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Dokumentenidentifikation DE202005010979U1 10.11.2005
Titel Wärmedämmungssystem
Anmelder Kolaschnik, Achim Klaus, 30853 Langenhagen, DE
Vertreter Brümmerstedt Oelfke Seewald & König Anwaltskanzlei, 30159 Hannover
DE-Aktenzeichen 202005010979
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.11.2005
Registration date 06.10.2005
Application date from patent application 13.07.2005
IPC-Hauptklasse E06B 1/62
IPC-Nebenklasse E04B 1/78   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein an einer Gebäude-Außenwand anzubringendes Wärmedämmungs-Verbundsystem, das an in Gebäudeöffnungen wie Fenstern und Türen befestigten Rahmenelementen, die Fuge zwischen Mauerwerk und Rahmenelement überlappend, anliegt.

Ein solches System ist z.B. aus DE 203 19 569 U1 bekannt. Bei diesem bekannten System ist wegen der erheblichen Dicke der Wärmedämmung, die den Lichteinfall durch Fenster bzw. Türen beeinträchtigt, das die Fuge zwischen Mauerwerk und Rahmenelement überlappende Ende der Wärmedämmung konisch ausgebildet, d.h. die Dicke der Wärmedämmung nimmt von außen zum Rahmenteil hin ab.

Die Abschrägung der an den Rahmenelementen anliegenden Dämmplatten muss bauseitig vorgenommen werden, was umständlich und zeitaufwendig ist und entsprechende Werkzeuge erfordert. Zudem ist ein dichtes Aufliegen der Wärmedämmung auf den Rahmenelementen nicht gewähleistet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Abschluss zwischen Wärmedämmung und Rahmenelementen bei garantierter Dichtheit zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass die an den Rahmenelementen anliegenden Enden des Wärmedämmungs-Verbundsystems als vorgefertigte, an die Rahmenkonstruktion angepasste Formteile oder Formteilgruppen ausgebildet sind, die an ihrem am Rahmenelement anliegenden Ende mit einer Aufnahme für eine Dichtung versehen sind.

Die Erfindung ermöglicht die Anbringung der Formteile ohne Zusatzarbeit, wobei mit deren Montage an den Rahmenelementen begonnen wird. Die Anbringung der Formelemente kann dabei einzeln erfolgen, jedoch können auch mehrere durch Gehrung oder anderweitig zu Formteilgruppen verbundene Formteile verwendet werden.

Die den Anschlussplatten des Wärmedämmungs-Verbundsystems zugekehrten Stirnseiten der Formteile bzw. Formteilgruppen können in Anpassung an die Stirnenden der Platten des Wärmedämmungs-Verbundsystems glatt oder profiliert, z.B. verzahnt, ausgebildet werden.

Die Dichtung kann bereits werksseitig in die Aufnahme des Formteils eingesetzt werden, jedoch kann dies auch an der Baustelle erfolgen. Für die Aufnahme der Dichtung kann in dem Formteil eine Nut oder eine Fälzung vorgesehen werden.

Die Dichtung selbst besteht vorzugsweise aus einem vorkomprimierten Dichtungsband aus Polyurethan. Derartige oder ähnliche Dichtungen haben den Vorteil, dass sie Toleranzen, die bauseitig immer auftreten, ausgleichen. Damit ist ein dichter Anschluß des Wärmedämmungs-Verbundsystems an die Rahmenelemente gewährleistet.

Das Formteil bzw. die Formteilgruppe besteht aus einem geeigneten organischen oder anorganischen Dämmstoff.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer beigefügten Zeichnung näher erläutert, die einen Querschnitt durch die Verbindung des Formteils mit dem Mauerwerk und dem Blendrahmen eines Fensters mit geschlossenem Flügelrahmen zeigt.

Im Mauerwerk 1 befindet sich eine Öffnung 2 zur Aufnahme eines aus Blendrahmen 3 und Flügelrahmen 4 bestehenden Fensters. Im dargestellten geschlossenen Zustand des Fensters 3, 4 liegt die Scheibe 5 an einem Dichtungsprofil 6 an, das an einem mit Dämmstoff ausgefüllten Hohlkörper 7 des Blendrahmens 3 angebracht ist. Zwischen Mauerwerk 1 und Blendrahmen 3 befindet sich eine Abdichtung 8.

An der Gebäude-Außenwand des Mauerwerks 1 ist eine aus Platten bestehende Wärmedämmungs-Verbundsystem 9 angebracht. Das Problem bei derartigen Verbundsystemen ist der Anschluss an den Blendrahmen 3. Bei der oben erwähnten Druckschrift muss das die Fuge zwischen Mauerwerk 1 und Blendrahmen 3 überbrückende Endteil des Wärmedämmungs-Verbundsystems mit einer Schrägfläche ausgebildet werden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel muss das Endteil mit einem Absatz 10 versehen werden. Diese Formgebung wurde bisher auf der Baustelle vorgenommen, was zeitaufwendig ist, Werkzeuge und maßgenaue Präzisionsarbeit erfordert.

Die Erfindung sieht nun vor, den Anschluss des Wärmedämmungs-Verbundsystems 9 an die Rahmenelemente von Fenster oder Türen als vorgefertigte, an die Rahmenkonstruktion angepasste Formteile oder Formteilgruppen auszubilden, die an ihrem am Rahmenelement liegenden Ende mit einer Aufnahme für eine Dichtung 11 versehen sind. Hierdurch wird der Monteur des Wärmedämmungssystems auf dem Bau von allen komplizierten und aufwändigen Mess- und Bearbeitungsmaßnahmen entlastet. Von besonderem Vorteil ist es dabei, wenn die Dichtung 11 bereits werksseitig in die Aufnahme eingesetzt wird, wobei die Aufnahme als Nut oder Fälzung ausgebildet sein kann.

Die Dichtung 11 besteht vorzugsweise aus vorkomprimiertem Dichtungsband aus Polyurethan. Die Formteile können aus organischem Dämmstoff, z.B. Schafwolle, oder aus einem anorganischen Dämmstoff, wie Polyurethan, bestehen.

Der Anschluss 13 an das Wärmedämmungs-Verbundsystem 9 richtet sich nach dessen systembedingten Erfordernissen und kann stumpf sein, wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel, oder profiliert mit einer Verzahnung ausgeführt sein. Am freien Ende 14 kann das Formteil 12 gerade, abgeschrägt oder profiliert sein. Die Befestigung der Formteile am Mauerwerk 1 erfolgt vorzugsweise durch Dübel (nicht dargestellt) mit bauaufsichtlicher Zulassung.

Die Erfindung hat auch den Vorteil, dass die Formteile 12 schon werksseitig zu U-förmigen, auf Gehrung geschnittenen Formteilgruppen zusammengefügt werden können, die dann den Blendrahmen eines Fensters oder den Türrahmen einer Tür, z.B. einer Terrassentür, U-förmig umfassen und am unteren Ende an die Fensterbank bzw. Türschwelle angepasst sind. Hierdurch wird die Montage der Wärmedämmung insgesamt weiter vereinfacht und verbilligt.


Anspruch[de]
  1. An einer Gebäude-Außenwand anzubringendes Wärmedämmungs-Verbundsystem, das an in Gebäudeöffnungen wie Fenstern oder Türen befestigten Rahmenelementen überlappend anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Rahmenelementen (3) anliegenden Enden des Wärmedämmungs-Verbundsystems als vorgefertigte, an die Rahmenkonstruktion angepasste Formteile (12) oder Formteilgruppen ausgebildet sind, die an ihrem am Rahmenelement (3) anliegenden Ende mit einer Aufnahme für eine Dichtung (11) versehen sind.
  2. Wärmedämmungs-Verbundsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formteil (9) bzw. die Formteilgruppe, an seiner bzw. ihrer den Platten des Wärmedämmungs-Verbundsystems zugekehrten Stirnseite (13) in Anpassung an die Stirnenden der Platten des Wärmedämmungs-Verbundsystems (9) glatt oder profiliert ausgebildet ist.
  3. Wärmedämmungs-Verbundsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Formteil (9) bzw. die Formteilgruppe, aus einem organischen oder anorganischem Dämmstoff besteht.
  4. Wärmedämmungs-Verbundsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (11) des Formteils (9) bzw. der Formteilgruppe aus einem vorkomprimierten PU-Dichtungsband besteht.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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