PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202005010024U1 24.11.2005
Titel First- oder Gratabdeckelement
Anmelder Fleck, Oskar, 45711 Datteln, DE
Vertreter Dr. Hoffmeister & Tarvenkorn, 48147 Münster
DE-Aktenzeichen 202005010024
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.11.2005
Registration date 20.10.2005
Application date from patent application 24.06.2005
IPC-Hauptklasse E04D 13/17
IPC-Nebenklasse E04D 1/36   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein First- oder Gratabdeckelement für Kaltdächer, das im Einbauzustand oberhalb und längs der jeweiligen First- oder Gratlatte verläuft, aufweisend:

  • – zwei aus einer plastisch verformbaren Klebemasse gefertigte, zueinander spiegelsymmetrisch angeordnete Fixierstreifen, die an eine Oberseite der an den First oder Grat angrenzenden Dacheindeckungselemente anpassbar sind,
  • – und ein dazwischen verlaufendes Lüftungselement, dessen traufenseitige Längskanten mit den Fixierstreifen jeweils einen Überlappungsbereich bilden.

Eine gattungsgemäße Abdeckung des First- oder Gratbereichs ist der DE 42 41 070 C1 des Anmelders zu entnehmen. Das mittige Lüftungselement weist mehrere fensterartige Luftdurchtrittsöffnungen und zwei Flügelteile auf, die jeweils mit mehreren Querrippen zur Auflagerung der Firststeine und zur Bildung von Luftkanälen versehen sind. Bei der Anpassung des Fixierstreifens an die Oberfläche der Dacheindeckungselemente, insbesondere der tiefprofilierten Ziegelsteine ergeben sich erhebliche Abweichnungen von einem geraden Verlauf der traufenseitigen Seitenkante des Flügelteils, die durch Verformung des Fixierstreifens und des mit dem Fixierstreifen verklebten, üblicherweise aus elastischem Kunststoff bestehenden Flügelteils bedingt sind. Schmiegt sich der Fixierstreifen beispielsweise an eine tiefe Mulde des Dachziegels an, verformt sich zugleich das Material des Flügelteils, da es stark nach unten gezogen wird.

Aufgabe der Erfindung ist, ein aus verformbaren Fixierstreifen und einem mittigen Lüftungselement bestehendes Abdeckelement für First oder Grat zu konzipieren, bei der die unerwünschten Verformungen der Randbereiche bzw. Flügelteile des Lüftungselementes vermieden werden können.

Diese Aufgabe ist durch ein Abdeckelement der eingangs genannten Art gelöst, bei dem

  • – im Überlappungsbereich jeweils ein Versteifungsprofil angeordnet ist,
  • – das Versteifungsprofil im Einbauzustand mit der Oberseite der an den First oder Grat angrenzenden Dacheindeckungselemente direkt oder über das Material des Fixierstreifens bzw. Lüftungselementes kontaktiert und dort im Bereich seiner traufenseitigen Längskante eine Sollknicklinie des Fixierstreifens bildet,
  • – die Sollknicklinie annähernd eine Gerade beschreibt.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die Anpassung des Fixierstreifens an das Relief des jeweiligen Dachziegels keine Verformung des mittigen Lüftungselementes zur Folge hat. Dabei ist die Tiefe der Dachziegel-Profilierung ohne Bedeutung. Die Seitenkanten des Lüftungselementes beschreiben im Wesentlichen eine parallel zur Unterkante des Firstziegels verlaufende, gerade Linie. Die Flachleiste hat sich insbesondere bei den tief profilierten Dachziegeln als sehr nützlich erwiesen, da einen geradlinigen Verlauf des Lüftungselementes bei Beibehaltung der Wellenform des an die Dachziegel angeklebten Fixierstreifens ermöglicht. Dementsprechend kann ein konstanter Abstand zwischen der Unterkante des Firstziegels und der darunter liegenden Abdeckung, der beispielsweise durch die Querrippenhöhe bedingt ist, beibehalten werden.

Das Versteifungsprofil kann eine ebene oder gerippte Flachleiste oder ein flaches L- oder C-Profil aus Hartkunststoff oder Metall sein. Im Einbauzustand stützt sich das Versteifungsprofil mit seiner Unterseite an den höchsten Punkten der Dachziegelköpfe ab.

Im Weiteren wird das Versteifungsprofil als Flachleiste und das First- oder Gratabdeckelement als Abdeckelement bezeichnet. Die Begriffe "obere", "untere", "oberhalb" "unterhalb" und dgl. beziehen sich auf den Einbauzustand des Abdeckelementes.

Es ist grundsätzlich vorgesehen, die Flachleiste auf einer Unterseite des Abdeckelementes anzubringen, jedoch scheint es möglich zu sein, diese auf seiner Oberseite anzuordnen.

An der Flachleiste können mehrere quer zu ihrer Längsrichtung verlaufende Einkerbungen eingebracht sein, die es ermöglichen, das Abdeckelement zu Lagerungs- und Transportzwecken aufzuwickeln, falls das mittige Lüftungselement flach und entsprechend biegsam ist. Die Einkerbungen können auch an einer Flachleiste eingebracht sein, die mit nach oben zeigenden Querrippen versehenen ist.

Die Flachleiste kann wenigstens eine in ihrer Längsrichtung verlaufende, versteifende Querrippe aufweisen. Die Steifigkeit der Flachleiste kann auch durch Biegen wenigstens einer ihrer Längskanten verbessert werden.

Die Unterseite des klebrigen Fixierstreifens kann mit wenigstens einem abziehbaren Schutzfolienstreifen, wie Silikonpapierstreifen, versehen sein.

Der Fixierstreifen weist einen klebrigen, vorzugsweise aus einer Butylmasse bestehenden Kern und eine obere, wasserabweisende Schutzschicht auf. Der Fixierstreifen ist im wesentlichen bleibend verformbar, d. h. er behält eine durch das Andrücken angegebene Form und liegt vorerst fest und dicht auf der gegebenenfalls wellenförmigen Oberfläche der Dachziegel an, jedoch kann er nach einiger Zeit infolge z. B. einer stärkeren Sonneneinstrahlung beginnen zu kriechen. Dadurch kann er sich von der gekrümmten Oberfläche des Dachziegels stellenweise lösen. Um dieser Eigenschaft entgegenwirken zu können, wird es vorgeschlagen, mit dem Fixierstreifen (Butylstreifen) wenigstens eine bleibend verformbare Stabilisierungsschicht flächig zu verbinden.

Die Stabilisierungsschicht kann aus Metallgitter, beispielsweise aus Streckmetall bestehen. Vorzugsweise ist das Metallgitter teilweise in die klebrige Butylmasse eingebettet. Das stabilisierende Metallgitter kann auch sandwichartig zwischen zwei Butylstreifen liegen.

Die obere, vorzugsweise kreppartige Schutzschicht kann fein gewellt sein, wobei ihre Wellenberge bzw. -täler vorzugsweise ganzflächig mit der klebrigen Butylmasse verbunden sind.

Zwischen der Flachleiste und dem Fixierstreifen kann noch ein zusätzlicher Klebestreifen angeordnet sein, der beispielsweise aus derselben Butylmasse, wie der Kern des Fixierstreifens, besteht.

Vorzugsweise ist der Fixierstreifen aus einem fertigen, bahnförmigen Abdeckmaterial zugeschnitten, wobei darauf geachtet werden soll, dass die Wellenberge und -täler quer zu Längsrichtung des Abdeckelementes verlaufen. Dadurch wird erreicht, dass die Dehnbarkeit der Schutzschicht in Längsrichtung des Abdeckelementes wesentlich größer als in Querrichtung ist. Diese Anordnung und Struktur der Schutzschicht trägt auch der Lagestabilität des verlegten Fixierstreifens bei und wirkt der Kriechneigung der Butylmasse entgegen.

Schließlich kann die Schutzschicht durch eine dehnbare, ebenso kreppartig strukturierte Metallfolie oder durch eine Splittabstreuung, beispielsweise aus Sand- oder Granitkörner gebildet sein, die eine direkte Sonneneinstrahlung verhindert.

Die Schutzschicht kann farbig mit den First-, Grat- bzw. Dachziegeln abgestimmt sein.

Das mittig verlaufende und mit den Fixierstreifen verbundene Lüftungselement kann aus Metall, aus Kunststoff oder aus vorzugsweise imprägniertem Textilmaterial hergestellt sein.

Das metallene Lüftungselement kann aus Aluminium- oder Edelstahlblech oder verzinktem Stahlblech bestehen.

Für ein eingangs genanntes Abdeckelement aus Kunststoff empfiehlt sich, das mittige Lüftungselement bzw. Flügelteile einstöckig mit den Versteifungsprofilen herzustellen, wobei entsprechende seitliche Auflageflächen für eine Überlappungsverbindung mit den Fixierstreifen vorgesehen sein sollen. Die Auflageflächen können mit haftverbessernden Oberflächenstrukturen, beispielsweise mit zahlreichen nach oben zeigenden Dornen versehen sein, die das Kriechen der Butylmasse ebenfalls hemmen können.

Das im Mittelbereich des Abdeckelementes angeordnete Lüftungselement kann maschenartig sein. Das maschenartige Gebilde kann flach oder konvex, beispielsweise U-förmig sein.

Als Materialien für das maschenartige Lüftungselement eignen sich Metalle, Kunststoffe oder Textilien. Ein metallenes Drahtgitter kann weich und biegsam und damit aufwickelbar sein. Das Textilmaterial kann ein perforiertes Vlies, ein Gewebe oder Gewirke sein.

Das maschenartige Lüftungselement kann auch profiliert, beispielsweise U-förmig sein. Ein solches Lüftungselement kann aus Streckmetall oder Kunststoffgitter hergestellt sein:

Die maschenartige Ausführung des Mittelbereichs eignet sich besonders gut zum Verkleben mit den Fixierstreifen und Flachleisten, da die Randbereiche des Drahtgitters durch einfaches Andrücken in die Butylmasse eingebettet werden können.

Eine längsaxiale Ausrichtung des maschenartigen Lüftungselementes kann durch Einbringung von Markierungen erleichtert werden. Hierfür eignet sich beispielsweise Markierungsfarbe, die in Form eines schmalen Streifens oder mehererer Punkte auf das Drahtgitter aufgetragen werden kann.

Die Maschen des Lüftungselementes können rund oer polygonal, beispielsweise quadratisch, rhombusförmig oder sechseckig sein.

Vom großen Vorteil ist, dass sich das Abdeckelement gemäß Erfindung auch durch ungeübte Personen am First oder Grat anbringen lässt.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand der Zeichnung näher erläutert. Die Figuren zeigen:

1a einen Abschnitt einer First- oder Gratabdeckung mit maschenartigem Mittelbereich, in einer Draufischt auf ihre Flachseite;

1b einen Schnitt B-B gemäß 1a;

1c die Abdeckung gemäß 1a in einer perspektivischen Ansicht, vor dem Zusammenfügen;

2a den Abschnitt gemäß 1c, jedoch mit Einkerbungen am Flachleiste, in einer perspektivischen Ansicht;

2b Detail der Einkerbung gemäß 2a;

3a/3b zu einer First- oder Gratrolle aufgewickelte Abschnitte der Abdeckung gemäß 2a;

4a/4b einen Abschnitt einer Firstkappe mit Flachleisten und Fixierstreifen, in Draufsicht auf ihre Unter- und Oberseite;

4c einen Schnitt A-A gemäß 4b;

5a/5c Details einer Befestigung eines firstseitigen Randbereichs des Fixierstreifens am Flügelteil, in einem Schnitt;

6 eine Firstkappe gemäß 4 in einer einstückigen Ausführung mit der Flachleiste, in einer perspektivischen Ansicht;

7a/7b andere Ausführungsformen der Firstkappe, mit einem maschenartigen U-Profil im Mittelbereich, ebenfalls in einer perspektivischen Ansicht;

8 die Abdeckung gemäß 4 im Einbauzustand, in einem Querschnitt;

9 die Abdeckung gemäß 4 im Einbauzustand, in einer vereinfachten perspektivischen Ansicht.

In 1a, 1b und 1c ist ein erstes Abdeckelement 100 dargestellt, das zwei zueinander spiegelsymmetrisch angeordnete Fixierstreifen 2.1, 2.2 aufweist, die ein dazwischen verlaufendes, maschenartiges Lüftungselement 1.1 an seinen beiden Längskanten 12.1, 12.2 jeweils überlappen. Ferner gehören zum Abdeckelement 100 zwei Versteifungsprofile 5.1, 5.2, die im vorliegenden Fall als 3mm dicke Flachleisten aus Hartkunststoff ausgeführt sind.

Das Lüftungselement 1.1 besteht aus weichem, verformbaren Drahtgitter von einer Maschengröße etwa 4 mm. Die Maschen sind diagonal (vgl. 1a) gegenüber Längsrichtung L des Lüftungselementes angeordnet. Die diagonale Maschenausrichtung verbessert die Stabilität des gesamten Aufbaus des Abdeckelementes.

Weiterhin sind in 1a Überlappungsbereiche 3.1, 3.2 zu sehen, deren Breite der der Versteifungsprofile 5.1, 5.2 gleich ist und etwa 30 mm beträgt. Die Überlappungsbereiche 3.1, 3.2 sind mit den Flachleisten kongruent.

Die Fixierstreifen 2.1, 2.2 bestehen jeweils aus einer plastisch verformbaren Butylkautschukschicht 29, einer auf seiner Oberseite 14 angeordneten Schutzschicht 15.1, 15.2 und einem auf seiner Unterseite 18 angeordneten, abziehbaren Schutzfolienstreifen 19.1, 19.2. In die Butylkautschukschicht 29 ist wiederum eine Stabilisierungschicht 17 (vgl. 1a) eingebaut.

Die Stabilisierungsschicht 17 besteht aus Streckmetallgitter mit rautenförmigen Maschen von der Größe etwa 9 mm, welches in die Butylmasse so eingepresst bzw. eingebettet ist, dass beim Verlegen des Abdeckelementes 100 auf den First und Ausüben eines Drucks per Hand die klebrige Fläche zwischen den Maschen mit einer Oberseite 11 der tiefprofilierten Dacheindeckungselemente 10 (vgl. 9) in Berührung kommt. Die entstandene Klebeverbindung ist durch das bleibend verformte Streckmetallgitter unterstützt. Erfahrungsgemäß hat sich eine Maschengröße zwischen 8 mm und 16 mm als optimal für eine ausreichend starke Verklebung mit den Dacheindeckungselementen erwiesen. Die Ausrichtung der Maschen des Streckmetallgitters ist ebenfalls diagonal gegenüber der in 1a gezeigten Längsrichtung L.

Wie die 1c zeigt, sind die Flachleisten 5.1; 5.2 jeweils über einen Klebestreifen 37.1, 37.2 mit den Fixierstreifen 2.1, 2.2 zu verbinden. Der Klebestreifen 37.1, 37.2 besteht aus demselben klebrigen, den Kern des Fixierstreifens bildenden Butylkautschuk.

In der in 1a, 1b und 1c dargestellten Anordnung der Flachleisten bilden ihre traufenseitige Längskanten 6 jeweils eine Sollknicklinie 7 des Fixierstreifens, wobei sich die Längskanten 6 der Flachleisten mit den Längskanten 12.1, 12.2 des Lüftungselementes 1.1 decken.

Um die Montage am Bauort zu erleichtern, ist auf das maschenartige Lüftungselement 1.1 ein längsaxial verlaufender, schmaler Markierungsstreifen 32 aufgetragen.

Das Abdeckelement 100 wird in etwa 1m bis 2m langen, flachen Abschnitten konfektioniert.

Eine abweichende Ausführungsform des Abdeckelementes (Bezugszahl 200) ist den 2a und 2b zu entnehmen. Diese unterscheidet sich von der oben beschriebenen dadurch, dass an den Flachleisten 2.1, 2.2 Einkerbungen 34 bzw. sehr schmale Einschnitte eingebracht sind, die nahezu bis zu einer Unterseite 27 der Flachleiste reichen. Diese Anordnung gewährleistet noch eine gewünschte Steifigkeit des am First verlegten Abdeckelementes, da die Flachleisten nur an ihrer Oberseite 38 durchbrochen sind und sich mit ihrer Unterseite 27 an den Dacheindeckungselementen 10 nahezu geradlinig abstützen können. Andererseits kann das Abdeckelement 200 zu einer First- oder Gratrolle 33 (vgl. 3a und 3b) aufgewickelt sein.

Ein weiteres Abdeckelement (nicht dargestellt) kann durch Zusammenfügen eines aus flachem, maschenartigen Lüftungselement und zwei Fixierstreifen bestehenden Verbundes mit den vorgefertigten, geraden Flachleisten-Abschnitten zustande kommen. Der Verbund kann in aufgewickelter Form geliefert und erst am Bauort mit den Flachleisten verklebt werden.

Eine andere maschenartige Ausführung des mittigen Lüftungselementes ist in 7a und 7b dargestellt. Die 7b zeigt ein Abdeckelement 500, das sich aus einem zu einem U-Profil 22 gebogenen Lüftungselement 1.4, zwei aus Kunststoff gefertigten Flügelteilen 41.1, 41.2 und zwei Versteifungsprofilen 5.1, 5.2 aus verzinktem Stahlblech sowie aus zwei Fixierstreifen 2.1, 2.2 zusammensetzt. Das aus Streckmetallgitter hergestellte U-Profil 22 ist mit seinen beiden U-Schenkeln 39.1, 39.2 jeweils über wenigstens einen Butylkautschuk-Streifen 42 mit einem nach oben zeigenden Steg 40.1, 40.2 der Flügelteile 41.1, 41.2 verbunden. Mit Bezugszahl 36 ist ein gekrümmter Biegebereich zwischen den Stegen 40.1, 40.2 und gerippten Flachteilen 43.1, 43.2 bezeichnet, mit dem sich die Neigung der Flachteile 43.1, 43.2 einstellen lässt. Die Versteifungsprofile 5.1, 5.2 ragen mit ihren traufenseitigen Längskanten 6 über die freien Längskanten 43 der Flachteile 43.1, 43.2 um einen Betrag A hinaus. Dabei sind die die Sollknicklinien 7 bildenden Längskanten 6 der Versteifungsprofile 5.1, 5.2 leicht nach unten gebogen. Der Betrag A beträgt etwa 15 mm. Auf dieser Weise sind vergrößerte Auflageflächen für die firstseitigen Randbereiche 44 der Fixierstreifen 2.1, 2.2 erzielt worden. Ist die Auflagefläche zu schmal, kann sich die Klebeverbindung am Randbereich 44 lösen. Eine solche Situation zeigt 5c. Der Randbereich 44 des vorerst angeklebten Fixierstreifens steht hier von dem Flügelteil deutlich ab. Eine Abhilfe kann auch auf andere Weise geschaffen werden, die noch nachfolgend beschrieben werden wird.

Die 7a zeigt ebenfalls ein mehrteiliges Abdeckelement 600, welches ein U-Profil 45 aus Streckmetallgitter aufweist, dessen beide U-Schenkel 24.1, 24.2 jeweils mit einem wasserundurchlässigen Flügelteil 21.1, 21.2 aus Kunststoff verbunden sind. Die beiden U-Schenkel 24.1, 24.2 gehen jeweils in einen rechtwinklig nach außen gebogenen Steg 46.1, 46.2 über, mit denen sich das U-Profil an den Flügelteilen 21.1, 21.2 abstützt. Charakteristisch für diese Ausführungsform sind im Material des U-Profils 45 geformte, sich an seinen Mittelsteg 25 anschließende zickzackförmige Biegebereiche 26, die dieselbe Funktion, wie der in 7b gezeigte Biegebereich 36, haben.

Die Flügelteile 21.1, 21.2 weisen jeweils einen nach oben zeigenden L-Schenkel 47 und mehrere Querrippen 28 auf. Die beiden L-Schenkel 47 sind innerhalb des U-Profils angeordnet. Die nach außen gebogenen Stege 46.1, 46.2 des U-Profils sind jeweils über einen Klebestreifen 48 mit den Flügelteilen 21.1, 21.2 verbunden. Optional kann der L-Schenkel 47 des Flügelteils ebenfalls über einen nicht dargestellten Klebestreifen mit dem U-Schenkel 24.1. 24.2 verbunden sein. Unterhalb der Flügelteile 21.1, 21.2 sind Flachleisten 5.1, 5.2 angeordnet.

Außerdem sind in 7a haftverbessernde Oberflächenstrukturen 13 zu sehen, die in Form von spitzartigen Vorsprüngen 23 an einer Oberseite 16 der Flügelteile 21.1, 21.2 verteilt sind. Die Vorsprünge 23 befinden sich in Verklebungbereichen außerhalb der mittig am Flügelteil verlaufenden Querrippen 28.

Ein in 4a bis 4c dargestelltes Abdeckelement 300 weist ein aus Vollkunststoff hergestelltes Lüftungselement 1.2 und zwei bereits ausführlich beschriebene, setliche Fixierstreifen 2,1, 2.2 sowie zwei Flachleisten 5.1, 5.2 auf. Das Lüftungselement 1.2 weist zwei spiegelsymmetrisch zueinander liegende, gerippte Flügelteile 8.1, 8.2 und mehrere paarweise nebeneinaner angeordnete, fensterartige Luftdurchtrittsöffnungen 9 auf. Die Flügelteile 8.1, 8.2 sind von den Flachleisten unterlegt und nicht mit ihnen verklebt, sondern bei "20" vernietet. Die Flachleisten 5.1, 5.2 ragen mit ihren traufenseitigen Längskanten 6 etwas über die freien Längskanten der Flügelteile 8.1, 8.2 hinaus.

Die 5a und 5b zeigen alternative Befestigungsmöglichkeiten des Fixierstreifens am Lüftungselement. Der Fixierstreifen ist mit seinem firstseitigen Randbereich 44 zwischen den Flügelteil und die Flachleiste 5.1, 5.2 hineingeschoben und dort zusammengedrückt. Gemäß 5a sind die Flachleiste mit dem Flügelteil des Lütfungselementes vernietet, dagegen gemäß 5b über einen Butylklebestreifen 38 miteinander verbunden. Zusätzlich ist die Flachleiste mit dem Fixierstreifen verklebt. Zwischen dem Fixierstreifen und dem Flügelteil existiert keine Klebeverbindung, da auf den Fixierstreifen die kreppartige Schutzfolie auf kaschiert ist.

In 6 ist ein aus Kunststoff gefertigtes Abdeckelement 400 gezeigt, welches dem in 4 abgebildeten Abdeckelement 300 sehr ähnlich ist. Das Abdeckelement 400 weist ein Lüftungselement 1.3 auf, dessen mit nach oben zeigenden Querrippen 28 versehene Flügelteile 49.1, 49.2 jeweils in einen verstärkten firstseitigen Randbereich 27 auslaufen, der nahezu bis zu den Querrippen 28 reicht. Der Randbereich 27 ist insgesamt etwa 3 mm dick, so dass die Funktion der versteifenden Flachleiste übernehmen kann. Die Breite des verstärkten Randbereichs 27 entspricht der des Überlappungsbereichs 3.1, 3.2. An der Oberseite 16 der Flügelteile 49.1, 49.2 sind noch haftverbessernde, spitzartige Vorsprünge 23 angeordnet.

Der Einbauzustand des Abdeckelementes 300 ist in 8 und 9 zu sehen. Das Lüftungselement 1.2 ist mittels nicht dargestellten Nägeln oder Schrauben an einer Firstbohle 4 befestigt. Die das Abeckelement versteifenden Flachleisten 5.1, 5.2 stützen sich an den Wölbungen der tiefprofilierten Dacheinedckungselemente 10 ab. Auf den Querrippen 28 sind wiederum Unterkanten 31 eines Firstziegels 30 aufgelagert. Da die Querrippen 28 im Wesentlichen eben liegen, gewährleisten einen konstanter Abstand zwischen der Unterkante des Firstziegels und dem Lüftungselement. Wie die 9 zeigt, beschreibt die längs der traufenseitigen Längskanten 6 verlaufende Sollknicklinie 7 eine Gerade G. Unterhalb der geraden Sollknicklinie 7 liegt ein „Wellenbereich" des Fixierstreifens, der durch die traufenseitige Längskante 35 (vgl. 9) angedeutet ist. Dadurch, dass die Butylmasse des Fixierstreifens mit der bleibend verformbaren Stabilisierungsschicht 17 (vgl. 4) verstärkt ist, lässt sich dieser an die Oberseite 11 der Dacheindeckungselemente 10 genau anpassen.

1.1;....1.5Lüftungselement 2.1, 2.2Fixierstreifen 3.1; 3.2Überlappungsbereich 4Firstbohle 5.1; 5.2Versteifungsprofil 6Längskante 7Sollknicklinie 8.1, 8.2Flügelteil 9Luftdurchtrittsöffnung 10Dacheindeckungselement 11Oberseite (v. 10) 12.1, 12.2Längskante (v. 1) 13Oberflächenstruktur 14Oberseite 15.1, 15.2Schutzschicht 16Oberseite (v. 21) 17Stabilisierungsschicht 18Unterseite 19.1, 19.2Schutzfolienstreifen 20Niete (v. 1.2) 21.1, 21.2Flügelteil 22U-Profil 23Vorsprung 24.1, 24.2U-Schenkel (v. 45) 25Mittelsteg 26Biegebereich 27Randbereich 28Querrippe 29Butylkautschuk-Schicht 30Firstziegel 31Unterkante (v. 30) 32Markierungsstreifen 33First- oder Gratrolle 34Einkerbung 35Längskante (v. 2) 36Biegebereich 37.1, 37.2Klebestreifen 38Butylklebestreifen 39.1, 39.2U-Schenkel (v. 22) 40.1, 40.2Steg 41.1, 41.2Flügelteil 42Butylkautschukstreifen 43Längskante (v. 43) 44Randbereich 45U-Profil 46.1, 46.2Steg (v. 45) 47L-Schenkel (v. 21) 48Klebestreifen 49.1, 49.2Flügelteil ABetrag GGerade LLängsrichtung 100;....600Abdeckelement

Anspruch[de]
  1. First- oder Gratabdeckelement (100; 200; 300; 400; 500; 600) für Kaltdächer, das im Einbauzustand oberhalb und längs der jeweiligen First- oder Gratlatte verläuft, aufweisend:

    – zwei aus einer plastisch verformbaren Klebemasse gefertigte, zueinander spiegelsymmetrisch angeordnete Fixierstreifen (2.1, 2.2), die an eine Oberseite (11) der an den First oder Grat angrenzenden Dacheindeckungselemente (10) anpassbar sind,

    – und ein dazwischen verlaufendes Lüftungselement (1.1; 1.2; 1.3; 1.4; 1.5), dessen traufenseitige Längskanten (12.1, 12.2) mit den Fixierstreifen (2.1, 2.2) jeweils einen Überlappungsbereich (3.1, 3.2) bilden,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    – im Überlappungsbereich (3.1, 3.2) jeweils ein Versteifungsprofil (5.1; 5.2) angeordnet ist,

    – das Versteifungsprofil (5.1; 5.2) im Einbauzustand mit der Oberseite (11) der an den First oder Grat angrenzenden Dacheindeckungselemente (10) direkt oder über das Material des Fixierstreifens bzw. Lüftungselementes kontaktiert und dort im Bereich seiner traufenseitigen Längskante (6) eine Sollknicklinie (7) des Fixierstreifens (2.1, 2.2) bildet,

    – und dass die Sollknicklinie (7) annähernd eine Gerade (G) beschreibt.
  2. Abdeckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungsprofil (5.1; 5.2) über einen Klebestreifen (37.1, 37.2) mit den Fixierstreifen (2.1, 2.2) und/oder Lüftungselement verbunden ist.
  3. Abdeckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungsprofil (5.1; 5.2) mit dem Lüftungselement (1.2; 1.3) vernietet oder mittels Schraubverbindungen verbunden ist.
  4. Abdeckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungsprofil (5.1; 5.2) eine Flachleiste ist.
  5. Abdeckelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das die Flachleiste an wenigstens einer ihrer Längskanten (6) gebogen ist.
  6. Abdeckelement nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das die Flachleiste in ihrer Querrichtung gerippt ist.
  7. Abdeckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungselement (1.1; 1.4; 1.5) maschenartig ist.
  8. Abdeckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungselement (1.2; 1.3; 1.4; 1.5) quer gerippte, zueinander spiegelsymmetrisch angeordnete Flügelteile (8.1, 8.2; 21.1, 21.2; 41.1, 41.2) aufweist.
  9. Abdeckelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügelteile (21.1, 21.2) einstöckig mit den Versteifungsprofilen (5.1; 5.2) sind.
  10. Abdeckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungselement (1.1; 1.2; 1.3; 1.4; 1.5) aus Metall besteht.
  11. Abdeckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungselement (1.1; 1.2; 1.3; 1.4; 1.5) aus Kunststoff besteht.
  12. Abdeckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungselement (1.1; 1.4; 1.5) aus Textilmaterial besteht.
  13. Abdeckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fixierstreifen (2.1, 2.2) auf seiner Oberseite (14) mit einer wasserabweisenden Schutzschicht (15.1, 15.2) fest verbunden ist.
  14. Abdeckelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die die Schutzschicht (15.1, 15.2) eine dehnbare Kunststoff-Folie, vorzugsweise eine Kreppfolie ist.
  15. Abdeckelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die die Schutzschicht (15.1, 15.2) eine dehnbare Metallfolie ist.
  16. Abdeckelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht (15.1, 15.2) farbig mit den Dacheindeckungselementen (10) abgestimmt ist.
  17. Abdeckelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht (15.1, 15.2) körnig ist.
  18. Abdeckelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fixierstreifen (2.1, 2.2) mit einer bleibend verformbaren Stabilisierungsschicht (17) versehen ist.
  19. Abdeckelement nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht (17) wenigstens teilweise in den Fixierstreifen (2.1, 2.2) eingebettet ist.
  20. Abdeckelement nach Anspruch 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht (17) aus Metall- oder Kunststoffgitter besteht.
  21. Abdeckelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fixierstreifen (2.1; 2.2) auf seiner der Schutzschicht (15.1, 15.2) gegenüber liegenden Unterseite (18) mit wenigstens einem abziehbaren Schutzfolienstreifen (19.1, 19.2) versehen ist.
  22. Abdeckelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelteil (21.1, 21.2) auf seinem dem Fixierstreifen (2.1, 2.2) zugewandten Oberseite (16) mit haftverbessernden Oberflächenstrukturen (13) versehen ist.
  23. Abdeckelement nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die haftverbessernde Oberflächenstrukturen (13) aus einer Mehrzahl von dornförmigen Vorsprüngen (23) besteht.
  24. Abdeckelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das maschenartige Lüftungselement (1.4; 1.5) ein U-Profil (22; 45) aufweist, dessen beide U-Schenkel (39.1, 39.2; 24.1, 24.2) jeweils mit einem wasserundurchlässigen Flügelteil (21.1, 21.2; 41.1, 41.2) verbunden sind.
  25. Abdeckelement nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die U-Schenkel (24.1, 24.2) des U-Profils (45) nach außen gebogen sind.
  26. Abdeckelement nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass die U-Schenkel (24.1, 24.2) jeweils über einen im Material des U-Profils (45) geformten Biegebereich (26) in einen Mittelsteg (25) des U-Profils (45) übergehen.
  27. Abdeckelement nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das maschenartige U-Profil (22; 45) des Lüftungselementes aus Streckmetall besteht.
  28. Abdeckelement nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das maschenartige U-Profil (22; 45) aus Kunststoffgitter gefertigt ist.
  29. Abdeckelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das maschenartige Lüftungselement bzw. U-Profil (22) mit längsaxial verlaufenden Markierungen (32) versehen ist.
  30. Abdeckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Versteifungsprofil (5.1; 5.2) bzw. die Flachleiste mehrere quer zu ihrer Längsrichtung verlaufende Einkerbungen (34) aufweist, die es ermöglichen, das Abdeckelement zu Lagerungs- und Transportzwecken aufzuwickeln.
Es folgen 12 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com