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Dokumentenidentifikation DE102004018615A1 10.11.2005
Titel Gebäudeaußentür
Anmelder Fischl, Joseph, 94469 Deggendorf, DE
Erfinder Fischl, Joseph, 94469 Deggendorf, DE
Vertreter Patentanwälte Wasmeier, Graf, 93055 Regensburg
DE-Anmeldedatum 16.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004018615
Offenlegungstag 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse E06B 1/32
IPC-Nebenklasse E06B 7/22   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine neuartige Ausbildung einer Gebäudetür, bestehend aus einem Blend- oder Stockrahmen und wenigstens einem in diesem Rahmen angeordneten Flügel, wobei der Blendrahmen von mehreren aneinander anschließenden Längen eines Blendrahmenprofils gebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Gebäudeaußentür gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gebäudeaußentür aufzuzeigen, die besonders preiswert realisierbar ist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Gebäudeaußentür entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.

Der Vorteil der erfindungsgemäßen Gebäudeaußentür besteht darin, dass als Profil für den Blend- oder Stockrahmen eine Profil verwendet ist, welches an sich für Blendoder Stockrahmen von Gebäudefenstern bestimmt ist und welches relativ preiswert gefertigt sowie auf dem Markt erhältlich ist.

Zum Anlenken des Türflügels am Stock- oder Blendrahmen werden bevorzugt Bänder verwendet, die jeweils an der parallel zur Ebene der Türöffnung angeordneten Innenfläche des Blendrahmens bzw. des Blendrahmensprofils sowie an der Innenfläche des Türflügels befestigt werden können. Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass für die Befestigung Flächen des Profils verwendet werden können, die eben ausgebildet sind.

Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

1 in vereinfachter Darstellung einen Horizontal-Schnitt durch einen Stock- oder Blendrahmen und einen Flügel einer Gebäudetür, beispielsweise Gebäudeaußentür;

2 ein Vertikal-Schnitt durch die Tür gemäß 1.

Die in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Gebäudeäußentür besteht in bekannter Weise aus einem äußeren Stock- oder Blendrahmen 2 sowie aus einem Türflügel 3, der in dem Stock- oder Blendrahmen 2 um eine vertikale Achse schwenkbar vorgesehen ist, und zwar mit wenigstens zwei Scharnieren oder Bändern 4. Der Türflügel 3 ist in den Figuren als massiver Flügel dargestellt, kann aber hinsichtlich Material und/oder Konstruktion beliebig ausgeführt sein.

Die Scharniere 4 befinden sich an der Innenseite der Tür 1 und sind dort jeweils an der in einer Ebene parallel zur Ebene der Türöffnung angeordneten Innenfläche 2.1 des Blendrahmens sowie an der Innenfläche 3.1 des Türflügels 3 befestigt.

Der Blendrahmen 2 besteht aus einem Blendrahmenprofil 5, wie es insbesondere für Gebäudefenster verwendet wird. Dieses Blendrahmenprofil 5 besteht seinerseits aus drei Profilabschnitten, nämlich aus dem die Außenseite des Blendrahmens 2 bildenden Profilabschnitt 5a, aus dem die Innenseite des Blendrahmens 2 bildenden Profilabschnitte 5b sowie aus einem mittleren Profilabschnitt 5c.

Die beiden Profilabschnitte 5a und 5b sind Kammern bildende Steg- oder Hohlprofile und bestehen bei der dargestellten Ausführungsform aus einem Metall, beispielsweise aus einer Aluminiumlegierung. Der Profilabschnitt 5c ist bei der dargestellten Ausführungsform von zwei Stegen 6 aus einem thermisch isolierenden Material hergestellt. Die beiden Stege 6 sind parallel und im Abstand voneinander sowie in Ebenen senkrecht zur Ebene der Türöffnung angeordnet und sind jeweils von einer sich in Profillängsrichtung erstreckenden Längsseite mit dem Profilabschnitt 5a und mit der anderen Längsseite mit dem Profilabschnitt 5b verbunden.

Der Profilabschnitt 5a bildet einen Überschlag 7, der ausgehend von dem Blendrahmen 2 etwas in die von diesem Blendrahmen umschlossene Türöffnung hineinragt und bei geschlossenem Türflügel 3 die Außenfläche 3.2 des Türflügels mit einer an dem Überschlag 7 vorgesehenen Dichtung anliegt und dadurch den Übergang zwischen dem geschlossenen Türflügel 3 und dem Blendrahmen 2 abdeckt. Dieser Überschlag 7 mit Dichtung 8 erstreckt sich über die beiden vertikalen sowie über die obere, horizontale Seite des Blendrahmens 2.

Am Blendrahmenprofilabschnitt 5c ist an der die Türöffnung umschließende Innenseite des Blendrahmens ein Dichtungsprofil 9 befestigt, welches den der Türöffnung benachbarten Steg 6 und im Bereich des Übergangs der Profilabschnitt 5a und 5c eine Dichtungslippe 9.1 bildet, die bei geschlossenem Türflügel 3 gegen eine Falzfläche dieses Flügels anliegt. Das Dichtungsprofil und die Dichtungslippe 9.1 sind umlaufend vorgesehen, d. h. sie befinden sich an allen vertikalen und horizontalen Abschnitten des Blendrahmens 2.

An einem der Innenfläche 3.2 naheliegenden Bereich des Falzes des Türflügels 3 ist in einer umlaufenden Nut 10 eine umlaufende Dichtung 11 vorgesehen, die bei geschlossenem Türflügel 3 gegen die Innenfläche 2.1 des Blendrahmens 2 anliegt. Die Dichtung 11 ist ebenfalls umlaufend ausgebildet.

Das Blendrahmenprofil 5 bildet die beiden vertikalen sowie den oberen horizontalen Abschnitt des Blendrahmens. Der untere horizontale Abschnitt des Blendrahmens ist von einem Blendrahmenprofil 5' gebildet, welches ebenfalls aus den drei Profilabschnitten 5a', 5b' und 5c' besteht, von denen der an der Türaußenseite angeordnete Profilabschnitt 5a' und der an der Türinnenseite vorgesehene Profilabschnitt 5c' wiederum aus Metall, beispielsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gefertigt sind, während der dazwischen liegende Profilabschnitt 5c' von den beiden Stegen 6 gebildet ist. Der Profilabschnitt 5b' bildet einen Teil der Blendrahmeninnenfläche 2.1.

Wie die 2 zeigt, ist im unteren horizontalen Bereich der Tür 1 an der Außenfläche 3.2 ein Wetterschenkel 12 vorgesehen. Dieser Wetterschenkel steht bei geschlossenem Türflügel 3 über die Außenfläche des Blendrahmens 2 vor. Das Blendrahmenprofil 5a' stützt sich an der der Türöffnung abgewandten Seite an einem gebäudeseitigen Auflager 13 mit einer unteren Isolierung 14 ab. Weiterhin sind an den Profilabschnitten 5a' und 5b' bzw. an den dortigen Nuten durch Einrasten oder Verknüpfen bzw. Einknöpfen Isolierfolien 15 und 16 befestigt, die eine Sperre gegen Wasser und Feuchtigkeit an der Türaußenseite bzw. Türinnenseite unterhalb des in der 2 oberen Steges 6 bilden.

Mit N ist in der 2 das Niveau der Oberseite des Bodens an der Gebäudeinnenfläche sowie Gebäudeaußenfläche bezeichnet. Auch dieses Niveau befindet sich unterhalb des oberen Steges 6 der 2. Die beiden Isolierfolien 15 erstrecken sich dann ausgehend von diesem Niveau N nach unten.

Der Profilabschnitt 5a' bildet zusammen mit der Dichtungslippe 9.1 des Dichtungsprofils 9 eine an der Oberseite offene Rinne 17, die bei geschlossenem Türflügel 3 teilweise durch diesen Türflügel und teilweise durch den Wetterschenkel 13 abgedeckt ist. Für eine Entwässerung der Rinne 17 sind in dem Profilabschnitt 5a' mehrere, in der 2 nicht dargestellte, Öffnungen vorgesehen.

Vorstehend wurde bereits erwähnt, dass die Bänder 4 an der Innenfläche 3.1 des Flügels 3 sowie an der Innenfläche 2.1 des Blendrahmens 2 bzw. an der diese Innenfläche bildenden Fläche des Profilabschnittes 5b befestigt sind. Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass die Befestigung an einer Fläche erfolgt, die eben ausgebildet ist. Im Gegensatz zu der die Innenfläche 2.1 bildenden ebenen Fläche des Profilabschnittes 5b weist dieser Profilabschnitt an seinen anderen Seiten von Stegen gebildete T-Nuten auf, die unter anderem bei einem von dem Profil 5 gebildeten Blend- oder Stockrahmen eines Gebäudefensters z. B. zur Aufnahme von Beschlagelementen, z. B. Schließblatt erforderlich sind.

Eine Besonderheit der beschriebenen Gebäudetür besteht weiterhin darin, dass die von den Stegen 6 gebildete thermische, aber auch akustische Trennung umlaufend ausgebildet ist, d. h. ohne Versatz und im Wesentlichen in einer Ebene die Blendrahmenöffnung umschließt.

Weiterhin sind die Dichtprofile 9 und 11 umlaufend und ohne Versatz vorgesehen, wobei es dann in Abhängigkeit von dem für die Dichtprofile 9 und 11 verwendeten Material in den Eckbereich entweder Dichtungsecken vorgesehen sind oder aber die Dichtprofile in den Eckbereichen ausgeklinkt und verschweist bzw. vulkanisiert sind. Weiterhin ist es möglich, die Gebäudetür so auszubilden, dass sie durch Schwenken nach Außen geöffnet werden kann.

1Gebäudetür 2Blendrahmen 2.1Blendrahmeninnenseite 2.2Blendrahmenaußenseite 3Flügel 3.1Flügelinnenseite 3.2Flügelaußenseite 4Band 5, 5'Blendrahmenprofil 5a, 5b, 5cProfilabschnitt 5a', 5b', 5c'Profilabschnitt 6Steg 7Überschlag 8Überschlagdichtung 9Dichtungsprofil 9.1Dichtungslippe 10Nut 11Dichtung 12Wetterschenkel 13Auflager 14Isolierung 15, 16Isolierfolie 17Wasserauffangrinne

Anspruch[de]
  1. Gebäudetür bestehend aus einem Blend- oder Stockrahmen (2) und wenigstens einem in diesem Rahmen angeordneten Flügel (3), wobei der Blendrahmen (2) von mehreren aneinander anschließenden Längen eines Blendrahmenprofils (5, 5') gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendrahmenprofil ein Fenster-Blendrahmenprofil ist, welches aus wenigstens drei Profilabschnitten besteht, von denen ein erster und ein zweiter Profilabschnitt (5a, 5b; 5a', 5b') aus einem Metall, beispielsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehen und ein weiterer, zwischen dem ersten und zweiten Profilabschnitt angeordneter dritter Profilabschnitt (5c, 5c') aus einem thermisch isolierenden Material hergestellt ist.
  2. Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Profilabschnitt (5c) von wenigstens zwei Stegen (6) gebildet ist.
  3. Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Profilabschnitt (5a, 5a') die Außenfläche (2.2) des Blendrahmens (2) und der zweite Profilabschnitt (5b, 5b') die Innenseite (2.1) des Blendrahmens bildet.
  4. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Dichtungsprofil (9) an dem dritten Profilabschnitt (5c, 5c'), welches eine umlaufende Dichtungslippe (5.1) bildet, die bei geschlossenem Flügel gegen eine Fläche im Halsbereich des Flügels (3) anliegt.
  5. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Profilabschnitt (5a, 5a') einen Überschlag (7) mit Überschlagdichtung (8) bildet, der bei geschlossenem Flügel (3) gegen die Außenfläche (3.2) des Flügels anliegt.
  6. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine im Falz des Flügels (3) vorgesehene flügelseitige Dichtung (11), die umlaufend ausgebildet ist und bei geschlossenem Flügel gegen eine die Innenfläche (2.1) des Blendrahmens (2) bildende Fläche des zweiten Blendrahmenprofils (5b, 5b') anliegt.
  7. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Türflügel (3) mit dem Blendrahmen (2) verbindende Scharniere oder Bänder (4) am Blendrahmen (2) an einer Fläche des zweiten Profilabschnitts (5b) befestigt sind, die (Fläche) parallel zu der Ebene der Türöffnung liegt.
  8. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichne, dass der dritte Profilabschnit (5c, 5c') am Blend- oder Stockrahmen (2) umlaufend, d. h. ohne Versatzumlaufend ausgebildet ist.
  9. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche zwischen dem Flügel (3) und dem Blend- oder Stockrahmen (2) wirkende Dichtungen umlaufend ausgebildet sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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