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Dokumentenidentifikation DE102004038996A1 24.11.2005
Titel Bewässerungsvorrichtung für einen Baumständer
Anmelder Niederländer, Josef, 94544 Hofkirchen, DE
Erfinder Niederländer, Josef, 94544 Hofkirchen, DE
Vertreter Benninger und Partner, 93047 Regensburg
DE-Anmeldedatum 10.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004038996
Offenlegungstag 24.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.11.2005
IPC-Hauptklasse A47G 33/12
IPC-Nebenklasse A01G 27/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Bewässerungsvorrichtung (10) für einen Baumständer (12), der einen topf- oder schalenartigen Behälter (14) zur Aufnahme eines unteren Stammabschnittes (16) eines Baumes aufweist, mit einem Wasserbehälter (26), der über eine Verbindungsleitung (24) mit dem Aufnahmebehälter (14) im Baumständer (12) verbunden ist.
Es ist vorgesehen, dass der Wasserbehälter (26) in einem Betriebszustand weitgehend luftdicht abgeschlossen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bewässerungsvorrichtung für einen Baumständer mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

Derartige Bewässerungsvorrichtungen für Baumständer dienen zur Bewässerung von aufgestellten Bäumen, insbesondere von Christbäumen, um deren vorzeitiges Austrocknen und ein damit verbundenes Nadeln zu verhindern. Herkömmliche Bewässerungssysteme für Christbaumständer bestehen aus einem mit Wasser befüllbaren Behälter zur Aufnahme eines unteren Stammabschnittes eines Baumes. Der Behälter ist dabei im Standfuß des Baumständers bzw. des Christbaumständers mit darin befindlichen Befestigungsmitteln zum Fixieren und Ausrichten des Stammes integriert. Ggf. kann der Behälter selbst als entsprechender Standfuß ausgebildet sein. Die Aufnahme des Wassers erfolgt im Bereich des unteren Stammabschnittes in dem dort dafür vorgesehenen Behälter.

Da Christbäume lediglich einen kurzen astlosen unteren Stammabschnitt aufweisen, mit dem sie im Ständer fixiert und ausgerichtet werden, und da die unteren Äste eines Baumes in der Regel weit ausladend sind, ergibt sich eine schlechte Zugänglichkeit im Bereich des unteren Stammabschnittes, also gerade in dem Bereich, der zum Befüllen eines herkömmlichen Bewässerungssystems besonders gut zugänglich sein sollte. Durch die schlechte Zugangsmöglichkeit ist es weiter kaum möglich, den Wasserstand im Behälter eines herkömmlichen Christbaumständer-Bewässerungssystems zu kontrollieren, zumal die Einsichtmöglichkeiten aufgrund der obengenannten Tatsachen ebenfalls stark eingeschränkt sind. Ferner ist es durch den integralen Aufbau von Wasserbehälter und Ständer und die damit verbundenen beschränkten Platzverhältnisse nicht möglich, einen großen Wasservorrat bereitzustellen.

Ein Christbaumständer-Bewässerungssystem ist aus der DE 298 11 743 U1 bekannt. Das bekannte System weist einen mit Wasser bis auf ein gewünschtes Wasserstandsniveau befüllbaren Behälter zur Aufnahme eines Stammes eines Christbaums auf. Weiterhin ist ein Zusatzbehälter vorgesehen, der über eine Einfüllöffnung mit Wasser bis auf ein gewünschtes Wasserstandsniveau befüllbar ist und der über eine Leitung mit dem Behälter derart verbunden ist, dass die Wasserstandsniveaus in beiden Behältern über die Leitung ausgleichbar sind. Bei diesem bekannten System muss der oben offene Zusatzbehälter auf gleicher Höhe angeordnet werden wie der Wasserbehälter des Baumständers, da sich in beiden Behältern ein gleiches, absolutes Wasserstandsniveau einstellt. Die Unterbringung dieses Zusatzbehälters kann jedoch als störend empfunden werden, weil keine beliebige Anbringung möglich ist.

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Bewässerungsvorrichtung zur Verfügung zu stellen, mit der auf möglichst einfache und zuverlässige Weise ein gewünschtes Wasserstandsniveau im Baumständer herstellbar ist.

Dieses Ziel der Erfindung wird mit dem Gegenstand des unabhängigen Anspruchs erreicht. Merkmale vorteilhafter Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Die erfindungsgemäße Bewässerungsvorrichtung umfasst einen herkömmlichen topf- oder wannenförmigen Behälter, der im Baumständer angeordnet ist und der zur Aufnahme eines unteren Stammabschnittes eines zu verankernden Baumes dient. Darüber hinaus ist ein zusätzlicher Wasserbehälter vorgesehen, wie dies bei dem bekannten Bewässerungssystem der Fall ist. Im Gegensatz zu diesem ist bei der erfindungsgemäßen Bewässerungsvorrichtung der Wasserbehälter im Betriebszustand zumindest teilweise mit Wasser gefüllt und weitgehend luftdicht nach außen abgeschlossen. Der Wasserbehälter ist über eine Verbindungsleitung mit dem Behälter des Baumständers verbunden, durch die bei abfallendem Wasserstand im Behälter des Baumständers das im Wasserbehälter befindliche Wasser nachlaufen kann. Erreicht der Wasserstand beim Befüllen des Baumständerbehälters die Oberkante der Einlaufmündung, liegt die Einlaufmündung also vollständig unterhalb des Wasserspiegels im Behälter des Baumständers, kann keine Luft mehr in den Wasserbehälter zum Ausgleich für das auslaufende Wasser eingesaugt werden. Der somit im Wasserbehälter entstehende Unterdruck verhindert ein Auslaufen des im Wasserbehälter befindlichen Wassers und ein Überlaufen des Behälters im Baumständer, bis der Wasserstand im Baumständer wieder unter die Einfüllmündung gesunken ist. Bei diesem Füllstandsniveau herrscht ein Druckausgleich zwischen dem Inneren des Wassertanks und dem Wasserstand im Baumständerbehälter, der ein weiteres Nachlaufen von Wasser und damit ein Überlaufen des Behälters des Baumständers verhindert.

Der Wasserbehälter weist vorzugsweise eine Einfüllöffnung auf, die mit einem schraubbaren oder steckbaren Deckel oder dergleichen luftdicht verschließbar ist, so dass bei auslaufendem Wasser ein Unterdruck entsteht, der ein Überlaufen des Wassers im Baumständer verhindert. Der Wasserbehälter weist vorzugsweise an einer Unterseite einen Auslass auf, in den die Verbindungsleitung mündet. Die Auslassöffnung ist vorzugsweise über einen Absperrhahn oder dergleichen verschließbar, so dass bei geöffneter Einfüllöffnung nicht das ganze Wasser nach unten herausläuft. Die Auslassöffnung und die Einfüllöffnung können gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung identisch sein. In diesem Fall ist die Verbindungsleitung abnehmbar und luftdicht an der Auslassöffnung anbringbar, beispielsweise über eine mit einem Gewindering gesicherte, abgedichtete Steckverbindung. Zum Nachfüllen des Wasservorrats im Wasserbehälter wird zunächst das Absperrventil geschlossen, um ein Auslaufen von Wasser aus der Verbindungsleitung bzw. ein Überlaufen des Behälters im Baumständer zu vermeiden. Danach kann der Wasserbehälter abgenommen und auf einfache Weise beispielsweise an einem Wasserhahn befüllt werden. Da in dieser Ausführungsform der Erfindung die Verbindungseinrichtung zwischen Verbindungsleitung und Wasserbehälter gleichzeitig die Verschlussvorrichtung des Wasserbehälters darstellt, bietet sie den weiteren Vorteil, dass eine undichte Verbindung, die die Funktion der Bewässerungsvorrichtung beeinträchtigen würde, sofort am austretenden Wasser erkannt wird.

Die Verbindung zwischen Verbindungsleitung und Aufnahmebehälter des Baumständers besteht bevorzugt aus einem kurzen, senkrecht an der Innenseite der Oberkante des Behälters des Baumständers angeordneten Rohrabschnitt, in den die Verbindungsleitung bevorzugt in der Weise eingesteckt wird, dass ihre Mündung von oben her direkt mit einem Wasservorrat im Aufnahmebehälter des Baumständers in Kontakt steht. Eine Stoppvorrichtung, beispielsweise ein an der Unterseite der Rohrmündung angebrachter Steg, ein Gitter oder ähnliches, erleichtert das exakte Einstecken der Verbindungsleitung und verhindert, dass die Verbindungsleitung durch das Halterohr hindurch zu tief in den Behälter hinein geschoben wird. Die Verbindungsleitung kann durch eine Befestigungsvorrichtung in ihrer Lage in dem Rohrabschnitt fixiert werden, bspw. durch eine von außen angebrachte Klemme. Alternativ kann das Halterohr an einer Seite offen, im Querschnitt also C-förmig, ausgebildet sein, so dass die Verbindungsleitung von der Seite her eingesteckt werden kann. Diese Ausführungsformen der Erfindung stellen eine dichte Verbindung zwischen Verbindungsleitung und Baumständerbehälter sicher. Da der Verbindungsschlauch bei dieser Ausführungsvariante senkrecht nach oben aus dem Baumständer herausgeführt wird, kann an der Austrittstelle oder knapp darüber eine Knickschutzvorrichtung angebracht sein.

Alternativ kann die Verbindungsleitung auch von der Seite her an den Baumständerbehälter herangeführt werden und mit diesem verbunden sein. Die Verbindung kann aus einem kurzen, seitlich aus dem Behälter des Baumständers hervorstehenden Rohrabschnitt bestehen, in den die Verbindungsleitung weitgehend waagrecht eingesteckt wird. Eine Stoppvorrichtung, beispielsweise ein an der Innenseite der Rohrmündung angebrachter Steg, ein Gitter oder ähnliches, erleichtert das exakte Einstecken der Verbindungsleitung und verhindert, dass die Verbindungsleitung durch das Halterohr hindurch in den Behälter hinein geschoben wird. Die Verbindungsleitung kann durch eine Befestigungsvorrichtung in ihrer Lage in dem Rohrabschnitt fixiert werden, bspw. durch eine von außen angebrachte Klemme. Alternativ kann die Verbindung auch hergestellt werden, indem die Verbindungsleitung über einen kurzen hervorstehenden Rohrabschnitt geschoben und bspw. mittels einer Schlauchschelle fixiert wird. Das seitliche Heranführen kann alternativ von schräg oben erfolgen, um die Dichtheit des Systems sicherzustellen.

Da die Lage der Mündungsöffnung der Verbindungsleitung im Behälter des Baumständers das Füllstandsniveau definiert, kann es ggf. von Vorteil sein, diese Mündungsöffnung in der Höhe verstellbar zu machen, um auf diese Weise verschiedene Füllstandsniveaus einstellen zu können. Eine Höhenregulierung kann beispielsweise durch ein senkrecht in die Baumständerbehälterwand eingebrachtes Gewinde erfolgen, welches zum Inneren des Baumständerbehälters hin offen ist. In dieses Gewinde kann ein mit Außengewinde versehenes Rohr eingeschraubt werden, in das die Verbindungsleitung zwischen Wasservorratsbehälter und Baumständerbehälter mündet. Die Höhenverstellbarkeit des Wasserstandes im Baumständerbehälter ergibt sich hierbei durch die Einschraubtiefe des Gewinderohres. Da der Verbindungsschlauch bei dieser Variante senkrecht nach oben aus dem Baumständer herausgeführt wird, kann an der Austrittstelle oder knapp darüber eine Knickschutzvorrichtung angebracht sein. Alternativ kann die Höhe der Mündungsöffnung bspw. mittels einer verschiebbaren Manschette oder eines in der Höhe verstellbaren Ringes variiert werden.

Der Wasserbehälter kann an nahezu beliebiger Stelle und auf einem Niveau oberhalb des Baumständers angeordnet sein, ohne dass hierbei die Funktion des Bewässerungssystems in irgendeiner Weise eingeschränkt ist. Gegenüber den herkömmlichen Bewässerungssystemen, bei denen der Zusatzbehälter und der Baumständer auf gleichem Niveau liegen müssen, kann der Wasserbehälter auch an höherer Stelle angebracht werden, beispielsweise am Baum oder an einer beliebigen anderen geeigneten, versteckten Stelle, die auch in einiger Entfernung zum Baum liegen kann. Eine durchsichtige und flexible Verbindungsleitung sorgt dafür, dass bei der Anbringung des Wasserbehälters keine größere Rücksicht auf die Leitungsverlegung genommen werden muss, da weder die Funktion der erfindungsgemäßen Bewässerungsvorrichtung noch das Erscheinungsbild des Baumes durch die Verlegung der Leitung beeinträchtigt wird.

Der Wasserbehälter kann wie die Verbindungsleitung aus flexiblem und/oder durchsichtigem Material bestehen, so dass der Füllstand jederzeit ablesbar ist. Ggf. kann der Behälter darüber hinaus eine Skala o. dgl. als Wasserstandsanzeige aufweisen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugsnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Gleiche Bauteile sind hierbei durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet und werden teilweise nicht mehrfach erläutert.

1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Bewässerungsvorrichtung.

2 zeigt eine schematische Darstellung einer alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bewässerungsvorrichtung.

3 zeigt in einer Ausschnittdarstellung eine bevorzugte Ausführungsform des Anschlusses der Verbindungsleitung am Aufnahmebehälter des Baumständers.

Die in 1 beispielhaft dargestellte Bewässerungsvorrichtung 10 umfasst einen Baumständer 12, der einen topf- oder schalenartige Aufnahmebehälter 14 für einen unteren Stammabschnitt 16 eines zu verankernden Baumes aufweist. Der Aufnahmebehälter 14 kann zumindest teilweise mit Wasser gefüllt sein, wobei das Wasserstandsniveau 18 unterhalb des oberen Randes 20 des Aufnahmebehälters 14 liegen muss, damit das Wasser nicht überläuft. In Höhe des gewünschten Wasserstandsniveaus 18 mündet ein Schlauchanschluss 22 für eine Verbindungsleitung 24, die mit einem Wasserbehälter 26 in Verbindung steht. Der Schlauchanschluss 22 besteht aus einem aus dem Aufnahmebehälter 14 herausragenden Rohrabschnitt, in den die Verbindungsleitung 24 so weit eingeschoben ist, dass ihre Mündung plan mit der Innenseite des Aufnahmebehälters 14 abschließt, so dass sie direkt mit dem im Aufnahmebehälter 14 befindlichen Wasser in Verbindung steht.

Die Verbindungsleitung 24 mündet in einen unteren Bereich des Wasserbehälters 26, wobei die Verbindungsleitung 24 mittels einer luftdicht abschließenden Verbindungseinrichtung 29, beispielsweise einer durch einen Gewindering abgesicherten Steckverbindung, am Auslass 28 des Wasserbehälters 26 befestigt ist. Zwischen Verbindungseinrichtung 29 am Auslass 28 und Verbindungsleitung 24 ist vorzugsweise ein Absperrventil 30 angeordnet, das beispielsweise manuell betätigbar ist. Die Auslassöffnung 28 dient in dieser Ausführungsform der Erfindung gleichzeitig als Einfüllöffnung 32. Zum Befüllen des Wasserbehälters 26 wird zunächst, falls sich noch Wasser in der Verbindungsleitung 24 oder im Wasserbehälter 26 befindet, das Absperrventil 30 geschlossen, um ein Auslaufen von Wasser bzw., bei entsprechender Länge der Verbindungsleitung 24, ein Überlaufen des Aufnahmebehälters 14 zu vermeiden. Anschließend wird der Wasserbehälter 26 durch Lösen der Verbindungseinrichtung 29 von der Verbindungsleitung 24 abgenommen und kann beispielsweise an einem Wasserhahn wieder befüllt werden.

Zur Inbetriebnahme des Bewässerungssystems wird der mit Wasser befüllte Wasserbehälter 26 an die Verbindungsleitung 24 angeschlossen und das Absperrventil 30 geöffnet, so dass Wasser durch die Verbindungsleitung 24 in den Aufnahmebehälter 14 des Baumständers 16 fließen kann. Liegt der Wasserstand im Aufnahmebehälter 14 über der Mündungsöffnung des Schlauchanschlusses 22, so kann keine Luft mehr zum Volumenausgleich für das austretende Wasser in den Wasserbehälter 26 nachgesaugt werden. Durch den dadurch oberhalb des Wasserstandsniveaus 36 im Wasserbehälter 26 entstehenden Unterdruck pi läuft das im Wasserbehälter 26 befindliche Wasser nicht aus, solange das Wasserstandsniveau 18 in dem Aufnahmebehälter 14 oberhalb der Mündungsöffnung des Schlauchanschlusses 22 liegt. Sobald das Wasserstandsniveau 18 in dem Aufnahmebehälter 14 unter die Mündungsöffnung des Schlauchanschlusses 22 fällt, fällt auch der Gegendruck an der Auslassöffnung 22 ab, so dass neues Wasser aus dem Behälter 26 nachlaufen kann.

Der Durchmesser der Verbindungsleitung 24 kann sehr klein sein, beispielsweise nur ein oder zwei Millimeter, da nur eine sehr geringe Menge an Wasser über den Zeitraum der Aufstellung des Baumes nachlaufen muss. Aus diesem Grund kann auch eine sehr dünne und unauffällige Leitung verlegt werden, die optisch nicht ins Auge fällt. Vorzugsweise ist die Verbindungsleitung 24 aus flexiblem und zumindest teilweise transparentem Material, so dass bei ihrer Verlegung große Freiheitsgrade herrschen. Der Wasserbehälter 26 kann bspw. an unauffälliger Stelle am unteren Baumabschnitt angebracht werden, wo er zum Zwecke des Nachfüllens abgenommen und anschließend wieder angebracht werden kann.

In dieser Ausführungsform der Erfindung dient die Verbindungseinrichtung 29 gleichzeitig auch als Verschlusseinrichtung für den Wasserbehälter 26. Dies hat den Vorteil, dass ein undichter Verschluss, der die Funktion der erfindungsgemäßen Bewässerungsvorrichtung beeinträchtigen würde, leicht erkannt wird.

In 2 ist eine alternative Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Hierbei ist eine Einfüllöffnung 32 in einem oberen Bereich des Wasserbehälters 26 vorgesehen. Die Einfüllöffnung 32 ist mittels eines Deckels 34 weitgehend luftdicht verschließbar, so dass der Wasserbehälter 26 im Betriebszustand weitgehend luftdicht abgeschlossen ist. Die Verbindung zwischen Wasserbehälter 26 und Verbindungsleitung 24 kann in diesem Fall auch unlösbar gestaltet sein bzw. sehr einfach gestaltet und daher schwer abnehmbar sein. Bspw. kann die Verbindungsleitung 24 auf einen kurzen überstehenden Rohrstutzen am Wasserbehälter 26 aufgeschoben und mittels einer Schlauchschelle befestigt sein.

Das manuell betätigbare Absperrventil 30 am Wasserbehälter 26 dient zur Verhinderung eines Auslaufens, sobald der Deckel 34, bspw. zum Nachfüllen von Wasser, geöffnet wird. Ohne Absperrung würde durch den fehlenden Unterdruck pi im Behälter 26 das gesamte Wasser herauslaufen und ein Überlaufen des Aufnahmebehälters 14 bewirken, wodurch eine Neubefüllung des Wasserbehälters 26 stark erschwert wäre.

3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des Anschlusses 22 der Verbindungsleitung 24 am Aufnahmebehälter 14 des Baumständers 12. An der Innenseite der Oberkante des Aufnahmebehälters 14 des Baumständers 12 ist in senkrechter Richtung ein kurzer Rohrabschnitt 44 angeordnet, in den die Verbindungsleitung 24 von oben her eingesteckt wird. Die Mündung der Verbindungsleitung 24 steht somit von oben her direkt mit dem Wasservorrat 18 im Aufnahmebehälter 14 des Baumständers 12 in Kontakt. Eine Stoppvorrichtung 46 in Form eines an der Unterseite der Mündung des Halterohrs 44 angebrachten Steges verhindert, dass die Verbindungsleitung 24 durch das Halterohr 44 hindurch zu tief in den Behälter 14 hinein geschoben wird. Die Lage der Mündungsöffnung der Verbindungsleitung 24 und definiert das Füllstandsniveau 18 im Aufnahmebehälter 14. Somit gibt in der dargestellten Ausführungsform der Erfindung die Lage der Stoppvorrichtung 46 das Füllstandsniveau 18 im Aufnahmebehälter 14 vor. Die Verbindungsleitung 24 wird durch eine von außen angebrachte Klemme 48 in ihrer Lage in dem Halterohrabschnitt 44 fixiert. Knapp über der Austrittsstelle der Verbindungsleitung 24 aus dem Halterohr 44 ist eine Knickschutzvorrichtung 50 angebracht. Alternativ kann das Halterohr 44 an einer Seite offen, im Querschnitt also C-förmig, ausgebildet sein, so dass die Verbindungsleitung 24 von der Seite her eingesteckt werden kann. Beide Ausführungsformen des Verbindungsleitungsanschlusses 22 stellen eine dichte Verbindung zwischen Verbindungsleitung 24 und Baumständerbehälter 14 sicher.

Die in der vorstehenden Beschreibung, den Zeichnungen und den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein. Die Erfindung ist nicht auf die vorstehenden Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen denkbar, die von dem erfindungsgemäßen Gedanken Gebrauch machen und deshalb ebenfalls in den Schutzbereich fallen.

10Bewässerungsvorrichtung 12Baumständer 14Aufnahmebehälter 16Stammabschnitt 18Wasserstandsniveau 20oberer Rand 22Schlauchanschluss 24Verbindungsleitung 26Wasserbehälter 28Auslass 29Verbindungseinrichtung 30Absperrventil 32Einfüllöffnung 34Deckel 36Wasserstandsniveau 44Halterohr 46Stoppvorrichtung 48Klemme 50Knickschutzvorrichtung

Anspruch[de]
  1. Bewässerungsvorrichtung (10) für einen Baumständer (12), der einen topf- oder schalenartigen Behälter (14) zur Aufnahme eines unteren Stammabschnittes (16) eines Baumes aufweist, mit einem Wasserbehälter (26), der über eine Verbindungsleitung (24) mit dem Aufnahmebehälter (14) im Baumständer (12) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserbehälter (26) in einem Betriebszustand weitgehend luftdicht abgeschlossen ist.
  2. Bewässerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserbehälter (26) eine verschließbare Einfüllöffnung (32) aufweist.
  3. Bewässerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mündungsöffnung der Verbindungsleitung (24) im Aufnahmebehälter (14) des Baumständers (12) ein Wasserstandsniveau (18) in diesem Aufnahmebehälter (14) definiert.
  4. Bewässerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mündungsöffnung der Verbindungsleitung (24) im Aufnahmebehälter (14) des Baumständers (12) in direktem Kontakt mit einem im Aufnahmebehälter (14) des Baumständers (12) befindlichen Wasservorrat steht.
  5. Bewässerungsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Mündungsöffnung der Verbindungsleitung (24) im Aufnahmebehälter (14) des Baumständers (12) variabel ist.
  6. Bewässerungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündungsöffnung an einem mit der Verbindungsleitung (24) verbundenen Gewinderohr angeordnet ist und der Aufnahmebehälter (14) des Baumständers (12) ein senkrecht angeordnetes, zum Inneren des Aufnahmebehälters (14) hin offenes Gewinde aufweist.
  7. Bewässerungsvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserbehälter (26) auf einem höheren Niveau angeordnet ist als der Aufnahmebehälter (14) des Baumständers (12).
  8. Bewässerungsvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserbehälter (26) zumindest teilweise aus flexiblem und/oder aus durchsichtigem Material besteht.
  9. Bewässerungsvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserbehälter (26) eine Wasserstandsanzeige aufweist.
  10. Bewässerungsvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitung (24) an einer Unterseite des Wasserbehälters (26) mündet.
  11. Bewässerungsvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitung (24) an einer Unterseite des Wasserbehälters (26) abnehmbar angeordnet ist.
  12. Bewässerungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindungseinrichtung (29) zwischen Wasserbehälter (26) und Verbindungsleitung (24) die Einfüllöffnung (32) verschließt.
  13. Bewässerungsvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitung (24) aus flexiblem und/oder durchsichtigem Material besteht.
  14. Bewässerungsvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Wasserbehälter (26) und Verbindungsleitung (24) zumindest ein Absperrventil (30) angeordnet ist.
  15. Bewässerungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrventil (30) an der Unterseite des Wasserbehälters (26) angeordnet ist.
  16. Bewässerungsvorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrventil (30) manuell betätigbar ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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