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Verfahren zur Positionierung zumindest einer Kehrwalze einer verfahrbaren Kehrmaschine sowie Kehrmaschine zur Durchführung des Verfahrens - Dokument DE102004022349A1
 
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Dokumentenidentifikation DE102004022349A1 17.11.2005
Titel Verfahren zur Positionierung zumindest einer Kehrwalze einer verfahrbaren Kehrmaschine sowie Kehrmaschine zur Durchführung des Verfahrens
Anmelder Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, 71364 Winnenden, DE
Erfinder Barth, Roland, 71364 Winnenden, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 29.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004022349
Offenlegungstag 17.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.2005
IPC-Hauptklasse E01H 1/05
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Positionierung zumindest einer Kehrwalze einer fahrbaren Kehrmaschine, bei dem die Kehrwalze mittels eines Drehantriebes in Drehung versetzt und wahlweise in einer Ruhestellung, in der die Kehrwalze im Abstand zu einer Bodenfläche angeordnet ist, sowie einer ersten und einer zweiten Arbeitsstellung positioniert werden kann, wobei die Drehachse der Kehrwalze in der ersten Arbeitsstellung einen vorgegebenen Abstand zur Bodenfläche einnimmt und die Kehrwalze in der zweiten Arbeitsstellung auf der Bodenfläche aufsitzt. Um das Verfahren derart weiterzubilden, daß unter Sicherstellung eines guten Reinigungsergebnisses ein vorzeitiger Verschleiß der Kehrwalze vermieden wird, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß man die Kehrwalze nach einem Start des Drehantriebes nur dann in ihrer zweiten Arbeitsstelung positioniert, wenn vom Benutzer ein Bedienungselement betätigt wurde. Außerdem wird eine Kehrmaschine zur Durchführung des Verfahrens vorgeschlagen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Positionierung zumindest einer Kehrwalze einer fahrbaren Kehrmaschine, bei dem die Kehrwalze mittels eines Drehantriebes in Drehung versetzt und wahlweise in einer Ruhestellung, in der die Kehrwalze im Abstand zu einer Bodenfläche angeordnet ist, sowie einer ersten und einer zweiten Arbeitsstellung positioniert werden kann, wobei die Drehachse der Drehwalze in der ersten Arbeitsstellung einen vorgegebenen Abstand zur Bodenfläche einnimmt und wobei die Kehrwalze in der zweiten Arbeitsstellung auf der Bodenfläche aufsitzt.

Außerdem betrifft die Erfindung eine fahrbare Kehrmaschine zur Durchführung des Verfahrens, mit mindestens einer um eine Drehachse drehbaren Kehrwalze, die mittels eines Drehantriebes in Drehung versetzbar ist und wahlweise in einer Ruhestellung, in der die Kehrwalze im Abstand zu einer Bodenfläche angeordnet ist, sowie einer ersten und einer zweiten Arbeitsstellung positionierbar ist, wobei die Drehachse der Kehrwalze in der ersten Arbeitsstellung einen vorgegebenen Abstand zur Bodenfläche einnimmt und wobei die Kehrwalze in der zweiten Arbeitsstellung auf der Bodenfläche aufsitzt.

Zur effizienten und zugleich materialschonenden Reinigung einer Bodenfläche ist es von großer Bedeutung, daß die Kehrwalze eine möglichst optimale Stellung relativ zu der zu reinigenden Bodenfläche einnimmt. Hierzu ist es bekannt, die Kehrwalze entweder in einer ersten oder in einer zweiten Arbeitsstellung zu positionieren. Die erste Arbeitsstellung zeichnet sich durch einen vorgegebenen Abstand der Drehachse der Kehrwalze zu der Bodenfläche aus.

Die Kehrwalze nimmt in diesem Falle eine vorzugsweise vorgebbare und während des Kehrbetriebes gleich bleibende Stellung ein. Eine derartige Positionierung ist bei der Reinigung einer ebenen Bodenfläche von Vorteil, da dadurch ein vorzeitiger Verschleiß der Kehrwalze vermieden werden kann, indem die Lage der Kehrwalze bezogen auf die Bodenfläche so gewählt wird, daß einerseits ein sehr gutes Reinigungsergebnis erzielt wird, daß aber andererseits der Verschleiß der Kehrwalze so gering wie möglich gehalten wird. Nimmt die Kehrwalze ihre erste Arbeitsstellung ein, so können unebene Bodenflächen nur unbefriedigend gereinigt werden, da tiefer liegender Schmutz in vielen Fällen von der Kehrwalze nicht erfaßt wird. Auch kann in der ersten Arbeitsstellung Schmutz, der an der Bodenfläche fest anhaftet, in vielen Fällen nur ungenügend entfernt werden. Vom Benutzer wird daher in vielen Fällen für die Kehrwalze die zweite Arbeitsstellung gewählt, in der die Kehrwalze vorzugsweise frei pendelnd gehalten ist und in der sie auf der Bodenfläche aufsitzt. Sie folgt daher ohne weiteres Bodenunebenheiten und kann flexibel auf die Anforderungen der zu kehrenden Bodenfläche reagieren. Der Kehrbetrieb in der zweiten Arbeitsstellung hat allerdings einen erhöhten Verschleiß zur Folge, da die Kehrwalze mit einem erheblichen Gewicht auf der Bodenfläche aufsitzt.

Bei bekannten fahrbaren Kehrmaschinen kann der Benutzer durch Betätigen eines Bedienelementes die Lage der Kehrwalze vorgeben. Hierbei wird in vielen Fällen die einmal gewählte zweite Arbeitsstellung selbst dann beibehalten, wenn diese an sich zur Erzielung eines optimalen Reinigungsergebnisses nicht unbedingt erforderlich wäre.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das eingangs genannte Verfahren sowie die eingangs genannte Kehrmaschine derart weiterzubilden, daß unter Sicherstellung eines guten Reinigungsergebnisses ein vorzeitiger Verschleiß der Kehrwalze vermieden wird.

Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man die Kehrwalze nach einem Start des Drehantriebes nur dann in ihrer zweiten Arbeitsstellung positioniert, wenn vom Benutzer ein Bedienelement zur Lageänderung der Kehrwalze betätigt wurde.

Eine derartige Ausgestaltung hat den Vorteil, daß der Benutzer bewußt die zweite Arbeitsstellung vorgeben muß, falls dies von ihm gewünscht ist, beim Start des Kehrbetriebes geht also die Kehrwalze nicht etwa selbsttätig in die zweite Arbeitsstellung über. Es wird dadurch vermieden, daß die zweite Arbeitsstellung, die vom Benutzer beispielsweise zur Reinigung einer unebenen Bodenfläche bewußt vorgegeben wurde, unbeabsichtigt auch bei einem späteren Kehrbetrieb selbsttätig eingenommen wird.

Günstig ist es, wenn man die Kehrwalze beim Start des Drehantriebes selbsttätig in der ersten Arbeitsstellung positioniert, aus der sie nur dann in ihre zweite Arbeitsstellung überführbar ist, wenn vom Benutzer ein entsprechender Steuerbefehl gegeben wird. Ein gesonderter Steuerbefehl zur Einnahme der ersten Arbeitsstellung kann dagegen entfallen.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens positioniert man die Kehrwalze bei einem Stop des Drehantriebes selbsttätig in ihrer Ruhestellung, aus der sie bei einem erneuten Start des Drehantriebes in eine Arbeitsstellung überführt werden kann. Liegt kein gesonderter Steuerbefehl des Bedieners vor, so nimmt die Kehrwalze zu Beginn eines erneuten Kehrbetriebes selbsttätig ihre erste Arbeitsstellung ein.

Bei einer fahrbaren Kehrmaschine der gattungsgemäßen Art wird die voranstehend genannte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kehrwalze nach einem Start des Drehantriebes nur dann in ihrer zweiten Arbeitsstellung positionierbar ist, wenn vom Benutzer ein Bedienelement zur Lageänderung der Kehrwalze betätigt wurde. Wie bereits erläutert, hat eine derartige Ausgestaltung der Kehrmaschine den Vorteil, daß eine unbeabsichtigte Positionierung der Kehrwalze in ihrer verschleißbehafteten zweiten Arbeitsstellung vermieden wird. Diese Stellung kann von der Kehrwalze nur dann eingenommen werden, wenn der Benutzer das Bedienungselement entsprechend betätigt hat.

Vorzugsweise ist die Kehrwalze bei einem Start des Drehantriebes selbsttätig in ihrer ersten Arbeitsstellung positionierbar. Dies hat den Vorteil, daß bei Start eines Kehrbetriebes der Benutzer lediglich den Drehantrieb der Kehrwalze aktivieren muß, während es nicht erforderlich ist, zusätzlich das Bedienungselement zur Lageänderung der Kehrwalze zu betätigen. Die Kehrwalze nimmt vielmehr selbsttätig ihre erste Arbeitsstellung ein.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kehrmaschine ist die Kehrwalze bei einem Stop des Drehantriebes selbsttätig in ihrer Ruhestellung positionierbar. Bei einer derartigen Ausgestaltung muß vom Benutzer nach Abschluß eines Kehrbetriebes lediglich der Drehantrieb der Kehrwalze ausgeschaltet werden, die dann selbsttätig ihre Ruhestellung einnimmt, in der sie im Abstand zur Bodenfläche angeordnet ist.

Von Vorteil ist es, wenn die Kehrmaschine einen Antriebsmotor zur Fortbewegung der Kehrmaschine aufweist, wobei bei einem Stop des Antriebsmotors die Kehrwalze selbsttätig in ihrer Ruhestellung positionierbar ist. Dadurch wird ein Verschleiß der Kehrwalze besonders gering gehalten, da sie bei der Außerbetriebnahme der Kehrmaschine zuverlässig im Abstand zur Bodenfläche positioniert ist. Diese Stellung wird von der Kehrwalze selbsttätig eingenommen, ohne daß es hierzu erforderlich ist, das Bedienungselement zur Lageänderung der Kehrwalze zu betätigen.

Bei einer kostengünstig herstellbaren Ausführungsform ist die Kehrwalze an mindestens einem absenkbaren und anhebbaren Tragarm drehbar gelagert, wobei eine Absenkbewegung des Tragarms mittels eines verstellbaren Halteteils begrenzbar ist. Durch Einsatz des Halteteils kann auf konstruktiv einfache Weise sichergestellt werden, daß die Kehrwalze bei einem Start des Drehantriebes nicht unbeabsichtigt ihre zweite Arbeitsstellung einnimmt, vielmehr kann eine entsprechende Absenkbewegung des die Kehrwalze lagernden Tragarms mittels des Halteteiles begrenzt werden. Durch Betätigung des Bedienelementes zur Lageänderung der Kehrwalze kann das Halteteil soweit versetzt werden, daß es nicht mehr in den Bewegungsbereich des Tragarms eingreift und folglich dessen Absenkbewegung nicht beschränkt.

Von besonderem Vorteil ist es, wenn der Tragarm mittels des Halteteils bewegbar ist. Das Halteteil bildet bei einer derartigen Ausgestaltung ein Antriebselement für den Tragarm, so daß dieser mittels des Halteteils angehoben und abgesenkt werden kann.

Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Tragarm mittels des Halteteiles um eine parallel zur Drehachse der Kehrwalze ausgerichtete Schwenkachse schwenkbar. Hierbei kann vorgesehen sein, daß die Kehrmaschine zwei Tragarme aufweist, die die Kehrwalze zwischen sich aufnehmen und die jeweils mittels eines Halteteiles schwenkbar sind.

Vorzugsweise sitzt der Tragarm in der Ruhestellung und der ersten Arbeitsstellung der Kehrwalze auf dem Halteteil auf. Dies hat den Vorteil, daß das Halteteil lediglich eine Absenkbewegung des Tragarms beschränkt, während ein Anheben des Tragarmes auch in der ersten Arbeitsstellung der Kehrwalze ohne weiteres möglich ist. Damit ist sichergestellt, daß die Kehrwalze bei Auftreten eines Hindernisses jederzeit nach oben ausweichen kann.

Günstig ist es, wenn das Halteteil schwenkbar gelagert ist und mit einer Verstelleinrichtung zum Schwenken des Halteteils zusammenwirkt. Vorzugsweise ist das Halteteil um eine koaxial zur Schwenkachse der Tragarme ausgerichtete Schwenkachse schwenkbar. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, daß das Halteteil als zweiarmiger Hebel ausgestaltet ist, wobei das freie Ende eines ersten Hebelarms des Halteteils an den Tragarm anlegbar ist und das freie Ende des zweiten Haltearms mit der Verstelleinrichtung zusammenwirkt.

Die Verstelleinrichtung weist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Kehrmaschine zumindest ein hydraulisches und/oder pneumatisches Kolben-Zylinder-Aggregat auf. So kann beispielsweise mindestens ein Gashydraulikaggregat zum Einsatz kommen, das zum Bewegen des Halteteiles entgegen der Wirkung einer unter Druck stehenden Gasfüllung mit Hydraulikflüssigkeit beaufschlagbar ist.

Vorzugsweise umfaßt die Verstelleinrichtung zwei einfach wirkende hydraulische und/oder pneumatische Kolben-Zylinder-Aggregate. Dies ermöglicht eine besonders einfache Steuerung der Verstelleinrichtung, indem zum Überführen der Kehrwalze aus ihrer Ruhestellung in ihre erste Arbeitsstellung zunächst ein erstes einfach wirkendes Kolben-Zylinder-Aggregat betätigt wird, und zum Überführen der Kehrwalze von ihrer ersten Arbeitsstellung in ihre zweite Arbeitsstellung kann das zweite einfach wirkende Kolben-Zylinder-Aggregat betätigt werden.

Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die beiden Kolben-Zylinder-Aggregate nebeneinander angeordnet und über eine Wippe mechanisch miteinander gekoppelt sind. Dies ermöglicht eine kompakte Ausgestaltung der Verstelleinrichtung, so daß diese einen nur verhältnismäßig kleinen Montageraum erfordert.

Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung.

Es zeigen:

1: eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen fahrbaren Kehrmaschine;

2: eine schematische Darstellung einer Verstelleinrichtung zur Lageänderung einer Kehrwalze der Kehrmaschine, wobei die Kehrwalze ihre Ruhestellung einnimmt;

3: eine schematische Darstellung entsprechend 2, wobei die Kehrwalze ihre erste Arbeitsstellung einnimmt und

4: eine schematische Darstellung entsprechend 2, wobei die Kehrwalze ihre zweite Arbeitsstellung einnimmt.

In 1 ist schematisch eine fahrbare Kehrmaschine dargestellt, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 belegt ist. Sie weist einen Rahmen 12 auf, der einen Fahrersitz 14 trägt. Vor dem Fahrersitz ist ein Lenkrad 16 angeordnet, das über eine schräg nach vorne, d. h. schräg zur Fahrtrichtung 18 der Kehrmaschine 10 verlaufende Lenkstange 20 mit dem Rahmen 12 sowie mit einem lenkbaren Vorderrad 22 verbunden ist. Das Vorderrad ist zur Fortbewegung der Kehrmaschine 10 von einem Antriebsmotor 23 antreibbar.

In seinem rückwärtigen Bereich wird der Rahmen 12 von zwei Hinterrädern 24 gehalten. Zwischen dem Vorderrad 22 und den Hinterrädern 24 ist am Rahmen 12 eine Kehrwalze 30 angeordnet, die um eine quer zur Fahrtrichtung 18 ausgerichtete Drehachse 28 drehbar ist und die mittels eines an sich bekannten und deshalb in der Zeichnung nur schematisch dargestellten Motors 31 in Drehung versetzt werden kann.

Über die Außenkontur des Rahmens 12 überstehend ist in Fahrtrichtung 18 vor dem Vorderrad 22 an einem Lagerarm 32 eine um eine vertikale Drehachse 34 drehbare Tellerbürste 36 gehalten.

Mittels der Kehrwalze 30 und der Tellerbürste 36 kann eine Bodenfläche 38 gekehrt werden. Hierzu können die Kehrwalze 30 und die Tellerbürste 36 jeweils in Rotation um ihre jeweilige Drehachse 28 bzw. 34 versetzt und auf die zu reinigende Bodenfläche 38 abgesenkt und nach erfolgtem Kehrbetrieb wieder von der Bodenfläche 38 angehoben werden.

Die Kehrwalze 30 kann ausgehend von einer zur Bodenfläche 38 beabstandeten Ruhestellung, die in 2 dargestellt ist, während des Kehrbetriebes wahlweise in einer ersten Arbeitsstellung oder einer zweiten Arbeitsstellung positioniert werden. Die erste Arbeitsstellung ist in 3 dargestellt. In dieser Stellung nimmt die Drehachse 28 der Kehrwalze 30 einen vorgegebenen Abstand zur Bodenfläche 38 ein, d. h. die Kehrwalze folgt in dieser Stellung nicht etwaigen Bodenunebenheiten.

Im Gegensatz hierzu sitzt die Kehrwalze 30 in der zweiten Arbeitsstellung, die in 4 dargestellt ist, auf der Bodenfläche 38 auf und folgt daher etwaigen Unebenheiten. Der Verschleiß der Kehrwalze 30 während des Kehrbetriebes ist in der zweiten Arbeitsstellung erheblich größer als in der ersten Arbeitsstellung, wobei auch bei einer Positionierung der Kehrwalze 30 in ihrer ersten Arbeitsstellung in vielen Fällen ein sehr gutes Reinigungsergebnis erzielt werden kann.

Die Kehrwalze 30 ist am Rahmen 12 pendelnd gehalten mittels zweier Tragarme 40, die jeweils an einer Stirnseite der Kehrwalze 30 angeordnet sind und die Kehrwalze 30 zwischen sich aufnehmen. An den Tragarmen 40 ist die Kehrwalze 30 drehbar gelagert, und die Tragarme 40 sind um eine gemeinsame Schwenkachse 42 schwenkbar, die parallel zur Drehachse 28 der Kehrwalze 30 ausgerichtet ist.

Jedem Tragarm 40 ist ein Halteteil in Form eines zweiarmigen Hebels 44 zugeordnet, der ebenso wie der zugehörige Tragarm um die Schwenkachse 42 schwenkbar ist und einen ersten Hebelarm 45 und einen zweiten Hebelarm 46 aufweist. Der erste Hebelarm 45 verläuft ausgehend von der Schwenkachse 42 seitlich neben dem Tragarm 40 bis zu dessen Unterkante 48, die der Bodenfläche 38 zugewandt ist und die in der Ruhestellung sowie der ersten Arbeitsstellung der Kehrwalze 30 von einem seitlich vom ersten Hebelarm 45 nach außen abstehenden und einstückig mit dem ersten Hebelarm 45 verbundenen Kragen 50 untergriffen wird, wie dies in 2 und 3 dargestellt ist.

Der zweite Hebelarm 46 weist in die dem ersten Hebelarm 45 abgewandte Richtung. An das freie Ende des zweiten Hebelarmes 46 ist eine Kolbenstange 54 mit ihrem freien Ende angelenkt, die mit einem Zylinder 55 eines ersten Kolben-Zylinder-Aggregates 56 zusammenwirkt.

Seitlich neben dem ersten Kolben-Zylinder-Aggregat 56 ist ein zweites Kolben-Zylinder-Aggregat 58 angeordnet mit einem Zylinder 59 und einer Kolbenstange 60. Die beiden Kolben-Zylinder-Aggregate 56 und 58 sind jeweils als Gashydraulikaggregate augestaltet und über eine Wippe 62 mechanisch miteinander gekoppelt. Die Wippe 62 ist um eine parallel zur Schwenkachse 42 ausgerichtete Schwenkachse 63 schwenkbar. An die freien Enden der Wippe 62 ist jeweils ein Zylinder 55 bzw. 59 der beiden Kolben-Zylinder-Aggregate 56, 58 angelenkt.

Die Kolbenstange 60 des zweiten Kolben-Zylinder-Aggregates 58 ist mit ihrem freien Ende an eine Stütze 65 angelenkt, die mit dem Rahmen 12 mechanisch verbunden ist.

Die beiden Zylinder 55 und 59 weisen jeweils einen Anschlußstutzen 67 bzw. 68 auf, über die Arbeitsräume 69 bzw. 70 der Kolben-Zylinder-Aggregate 56, 58 mit unter Druck stehender Hydraulikflüssigkeit befüllbar sind. Die Anschlußstutzen 67 und 68 stehen hierzu über Hydraulikleitungen 72 bzw. 73 mit einem Ventilblock 75 in Strömungsverbindung, der eine Steuereinheit der Kehrmaschine 10 ausbildet und an den eine Hydraulikflüssigkeit zuführende Hydraulikpumpe 77 angeschlossen ist.

Der Ventilblock 75 ist vom Benutzer der Kehrmaschine 10 mittels eines neben dem Lenkrad angeordneten Tasters 80 steuerbar, der über eine Steuerleitung 81 mit dem Ventilblock 75 verbunden ist. Der Taster 80 stellt ein Bedienelement dar, mit dessen Hilfe eine Lageänderung der Kehrwalze 30 hervorgerufen werden kann.

Zu Beginn eines Kehrbetriebes kann der Benutzer den Motor 31 der Kehrwalze 30 in Gang setzen. Dies hat zur Folge, daß die Kehrwalze 30 selbsttätig in ihre in 3 dargestellte erste Arbeitsstellung überführt wird. Hierzu wird der Arbeitsraum 70 des zweiten Kolben-Zylinder-Aggregates 58 vom Ventilblock 75 über die Hydraulikleitung 73 mit unter Druck stehender Hydraulikflüssigkeit befüllt, so daß der bewegliche Zylinder 59 in Richtung auf die Stütze 65 versetzt wird und folglich die Wippe 62 eine Schwenkbewegung ausführt, die über das erste Kolben-Zylinder-Aggregat 56 auf den Hebel 44 übertragen wird. Durch Befüllen des Arbeitsraumes 70 mit Hydraulikflüssigkeit wird der Hebel 44 in 3 entgegen der Uhrzeigerrichtung verschwenkt, d. h. der erste Hebelarm 45 wird abgesenkt. Da der Tragarm 40 auf dem Kragen 50 des Hebels 44 aufsitzt, folgt er aufgrund des Eigengewichtes der Kehrwalze 30 der Schwenkbewegung des Hebels 44, und demzufolge wird die Kehrwalze 30 in ihre erste Arbeitsstellung überführt, die durch die Position des Kragens 50 und damit des Hebels 44 vorgegeben ist.

Der Übergang der Kehrwalze 30 von ihrer in 2 dargestellten Ruhestellung in die in 3 dargestellte erste Arbeitsstellung erfolgt beim Start des Motors 31 selbsttätig unter der Wirkung des Ventilblocks 75. Soll die Kehrwalze 30 ihre zweite Arbeitsstellung einnehmen, so muß hierzu der Benutzer den Taster 80 betätigen, so daß der Ventilblock 75 über die Steuerleitung 81 mit einem Steuersignal beaufschlagt wird, aufgrund dessen der Arbeitsraum 69 des ersten Kolben-Zylinder-Aggregates 56 mit unter Druck stehender Hydraulikflüssigkeit befüllt wird. Dies hat dann eine weitere Schwenkbewegung des Hebels 44 zur Folge, aufgrund derer der Tragarm 40, der mit dem Eigengewicht der Kehrwalze 30 belastet ist, sich soweit absenkt, bis die Kehrwalze 30 auf der Bodenfläche 38 aufsitzt, während der Hebel 44 seine Schwenkbewegung fortsetzt, bis der Kragen 50 eine zur Unterkante 48 des Tragarms 40 beabstandete Stellung einnimmt, so daß die stützende Wirkung des Kragens 50 auf den Tragarm 40 entfällt.

Wird der Motor 31 der Kehrwalze 30 oder der Antriebsmotor 23 des Fahrantriebes vom Benutzer der Kehrmaschine 10 abgeschaltet, so hat dies in beiden Fällen zur Folge, daß der Ventilblock 75 die Beaufschlagung der Kolben-Zylinder-Aggregate 56 und 58 mit Hydraulikflüssigkeit beendet. Die jeweiligen Kolbenstangen 54 bzw. 60 werden dann aufgrund der auf sie durch die Gasfüllung der Aggregate einwirkenden Rückstellkraft soweit aus dem jeweiligen Zylinder 55 bzw. 59 herausdrückt, daß der Hebel 44 verschwenkt wird und der Tragarm 40 von dem die Unterkante 48 untergreifenden Kragen 50 angehoben wird und folglich die Kehrwalze 30 ihre in 2 dargestellte Ruhestellung einnimmt. Zur Erzielung dieser Lageänderung ist es für den Benutzer nicht erforderlich, den Taster 80 zu betätigen, der Übergang in die Ruhestellung der Kehrwalze 30 erfolgt vielmehr selbsttätig, sobald der Antriebsmotor 23 des Fahrantriebes oder der Motor 31 der Kehrwalze 30 ausgeschaltet werden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Positionierung zumindest einer Kehrwalze einer fahrbaren Kehrmaschine, bei dem die Kehrwalze mittels eines Drehantriebes in Drehung versetzt und wahlweise in einer Ruhestellung, in der die Kehrwalze im Abstand zu einer Bodenfläche angeordnet ist, sowie einer ersten und einer zweiten Arbeitsstellung positioniert werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kehrwalze nach einem Start des Drehantriebes nur dann in ihrer zweiten Arbeitsstellung positioniert, wenn vom Benutzer ein Bedienungselement zur Lageänderung der Kehrwalze betätigt wurde.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man bei einem Start des Drehantriebes die Kehrwalze selbsttätig in ihrer ersten Arbeitsstellung positioniert.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man bei einem Stop des Drehantriebes die Kehrwalze selbsttätig in ihrer Ruhestellung positioniert.
  4. Fahrbare Kehrmaschine zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, mit mindestens einer um eine Drehachse drehbaren Kehrwalze, die mittels eines Drehantriebes in Drehung versetzbar ist und wahlweise in einer Ruhestellung, in der die Kehrwalze im Abstand zu einer Bodenfläche angeordnet ist, sowie einer ersten und einer zweiten Arbeitsstellung positionierbar ist, wobei die Drehachse der Kehrwalze in der ersten Arbeitsstellung einen vorgegebenen Abstand zur Bodenfläche einnimmt und wobei die Kehrwalze in der zweiten Arbeitsstellung auf der Bodenfläche aufsitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kehrwalze (30) nach einem Start des Drehantriebes (31) nur dann in ihrer zweiten Arbeitsstellung positionierbar ist, wenn vom Benutzer ein Bedienungselement (80) zur Lageänderung der Kehrwalze (30) betätigt wurde.
  5. Kehrmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kehrwalze (30) bei einem Start des Drehantriebes (31) selbsttätig in ihrer ersten Arbeitsstellung positionierbar ist.
  6. Kehrmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kehrwalze (30) bei einem Stop des Drehantriebes (31) selbsttätig in ihrer Ruhestellung positionierbar ist.
  7. Kehrmaschine nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kehrmaschine (10) einen Antriebsmotor (23) zur Fortbewegung der Kehrmaschine (10) aufweist, wobei bei einem Stop des Antriebsmotors (23) die Kehrwalze (30) selbsttätig in ihrer Ruhestellung positionierbar ist.
  8. Kehrmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kehrwalze (30) an mindestens einem absenkbaren und anhebbaren Tragarm (40) drehbar gelagert ist, wobei eine Absenkbewegung des Tragarmes (40) mittels eines verstellbaren Halteteiles (44) begrenzbar ist.
  9. Kehrmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (40) mittels des Halteteils (44) bewegbar ist.
  10. Kehrmaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (40) mittels des Halteteils (44) um eine parallel zur Drehachse (28) der Kehrwalze (30) ausgerichtete Schwenkachse (42) schwenkbar ist.
  11. Kehrmaschine nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (40) in der Ruhestellung und der ersten Arbeitsstellung der Kehrwalze (30) auf dem Halteteil (44) aufsitzt.
  12. Kehrmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (44) verschwenkbar gelagert ist und mit einer Verstelleinrichtung (56, 58) zum Schwenken des Halteteils (44) zusammenwirkt.
  13. Kehrmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung zumindest ein hydraulisches und/oder pneumatisches Kolben-Zylinder-Aggregat (56, 58) aufweist.
  14. Kehrmaschine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung zwei einfach wirkende hydraulische und/oder pneumatische Kolben-Zylinder-Aggregate (56, 58) aufweist.
  15. Kehrmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kolben-Zylinder-Aggregate (56, 58) nebeneinander angeordnet und über eine Wippe (62) mechanisch miteinander gekoppelt sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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