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Dokumentenidentifikation DE69921545T2 27.10.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000962224
Titel Optische Aufheller zur hautbleichung
Anmelder L'OREAL, Paris, FR
Erfinder Chevalier, Veronique, 94440 Villecresnes, FR;
Quest, Melanie, 75013 Paris, FR
Vertreter BEETZ & PARTNER Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69921545
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 07.05.1999
EP-Aktenzeichen 994011369
EP-Offenlegungsdatum 08.12.1999
EP date of grant 03.11.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.2005
IPC-Hauptklasse A61K 7/48

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Verwendung von Verbindungen aus der Gruppe der optischen Aufheller in kosmetischen Zusammensetzungen oder zur Herstellung von dermatologischen Zusammensetzungen zur topischen Anwendung, wobei diese Zusammensetzungen den Teint gleichförmiger, homogener, transparenter und heller machen und ihm ein porzellanartiges Aussehen geben. Solche Zusammensetzungen wirken auch gegen Augenringe.

Die Erfindung betrifft ferner die Kombination von Verbindungen aus der Gruppe der optischen Aufheller mit einigen kosmetischen Verbindungen, wie beispielsweise Mitteln zum Bleichen der Haut, Filtern, Wirkstoffen gegen Falten und Hydratisierungsmitteln, wobei diese Kombinationen auf den oben angegebenen Gebieten besonders bemerkenswerte Eigenschaften besitzen.

Die Erfindung betrifft schließlich auch ein Verfahren zum unmittelbaren Bleichen der Haut, wobei dieses Verfahren darin besteht, auf die Haut eine kosmetische Zusammensetzung aufzutragen, die mindestens eine Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller enthält.

Menschen mit dunkel gefärbter oder sogar dunkler Haut möchten häufig die Haut aufhellen und verwenden zu diesem Zweck kosmetische oder dermatologische Zusammensetzungen, die Bleichmittel enthalten.

Die meistens als Bleichmittel eingesetzten Substanzen sind Hydrochinon und seine Derivate, Kojisäure und ihre Derivate, Azelainsäure, Arbutin und seine Derivate, wobei diese Wirkstoffe alleine oder in Kombination mit weiteren Wirkstoffen verwendet werden.

Zusammensetzungen, die Bleichmittel enthalten, werden auch von Personen verwendet, deren Haut eine Dyschromie aufweist, wobei die Dyschromien verschiedene Ursachen haben können: Alter (Altersflecken), Exposition gegenüber UV-Strahlung, Mutterflecken, Hautkrankheiten etc.

Diese Stoffe sind jedoch nicht frei von Nachteilen. Es ist insbesondere erforderlich, sie langfristig und in großen Mengen zu verwenden, um auf der Haut eine Bleichwirkung zu erzielen. Bei der Anwendung der Zusammensetzungen, die sie enthalten, tritt kein unmittelbarer Effekt auf.

Ferner werden das Hydrochinon und seine Derivate in einer Menge verwendet, die wirksam ist, damit eine aufhellende Wirkung auftritt. Das Hydrochinon ist insbesondere für seine Cytotoxizität gegenüber Melanocyten bekannt.

Kojisäure und ihre Derivate haben den Nachteil, dass sie teuer sind und daher in den im Handel weit verbreiteten Produkten nicht in großen Mengen eingesetzt werden können.

Es ist bekannt, dass kosmetische Zusammensetzungen den Teint gleichförmiger erscheinen lassen und gegebenenfalls zu einem sofortigen hellen Aussehen führen können, wobei diese Zusammensetzungen aus in einem Bindemittel dispergierten Pulvern bestehen. Die Pulver enthalten in Abhängigkeit von der gewünschten Wirkung im Allgemeinen farbige oder weiße Pigmente und Füllstoffe in lamellarer Form oder Kieselsäure in Form von Plättchen. Der Teint erscheint im Wesentlichen deshalb gleichförmiger, weil die Füllstoffe in lamellarer Form die Haut abdecken können.

Der Nachteil dieser Zusammensetzungen besteht darin, dass das Kaschieren der Hautunvollkommenheiten von dem Deckvermögen der Zusammensetzungen abhängt. Die auf diese Weise geschminkte Haut verliert wegen der mangelnden Transparenz der Zusammensetzungen ihr natürliches Aussehen.

Wenn lamellare Füllstoffe verwendet werden, die als Mittel zur Erhöhung der Transparenz der Zusammensetzungen angesehen werden können (siehe beispielsweise US 4 899 163), haben sie den Nachteil, dass ihre Wirkung in der Lichtreflexion besteht und sie die Haut wenig natürlich und glänzend aussehen lassen.

Es gibt daher ein Bedürfnis nach kosmetischen und/oder dermatologischen Zusammensetzungen, mit denen ein heller, gleichförmiger, homogener und natürlich aussehender Teint erhalten wird, wobei die Zusammensetzungen nach dem Auftragen auf die Haut eine ausreichende Transparenz besitzen.

In der unter der Nummer FR-2 741 261 veröffentlichten französischen Patentanmeldung sind kosmetische Zusammensetzungen beschrieben worden, die einen farbauffrischenden fluoreszierenden Stoff enthalten, der auch als optischer Aufheller bezeichnet wird. Diese Stoffe haben den Vorteil, dass sie die Farben der sie enthaltenden kosmetischen Zusammensetzungen beim Auftragen auf die Haut oder die Haare strahlender erscheinen lassen und auffrischen. Die Wirkung der Stoffe wird auf einem gefärbten Träger (den Haaren) oder in einer farbigen Zusammensetzung (Schminkprodukte, wie Mascara, Nagellacke, Lippenstifte) beobachtet. Der Effekt von optischen Aufhellern auf die Haut selbst wurde jedoch in diesem Dokument weder erwähnt noch nahe gelegt.

Die Erfindung betrifft die Verwendung mindestens einer Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller in einer Zusammensetzung oder zur Herstellung einer Zusammensetzung, die dazu vorgesehen ist, die Haut aufzuhellen und insbesondere die Haut sofort aufzuhellen. Eine solche Zusammensetzung führt zu einem gleichförmigeren, homogeneren und transparenteren Teint mit einem porzellanartigen Aussehen.

Diese Verwendung ist im Falle von asiatischen Hauttypen besonders effizient.

Die Zusammensetzung ist vorzugsweise eine kosmetische Zusammensetzung. Es kann auch eine Verwendung in der Dermatologie in Betracht gezogen werden.

Vorzugsweise handelt es sich bei den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen um Zusammensetzungen für die Pflege der Haut und keine Zusammensetzungen zum Schminken oder sie sind Zusammensetzungen, die auf die Haare aufgetragen werden sollen.

Die Erfindung bezieht sich auch auf die Verwendung mindestens einer Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller in einer Zusammensetzung oder zur Herstellung einer Zusammensetzung, die bei kaukasischen Hauttypen wirksam ist.

Die optischen Aufheller sind Verbindungen, die dem Fachmann bekannt sind. Derartige Verbindungen sind in "Fluorescent Whitening Agent, Encyclopedia of Chemical Technology, Kirk-Othmer", Band 11, S. 227–241, 4. Ausgabe, 1994, Wiley beschrieben worden.

Sie können insbesondere als Verbindungen definiert werden, die im Wesentlichen im UV-Bereich bei 300 bis 390 nm absorbieren und im Wesentlichen im Bereich von 400 bis 525 nm emittieren.

Von den optischen Aufhellern sind die Stilbenderivate, Cumarinderivate, Oxazolderivate, Benzoxazolderivate und Imidazolderivate besonders interessant.

Derartige Verbindungen sind im Handel erhältlich. Es sind beispielsweise das Tinopal SOP® und das Uvitex OB® zu nennen, die von der Firma CIBA GEIGY angeboten werden.

Erfindungsgemäß bevorzugt verwendete optische Aufheller sind das Natrium-4,4'-bis[(4,6-dianilino-1,3,5-triazin-2-yl)amino]stilben-2,2'-disulfonat und das 2,5-Thiophendi-yl-bis(5-t-butyl-1,3-benzoxazol).

Die Erfindung bezieht sich ferner auf die Verwendung mindestens einer Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller in einer Zusammensetzung oder zur Herstellung einer Zusammensetzung als Wirkstoff zum Aufhellen der Haut und insbesondere als unmittelbar wirkendes Bleichmittel und/oder als Wirkstoff, der dazu vorgesehen ist, der Haut mindestens eine der folgenden Eigenschaften zu verleihen: Gleichförmigkeit, Homogenität, Transparenz und porzellanartiges Aussehen.

Die Erfindung bezieht sich ferner auf die Verwendung mindestens einer Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller in einer Zusammensetzung oder zur Herstellung einer Zusammensetzung als Wirkstoff gegen Augenringe.

Augenringe, die durch die Gegenwart einer dunkleren und sogar grauen oder schwarzen Oberfläche in der Augenpartie und/oder durch die Gegenwart von Tränensäcken unter den Augen und/oder durch ein schlaffes Aussehen der Augenkontur zum Ausdruck kommen, können durch die Anwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung auf die Augenringe vermindert oder sogar beseitigt werden.

Die optischen Aufheller werden gemäß der vorliegenden Erfindung vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis 15 Gew.-% und noch bevorzugter 0,5 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, verwendet.

Die optischen Aufheller werden vorteilhaft mit weiteren kosmetisch wirksamen Stoffen kombiniert, mit denen sie eine ausgeprägtere oder zusätzliche Wirkung entfalten.

Ein Gegenstand der Erfindung ist daher eine Zusammensetzung und insbesondere eine kosmetische Zusammensetzung, die mindestens eine Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller und mindestens ein Bleichmittel und/oder depigmentierendes Mittel enthält, wie sie herkömmlich in der Kosmetik verwendet werden.

Von den aufhellenden und/oder depigmentierenden Wirkstoffen, die herkömmlich in der Kosmetik verwendet werden, werden vorzugsweise die folgenden Verbindungen verwendet: Hydrochinon und seine Derivate, wie der Monomethylether, Hydrochinon, Hydrochinonmonoethylether, Kojisäure und ihre Derivate, Milchsäure und ihre Derivate, Ascorbinsäure und ihre Derivate, Azelainsäure, Arbutin und seine Derivate, L-2-Oxothiazolidin-4-carbonsäure (beispielsweise in dem Patent EP 0 780 120 beschrieben), Paracetamol, wobei diese Verbindung in der von der Anmelderin am 6.12.1996 unter der Nummer 9615046 hinterlegten französischen Patentanmeldung beschrieben ist, und Aminophenolderivaten mit Carbamat-, Harnstoff- oder Sulfonamidfunktion der Formel (I), die in der von der Anmelderin am 27.8.1997 unter der Nummer 9710710 hinterlegten französischen Patentanmeldung beschrieben wurden. Diese Aminophenolderivate weisen die folgende Formel (I) auf:

worin bedeuten:

R ein Wasserstoffatom oder eine Gruppe -COR2, wobei die Gruppen R2, die identisch oder voneinander verschieden sind, eine Gruppe bedeuten, die unter den gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen, cyclischen oder verzweigten, gegebenenfalls hydroxylierten Alkyl- oder Alkoxygruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ausgewählt sind,

R1 eine Gruppe, die unter den folgenden Gruppen der Formeln (a), (b) oder (c) ausgewählt ist: -CO-NR3R4(a) -CO-O-R5(b) -SO2R5(c) wobei

R3 ein Wasserstoffatom oder eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, gegebenenfalls hydroxylierte C1-6-Alkylgruppe bedeutet,

R4 ein Wasserstoffatom oder die nachstehend definierte Gruppe R5 bedeutet, und

R5 eine Gruppe bedeutet, die unter den gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen, cyclischen oder verzweigten C1-30-Alkylgruppen, die gegebenenfalls hydroxyliert wurden, ausgewählt ist.

Es werden von den Aminophenolderivaten mit Carbamat-, Harnstoff- oder Sulfonamidfunktion der Formel (I) insbesondere das N-Ethyloxycarbonyl-4-aminophenol, N-Ethyloxycarbonyl-O-ethyloxycarbonyl-4-aminophenol; N-Cholesteryloxycarbonyl-4-aminophenol und N-Ethyl-aminocarbonyl-4-aminophenol bevorzugt.

Die Erfindung bezieht sich auch auf die Verwendung einer solchen Zusammensetzung, um die Haut gleichzeitig kurzfristig und langfristig aufzuhellen.

Eine solche Zusammensetzung enthält vorzugsweise ferner mindestens einen Stoff, der die UV-Strahlung ausfiltern kann, und/oder mindestens einen abschilfernden Wirkstoff.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine Zusammensetzung und insbesondere eine kosmetische Zusammensetzung, die mindestens eine Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller und mindestens einen Wirkstoff, der die UV-Strahlung ausfiltern kann, und/oder mindestens einen abschilfernden Wirkstoff enthält.

Von den Wirkstoffen, die die UV-Strahlung zu filtern vermögen, können die hydrophilen oder lipophilen organischen Filter und die anorganischen Filter angegeben werden.

Von den hydrophilen Filtern kommen insbesondere die Benzophenonderivate, p-Aminobenzoesäurederivate, Campherderivate oder auch die Benzimidazolderivate in Betracht.

Die hydrophilen Filter können in der erfindungsgemäßen fertigen Zusammensetzung in einem Mengenanteil enthalten sein, der im Bereich von 0,1 bis 20% und vorzugsweise 0,2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegen kann.

Erfindungsgemäß besonders gut geeignete lipophile Filter können unter den Dibenzoylmethanderivaten, Benzimidazolderivaten, Zimtsäureerivaten, Salicylsäurederivaten, Campherderivaten, Triazinderivaten, Benzophenonderivaten, &bgr;,&bgr;-Diphenylacrylatderivaten, p-Aminobenzoesäurederivaten, Polymerfiltern und Siliconfiltern, die in den Patentanmeldungen WO-93/04665 und WO-94/06404 beschrieben sind, ausgewählt werden. Weitere organische Filter sind in der Patentanmeldung EP-A-0 487 404 genannt.

Der oder die lipophile(n) Filter können in der erfindungsgemäßen fertigen Zusammensetzung in einer Menge enthalten sein, die im Bereich von 0,5 bis 30% und vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegen kann.

Bei den anorganischen Filtern kann es sich um Pigmente oder Nanopigmente (mittlere Größe der Primärteilchen: im Allgemeinen im Bereich von 5 bis 100 nm, vorzugsweise 10 bis 50 nm) von Metalloxiden handeln, die gegebenenfalls umhüllt sind, beispielsweise Nanopigmente von Titanoxid (amorph oder kristallin in Form von Rutil und/oder Anatas), Nanopigmente von Oxiden von Eisen, Zink, Zirconium oder Cer, die alle an sich bekannte Lichtschutzmittel sind, die durch physikalische Sperre (Reflexion und/oder Streuung) der UV-Strahlung wirken. Übliche Stoffe zum Umhüllen sind im Übrigen Aluminiumoxid und/oder Aluminiumstearat und die Silicone. Solche umhüllten oder nicht umhüllten Nanopigmente von Metalloxiden wurden insbesondere in den Patentanmeldungen EP-A-0 518 772 und EP-A-0 518 773 beschrieben.

Die anorganischen Filter können in der erfindungsgemäßen fertigen Zusammensetzung in einer Menge enthalten sein, die im Bereich von 0,1 bis 20 % und vorzugsweise 0,2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegen kann.

Von den abschilfernden Wirkstoffen können die Hydroxysäuren und besonders die &agr;- und &bgr;-Hydroxysäuren, Salicylsäure oder eines ihrer Derivate, die gegebenenfalls in Salzform vorliegen, natürliche oder synthetische Retinoide, wie Retinol, die Ester, Retinsäure oder Retinal, angegeben werden. Von den Salicylsäurederivaten sind insbesondere die in den Druckschriften FR-A-2581542 und EP-A-378936 beschriebenen Derivate zu nennen, besonders 5-n-Octanoylsalicylsäure, 5-n-Decanoylsalicylsäure, 5-n-Dodecanoylsalicylsäure, 5-n-Octylsalicylsäure, 5-n-Heptyloxysalicylsäure, 4-n-Heptyloxysalicylsäure sowie deren quartären Ammoniumsalze, beispielsweise die Dimethylhydroxypropylammoniumsalze. Es können auch die Salicylsäurederivate verwendet werden, die in der Druckschrift EP-A-570230 beschrieben sind.

Ein Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Zusammensetzung und besonders eine kosmetische Zusammensetzung, die mindestens einen optischen Aufheller und mindestens ein Hydratisierungsmittel enthält. Eine solche Zusammensetzung ist für die Vorbeugung und/oder Behandlung von Augenringen besonders wirksam.

Von den Hydratisierungsmitteln, die in diesen Zusammensetzungen verwendbar sind, können insbesondere Harnstoff und seine Derivate, die Polyole, beispielsweise Glycerin, Sorbit und Propylenglykol, verwendet werden.

Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Zusammensetzung und vorzugsweise eine kosmetische Zusammensetzung, die mindestens einen optischen Aufheller und mindestens einen Wirkstoff gegen Falten enthält. Eine solche Zusammensetzung ist ebenfalls besonders für die Vorbeugung und/oder Behandlung von Augenringen geeignet.

Von den Wirkstoffen gegen Falten, die in diesen Zusammensetzungen verwendet werden können, können insbesondere angegeben werden: die Hydroxysäuren und besonders die &agr;- und &bgr;-Hydroxysäuren, Ascorbinsäure und ihre Derivate, Salicylsäure oder eines ihrer Derivate, die gegebenenfalls in Salzform vorliegen, natürliche oder synthetische Retinoide, beispielsweise Retinol, die Ester, Retinsäure oder Retinal. Von den Salicylsäurederivaten sind insbesondere die in den Druckschriften FR-A-2581542 und EP-A-378936 beschriebenen Verbindungen zu nennen, besonders 5-n-Octanoylsalicylsäure, 5-n-Decanoylsalicylsäure, 5-n-Dodecanoylsalicylsäure, 5-n-Octylsalicylsäure, 5-n-Heptyloxysalicylsäure und 4-n-Heptyloxysalicylsäure und deren quartäre Ammoniumsalze, beispielsweise die Dimethylhydroxypropylammoniumsalze. Es können auch Salicylsäurederivate verwendet werden, die in der Druckschrift EP-A-570230 beschrieben sind.

Die Erfindung bezieht sich schließlich auch auf ein Verfahren zur unmittelbaren Aufhellung der Haut, wobei das Verfahren darin besteht, auf die Haut eine kosmetische Zusammensetzung aufzutragen, die mindestens einen optischen Aufheller enthält.

Die erfindungsgemäß verwendeten Zusammensetzungen, die optische Aufheller enthalten, können in beliebigen galenischen Formen vorliegen, die üblicherweise für eine topische Anwendung eingesetzt werden, beispielsweise als Lösungen, Gele, Dispersionen vom Typ Lotion oder Serum, Emulsionen von flüssiger oder halbflüssiger Konsistenz vom Typ Milch, die durch Dispersion einer Fettphase in einer wässrigen Phase (O/W) oder umgekehrt (W/O) hergestellt werden, Suspensionen oder Emulsionen von weicher, halbfester oder fester Konsistenz vom Typ Creme oder Gel oder auch als Mikroemulsionen, Mikrokapseln, Mikropartikel oder Vesikeldispersionen vom ionischen und/oder nichtionischen Typ. Diese Zusammensetzungen werden nach üblichen Verfahren hergestellt.

Die Zusammensetzungen und insbesondere die kosmetischen Zusammensetzungen gemäß der Erfindung können in bekannter Weise in der Kosmetik übliche Zusatzstoffe enthalten, beispielsweise Emulgatoren, hydrophile oder lipophile Gelbildner, hydrophile oder lipophile Wirkstoffe, Konservierungsmittel, Antioxidantien, Parfums, Füllstoffe und Farbmittel. Die Mengenanteile der verschiedenen Zusatzstoffe sind so gewählt, wie sie herkömmlich in der Kosmetik eingesetzt werden und liegen beispielsweise im Bereich von 0,01 bis 20% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung. Die Zusatzstoffe können in Abhängigkeit von ihrer Art in die Fettphase, die wässrige Phase und/oder die Lipidvesikel eingebracht werden.

Als Emulgatoren können die Wasser-in-Öl-Emulgatoren (W/O) oder Öl-in-Wasser-Emulgatoren (O/W) verwendet werden, je nachdem, welche Form für die fertige Emulsion gewünscht wird.

Von den Emulgatoren können beispielsweise das Gemisch Glycerylstearat/PEG 100-stearat (Arlacel 165 von der Firma ICI), PEG 20-stearat (Myrj 49 von der Firma ICI), PEG 40-stearat (Myrj 52 von der Firma ICI) und Sorbitantristearat (Span 65 von der Firma ICI) angegeben werden.

Der Emulgatorgehalt kann im Bereich von 0,1 bis 15 Gew.-% und vorzugsweise 0,5 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegen.

Man kann in die erfindungsgemäße Zusammensetzung Coemulgatoren einarbeiten, beispielsweise in einer Menge von 0,05 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Als Emulgator kann beispielsweise das Glycerylstearat genannt werden.

In den Lipidvesikel-Dispersionen kann der Emulgator aus den ionischen und/oder nichtionischen Lipidvesikeln selbst bestehen.

Von den erfindungsgemäß verwendbaren Ölen kommen die Mineralöle, pflanzlichen Öle (Maiskeimöl), synthetischen Öle (Isohexadecan), Siliconöle (Cyclomethicon) und fluorierten Öle in Betracht. Es können auch Fettalkohole (Stearylalkohol, Cetylalkohol), Fettsäuren (Stearinsäure) und Wachse verwendet werden.

Von den hydrophilen Wirkstoffen können beispielsweise die Proteine oder Proteinhydrolysate, Aminosäuren, Harnstoff, Allantoin, Zucker und ihre Derivate und Glycyrrhetinsäure verwendet werden.

Als lipophile Wirkstoffe können Tocopherol (Vitamin E) und seine Derivate, essentielle Fettsäuren, Ceramide und etherische Öle verwendet werden.

Bei den Zusammensetzungen handelt es sich insbesondere um Cremes zur Behandlung oder zur Pflege des Gesichts, der Hände oder des Körpers, Körpermilche zum Schutz oder zur Pflege, Lotionen, Gele oder Schäume zur Pflege oder zur Behandlung der Haut.

Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. In den Beispielen sind die Mengenanteile in Gewichtsprozent angegeben. Beispiel 1: Fluide O/W-Creme 2-Ethylhexylpalmitat 8% Vaselineöl 8% Glycerylmonodiisostearat 2%
Gemisch von Glycerylmono-di-stearat, Stearinsäure und Glycerin (40/50/5/5) 2% Natrium-4,4'-bis[(4,6-dianilino-1,3,5-triazin-2-yl)-amino]stilben-2,2'-disulfonat* 1% Triethanolamin 0,9% Propylenglykol 2% Stearinsäure 2% Magnesiumstearat 2% Konservierungsmittel qs Wasser ad. 100%
TINOPAL SOP, von der Firma CIBA GEIGY im Handel erhältlich.

Beispiel 2: Fluide O/W-Creme

Es wird eine Creme mit den Bestandteilen aus Beispiel 1 hergestellt, mit dem einzigen Unterschied, dass das Stilbenderivat durch 1% des im Handel unter der Marke UVITEX OB® von der Firma CIBA GEIGY erhältlichen 2,5-Thiophen-di-yl-bis(5-t-butyl-l,3-benzoxazol) ersetzt wird.

Die beiden Cremes wurden an asiatischen Frauen getestet, die ihre unmittelbare aufhellende Wirkung und ihre Transparenz sehr schätzten. Die beiden Cremes verleihen der Haut ein porzellanartiges Aussehen. Beispiel 3: Creme für die Augenkonturen gegen Augenringe Natriumhyaluronat 0,1% Natrium-4,4'-bis[4,6-dianilino-1,3,5-triazin-2-
yl)amino]stilben-2,2'-disulfonat* 7% Acrylamidomethylpropansulfonsäure, zum Teil mit Ammoniak neutralisiert, vernetzt 1,5% Glycerin 5% Ethylalkohol 5% ethoxyliertes Methylglucosedioleat (120 EO) 0,5% ethoxyliertes Sorbitanmonolaurat (20 EO) 0,5% Konservierungsmittel qs Wasser ad. 100%
TINOPAL SOP, von der Firma CIBA GEIGY im Handel erhältlich.

Beispiel 4: Creme für die Augenkontur gegen Augenringe

Das Beispiel 3 wird wiederholt, wobei jedoch nur 1% TINOPAL SOP verwendet wird.

Die beiden Zusammensetzungen gegen Augenringe der Beispiele 3 und 4 wurden an Frauen mit kaukasischen Hauttypen getestet. Beide zeigten in natürlicher und diskreter Weise unmittelbar eine Wirkung gegen Augenringe: die Färbung des Gesichtshaut wird einheitlicher, die Spuren sind weniger zu sehen und das schlaffe Aussehen der Augenkontur wird abgeschwächt.


Anspruch[de]
  1. Kosmetische Verwendung mindestens einer Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller, die unter den Verbindungen ausgewählt ist, die im UV-A-Bereich bei 300 bis 390 nm absorbieren und im Bereich von 400 bis 525 nm emittieren, in einer Zusammensetzung als Wirkstoffe zum Aufhellen der Haut.
  2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Aufheller ein Wirkstoff zur unmittelbaren Aufhellung der Haut ist.
  3. Kosmetische Verwendung mindestens einer Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller, die unter in Verbindungen, die im UV-A-Bereich bei 300 bis 390 nm absorbieren und im Bereich von 400 bis 525 nm emittieren, in einer Zusammensetzung als Wirkstoff, der dazu vorgesehen ist, dem Teint mindestens eine der folgenden Eigenschaften zu verleihen: Gleichförmigkeit, Homogenität, Transparenz und porzellanartiges Aussehen.
  4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Pflege von asiatischen Hauttypen vorgesehen ist.
  5. Kosmetische Verwendung mindestens einer Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller, die unter den Verbindungen ausgewählt sind, die im UV-A-Bereich bei 300 bis 390 nm absorbieren und im Bereich von 400 bis 525 nm emittieren, in einer Zusammensetzung als Wirkstoff gegen Augenringe.
  6. Verbindung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Pflege von kaukasischen Hauttypen vorgesehen ist.
  7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Aufheller unter den Stilbenderivaten, Cumarinderivaten, Oxazolderivaten, Benzoxazolderivaten und Imidazolderivaten ausgewählt ist.
  8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Aufheller unter Natrium-4,4'-bis[(4,6-dianilino-1,3,5-triazin-2-yl)amino]stilben-2,2'-disulfonat und 2,5-Thiophendi-yl-bis(5-t-butyl-l,3-benzoxazol) ausgewählt ist.
  9. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Aufheller in der Zusammensetzung in einer Menge von 0,1 bis 15% und vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten ist.
  10. Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller und mindestens einen zweiten Wirkstoff zur Aufhellung der Haut, der nicht zu dieser Gruppe gehört, enthält.
  11. Zusammensetzung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Wirkstoff zum Aufhellen der Haut ausgewählt ist unter: Hydrochinon und seinen Derivaten, Kojisäure und ihren Derivaten, Milchsäure und ihren Salzen, Ascorbinsäure und ihren Derivaten, Azelainsäure, Arbutin und seinen Derivaten, L-2-Oxothiazolidin-4-carbonsäure, Paracetamol und Aminophenolderivaten mit Carbamat-, Harnstoff- oder Sulfonamidfunktion der Formel (I):
    worin bedeuten:

    R ein Wasserstoffatom oder eine Gruppe -COR2, wobei die Gruppen R2, die identisch oder voneinander verschieden sind, eine Gruppe bedeuten, die unter den gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen, cyclischen oder verzweigten, gegebenenfalls hydroxylierten Alkyl- oder Alkoxygruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ausgewählt sind,

    R1 eine Gruppe, die unter den folgenden Gruppen der Formeln (a), (b) oder (c) ausgewählt ist: -CO-NR3R4(a), -CO-O-R5(b), -SO2R5(c), wobei

    R3 ein Wasserstoffatom oder eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, gegebenenfalls hydroxylierte C1-6-Alkylgruppe bedeutet,

    R4 ein Wasserstoffatom oder die nachstehend definierte Gruppe R5 bedeutet, und

    R5 eine Gruppe bedeutet, die unter den gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen, cyclischen oder verzweigten C1-30-Alkylgruppen, die gegebenenfalls hydroxyliert sind, ausgewählt ist.
  12. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner mindestens einen Wirkstoff enthält, der die UV-Strahlung filtern kann.
  13. Verwendung einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 10 bis 12 zur Aufhellung der Haut.
  14. Nichttherapeutisches Verfahren zur unmittelbaren Aufhellung der Haut, das darin besteht, auf die Haut eine Zusammensetzung aufzutragen, die mindestens eine Verbindung aus der Gruppe der optischen Aufheller enthält, die unter den Verbindungen ausgewählt sind, die im UV-A-Bereich im Bereich von 300 bis 390 nm absorbieren und im Bereich von 400 bis 525 nm reemittieren.
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