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Dokumentenidentifikation DE202005012352U1 17.11.2005
Titel Pferdedecke
Anmelder BUSSE Sportartikel GmbH & Co. KG, 49393 Lohne, DE
Vertreter Hoefer & Partner, 81545 München
DE-Aktenzeichen 202005012352
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 17.11.2005
Registration date 13.10.2005
Application date from patent application 05.08.2005
IPC-Hauptklasse B68C 5/00
IPC-Nebenklasse B68C 1/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Pferdedecke.

Bei Pferdedecken besteht die Möglichkeit, diese auf das Pferd lose aufzulegen und beispielsweise im Brustbereich mittels eines Bandes oder einer Schließe zu sichern. Weiterhin ergeben sich Anwendungsfälle, in denen es notwendig ist, die Pferdedecke mittels zusätzlicher Gurte, die den Körper des Pferdes untergreifen, gegen ein Verrutschen und Herunterfallen zu sichern. Sofern dies mittels loser Gurte erfolgt, können diese verloren gehen oder falsch eingesetzt werden. Sofern ein Ende des Gurtes an der Pferdedecke befestigt ist, hängen die Gurte im nicht benutzten Zustand lose herunter, schleifen am Boden und stellen eine Gefahr dar, da sowohl der Reiter als auch das Pferd auf das Gurtende treten können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Pferdedecke der eingangs genannten Art zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit die Nachteile des Standes der Technik vermeidet.

Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass die Pferdedecke mit zumindest einem den Körper des Pferdes umgreifenden Gurt versehen ist, wobei der Gurt an einer Seite der Pferdedecke an dieser verbunden ist und an der anderen Seite lösbar an der Pferdedecke befestigt ist. Hierdurch ist es erfindungsgemäß möglich, die Pferdedecke sowohl im gurtgesicherten Zustand als auch ohne Gurtsicherung zu verwenden. Erfindungsgemäß sind weiterhin Mittel zum Sichern des gelösten Gurtes, d.h., des gelösten Gurtendes, vorgesehen.

Die erfindungsgemäße Pferdedecke zeichnet sich durch eine Reihe von Vorteilen aus. Erfindungsgemäß wird sichergestellt, dass die beiden Gurtenden im gelösten Zustand sicher an der Pferdedecke gehalten und befestigt sind. Sie hängen somit nicht mehr lose herunter. Es besteht somit nicht die Gefahr, dass die Gurtenden verschmutzen oder eine Gefahr für Pferd oder Reiter darstellen.

Besonders günstig ist es, wenn bei der erfindungsgemäßen Pferdedecke zwei Gurte zur Ausbildung einer Kreuzbegurtung vorgesehen sind.

Die Mittel zum Sichern des gelösten Gurtes umfassen in einer besonders günstigen Ausgestaltung der Erfindung jeweils ein Gurtschloss bzw. den entsprechenden Teil eines Gurtschlosses. Das freie Ende des Gurtes kann somit entweder auf der einen Seite der Pferdedecke mit einem Gurtschloss eingeklinkt werden, um den Körper des Pferdes zu untergreifen und die Pferdedecke zu sichern. Alternativ kann im gelösten Zustand des Gurtes das freie Ende des Gurtes mit dem zugehörigen Teil des Gurtschlosses an einem weiteren Gurtschloss eingeklinkt werden, um somit das freie Ende des Gurtes zu halten und zu sichern, d.h., hochzubinden, um ein Durchhängen des Gurtes auf den Boden zu vermeiden.

In günstiger Ausgestaltung der Erfindung kann auch vorgesehen sein, dass die Mittel zum Sichern des gelösten Gurtes, entweder zusätzlich zu dem Gurtschloss oder separat eine Schlaufe umfassen, durch welche das freie Gurtende durchführbar und hochbindbar ist. Die Schlaufe kann in günstiger Ausgestaltung der Erfindung lösbar sein. Sie kann auch als elastische Gurtschlaufe ausgebildet sein, um das Gurtende durchschieben zu können. Bei einer lösbaren Ausgestaltung der Gurtschlaufe kann diese mittels eines Klettverschlusses, mittels Druckknöpfen oder Ähnlichem fixierbar sein.

Bevorzugter Weise ist der erfindungsgemäße Gurt längenveränderbar ausgebildet, um eine Anpassung an die Größe des Pferdes zu ermöglichen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:

1 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Pferdedecke im aufgelegten und mittels Gurten gesicherten Zustands,

2 eine Ansicht im gelösten, nicht gesicherten Zustand der freien Gurtenden, und

3 eine Ansicht, analog 2, im gesicherten Zustand der Gurtenden.

Die erfindungsgemäße Pferdedecke 1 umfasst zwei Gurte 2, 3, welche eine Kreuzbegurtung bilden. Wie in 1 dargestellt, ist seitlich am oberen Ende der Pferdedecke 1 jeweils ein Befestigungsgurt 6 bzw. 7 angebracht, der an seinem Ende einen Teil eines Gurtschlosses 8 bzw. 9 trägt. Die freien Enden 4 bzw. 5 der Gurte 2 bzw. 3 sind ebenfalls mit einem Teil eines Gurtschlosses versehen, so dass eine lösbare Verbindung mit dem jeweiligen freien Ende der Befestigungsgurte 6, 7 möglich ist. Die Gurtschlösser 8, 9 können in üblicher Weise ausgebildet sein, beispielsweise einhängbar, einschnappbar oder in sonstiger Ausgestaltung. Hierfür zeigt der Stand der Technik vielfältigste Konstruktionen. Das Gurtschloss 8, 9 kann aus Metall oder Kunststoff hergestellt sein. Die 1 zeigt weiterhin, dass die Gurte 2, 3 längenveränderbar ausgebildet sind, so wie dies auch aus dem Stand der Technik bekannt ist.

In 2 ist eine Seitenansicht der gegenüberliegenden Seite der Pferdedecke 1 dargestellt. Die freien Enden 4, 5 der Gurte 2, 3 sind dabei gelöst (durch Öffnen der Gurtschlösser 8, 9). Die entsprechenden Teile der Gurtschlösser 8, 9 befinden sich somit an den untersten freien Enden der Gurte 2, 3 und können in nicht gewünschter Weise auf dem Boden schleifen.

Die 3 zeigt den gewünschten Zustand bei gelösten und gesicherten Gurten 2, 3. Die freien Enden 4, 5 der Gurte 2, 3 sind hochgebunden und mit ihren Gurtschlossteilen mit Gurtschlössern 10, 11 lösbar verbunden, welche wiederum mit Befestigungsgurten 12, 13 verbunden sind.

Im Bereich der Befestigungsgurte 12, 13 sind mehrere Schlaufen 14 vorgesehen, durch welche die jeweiligen freien Ende 4, 5 der Gurte 2, 3 durchschiebbar sind. Somit ist der gesamte Gurt 2, 3 im gelösten Zustand an der Seite der Pferdedecke 1 fixiert, so wie dies in 3 dargestellt ist. Es wird somit vermieden, dass der Gurt durchhängt und hierdurch eine Gefahr darstellt. Weiterhin liegt das jeweilige freie Ende 4, 5 des Gurtes 2, 3 an der Seite der Pferdedecke 1 glatt an, wodurch sich nicht die Gefahr ergibt, dass sich der Reiter oder das Pferd dort festhaken und die Pferdedecke unerwünschter Weise herunterziehen.

Die Erfindung ist nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt, vielmehr ergeben sich hinsichtlich der Ausgestaltung der Pferdedecke vielfältige Abwandlungsmöglichkeiten, diese kann als Abschwitzdecke oder in sonstiger Weise ausgebildet sein. Auch hinsichtlich der Dimensionierung und Ausrichtung der Gurte, der Gurtschlösser sowie deren Befestigung ergeben sich im Rahmen der Erfindung vielfältige Abwandlungsvarianten.

1Pferdedecke 2Gurt 3Gurt 4freies Ende 5freies Ende 6Befestigungsgurt 7Befestigungsgurt 8Gurtschloss 9Gurtschloss 10Gurtschloss 11Gurtschloss 12Befestigungsgurt 13Befestigungsgurt 14Schlaufe

Anspruch[de]
  1. Pferdedecke mit zumindest einem den Körper eines Pferdes umgreifenden Gurt (2, 3), wobei der Gurt (2, 3) an einer Seite der Pferdedecke (1) lösbar befestigt ist sowie mit Mitteln zum Sichern des gelösten Gurtes (2, 3).
  2. Pferdedecke nach Anspruch 1, wobei zwei Gurte (2, 3) zur Ausbildung einer Kreuzbegurtung vorgesehen sind.
  3. Pferdedecke nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Mittel zum Sichern des gelösten Gurtes (2, 3) ein Gurtschloss (10, 11) umfassen.
  4. Pferdedecke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Mittel zum Sichern des gelösten Gurtes (2, 3) zumindest eine Schlaufe (14) umfassen.
  5. Pferdedecke nach Anspruch 4, wobei die Schlaufe (14) lösbar ist.
  6. Pferdedecke nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Schlaufe (14) als lösbares Band ausgebildet ist.
  7. Pferdedecke nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei die Schlaufe (14) elastisch ausgebildet ist.
  8. Pferdedecke nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Gurt (2, 3) längenveränderbar ist.
  9. Pferdedecke nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei diese als Abschwitzdecke ausgebildet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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