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Dokumentenidentifikation DE202005001142U1 27.10.2005
Titel Geschirrsystem
Anmelder Heumann, Yvonne, 65929 Frankfurt, DE
DE-Aktenzeichen 202005001142
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.10.2005
Registration date 22.09.2005
Application date from patent application 25.01.2005
IPC-Hauptklasse A47G 19/00
IPC-Nebenklasse A47G 21/00   

Beschreibung[de]

Die hier beschriebene Erfindung ist ein Geschirrsystem, deren Herstellung in einem Kunststoffverarbeitenden Betrieb erfolgt.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Mahlzeit mit Beilage und Getränk bequem im Stehen, ohne einen Tisch oder einer Abstellmöglichkeit, einnehmen zu können.

Dieses Problem wird mit dem im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Es soll für Rechts- und Linkshänder bedienbar sein, welches durch ein Langloch möglich wird, beschrieben in Schutzanspruch 2.

Es ist klein, leicht (Schutzanspruch 3+4), und Konsistenz von einander trennen und in Schälchen einfüllen, die in die Trägerschale eingesetzt werden können. So besteht die Möglichkeit mehrere Speisen verschiedene Geschmackrichtungen aufzunehmen.

Durch eine spezielle Ausarbeitung des Bodens der Menüschale und der Trägerschale lassen sich Speisen gezielter aufnehmen, aufgeführt in Schutzanspruch 11.

Es besteht aus Polystyrol und wird tiefgezogen aus 3 mm und 4 mm Kunststoff auf eine Stärke von 2 mm auf 3 mm ausgearbeitet, dargestellt in Schutzanspruch 5.

(Das Besteck (5) ist ein Muster aus Metall, kann aber auch aus Polystyrol hergestellt werden.)

Modelle mit rechteckiger Optik lassen sich platzsparender anordnen, mit sogar größerem Schalenvolumen. Ein Satz dieses Geschirrs besteht aus fünf Teilen: Trägerschale (1), Menü (2) – und Beilagenschale (3), Tasse (4) und Kombibesteck (5). Die passen nicht nur in die Trägerschale, sondern sind in sich, bis auf das Besteck, stapelbar.

Das Problem ist praktisch gelöst und findet sich in Schutzanspruch 6 wieder.

Das Problem der Größe ist durch die schlichte, praktische Gestalt der Schalen und deren Anordnung gelöst und ist durch Schutzanspruch 3 dargestellt. Es ist kleiner als ein DIN A-4 – Blatt und hat die Maße 27 × 22 cm.

Beschreibung und Funktion der Trägerpalette:

Die Trägerpalette besteht aus ca. 1,5 – 2 mm dickem, tiefgezogenem Polystyrol. Die minimale Materialstärke ist wichtig, um die Leichtigkeit des Geschirrs beizubehalten. Um jedoch trotdem genügend Stabilität zu erreichen, wurde unterstützend der Palettenrand bei der thermoplastischen Verarbeitung im Winkel von 90° um etwa 4mm verlängert. So erscheint der Rand von der seitlichen Betrachtung aus 4 mm stark zu sein und stabilisiert das Gebilde.

Die vorteilhafte Ausarbeitung des Rands ist in Schutzanspruch 7 ausgeführt.

Das ermöglicht den Einschub in einen eigens angefertigten Tablettwagen

Die Anordnung der zwei Speisenschalen (2+3) wurde gewählt, um Hauptmahlzeit von Beilage zu trennen. Die wusltige Ausarbeitung des Bodens der Menüschale und dadurch gleichzeitige Entstehung einer Rinne (10) dient zur Teilung und Sammeln der Mahlzeit.

Dieses Lösungsmerkmal ist in Schutzanspruch 10 aufgeführt.

Der Rinnenradius entspricht ungefähr dem Kopf des Besteckkopfes.

Die als Tassenmulde (13) gedachte, halbrund ausgebildete Vertiefung neben der Beilagenschale eignet sich ebenfalls zur Speisenaufnahme.

Das Besteck läßt sich zwischen den Menüschalen in das Grifflangloch (8) mit Einlegenut (12) einfügen und platzsparend verstauen, so daß keine weitere Verstau-Vorrichtung nötig ist, aufgeführt in Schutzanspruch 9.

In dieser Nut ist eine kleine Griffmulde (9) eingearbeitet, die das Herausnehmen des Bestecks erleichtert, kann jedoch auch als Soßenschälchen benutzt werden.

Das Beilagen (3)– und Tassenvertiefung (13) der Menüschale (15) gegenüber angeordnet sind, hat zwei Gründe:

  • Erstens: Dadurch, daß die Hauptschale dem Körper zugewandt ist, muß nicht über Getränk und Beilage gegessen werden.
  • Zweitens: Die ergonomische Handhabung mußte gelöst werden. Dabei wurde das Prinzip der Malerpalette angewendet, d.h. der Daumen wird in das dafür vorgesehene Langloch (8) in der Mitte der Trägerpalette gesteckt, dabei liegt das komplette Geschirr bequem und austarriert beim Austausch von leeren mit gefüllten Schälchen auf der Hand und dem Unterarm.

Beschreibung und Funktion der Menüschale

Die ebenfalls tiefgezogene Menüschale (2) paßt exakt in die zuvor beschriebene Trägerpalette (15) (der Körper zugewandten Seite) und überragt diese um ca. 12 cm, dadurch vergrößert sich das Schalenvolumen. Sie ist mindestens 12 mm höher ausgeführt, um die Schalen bequem wechsel zu können, ohne das Gefüge abstellen zu müssen, dazu ist Platz für die Finger notwendig.

Die Ausführung ist in Schutzanspruch 9 aufgelistet.

Die Wände sind etwa 1,5 mm – 2 mm stark. Getragen und gehalten werden kann die Schale an zwei diagonal gegenüber, waagerecht, abstehenden Halteflächen (7), welche halbrund geformt sind. Sie erleichtern die Benutzung bei kalten und heißen Speisen. Optisch integriert sich die Form der Grifflächen in die Gestaltung der Trägerschale.

Diese Lösung ist beschrieben in Schutzanspruch 12. Die Menüschale faßt ungefähr ein Volumen von 500ml.

Beschreibung und Funktion der Beilagenschale

Außer der geringeren Dimension und dem ebenausgebildetem Boden erfüllt die Beilagenschale die gleichen Anforderungen, wie die Menüschale.

Die halbrundgeformten Tragegriffe sind proportional kleiner und ist bei flüssigem Inhalt mit etwa 200 ml zu füllen.

Beschreibung und Funktion der Tasse

Die Tasse (4) besitzt eine Wandstärke von 3 mm und wurde aus 4 mm Kunststoff tiefgezogen. Ein stärkeres Material ist notwendig, um die Knickstelle von Henkel zu Tasse bei Beanspruchung zu schützen. Auch hier ist die halbrunde, geschwungen geometrische Form wiedererkennbar. Die konkarv/konvexförmige Ausbildung des Tassenbodens verhindert ein Abstellen und Vertauschen des Getränks, da sie ausschließlich im Gefüge stabil und rutschfest steht.

Dieses lösungsorientierte Merkmal ist in Schutzanspruch 13 aufgeführt.

Durch das Loch (6) im Henkel soll die Tasse sicher in der Hand fixiert werden können, indem sich beim Halten Zeigefinger und Daumen durch das Loch berühren. Natürlich ist sie wie jede konventionelle Tasse auch, normal am Körper umfaßbar, welches die dicke Wandstärke und Absorbtion des Kunststoffs möglich macht. Das Fassungsvolumen beträgt ca. 250 ml.

Beschreibung und Funktion des Bestecks

Das Besteck (5) ist eine Kombination aus Gabel und Löffel. Der Radius des Besteck-kopfs ist auf die Radien der Speiseschalen abgestimmt, um gezieltes Aufnehmen der Speisen zu ermöglichen. Das Muster ist aus Metall, ist aber auch aus Kunststoff herstellbar. Es ist praktisch gestaltet: klein, handlich, mundgerecht, aufhängbar und durch das Loch und die Arretierungsnase, in der Einlegenut, in das System zu integrieren.

Diese vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Schutzanspruch 10 dargestellt.

Varianten und Einsatzgebiete

Die Optik diese Geschirrsystems ist durch Material- und Farbveränderungen dem jeweiligen Bedarf modifizierbar.

Hohe Wertig- und Langlebigkeit beispielsweise, lassen sich durch edles Metallbesteck und transparenten oder opaken Kunststoff produzieren und visuell verduetlichen. Vor-stellbar ist deren Einsatz dieser Variante bei Empfängen und gehobenen Feiern.

Ein farbenfrohes oder auf das Motto der Veranstaltung bezogenes Design z.B. bei Stadt- und Volksfesten ist innovativ und produzierbar; es läßt sich für jedes Ereignis und jeden Bedarf anpassen.

Für folgende Einsatzgebiete ist das Geschirrsystem denkbar:
  • – Großveranstaltungen,
  • – Stadt- und Firmenfeste,
  • – Gehobene Empfänge und private Feiern
  • – Schnellrestaurants,
  • – Mensen,
  • – Cateringservice,
  • – Für Bus- und Flugreisen einsetzbar (könnte schon mit Speisen bestückt und mit Folie oder Deckel verschlossen sein)
Vorteil des Geschirrsystems:

Es ist

  • – kleiner als ein DIN A-4- Blatt,
  • – leicht,
  • – handlich und ergonomisch geformt,
  • – lebensmittelecht,
  • – stabil und bruchfest,
  • – in der Lage, eine normalgroße Portion Essen aufzunehmen,
  • – nässeundurchlässig
  • – hitze- und kältebeständig,
  • – spülmaschinenfest,
  • – langlebig und mehrfach verwendbar,
  • – stapelbar,
  • – für Rechts- und Linkshänder geeignet,
  • – es ist möglich, durch Austausch der Speisenschalen mehrere Gänge mit unter-schiedlichen Geschmacksrichtungen vorzunehmen,
  • – umweltschonend, da spül- und wiederbenutzbar,
  • – recyclebar.
  • – Die Funktion ist durch die Gestaltung erkennbar: durch Abstimmung des Besteck-radius wird die Aufnahme von Speisen verschiedener Konsistenzen vereinfacht. Durch den ringförmig ausgebildeten Boden der großen Schale ist Essen leichter mit dem Besteck aufnehmbar.
  • – Mit der halbrunde Positiv-/ Negativform von Tasse und Tassenmulde der Träger-schale ist eine rutschfeste, stabile und dennoch flexible Verbindung entstanden. Dadurch soll verhindert werden, daß Getränketassen außerhalb des Gefüges abgestellt, mit anderen Getränken vertauscht oder sogar vergessen werden.
  • – Zubehör ist unabhängig voneinander benutzbar und kann auf Bedarf hin produziert werden.

1Trägerschale 2Menüsschale 3Beilagenschale 4Tasse 5Kombibesteck 6Griffloch und Tassenaufhängung 7Halte- und Tragegriff, Menüschale 8Grifflangloch der Trägerschale 9Griff- und Soßenmulde 10Speisenteiler und- rinne 11Besteckaufhängung 12Besteckeinlegenut 13Tassenmulde 14Beilagenschale (Trägerschale) 15Menüschale (Trägerschale)

Anspruch[de]
  1. Das in der Hand trag- und bedienbare Geschirrsystem zur Aufnahme von Speisen, ist dadurch gekennzeichnet, daß das System fünfteilig ist (1,2,3,4+5).
  2. Geschirrsystem nach Anspruch 1 ist dadurch gekennzeichnet, daß es durch durchgreifen der Trägerschale (1) mit dem Daumen und deren Auflage auf dem Handballen fest fixiert werden kann.
  3. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß es eine Fläche von 27 × 22 cm hat.
  4. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß es ein komplettes Gefüge ein Gewicht von 370 Gramm hat.
  5. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärken der Schalen mindestens 2 mm betragen, die der Tasse 3 mm.
  6. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß außer dem Besteck, sämtliche Teile (z.B. 1 in 1, 2 in 2, etc...) ineinander stapelbar sind.
  7. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschale (1) eine ringsumlaufende Randverstärkung hat, die maximal 4–5 mm aufweist, optimal 4 mm.
  8. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß die Zubehörteile (ausgenommen die Tasse) die Trägerschale um mindestens 12 mm überragen.
  9. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß das Besteck (5) aufgehängt werden und (5) durch Einlegen in die Bestecknut (12) mit Hilfe des Lochs (8) arretiert werden kann.
  10. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß Menüschale (2) und Menüschale der Trägerschale (15) durch einen nach innen gerichteten Wulst eine umlaufende Rinne (10) aufweisen.
  11. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß Besteckkopf in das Halteloch (8) der Trägerschale hineinzulegen ist.
  12. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß die halbrunden Griffe (7) von Menü- und Beilagenschale horizontal an den Längsseiten jeweils diagonal angeordnet sind.
  13. Geschirrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist dadurch gekennzeichnet, daß die Tasse (4) mit dem konvexausgebildete Tasseboden in die konkarve Halterung (13) hineinpaßt.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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