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Dokumentenidentifikation DE102004018112A1 17.11.2005
Titel Vorrichtung zur Abgabe eines Gutes, insbesondere Gewürzstreuer
Anmelder Bulthaup GmbH & Co. KG, 84155 Bodenkirchen, DE
Erfinder Koch, Manfred, 84140 Gangkofen, DE;
Stigler, Martin, 84137 Vilsbiburg, DE;
Delbeck, Klaus, 80339 München, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Anmeldedatum 14.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004018112
Offenlegungstag 17.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.2005
IPC-Hauptklasse A47G 19/24
IPC-Nebenklasse B65D 83/06   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abgabe eines Gutes, insbesondere einen Gewürzstreuer, mit einem Aufbewahrungsgefäß für das abzugebende Gut, mit einem dieses verschließenden Deckel, in dem wenigstens eine Öffnung zum Austritt des Gutes vorgesehen ist, sowie mit einer zumindest den Deckel übergreifenden Kappe, die relativ zu dem Deckel drehbar ist und die wenigstens eine Öffnung aufweist, die in wenigstens einer Position der Kappe die Öffnung des Deckels zumindest teilweise überdeckt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abgabe eines Gutes, insbesondere einen Gewürzstreuer. Vorbekannte Streuvorrichtungen, beispielsweise für Salz oder Pfeffer weisen im allgemeinen ein Aufbewahrungsgefäß für das Gewürz mit einem abschraubbaren Deckel auf, in dem Öffnungen vorgesehen sind, durch die das Gewürz abgegeben wird. Soll das Aufbewahrungsgefäß neu befüllt werden, wird der Deckel abgeschraubt und das Gefäß neu befüllt. Derartige handelsübliche Ausführungen haben im allgemeinen weder ein ansprechenden Design noch sind sie variabel einsetzbar.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, die funktionell ist und individuell gestaltet werden kann.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Abgabe eines Gutes, insbesondere einen Gewürzstreuer, mit dem Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Abgabe eines Gutes umfasst ein Aufbewahrungsgefäß für das abzugebende Gut, einen dieses verschließenden Deckel, in dem wenigstens eine Öffnung zum Austritt des Gutes vorgesehen ist, sowie eine zumindest den Deckel übergreifenden Kappe, die relativ zu dem Deckel drehbar ist und die wenigstens eine Öffnung aufweist, die in wenigstens einer Position der Kappe die wenigstens eine Öffnung des Deckels zumindest teilweise überdeckt.

Durch Drehen der den Deckel umgebenden Kappe relativ zu dem Deckel bzw. zu dem Aufbewahrungsgefäß können die Öffnungen der Kappe sowie des Deckels zur Deckung gebracht werden, so dass das Gut, beispielsweise Salz oder Pfeffer, abgegeben werden kann. In einer anderen Position der Kappe überdeckt deren Öffnung in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung einen keine Öffnung aufweisenden Bereich des Deckels, so dass das Aufbewahrungsgefäß geschlossen ist. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind in dem Deckel mehrere Öffnungen vorgesehen, die unterschiedliche Dosierungen ermöglichen.

Bei dem abzugebenden Gut handelt es sich vorzugsweise um einen Feststoff. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann jedoch auch für flüssige Medien eingesetzt werden.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist der Deckel von dem Aufbewahrungsgefäß lösbar, insbesondere abschraubbar. Dadurch ist eine besonders einfache Nachfüllbarkeit des Aufbewahrungsgefäßes gewährleistet. Grundsätzlich sind beliebige Möglichkeiten der lösbaren Verbindung zwischen Deckel und Aufbewahrungsgefäß denkbar. Beispieslsweise ist auch ein Bajonettverschluss realisierbar oder ein Aufstecken des Deckels möglich.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Kappe den Deckel sowie teilweise das Aufbewahrungsgefäß umgibt. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass nur der untere Bereich des Aufbewahrungsgefäßes nicht von der Kappe umgeben ist. Zur Betätigung der Vorrichtung wird die Kappe relativ zum Aufbewahrungsgefäß gedreht, bis die Öffnungen in Deckel und Kappe sich decken oder sich die Öffnung der Kappe über einem Bereich des Deckels befindet, in dem keine Öffnung vorgesehen ist, so dass die Vorrichtung verschlossen ist.

Die Kappe kann sich über mehr als die halbe Höhe des Aufbewahrungsgefäßes, vorzugsweise über mehr als 2/3, vorzugsweise über etwa ¾ der Höhe des Aufbewahrungsgefäßes erstrecken. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der untere Bereich des Aufbewahrungsgefäßes von der Kappe nicht umgeben ist, was nicht nur den Vorteil aufweist, dass das Aufbewahrungsgefäß leicht gegriffen werden kann, sondern auch den, dass bei transparenter Ausführung des Aufbewahrungsgefäßes erkennbar ist, ob und womit das Aufbewahrungsgefäß gefüllt ist.

Überragt die Kappe einen überwiegenden Teil des Aufbewahrungsgefäßes, hat dies ferner den Vorteil, dass das darin aufgenommene Gut bei entsprechender Ausführung der Kappe vor Sonnenlicht geschützt ist.

Um unterschiedliche Dosierungen wählen zu können, ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung in der Kappe eine Öffnung und in dem Deckel mehrere Öffnungen zur Einstellung einer Dosierung vorgesehen. Grundsätzlich sind von der Erfindung jedoch auch Ausführungsformen umfasst, bei denen die Kappe sowie der Deckel jeweils eine Öffnung aufweisen oder bei denen in dem Deckel nur eine und in der Kappe mehrere Öffnungen vorgesehen sind. Die Öffnungen im Deckel und/oder in der Kappe sind beliebig wählbar bzw. gestaltbar, je nach Art des abzugebenden Gutes bzw. Gewürzes.

Auf der Außenseite des Deckels kann eine Nut oder ein Vorsprung und auf der Innenseite der Kappe ein Vorsprung oder eine Nut vorgesehen sein, wobei der Vorsprung des einen Teils in die Nut des anderen Teils eingreift. Vorzugsweise sind Nut und Vorsprung auf den Stirnseiten von Deckel und Kappe abgeordnet. Es kann vorgesehen sein, dass die Nut um 360° umläuft oder sich in einem Teilkreisbereich erstreckt, so dass der Drehbereich der Kappe relativ zum Deckel begrenzt ist. Auf diese Weise lässt sich der Drehwinkel der Kappe relativ zum Deckel festlegen.

Besonders vorteillhaft ist es, wenn eine Rastvorrichtung vorgesehen ist, die den Deckel und die Kappe derart verbindet, dass die Kappe relativ zum Deckel in Richtung der Längsachse des Aufbewahrungsgefäßes fixiert ist. Die Kappe wird auf den Deckel aufgesteckt, so dass die Rastvorrichtung in Eingriff kommt, und die Kappe von dem Deckel nur unter Krafteinwirkung wieder abziehbar ist. Die Rastvorrichtung ist derart ausgeführt, dass eine Drehbewegung der Kappe relativ zu dem Deckel möglich ist. Die Kappe lässt sich auf einfache Weise in Position bringen und wird mittels der Rastvorrichtung in Position gehalten. Die Rastvorrichtung kann beliebig ausgeführt sein, beispielsweise als Schnappverschluss.

Die Rastvorrichtung kann eine im Deckel vorgesehene Rastöffnung sowie einen in der Kappe vorgesehenen, in die Rastöffnung des Deckels rastend eingreifenden Vorsprung umfassen, wobei die Stirnseiten von Deckel und Kappe kreisrund ausgeführt sind und wobei die Rastöffnung sowie der Vorsprung in den Stirnseiten zentrisch, d.h. in der Kreismitte angeordnet sind.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Aufbewahrungsgefäß durchsichtig, vorzugsweise aus Glas ausgeführt ist. Grundsätzlich kommen auch beliebige andere Materialien in Betracht, wie beispielsweise Kunststoff oder auch Metall. Glas ist ein geeigneter Werkstoff für Gewürze und ermöglicht zudem eine Sichtkontrolle des Inhaltes hinsichtlich Beschaffenheit und Menge.

Der Deckel und/oder die Kappe können aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium ausgeführt sein. Auch für Kappe und Deckel ist die Materialwahl jedoch beliebig. Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass Kappe, Deckel und das Aufbewahrungsgefäß aus unterschiedlichen oder auch aus demselben Material bestehen. Aluminium hat unter anderem den Vorteil einer guten Formstabilität.

Die Kappe ist vorzugsweise zylindrisch ausgeführt. In bevorzugter Ausführung der Erfindung weist der Mantelbereich der Kappe eine profilierte Außenseite auf. Dies hat nicht nur den Vorteil eines ansprechenden Aussehens, sondern erhöht die Griffigkeit der Kappe bzw. verbessert das Handling der Kappe gegenüber einer glatten Ausgestaltung, die jedoch ebenfalls von der Erfindung umfasst ist.

Für die Kappe können beliebige Materialien, Oberflächen und Designs gewählt werden. Die Kappe ist somit gleichzeitig gestalterisches Element.

Die stirnseitige Fläche der Kappe kann eine glatte Oberfläche aufweisen.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass auf der Innenseite der Kappe und/oder auf der Außenseite des Aufbewahrungsgefäßes Mittel angeordnet sind, mittels derer ein unmittelbarer Kontakt zwischen Kappe und Aufbewahrungsgefäß verhindert wird. Bei diesen Mitteln kann es sich beispielsweise um Gewebe- oder Kunststoffstreifen oder -ringe handeln, die als Abstandhalter fungieren, zum Toleranzausgleich dienen und zudem einen unmittelbaren Kontakt zwischen Kappe und Aufbewahrungsgefäß verhindern, so dass Beschädigungen bzw. der Verschleiß des einen Teils durch das andere Teil verhindert werden können. Derartige Mittel sind vorzugsweise auf der Innenseite der Kappe angeordnet. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung befindet sich der Streifen oder Ring im unteren Abschnitt der Kappe.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen:

1: unterschiedliche Ansichten des erfindungsgemäßen Gewürzstreuers im zusammengesetzten Zustand;

2: unterschiedliche Ansichten des erfindungsgemäßen Gewürzstreuers im zusammengesetzten Zustand in einer weiteren Ausführungsform;

3: unterschiedliche Ansichten des Aufbewahrungsgefäßes;

4: unterschiedliche Ansichten des Aufbewahrungsgefäßes in einer weiteren Ausführungsform;

5: unterschiedliche Ansichten des Mantels der Kappe;

6: unterschiedliche Ansichten des stirnseitigen Enbbereichs der Kappe;

7: unterschiedliche Ansichten des stirnseitigen Endbereichs der Kappe in einer weiteren Ausführungsform;

8: unterschiedliche Ansichten des Deckels und

9: unterschiedliche Ansichten des Deckels in einer weiteren Ausführungsform.

1 zeigt unterschiedliche Ansichten des erfindungsgemäßen Gewürzstreuers im zusammengesetzten Zustand.

Der Gewürzstreuer umfasst das aus durchsichtigem Glas bestehende Aufbewahrungsgefäß 10, dass in seinem oberen Endbereich einen Abschnitt geringeren Durchmessers aufweist, der mit einem Außengewinde versehen ist. Das Aufbewahrungsgefäß 10 ist zylindrisch ausgeführt.

Das Aufbewahrungsgefäß 10 ist durch den Deckel 20 verschlossen. Dieser weist ein Innengewinde auf, mittels dessen der Deckel 20 lösbar auf das Aufbewahrungsgefäß 10 aufgeschraubt ist. Der Deckel 20 ist ebenfalls zylindrisch bzw. scheibenförmig ausgeführt und weist in der Mitte seiner oben angeordneten Stirnseite eine Öffnung 28 auf. In diese ragt der Vorsprung 38, der sich zentrisch von der Innenseite der stirnseitigen Fläche der Kappe 30 erstreckt und rastend in der Öffnung 28 aufgenommen ist. Die Rastverbindung ist derart ausgeführt, dass die Kappe 30 zwar leicht relativ zu dem Deckel 20 drehbar ist, jedoch nur mit Kraftaufwand von dem Deckel 20 abgezogen werden kann. Die Rastverbindung dient der Fixierung der Kappe 30 in Abziehrichtung der Kappe 30.

Die Kappe 30 besteht aus Aluminium und weist die Form eines einseitig geschlossenen Zylinders auf. Mit der offenen Seite wird die Kappe 30 über den Deckel 20 sowie einen überwiegenden Teil des Aufbewahrungsgefäßes 10 geschoben, bis die Rastverbindung eingreift. In dieser Position werden ca. ¾ der Mantelfläche des Aufbewahrungsgefäßes 10 durch die Kappe 30 überdeckt, so dass der Inhalt weitgehend vor Sonneneinstrahlung geschützt ist.

Die Kappe 30 weist eine Öffnung 32 auf. Die Öffnung 32 befindet sich in der kreisrunden Stirnseite der Kappe 30 versetzt zu deren Mittelpunkt und weist eine über die Fläche der Stirnseite ragende Umrandung auf. In dem Deckel 20 ist eine Vielzahl von Dosieröffnungen 22 sowie die Dosieröffnung 23 vorgesehen, die in einer Position der Kappe 30 relativ zum Deckel 20 mit der Öffnung 32 der Kappe 30 zur Deckung gebracht werden können, so dass das Gewürz mit der auf diese Weise eingestellten Dosierung aus dem Gewürzstreuer abgegeben werden kann.

Wie aus 1 weiter ersichtlich, befindet sich auf der Innenseite der Stirnseite der Kappe 30 die Nut 34, in die ein in 1 nicht dargestellter Vorsprung des Deckels 20 eingreift.

Die Kappe 30 ist zweiteilig ausgeführt und besteht aus dem Mantel sowie der die Öffnung 32 aufweisenden Stirnseite. Diese sind miteinander fest verbunden. Die Stirnseite weist ebenfalls einen zylindrischen Abschnitt auf, der parallel zu Wandung des zylindrischen Abschnitts der Kappe 30 sowie zur Außenseite des Deckels 20 verläuft und den Deckel 20 umgibt.

1a) zeigt den Gewürzstreuer in einer Vorder- oder Seitenansicht, 1b) in der Schnittdarstellung gemäß Linie B-B in 1a), 1c) in einer perspektivischen Ansicht und 1d) in einer Draufsicht, in der die Öffnung 32 der Kappe 30 mit den mehreren Dosieröffnungen 22 des Deckels 20 zur Deckung gebracht ist.

2 zeigt den Gewürzstreuer in einer Ausführungsform, bei der die Innenseite der Stirnseite der Kappe scheibenförmig ausgeführt ist und keinen zylindrischen Abschnitt aufweist, so dass der Deckel 20 von der Stirnseite der Kappe 30 nicht umfasst ist. Die Ansichten 2a)2d) entsprechen den Ansichten gemäß 1a)1d) mit dem Unterschied, dass die Öffnung 32 der Kappe 30 in 2 einen Bereich des Deckels 20 überdeckt, der keine Öffnung aufweist, so dass der Gewürzstreuer verschlossen ist.

3 und 4 zeigen das Aufbewahrungsgefäß 10 in einer Seitenansicht (a)), in einer Schnittdarstellung (b)) gemäß Linie A-A in 3a), 4a), in einer perspektivischen Ansicht (c)) sowie in einer Draufsicht (d)). Ein Unterschied zwischen 3 und 4 liegt in einer geringfügig unterschiedlichen Ausführung des Gewindes.

5 zeigt den aus Aluminium bestehenden Mantel der Kappe 30 in einer Vorder- bzw. Seitenansicht (a)), in einer perspektivischen Ansicht (b)), in einer Draufsicht (c)) sowie in einer Detaildarstellung (d)) gemäß Detail D in 5c). Aus 5 ist ersichtlich, dass der Mantel eine glatte Innenseite und eine profilierte Außenseite aufweist. Das Profil besteht aus einer in Längsrichtung des Mantels verlaufenden Riffelung.

6 zeigt das stirnseitige Bauteil der Kappe 30 in dem Ausführungsbeispiel des Gewürzstreuers gemäß 1. 6a) zeigt die Schnittansicht gemäß Linie A-A in 6d), 6b) zeigt die Detailansicht gemäß Detail D in 6a), 6c) zeigt eine perspektivische Ansicht, 6d) die Draufsicht, 6e) eine Schnittansicht gemäß Linie B-B in 6d) und 6f) eine Ansicht von unten.

Aus den 6a) und b) ist ersichtlich, dass das stirnseitige Bauelement der Kappe 30 einen auf seiner Außenseite zylindrischen, auf seiner Innenseite sich nach unten konisch erweiternden und ferner spitz zulaufenden Randbereich aufweist, der in dem zusammengebauten Zustand des Gewürzstreuers gemäß 1 den Deckel 20 umfasst. Die Innenhöhe des Deckels 20 sowie des zylindrischen Randbereiches entsprechen sich. Aus den Darstellungen gemäß 6a), e) und f) ist der Vorsprung 38 ersichtlich, der aus zwei symmetrischen, federnden Hälften besteht, die im eingerasteten Zustand mittels eines auf der Außenseite vorstehenden Vorsprungs in die Öffnung 28 des Deckels eingreifen und die Kappe 30 an dem Deckel 20 festlegen. Aus der Darstellung gemäß 6a), e) und f) ist die Nut 34 ersichtlich, die sich über einen Winkelabschnitt von ca. 250° auf der Innenseite des stirnseitigen Bauteils der Kappe 30 erstreckt.

7 zeigt das stirnseitige Bauteil der Kappe 30 in einer Ausführungsform des Gewürzstreuers gemäß 2. In diesem Fall besteht die Stirnseite aus einer auf der Innenseite ebenen Scheibe, d.h. sie weist keinen zylindrisch auskragenden Randbereich auf. 7a) zeigt die Stirnseite in einer Unteransicht, 7b) in einer perspektivischen Ansicht von oben, 7c) in einer Seitenansicht und 7d) in einer Draufsicht. Die Anordnung von Öffnung 32, Nut 34 und Vorsprung 38 entsprechen sich in beiden Ausführungsformen.

In 8 sind unterschiedliche Ansichten des Deckels 20 dargestellt. Der Deckel 20 ist in 8a) in einer Vorderansicht, in 8b) in einer Draufsicht, in 8c) in einer perspektivischen Ansicht und in 8d) in einer Schnittansicht gemäß Linie C-C in 8b) dargestellt.

Der Deckel 20 weist auf seiner Oberseite den Vorsprung 26 auf, der im montierten Zustand der Kappe 30 in die Nut 34 eingreift (Kurvensteuerung). Dies ist im eingerasteten Zustand der Rastvorrichtung der Fall. Aufgrund der Tatsache, dass die Nut 34 nicht umlaufend ausgeführt ist, legt sie Endstellungen der Drehposition der Kappe 30 relativ zum Deckel 20 fest. Wie aus 8 weiter ersichtlich, ist der Deckel 20 kreisrund ausgeführt und weist die zentrale Öffnung 28 auf, die einen Bestandteil der Rastvorrichtung bildet.

Der Deckel 20 weist schließlich die Vielzahl von Öffnungen 22 sowie die Öffnung 23 auf, die je nach Drehposition der Kappe 30 mit der in der Kappe 30 vorgesehenen Öffnung 32 fluchten, so dass das Gewürz entsprechend dosiert abgegeben werden kann.

9 zeigt den Deckel 20 in einer Ausführungsform, in der dieser gegenüber der Ausführung gemäß 8 eine geringfügig größere Höhe aufweist, dieser aber ansonsten im wesentlichen entspricht. 9a) zeigt den Deckel 20 in einer Unteransicht, 9b) in einer Vorder- bzw. Seitenansicht, 9c) in einer Schnittansicht gemäß Linie A-A in 9b), 9d) in einer perspektivischen Ansicht und 9e) und f) in einer Draufsicht.

Die Aufbewahrung des erfindungsgemäßen Gewürzstreuers kann auf ein Nischenprogramm und Auszugssystem im Küchenbereich abgestimmt werden. Mit analogen Bauteilen kann das Sortiment ergänzt werden mit Vorratsdosen, Öl- und Essiggläsern sowie durch Köcher zur Aufbewahrung von Werkzeugen und Utensilien. Dabei kann ein durchgängiges Design zur Anwendung kommen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Abgabe eines Gutes, insbesondere Gewürzstreuer, mit einem Aufbewahrungsgefäß (10) für das abzugebende Gut, mit einem dieses verschließenden Deckel (20), in dem wenigstens eine Öffnung (22, 23) zum Austritt des Gutes vorgesehen ist, sowie mit einer zumindest den Deckel (20) übergreifenden Kappe (30), die relativ zu dem Deckel (20) drehbar ist und die wenigstens eine Öffnung (32) aufweist, die in wenigstens einer Position der Kappe (30) die Öffnung (22, 23) des Deckels (20) zumindest teilweise überdeckt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20) von dem Aufbewahrungsgefäß (10) lösbar, insbesondere abschraubbar, ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (30) den Deckel (20) sowie teilweise das Aufbewahrungsgefäß (10) umgibt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kappe (30) über mehr als die halbe Höhe des Aufbewahrungsgefäßes (10), vorzugsweise über mehr als 2/3, vorzugsweise über etwa ¾ der Höhe des Aufbewahrungsgefäßes (10) erstreckt.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kappe (30) eine Öffnung (32) und in dem Deckel (20) mehrere Öffnungen (22, 23) zur Einstellung einer Dosierung vorgesehen sind.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Außenseite des Deckels (20) eine Nut oder ein Vorsprung (26) und auf der Innenseite der Kappe (30) ein Vorsprung oder eine Nut (34) vorgesehen ist, wobei der Vorsprung (26) des einen Teils (20) in die Nut (34) des anderen Teils (30) eingreift.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (34) um 360° umläuft oder sich in einem Teilkreisbereich erstreckt, so dass der Drehbereich der Kappe (30) relativ zum Deckel (20) begrenzt ist.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rastvorrichtung vorgesehen ist, die den Deckel (20) und die Kappe (30) derart verbindet, dass die Kappe (30) relativ zum Deckel (20) in Richtung der Längsachse des Aufbewahrungsgefäßes (10) fixiert ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung eine im Deckel (20) vorgesehene Rastöffnung (28) sowie einen in der Kappe (30) vorgesehenen, in die Rastöffnung (28) des Deckels (20) rastend eingreifenden Vorsprung (38) umfasst, wobei die Stirnseiten von Deckel (20) und Kappe (30) kreisrund ausgeführt sind und wobei die Rastöffnung (28) sowie der Vorsprung (38) in den Stirnseiten zentrisch angeordnet sind.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbewahrungsgefäß (10) durchsichtig, vorzugsweise aus Glas ausgeführt ist.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20) und/oder die Kappe (30) aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium ausgeführt sind.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (30) zylindrisch ausgeführt ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelbereich der Kappe (30) eine profilierte Außenseite aufweist.
  14. Vorrichtung nach einem Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitige Fläche der Kappe (30) eine glatte Oberfläche aufweist.
  15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite der Kappe und/oder auf der Außenseite des Aufbewahrungsgefäßes Mittel angeordnet sind, mittels derer ein unmittelbarer Kontakt zwischen Kappe und Aufbewahrungsgefäß verhindert wird.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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