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Dokumentenidentifikation DE202005007907U1 17.11.2005
Titel Tisch, insbesondere Couchtisch
Anmelder JK Möbelideen GmbH, 33335 Gütersloh, DE
Vertreter Thielking und Kollegen, 33602 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202005007907
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 17.11.2005
Registration date 13.10.2005
Application date from patent application 20.05.2005
IPC-Hauptklasse A47B 13/02
IPC-Nebenklasse A47B 7/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Tisch, insbesondere Couchtisch, mit einem aus zwei Wangen bestehenden Untergestell und mit einer ebenen Tischplatte.

Solche Tische mit einem aus Wangen bestehenden Untergestell sind in unzähligen Ausgestaltungen hinreichend bekannt. In vielen Fällen haben die Wangen aus gestalterischen Gründen eine dreidimensionale Form und müssen mit separaten Verbindungsmitteln entweder untereinander oder relativ zur Tischplatte fixiert werden. Für Tische, die als sogenannte Mitnahmemöbel konzipiert sind, stellen zusätzliche Montageelemente und dafür notwendige Werkzeuge ein Problem dar, weil sie beim Verpacken der Tische oder später beim Transport verlorengehen können. Außerdem sind zusätzliche Bauteile und Montagehilfen für eine flachliegende, raumsparende Anordnung hinderlich, darauf kommt es aber gerade bei Mitnahmemöbeln an, die zudem noch einfach aufzubauen sein müssen.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Tisch der eingangs genannten Art zu schaffen, der kostengünstig hergestellt werden kann, dessen Tischplatte und Untergestell in flachliegender, miteinander paralleler Anordnung für den Versand und die sonstigen Transportzwecke raumsparend verpackt werden können und der als Mitnahmemöbel für den Endverbraucher problemlos aufzubauen ist.

Diese Aufgabe wird bei einem Tisch mit den oben genannten Merkmalen dadurch gelöst, daß die Wangen aus zwei ebenen, deckungsgleichen Platten mit je einer zur Aufstandsebene hin anzuordnenden, unteren Schmalseite sowie einer zur Tischplatte hin anzuordnenden oberen Schmalseite bestehen, wobei in der ersten Platte ausgehend von der unteren Schmalseite hin ein erster Steckschlitz und in der zweiten Platte ausgehend von der oberen Schmalseite zur unteren Schmalseite hin ein zweiter Steckschlitz angeordnet ist und die Summe der Längen beider Steckschlitze gleich dem Abstand zwischen den oberen Schmalseiten und den unteren Schmalseiten der Platten ist.

Für den erfindungsgemäßen Tisch ist wesentlich, daß nicht nur die Tischplatte sondern auch die das Untergestell bildenden Wangen eben ausgeführt sind, so daß in zerlegter Form des Tisches dessen Bauteile flach aufeinanderliegend raumsparend verpackt werden können. Die im Umriß identische Ausbildung der Platten, welche die Wangen bilden, ermöglichen eine kostengünstige Herstellung des Untergestells. Die Steckschlitze in den die Wangen bildenden Platten ermöglichen einen einfachen Aufbau des Tischuntergestells, der sinnfällig ist und eine stabile Ausrichtung der Platten des Untergestells zueinander sicherstellt.

Vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der nachstehenden Beschreibung.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert. Dabei zeigen:

1 einen Couchtisch in perspektivischer Wiedergabe und

2 eine perspektivische gesprengte Darstellung der Bauteile des Tisches nach 1.

An dem in 1 dargestellten Tisch erkennt man im einzelnen ein Untergestell, welches aus einer ersten Wange 1 und einer zweiten Wange 2 besteht. Diese beiden Wangen 1, 2 stehen rechtwinklig zueinander und tragen eine kreisrunde Tischplatte 3 sowie eine darunter angeordnete, kreisrunde Unterplatte 4, deren Zentrum mit dem der Tischplatte 3 deckungsgleich ist. Das durch die Wangen 1, 2 gebildete Untergestell des Tisches ist rotationssymmetrisch ausgebildet, wobei die Rotationsachse die vertikale Mittenlinie ist, die durch die Zentren der Tischplatte 3 und der Unterplatte 4 hindurchgeht.

Die das Untergestell bildenden Wangen 1, 2 bestehen aus zwei ebenen Platten 5 und 6, die, soweit es den Umriß betrifft, miteinander deckungsgleich sind. Die Platten 5, 6 bestehen aus massivem Holz oder einem Holzwerkstoff mit der Festigkeit von Holz. 2 veranschaulicht im einzelnen die Form dieser die Wangen 1, 2 bildenden Platten 5 und 6, die etwa die Form eines kopfstehenden U haben, wenn man von der Gebrauchslage des Tisches ausgeht. So weisen die Platten 5, 6 einen unteren Abschnitt 7 auf, der im wesentlichen die Form eines Rechtecks oder eines Trapezes hat. Einstückig mit dem unteren Plattenabschnitt 7 sind Ausbuchtungen 8, die an den seitlichen Endbereichen des unteren Plattenabschnitts 7 nach oben hin vorstehen. Die nasenförmigen Ausbuchtungen 8 weisen einen gerundeten Scheitelbereich auf, und auf den Scheiteln 9 der Ausbuchtungen 8, die vorzugsweise mit einer Abflachung versehen sind, ist die Tischplatte 3 aufgelagert, soweit es den gebrauchsfertig zusammengefügten Tisch betrifft. Im Falle einer aus Glas oder aus einem sonstigen glatten Material bestehenden Tischplatte 3 werden an den Scheiteln 9 der Ausbuchtungen 8 Sauger vorgesehen, um die Tischplatte 3 zu fixieren.

Von besonderer Bedeutung ist die Steckbarkeit der beiden die Wangen 1, 2 bildenden Platten 5 und 6 des Tischuntergestells. Die beiden Platten 5, 6 weisen eine untere Schmalseite 10 auf, die entweder in gerader Richtung oder mit leichter konkaver Wölbung verläuft. Die erste Platte 5 weist ausgehend von dieser unteren Schmalseite 10 einen nach oben hin sich erstreckenden Steckschlitz 13 auf, der etwa über die halbe Höhe des unteren Plattenabschnitts 7 reicht und sich entlang der vertikalen Mittenlinie erstreckt, die durch das Zentrum der Tischplatte 3 und das der Unterplatte 4 hindurchgeht und Symmetrielinie für die Platten 5, 6 ist. Zwischen den nach oben hin vorstehenden Ausbuchtungen 8 haben die Platten 5, 6 eine obere Schmalseite 11, die in gerader horizontaler Richtung bezogen auf die Gebrauchslage verläuft und den unteren Plattenabschnitt 7 nach oben hin begrenzt. Die zweite Platte 6 weist einen Steckschlitz 14 auf, der ausgehend von der oberen Schmalseite 11 sich nach unten hin in vertikaler Richtung erstreckt und dessen Länge auf die Länge des Steckschlitzes 13' der ersten Platte 5 abgestimmt ist. Denn die Summe der Längen beider Steckschlitze 13, 14 ist mindestens gleich dem Abstand zwischen den unteren Schmalseiten 10 und den oberen Schmalseiten 11 der Platten 5, 6, zweckmäßig hat jeder der Steckschlitze 13, 14 eine Länge, die dem halben Abstand zwischen den erwähnten Schmalseiten 11, 10 der Platten 5, 6 entspricht. Dieser Abstand ergibt sich entlang der zentralen, vertikalen Mittellinie, die durch den gesamten Tisch hindurchgeht. Die Weite der Steckschlitze 13, 14 entspricht der Dicke der Platten 5, 6 und die Flanken der Steckschlitze 13, 14 verlaufen jeweils rechtwinklig zu der Ebene der Platte 5 bzw. der Platte 6. So können die beiden Platten 5, 6 im Schiebesitz entlang der Steckschlitze 13, 14 zusammengesteckt werden, um ein standsicheres Tischuntergestell zu bilden.

Die gegenüber den Scheiteln 9 der Ausbuchtungen 8 der Platten 5, 6 abgesenkten oberen Platten-Schmalseiten 11 bilden in zusammengesteckter Anordnung des Tischuntergestells ein Auflagekreuz für die Unterplatte 4. Die Länge der oberen, geraden Schmalseiten 11 der Platten 5, 6 ist etwa gleich dem Durchmesser der Platte 4, die dadurch einen sicheren Halt auf dem Auflagerkreuz hat.

Die Platten 5, 6 weisen ferner seitliche Schmalseiten 15 auf, die leicht geneigt sind und von unten nach oben hin unter einem spitzen Winkel divergieren. Dadurch nimmt jede dieser seitlichen Schmalseiten 15 der Platten 5, 6 einen spitzen Winkel zu der erwähnten vertikalen Mittenlinie durch den Tisch ein. Gleiches trifft auch für die Schmalseiten 16 zu, die sich von den Scheiteln 9 der Ausbuchtungen 8 der Platten 5, 6 bis zu deren tieferliegenden, oberen Schmalseiten 11 erstrecken. Der Neigungswinkel dieser Schmalseiten 16 an den Innenseiten der Ausbuchtungen 8 ist etwas größer als der Neigungswinkel der seitlichen Schmalseiten 15 an den Platten 5, 6.


Anspruch[de]
  1. Tisch, insbesondere Couchtisch, mit einem aus zwei Wangen bestehenden Untergestell und mit einer ebenen Tischplatte, dadurch gekennzeichnet, daß die Wangen aus zwei ebenen, deckungsgleichen Platten (5, 6) mit je einer zur Aufstandsebene hin anzuordnenden, unteren Schmalseite (10) sowie einer zur Tischplatte (3) hin anzuordnenden, oberen Schmalseite (11) bestehen, wobei in der ersten Platte (5) ausgehend von der unteren Schmalseite (10) in Richtung zur oberen Schmalseite (11) hin ein erster Steckschlitz (13) und in der zweiten Platte (6) ausgehend von der oberen Schmalseite (11) in Richtung zur unteren Schmalseite (10) hin ein zweiter Steckschlitz (14) angeordnet ist und die Summe der Längen beider Steckschlitze (13, 14) gleich dem Abstand zwischen den oberen Schmalseiten (11) und den unteren Schmalseiten (10) der Platten (5, 6) ist.
  2. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Wangen (1, 2) bildenden Platten (5, 6) in zusammengesteckter Anordnung im rechten Winkel zueinander stehen und die Steckschlitze (13, 14) in den Platten (5, 6) eine Weite gleich der Plattendicke mit rechtwinklig zu der Ebene der jeweiligen Platte (5, 6) stehenden Flanken haben.
  3. Tisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckschlitze (13, 14) der Wangen (1, 2) entlang einer bezogen auf die Gebrauchslage vertikalen Mittellinie der Platten (5, 6) angeordnet sind.
  4. Tisch nach einem der Ansprüche 1 – 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Wangen (1, 2) bildenden Platten (5, 6) nach Art eines bezogen auf die Gebrauchslage kopfstehenden U mit einem unteren Plattenabschnitt (7) und mit daran an dessen beiden seitlichen Endbereichen nach oben hin vorstehenden Ausbuchtungen (8) ausgebildet sind, wobei auf den Scheiteln (9) dieser Ausbuchtungen (8) die Tischplatte (3) auflagerbar ist.
  5. Tisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Schmalseiten (11) der Platten (5, 6) sich bezogen auf die Gebrauchslage abgesenkt zwischen den Ausbuchtungen (8) befinden.
  6. Tisch nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Schmalseiten (11) der Platten (5, 6) zwischen deren Ausbuchtungen (8) in der Gebrauchslage horizontal verlaufen und darauf eine Unterplatte (4) aufgelegt ist, deren Format kleiner als das der Tischplatte (3) ist.
  7. Tisch nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterplatte (4) kreisrund ist.
  8. Tisch nach einem der Ansprüche 1 – 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte (3) kreisrund ist.
  9. Tisch nach einem der Ansprüche 1 – 8, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Schmalseiten (10) der Platten (5, 6) konkav gewölbt sind.
  10. Tisch nach einem der Ansprüche 1 – 9, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Schmalseiten (15) der Platten (5, 6) unter einem spitzen Winkel zur vertikalen Tischmittenlinie hin geneigt verlaufen.
  11. Tisch nach einem der Ansprüche 4 – 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmalseiten (16), die sich an den Innenseiten der Ausbuchtungen (8) der Platten (5, 6) befinden, ebenfalls unter einem spitzen Winkel zur vertikalen Tischmittenlinie hin geneigt verlaufen.
  12. Tisch nach einem der Ansprüche 1 – 11, dadurch gekennzeichnet, daß die die Wangen (1, 2) bildenden Platten (5, 6) aus Holz bestehen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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