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Dokumentenidentifikation DE102004029265A1 10.11.2005
Titel Windlast-Stützvorrichtung für Rollabschlüsse für hohe Toröffnungen sowie damit versehener Rollabschluss
Anmelder Hörmann KG Dissen, 49201 Dissen, DE
Vertreter Flügel Preissner Kastel Schober, 80335 München
DE-Anmeldedatum 17.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004029265
Offenlegungstag 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse E06B 9/58
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Windlast-Stützvorrichtung (24) für einen Rollabschluss (10), mit:
· einer Wandbefestigungseinrichtung (100) zum Befestigen eines Endbereichs (102) der Windlast-Stützvorrichtung (24) an einer eine durch den Rollabschluss (10) zu verschließende Öffnung berandenden Wandung (20),
· einem Stützarm (29, 27), der einenends an der Befestigungseinrichtung (100) angelenkt ist, in einer ausgerückten Position (116) zum Stützen eines mittleren Bereichs eines Flügels (16) des Rollabschlusses (10) gegen Windbeaufschlagung oder dergleichen geeignet ist und in einer zurückgezogenen Position (111) die Öffnung im Wesentlichen freigibt, und
· einer Mitnahmeeinrichtung (28), die an dem Flügel (16) angreifen kann, um den Stützarm (29, 27) bei Bewegung des Flügels (16) zwischen der ausgerückten (116) und der zurückgezogenen Position (111) oder umgekehrt mitzubewegen,
insbesondere nach einem der auf die Windlast-Stützvorrichtung gestützten Ansprüche der Hauptpatentanmeldung 102004009520.9 bzw. des darauf zur Erteilung kommenden Hauptpatents.
Um eine solche Windlaststütze besser an Anschlüsse für schmale und hohe Öffnungen anzupassen, wird vorgeschlagen, dass die Wandbefestigungseinrichtung (100) den Endbereich (102) der Windlast-Stützvorrichtung (24) zumindest mit einer senkrecht zur Schließbewegungsrichtung und parallel zur Öffnungsebene verlaufenden Richtungskomponente beweglich an der Wandung (20) lagert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Windlaststützvorrichtung nach der Hauptpatentanmeldung 10 2004 009 520.9 bzw. des darauf zur Erteilung kommenden Hauptpatents. Es wird für nähere Einzelheiten ausdrücklich auf die vollständige Offenbarung der 10 2004 009 520.9 Bezug genommen. Eine Kopie der Anmeldeunterlagen zu dieser Hauptanmeldung ist auch dieser Zusatzanmeldung beigefügt.

Solche Windlaststützvorrichtungen sind insbesondere für Rollabschlüsse von Öffnungen geeignet, die wesentlich breiter als hoch sind. Für größere Höhen sieht die Hauptpatentanmeldung einen Teleskoparm als Stütze vor. Da der Stützarm möglichst weit in der Mitte angreifen soll, um Windlasten abzustützen, ist aber auch hier die Höhe des Rollabschlusses begrenzt. Beliebige Verlängerungen des Teleskoparmes würden zu hohen Kosten und einer (zu) filigranen Ausbildung bedeuten.

In dem in der Hauptpatentanmeldung gezeigten bevorzugten Ausführungsbeispiel muss das abzustützende Rolltor eine Breite W von wenigstens dem 1,2fachen seiner Höhe H aufweisen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine solche Windlaststützvorrichtung besser zur Verwendung bei Rollabschlüssen für schmale und hohe Öffnungen auszubilden.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Windlaststützvorrichtung mit den Merkmalen des beigefügten Anspruches 1.

Wenn man das obere Ende des Stützarmes zumindest mit einer Richtungskomponente in horizontaler Richtung parallel zur Öffnungsebene verschiebbar lagert, kann auch ein längerer Stützarm bei geöffnetem Rollabschluss oben im wesentlichen horizontal gelagert werden. Bereits ohne Teleskopeinrichtung lässt sich damit eine Windlaststütze für eine Öffnung mit etwa gleicher Breite wie Höhe realisieren. Mit Teleskoparm kann die Öffnung wesentlich höher als breit sein; z.B. 1,5 mal höher als breit; es kann gelten H ≥ W.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine vorteilhafte Verwendung der Windlaststütze ist Gegenstand des Nebenanspruches.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:

1 eine schematische Rückansicht auf einen Rollabschluss in Form eines Rolltores mit einer verschiebbaren Windlaststützvorrichtung;

2 eine Seitenansicht auf den Rollabschluss von rechts in 1 gesehen; und

3 einen Schnitt entlang der Linie A-A von 1.

Das insgesamt mit 10 bezeichnete Rolltor hat einen Rollpanzer 16 und eine insgesamt mit 24 bezeichnete Windlaststütze. Die Windlaststütze 24 hat eine Wandbefestigungseinrichtung 100 sowie einen damit an dem oberen Sturz 20 und seitlich befestigten Stützarm 29. Der Stützarm 29 kann wie in der Hauptpatentanmeldung beschrieben als Teleskoparm 27 ausgebildet sein. Mit dem unteren Ende ist der Stützarm 29 nahe der Schließkante des Rollpanzers 16 an dessen unteren Lamelle mit einer Mitnahmeeinrichtung 28 in einer Verschiebeführung (hier nicht näher dargestellt) gelagert, wie dies in der Hauptpatentanmeldung näher ausgeführt ist.

Die Wandbefestigungseinrichtung 100, die das obere Ende 102 des Stützarmes 29 an dem Sturz befestigt, hat eine Verschiebeführung 104, in der das obere Ende 102 des Stützarmes 29 in analoger Weise, wie das untere Ende des Stützarmes 29 an dem Rollpanzer 16 befestigt ist, in einer horizontaler Richtung P parallel zur Öffnungsebene verschiebbar geführt ist. Die Wandbefestigungseinrichtung 100 hat weiter einen Lenker 106, der einenends um eine zur Öffnungsebene (=Zeichnungsebene) senkrechte erste Achse 108 verschwenkbar an dem Sturz oder hier der Wandbefestigungseinrichung 100 und anderenends um eine zur Öffnungsebene (=Zeichnungsebene) senkrechte zweite Achse 110 schwenkbar an dem Stützarm 29 befestigt ist.

Die Wandbefestigungseinrichtung 100 ist mittels eines um die Wickelwelle 14 herumgreifenden Auslegers 32 an dem Sturz 20 oberhalb der durch den Rollabschluss 10 zu verschließenden Öffnung befestigt. Der Ausleger greift in dem Ausführungsbeispiel an einer Stange 120 an, die in etwa horizontal angeordnet ist und die Verschiebeführung 104 bildet oder trägt. Die Stange 120 ist auf einer Seite über die Breitenerstreckung des Rollpanzers und gegebenenfalls über dessen seitliche Führungsschienen hinaus geführt und mit einer Seitenwandkonsole 122 an einer die zu verschließende Öffnung berandenden Seitenwand befestigt. Am anderen Ende der Stange 120 ist das eine Ende des Lenkers 106 um die erste Achse 108 schwenkbar gelagert. Die Rollpanzerbreite ist in der 1 mit dem Bezugszeichen W bezeichnet. Die strichpunktierte Linie 124 bezeichnet die Mitte der Rollpanzererstreckung und die Mitte der zu verschließenden Öffnung. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich die erste Achse 108 in etwa auf dieser Mittellinie 124.

In der 1 ist die Schließposition 116 der Windlaststütze 24 bei vollständig geschlossenem Tor mit durchgezogenen Linien dargestellt. Die Öffnungslage 111 der Windlaststütze 24 bei vollständig geöffnetem Tor und eine Zwischenstellung 112 sind mit gestrichelten Linien dargestellt. Wie daraus leicht ersichtlich, verschiebt sich beim Schließen des Rolltores 10 das obere Ende 102 des Stützarmes 29 in der Verschiebeführung 104 von außen zur Mitte des Rolltores 10 hin.

Die Verschiebeführung 104 befindet sich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel auf der zum Rollpanzer hin gerichteten Innenseite der Stange 120. Sie kann ganz verschieden ausgeführt sein.

Beispielsweise könnte die Stange 120 selbst als Schiene dienen, die von einem entsprechenden Schlitten am oberen Ende des Stützarmes 29 umfasst wird. Andererseits könnte die Stange als geschlitztes Hohlprofil, beispielsweise als C-förmiges Profil ausgebildet sein, wobei in deren Inneren eine mit dem oberen Ende 102 des Stützarmes verbundene Rolle oder dergleichen läuft.

Für weitere Einzelheiten wird ausdrücklich auf die hier beigefügten Anmeldeunterlagen der Hauptpatentanmeldung verwiesen.


Anspruch[de]
  1. Windlast-Stützvorrichtung (24) für einen Rollabschluss (10), mit:

    • einer Wandbefestigungseinrichtung (100) zum Befestigen eines Endbereichs (102) der Windlast-Stützvorrichtung (24) an einer eine durch den Rollabschluss (10) zu verschließende Öffnung berandenden Wandung (20),

    • einem Stützarm (29, 27), der einenends an der Befestigungseinrichtung (100) angelenkt ist, in einer ausgerückten Position (116) zum Stützen eines mittleren Bereichs eines Flügels (16) des Rollabschlusses (10) gegen Windbeaufschlagung oder dergleichen geeignet ist und in einer zurückgezogenen Position (111) die Öffnung im wesentlichen freigibt, und

    • einer Mitnahmeeinrichtung (28), die an dem Flügel (16) angreifen kann, um den Stützarm (29, 27) bei Bewegung des Flügels (16) zwischen der ausgerückten (116) und der zurückgezogenen Position (111) oder umgekehrt mitzubewegen, insbesondere nach einem der auf die Windlaststützvorrichtung gestützten Ansprüche der Hauptpatenanmeldung 10 2004 009 520.9 bzw. des darauf zur Erteilung kommenden Hauptpatents,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Wandbefestigungseinrichtung (100) den Endbereich (102) der Windlast-Stützvorrichtung (24) zumindest mit einer senkrecht zur Schließbewegungsrichtung und parallel zur Öffnungsebene verlaufenden Richtungskomponente beweglich an der Wandung (20) lagert.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbefestigungseinrichtung (100) eine Verschiebeführung (104) und/oder eine Schwenkführung (106) für den Endbereich des Stützarmes (29, 27) hat.
  3. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützarm (29, 27) mit seinem oberen Endbereich (102) mittels eines Lenkers (106) schwenkbar an dem Sturz (20) und/oder der Wandbefestigungseinrichtung oberhalb der Öffnung befestigt ist.
  4. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebeführung (106) eine Führungsschiene aufweist, die von einer an dem Endbereich des Stützarmes (27, 29) befestigten Mitnahmeeinrichtung (28) um- oder hintergriffen wird.
  5. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbefestigungseinrichtung (100) eine Sturzbefestigung zum Befetigen an einem Sturz des Tores oberhalb einer Wickelwelle und eine Seitenbefestigungseinrichtung zur Befestigung an einer die Toröffnung berandenden Seitenwand aufweist.
  6. Rollabschluss, insbesondere nach einem der auf den Rollabschluss gerichteten Ansprüche der Hauptpatentanmeldung, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (24) nach einem der voranstehenden Ansprüche.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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