PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19933294B4 27.10.2005
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Halterung einer oder mehrerer Schichten von tuchförmigem Arbeitsmaterial auf einer Auflagefläche
Anmelder Gerber Technology, Inc., Tolland, Conn., US
Erfinder Kuchta, Richard, Shickshinny, Pa., US;
Hasiuk, Peter, Enfield, Conn., US;
Vivirito, Joseph, South Windsor, Conn., US
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Anmeldedatum 15.07.1999
DE-Aktenzeichen 19933294
Offenlegungstag 30.03.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.2005
IPC-Hauptklasse D06H 7/24

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Halterung einer oder mehrerer Schichten von tuchför migem Arbeitmterial auf einer Auflagefläche gemäß Oberbegriff der Ansprüche 1 und 9

Bearbeitungsvorgänge werden oft an Mehrfachschichten von tuchförmigem Ar beitsmaterial, beispielsweise bei der Massenproduktion von Kleidungsstücken, durchgeführt, wobei gewöhnlich Musterstücke aus Mehrfachschichten von auf einer Auflagefläche übereinander ausgebreitetem Tuch geschnitten werden. Um ein sauberes genaues Schneiden zu erleichtern, müssen die oft als Lage bezeichneten Schichten von Arbeitsmaterial während der Durchführung eines Schneidvorgangs auf der Auflagefläche richtig an ihrem Platz gehalten werden. Ist dies nicht der Fall, so können sich die Tuchschichten relativ zueinander bewegen, was die Ausführung des Schneidvorgangs beeinträchtigt.

Generell werden Musterstücke aus der Lage unter Verwendung eines Schneidtisches geschnitten, der gewöhnlich eine durchlässige, oft transportierte Schneidfläche sowie einen quer über die Auflagefläche laufenden beweglichen Schneidkopf enthält, wobei die Musterstücke aus den Materialschichten in Abhängigkeit von von einer Steuerung gelieferten Befehlen geschnitten werden. Um während eines Bearbeitungsvorgangs unerwünschte Bewegungen der Arbeitsmaterialschichten zu verhindern, wird oft Unterdruck ausgenutzt, um das Material gegen die Auflagefläche zu ziehen. Bei bekannten Schneidtischen erfolgt dies gewöhnlich über einen einzigen zentral angeordneten Unterdruckverteiler, der unter der durchlässigen Auflagefläche angeordnet ist und einen oder mehrere Einlässe definiert, durch die Unterdruck gezogen wird.

Bei Verwendung eines einzigen zentral angeordneten Unterdruckverteilers ergibt sich manchmal die Schwierigkeit, daß die vom Verteiler entfernt befindlichen Teile des Arbeitsmaterials dazu tendieren, durch den Unterdruck unangemessen festgehalten zu werden. Dieses unangemessene Festhalten kann zu einer Bewegung des Arbeitsmaterials bei der Durchführung eines Bearbeitungsvorganges sowie zur Entstehung von falsch geschnittenen Musterstücken führen. Dieses Problem verstärkt sich mit größer werdender Breite der Schneidtische.

Bisher haben Bemühungen zur Vermeidung der vorgenannten Probleme nicht zum Erfolg geführt. Bei einer der vorgeschlagenen Lösungen wurden die Einlässe im zentral angeordneten Verteiler vergrößert, um den durch sie gezogenen Unterdruck zu verstärken. Die vergrößerten Einlässe schwächen jedoch den Unterdruckverteiler soweit, daß er im Betrieb deformiert wird.

Eine weitere vorgeschlagene Lösung besteht darin, die Intensität des durch die Einlässe gezogenen Unterdrucks zu vergrößern. Bei Schneidtischen, bei denen die Auflagefläche transportiert wird und relativ zum Rahmen beweglich ist, führt dies jedoch dazu, daß die Auflagefläche durch die erhöhte Unterdruckkonzentration gegen den Unterdruckverteiler gezogen wird, wodurch die Bewegung der Auflagefläche relativ zum Verteiler behindert wird.

Aus der Druckschrift DE 44 33 727 C2 ist ein Verfahren und ein System zum Steuern eines an einem Schneidbrett angelegten Vakuums bekannt. Ein Schneidbrett enthält ein Vakuumsystem mit einer Vakuumpumpe, das ein Vakuumverteilungsrohr hat. Das Vakuumverteilungsrohr enthält eine Leitung mit Fensteröffnungen, die Vakuum derart freigeben, dass mit Hilfe des Vakuumsystems Schichtmaterial auf einer Fördereinrichtung des Schneidtisches niedergehalten wird. Die Fensteröffnungen können mit Hilfe von Stellgliedern abhängig von dem Steuersignal einer Steuerung in eine offene und eine geschlossene Stellung gebracht werden, so dass das Schichtmaterial in den Bereichen, in denen der Schneidvorgang stattfindet, niedergehalten wird und in den übrigen Bereichen auf der Oberfläche der Fördereinrichtung aufliegt. Im rechten und linken Randbereich in Förderrichtung gesehen ist jedoch die Vakuumwirkung auf das Schichtmaterial nur gering. Auch kann die Intensität des Vakuums längs zur Förderrichtung nicht eingestellt werden, um die Haftwirkung an unterschiedliche Schichtmaterialien anzupassen.

Auf der Basis der vorstehend erläuterten Problematik besteht die generelle Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Halterung von Mehrfachschichten von tuchförmigem Material an einer Auflagefläche anzugeben, womit die Nachteile bekannter Verfahren und Vorrichtungen zur Halterung von tuchförmigem Material vermieden werden.

Speziell liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, womit Unterdruck auf die Schichten von tuchförmigem Material in dem Bereich zur Wirkung gebracht werden kann, in dem ein Bearbeitungsvorgang stattfindet.

Die Aufgabe wird für eine Vorrichtung durch die Merkmale des Anspruchs 1 und für ein verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Wei- terbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Halterung einer oder mehrerer Schichten von tuchförmigem Arbeitsmaterail auf einer durchlässigen und an einen Rahmen gekoppelten Auflagefläche. An den Rahmen sind wenigstens zwei voneinander beabstandete Unterdruckverteiler gekoppelt, welche jeweils wenigstens einen Unterdruckeinlaß definieren, durch den Unterdruckmittel Unterdruck durch die durchlässige Auflagefläche zur Halterung des Arbeitsmaterials auf ihr ziehen. Damit werden während der Durchführung eines Bearbeitungsvorgangs unenrwünschte Bewegungen des Arbeitsmaterials. relativ zur Auflagefläche vermieden.

Gemäß vorliegender Erfindung sind weiterhin Mittel zur selektiven Steuerung des durch die Unterdruckeinlässe in den Verteilern gezogenen Unterdrucks vorgesehen, um Unterdruck an bestimmten Stellen längs der Auflagefläche zu konzentrieren. Vorzugsweise enthalten diese Mittel eine Vielzahl von Drosselklappen, welche in zwischen den Unterdruckmitteln und dem Unterdruckverteiler im Bereich der Unterdruckeinlässe verlaufenden Unterdruckleitungen angeordnet und schwenkbar mit diesen gekoppelt sind. Diese Drosselklappen sind. zwischen einer offenen Stellung, in der Unterdruck frei durch die Unterdruckeinlässe gezogen werden kann, und einer geschlossenen Stellung, in der Unterdruck nicht durch die Unterdruckeinlässe gezogen werden kann, bewegbar.

Um die Drosselklappen zwischen der geöffneten und der geschlossenen Stellung in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen zu bewegen, sind in einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung druckluftbetätigte Zylinder sowohl mit den Drosselklappen als auch mit dem Rahmen gekoppelt. An Stelle der genannten Drosselklappen sind auch andere Ventile, wie beispielsweise Kugelventile und Absperrschieber, verwendbar. An Stelle der genannten druckluftbetätigten Zylinder sind auch andere Betätigungselemente, wie beispielsweise hydraulische Zylinder, Schrittmotoren oder Servoeinrichtungen, verwendbar, ohne daß der Schutzumfang der Erfindung verlassen wird.

Die vorliegende Erfindung sieht weiterhin ein Verfahren zur Halterung einer oder mehrerer Schichten von Arbeitsmaterial auf einer Auflagefläche unter Verwendung der vorstehend beschriebenen Vorrichtung vor. Vor der Durchführung eines Bearbeitungsvorgangs wird in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen Unterdruck selektiv durch die durch die Verteiler definierten Unterdruckeinläs- se gezogen, wodurch das Arbeitsmaterial an der Auflagefläche gehalten und unerwünschte Bewegungen des Arbeitsmaterials relativ zu dieser verhindert werden. Bei einem Bearbeitungsvorgang wird die Intensität des durch die Verteiler gezogenen Unterdrucks sowohl relativ zu den durch diese definierten Unterdruckeinlässe als auch zu ihnen selbst proportional eingestellt, um den Unterdruck auf den Bereich zu konzentrieren, in dem der Bearbeitungsvorgang stattfindet.

Die Erfindung wird in der folgenden Beschreibung, in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert. Darin zeigen:

1 eine perspektivische Teilansicht eines die erfindungsgemäße Vorrichtung enthaltenden Schneidtisches, in der eine zum Teil durch eine Vielzahl von aufeinanderfolgenden Stäben gebildete Auflagefläche dargestellt ist; die Auflagefläche ist teilweise weggebrochen dargestellt, um ein Paar von je weils eine Vielzahl von Unterdruckeinlässen definierenden Unterdruckverteilern sichtbar zu machen;

2 eine vereinfachte schematische Teilansicht der Unterdruckverteiler und der Proportionalsteuerventile der Vorrichtung nach 1; und

3 eine perspektivische Teilansicht des Schneidtisches nach 1.

Gemäß 1 ist eine Vorrichtung zur Halterung einer oder mehrerer Schichten von tuchförmigem Arbeitsmaterial auf einer Auflagefläche generell mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Die Vorrichtung 10 ist in der in Rede stehenden Ausführungsform als Schneidtisch 12 dargestellt und enthält einen Rahmen 14 mit einer darauf montierten durchlässigen Auflagefläche 16 zur Aufnahme einer oder mehrerer Schichten von tuchförmigem Arbeitsmaterial 18. Zwei jeweils eine Vielzahl von Unterdruckeinlässen 22 definierende Unterdruckverteiler 20 sind unterhalb und benachbart zur Auflagefläche 16 am Rahmen 14 montiert. Die Unter- druckverteiler 20 sind beabstandet voneinander angeordnet und verlaufen in Längsrichtung des Rahmens 14. Durch geeignete Mittel, wie beispielsweise eine Unterdruckpumpe 24, wird Unterdruck durch die Unterdruckverteiler 20 gezogen.

Gemäß 1 wird die durchlässige Auflagefläche 16 durch eine Vielzahl von Stäben 26 gebildet, welche über den Unterdruckverteilern 20 liegen, durch diese gehalten werden und quer über den Rahmen 14 verlaufen. Die Stäbe 26 sind miteinander verbunden und bilden zusammen die Auflagefläche 16. Die Stäbe 26 sind in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen durch einen geeigneten Antrieb, beispielsweise einen Motor (nicht dargestellt) in Längsrichtung des Rahmens 14 bewegbar. Die Stäbe 26 definieren jeweils wenigstens zwei durch sie verlaufende Öffnungen 27, wodurch der Stab 26 durchlässig wird und damit Unterdruck durch die Auflagefläche 16 gezogen werden kann. An den Stäben 26 ist jeweils eine Vielzahl von Borstenblöcken 28 befestigt, die jeweils eine Vielzahl von aufrechtstehenden Borsten zur Halterung des darauf angeordneten Arbeitsmaterials 18 definieren. Wie 1 zeigt und schematisch in 2 dargestellt ist, ist eine Vielzahl von Leitungen 30 an einem Ende mit der Unterdruckpumpe 24 und am anderen Ende mit den Unterdruckverteilern 20 im Bereich der Unterdruckeinlässe 22 gekoppelt. Zwischen der Unterdruckpumpe 24 und den Unterdruckverteilern 20 ist mit jeder Leitung 26 ein Proportional-Regulierventil 32 zur Regulierung der durch eine spezielle Leitung gezogenen Unterdruckgröße gekoppelt.

Gemäß 2 enthalten die Proportional-Regulierventilanordnungen 32 jeweils eine Drosselklappe 34 (gestrichelt dargestellt), welche in der jeweiligen Leitung 30 angeordnet und schwenkbar mit, dieser gekoppelt ist. Die Drosselklappen 34 sind zwischen einer offenen Stellung, in der Unterdruck frei durch die zugehörige Leitung 30 gezogen werden kann, und einer geschlossenen Stellung, in der kein Unterdruck durch die Leitung 30 gezogen werden kann, bewegbar.

Von der jeweiligen Leitung 30 geht ein Teil 36 der jeweiligen Drosselklappe 34 aus und ist an einem Verbindungsglied 38 befestigt. Das Verbindungsglied 38 ist seinerseits mit einem, geeigneten Stellghied 40 (Betätigungsglied), wie beispielsweise einem druckluftbetätigten Zylinder gekoppelt, der einen schwenkbar mit dem Verbindungsglied 38 gekoppelten Kolben 42 besitzt. Dieser Kolben 42 ist zwischen einer ausgefahrenen und einer zurückgezogenen Stellung bewegbar, um die zugehörige Drosselklappe 34 in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung zu bewegen.

Alternativ zu den dargestellten und beschriebenen Drosselklappen sind auch andere dem Fachmann auf dem Gebiet der Erfindung bekannte Ventiltypen, wie beispielsweise Kugelventile und Absperrschieber verwendbar. Auch können an Stelle der dargestellten und beschriebenen Betätigungsglieder 40 in Form von druckluftbetätigten Zylindern andere Betätigungsgliedtypen, wie beispielsweise Schrittmotoren, Servoeinrichtungen oder hydraulische Zylinder, verwendet werden.

Gemäß 3 enthält der Schneidtisch 12 eine Halterung 44, welche auf dem Rahmen 14 in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen in Schneidtischlängsrichtung hin- und herbewegbar ist. Auf der Halterung 14 ist ein Schneidkopf 46 montiert, der ebenfalls in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen in Längsrichtung der Halterung und quer zum Rahmen 14 hin- und herbewegbar ist. Auf dem Schneidkopf 46 ist ein Schneidwerkzeug, wie beispielsweise ein (nicht dargestelltes) Messer montiert, das bei einem Schneidvorgang mit dem Arbeitsmaterial 18 in Wirkverbindung tritt, um aus diesem Musterstücke 48 auszuschneiden.

Gemäß den 1 bis 3 werden während eines Arbeitsvorgangs eine oder mehrere Schichten von Arbeitsmaterial 18 auf die die durchlässige Auflagefläche 16 gebracht. Durch die durch die Unterdruckverteiler 22 definierten Unterdruckeinlässe 22 wird Unterdruck gezogen, indem die Unterdruckpumpe 24 eingeschaltet wird und die druckluftbetätigten Zylinder 40 selektiv betätigt werden, um, die Drosselklappen 34 in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung zu bewegen. Der Unterdruck zieht das Arbeitsmaterial 18 gegen die Auflagefläche 16, wodurch unerwünschte Bewegungen des Arbeitsmaterials 18 verhindert werden. Die Halterung 44 und der Schneidkopf 46 bewegen sich dann über das Arbeitsmaterial, wodurch Musterstücke 48 aus diesem ausgeschnitten werden. Beim Schneiden der Musterstücke 48 liefert die Steuerung Befehle für die druckluftbetätigten Zylinder 40, so daß diese die Drosselklappen 34 zwischen der offenen und der gechlossenen Stelluung bewegen, um die Intensität des Unterdrucks relativ zu den Unterdruckeinlässen 22 und den Unterdruckverteilern 20 zu variieren Damit, wird der Unterdruck auf den Bereich konzentriert, in dem der Bearbeitungsvorgang durchgeführt wird, wodurch sichergestellt wird, daß keine unerwünschte Arbeitsmaterialbewegung auftritt, welche die Unverfälschtheit der ausgeschnitte- nen Musterstücke 48 beeinträchtigen könnte.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Halterung einer oder mehrerer Schichten von tuchförmigem Arbeitsmaterial (18) auf einer Auflagefläche (16),

    mit einem Rahmen (14) und einer mit ihr zusammenwirkenden Steuerung zur Speicherung von Daten in maschinenlesbarem Format, die einem am Arbeitsmaterial durchzuführenden Bearbeitungsvorgang entsprechen,

    mit einer mit dem Rahmen (14) gekoppelten, wenigstens eine Lage des tuchförmigem Arbeitsmaterials (18) tragenden durchlässigen Auflagefläche (16);

    mit einem ersten mit dem Rahmen (14) gekoppelten Unterdruckverteiler (20), der wenigstens einen Unterdruckeinlaß (22) definiert;

    mit einem Mittel zum Ziehen von Unterdruck (24) durch den Unterdruckeinlaß (22) und die durchlässige Auflagefläche (16); und

    dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mindestens einen zweiten mit dem Rahmen (14) gekoppelten Unterdruckverteiler (20) hat, der zum ersten Unterdruckverteiler (20) beabstandet ist und wenigstens einen Unterdruckeinlaß (22) definiert;

    daß ein Mittel zur selektiven Steuerung des durch die Unterdruckeinlässe (22) in jedem der Unterdruckverteiler (20) gezogenen Unterdrucks relativ zueinander vorgesehen ist, um in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen Unterdruck an bestimmten Stellen längs der Auflagefläche (16) zu konzentrieren,

    und daß die selektive Steuerung den Betrag des durch jeden Unterdruckeinlaß (22) gezogenen Unterdrucks abhängig von den von der Steuerung gelieferten Befehlen mit Hilfe mindestens eines Proportional-Regulierventils (32) steuert.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel zur individuellen Steuerung der durch jeden Unterdruckeinlaß (22) gezogenen Unterdruckgröße in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Steuerung des Betrages des durch jeden Unterdruckeinlaß (22) gezogenen Unterdrucks eine Vielzahl von Proportional-Regulierventilen (32) enthalten, die jeweils mit einem der Unterdruckeinlässe (22) gekoppelt und in Abhängigkeit von von. der Steuerung gelieferten Befehlen zwischen einer offenen Stellung, in der Unterdruck frei durch die Unterdruckeinlässe (22) gezogen werden kann, und einer geschlossenen Stellung, in der kein Unterdruck durch die Unterdruckeinlässe (22) gezogen werden kann, bewegbar sind.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Unterdruckleitungen (30), die jeweils im Bereich einer der Unterdruckeinlässe (22) mit einem der Unterdruckverteiler (20) gekoppelt sind; und jeweils eine Drosselklappe (34) als jeweils eines der Vielzahl von Proportional-Regulierventilen (32), die zur Bewegung zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung in jeweils einer der Leitungen (30) angeordnet und mit dieser schwenkbar gekoppelt ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Stellgliedern (40), die jeweils mit einem der Proportional-Regulierventile (32) gekoppelt sind, um dieses in Abhängigkeit von von der Steuerung gelie ferten Befehlen zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung zu bewegen.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch, gekennzeichnet, daß jedes der Stellglieder (40) ein druckluftbetriebener Zylinder ist, der schwenkbar mit ei- nem der Proportional-Regulierventile (32) gekoppelt ist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die durchlässige Auflagefläche (16) durch eine Vielzahl von aufeinanderfolgend angeordneten und miteinander gekoppelten Stäben (26) gebildet ist, die über jedem der Unterdruckverteilen (20) angeordnet und teilweise von diesen gehaltert sind; und Mittel zur Bewegung der Vielzahl von Stäben (26) in Längsrichtung des Rahmens (14) vorgesehen sind.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Ziehen von Unterdruck (24) durch die Unterdru- ckeinlässe (22) und die durchlässige Auflagefläche eine Unterdruckpumpe sind.
  9. Verfahren zur Halterung einer oder mehrerer Schichten eines tuchförmigen Arbeitsmaterials (18) auf einer Auflagefläche (16), bei dem eine durchlässige Auflagefläche (16) mit einem Rahmen (14) einer Vorrichtung (10) gekoppelt wird,

    bei dem in einer mit der Vorrichtung (10) zusammenwirkenden Steuerung Daten in maschinenlesbarem Format gespeichert werden, die einem am Arbeitsmaterial (18) durchzuführenden Bearbeitungsvorgang entsprechen, ein erster mit dem Rahmen (14) gekoppelter Unterdruckverteiler (20), vorgesehen wird, der wenigstens einen Unterdruckeinlaß (22) definiert;

    wenigstens eine Lage des tuchförmigem, Arbeitsmaterials (18) auf die Auflagefläche (16) gelegt wird,

    zur Halterung des tuchförmigem Arbeitsmaterials (18) auf der Auflagefläche (16) in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen Unterdruck durch die Unterdruckeinlässe (22) und die Unterdruckverteiler (20) gezogen wird;

    in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen ein Bearbeitungsvorgang am Arbeitsmaterial (18) durchgeführt wird; dadurch gekennzeichnet, daß

    mindestens ein zweiter mit dem Rahmen (14) gekoppelter Unterdruckverteiler (20) vorgesehen wird, der in einem Abstand zum ersten Unterdruckverteiler (20) angeordnet wird und wenigstens einen Unterdruckeinlaß (22) definiert;

    Unterdruck durch die Unterdruckeinlässe (22) und die durchlässige Auflagefläche (16) gezogen wird;

    und daß in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen die Intensität des Unterdrucks sowohl relativ zu den Unterdruckeinlässen (22) als zu jedem Unterdruckverteiler (20) derart proportional eingestellt wird, daß bei Durchführung des Bearbeitungsvorgangs der Unterdruck in dem Bereich, in dem der Bearbeitungsvorgang stattfindet, am größten ist, wobei der Betrag des durch jeden Unterdruckeinlaß (22) gezogenen Unterdrucks abhängig von den von der Steuerung gelieferten Befehlen mit Hilfe mindestens eines Proportional-Regulierventils (32) gesteuert wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (10) weiterhin eine Vielzahl von Unterdruckleitungen (30); die im Bereich der Unterdruckeinlässe (22) jeweils mit einem Unterdruckverteiler (20) gekoppelt sind, eine Vielzahl von jeweils in einer der Leitungen angeordneten und schwenkbar mit dieser gekoppelten Drosselklappen (34), die zwischen einer offenen Stellung, in der Unterdruck frei durch die Leitung gezogen werden kann, und einer geschlossenen Stellung, in der kein Unterdruck durch die Leitung gezogen werden kann, bewegbar sind, und eine Vielzahl von druck- luftbetätigten Zylindern, die jeweils mit einem Ende mit dem Rahmen und mit dem anderen Ende mit einem der Proportional-Regulierventile (32) schwenkbar gekoppelt sind, enthält; und daß der Schritt der proportionalen Einstellung der Intensität des Unterdrucks durch selektive Betätigung der druckluftbetätigten Zylinder zwecks Be- wegung der Drosselklappen (34)zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung erfolgt, wodurch die Intensität des Unterdrucks in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen an den Unterdruckverteilern (20) und den Unterdruckeinlässen (22) reguliert wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die durchlässige Auflagefläche (16) durch eine Vielzahl von aufeinanderfolgend angeordneten, miteinander gekoppelten sowie über den Unterdruckverteilern (20) liegenden und teilweise von diesen gehalterten Stäben (26) definiert ist; und den Schritt enthält, daß die Vielzahl von Stäben (26) in Längsrichtung des Rahmens (14) bewegt wird, so daß sie das Arbeitsmaterial (18) in Abhängigkeit von von der Steuerung gelieferten Befehlen auf die Auflagefläche (16) transportieren bzw. von dieser abtransportieren.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com