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Dokumentenidentifikation DE10218614B4 17.11.2005
Titel Verfahren zum Herstellen eines Rolladens
Anmelder Keller AG, Sulgen, CH
Erfinder Neff, Markus, Sulgen, CH
Vertreter Dr. Weiss, Weiss & Brecht, 78234 Engen
DE-Anmeldedatum 25.04.2002
DE-Aktenzeichen 10218614
Offenlegungstag 13.11.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.2005
Addition 10306612.8
IPC-Hauptklasse E06B 9/13
IPC-Nebenklasse A47B 96/20   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Rolladens zum Verschliessen von Öffnungen von Möbeln, insbesondere von Büromöbeln, mit einem flexiblen flächigen Element nach aussen, welches von Querstreben nach innen unterlegt wird.

Aus der US 3476 630 ist ein Verfahren zum Herstellen einer Falttür bekannt. In einem ersten Schritt wird ein Deckfurnier auf eine stabile Tragplatte aufgeleimt. In dieses Deckfurnier und die Tragplatte werden sich vertikal erstreckende Rinnen eingeformt. Dabei entstehen Furnierstreifen, die entfernbar auf der Tragplatte verbleiben.

In der DE-OS 1 529 707 wird ein Rolladen gezeigt, dessen Vorderseite aus einem flächenhaften, flexiblen Gebilde besteht, während seine Rückseite quer zur Laufrichtung verlaufende Rippen aufweist, wobei die Rippen als Hohlrippen ausgebildet sind.

Ferner zeigt die DE-OS 2 303 283 einen gliederlosen Flachbahn-Rolladen, dessen Oberflächenseite glatt und einstückig ausgebildet und seine andere Oberflächenseite, nämlich die Innenseite, mit sich quer zur Laufrichtung erstreckenden, nutenartigen Ausnehmungen versehen ist, deren Tiefe so gemessen ist, dass sich ein in Laufrichtung flexibler Gesamtverbund ergibt. Das Einschneiden der Folie birgt aber eine erhebliche Bruchgefahr in sich, da dieser Rolladen häufig geöffnet und geschlossen wird. Insbesondere bei Ungenauigkeiten kann es zu einem zu tiefen Einschneiden des Rolladens kommen.

Aus der DE 17 13 340 U ist ein Rolladen für Möbel mit aussenliegendem biegsamen Furnier bekannt, wobei auf dessen Innenseite eine Gewebeverstärkung und Querleisten vorgesehen sind. Dabei weisen die im geringen Abstand angeordneten Querleisten ein Trapezprofil auf und sind auf der dem Gewebe zugekehrten Seite an den Längskanten abgerundet oder abgeflacht. Das trapezförmige Profil der Leisten ermöglicht es, diese Querleisten sehr nahe, d. h. in sehr geringem Abstand voneinander anzuordnen, wobei trotzdem das Aufwickeln des Rolladens auf einen verhältnismässig kleinen Durchmesser möglich ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen eines Rolladens zu schaffen, der eine grössere Steifigkeit, gute Laufeigenschaften und einen geringeren Verschleiss aufweist, wobei die Herstellung wesentlich erleichtert ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass eine Platte aus einem Werkstoff für die Querstreben mit einer Mehrzahl von Rinnen mit parallel oder zueinander schräg verlaufenden Wänden versehen, danach die Rinnen mit dem flächigen Element überdeckt und anschliessend die Rinnen von der nicht überdeckten Seite der Platte her geöffnet werden.

In einem ersten Arbeitsschritt wird somit eine Platte, die aus einem Werkstoff für die Querstreben, bspw. aus Holz oder Kunststoff besteht, auf einer Oberfläche mit Querrinnen versehen, die parallel oder schräg zueinander verlaufende Wände zu einem Rinnengrund hin aufweisen. Das Einformen dieser Wände kann bspw. schon beim Herstellen der Kunststoffplatte selbst erfolgen oder, wenn bspw. Holz verwendet wird, durch Ausfräsen oder Einschneiden geschehen. Hier ist an alle möglichen Formgebungsverfahren gedacht.

In einem zweiten Arbeitsschritt werden die offenen Rinnen von dem flächigen Gebilde überdeckt. Bspw. wird eine Kunststoffolie über die Rinnen gelegt und auf zwischen den Rinnen vorhandene Anlageflächen aufgeleimt.

In einem dritten Arbeitsschritt wird die Platte mit dem flächigen Element gedreht und von der dem flächigen Element gegenüberliegenden Seite eingeschnitten. Das Einschneiden erfolgt ebenfalls parallel oder schräg und zum Nutengrund hin, so dass durch das Einschneiden der Nutengrund aufgeschnitten und die oben erwähnt Rinne vollkommen geöffnet wird. Auf diese Weise entstehen rechteckige oder rombische Querstreben, die bereits mit dem flächigen Element verbunden sind. Dieses Herstellungsverfahren ist einfach und kostengünstig.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in

1 einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemässen Rolladen, der über eine Umlenkrolle geführt ist;

2 eine Draufsicht auf einen Teil eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen Rolladens;

3 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt aus einem weiteren Ausführungsbeispiel eines Rolladens;

4 Stufen eines erfindungsgemässen Herstellungsverfahrens eines Rolladens gemäss 3.

In 1 ist eine Umlenkrolle 1 erkennbar, über die ein Rolladen 2 geführt ist. Der Rolladen 2 besteht aus einer Aussenseite aus einem flächigen Element 3, bspw. einem textilen Gewebe oder einer Kunststoffolie.

Nach Innen ist das flächige Element 3 mit Querstreben 4 versehen, welche eine unterschiedliche Querschnittsform aufweisen können. In jedem Fall sind sie, wie in den 2 und 3 gezeigt, voneinander beabstandet.

Die Querstreben 4.1 gemäss 2 besitzen eine querschnittlich rechteckige Form, wobei dem flächigen Gebilde 2 gegenüber eine parallele Stützfläche 5.1 ausgebildet ist. Mit dieser Stützfläche 5.1 stützen sich die Querstreben 4.1 auf dem Mantel 6 einer Innenrolle der Umlenkrolle 1 ab. Ein Abstand a zwischen zwei Querstreben 4.1 hat den Vorteil, dass die Querstreben 4.1 um den Mantel 6 bzw. die Umlenkrolle 1 herumgeführt werden können, ohne dass sie sich gegenseitig behindern. Ihre jeweiligen Stützflächen 5.1 verlagern sich nun näher zueinander.

Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel nach 3 sollen Querstreben 4.2 querschnittlich rombisch ausgebildet sein. Somit weist jede Querstrebe 4.1, ausser einer parallel zu dem flächigen Element 3 verlaufenden Stützfläche 5.1, noch jeweils vier schräge Wände 7.1 bis 7.4 auf. Die schrägen Wände 7.2 und 7.3 sind noch durch eine Anlagefläche 8 miteinander verbunden, wobei an der Anlagefläche 8 das flächige Element 3 anliegt. In 1 ist erkennbar, dass diese rombischen Querstreben 5.2 beim Umlenken um die Umlenkrolle 1 mit ihren schrägen Wänden 7.1 und 7.4 aneinander liegen.

Ein derartiger erfindungsgemässer Rolladen gemäss 3 soll nach einem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt werden, wie es anhand 4 näher erläutert wird.

In einem ersten Verfahrensschritt wird eine Platte 9, die aus einem Werkstoff für die Querstreben 4 besteht, von einer Seite her mit Rinnen 10 versehen. Diese Rinnen 10 besitzen bereits die schrägen Wände 7.2 und 7.3, wobei das Herstellen der Rinnen 10 bspw. durch spanabhebendes Bearbeiten oder durch Einschneiden erfolgen kann.

Zwischen den einzelnen Rinnen sind bereits die Anlageflächen 8 ausgebildet, auf die nun in einem zweiten Verfahrensschritt das flächige Element 3 aufgelegt und bspw. verleimt wird.

Nunmehr wird in einem dritten Verfahrensschritt von der dem flächigen Element 3 gegenüberliegenden Seite her die Platte 9 eingeschnitten und zwar jeweils schräg bis zu dem durch die Rinne 10 gebildeten Rinnengrund 11. Hierdurch wird die Rinne 10 geöffnet, so dass jetzt die einzelnen Querstreben 4.2 voneinander beabstandet auf dem flächigen Element 3 festgelegt sind. Gleichzeitig ist die Stützfläche 5 ausgebildet.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Herstellen eines Rolladens zum Verschliessen von Öffnungen von Möbeln, insbesondere von Büromöbeln, mit einem flexiblen flächigen Element (3) nach aussen, welches von Querstreben (4) nach innen unterlegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Platte (9) aus einem Werkstoff für die Querstreben (4.2) mit einer Mehrzahl von horizontal verlaufenden Rinnen (10) mit parallel oder zueinander schräg verlaufenden Wänden (7.2, 7.3) versehen, danach die Rinnen (10) mit dem flächigen Element (3) überdeckt und anschliessend die Rinnen (10) von der nicht überdeckten Seite der Platte (9) her geöffnet werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinnen (10) mit den parallelen der schrägen Wänden (7.2, 7.3) eingeschnitten werden und auch das Öffnen der Rinnen (10) durch Einschneiden erfolgt.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnen der Rinnen (10) durch schräges Einschneiden erfolgt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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