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Dokumentenidentifikation DE202004013243U1 10.11.2005
Titel Schrankmöbel mit Rollladen
Anmelder REHAU AG + Co, 95111 Rehau, DE
DE-Aktenzeichen 202004013243
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.11.2005
Registration date 06.10.2005
Application date from patent application 25.08.2004
IPC-Hauptklasse E06B 9/62
IPC-Nebenklasse E06B 9/84   E06B 9/58   A47B 96/20   E05F 3/00   E05D 15/16   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schrankmöbel, bei dem wenigstens ein Rollladen für das Öffnen und Schließen und Führungsschienen oder -nuten führbar ist, wobei der Rollladen an der Rückseite des Schrankmöbels mit einer Vorrichtung zum Gewichtsausgleich koppelbar ist.

Aus der DE 299 14 828 U1 ist eine solche Vorrichtung für den Gewichtsausgleich bekannt, welche aus einem um eine untere und eine obere Umlenkeinrichtung umlaufenden Endlosband besteht, an dessen einem Trum das rückseitige Ende des Rollladens angeschlossen ist, wobei etwa eine Hälfte des Endlosbandes über ihre gesamte Länge hinweg ein höheres Gewicht aufweist, als die jeweils andere Hälfte des Endlosbandes.

Die DE 299 21 294 U1 offenbart ein Schrankmöbel mit einer Jalousie, bei dem die Jalousie mit einem ihrer stirnseitigen Enden im oberen Bereich des Schrankmöbels mit einer durch eine Torsionsfeder belasteten Wickelvorrichtung verbunden und auf diese aufwickelbar ist, wobei ein Ende der Torsionsfeder mit der drehenden Wickelvorrichtung verbunden und das andere Ende der Torsionsfeder verdrehsicher festgelegt ist, wobei das feste Ende der Torsionsfeder über das stirnseitige Ende der Wickelvorrichtung hinaus vorsteht, etwa lotrecht zur Winkelachse abgewinkelt ist, über den Außenumfang der zumindest teilweise aufgewickelten Jalousie hinaus vorsteht und wahlweise in einer von konzentrisch zur Wickelachse angeordneten Rasten eines ortsfesten Beschlagteiles fixiert ist.

Weiterhin ist aus der DE 298 10 919 U1 ein Schrankmöbel mit einer Jalousie bekannt, welche im Bereich der Rückseite des Möbelstückes an einer Zugmechanik angeschlossen ist, bei der diese Zugmechanik aus zwei bandförmigen Federelementen besteht, die mit ihrem jeweils anderen Ende an einer am Möbelkorpus festgelegten Halterung angeschlossen sind, so dass sowohl im vollkommen geöffneten wie auch im vollkommen geschlossenen Zustand zumindest eines der Federelemente maximal vorgespannt ist und das Federelement bzw. die Federelemente aus einem elastischen Band bestehen.

Weiterhin ist aus der DE 200 00 179 U1 ein Schrankmöbel mit einer in den rückseitigen Bereich verschiebbaren Jalousie bekannt, bei der innenseitig ein Zugelement angeschlossen ist, welches auf einer durch eine Torsionsfeder belasteten Wickelvorrichtung im oberen Bereich des Schrankmöbels auf- und abwickelbar ist, wobei die Wickeleinrichtung aus einer die Torsionsfeder in sich aufnehmenden Rohrhülse besteht und die Torsionsfeder mit einem ihrer Enden mit einem ortsfesten Lagerbock verbunden ist und mit ihrem anderen Ende in Wirkverbindung mit der als Rohrhülse ausgebildeten Wickelvorrichtung steht.

Diese technischen Lösungen aus dem bekannten Stand der Technik, die ein möglichst leichtes und gleichmäßiges Bewegen des Rollladens beim Öffnen bzw. beim Schließen bewirken sollen, weisen den Nachteil auf, dass sowohl die verwendeten Federelemente als auch die erforderlichen Halterungen für diese Vorrichtungen kostenintensiv sind und bei ihrer Montage im Schrankmöbel zu einer Reduzierung des für den Endnutzer verfügbaren Schrankvolumens führen.

Weiterhin ist mit diesen technischen Ausführungen nur eine begrenzte Variabilität hinsichtlich unterschiedlicher Schrankbreiten bzw. Schrankhöhen gegeben.

Ein weiterer Nachteil wird darin gesehen, dass der Einbau, die Wartung sowie Reparatur dieser Vorrichtungen sehr zeit- und kostenaufwändig sind.

Weiterhin nachteilig wird gesehen, dass die Rollladen in ihrer gesamten Bewegung immer durch den jeweiligen Nutzer geführt werden müssen.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Schrankmöbel mit einem Rollladen zu schaffen, der die Nachteile des bekannten Standes der Technik überwindet und mit dem ein leichter und vor allem gleichmäßiger Lauf des Rollladens sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen gewährleistbar ist, wobei ein selbsttätiges, jedoch kontrolliertes Öffnen als auch Schließen erreichbar ist und so ein gewisser Komfort für den Endnutzer, bei verbessertem verfügbaren Schrankvolumen, erreichbar ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Das erfindungsgemäße Schrankmöbel ist dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Führungsschiene oder -nut mindestens eine mit dem Rollladen korrespondierende Dämpfungs- und Bremsvorrichtung integriert ist und dass die Vorrichtung zum Gewichtsausgleich ein über wenigstens ein Verbindungselement mit dem Rollladen verbindbares Gegengewicht ist.

Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, dass die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung ein drehbar gelagertes Element, ein mit diesem korrespondierendes Führungselement und ein Bremselement aufweist.

Das drehbar gelagerte Element kann als Zahnrad, Reibrad und dergleichen ausgebildet sein, während das korrespondierende Führungselement als Zahnstange, Reibleiste und dergleichen ausgebildet ist.

Es hat sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, dass das Bremselement ein Gehäuse ist, welches eine viskose Flüssigkeit, ein Gel, eine Feder oder ein Reibrad aufweist.

Weiterhin vorteilhaft hat sich herausgestellt, dass beispielsweise an dem drehbar gelagerten Element ein Verbindungselement angeordnet ist, mit dem dieses mit dem Rollladen verbindbar ist.

Es konnte überraschend festgestellt werden, dass das drehbar gelagerte Element jeweils in einer Richtung frei drehend und in die jeweils entgegengesetzte Richtung gebremst drehend ausgebildet ist. Somit lässt sich ein selbsttätiges und kontrolliertes Öffnen bzw. Schließen des Rollladens erreichen, wobei die Dimensionierung anhand der Schrankgröße bzw. Rollladengröße realisiert sein muss.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schrankmöbels ist das Führungselement der Dämpfungs- und Bremsvorrichtung ortsfest am Schrankmöbel angeordnet.

Das Führungselement kann weiterhin bei geschlossenem Rollladen an dessen freiem im oberen Bereich der Seitenteile des Schrankmöbels angeordneten Endes angebracht sein, wobei es jedoch auch im Rahmen der Erfindung liegt, dass das Führungselement bei geöffnetem Rollladen an dessen freiem Ende am Schrankmöbel ortsfest angeordnet ist. Bei bestimmten Schrankmöbeln kann es jedoch erforderlich sein, dass das Führungselement auch zwischen diesen Positionen liegend angeordnet ist.

Es konnte weiterhin vorteilhafterweise festgestellt werden, dass die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung beidseitig an den Seitenwänden des Schrankmöbels anordenbar ist, was wiederum abhängig von der Schrankgröße und damit sowohl der Größe als auch des Gewichts des Rollladens ist.

Es hat sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, dass die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung direkt am ersten bzw. letzten Profilelement des Rollladens bzw. auch an einer am Rollladen angebrachten Griffleiste anordenbar ist.

So erfolgt beispielsweise beim Öffnen des Rollladens, bei dem dieser nach oben angehoben werden muss, eine Reduzierung der aufzuwendenden Kraft des Nutzers durch das an der Rückseite befindliche Gegengewicht, welches über das Verbindungselement mit dem Rollladen verbunden ist.

Wird zum Öffnen des Schrankmöbels der Rollladen weiter nach oben geschoben bzw. durch das Gegengewicht gezogen, so läuft der Rollladen auf Grund seines Eigengewichtes weiter nach hinten und würde ungebremst auf den hinteren Anschlag bzw. auf das Gegengewicht aufschlagen. Um diese entstehenden Geräusche sowie eine Beschädigung des Rollladens zu vermeiden, ist an geeigneter Stelle eine Dämpfungs- und Bremsvorrichtung angeordnet, die ein Abbremsen der Bewegung beim Eingreifen des drehbar gelagerten Elementes, beispielsweise eines Zahnrades, in das korrespondierende Führungselement, beispielsweise eine Zahnstange, durch die damit entstehende Rollreibung erfolgt.

Ein weiteres Abbremsen wird dadurch realisiert, dass das drehbare Element in seiner Rotationsbewegung durch das Bremselement, beispielsweise die in einem Gehäuse befindliche viskose Flüssigkeit, abbremsbar ist. Dabei ist das drehbar gelagerte Element und das Bremselement so ausgebildet, dass das drehbar gelagerte Element jeweils in einer Richtung frei drehend, also ungebremst, und in die jeweils entgegengesetzte Richtung gebremst drehend ausgebildet ist. Das Gegengewicht des Schrankmöbels ist über das Verbindungselement so mit dem Rollladen verbunden, dass in der Position, in der der Rollladen etwa im Gleichgewicht steht, das Gegengewicht am Boden aufsetzt. Das Gegengewicht ist vorteilhafterweise vom Gewicht her etwas leichter dimensioniert als der Rollladen selbst. Nachdem die Wirkung des Gegengewichtes durch das Aufsetzen entfällt, setzt die Wirkung der Dämpfungs- und Bremsvorrichtung ein.

Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, dass das Gegengewicht Gleitelemente aufweist, mithilfe derer es in den Führungsschienen oder -nuten des Schrankmöbels führbar ist. Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass das Gegengewicht über andere geeignete Hilfsmittel am Schrankmöbel führbar ist.

Die Erfindung soll an vorteilhaften Ausführungsbeispielen näher beschrieben werden, wobei diese die Erfindung nicht einschränken.

Es zeigen:

1 Darstellung des Schrankmöbels von vorne

2 Darstellung des Schrankmöbels von hinten

3 Detaildarstellung der Verbindung des Rollladens mit dem Gegengewicht

4 Detaildarstellung der Dämpfungs- und Bremsvorrichtung

1 zeigt eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Schrankmöbels 1 von vorne, wobei der Rollladen 2 in fast geschlossener Stellung angeordnet ist. In den Seitenwänden 11 des Schrankmöbels 1 sind Führungsnuten 3 eingebracht, in der der Rollladen 2, welcher aus einzelnen Profilelementen besteht, führbar ist. An dem Schrankmöbel 1 ist kein Deckel dargestellt, so dass die an der Seitenwand 11 des Schrankmöbels 1 angeordnete Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 erkennbar ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist oberhalb der im oberen Bereich der Seitenwand 11 des Schrankmöbels 1 eingebrachten Führungsnut 3 das Führungselement 8 der Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 erkennbar. Dieses Führungselement 8 ist ein rechtwinklig ausgebildetes Profil, welches an seiner nach unten dem Rollladen 2 zuweisenden Seite als Zahnstange ausgebildet ist. Das Führungselement 8 kann sowohl linear geradlinig aber auch gebogen ausgeführt sein.

Die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 ist so ausgebildet, dass das hier nicht sichtbare drehbar gelagerte Element in Richtung der Öffnung des Rollladens 2 frei drehend und in die entgegengesetzte Richtung gebremst drehend ausgebildet ist.

Weiterhin ist dargestellt, dass an der Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 das als Seil 5 ausgebildete Verbindungselement angeordnet ist, welches über ein Umlenkelement 15 zur Rückseite 13 des Schrankmöbels 1 geführt ist. Die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 ist in diesem Ausführungsbeispiel oberhalb des Zwischenbodens 12 des Schrankmöbels 1 an einer Seitenwand 11 angeordnet. Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 an beiden Seitenwänden 11 des Schrankmöbels 1 anordenbar ist.

In 2 ist eine perspektivische Ansicht des Schrankmöbels 1 in einer Ansicht von hinten dargestellt. Der Rollladen 2 verschließt den Schrankmöbel 1 noch und wird in den Führungsschienen/-nuten 3 geführt. Der Rollladen 2 ist über die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 mittels des Seiles 5 mit dem Gegengewicht 4 verbunden. Das Seil 5 wird über das an der Seitenwand 11 des Schrankmöbels 1 befestigte Umlenkelement 15 geführt.

Das Gegengewicht 4 weist an seinen vier Ecken Gleitelemente 41 auf, die so ausgebildet sind, dass sie in den Führungsschienen/-nuten 3 der Seitenwände 11 des Schrankmöbels 1 führbar sind. Die Gleitelemente 41 des Gegengewichtes 4 weisen an ihrem oberen freien Ende eine Befestigungsvorrichtung für das Seil 5 auf. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 oberhalb des Zwischenbodens 12 an der Seitenwand 11 des Schrankmöbels 1 angeordnet. Beim Öffnen des Schrankmöbels 1 muss der Rollladen 2 nach oben angehoben werden. Um die dabei aufzuwendende Kraft des Nutzers möglichst gering zu halten, wirkt das Gegengewicht 4 so, indem es der Schwerkraft folgend im hinteren Bereich der Rückwand 13 des Schrankmöbels 1 nach unten sich bewegend den Rollladen 2 über das Seil 5 nach oben zieht. Das Gegengewicht 4, welches etwas leichter ausgeführt ist als der Rollladen 2 setzt beim Öffnen im unteren Bereich des Schrankmöbels 1 dann auf, wenn der Rollladen 2 sich im Gleichgewicht befindet. Wird der Schrankmöbel 1 weiter geöffnet, muss der Rollladen 2 weiter nach oben bewegt werden, so dass der Rollladen 2 auf Grund seines Eigengewichtes an der Rückseite 13 des Schrankmöbels 1 ungebremst auf den hinteren Anschlag bzw. auf das Gegengewicht 4 aufläuft und so ungewünschte Geräusche entstehen bzw. auch der Rollladen 2 beschädigt werden könnte. Damit dies nicht passiert, ist eine weitere Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 an der linken Seitenwand 11 des Schrankmöbels 1 angeordnet, welcher in dieser Darstellung nicht erkennbar ist.

Die 3 zeigt eine Detailansicht des Schrankmöbels 1 mit der Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6. Der abschnittsweise erkennbare Rollladen 2 ist in einer Führungsschiene 3 geführt, wobei oberhalb der Führungsschiene 3 an der Seitenwand 11 des Schrankmöbels 1 das Führungselement 8 der Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 angeordnet ist. Das Führungselement 8 ist in diesem Beispiel im Querschnitt rechtwinklig und ist an seiner nach unten weisenden Seite als Zahnstange ausgebildet. Am Rollladen 2 ist das Bremselement 9 angeordnet, welches mit dem drehbar gelagerten Element 7 verbunden ist. Das drehbar gelagerte Element 7 greift in das als Zahnstange ausgebildete Führungselement 8 ein und ist jedoch so ausgebildet, dass es in diese Bewegungsrichtung frei drehend, aber in die entgegengesetzte Richtung gebremst drehend wirkt. Am Bremselement 9 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Halteelement 91 angeordnet, an dem das als Seil 5 ausgebildete Verbindungselement befestigbar ist. Das Seil 5 ist über das an der Seitenwand 11 des Schrankmöbels 1 angeordnete Umlenkelement 15 geführt, welches in diesem Ausführungsbeispiel drehbar gelagert ist. Gegenüber dem Umlenkelement 15 ist ein in einem Radius ausgebildetes Führungselement 8 angeordnet.

Hinter der Rückwand 13 des Schrankmöbels 1 sind in der Seitenwand 11 Führungsschienen/-nuten 3 erkennbar, in denen über das Gleitelement 41 das Gegengewicht 4 geführt ist. Am Gleitelement 41 des Gegengewichtes 4 ist das Seil 5 befestigt.

Soll nun der Rollladen 2 aus der hier nicht dargestellten geöffneten Position in die bereits dargestellte geschlossene Position geführt werden, so greift beim Erreichen des drehbaren Elementes 7 mit dem dem Umlenkelement 15 gegenüberliegenden korrespondierenden Führungselement 8 die Wirkung des am drehbaren Element 7 angeordneten Bremselementes 9. Der Rollladen 2 hat zu diesem Zeitpunkt etwa seinen Gleichgewichtszustand und würde beim weiteren Schließen ungebremst vor dem Nutzer herunterfallen. Durch die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 wird jedoch diese Bewegung entsprechend ihrer Dimensionierung abgebremst.

Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, dass der Nutzer beim Schließen des Rollladens 2 zuerst nur das Eigengewicht des Rollladens 2 überwinden muss, da das Gegengewicht 4 über die Länge des Seiles 5 nicht bewegt werden muss. Das Gegengewicht 4 bremst beim Abheben vom Untergrund noch zusätzlich den Rollladen 2 in seiner Schließbewegung.

In einem weiteren, hier nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 beispielsweise auf dem Zwischenboden 12 des Schrankmöbels 1 angeordnet, wobei die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 auch an der Rückwand 13 des Schrankmöbels 1 anordenbar ist.

In 4 ist eine Detailzeichnung der Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel ist das drehbar gelagerte Element 7 als Zahnrad ausgebildet und das Führungselement 8 als an der Seitenwand 11 des Schrankmöbels 1 angeordnete ortsfeste im Querschnitt rechtwinklige Zahnstange. Das drehbar gelagerte Element 7 ist am Bremselement 9 angeordnet, wobei das Bremselement 9 in diesem Ausführungsbeispiel als flüssigkeitsdichtes Gehäuse ausgelegt ist und eine viskose Flüssigkeit enthält. Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass das Bremselement 9 ein Gel, eine Spiralfeder bzw. ein Reibrad enthält. Am Bremselement 9 ist ein Halteelement 91 angeordnet, an welchem das als Seil 5 ausgebildete Verbindungselement befestigt ist. Gegenüber dem drehbaren Element 7 ist das Verbindungselement 10 angeordnet, welches in diesem Ausführungsbeispiel in einem einzelnen Element des Rollladens 2, einen sog. Rollladenstab, eingebracht ist. Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass das Bremselement 9 und das drehbar gelagerte Element 7 direkt in einem einzelnen Element des Rollladens 2 einbringbar sind. Bei einer Bewegung des Rollladens 2 erreicht das drehbar gelagerte Element 7 das Führungselement 8 wie hier dargestellt.

Beim Eingreifen des drehbaren Elementes 7, welche in diesem Beispiel als Zahnrad ausgebildet ist, in das Führungselement 8, welches als Zahnstange ausgebildet ist, wird das Zahnrad in Rotationsbewegung versetzt, welche über eine hier nicht dargestellte Welle in das Bremselement 9 übertragbar ist. Durch das Bremselement 9, in diesem Fall die im flüssigkeitsdichten Gehäuse eingebrachte viskose Flüssigkeit, wird diese Rotationsbewegung des drehbaren Elementes 7 zumindest in eine Richtung abgebremst, so dass der Rollladen 2 in seiner durch sein Gewicht verursachten Bewegung abbremsbar ist. Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung 6 an anderen Positionen des Schrankmöbels 1 anordenbar ist.


Anspruch[de]
  1. Schrankmöbel, bei dem wenigstens ein Rollladen für das Öffnen und Schließen in Führungsschienen oder -nuten führbar ist, wobei der Rollladen an der Rückseite des Schrankmöbels mit einer Vorrichtung zum Gewichtsausgleich koppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Führungsschiene oder -nut (3) mindestens eine mit dem Rollladen (2) korrespondierende Dämpfungs- und Bremsvorrichtung (6) integriert ist und dass die Vorrichtung zum Gewichtsausgleich ein über wenigstens ein Verbindungselement mit dem Rollladen (2) verbindbares Gegengewicht (4) ist.
  2. Schrankmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung (6), ein drehbar gelagertes Element (7), ein mit diesem korrespondierendes Führungselement (8) und ein Bremselement (9) aufweist.
  3. Schrankmöbel nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das drehbar gelagerte Element (7) als Zahnrad, Reibrad und dergleichen ausgebildet ist.
  4. Schrankmöbel nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (8) als Zahnstange, Reibleiste und dergleichen ausgebildet ist.
  5. Schrankmöbel nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremselement (9) als Gehäuse ausgebildet ist, welches eine viskose Flüssigkeit, ein Gel, eine Feder und dergleichen aufweist.
  6. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremselement (9) am / im drehbar gelagerten Element (7) angeordnet ist.
  7. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (8) ortsfest am Schrankmöbel (1) angeordnet ist.
  8. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das an dem Bremselement (9) und / oder dem drehbaren Element (7) ein Verbindungselement (10) angeordnet ist.
  9. Schrankmöbel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (10) die Dämpfungs- und Bremsvorrichtung (6) mit dem Rollladen (2) verbindet.
  10. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass drehbar gelagerte Element (7) jeweils in einer Richtung frei drehend und in die jeweils entgegengesetzte Richtung gebremst drehend ausgebildet ist.
  11. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (8) der Dämpfungs- und Bremsvorrichtung (6) bei geschlossenem Rollladen (2) an dessen freiem Ende angeordnet ist.
  12. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (8) der Dämpfungs- und Bremsvorrichtung (6) bei geöffnetem Rollladen (2) an dessen freiem Ende angeordnet ist.
  13. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement als Seil (5), Feder, Gummi und dergleichen ausgebildet ist.
  14. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegengewicht (4) in den an den Seitenwänden (11) auf der Rückseite des Schrankmöbels (1) angeordneten Führungsschienen (3) führbar ist.
  15. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegengewicht (4) wenigstens ein mit den Führungsschienen oder -nuten (3) kommunizierendes Gleitelement (41) aufweist.
  16. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement über ein ortsfest mit dem Schrankmöbel (1) verbundenes Umlenkelement (15) führbar ist.
  17. Schrankmöbel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens Umlenkelement (15) drehbar gelagert ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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