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Dokumentenidentifikation DE202004013911U1 17.11.2005
Titel Anordnung zum Aufhängen von Gegenständen
Anmelder Friedrichs, Heinz, 41749 Viersen, DE
Vertreter Andrejewski, Honke & Sozien, 45127 Essen
DE-Aktenzeichen 202004013911
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 17.11.2005
Registration date 13.10.2005
Application date from patent application 03.09.2004
IPC-Hauptklasse A47G 1/20

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Aufhängen von Gegenständen bestehend aus einem vertikal ausgerichteten Aufhängetableau und mindestens einem an einem aufzuhängenden Gegenstand angeordneten Aufhänger.

Aus der Druckschrift DE 100 13 645 C2 ist ein Aufhänger zur Befestigung von Gegenständen an ebenen Flächen bekannt, der aus flächigen Stanzteiten besteht. Die Stanzteile besitzen jeweils eine bewegliche, vorspringende Zunge und sind so zusammensteckbar, dass die Zunge eine Rückfläche des anderen Stanzteiles hinterfasst. Ferner können an dem aufzuhängenden Gegenstand sowie an der Aufhängefläche jeweils mehrere Stanzteile angeordnet sein, um die Tragkraft des Aufhängers zu erhöhen. Die Anzahl der am aufzuhängenden Gegenstand befestigten Stanzteile entspricht hierbei der Anzahl der an der Aufhängefläche angeordneten Stanzteile.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Aufhängen von Gegenständen bereit zu stellen, welche eine übersichtliche Aufhängung von Gegenständen an einer vertikalen Fläche erlaubt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Anordnung zum Aufhängen von Gegenständen bestehend aus

  • einem vertikal ausgerichteten Aufhängetableau, das eine Vielzahl von aus der Tableauebene herausragenden Tableauzungen aufweist, und
  • mindestens einem an einem aufzuhängenden Gegenstand angeordneten, mindestens eine abstehende Aufhängerzunge aufweisenden Aufhänger, wobei die Aufhängerzunge beim Aufhängen des Gegenstandes eine Tableauzunge des Aufhängetableaus hintergreift und mit dieser eine formschlüssige Verbindung bildet und wobei die Anzahl der Tableauzungen größer als die Anzahl der Aufhängerzungen eines Aufhängers ist, so dass an dem Aufhängetableau gleichzeitig mehrere Gegenstände aufhängbar sind. Das Aufhängetableau kann als formstabiler Körper, zum Beispiel als Kunststoffspritzgussteil, ausgebildet sein, wobei die Aufhängezungen jedoch zweckmäßig aus dünnwandigen, vorzugsweise biegsamen Lappen bestehen. Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung besteht das Aufhängetableau aus einem flächigen, biegsamen Material, zum Beispiel Kunststoff, Karton oder ähnlichem, und weist durch Ausstanzen erzeugte Tableauzungen auf. Hierdurch ist es auf einfache Weise möglich, die Tableauzungen sowie die vorzugsweise ebenfalls durch Stanzen des Aufhängers gebildeten Aufhängerzungen geringfügig umzubiegen, um beim Aufhängevorgang einen gegenseitigen Eingriff zu ermöglichen. Die erfindungsgemäße Anordnung ist als Aufhänge- und Ordnungssystem in praktisch allen Lebensbereichen verwendbar. So kann sie beispielsweise im Haushalt dazu dienen, Verpackungen für Arzneimittel, Lebensmittel oder dergleichen übersichtlich neben- und/oder übereinander an einer vertikalen Fläche anzuordnen. Ferner können ganz allgemein Gegenstände aller Art, die im Haushalt verwendet werden, wie z. B. Netzteile für Handys, Spielzeuge, Schreibutensilien, Werkzeuge oder dergleichen auf einfache Weise an einer vertikalen Fläche aufgehängt und somit übersichtlich angeordnet werden. Die erfindungsgemäße Anordnung ist jedoch auch im gewerblichen Bereich einsetzbar, beispielsweise als Lagersystem für kleinteilige Gegenstände oder im Bürobereich. Denkbar ist ferner auch das Befestigen des Aufhängetableaus an der Innenseite eines Koffers, um hierdurch verschiedene Utensilien, wie z. B. Handys, Taschenrechner, Lineale, Notizblöcke und ähnliche Büromaterialien oder Gegenstände des täglichen Bedarfs in einem stets geordneten Zustand im Koffer aufzubewahren.

Um die Tragkraft zu erhöhen, kann der Aufhänger mehrere nebeneinander und/oder übereinander angeordnete Aufhängerzungen aufweisen, die im aufgehängten Zustand jeweils mit einer zugeordneten Tableauzunge zusammenwirken. Die Tableauzungen sind hierzu in Reihen und/oder Spalten angeordnet. Insbesondere können die Tableauzungen in mehreren horizontalen Reihen übereinander angeordnet sein, die in Intervallen einen vergrößerten Abstand zueinander aufweisen. Auf diese Weise werden mehrere übereinander angeordnete Aufhängebereiche geschaffen, die bei gleichzeitig geringem Herstellungsaufwand für das Aufhängetableau ein übersichtliches Aufhängen von Gegenständen in mehreren Reihen erlauben.

Der Aufhänger kann als flächiges Element ausgebildet und an einer ebenen Oberfläche des aufzuhängenden Gegenstandes befestigt sein. Die Befestigung kann beispielsweise mittels eines Klebstoffes, Schrauben, eines Klettbandes, Nieten oder dergleichen erfolgen. Alternativ hierzu ist es jedoch auch möglich, dass der Aufhänger in eine äußere Wandung des aufzuhängenden Gegenstandes integriert ist, wobei die Aufhängerzunge durch Stanzen der Wandung gebildet ist. So können beispielsweise Verpackungskartons rückseitig durch einen Stanzvorgang mit einer zungenförmigen Perforierung versehen werden, so dass der Endverbraucher mittels einer Durchtrennung der Perforierung die Aufhängerzunge aus der Ebene der Verpackungswandung herausbiegen und anschließend in eine Tableauzunge des Aufhängetableaus einhängen kann. Ferner ist es auch möglich, bei oberseitig mit einer Lasche versehenen Tütenverpackungen den in vielen Fällen bereits vorhandenen Längsschlitz in der Lasche endseitig jeweils zungenförmig zu gestalten, um die Tütenverpackung ebenfalls an dem Aufhängetableau aufhängen zu können. Es versteht sich, dass das Aufhängetableau sich auch zum Aufhängen von Gegenständen eignet, an denen die Aufhängezungen konstruktiv bereits vorhanden sind.

Das Aufhängetableau kann Befestigungsmittel zur Montage an einer Wand aufweisen, wobei beispielsweise wiederum die oben bereits genannten Befestigungsmittel zum Einsatz kommen können. Das Aufhängetableau kann rechteckförmig ausgebildet sein oder aber auch von einem Rechteck abweichende Geometrie, wie z. B. eine Kreis-, Herz- oder Sternform oder eine andere Schmuckform aufweisen. Alternativ hierzu kann das Aufhängetableau ferner eine in die äußere Wandung eines zweiten, größeren Gegenstandes integriert sein.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlich erläutert. Es zeigen schematisch:

1 eine erfindungsgemäße Anordnung zum Aufhängen von Gegenständen in der Seitenansicht,

2 die Rückseite des in der 1 rechts dargestellten Gegenstandes,

3 den Schnitt A-A in 1,

4 und 5 die Rückseite eines aufzuhängenden Gegenstandes gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,

6 bis 8 alternative Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Aufhängetableaus in der Seitenansicht.

In der 1 ist eine Anordnung zum Aufhängen von Gegenständen 1 dargestellt. Die Anordnung besteht einerseits aus einem vertikal ausgerichteten Aufhängetableau 2, das eine Vielzahl von aus der Tableauebene herausragenden Tableauzungen 4 aufweist (vgl. 3). Zum anderen sind mehrere, an jeweils einem aufzuhängenden Gegenstand 1 angeordnete Aufhänger 5 vorgesehen (vgl. 2), die jeweils wiederum mehrere abstehende Aufhängerzungen 6 aufweist. Insbesondere der 3 ist zu entnehmen, dass eine einzelne Aufhängerzunge 6 beim Aufhängen des Gegenstandes 1 eine Tableauzunge 4 des Aufhängetableaus 2 hintergreift und mit dieser eine formschlüssige Verbindung bildet. In 2 sind die Aufhängerzungen 6 in zwei Spalten nebeneinander sowie in drei Reihen übereinander angeordnet und wirken im aufgehängten Zustand jeweils mit einer zugeordneten Tableauzunge 4 zusammen. Die 1 zeigt, dass die Anzahl der Tableauzungen 4 deutlich größer als die Anzahl der Aufhängerzungen 6 eines einzelnen Aufhängers 5 ist, so dass an dem Aufhängetableau 2 gleichzeitig mehrere Gegenstände 1 aufhängbar sind. Im Ausführungsbeispiel beträgt die Anzahl der Tableauzungen ein Mehrfaches der Anzahl der Aufhängerzungen eines einzelnen Aufhängers. Vorzugsweise beträgt das Verhältnis von Tableauzungenzahl zur Anzahl der Aufhängerzungen pro Aufhänger mehr als 2, besonders bevorzugt mehr als 5. Ferner ist zu erkennen, dass die Tableauzungen 4 in mehreren horizontalen Reihen 7 übereinander angeordnet sind, die in Intervallen einen vergrößerten Abstand L zueinander aufweisen. Der vergrößerte Abstand L kann nach jeweils einer oder mehreren (im Ausführungsbeispiel drei) Reihen 7 vorgesehen sein. Hierdurch ist es möglich, auf einfache Weise mehrere Aufhängereihen 8 zu bilden, die ein übersichtliches mehrreihiges Anordnen auch von länglichen Gegenständen ermöglicht.

In 2 ist der Aufhänger 5 als flächiges Element ausgebildet und an einer ebenen Oberfläche 9 des aufzuhängenden Gegenstandes 1 befestigt. Im Ausführungsbeispiel gemäß 4 ist hingegen der Aufhänger in eine Verpackung 10 des aufzuhängenden Gegenstandes 1 integriert, wobei die Aufhängerzunge 6 durch einen perforierten Schlitz 3 in der Verpackungswandung gebildet ist. Durch Auftrennen der Perforierung 11 kann der Endverbraucher die Aufhängerzunge 6 aus der Ebene der Verpackungswandung herausbiegen und somit die Verpackung 10 in das Aufhängetableau 2 in der bereits beschriebenen Weise einhängen. Die 5 zeigt eine Tütenverpackung 12, an der oberseitig eine Kartonlasche 13 befestigt ist. Die Lasche 13 ist mit einem waagerecht ausgerichteten Schlitz 14 versehen, der an seinen beiden Enden jeweils eine Aufhängerzunge 6 zum Aufhängen der Tüte 12 an dem Aufhängetableau 2 bildet.

In den Ausführungsbeispielen gemäß den 1 und 6 bis 8 ist das Aufhängetableau 2 jeweils als flächiges Element ausgebildet und weist nicht näher dargestellte Befestigungsmittel zur Montage an einer Wand 15 auf. In den 1, 6 und 7 ist das Aufhängetableau 2 rechteckförmig ausgebildet. Das Aufhängetableau 2 kann, wie in 1 dargestellt, eine Breite B aufweisen, welche ungefähr der Höhe H entspricht. In 6 ist das Aufhängetableau 2 als waagerechtes Band ausgebildet, dessen Breite B um ein Vielfaches größer als dessen Höhe H ist, während in 7 das Aufhängetableau 2 die Form eines senkrechten Bandes aufweist, dessen Höhe H um ein Vielfaches größer als dessen Breite B ist. In 8 besitzt das Aufhängetableau 2 eine Herzform. Im Rahmen der Erfindung liegt es aber auch, das Aufhängetableau 2 in die äußere Wandung eines zweiten, größeren Gegenstandes zu integrieren.


Anspruch[de]
  1. Anordnung zum Aufhängen von Gegenständen (1) bestehend aus

    einem vertikal ausgerichteten Aufhängetableau (2), das eine Vielzahl von aus der Tableauebene herausragenden Tableauzungen (4) aufweist und

    mindestens einem an einem aufzuhängenden Gegenstand (1) angeordneten, mindestens eine abstehende Aufhängerzunge (6) aufweisenden Aufhänger (5),

    wobei die Aufhängerzunge (6) beim Aufhängen des Gegenstandes (1) eine Tableauzunge (4) des Aufhängetableaus (2) hintergreift und mit dieser eine formschlüssige Verbindung bildet und wobei die Anzahl der Tableauzungen (4) größer als die Anzahl der Aufhängerzungen (6) eines Aufhängers (5) ist, so dass an dem Aufhängetableau (2) gleichzeitig mehrere Gegenstände (1) aufhängbar sind.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufhängetableau (2) aus einem flächigen, biegsamen Material besteht und durch Ausstanzen erzeugte Tableauzungen (4) aufweist.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufhänger (5) mehrere nebeneinander und/oder übereinander angeordnete Aufhängerzungen (6) aufweist, die im aufgehängten Zustand jeweils mit einer zugeordneten Tableauzunge (4) zusammenwirken.
  4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tableauzungen (4) in mehreren horizontalen Reihen (7) übereinander angeordnet sind, die in Intervallen einen vergrößerten Abstand (L) zueinander aufweisen.
  5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufhänger (5) als flächiges Element ausgebildet und an einer ebenen Oberfläche (9) des aufzuhängenden Gegenstandes (1) befestigt ist.
  6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufhänger (5) in eine äußere Wandung des aufzuhängenden Gegenstandes (1) integriert ist, wobei die Aufhängerzunge (6) durch Stanzen der Wandung gebildet ist.
  7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufhängetableau (2) Befestigungsmittel zur Montage an einer Wand (15) aufweist.
  8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufhängetableau (2) in die äußere Wandung eines zweiten, größeren Gegenstandes integriert ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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