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Dokumentenidentifikation DE202005004236U1 10.11.2005
Titel Halterung für Solarmodule am Dach
Anmelder Fleck, Oskar, 45711 Datteln, DE
Vertreter Dr. Hoffmeister & Tarvenkorn, 48147 Münster
DE-Aktenzeichen 202005004236
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.11.2005
Registration date 06.10.2005
Application date from patent application 16.03.2005
IPC-Hauptklasse H01L 31/052
IPC-Nebenklasse E04D 13/18   F24J 2/52   E04D 1/30   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein an einem Dacheindeckungselement, wie Dachpfanne, angebrachte Halterung zur lösbaren Befestigung eines Gegenstandes, insbesondere eines Solarmoduls, mit der sich die Lage des aufgenommenen Gegenstandes gegenüber dem Dacheindeckungselement verstellen und festlegen läßt, aufweisend:

  • – wenigstens eine über das Dacheindeckungselement hinausragende und mit diesem verbundene, aus wenigstens zwei Stützelementen bestehende Stütze für einen Aufnahmekopf, mit dem der Gegenstand zu haltern ist,
  • – wenigstens ein die Stütze tragendes und auf dem Dacheindeckungselement flach aufliegendes Basiselement, welches um eine gegenüber dem Dacheindeckungselement senkrecht angeordnete Drehachse verschwenkbar und an dem Dacheindeckungselement fixierbar ist.

Eine Halterung der eingangs genannten Art ist der DE 203 04 099.6 des Anmelders zu entnehmen. Die Stütze weist ein mit dem Basiselement verbundenes Gelenkwerk, wie Gelenkviereck, und gegebenenfalls ein weiteres, den Aufnahmekopf tragendes Stützelement auf, das an dem Gelenkviereck ebenfalls gelenkig angebracht ist. Diese Halterung hat sich in der Praxis bewährt, jedoch besteht der Bedarf an Vereinfachung der Konstruktion und Verbesserung ihrer Stabilität.

Diese Aufgabe ist durch eine gattungsgemäße Halterung gelöst, bei der

  • – die Stütze wenigstens einen mit dem Basiselement verbundenen Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt aufweist, an dem ein Aufnahmekopf-Halter aufgesetzt ist,
  • – der Aufnahmekopf-Halter entlang einer durch eine Peripherie des Radkranz- oder Rundscheibenabschnittes definierten Kreisbogenlinie verstellbar und über wenigstens ein Fixierelement an dem Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt feststellbar ist,
  • – und bei der das Fixierelement an der Kreisbogenlinie liegt.

Das Basiselement kann in Form einer flachen Rundscheibe oder eines Flachringes vorliegen. An der Rundscheibe bzw. an dem Flachring kann wenigstens eine peripher angeordnete Öffnung eingebracht sein. Die peripheren Öffnungen können Bohrungen oder kreisbogenförmige Langlöcher sein.

An der Rundscheibe kann auch eine mittige Öffnung angeordnet sein, die mit einer an dem Dacheindeckungselement eingebrachten Öffnung koinzidiert, so dass in die beiden Öffnungen ein Bolzen- oder Schraubenelement eingeführt werden kann, die die vorgenannte, gegenüber dem Dacheindeckungselement senkrecht verlaufende Drehachse bildet.

Der Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt kann lösbar oder fest mit dem Basiselement verbunden, beispielsweise einstöckig mit diesem ausgeführt sein. Er kann aber auch um eine parallel zu einer Flachseite des Basiselementes liegende Drehachse verschwenkbar sein.

Sowohl am verstellbaren Aufnahmekopf-Halter als auch am Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt können mehrere Öffnungen bzw. Bohrungen zum Einstecken des Fixierelementes eingebracht sein. Vorzugsweise sind die Bohrungen an beiden Stützelementen voneinander jeweils in gleichem Abstand angeordnet, so dass zwecks Stabilität der Verbindung wenigstens zwei Fixierelemente eingesetzt werden können.

Der Aufnahmekopf-Halter kann an seinem dem Aufnahmekopf abgewandten Ende ebenfalls als Radkranzabschnitt ausgeführt sein, welcher im montierten Zustand das untere wenigstens teilweise umgreift oder an diesem aufliegt.

Der Aufnahmekopf-Halter kann auch verschwenkbar am unteren Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt angeordnet sein. Bei dieser Ausführungsform kann der Aufnahmekopf-Halter über eine Drehachse mit dem Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt verbunden sein, die zwischen dem Basiselement und der Kreisbogenlinie liegt.

Bei einer anderen Ausführungsform weist die Stütze wenigstens ein mit dem Basiselement verbundenes Kugel- oder Kalottenelement auf, an dem der Aufnahmekopf-Halter aufgesetzt ist. Der Aufnahmekopf-Halter ist gegenüber dem Kugel- oder Kalottenelement entlang wenigstens einer durch die Sphäre des Kugel- oder Kalottenelementes definierten Kreisbogenlinie verstellbar und über wenigstens ein Fixierelement an dem sphärischen Stützteil feststellbar. Der Aufnahmekopf-Halter kann ebenfalls sphärisch sein. Ein gemeinsames Konstruktionsprinzip der beiden Ausführungsformen ist also die Verstell- und Festlegbarkeit des Aufnahmekopf-Halters an dem unteren Stützelement, und zwar entlang der vorgenannten Kreisbogenlinie.

Als Fixierelemente können Gewindestäbe oder -hülsen bzw. Mutterschrauben, insbesondere Schrauben mit Flügelmutter oder Rändelschrauben zum Einsatz kommen. Für die sphärischen, unteren Stützteile empfiehlt sich, Schrauben mit selbsthemmendem Gewinde auszuwählen, die in entsprechenden, gegebenenfalls verstärkten Gewindeöffnungen am oberen Aufnahmekopf-Halter einzudrehen sind.

Das untere, als Radkranzabschnitt ausgeführte Stützteil kann mit Versteifungen versehen sein, die beispielsweise speichelartig verlaufen. Das untere Stützteil kann auch als eine volle Rundscheibe vorliegen.

Der Vorteil der Halterung gemäß Erfindung besteht insbesondere darin, dass der Aufnahmekopf-Halter an wenigstens zwei Punkten an dem unteren Stützelement sicher fixiert werden kann und dadurch der Stabilität zugute kommt. Dadurch, dass die neue Halterung eine außergewöhnliche Form hat, wirkt sie ästhetisch ansprechend.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Halterung gemäß der Erfindung nicht nur für Solarmodule, aber auch für andere vornehmlich flache Gegenstände, beispielsweise für Werbetafeln, zum Einsatz kommen kann. Mit der Halterung lassen sich auch flache oder schüsselartige Satellitenspiegel am Dach anbringen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand der Zeichnung näher beschrieben. Die Figuren zeigen:

1a und 1b eine erste Halterung mit radkranzförmiger Stütze vor und nach dem Aufsetzen des Aufnahmekopf-Halters am unteren Stützelement, in einer Seitenansicht;

1c die Halterung gemäß der 1a in einer perspektivischen, vereinfachten Darstellung;

2 einen Schnitt A-A gemäß der 1b;

3 eine zweite Ausführungsform der radkranzförmigen Stütze in einer schematischen perspektivischen Ansicht;

4 ein Basiselement der Halterung gemäß der 3, in Draufsicht auf seine Flachseite;

5 eine andere Ausführungsform der Halterung, mit einem verschwenkbaren Aufnahmekopf-Halter und einem unteren Stützelement in Form eines Rundscheibenabschnittes, in einer Seitenansicht;

6 ein Basiselement der Halterung gemäß der 5, in Draufsicht auf seine Flachseite;

7 einen Schnitt B-B gemäß der 5;

8 eine andere Ausführungsform der Halterung mit einem verschwenkbaren Aufnahmekopf-Halter, in einer schematischen perspektivischen Ansicht;

9 eine Halterung mit sphärischen Stützelementen, in einer Seitenasicht;

10 die Halterung gemäß 9 in Draufsicht;

11 eine weitere Ausführungsform der Halterung mit sphärischen Stützelementen, ebenfalls in einer Seitenasicht; und

12 einen Aufnahmekopf in einer schematischen, perspektivischen Ansicht.

Die 1a bis 1c zeigen eine an einem Dacheindeckungselement 1 angebrachte Halterung 100 zur lösbaren Befestigung von Solarmodulen 50, welche sich im Wesentlichen aus einer zweiteiligen Stütze 5 für einen Aufnahmekopf 10, einem auf dem Dacheindeckungselement 1 flach aufliegenden, drehtellerförmigen Basiselement 4 und einer unterhalb des Dacheindeckungselementes 1 liegenden und mit diesem fest verbundenen Verstärkungsplatte 42 zusammensetzt. Die Verstärkungsplatte 42 ist an ihrer firstseitigen Kante 44 abgewinkelt und an einer Dachlatte 49 eingehängt.

Die Stütze 5 besteht aus einem unteren, mit dem Basiselement 4 fest verbundenen Radkranzabschnitt 2 und einem oberen Aufnahmekopf-Halter 6, der an seinem auf den unteren Radkranzabschnitt 2 gerichteten Ende 38 ebenfalls einen Radkranzabschnitt 12 aufweist. Die Adjektive „obere" und „untere" beziehen sich auf die am Dach angebrachte Halterung. Am unteren Radkranzabschnitt 2 sind mehrere peripher angeordnete, runde, durchgehende Öffnungen 30 eingebracht, deren Mittelpunkte eine mit B bezeichnete Kreisbogenlinie beschreiben.

Der obere Radkranzabschnitt 12 ist gegenüber dem unteren wesentlich kürzer und weist einen U-förmigen Querschnitt Q2 auf. An dem kürzeren Radkranzabschnitt 12 sind wenigstens zwei, im vorliegenden Fall drei durchgehende Öffnungen 31 angeordnet. Der längere Radkranzabschnitt 2 weist einen rechteckigen Querschnitt Q1 auf, wie insbesondere der 2 zu entnehmen ist. Da der kürzere Radkranzabschnitt 12 den unteren umgreift (vgl. 1b und 2) und die Öffnungen 30, 31 der beiden Radkranzabschnitte 2; 12 jeweils im gleichen Abstand F voneinander liegen, kann der kürzere Radkranzabschnitt 12 stabil am längeren mittels Fixierelemente 54.1, 54.2 befestigt werden. Die 1b und 2 zeigen schraubenartige Fixierelemente 54.1, 54.2 mit Flügelmuttern. Selbstverständlich ist möglich, eine andere Anordnung zu wählen (nicht dargestellt), bei der der obere, kürzere Radkranzabschnitt 12 in seinem Querschnitt rechteckig und der untere U-förmig ist.

Das runde Basiselement 4 ist um eine senkrecht zum Dacheindeckungselement 1 angeordnete Drehachse A1 drehbar und praktisch in vollem Kreisumfang feststellbar. Zu diesem Zweck sind am Basiselement 4 zwei periphere, kreisbogenartig verlaufende Öffnungen 41.1, 41.2 eingearbeitet (vgl. Langlöcher 4). Anstelle der Langlöcher können mehrere am Kreisumfang verteilte Bohrungen eingebracht sein.

Dementsprechend sind an der Verstärkungsplatte 42 und an dem Dacheindeckungselement 1 jeweils zwei im montierten Zustand übereinander liegende Bohrungen 52,1. 52.2; 53.1, 53.2 zur Aufnahme von ebenfalls in 4 gezeigten Schraubverbindungen 17.1, 17.2 vorgesehen. In Draufsicht auf das Basiselement 4 (vgl. 4) sind die in die Langlöcher und Bohrungen 52,1. 52.2 und 53.1, 53.2 eingelassenen Elemente der Schraubverbindungen 17.1, 17.2 sich gegenüber liegend in einem maximalen, auf den Kreis bezogenen Abstand C (etwa längs einer Durchmesserlinie) voneinander angeordnet. Selbstverständlich können mehrere Bohrungen und Fixierelemente vorgesehen sein. Für eine Festlegung des Basiselementes 4 und damit des unteren Radkranzabschnittes 2 gegenüber dem Dacheindeckungselement 1 reichen jedoch die oben beschriebenen zwei Schraubverbindungen 17.1, 17.2 völlig aus. Außerdem kann eine in den 1a und 1b gezeigte, mittig am Basiselement 4 angeordnete Schraubverbindung 51 angezogen werden, die die vorgenannte Drehachse A1 bildet. Aus den 1a und 1b ist ersichtlich, dass der obere Aufnahmekopf-Halter 6 entlang der Kreisbogenlinie B beliebig verstellt und dort sicher mit dem unteren Radkranzabschnitt 2 verschraubt werden kann. Darüber hinaus kann die beschriebene Halterung 100 um die Drehachse A1 verschwenkt und entlang der Kreisbogenlinie B verstellt werden, sie ist also in allen Himmelsrichtungen einstellbar.

Bei einer in 3 dargestellten Ausführungsform (Bezugszahl 200) handelt sich um eine Stütze 15, die einen mit zwei Versteifungs-Paaren 23.1, 23.2; 24.1, 24.2 versehenen Radkranzabschnitt 3 aufweist. Die Versteifungs-Paare 23.1, 23.2; 24.1; 24.2 sind speichenartig angeordnet. Der Radkranzabschnitt 3 ist um eine parallel zu einer Flachseite 34 des Basiselementes 4 liegende Drehachse A2 verschwenkbar am Basiselement 4 angeordnet.

Die beiden Versteifungen des ersten Versteifungs-Paares 23.1, 23.2 sind zueinander parallel und voneinander in einem Abstand D angeordnet. An das erste Versteifungs-Paar 23.1, 23.2 schließt sich das zweite, senkrecht zu dem ersten angeordnete Versteifungs-Paar 24.1, 24.2 an, wobei die beiden Versteifungen des zweiten Versteifungs-Paares eine parallel zu einer Flachseite 34 des Basiselementes 4 angeordnete Sekante S beschreiben und zwischen sich im Bereich der senkrecht zulaufenden Versteifungen des ersten Versteifungs-Paares 23.1, 23.2 eine im wesentlichen dem Abstand D entsprechende Unterbrechung 26 belassen.

Ferner sind am ersten Versteifungs-Paar 23.1, 23.2 mit der Drehachse A2 koinzidierende Öffnungen 27.1, 27.2 eingebracht. Die Drehachse A2 ist durch einen Bolzen 22 gebildet, der über die Öffnungen 27.1, 27.2 des ersten Versteifungs-Paares 23.1, 23.2 und eine weitere Öffnung 28 eines dazwischen liegenden, in die Unterbrechung 26 placierten Vorsprungs 29 des Basiselementes 4 geführt ist.

Ein Aufnahmekopf-Halter 7 ist dem aus den 1a bis 1c ähnlich, mit dem Unterschied, dass sein Radkranzabschnitt 16 in seinem Querschnitt rechteckig ist und an dem unteren Radkranzabschnitt 3 aufliegt.

Sowohl an dem Radkranzabschnitt 3 als auch am Aufnahmekopf-Halter 7 (vgl. 3) sind ebenfalls durchgehende Öffnungen 30; 31 (Bohrungen) eingebracht, deren Achsen A4 jedoch etwa radial auf die Mitte des Basiselementes 4 gerichtet und in dem vorgenannten Abstand F voneinander angeordnet sind. Bei der Montage des Aufnahmekopf-Halters 7 am unteren Radkranzabschnitt 3 werden die schraubenartigen Fixierelemente 54.1, 54.2 in die Öffnungen 30; 31 eingeführt.

Eine Halterung 300 ist in 8 in einer schematischen perspektivischen Ansicht dargestellt. Die Halterung 300 besteht aus dem runden, mit peripheren Langlöchern versehenen Basiselement 4 und einer zweiteiligen Stütze 25, welche einen unteren Rundscheibenabschnitt 13 und einen Aufnahmekopf-Halter 8 aufweist. Der Rundscheibenabschnitt 13, hier: nahezu volle Rundscheibe aus Kunststoff ist einstückig mit einem prismatischen Stützelement 18 ausgeführt, das wiederum fest mit dem drehbaren Basiselement 4 verbunden ist. Die Drehachse A1, Dacheindeckungselement 1 sowie Verstärkungsplatte 42 sind aus zeichnerischen Gründen weggelassen.

Der die Rundscheibe teils umgreifender Aufnahmekopf-Halter 8 ist als hohler, in Seitenansicht etwa halbkreisförmiger Rundscheibenabschnitt ausgeführt, an dem ähnlich, wie bei dem in 1a gezeigten Radkranzabschnitt 2, periphere Öffnungen 31 eingearbeitet sind. Der Aufnahmekopf-Halter 8 ist über eine Drehachse A3 verschwenkbar an der Rundscheibe befestigt, wobei die Drehachse A3 im Mittelpunkt der Rundscheibe liegt. Der Aufnahmekopf-Halter 8 ist ebenfalls mit in die Öffnungen 30, 31 einführbaren Fixierelementen 54.1, 54.2 an der Rundscheibe festlegbar.

Eine weitere, in den 5, 6 und 7 gezeigte Halterung 400 weist ebenfalls eine zweiteilige Stütze 35 auf, die aus einem dem mit dem Basiselement 4 fest verbundenen, etwa halbkreisförmigen Rundscheibenabschnitt 20 und aus einem über die Drehachse A3 am Rundscheibenabschnitt 20 verschwenkbar aufgesetzten Aufnahmekopf-Halter 9 besteht, wobei die Drehachse A3 zwischen dem Basiselement 4 und der Peripherie 11 des Rundscheibenabschnittes 20, vorzugsweise jedoch in einer geringen Höhe H oberhalb des Basiselementes 4 liegt. Der Aufnahmekopf-Halter 9 selbst kann ein- oder mehrteilig sein. In der in 5 und 7 schematisch gezeigten Ausführung besteht der Aufnahmekopf-Halter 9 aus zwei parallel zueinander liegenden Plattenelementen 59.1, 59.2 aus Kunststoff, die jeweils mit zwei Öffnungen 31 zum Einstecken von Fixierelementen 54.1, 54.2 versehen sind. Die Plattenelemente 59.1, 59.2 sind im vorliegenden Fall direkt mit einer Profilleiste des Aufnahmekopfes 10 verbunden. An der Peripherie 11 des Rundscheibenabschnittes 20 sind mehrere Öffnungen 30, wie bei der ersten Ausführungsform der Halterung (Bezugszahl 100), versehen, welche ebenfalls die vorgenannte Kreisbogenlinie B beschreiben. Die Halterung 400 zeichnet sich durch ein sehr simples Konstruktionsprinzip aus, das eine stabile Befestigung und einfache Verstellung des Aufnahmekopf-Halters 9 gewährleistet.

Eine andere Ausführungsform der Halterung (Bezugszahl 600) zeigt sphärische Teile einer zweiteiligen Stütze 55. Die Stütze 55 besteht aus einem Kalottenelement 33 und einem an diesem ebenfalls über eine Drehachse A3 verschwenkbar aufgesetzten Aufnahmekopf-Halter 57. Das aus Kunststoff gefertigte Kalottenelement 33 ist hohl und mit einem ringförmigen Basiselement 14 ausreichend versteift. Vorzugsweise ist das Kalottenelement 33 einstückig mit dem ringförmigen Basiselement 14 ausgeführt (vgl. 9 und 10). An dem Basiselement 14 sind zwei gegenüber liegende, periphere Öffnungen 48.1, 48.2 in Form von kreisbogenartig verlaufenden Langlöchern eingebracht, die das Drehen mit dem Basiselement und seine Festlegung am Dacheindeckungselement 1 ermöglichen. Hierbei wird auf die oben beschriebenen Ausführungsformen 100; 200 und dort gezeigte Schraubenverbindungen 17.1, 17.2 zur Festlegung des Basiselementes verwiesen.

Der sphärische Aufnahmekopf-Halter 57 hat eine wesentlich kleinere Oberfläche als die des Kalottenelementes 33, so dass praktisch im ganzen Winkelbereich = 2&Pgr; um einen gewünschten Winkel &bgr; (vgl. 9) verstellt und mittels wenigstens eines Fixierelementes 58 am Kalottenelement 33 festgelegt werden kann.

Schließlich zeigt die 11 eine Halterung 500, deren Stütze 45 sich aus einem mit dem Basiselement 4 verbundenen Kugelelement 32 und einem am Kugelelement 32 verstellbaren und dort festlegbaren, kalottenförmigen Aufnahmekopf-Halter 56 zusammensetzt. Der Aufnahmekopf-Halter 56 ist um eine Drehachse A3, ähnlich wie bei der Halterung 300 (8) verschwenkbar und ebenfalls mit wenigstens einem schraubenartigen Fixierelement 58 an dem Kugelelement feststellbar.

Der in 12 dargestellte Aufnahmekopf 10 ist durch zwei sich kreuzende Flachleisten 39.1, 39.2 gebildet ist, die jeweils beidseitig mit entsprechend abgekröpften Halteelementen 40 enden.


Anspruch[de]
  1. An einem Dacheindeckungselement (1), wie Dachpfanne, angebrachte Halterung (100; 200; 300; 400) zur lösbaren Befestigung eines Gegenstandes, insbesondere eines Solarmoduls, mit der sich die Lage des aufgenommenen Gegenstandes gegenüber dem Dacheindeckungselement verstellen und festlegen läßt, aufweisend:

    – wenigstens eine über das Dacheindeckungselement hinausragende und mit diesem verbundene Stütze (5; 15; 25; 35) für einen Aufnahmekopf (10), mit dem der Gegenstand zu haltern ist,

    – wenigstens ein die Stütze (5; 15; 25; 35) tragendes und auf dem Dacheindeckungselement (1) flach aufliegendes Basiselement (4), welches um eine gegenüber dem Dacheindeckungselement (1) senkrecht angeordnete Drehachse (A1) verschwenkbar und an dem Dacheindeckungselement fixierbar ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Stütze (5; 15; 25; 35) wenigstens einen mit dem Basiselement (4) verbundenen Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt (2; 3; 13; 20) aufweist, an dem ein Aufnahmekopf-Halter (6; 7; 8; 9) aufgesetzt ist,

    – der Aufnahmekopf-Halter (6; 7; 8; 9) entlang einer durch eine Peripherie (11) des Radkranz- oder Rundscheibenabschnittes (2; 3, 13; 20) definierten Kreisbogenlinie (B) verstellbar und über wenigstens ein Fixierelement (54.1, 54.2) an dem Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt (2; 3; 13; 20) feststellbar ist,

    – und dass das Fixierelement (54.1, 54.2) an der Kreisbogenlinie (B) liegt.
  2. An einem Dacheindeckungselement (1), wie Dachpfanne, angebrachte Halterung (500; 600) zur lösbaren Befestigung eines Gegenstandes, insbesondere eines Solarmoduls, mit der sich die Lage des aufgenommenen Gegenstandes gegenüber dem Dacheindeckungselement verstellen und festlegen läßt, aufweisend:

    – wenigstens eine über das Dacheindeckungselement hinausragende und mit diesem verbundene Stütze (45; 55) für einen Aufnahmekopf (10), mit dem der Gegenstand zu haltern ist,

    – wenigstens ein die Stütze (45; 55) tragendes und auf dem Dacheindeckungselement (1) flach aufliegendes Basiselement (4; 14), welches um eine gegenüber dem Dacheindeckungselement (1) senkrecht angeordnete Drehachse (A1) verschwenkbar und an dem Dacheindeckungselement fixierbar ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Stütze (45; 55) wenigstens ein mit dem Basiselement (4; 14) verbundenes Kugel- oder Kalottenelement (32; 33) aufweist, an dem ein Aufnahmekopf-Halter (56; 57) aufgesetzt ist,

    – der Aufnahmekopf-Halter (56; 57) entlang wenigstens einer durch das Kalotten- oder Kugelelement (32; 33) definierten Kreisbogenlinie (B) verstellbar und über wenigstens ein Fixierelement (58) an dem Kugel- oder Kalottenelement (32; 33) feststellbar ist,

    – und dass das Fixierelement (58) an der Kreisbogenlinie (B) liegt.
  3. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt (2; 3; 13; 20) senkrecht gegenüber dem Basiselement (4; 14) angeordnet und fest mit diesem verbunden ist.
  4. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Radkranzabschnitt (3) um eine parallel zu einer Flachseite (34) des Basiselementes (4) angeordnete Drehachse (A2) verschwenkbar ist.
  5. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Radkranzabschnitt (3) mit speichenartig verlaufenden Versteifungen (23.1, 23.2; 24.1, 24.2) versehen ist.
  6. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

    – am Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt (2; 3; 13, 20) Öffnungen (30) eingebracht sind,

    – dass am Aufnahmekopf-Halter (6; 7; 8; 9) ebenfalls Öffnungen (31) eingebracht sind,

    – und dass das Fixierelement (54.1, 54.2) über die Öffnung (30) des Radkranz- oder Rundscheibenabschnittes und die entsprechende Öffnung (31) des Aufnahmekopf-Halters (6; 7; 8; 9) geführt ist.
  7. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmekopf-Halter (6; 7) an seinem dem Aufnahmekopf (10) abgewandten Ende (38) einen Radkranzabschnitt (12; 16) aufweist, der gegenüber dem mit dem Basiselement (4) verbundenen Radkranzabschnitt (2; 3) kürzer ist und der im montierten Zustand den längeren Radkranzabschnitt (2; 3) wenigstens teilweise umgreift oder an diesem aufliegt.
  8. Halterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmekopf-Halter (8; 9; 56; 57) verschwenkbar an dem mit dem Basiselement (4; 14) verbundenen Rundscheibenabschnitt (13; 20) bzw. Kugel- oder Kalottenelement (32; 33) angeordnet ist.
  9. Halterung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschwenkbarkeit des Aufnahmekopf-Halters (8; 9; 56; 57) gegenüber dem mit dem Basiselement verbundenen Rundscheibenabschnitt (13; 20) bzw. Kugel- oder Kalottenelement (32; 33) durch eine parallel zur Flachseite (34) des Basiselementes (4; 14) angeordnete Drehachse (A3) realisiert ist, die zwischen dem Basiselement (4; 14) und der Kreisbogenlinie (B) liegt.
  10. Halterung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kugel- oder Kalottenelement (32; 33) hohl ist.
  11. Halterung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das ugel- oder Kalottenelement (32; 33) massiv ist.
  12. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmekopf (10) durch wenigstens zwei sich kreuzende Profil- oder Flachleisten (39.1, 39.2) gebildet ist, die jeweils beidseitig mit Halteelementen (40) enden.
  13. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (14) ringförmig ist und wenigstens eine periphere Öffnung 48.1, 48.2) aufweist.
  14. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (4) rundscheibenförmig und mit wenigstens einer peripheren Öffnung (41.1, 41.2) versehen ist.
  15. Halterung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das ring- oder rundscheibenförmige Basiselement (14; 4) einstückig mit dem Kalottenelement (33) bzw. mit dem Radkranz- oder Rundscheibenabschnitt (2; 13; 20) ist.
  16. Halterung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die periphere Öffnung (41.1, 41.2; 48.1, 48.2) ein kreisbogenartig verlaufendes Langloch ist.
  17. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dacheindeckungselement (1) von einer mit diesem verbundenen Verstärkungsplatte (42) unterlegt ist, die über wenigstens eine Schraubverbindung (51; 17.1, 17.2) sowohl mit dem Dacheindeckungselement (1) als auch mit dem Basiselement (4; 14) verbunden ist unter Belassung der Verschwenkbarkeit des Basiselementes gegenüber dem Dacheindeckungselement (1) um die Drehachse (A1).
  18. Halterung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsplatte (42) an ihrer firstseitigen Kante (44) zwecks Einhängung an einer Dachlatte (49) abgewinkelt ist.
  19. Dachhaut eines Gebäudes oder Objektes mit wenigstens einer Halterung (100; 200; 300; 400; 500; 600) gemäß Anspruch 1 oder 2 und gegebenenfalls gemäß weiterer Ansprüche 3 bis 18.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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