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Dokumentenidentifikation DE102004018891A1 17.11.2005
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen eines Türrahmens und Türrahmen
Anmelder Forstenhäusler, Ewald, 88287 Grünkraut, DE
Erfinder Forstenhäusler, Ewald, 88287 Grünkraut, DE
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Anmeldedatum 15.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004018891
Offenlegungstag 17.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.2005
IPC-Hauptklasse E06B 1/56
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zum Anbringen eines Türrahmens (50) in einer Leibung (18) eines Wanddurchtritts. Gemäß dem Verfahren wird der Türrahmen (50) in eine Aussparung (41) im fertiggestellten Putz (19) eingesetzt und befestigt, wobei die Aussparung sich im Bereich einer Kante (14) des Wanddurchtritts am Übergang der Leibung (18) zu einer Wand (11, 12, 13) über einen Teil der Breite der Leibung (18) erstreckt.
Außerdem wird ein Türrahmen (50) vorgeschlagen, mit zwei vertikalen Rahmenabschnitten (51) für die Anordnung in einer Leibungsfläche (18a) eines Wanddurchtritts, wobei sich die Rahmenabschnitte (51) über nur einen Teil der Breite der Leibungsfläche (18a) erstrecken. Der Türrahmen (50) zeichnet sich dadurch aus, dass Rahmenabschnitte (51) zur Anbringung in eine fertiggestellte, vorbereitete Putzaussparung (41) an der Leibungsfläche (18a) ausgestaltet sind und an einer Stoßfläche (19b) zum Putz (19), die sich im Wesentlichen quer und vertikal an der Leibungsfläche (18a) erstreckt, Dämpfungsmittel (55) zur Anlage am fertiggestellten Putz (19) vorgesehen sind.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Im Bereich von Wanddurchtritten, in denen eine Türe angeordnet werden soll, ist es notwendig einen Türrahmen bzw. eine Türzargen im Bereich der Türleibung ausreichend stabil einzusetzen, um die auftretenden mechanischen Belastungen in diesem Bereich, z.B. durch die daran gehaltene Tür sicher aufzunehmen. Häufig soll dabei der optische Eindruck des Wanddurchtritts in möglichst geringem Maße durch den Türrahmen geprägt sein.

Dies stellt eine besondere Herausforderung dar, wenn die Türrahmen an verputzte Abschnitte im Bereich des Wanddurchtritts angeordnet werden sollen. Zum einen ist das Verputzen in Bereichen von Kanten oder Absätzen, wie z.B. am Übergang von der Wand zu einer Leibung des Wanddurchtritts, erschwert. Außerdem können beim Verputzen angrenzende Bereiche erheblich verschmutzt bzw. beeinträchtigt werden, was den zusätzlichen Arbeitsaufwand z.B. zum Abkleben usw. deutlich erhöht.

Nachteilig ist außerdem, dass es an Übergangsbereichen zwischen Putz und sich daran anschließenden Bauteilen, z.B. einem Tür- oder Fensterrahmen, beispielsweise zu Spaltbildung oder Rissen kommen kann, wenn diese Bauteile keine definierte Anbindung am Putz erfahren.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, im Bereich einer Wandöffnung insbesondere einen Türrahmen einfach und stabil insbesondere an verputzten Bereichen anzubinden und zu befestigen.

Diese Aufgabe wird durch das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch die Vorrichtungen mit den Merkmalen der Ansprüche 4, 9, 13 und 17 gelöst. In den Unteransprüchen sind zweckmäßige und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung aufgezeigt.

Die Erfindung geht zunächst von einem Verfahren zum Anbringen eines Türrahmens in einer Leibung eines Wanddurchtritts aus, das sich dadurch auszeichnet, dass der Türrahmen in eine Aussparung im fertiggestellten Putz eingesetzt und befestigt wird, die sich im Bereich einer Kante eines Wanddurchtritts am Übergang einer Leibung zu einer Wand über einen Teil der Breite der Leibung erstreckt.

Hierdurch kann ein Türrahmen im Unterschied zu herkömmlichen Türrahmen, die sich beispielsweise über die gesamte Breite der Leibung erstrecken, relativ schlank gestaltet werden bzw. in angrenzenden Bereichen integriert, z.B. fast gänzlich versenkt eingebunden werden. Vorteilhafterweise wird die Aussparung für den Türrahmen im fertiggestellten Zustand der an den Türrahmen angrenzenden Putzereiche bereitgestellt, wodurch eine spätere Beeinträchtigung des vergleichsweise empfindlichen Türrahmens durch Verputz- bzw. Malerarbeiten und dgl. vermieden wird. Unter einem fertiggestelltem Putz ist im Sinne der Erfindung sowohl ein üblicher Fein- oder Rauputz oder dgl. zu verstehen, der sich im endgültigen Zustand befindet, als auch ein Putz, der sich im Wesentlichen in seinem Endzustand befindet, also z.B. lediglich noch gestrichen wird oder mit einem Überzug, beispielsweise einer Tapete, versehen wird.

Vorteilhafterweise wird mit dem vorgeschlagenen Verfahren der optischen Eindruck im Türrahmenbereich weniger ausgeprägt von dem Türrahmen bestimmt, als vielmehr von den umgebenden Bereichen, z.B. von verputzten Leibungs- bzw. Wandbereichen, was häufig gewünscht ist.

Weiter wird vorgeschlagen, dass zur Bildung der Aussparung ein Schienenelement an der Kante über einen Teil der Breite der Leibung angebracht wird und anschließend im Bereich der Leibung und eines daran angrenzenden Wandbereichs Putz aufgebracht wird, wobei eine im Wesentlichen quer und vertikal an einer Leibungsfläche sich erstreckende Stoßfläche des Putzes ausgebildet wird. Mit dieser Vorgehensweise kann insbesondere ohne hohe Spezialkenntnisse und relativ schnell und reproduzierbar, der entsprechende Wandabschnitt verputzt werden und dabei eine definierte Anlagefläche für einen später daran anzubringenden Türrahmen erstellt werden, was die anschließende, exakt ausgerichtete Anbindung des Türrahmens erleichtert.

Vorteilhafterweise wird der mit Putz beaufschlagte Bereich mit einem Abziehelement abgezogen und die Außenkontur des Putzes im Bereich der Leibung und eines Teils des angrenzenden Wandbereichs in dem Abziehvorgang festgelegt, danach das Schienenelement entfernt, wobei sich dabei die Aussparung im verputzten Bereich ergibt. Das vorgeschlagene Verfahren lässt sich erfindungsgemäß mit wenigen Hilfsmitteln einfach bewerkstelligen, wobei gleichzeitig die Putzoberflächen und insbesondere die Putzaussparung mit hoher Maßgenauigkeit gefertigt werden können. Außerdem lassen sich bei entsprechender Dimensionierung bzw. Formgebung des Schienenelements bzw. des Abziehelements, die auf die Leibung und den Türrahmen abgestimmt ist, z.B. verschiedene Türrahmengeometrien einsetzen bzw. Putzkonturen nach individuellen Gesichtspunkten reproduzierbar realisieren.

Ein weitere Aspekt der Erfindung geht aus von einem Türrahmen mit zwei vertikalen Rahmenabschnitten für die Anordnung in einer Leibungsfläche eines Wanddurchtritts, wobei sich die Rahmenabschnitte über nur einen Teil der Breite der Leibungsfläche erstrecken, der sich dadurch auszeichnet, dass die Rahmenabschnitte zur Anbringung in eine fertiggestellte, vorbereitete Putzaussparung an der Leibungsfläche ausgestaltet sind und an einer Stoßfläche zum Putz, die sich im Wesentlichen quer und vertikal an der Leibungsfläche erstreckt, Dämpfungsmittel zur Anlage am fertiggestellten Putz vorgesehen sind.

Durch die Einbringung in eine vorbereitete Putzaussparung kann der Türrahmen exakt positioniert am Wanddurchtritt festgelegt werden. Vorteilhafterweise sind Dämpfungsmittel vorgesehen, die vorzugsweise über die gesamte vertikale und horizontale Erstreckung des Türrahmens durchgehend am Übergang zwischen den Rahmenabschnitten und dem angrenzenden Putz eingebracht sind, was insbesondere eine mechanische Dämpfung von auftretenden Belastungen ermöglicht, wie sie z.B. beim Zuschlagen einer am Türrahmen angebrachten Türe auftreten. Die Dämpfung durch ein geeignetes Dämpfungsmittel kann ein Abbröckeln des Putzes bzw. eine entsprechende Rissbildung am Putz verhindern. Zusätzlich wird eine gewisse Schalldämpfung erzielt. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Dämpfungsmittel an einer im Wesentlichen quer und vertikal zur Leibungsfläche sich erstreckende Putzfläche zur Anlage kommen, wodurch die Kräfte durch eine am Türrahmen anschlagende Türe am effektivsten aufgenommen und gedämpft werden können.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes umfassen die Dämpfungsmittel ein elastisches Dämpfungsband, das direkt auf dem Putz anliegend angeordnet ist. Mit einem Dämpfungsband aus z.B. Schaumstoff, das im Wesentlichen aus Polyethylen oder einem vergleichbaren Kunststoff aufgebaut ist, können besonders gute Dämpfungseigenschaften erzielt werden, die außerdem eine hohe Dauerbeständigkeit aufweisen bzw. auch zur Ausfüllung und Abdichtung von ggf. auftretenden Fugen oder Spalten dienen.

Es kann außerdem zweckmäßig sein, wenn Abdeckelemente zur Überdeckung der Dämpfungsmittel nach außen, der Leibungsfläche abgewandten Seite vorgesehen sind. Durch eine Abdeckung des Dämpfungsmittels kann das Dämpfungsmittel vollständig nach außen abgeschirmt werden, wodurch zusätzlich zum mechanischen Schutz ein lichtbedingtes Altern bzw. Verschmutzen des Dämpfungsmittels vermieden wird. Des Weiteren ist durch ein entsprechendes Abdeckelement eine optisch ansprechendere Gestaltung des Übergangsbereichs zwischen Türrahmen und Putz möglich.

Gemäß der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, dass Befestigungsmittel zur zerstörungsfreien lösbaren Befestigung an dem Wanddurchtritt vorgesehen sind. Um den Türrahmen sicher und positionsfest an der Wandöffnung zu fixieren sind lösbare Befestigungsmittel geeignet, wie z.B. Schraubverbindungen, die mit Dübel in der Wand gehalten werden. Damit die Befestigungsmittel optisch nicht in Erscheinung treten, können die Befestigungsmittel hinter einer Dichtlippe, die in nahezu allen Fällen an einem Türrahmen vorgesehen ist, verdeckt angeordnet sein.

Eine vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes sieht vor, dass ein an der verputzten Wandaußenseite befestigtes Abdeckelement vorgesehen ist. Um einen definierten Abschluss des Türrahmens an der Wand und einen gewissen Halt an der Wandaußenseite zu gewährleisten, werden die Abdeckelemente an der Wandaußenseite befestigt. Die Befestigung zumindest des Abdeckelements kann u.a. durch Verkleben erfolgen. Die Abdeckelemente lassen sich z.B. mit einem Kleber mit sehr hohen Klebeeigenschaften, einem aushärtbaren Bauschaum oder mit einem Silikonkleber festkleben. Bestimmte Spezialkleber können aufschäumen, wodurch Unebenheiten an den Klebeflächen ausgeglichen werden. Der Kleber kann schrumpffrei sowie schall- und vibrationsdämpfend sein. Das Abdeckelement kann am Türrahmen als Abschnitt ausgebildet sein oder als extra anzubringendes Teil vorgesehen werden.

Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zur Definition einer von Putz gebildeten Kontur an einem Wanddurchtritt im Bereich einer Kante am Übergang einer Leibung des Wanddurchtritts zu einer Wand, wobei ein Schienenelement mit Anschlagmitteln, die im an der Leibung angebrachten Zustand die Kante umgreifen, vorgesehen ist, das beim Verputzen zur Ausbildung einer Aussparung an der Leibung so anordenbar ist, dass nach dem Abnehmen des Schienenelements eine Stoßfläche am Putz ausgebildet ist, die sich im Wesentlichen quer und vertikal an der Leibungsfläche erstreckt.

Um das Schienenelement in eine vorbestimmte gewünschte Anbringposition zu bringen, sind z.B. kantenumgreifende Anschlagmittel an diesem vorgesehen, mit denen z.B. auch der Teil des Schienenelements, der von der Kante bis in die Tiefe der Leibung hineinreicht, genau festlegbar ist. Dies kann z.B. durch entsprechende Winkelelemente realisiert werden, die an der Kante des Wanddurchtritts fluchtend mit der Wand- bzw. der Leibungsfläche zur Anlage gebracht werden können. Mit diesen Anschlagmittel kann ggf. auch ein Überstand des Schienenelements über die Kante senkrecht zur Wandfläche und in Verlängerung der Leibungsfläche festgelegt werden.

Im Folgenden ist unter der Kante allgemein der vertikal und horizontal verlaufenden Eckbereich am Übergang der Wand zur Leibung zu verstehen.

An dem Schienenelement ist ein Außenabschnitt vorgesehen, an dem im angebrachten Zustand des Schienenelements eine im Wesentlichen quer zur Leibungsfläche verlaufende, vertikale Putzfläche ausbildbar ist, durch die eine entsprechende ebenfalls quer zur Leibungsfläche verlaufende, vertikale Putzfläche, die bevorzugt über die gesamte vertikale Höhe des Wanddurchtritts in der Art eines Absatzes verläuft, ausgebildet werden kann. Dies ermöglicht es eine insbesondere ebene bzw. durchgängige Anschlagfläche im Putz auszubilden, an der nach Entfernen des Schienenelements z.B. ein Türrahmen, nahezu vollflächig einpassbar ist. Der Putz kann dadurch in diesem Bereich höhere mechanische Belastungen aufnehmen, indem die gesamte Anschlagfläche als Auflage dient.

Eine bevorzugte Ausgestaltung des Erfindungsgenestandes sieht vor, dass das Schienenelement so ausgebildet ist, dass die erzeugte Aussparung im fertiggestellten Putz derart auf die Abmaße eines später in die Aussparung einzusetzenden Türrahmenteils abgestimmt ist, dass das Türrahmenteil nahezu vollständig in der Aussparung unterbringbar ist. Dies ermöglicht eine besonders gute Anbindung des Türrahmens an der Leibung im Putz, wobei der Türrahmen im Putzaufbau vorteilhafterweise kaum überstehend oder sogar bündig aufgenommen ist.

Vorteilhafterweise sind die beim Verputzen an den Putz angrenzende Randbereiche der Anschlagschiene auch so ausgestaltet, dass beim Entfernen des Schienenelements die zuvor erstellte Putzkontur im Wesentlichen erhalten bleibt, z.B. nicht abbröckelt.

Das Schienenelement kann so ausgebildet sein, dass es entlang der Kante etwas überstehend anbringbar ist. Dabei bildet es an der Wand eine Anschlagfläche aus, gegen die der Putz an der Wandaußenseite angeformt werden kann. Die Anschlagfläche steht vorzugsweise so weit über, wie es der gewünschten Schichtdicke des Putzes entspricht, wobei die Anschlagschiene eine Verputzkante bildet, was die Aufbringung und Anformung des Putzes ungemein erleichtert.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfassen die Anschlagmittel einen in die Wand hineinreichenden Abschnitt, der zur Einrichtung einer Befestigung an der Wand ausgebildet ist. Zum sicheren Fixieren und wieder Lösen des Schienenelements an bzw. von seiner Anbringposition an dem Wanddurchtritt sind entsprechende Befestigungsmittel vorgesehen, z.B. eine Schraubverbindung mit Dübel.

Erfindungsgemäß ist es außerdem von Vorteil, wenn Führungsmittel zur Führung einer Abziehvorrichtung zum Abziehen eines noch nicht erhärteten Putzes ausgebildet sind. Da meist nach dem Aufbringen von Putz ein Abziehen der Putzoberfläche mit unterschiedlichen Abziehhilfen erfolgt, ist es vorteilhaft, wenn an der Vorrichtung zur Definition der Putzkontur Führungsmittel für ein Abziehmittel vorgesehen sind, z.B. indem ein dafür ausgebildeter Abschnitt des Abziehelements in eine Schienenführung eingeklickt wird oder mit einem profilierten Abschnitt in Eingriff kommt, an dem das Abziehelement eindeutig führbar ist. Besonders einfach können Führungsmittel als ebene und zueinander abgewinkelte Führungsflächen ausgebildet sein.

Ein weiterer Kerngedanke der Erfindung geht aus von einer Abziehvorrichtung zum Abziehen eines noch nicht erhärteten Putzes auf einer zu verputzenden Fläche, mit einem Abziehabschnitt, der über den Putz führbar ist, die sich dadurch auszeichnet, dass die Abziehvorrichtung derart ausgebildet ist, an einem Wanddurchtritt die gesamte Breite einer Leibungsfläche und einen Teil einer angrenzenden Wandfläche beim Putzabziehen zu umgreifen und sich dabei an Anschlagmitteln abzustützen, die auf der Leibungsfläche angeordnet sind. Die Abziehvorrichtung ist durch die Abstützung auch von einer Person ohne Spezialkönnen leicht zu führen, womit das Verputzen im Leibungsbereich eines Wanddurchtritts und insbesondere im vergleichsweise schwierig zu gestaltenden Eckbereich zum angrenzenden Wandabschnitt, der in der Regel nicht ohne Weiteres verputzt werden kann, schnell und reproduzierbar zu bewerkstelligen ist.

Das Umgreifen der gesamten Breite der Leibungsfläche ermöglicht es insbesondere in einem Abziehvorgang die komplette Außenkontur des Putzes der zu verputzenden Leibungsfläche festzulegen. Damit kann eine besonders einheitliche und genau nach dem Abziehabschnitt nachbildbare Putzoberfläche verwirklicht werden.

Außerdem ist es vorteilhaft, wenn Verstellmittel ausgebildet sind, mit denen die Abziehvorrichtung auf die zu umgreifende Breite der Leibungsfläche einstellbar ist. Mit geeigneten Verstellmitteln, z.B. einer Trennung der Abziehvorrichtung in zwei zueinander verschiebliche oder anderweitig in der Gesamtlänge zu verstellende Teile, kann mit einer Abziehvorrichtung an verschiedenen Wanddurchtritten mit jeweils unterschiedlichen Wand- und damit Leibungsbreiten gearbeitet werden.

Es wird weiter vorgeschlagen, dass der Abziehabschnitt derart ausgeformt ist, beim Putzabziehen eine konvexe Außenkontur des Putzes im Übergangsbereich zwischen Leibungsfläche und Wandfläche auszuformen. Mit dem Abziehabschnitt, der einen Flächenbereich einschließlich Kante in konvexer Putzkontur abzieht, wird ein beim Verputzen relativ schwieriger Bereich einer Kante besonders einfach gehandhabt und insbesondere eine vergleichsweise komplizierte gewölbte Außenkontur kann reproduzierbar fertiggestellt werden.

Prinzipiell sind mit einem entsprechend geformten Abziehabschnitt auch jegliche anderen Außenkonturen des Putzes im Kantenbereich ausbildbar. Zum Beispiel lassen sich konkave, rechtwinklige, einfach angefaste oder mehreckige mit dazwischenliegenden geraden Abschnitten ausgebildete Außenkonturen verwirklichen.

Vorzugsweise ist außerdem erfindungsgemäß ein Führungsabschnitt zur positionsgenauen Abstützung der Abziehvorrichtung an den Anschlagmitteln vorgesehen. Die Anschlagmittel umfassen z.B. eine Bezugsprofils eines Anschlagmittels, an dem die Führung erfolgen kann. Als Anschlagmittel kommt vorteilhafterweise z.B. eine oben beschriebene Anschlagschiene zur Ausbildung einer Aussparung beim Verputzen an der Leibung in Frage. Der Führungsabschnitt erleichtert ein Abziehen ohne Verrutschen oder Verkanten, was die Formgenauigkeit der Außenkontur des abgezogenen Putzes deutlich verbessert. Der Führungsabschnitt kann beispielsweise in einem definierten Gegenabschnitt einrasten oder er kann in der Art einer Labyrinthanordnung gleitend geführt sein. Der Führungsabschnitt kann auch aus zwei ebenen Flächen bestehen, die unterschiedlich räumlich orientiert sind und flächig an einem Gegenabschnitt anliegen können.

Schließlich umfasst die Erfindung eine Vorrichtung zur Festlegung eines Breitenmaßes eines Wanddurchtritts für daran angrenzende und zu erstellende Wandabschnitte, die sich dadurch auszeichnet, dass die Vorrichtung zwei Anschlagelemente aufweist, die verschieblich und arretierbar im Abstand zueinander angeordnet sind. Werden nun zwei Anschlagelemente, welche den Abstand der beiden Wandbereiche, am Wanddurchtritt nachbilden sollen, verschieblich im Abstand zueinander verstellt, lassen sich die unterschiedlichen Breiten einfach einstellen und in feinen Schritten veränderlich exakt festlegen.

Vorteilhafterweise sind Arretier- bzw. Einrastmittel vorgesehen, mit denen der Abstand der Anschlagelemente zueinander in einer Einrastposition festlegbar und wieder lösbar ist. Vorteilhafterweise sind die durch die Einrastung vorgegebenen Abstände der Anschlagelemente so eingestellt, dass diese den vorgegebenen Normmaßen der Türöffnungen entsprechen unter Hinzufügen von z.B. zwei mal einer Türrahmenbreite für den einzusetzenden rechten und linken Türrahmenabschnitt.

Es wird außerdem vorgeschlagen, dass die Anschlagelemente in einem Rastermaß von mehreren definierten, vorgegebenen Abständen zueinander arretierbar sind, wobei jeder Abstand einer Wanddurchtrittsbreite entspricht, die auf eine darin anzuordnende Tür abgestimmt ist. In der Regel sind in einem Gebäude verschiedene Türblattbreiten und damit auch unterschiedliche Breiten von Wanddurchtritten notwendig. Es haben sich z.B. vier gebräuchliche Normbreiten für Tür- bzw. Wanddurchtrittsbreiten durchgesetzt. Beispielsweise ausgehend von Türöffnungsbreiten von 650 mm, 775 mm, 900 mm und 1025 mm, hier also z.B. im üblichen Rastermaß von 125 mm.

Es ist vorteilhaft wenn zwei gegenseitig geführte Verschiebeprofile mit jeweils endseitig daran angeordnetem Anschlagelement vorgesehen sind. Verschiebeprofile ermöglichen ein feinfühliges Verstellen, da dabei die Profile über Gleitflächen aneinander geführt und gehalten werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Festlegungsvorrichtung sind Markierungsmittel zur Darstellung des eingestellten Abstands der Anschlagelemente vorgesehen. Hierzu zählt z.B. eine mit Skalenanzeige versehene, durchgehende Markierung, welche die Bedienerfreundlichkeit der Vorrichtung deutlich erhöht.

Beschreibung der Figuren

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Im Einzelnen zeigen:

1a eine Türöffnungslehre,

1b in perspektivischer Ansicht ein Außenteil der Lehre aus 1a,

1c ebenfalls in perspektivischer Ansicht ein Innenteil der Lehre aus 1a,

2 eine Türöffnungslehre gemäß 1a, die an teilweise ausgebildeten Wandabschnitten eines Wanddurchtrittes angebracht ist,

3 eine Frontansicht auf einen Wandabschnitt mit einem Wanddurchtritt, an dessen Kantenbereich durchgehend eine Anschlagschiene befestigt ist,

4a einen Ausschnitt einer Schnittansicht durch die Wand und die Anschlagschiene im in 3 dargestellten Eckbereich entlang der Linie IV–IV gemäß 3,

4b den in 4a gezeigten Ausschnitt mit aufgebrachtem Putz,

4c den in 4b gezeigten Ausschnitt mit daran angesetzter Abziehvorrichtung am abgezogenen Putzbereich

4d einen dem Ausschnitt aus 4c ähnlichen Ausschnitt, der vertikal etwas versetz dazu liegt, im Zustand nach dem Abziehen des Putzes ohne die Anschlagschiene,

4e den Ausschnitt aus 4d mit weiterem alternativer Putzkontur und einem daran angeordneten passenden Türrahmen und

4f einen Ausschnitt aus 4e unter Angabe bevorzugter Außenmaße des Türrahmens.

Eine Türöffnungslehre 1 gemäß 1a umfasst zwei ineinander verschieblich geführte Teile, hier ein Außenteil 2 und ein Innenteil 3, die als Vierkanthohlprofile 2a und 3a mit nahezu quadratischer Außenform ausgebildet sind. An den Teilen 2a, 3a ist jeweils an einem Ende eine rechteckige Stirnplatte 2b und 3b fest angebracht.

Außerdem sind die Hohlprofile 2a bzw. 3a an gegenüberliegenden Positionen in den entsprechenden Abschnitten der Hohlprofilwände mit Löchern 4a bis 4d bzw. 5a bis 5d versehen. Die Durchmesser der Rundlöcher 4a bis 4d bzw. 5a bis 5d sind unterschiedlich und werden im gezeigten Beispiel kleiner, z.B. von einem größten Durchmesser 4a bzw. 5a zu einem kleinsten Durchmesser 4d bzw. 5d. Die Durchmesser der Löcher 4a entsprechen den Durchmessern der Löcher 5a, bzw. die Durchmesser der Löcher 4b den Durchmessern der Löcher 5b usw.. Da die Löcher durch die Hohlprofile 2a, 3a beidseitig durchgehen, sind jeweils zwei fluchtende Löcher 4a bis 4d, 5a bis 5d, ausgebildet. Alternativ zu runden Löchern sind auch eckige Löcher geeignet.

Die Löcher 4a bis 4d bzw. 5a bis 5d sind so an den Hohlprofilen 2a bzw. 3a ausgebildet, dass durch ein entsprechendes Ineinanderschieben des Hohlprofils 3a in das Hohlprofil 2a die Löcher 4a bis 4d fluchtend mit zumindest einer der Löcher 5a bis 5d ausgerichtet sein können.

Die Löcher 4a bis 4d bzw. 5a bis 5d sind außerdem so angeordnet, dass in einer definierten Verschiebestellung der beiden Hohlprofile 2a und 3a zueinander, z.B. die beiden Löcher 4d mit den durchmessergleichen beiden Löchern 5d genau fluchten, wie dies in 1a dargestellt ist. Diese Stellung der Hohlprofile 2a, 3a zueinander kann mit einem Durchsteckstift 6, dessen Außendurchmesser dem Durchmesser der Löcher 4d bzw. 5d mit geringem Spiel entspricht, gesichert werden. Mit weiteren drei Durchsteckstiften (nicht gezeigt), deren Außendurchmesser jeweils genau einem der Durchmesser der weiteren Löcher 4a bis 4c bzw. 5a bis 5c entspricht, können weitere drei definierte Verschiebestellungen der beiden Hohlprofile 2a, 3a festgelegt werden. Die jeweils festgelegten Verschiebestellungen entsprechen jeweils einem vorgegebenen bzw. gewünschten Abstand der beiden Stirnplatten 2b und 3b bzw. genauer gesagt deren Außenseiten 2c und 3c.

In 1a sind die beiden Hohlprofile 2a und 3a so zueinander verschoben, dass die Löcher 4d, mit Durchmesser von z.B. 8 mm, fluchtend mit den Löcher 5d des Innenteils 3 angeordnet sind. Ein Durchsteckstift 6 sichert die Verschiebelänge der Türöffnungslehre 1. Der dabei sich einstellende Abstand L zwischen den Außenseiten 2c und 3c beträgt hier z.B. 650 mm mit einer Zugabe für zwei mal des Breitenmaßes des später einzusetzenden Türrahmens von z.B. 35 mm, also in der Summe dann z.B. 720 mm. Mit den weiteren Löchern 4a bis 4c bzw. 5a bis 5c und geeigneten passenden Durchsteckstiften können weitere drei Abstände zwischen den Außenseiten 2c und 3c in entsprechender Weise exakt eingestellt und fixiert werden. Beispielsweise kann dadurch mit den Lochdurchmessern von 10 mm der Löcher 4c, 5c und einem Durchsteckstift mit 10 mm Durchmesser ein Türöffnungsmaß von 775 mm, mit Lochdurchmessern von 12 mm der Löcher 4b, 5b und einem Durchsteckstift mit 12 mm Durchmesser ein Türöffnungsmaß von 900 mm und mit Lochdurchmessern von 14 mm der Löcher 4a, 5a und einem Durchsteckstift von 14 mm Durchmesser ein Abstandsmaß von 1025 mm eingestellt werden. Zur Darstellung des Abstandes der Außenseite 2c zur Außenseite 3c bei ineinander geschobenen Hohlprofilen 2a, 3a, können auch Markierungen 3d außen z.B. am Hohlprofil 3a angebracht sein.

2 zeigt die Türöffnungslehre 1 aus 1a, wie diese zur Festlegung der Breite einer Wandöffnung, an der z.B. später ein Türrahmen angebracht werden kann, an einem Bodenaufbau 7 positioniert werden kann. Durch die Außenseiten 2c, 3c wird das Breitenmaß B der zu errichteten Wandöffnung festgelegt. Von den an den Wanddurchtritt heranreichenden zu erstellenden Wandabschnitten ist ein z.B. rechter Wandabschnitt 8a und ein z.B. linker Wandabschnitt 8b teilweise bereits aufgebaut.

3 zeigt eine Frontansicht eines Wandbereichs mit einer Wandöffnung 10 und daran angrenzenden seitlichen Wandabschnitte 11, 12 und einen oberhalb der Wandöffnung 10 liegenden Wandabschnitt 13. Am Übergang des Wandbereichs in der Wandöffnung 10 wird dieser von einer Kante 14 U-förmig eingerahmt. Entlang der Kante 14 ist eine Schienenanordnung 15 vorgesehen, die aus zwei vertikalen Anschlagschienen 15a, 15b und aus einer zwischen diesen verlaufenden horizontalen Anschlagschiene 15c besteht. In der Regel beträgt die vertikale Höhe der von den Anschlagschienen 15a und 15b auszusparenden Eckbereiche 200,2 cm für den später einzusetzenden Türrahmen. In 3 ist die Schienenanordnung 15 an einem bereits fertiggestellten Bodenbereich aufgesetzt, so dass unten an den Anschlagschienen 15a, 15b kein Stützaufbau notwendig ist. Da sich zum Zeitpunkt des Verputzens das Bodenniveau häufig noch nicht auf der endgültiger Höhe befindet, können die Anschlagschienen 15a, 15b zum Abstützen am Boden eine verstellbar Stützanordnung aufweisen. Dazu ist z.B. an dem unteren Ende der Anschlagschienen 15a, 15b eine Verstellschraube in den Schienen ein- bzw. herausdrehbar angeordnet, so dass eine fußbodenseitig endständige Auflagescheibe an den Verstellschrauben auf das herrschende Bodenniveau aufliegend einstellbar ist. Mit einschraubbaren Zwischenstücken, an denen gleichfalls eine Verstellschraube einschraubbar ist, können die Anschlagschienen ggf. auch auf andere auszusparende Höhen im Eckbereich verlängert werden, z.B. um 12,5 cm für Türöffnungshöhen von 212,7 cm.

An den vertikalen Anschlagschienen 15a, 15b sind jeweils zwei Befestigungsabschnitte 16 zur festen Anbringung an den Wandabschnitten 11 und 12 vorgesehen. An den Befestigungsabschnitten 16 können beispielsweise in der Wand fixierte Schrauben 17 eingebracht sein, durch welche die Schienenanordnung 15 ortsfest am Kantenbereich 14 gehalten wird.

In 4a ist ein Schnitt durch die Anschlagschiene 15a mit dem Befestigungsabschnitt 16 und den angrenzenden Wandabschnitt 11 entlang der Linie IV gemäß 3 gezeigt. Der Wandabschnitt 11 weist in bekannter Weise eine zu einer Leibung 18 gehörende ebene Leibungsfläche 18a und zwei ebene, beidseitig der Wandöffnung 10 angeordnete Wandflächen 18b und 18c auf. Die beiden Wandflächen 18b und 18c verlaufen rechtwinklig zur Leibungsfläche 18a, wodurch jeweils eine Kante 14 auf den entsprechenden Seiten der Wandöffnung 10 gebildet wird. Die quer verlaufende Anschlagschiene 15c ist ohne Befestigungsabschnitt gezeigt.

Die Anschlagschiene 15a ist größtenteils als rechteckiges Vollmaterial aus z.B. Leichtmetall, insbesondere Aluminium, Kunststoff oder Holz gefertigt, mit z.B. Außenmaßen von b = 25 mm und 1 = 50 mm. Der Befestigungsabschnitt 16 kann z.B. Außenmaße von a = 12,5 mm haben. Zur exakten senkrechten Ausrichtung kann die Anschlagschiene mit Nivellierhilfen, z.B. mit zwei integrierten Libellen ausgebildet sein.

Das Verputzen durch Aufbringen eines Putzes 19 auf die in 3 bzw. 4a gezeigten Wandflächen 18b, 18c und der Leibungsflächen 18c erfolgt zunächst auf herkömmliche Art und Weise. Es ergibt sich ein Zustand der in 4b angedeutet ist, in welchem die Putzoberflächen 19a insbesondere im Bereich der Leibungsfläche 18c und der Kante 14 ohne Schiene 15a noch sehr unregelmäßig geformt ist. Die Anschlagschiene 15a und insbesondere deren über die Wandfläche 18b in Verlängerung der Leibungsfläche 18a nach außen überstehender Teil, der zwischen den Befestigungsabschnitten 16 verläuft (siehe 3), und eine Anschlagfläche 20 im Bereich der Leibung 18 bilden hierbei geeignete Flächen, gegen die einfach verputz werden kann und an denen eine definierte Putzkontur ausbildbar ist.

Wie in 4c gezeigt wird ausgehend vom in 4b gezeigten Zustand mit einem auf die Leibung 18 abgestimmten Abziehschwert 30, das insbesondere auch an der Anschlagschiene 15a anliegend, positionssicher geführt ist, Teile des zuvor aufgebrachten und noch weichen Putzes 19 abgezogen. Dabei wird das Abziehschwert 30 entlang der Anschlagschiene 15a über den Bereich der Leibung 18 über die Putzoberfläche 19c geführt. Es ergibt sich dadurch eine durch das Abziehschwert 30 ausgebildete Putzkontur 40 (siehe 4d). Um verschiedene Leibungen mit jeweils unterschiedlichen Wandstärken vorteilhafterweise mit ein und demselben Abziehschwert abziehen zu können, kann dieses in der Länge verstellbar aufgebaut sein, z.B. aus zwei verschieblich zueinander ausgebildeten Teilen.

Das Abziehschwert 30 liegt zur exakten Führung mit zwei zueinander rechtwinklig verlaufenden Führungsabschnitten 31 bzw. 32 an Außenabschnitten der Anschlagschiene 15a an. Der Führungsabschnitt 31 geht unmittelbar in einen Abziehabschnitt 33 über, der den Putz 19 bis in den Bereich der Kante 14 überstreicht. Ein Abziehabschnitt 34 umgreift den Putz 19 im Kantenbereich bis in den Bereich der Wandfläche 18c, der ein Stück weit von einem weiteren Abziehabschnitt 35 überstrichen wird.

Die Form und die Abmessungen der Führungs- und/oder Abziehabschnitte 31, 32, 33, 34, 35 kann auf unterschiedliche Art und Weise gestaltet sein und insbesondere an unterschiedliche Leibungstiefen bzw. verschiedenste Anschlagschienen, die ggf. auch über die gesamte Tiefe einer Leibung diese abdecken, angepasst sein. Der Abziehabschnitt 34 kann z.B. unterschiedlich konvexe bzw. konkav geformt sein, zum Beispiel mit entsprechenden Radien. Neben einer einfachen rechtwinkligen Putzkontur an dem zur Wandseite 18c gehörigen Eckbereich am Außenputz, ist dort auch eine mit lediglich einer Fase ausgebildete Putzkontur möglich oder eine Putzkontur 42 mit zwei Fasenflächen (siehe 4e). Über Teile der Tiefe der Leibung 18 ist eine zur Leibungsfläche schräge Putzkontur ausgebildet, es ist aber mit einem entsprechenden Abziehschwert auch eine parallele Putzkontur an der Leibungsfläche 18c ausbildbar.

Vorteilhafterweise ist am Abziehschwert 30 z.B. auf seiner Außenseite 36 ein Griffstück bzw, ein Eingriff (nicht dargestellt) zum Greifen, beispielsweise von Hand, ausgebildet.

Nach den oben beschriebenen Arbeiten kann ein Türrahmen 50 bzw. eine sogenannte Eckzarge am vorbereiteten, vom Putz 19 freigehaltenen Eckbereich in einer wie gezeigt gebildeten Aussparung 41 angeordnet werden. Der Türrahmen 50 weist ein Rahmenteil 51 auf, das sich im Wesentlichen über den vom Putz 19 ausgesparten Bereich 41 der Leibungsfläche 18a erstreckt. Für eine Anbindung des Türrahmens 50 am Übergang zum Putz 19 auf der Wandfläche 18b ist eine Abdeckleiste 52 vorgesehen. Beispielsweise kann die Abdeckleiste 52 an einem Klebebereich 52a zwischen Putz 19 und der Abdeckleiste 52 mit einem Spezialkleber oder dgl. verklebt oder angeschraubt werden. Die Abdeckleiste 52 kann als Einzelteil nach der Anbringung des Rahmenteils 51 an diesem in einem Klebebereich 52b ebenfalls angeklebt werden (siehe 4e, 4f), oder die Abdeckleiste ist einstückig mit dem Rahmenteil 51 ausgebildet. Die Teile des Türrahmens 50 können aus unterschiedlichsten Materialien bestehen, insbesondere eignen sich Holz, Aluminium oder auch Kunststoffe.

Als Anschlagfläche für ein nicht gezeigtes Türblatt, das an einem zum Türrahmenabschnitt 51 gegenüberliegenden Türrahmenabschnitt auf übliche Weise gehalten wird, dient in an sich bekannter Weise ein Absatz 51a, an dem eine Dichtlippe 53 angebracht ist, die beispielsweise in einer Nut 51b des Rahmenteils 51 gehalten ist.

Die exakte Ausrichtung und Befestigung des Rahmenteils 51 an der Wand 11 kann z.B. mit einem sogenannten Bauschaum erfolgen, der in einem Zwischenbereich 54 diesen nahezu ganz ausschäumt, darin aushärtet und eine feste Klebeverbindung zwischen Leibungsfläche 18a und Rahmenteil 51 bildet.

Zusätzlich oder stattdessen kann auch ein Befestigungsmittel, z.B. eine Schraubverbindung entlang beispielsweise der strichgepunkteten Linie S am Rahmenteil 51 in die Wand 11 eingerichtet werden. Vorteilhafterweise kann der Schraubenkopf und das Schraubenloch im Rahmenteil 51 durch die darüber angeordnete Dichtlippe 53 verdeckt werden.

In einer in 4e gezeigten besonders vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung, ist eine Putzkontur des Putzes 19 so ausgebildet, dass sich ein Putzabschnitt 19b ergibt. Gegen diesen als Stoßfläche ausgestalteten Putzabschnitt 19b kann das Rahmenteil 51 abgestützt und definiert positioniert werden. Insbesondere können durch das Anlegen des Rahmenteils 51 am Putzabschnitt 19b mechanische Belastungen, die z.B. durch das an das Rahmenteil 51 anschlagende Türblatt hervorgerufen werden, vom Rahmenteil 51 sicher aufgenommen und z.B. an die Wand 11 abgeleitet werden. Um eine möglicht gleichmäßige Belastungsverteilung zur ermöglichen, wird eine relativ große Auflagefläche zwischen Rahmenteil 51 und Putzabschnitt 19b bereitgestellt, insbesondere über nahezu die gesamte Dicke des Putzes 19. Idealerweise liegt das Rahmenteil 51 vollflächig und eben an dem entsprechend abgestimmten Putzabschnitt 19b an.

Darüber hinaus werden außerdem wesentliche Anteile der mechanischen Belastung auf das Rahmenteil 51 durch die Anbindung der Abdeckleiste 52 am Putz bzw. der Wand 11 und/oder ggf. durch Befestigungsmittel zur Wand 11, z.B. wie gezeigt entlang der Linie S, aufgenommen und abgeführt.

Weiter ist es zusätzlich von besonderem Vorteil, wenn zwischen dem Rahmenteil 51 und dem Putzabschnitt 19b ein dämpfendes Bauteil, z.B. ein Dämpfungsband 55 oder dgl. direkt anliegend am Putz 19 eingebracht ist. Hierdurch lassen sich insbesondere Beschädigungen des Putzes 19 im Bereich der Leibung 18 durch hohe mechanische Belastungen am Übergang zwischen Rahmenteil 51 und Putz 19 vermeiden. Das Dämpfungsband 55 ist besonders vorteilhaft vollflächig anliegend sowohl an dem Putzabschnitt 19b als auch am Rahmenteil 51 ausgebildet. Vorteilhafterweise ist das Dämpfungsband 55 zumindest am vorderen Teil des Putzabschnittes 19b eingebracht, nahe der Kraft-Einwirkstelle des Türblattes auf den Absatz 51a, so dass mechanische Belastungen in diesem Bereich vom Dämpfungsband 55 besonders effektiv und in einem hohen Maße aufgenommen und abgedämpft werden können. Das Dämpfungsband 55 ist z.B. ein PE-(Polyethylen)Schaumstoffband, das vorteilhafterweise dauerelastisch und alterungsbeständig ist. Prinzipiell sind auch andere elastische Dämpfungsmittel geeignet.

Um das Dämpfungsband 55 gegen äußere Einflüsse zu schützen und optisch nicht in Erscheinung treten zu lassen, ist eine Verblendleiste 56 vorgesehen, die zur Wandöffnung 10 hin das Dämpfungsband 55 überdeckt und abdichtet.

Die Kantenaußenform R an der Abdeckleiste 52 bzw. an der Verblendleiste 56 können winklig oder wie dargestellt abgerundet sein, beispielsweise mit einem Radius vom 4 mm.

Der Türrahmen 50 weist in einer möglichen Ausführungsform gemäß der 4e, 4f die folgenden mit Hilfe von 4f zuordenbaren ungefähren Außenmaße auf:

1Türöffnungslehre 2Außenteil 2aHohlprofil 2bStirnplatte 2cAußenseite 3Innenteil 3aHohlprofil 3bStirnplatte 3cAußenseite 3dMarkierung 4aLoch 4bLoch 4cLoch 4dLoch 5aLoch 5bLoch 5cLoch 5dLoch 6Steckstift 7Bodenaufbau 8aWandabschnitt 8bWandabschnitt 9frei 10Wandöffnung 11Wandabschnitt 12Wandabschnitt 13Wandabschnitt 14Kante 15Schienenanorndung 15aAnschlagschiene 15bAnschlagschiene 15cAnschlagschiene 16Befestigungsabschnitt 17Schraube 18Leibung 18aLeibungsfläche 18bWandfläche 18cWandfläche 19Putz 19aPutzoberfläche 19bPutzabschnitt 20Anschlagfläche 30Abziehschwert 31Führungsabschnitt 32Führungsabschnitt 33Abziehabschnitt 34Abziehabschnitt 35Abziehabschnitt 36Außenseite 40Putzaußenkontur 41Putzaussparung 42Putzkontur 50Türrahmen 51Rahmenteil 51aAbsatz 51bNut 52Abdeckleiste 52aKlebebereich 52bKlebebereich 53Dichtlippe 54Zwischenbereich 55Dämpfungsband 56Verblendleiste

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Anbringen eines Türrahmens (50) in einer Leibung (18) eines Wanddurchtritts, dadurch gekennzeichnet, dass der Türrahmen (50) in eine Aussparung (41) im fertiggestellten Putz (19) eingesetzt und befestigt wird, die sich im Bereich einer Kante (14) des Wanddurchtritts am Übergang der Leibung (18) zu einer Wand (11, 12, 13) über einen Teil der Breite der Leibung (18) erstreckt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der Aussparung (41) ein Schienenelement (15a, 15b, 15c) an der Kante (14) über einen Teil der Breite der Leibung (18) angebracht wird und anschließend im Bereich der Leibung (18) und eines daran angrenzenden Wandbereichs Putz (19) aufgebracht wird, wobei eine im Wesentlichen quer und vertikal an einer Leibungsfläche (18a) sich erstreckende Stoßfläche (19b) des Putzes (19) ausgebildet wird.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Putz (19) beaufschlagte Bereich mit einem Abziehelement (30) abgezogen und die Außenkontur des Putzes (19) im Bereich der Leibung und eines Teils des angrenzenden Wandbereichs in dem Abziehvorgang festgelegt wird, danach das Schienenelement (30) entfernt wird, wobei sich dabei die Aussparung (41) im verputzten Bereich ergibt.
  4. Türrahmen (50) mit zwei vertikalen Rahmenabschnitten (51) für die Anordnung in einer Leibungsfläche (18a) eines Wanddurchtritts, wobei sich die Rahmenabschnitte (51) über nur einen Teil der Breite der Leibungsfläche (18a) erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenabschnitte (51) zur Anbringung in eine fertiggestellte, vorbereitete Putzaussparung (41) an der Leibungsfläche (18a) ausgestaltet sind und an einer Stoßfläche (19b) zum Putz (19), die sich im Wesentlichen quer und vertikal an der Leibungsfläche (18a) erstreckt, Dämpfungsmittel (55) zur Anlage am fertiggestellten Putz (19) vorgesehen sind.
  5. Türrahmen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsmittel ein elastisches Dämpfungsband (55) umfassen, das direkt auf dem Putz (19, 19b) anliegend angeordnet ist.
  6. Türrahmen nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass Abdeckelemente (56) zur Überdeckung der Dämpfungsmittel (55) nach außen, der Leibungsfläche (18a) abgewandten Seite, vorgesehen sind.
  7. Türrahmen nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsmittel zur zerstörungsfreien lösbaren Befestigung an dem Wanddurchtritt vorgesehen sind.
  8. Türrahmen nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein an der verputzten Wandaußenseite befestigtes Abdeckelement (52) vorgesehen ist.
  9. Vorrichtung zur Definition einer von Putz (19) gebildeten Kontur an einem Wanddurchtritt im Bereich einer Kante (14) am Übergang einer Leibung (18) des Wanddurchtritts zu einer Wand (11, 12, 13), dadurch gekennzeichnet, dass ein Schienenelement (15a) mit Anschlagmitteln (15a, 16), die im an der Leibung (18) angebrachten Zustand die Kante (14) umgreifen, vorgesehen ist, das beim Verputzen zur Ausbildung einer Aussparung (41) an der Leibung (18) so anordenbar ist, dass nach dem Abnehmen des Schienenelements (15a) eine Stoßfläche (19b) am Putz (19) ausgebildet ist, die sich im Wesentlichen quer und vertikal an der Leibungsfläche (18a) erstreckt.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schienenelement (15a) so ausgebildet ist, dass die erzeugte Aussparung (41) im fertiggestellten Putz (19) derart auf die Abmaße eines später in die Aussparung (41) einzusetzenden Türrahmenteils (51) abgestimmt ist, dass das Türrahmenteil (51) nahezu vollständig in der Aussparung (41) unterbringbar ist.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagmittel (15a, 16) einen in die Wand hineinreichenden Abschnitt (16) umfassen, der zur Einrichtung einer Befestigung (17) an der Wand (11) ausgebildet ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsmittel (15a) zur Führung einer Abziehvorrichtung (30) zum Abziehen eines noch nicht erhärteten Putzes (19) ausgebildet sind.
  13. Abziehvorrichtung zum Abziehen eines noch nicht erhärteten Putzes (19) auf einer zu verputzenden Fläche, mit einem Abziehabschnitt (33, 34, 35), der über den Putz (19) führbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abziehvorrichtung (30) derart ausgebildet ist, an einem Wanddurchtritt die gesamte Breite einer Leibungsfläche (18a) und einen Teil einer angrenzenden Wandfläche (18c) beim Putzabziehen zu umgreifen und sich dabei an Anschlagmitteln (15a) abzustützen, die auf der Leibungsfläche (18a) angeordnet sind.
  14. Abziehvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Abziehabschnitt (34) derart ausgeformt ist, beim Putzabziehen eine konvexe Außenkontur des Putzes (19) im Übergangsbereich zwischen Leibungsfläche (18a) und Wandfläche (18c) auszuformen.
  15. Abziehvorrichtung nach einem der Ansprüche 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Führungsabschnitt (31, 32) zur positionsgenauen Abstützung der Abziehvorrichtung (30) an den Anschlagmitteln (15a) vorgesehen ist.
  16. Abziehvorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass Verstellmittel ausgebildet sind, mit denen die Abziehvorrichtung (30) auf die zu umgreifende Breite der Leibungsfläche (18a) einstellbar ist.
  17. Vorrichtung zur Festlegung eines Breitenmaßes B eines Wanddurchtritts für daran angrenzende und zu erstellende Wandabschnitte (8a, 8b), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zwei Anschlagelemente (2b, 3b) aufweist, die verschieblich und arretierbar im Abstand zueinander angeordnet sind.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagelemente (2b, 3b) in einem Rastermaß von mehreren definierten, vorgegebenen Abständen zueinander arretierbar sind, wobei jeder Abstand einer Wanddurchtrittsbreite entspricht, die auf eine darin anzuordnende Tür abgestimmt ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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