmentes 13 der Rettungsröhre 3 Wasserdüsen und Sprühköpfe 65. Die Düsen oder Sprühköpfe 65 werden an die Standleitungen der Struktur angeschlossen, an der die vorliegende Erfindung angebracht wird. In den bevorzugten Ausführungen werden die Nebelvorrichtungen 63 bei der Aktivierung der vorliegenden Erfindung automatisch eingeschaltet. In anderen Ausführungen werden die Nebelvorrichtungen 63 eingeschaltet, sobald toxische Gaskonzentrationen und/oder gefährliche Temperaturen erreicht und von Sensoren nachgewiesen werden. Die Sprühnebelvorrichtungen 63 können auch manuell bedient werden. Die vorliegende Erfindung kann auch für verschiedene interne Anwendungen genutzt werden. Eine solche interne Anwendung ist z.B. die in den 31-42 dargestellte Installation in einen Fahrstuhlschacht. Diese Ausführung verfügt über zwei voneinander unabhängige, zu einer Ausgangsrampe 17 führende, ovale Fallröhren 71. Die zusammengefalteten Röhrensegmente werden innerhalb der Fahrstuhlschachtes, vorzugsweise an dessen oberen Ende installiert. Wird die vorliegende Erfindung manuell oder automatisch aktiviert, wird der Fahrkorb 73 zunächst in die unterste Position gefahren und die im Fahrkorb 73 befindlichen Personen evakuiert. Erreicht der Fahrkorb 73 die unterste Stellung oder eine Halteposition, werden die Gasgeneratoren ausgelöst und dadurch das Aufblasen der Rettungsröhre 3 eingeleitet. Die aufgeblasenen Segmente 13 haben wie in den 31 und 35-37 dargestellt ein ausgeprägtes Rahmenwerk mit Umlenkrampen 11, Aufprallkissen 7, augeblasenen Kissen 9. Die Umlenkrampen 11 stellen in den bevorzugten Ausführungen Umlenkrutschen 77 und von diesen herabhängende Umlenkvorhänge 79 dar. Es werden, wie in 34 dargestellt, zwei voneinander unabhängige, jeweils zu einer Seite des Fahrkorbseils 81 befindliche Rettungsröhren ausgebildet. 34 zeigt eine Aufsicht der vorliegenden, in einem Fahrstuhlschacht installierten Erfindung, der in der Mitte befindliche Fahrkorbseils 81 aufweist. Das Design kann für Fahrstuhlschächte mit nicht zentral liegendem Fahrkorbseil angepaßt werden. Die Form sowie die Zahl der Rettungsröhren kann je nach Art des Fahrstuhlschachtes variieren. In allen Ausführungen liegen die Fahrkorbseile 81 jedoch außerhalb der aufgeblasenen Rettungsröhre 3, um einen Kontakt mit den herabfallenden Personen und deren Verletzung zu vermeiden. Der gesamte Innenbereich der Rettungsröhre 3 ist so entworfen, daß er keine Hindernisse oder Haltepunkte für die herabfallenden Personen aufweist, daß Unfallrisiko also herabgesetzt und die Gefahr mutwilliger Verstopfungen herabgesetzt wird.

Die zu evakuierenden Personen betreten die Rettungsröhre wie in 39 dargestellt durch die in den Fahrstuhltüren befindlichen Zugangsöffnungen 85. Die Zugangsöffnungen 85 öffnen sich, sobald das System aktiviert und die Rettungsröhre 3 aufgeblasen wird. In jeder Etage gibt es Zugangsöffnungen 85 zur Rettungsröhre 3. Die Eingänge in die Rettungsröhre 3 sind deutlich erkennbar. Um die Zugangsöffnungen 85 können fluoreszierende Markierungen 85 angebracht werden, um den zu evakuierenden Personen bei herabgesetzter Sicht als Hilfe zu dienen. In den bevorzugten Auslegungen öffnen sich die Zugangsöffnungen 85 in den Fahrkorbtüren nur, wenn die in dem jeweiligen Flur herrschende Temperatur eine letale Obergrenze nicht überschritten hat (in beschränktem Maß ist auch eine manuelle Übersteuerung möglich). Die zu evakuierenden Personen ergreifen eine waagerecht über den Zugangsöffnungen 85 verlaufende Stange 89 und schwingen sich, diese als Haltepunkt verwendend, mit den Füßen zuerst in die Rettungsröhre 3 und lösen dabei den Griff an der Stange 89. In 36 ist der Fallweg einer zu evakuierenden Personen in einer Auslegung der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei sich alle Umlenkrampen 77 und Vorhänge 79 auf der Seite der am nächsten an den Zugangsöffnungen 85 befindlichen Rettungsröhre 3 befinden. Die Aufprallkissen 7 und gefütterten Kissen 9 liegen an der gegenüberliegenden Wand der Rettungsröhre 3. Andere Ausführungen weisen unterschiedliche Versionen dieser Konfiguration auf. Die zu evakuierenden Personen fallen nach dem Betreten der Rettungsröhre auf eine Umlenkrampe 77. Wie bereits erwähnt, ist diese Umlenkrampe geneigt und flexibel und absorbiert deshalb Energie von den herabfallenden Personen. Diese fallen dann auf ein Aufprallkissen 7, das zusätzlich Energie absorbiert und die herabfallende Person zum nächsten Umlenkvorhang 79 weiterleitet. Der Umlenkvorhang 79 absorbiert ebenfalls Energie und lenkt die herabfallende Person in Richtung des nächsten Aufprallkissens 7. Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis das untere Ende der Rettungsröhre 3 erreicht wird. Am Ausgang der Rettungsröhre 3 befindet sich eine aufblasbare Ausgangsrampe 17, durch die der Fall der zu evakuierenden Person abgedämpft, und diese sicher zum Ausgang geleitet wird.

Die 37 und 38 zeigen eine bevorzugte Ausführung einer Umlenkrutsche 11 mit einem Umlenkvorhang 79 und einer Umlenkrampe 77. Der Vorhang 79 ist ein an der Vorderkante der Umlenkrampe befindliches, bienenwabenartiges Kissen. Die Umlenkrutschen 11 sind mit Einbauten zur Erhöhung der Reibung 5 bedeckt. Die Umlenkrutschen 11 sind vorzugsweise mit Sollbruchkanten versehen und fallen im Falle der Verstopfung jener Rettungsröhre gegen die Wand zusammen. In den bevorzugten Ausführungen der vorliegenden Erfindung sind die Umlenkrutschen 11 mit Tongebern ausgestattet, um die unten befindlichen Personen vor weiteren, herabfallenden Personen zu warnen.

In den 43-46 sind die bevorzugten Ausführungen der Aufprallkissen 7 dargestellt. Ein Aufprallkissen 7 ist glatt, nicht greifbar und reibungserzeugend. Das Aufprallkissen 7 verfügt über einen aufgeblasenen Sicherheitskern 93 und von diesem Kern 93 ausgehende Kissenstäbe 95. Wie in 48 dargestellt, hat jeder Stab 95 ein Reibungsband 97, ein aufgeblasenes Kissen 99 und einen Sollbruch- und Aufblasstab 101. Die Eibauten zur Erhöhung der Reibung 5 bestehen wie in 47 dargestellt vorzugsweise aus neun Sollbruch-Kissenstäben 95. Wie in 45 dargestellt, befinden sich an den Aufblas- und Rückhaltepunkten 15 der Rettungsröhre 7 des Fahrstuhlschachtes nur in eine Richtung öffnende Ventile 61. Diese Ventile 61 gestatten beim Aufprall einer herabfallenden Person das Ablassen von Luft.

Wie in 44 dargestellt, sind die Seiten der Rettungsröhre 3 mit gepolsterten Kissen 9 ausgestattet.

In den bevorzugten Ausführungen kann die gesamte Innenfläche der Rettungsröhre 3 mit Einbauten zur Erhöhung der Reibung 5 ausgestattet sein. Die Einbauten zur Erhöhung der Reibung 5 haben unterschiedliche Größen, um den ungedämpften Fall auszugleichen.

Die in einem Fahrstuhlschacht installierte Ausführung der vorliegenden Erfindung verfügt über eine Redundanzprüfung, um die Verwendbarkeit des Systems im Falle eines partiellen Versagens zu prüfen. Wenn der Fahrkorb 73 im Schacht stecken bleibt und nicht in die Grundposition im Erdgeschoß gefahren werden kann, werden nur die unterhalb des Fahrkorbes 73 befindlichen Segmente 13 der Rettungsröhre 3 sowie die Ausgangsrampe 17 aufgeblasen. Wurden diese Segmente 13 aufgeblasen, so wird ein Sicherheitssystem ausgelöst, eine Warnung an die innerhalb des Fahrkorbes 73 befindlichen Personen ausgelöst und der Boden des Fahrkorbes 105 öffnet sich, so daß die Passagiere in die Rettungsröhre 3 fallen.

In den 49-50 wird der Betrieb eines festsitzenden Fahrkorbes mit diesem System dargestellt. Um die Fahrkorbseile 8, Rollen und an den Wänden des Fahrkorbes werden Schutzkissen 107 aufgeblasen. Das Öffnen des Bodens des Fahrkorbes 105 aktiviert das Aufblasen des oberhalb des Fahrkorbes 73 befindlichen Segmentes 13 der Rettungsröhre 3. Der Sicherheitsverschluß der Dachtüren des Fahrkorbes 109 öffnet sich entweder automatisch oder durch den Aufprall der ersten zu evakuierenden Personen. Der Fahrkorb 73 fungiert somit als Segment 13 der Rettungsröhre 3 und behindert das Herabfallen der zu evakuierenden Personen nicht.

Eine zweite Sicherheitsvorrichtung der bevorzugten Ausführung der Installation in einem Fahrstuhlschacht ist das Doppelröhrendesign. Indem es zwei voneinander unabhängige Evakuierungswege gibt, wird das System bei Ausfall der einen Rettungsröhre nicht unwirksam. Es sind Varianten möglich, um auf strukturelle Differenzen zu reagieren. Versagt eines oder mehrere Segmente, ohne daß es auf einem oder mehreren Ebenen zu einem Brand gekommen ist (Übergreifen der Flammen), so sollten sich die zwei oder drei direkt vor der Ausgangsrampe befindlichen Segmente als ausreichend erweisen.

Ein weiteres Sicherheitssystem ist in den 40 und 41 dargestellt. Direkt oberhalb der Ausgangsrampe 17 ist ein nicht behindernder Ring von Hochdruckdüsen angebracht. Die Düsen stehen mit an anderer Stelle angebrachten Sensoren in Verbindung.

Wird mit diesen Sensoren gemessen, daß sich eine herabfallende Person mit zu hoher Geschwindigkeit bewegt, so werden die Wasser unter hohem Druck abgebenden Düsen 65 aktiviert. Die Wasserstrahlen dienen zusammen mit der Ausgangsrampe dazu, die herabfallende Person abzubremsen.

In der in einem Fahrstuhlschacht installierten Ausführung des vorliegenden Systems können zahlreiche weitere Komponenten integriert werden, so z.B. Notfallbeleuchtung in den unteren Etagen, akustische Warnsignale oder eine Sprinkleranlage.

In den 31, 32 und 42 werden bevorzugte Ausführungen der Ausgangsrampe 17 für die in einem Fahrstuhlschacht installierte Ausführung dargestellt. Die Ausgangsrampe 17 wird vorzugsweise im Erdgeschoß eines Gebäudes installiert. Die rückwärtige Wand des Fahrstuhlschachtes (d.h. die dem normalen Ausgang aus dem Fahrstuhl gegenüberliegenden Wand) ist eine einschlagbare Wand 115. Hinter der einschlagbaren Wand 115 wird, wie in den 31, 35 und 36 dargestellt, eine feste, flüssige oder gasförmige Substanz untergebracht. Wird das System aktiviert, so bläst sich die Ausgangsrampe 17 auf und drückt dabei die einschlagbare Wand 115 heraus. Die Ausgangsrampe 17 dehnt sich dabei durch die bei dem Zerbrechen der Wand entstandene Öffnung 119 und nimmt den Raum ein, der zuvor von der Substanz eingenommen wurde, welche nun ausgelaufen ist. Dies verhindert die aufgrund des Auslösens des Systems mögliche Verletzung von Personen oder Beschädigung der Einrichtung und schafft gleichzeitig eine das Fortschreiten des Brandes verzögernde Zone. Wie in den 35 und 36 dargestellt, ist die Ausgangsrampe 17 vorzugsweise von gerippter Oberfläche.

In 42 wird eine bevorzugte Ausführung der Ausgangsrampe 17 dargestellt. Die Rampe 17 dehnt sich durch die bei der Herausschlagen der Wand 115 hinterlassene Öffnung 119 aus. Vom unteren Ende der Rettungsröhre 3 hängt eine aufgeblasene Pendelsperre 121 zur Ausgangsrampe 17 herab. Die Pendelsperre 121 schwingt nach außen und läßt die zu evakuierende Person austreten. Sie besteht vorzugsweise aus einem trägen aufgeblähten Material. Als weitere Sicherheitsmaßnahme wird ebenfalls eine Sprühnebelvorrichtung 63 installiert. Wie in den 40 und 41 dargestellt, wird am Ende der Umlenkrutsche 11 ein Bremsstrahl 65 installiert, um die Geschwindigkeit der herabfallenden Person weiter abzubremsen. Dieser Bremsstrahl wird vorzugsweise nur dann aktiviert, wenn die an anderer Stelle befindlichen Sensoren für die herabfallende Person eine gefährlich hohe Geschwindigkeit nachweisen, zum Beispiel von über 9 m/s. In den 51 und 61 wird eine typische und mit allen Ausführungen der vorliegenden Erfindung kompatible Gasgeneratorinstallation 125 dargestellt. Die Gasgeneratorinstallation 125 besteht aus einem Einstoff-Gasgenerator 127, einer Steuereinheit 129 zur Kontrolle der Einheit 127, einem Automatikventil 131, das den Einstoff-Gasgenerator 127 mit der Rettungsröhre 3 verbindet sowie einer an das Ventil 131 angeschlossenen, temporär expandierenden Druckvorrichtung 133. Üblicherweise wird nur eine einzige Gasgeneratorinstallation 125 benötigt, um das gesamte System zu aktivieren und aktiviert zu halten. Zur Sicherheit vor einem Versagen werden Backupsysteme installiert. Die Installationen 125 können wie in 61 dargestellt am oberen Ende des Fahrstuhlschachtes oder anderer Strukturen installiert werden.

In den 52-55 wird eine weitere bevorzugte, hier auf einem Schiff installierte Ausführung der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die zusammengefaltete Rettungsröhre 3 wird an der Seite des Schiffes 139 angebracht. Die Details der Rettungsröhre 3 entsprechen den bereits oben angeführten Angaben. Das obere Ende 141 reicht bis in die Nähe des Oberdecks des Schiffes 139. Um dem Sog des Schiffes zu entgehen, erreicht das untere Ende 145 der Rettungsröhre 3 die Wasseroberfläche in 6 bis 12 Metern Entfernung vom Schiff 139. Die zu evakuierenden Personen können direkt ins Wasser oder in entsprechend angepaßte Rettungsboote geleitet werden. In den bevorzugten Ausführungen sind die unteren Segmente 13 der Rettungsröhre 3 speziell aufblasbar, um herabfallende Personen auf das Deck tiefer gelegener Schiffe zu leiten und die zu evakuierenden Personen aus dem Sog des Schiffes heraus zu halten. In einer bevorzugten Ausführung wird das an der Seite des Schiffes 139 befindliche Abgasrohr 147 verwendet, um die Rettungsröhre aufzublasen. Es können Führungsschienen verwendet werden.

Wie in den 56-60 dargestellt, kann die vorliegende Erfindung in Notfallsituationen auch temporär installiert werden. In einer bevorzugten Ausführung wird die Rettungsröhre 3 von einer tragenden Hülle 151, wie zum Beispiel einem Heißluftballon, an das obere Ende der Struktur getragen. Die vorliegende Erfindung kann ebenso unter Verwendung von Flugzeugen, Hubschraubern oder allen anderen Fahrzeugen installiert werden, mit denen eine Auf- und Abbewegung möglich ist. Von der tragenden Hülle 151 reichen Führungsseile 153 herunter. Während des Steigens der tragenden Hülle können eine oder mehrere Rettungsröhren 3 entlang der Führungsseile 153 verlaufen.

In bevorzugten Ausführungen wird, wie in 60 dargestellt, eine Walker-Einheit 155 als primäre Stabilisierung der Rettungsröhre 3 verwendet. Vorzugsweise wird eine Walker-Einheit 155 für Wände verwendet, um die Geschwindigkeit und die Richtung der tragenden Hülle 151 und der damit verbundenen Rettungsröhre 3 vorzugeben. Die Einheit 155 ist am besten für eine Verwendung an Strukturen geeignet, die eine glatte Oberfläche aufweisen, oder an Gebäuden, die mit glatten Bändern zur Führung der Walker-Einheit 155 ausgestattet sind. Die Einheit 155 hat senkrecht verlaufende Führungsschienen 153. An jeder Führungsschiene 153 in ein beweglicher Saugnapf 157 angebracht. Der erste Saugnapf 157 befindet sich an der Wand der Struktur, während ein zweiter Saugnapf entlang der Führungsschiene 153 nach oben oder unten geführt und dann befestigt wird. Ist dies geschehen, wird der erste Saugnapf 157 gelöst und der Vorgang beginnt von vorne. Die Einheit sorgt für eine gleichmäßige Aufwärtsbewegung der tragenden Hülle 151 und gestattet das "Hinaufkriechen" der Rettungsröhre 3 an der Gebäudewand. Da die Saugnäpfe 157 auch senkrecht vom Gebäude weg, oder auf dieses hinzu bewegt werden können, können auch Hindernisse umgangen werden. Die Einheit kann entweder vorprogrammiert oder ferngesteuert werden.

Die Verwendung der vorliegenden Erfindung ist einfach und sicher. Wenn die Gasgeneratoren aktiviert werden, werden gleichzeitig akustische und visuelle Anweisungen ausgelöst. Die zu evakuierenden Personen werden angewiesen, sich an dem auf der jeweiligen Etage befindlichen Einstieg in das System zu sammeln. Gibt es auf einem Flur keinen solchen Eingang, werden die zu evakuierenden Personen zum nächstliegenden Eingang geführt. Die Zugänge zu einer Rettungsröhre können zu einem bestimmten Zeitpunkt nur von einer einzigen Person benutzt werden. Hierdurch wird das Risiko eines in der Panik entstehenden Staus vermieden. Die zu evakuierenden Personen ergreifen nacheinander und einzeln die Querstange und schwingen sich nach vorn in die Rettungsröhre. Gibt es keine solche Stange, oder hat die zu evakuierende Person Angst, diese zu benutzen, kann sie selbst in die Rettungsröhre hinabsteigen. Sie trifft dann direkt auf eine Umlenkrutsche. Diese Rutsche ist flexibel und absorbiert einen Teil der beim Hineinspringen übertragenen Energie. Befindet sich die zu evakuierende Person einmal auf der Umlenkrutsche, so kann sie sich nur noch nach unten bewegen. Da sich die Rutsche nach unten neigt, wird ein Warnsignal, zum Beispiel ein Rasseln ausgelöst, durch das die in den unmittelbar darunter liegenden Etagen befindlichen Personen gewarnt werden, sich in diesem Moment nicht in die Rettungsröhre zu schwingen. In fortschrittlicheren Ausführungen der vorliegenden Erfindung durchläuft die zu evakuierende Person nach dem Betreten der Rettungsröhre zunächst einen Sprühnebel, durch den die Gefahren durch Hitzeeinwirkung oder toxische Gase reduziert werden sollen. Von der Umlenkrampe aus wird die herabfallende Person auf ein Aufprallkissen geleitet. Der Aufprall der Person auf dieses Kissen führt zu einer weiteren Energieabsorption und leitet sie weiter nach unten. Die herabfallende Person trifft dann auf die nächste Umlenkrampe. Ist diese Umlenkrampe eine Umlenkrutsche und/oder ein Umlenkvorhang, so fällt sie gegen einen weiteren Umlenkvorhang. Das Aufprallen der Person auf eine Umlenkrutsche oder einen Umlenkvorhang absorbiert wiederum einen Teil der Beschleungigungsenergie und leitet die herabfallende Person zum nächsten Aufprallkissen. Der Kontakt mit der Umlenkrutsche oder dem Umlenkvorhang dient auch dazu, ein Verstopfen des Schachtes zu verhindern, da die Rutsche oder der Vorhang durch den Aufprall kurzfristig nach hinten gedrückt wird, dabei den auf der jeweiligen Ebene befindlichen Zugang versperrt und so verhindert, daß eine weitere Person versuchen könnte, den gleichen Platz im Schacht zur gleichen Zeit einzunehmen. Dieser Kreislauf wiederholt sich über den gesamten Weg in der Rettungsröhre nach unten. In den bevorzugten Ausführungen werden die Aufprallkissen und Umlenkrampen so angeordnet, daß die Geschwindigkeit einer herabfallenden Person auf 4,5 bis 7 m/s, also etwa eine Etage pro Sekunde abgebremst wird. Mit Erreichen des letzten Aufprallkissens wird die herabfallende Person waagerecht in der Rettungsröhre auf eine Ausgangsrampe geleitet. Die zu evakuierende Person kann diese Rampe dann hinunter rutschen, um in Sicherheit zu gelangen. In bevorzugten Ausführungen der vorliegenden Erfindung löst eine mit zu hoher (d. h. über 9 m/s liegender) Geschwindigkeit in das letzte Segment der Rettungsröhre herabfallende Person die Aktivierung der Bremsstrahlen aus. Die Wasserstrahlen absorbieren die überschüssige Energie der herabfallenden Person.

Als weitere Vorsichtsmaßnahme sind die Aufprallkissen 11 und die Umlenkrampen 7 so entworfen, daß sie bei übermäßiger Belastung wegbrechen. Hierdurch werden Verstopfungen vermieden, da das Gewicht einer auf einer Rampe oder einem Kissen auftreffenden Person dazu führt, daß sich dieses Kissen oder die Rampe neigt, sich von der Wand löst und das ungehinderte Weiterrutschen der herabfallenden Person sicherstellen.

Die vorliegende Erfindung ist einfach und leicht zu verwenden. Die Bedienungsanleitung 161 wird an geeigneten Stellen, wie z.B. in unmittelbarer Nähe der Fahrstuhltüren angebracht (siehe 63). Zur Vereinfachung einer allgemeinen Einführung der vorliegenden Erfindung können Ausführungen des Systems zur Unterhaltung sowie zusammen mit geeigneten audiovisuellen Mitteln und längeren Fallzeiten als Attraktion in Vergnügungsparks eingeführt werden.

Die Merkmale der verschiedenen, oben besprochenen Ausführungen sind austauschbar.


Anspruch[de]
  1. Eine Notfall-Evakuierungseinrichtung bestehend aus einer aufblasbaren Rettungsröhre (3) mit einer Innenfläche, einer Außenfläche, einem oberen und einem offenen unteren Ende, einer am unteren Ende der Rettungsröhre (3) befestigten, aufblasbaren Ausgangsrampe (17), einem an die Rettungsröhre (3) und die Ausgangsrampe (17) angeschlossenen Gasgenerator (125) zum Aufblasen der Rettungsröhre (3) und der Ausgangsrampe (17) auf einen optimalen Druck, und mehreren Anschlüssen an die Rettungsröhre (3), um diese an einem Bauwerk anzubringen, wenigstens einem Zugang (21) zur Rettungsröhre (3) sowie verschiedenen aufblasbaren und in das Innere der Rettungsröhre (3) hineinragenden Elementen.
  2. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rettungsröhre (3) aus mehreren röhrenartigen Segmenten (13) besteht, die eine kontinuierliche Fallröhre bildend miteinander verbunden sind.
  3. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlüsse der Rettungsröhre (3) oder der Segmente (13) durch Schrauben, Klebstoffe, Nägel oder durch mit sich verfestigenden Verbindungen gefüllte Löcher gebildet sind.
  4. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der innerhalb der Rettungsröhre (3) herrschende Druck vorzugsweise bei 2 bar liegt.
  5. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zu evakuierende Bauwerk ein Gebäude ist, an dessen Außenseite die Rettungsröhre (3) angebracht ist, wobei das Gebäude wenigstens einen Ausgang auf seinem Dach aufweist.
  6. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zu evakuierende Objekt ein Gebäude ist, wobei die Rettungsröhre (3) an der Außenseite der Seite des Gebäudes angebracht ist, welches Ausgänge aufweist, und wobei die Rettungsröhre (3) mehrere Zugänge (21) aufweist, die sich an der Stelle der Ausgänge der Seite des Gebäudes befinden.
  7. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rettungsröhre (3) an den Rahmen der an der Außenseite eines Gebäudes befindlichen Fenster (25) angebracht ist, wobei die Rettungsröhre (3) an den jeweiligen Fenstern (25) gelegene Zugänge besitzt, jeder Zugang sich ferner aus einem am Rahmen des Fensters befestigten Fenster-Sülladapter und einer sich zwischen den Kanten des Adapters befindenden und von dieser gehaltenen Membran (33) zusammensetzt, und diese Membran (33) sich beim Aufblasen der Rettungsröhre (3) ausdehnt.
  8. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (33) dreischichtig ausgebildet ist und eine Außenschicht, eine Innenschicht und eine Mittelschicht besitzt, und Expansionszellen zwischen den drei Schichten der Membran (33) vorgesehen sind, um ein unabhängig voneinander erfolgendes Aufblasen der Schichten zu ermöglichen.
  9. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (33) aus mehreren Schichten besteht und zwischen den verschiedenen Schichten Expansionszellen liegen, welche dazu dienen, die unterschiedlichen Schichten unabhängig voneinander aufzublasen.
  10. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Zugang der Rettungsröhre (3) ein erstes, zum Schutz der Membran (33) hinter der Membran (33) befindliches und mit der Struktur verbundenes Schild (35) zugeordnet ist, welches über einen ersten und einen zweiten Arm verfügt, wobei diese Arme im inaktiven Zustand parallel zur Längsachse der Rettungsröhre (3) liegen und im aktiven Zustand auseinander klappen.
  11. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Zugang der Rettungsröhre (3) mit einem zweiten Schild ausgestattet ist, das zwischen den Fensterkanten angeordnet ist, so daß die Membran (33) zwischen dem ersten und dem zweiten Schild angeordnet ist.
  12. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Schild mit einer am ersten Schild befindlichen, übersteuernden das automatische Öffnen des ersten Schildes verhindernden Schild versehen ist.
  13. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Notfall-Evakuierungseinrichtung zusätzlich mit in der Mittelschicht der Membran (33) befindlichen Rippen (47) ausgestattet ist, um das Entfalten der Membran (33) zu unterstützen und dieser nach der Entfaltung Form und Steifigkeit zu verleihen, wobei die Rippen (47) sich in der Horizontalen bewegen lassen, in der Senkrechten aber starr ausgebildet sind.
  14. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an den Rippen (47) Verstärkungsplatten vorgesehen sind, mit denen diese in der Senkrechten verbindbar ausgebildet sind.
  15. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch an den Fenstern befindliche Wandkanäle, die zur Befestigung der Membran (33) und der Rippen (47) dienen.
  16. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch an den Rippen (47) montierte, durch Federn einrastende Arretierungen, wobei jede Rippe (47) in der Mitte der Rippe (47) ein Verbindungsstück (51) aufweist, sowie eine Sperrille, die in die Arretierungen einrastet.
  17. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Rettungsröhre (3), die Membran (33) und die Rippen (47) im vollständig aufgeblasenen Zustand von ovalem Querschnitt sind.
  18. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die aufblasbaren Elemente in den Innenraum der Rettungsröhre (3) vorwölben und ein Verbleiben der herabfallenden Person im wesentlichen in der Mitte der Rettungsröhre (3) ermöglichend und dabei die Geschwindigkeit der herabfallenden Person reduzierend ausgebildet sind, und wobei diese aufblasbaren Strukturen ferner Aufprallkissen (7), Umlenkrampen (11) und gepolsterte Kissen (9) umfassen und der Oberfläche dieser Aufprallkissen (7), Umlenkrampen (11) und gepolsterten Kissen (9) die Reibung erhöhende Einbauten zugeordnet sind.
  19. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Seite der Rettungsröhre (3) Umlenkrampen (11) angeordnet sind und auf der dieser gegenüberliegenden, zweiten Seite Aufprallkissen (7) sowie dass entlang der Rettungsröhre (3) zwischen den Aufprallkissen (7) und Umlenkrampen (11) gelegene Kissen (9) vorgesehen sind.
  20. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrampen (11) und Aufprallkissen (7) auf der gesamten Länge der Rettungsröhre (3) abwechselnd an der Vorderseite (55) und Rückseite (57) angebracht sind.
  21. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die aufblasbaren Strukturen Klappenventile (61) aufweisen, um die überschüssige Energie einer herabfallenden Person aufzunehmen und Luft aus den Einbauten herauszulassen.
  22. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrampe (11) aus einer mit der Rettungsröhre (3) verbundenen Umlenkrutsche (77) und einem von der Umlenkrutsche (77) herabhängendem Umlenkvorhang (79) besteht.
  23. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, in der Rettungsröhre (3) installierte Sprühnebelvorrichtungen (63) vorgesehen sind.
  24. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere, in bestimmten Abständen um den gesamten Umfang der Rettungsröhre (3) angebrachte Hochdruckdüsen (65), die Wasser in die Mitte der Rettungsröhre (3) sprühen, um die herabfallende Person abzubremsen.
  25. Eine zur Installation in einem Fahrstuhlschacht vorgesehene Notfall-Evakuierungseinrichtung, bestehend aus wenigstens einer aufblasbaren Rettungsröhre (3) mit einer Innen-, einer Außenfläche, einem oberen und einem unteren Ende, einer am offenen unteren Ende angebrachten Ausgangsrutsche (17), einem an die Rettungsröhre (3) und die Ausgangsrutsche (17) angeschlossenen Gasgenerator (125) zum Aufblasen der Rettungsröhre (3) und der Ausgangsrutsche (17) auf einen optimalen Druck, wenigstens einem Zugang (21) in die Rettungsröhre (3) und mehreren, in das Innere der Rettungsröhre (3) vorkragenden, aufblasbaren Einbauten.
  26. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Rettungsröhre (3) an den verschiedenen Zugängen (21) auf den einzelnen Etagen des Gebäudes mit Zugängen (21) ausgerüstet ist und dass die innerhalb des Fahrstuhlschachtes befindlichen Seite (81) außerhalb der Rettungsröhre (3) verlaufen.
  27. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite, an den Fahrstuhlschacht angeschlossene Rettungsröhre vorgesehen ist.
  28. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 25, gekennzeichnet durch den Einstieg in die Rettungsröhre erleichternd angeordnete und ausgebildete Querstangen im Zugang (21).
  29. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 25, gekennzeichnet durch einen an einem Seil (81) befestigten Fahrkorb (73), wobei der Fahrkorb (73) einen sich öffnenden Boden, ein sich öffnendes Dach, eine aufblasbare Verkleidung und mehrere Sicherheitsvorrichtungen an Boden und Dach aufweist, die ein unbeabsichtigtes Öffnen verhindernd ausgebildet sind.
  30. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 25, gekennzeichnet durch einen oberhalb der Ausgangsrampe (17) am unteren Ende der Rettungsröhre (3) angebrachten Ring von Hochdruck-Wasserdüsen (65) sowie mit diesem Ring in Verbindung stehenden und oberhalb des Ringes an der Innenseite der Rettungsröhre befindlichen Sensoren zur Messung der Geschwindigkeit der herabfallenden Personen, wobei eine Einschaltung der Hochdruck-Wasserdüsen (65) erfolgt, sobald eine herabfallende Person sich mit einer zu hohen Geschwindigkeit bewegt.
  31. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufprallkissen (7) mit der Innenfläche der Rettungsröhre (3) verbunden sind und einen aufgeblasenen Sicherheitskern (93) und von diesem Kern (93) wegweisende Reibungsstäbe aufweisen.
  32. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbauten zur Erhöhung der Reibung aus mehreren Sollbruch-Kissenstäben bestehen und jeder Kissenstab ferner aus einem Reibungsband besteht, einem an dem Band befestigtem, aufgeblasenem Kissen und einem mit dem Kissen verbundenen Sollbruch-Rückhalte- und Aufblasstab.
  33. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsrampe (17) eine aufblasbare Ausgangsrampe (17) mit gerippter Oberfläche ist.
  34. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch, eine aufgeblasene Pendelsperre (121), die vom unteren Ende der Rettungsröhre (3) auf die Ausgangsrampe (17) hinabhängt.
  35. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasgenerator (125) durch einen Einstoff-Gasgenerator (127) gebildet ist, wobei dem Einstoff-Gasgenerator (127) eine Steuereinheit (129) zur Kontrolle des Generators zugeordnet ist sowie einem an den Einstoff-Gasgenerator (127) und die Rettungsröhre (3) angeschlossenem Automatikventil sowie einer an das automatische Ventil angeschlossenen, sich temporär ausdehnenden Druckvorrichtung (133).
  36. Notfall-Evakuierungseinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die aufblasbaren Einbauten eine Wiederbenutzung ermöglichend an der Rettungsröhre (3) befestigt sind.
  37. Notfall-Evakuierungseinrichtung bestehend aus einer aufblasbaren Rettungsröhre (3) mit einer Innenfläche, einer Außenfläche, einem oberen und einem offenen unteren Ende, einer am unteren Ende der Rettungsröhre (3) befestigten, aufblasbaren Ausgangsrampe (17), einem an die Rettungsröhre (3) und die Ausgangsrampe (17) angeschlossenen Gasgenerator (125), um die Rettungsröhre (3) und die Ausgangsrampe (17) auf einen optimalen Druck aufzublasen, und mehreren Anschlüssen an die Rettungsröhre, um diese an einem Objekt anzubringen, wenigstens einem Zugang (21) zur Rettungsröhre (3) sowie verschiedenen aufblasbaren und in das innere der Rettungsröhre (3) hineinragenden Elementen, einer Wand-Walker-Einheit (155) zur Befestigung der Einheit an der Seite eines Objektes, wobei diese Walker-Einheit (155) aus senkrechten Führungsschienen (153) und mehreren, an den Führungsschienen (153) befestigten Saugnäpfen (157) besteht, welche nach oben, unten oder auf die Wand bzw. von der Wand des Objektes weg beweglich sind.
  38. Für die Installation in Fahrstuhlschächten bestimmtes Notfall-Evakuierungseinrichtung bestehend aus einem am oberen Ende des Fahrstuhlschachtes befindlichen Gasgenerator (125), einer ersten, ein oberes und ein unteres Ende eine Innen- und eine Außenfläche besitzende Rettungsröhre (3), einer zweiten Rettungsröhre mit einem zweiten, oberen Ende, einem zweiten unteren Ende, einer zweiten Innen- und einer zweiten Außenfläche, wobei die erste Rettungsröhre und die zweite Rettungsröhre derart nebeneinander angebracht werden, daß die Fahrkorbseile (81) zwischen den Außenflächen der beiden Rettungsröhren liegen und die Rettungsröhren mit den Wänden des Fahrstuhlschachtes verbunden sind und sich über die gesamte Länge des Fahrstuhlschachtes erstrecken, einer unterhalb des unteren Endes der Rettungsröhren angebrachten, aufblasbaren Ausgangsrampe (17), einer innerhalb des Fahrstuhlschachtes auf Höhe der Ausgangsrampe (17) angebrachten, einschlagbaren Wand (115), die herausgeschlagen wird, sobald die Ausgangsrampe (17) aufgeblasen wird und einen Druck auf diese einschlagbare Wand (115) ausübt, und aufblasbaren Elementen, die von der Innenfläche der Rettungsröhre nach innen vorkragen und herabfallende Personen nach unten leiten und abbremsen.
  39. Verfahren zur Evakuierung von Gebäuden bestehend aus den Schritten der Installation der Rettungsröhre, der Aktivierung der Gasgeneratoren, dem Aufblasen der Rettungsröhre und der mit der Rettungsröhre und der Ausgangsrampe verbundenen und mit Gas aus den Gasgeneratoren versorgten, innenliegenden Elemente, dem Betreten der Rettungsröhre durch deren Zugang, dem Hinunterrutschen in der Rettungsröhre, dem systematischen Aufprallen auf die an der Innenfläche der Rettungsröhre befindlichen, aufblasbaren Elemente, dem Verlassen der Rettungsröhre, dem Hinunterrutschen der Ausgangsrampe und dem Entweichen in die Sicherheit.
  40. Verfahren nach Anspruch 39, gekennzeichnet durch die Installation der Rettungsröhre am oberen Ende eines Fahrstuhlschachtes und das vor dem Aufblasen der Rettungsröhre erfolgende Hinabfahren des Fahrkorbes auf den Boden des Fahrstuhlschachtes.
  41. Verfahren nach Anspruch 40, gekennzeichnet durch das Durchbrechen der im Fahrstuhlschacht auf Höhe der Ausgangsrampe (17) angebrachten, einschlagbaren Wand (115).
  42. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass das Betreten der Rettungsröhre (3) durch Ergreifen der Querstange (89) am Zugang erfolgt.
  43. Verfahren nach Anspruch 39, gekennzeichnet durch die Aktivierung mehrerer, in der Nähe der Ausgangsrampe (17) in der Rettungsröhre (3) angebrachter Sprühnebelvorrichtungen (65).
Es folgen 12 Blatt Zeichnungen






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