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Dokumentenidentifikation DE102004011250B3 01.12.2005
Titel Kraftwagentür
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Bauer, Stefan, 71065 Sindelfingen, DE;
Irrgang, Jörg, Dipl.-Ing., 71287 Weissach, DE
DE-Anmeldedatum 09.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004011250
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.12.2005
IPC-Hauptklasse B60J 5/00
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Kraftwagentür (10) mit einem Türrahmen und mit einer lösbar am diesem befestigbaren Türbeplankung (20), wobei die plattenförmige Türbeplankung (20) an ihrem unteren Rand (24) sowie an ihren einander entgegengesetzten seitlichen Rändern (21, 23) jeweils eine im Querschnitt gesehen U-förmige Halteleiste aufweist, die auf einen zugehörigen Randstreifen des Türrahmens aufschiebbar ist, und wobei die Türbeplankung (20) an ihrem oberen Rand (22) mit zumindest einem Befestigungshaken versehen ist, der in der Einbaulage der Türbeplankung (20) in eine zugehörige Befestigungsöffnung des Türrahmens eingehakt ist.
Um unter Beibehaltung einer einfachen Montage und Demontage der Türbeplankung (20) eine besonders zuverlässige Befestigung der Türbeplankung (20) am Türrahmen zu ermöglichen, ist die Befestigungsöffnung abgestuft ausgebildet und umfasst einen verbreiterten Längenabschnitt zum Einführen des Befestigungshakens sowie einen verjüngten Längenabschnitt, in welchem der eingehakte Befestigungshaken aushebeblockiert gehalten ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kraftwagentür der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.

Aus der DE 197 46 724 C1 ist eine derartige Tür bereits als schwenkbare Seitentür eines Kraftwagens bekannt. Die bekannte Tür umfasst einen aus Profilleisten zusammengesetzten Türrahmen, der auf seiner Außenseite eine plattenförmige Türbeplankung trägt. Die Türbeplankung ist einteilig aus Kunststoffmaterial hergestellt und weist an ihren beiden einander entgegengesetzten seitlichen Ränder jeweils eine im Querschnitt gesehen U-förmige Halteleiste auf, die bei der Montage der Türbeplankung auf einen zugehörigen Randstreifen des Türrahmens aufschiebbar ist.

Bei der Montage wird die Türbeplankung von unten aus auf den Türrahmen aufgeschoben, bis eine an den unteren Rand der Türbeplankung angeformte, ebenfalls im Querschnitt gesehen U-förmige Halteleiste auf einen unteren Randstreifen des Türrahmens aufgeschoben ist und ein von der oberen Randseite der Türbeplankung abstehender leistenförmiger Befestigungshaken in einer nach oben hin offenen kanalförmigen Befestigungsöffnung einer Fensterschachtleiste des Türrahmens einrastet.

Dabei ist die konstruktive Auslegung der Rastverbindung zwischen Befestigungshaken und Befestigungsöffnung verhältnismäßig schwierig, da einerseits eine einfache Montage und Demontage der Türbeplankung erwünscht ist und andererseits ein missbräuchliches Lösen der Rastbefestigung zuverlässig verhindert werden soll.

Des Weiteren ist aus der DE 199 44 965 A1 eine in Modulbauweise ausgeführte Kraftwagentür mit einer Kunststoff-Trägerplatte bekannt, an welcher verschiedene Bauteile der Tür vormontierbar sind. Die Kunststoff-Trägerplatte ist im eingebauten Zustand an einem Modulträger des Türrahmens befestigt, wobei die Kunststoff-Trägerplatte eine Öffnung im Modulträger abdeckt und an ihrem äußeren Rand mit einer umlaufenden Dichtung versehen ist, die dichtend am Öffnungsrand anliegt und eine feuchtigkeitsdichte Abschottung eines Nassraums von einem Trockenraum des Türkörpers bewirkt. Die Verbindung der Kunststoff-Trägerplatte mit dem Modulträger erfolgt über mehrere Bohrungen zur Aufnahme von Punktbefestigungsmitteln, wie Schrauben, Klipsen oder Spreiznieten, wobei zur Positionierung der Kunststoff-Trägerplatte am Modulträger zwei Positionierzapfen an die Kunststoff-Trägerplatte angespritzt sind, von denen einer in ein am Modulträger angeordnetes Rundloch und der andere ein am Modulträger angeordnetes Langloch eingreift.

Bei dieser nicht gattungsgemäßen Kraftwagentür ist die Kunststoff-Trägerplatte nicht auf Randstreifen des Türrahmens aufgeschoben, sondern seitlich an den Öffnungsrahmen des Modulträgers angesetzt und an diesem über eine Vielzahl von Punktbefestigungsmitteln fixiert. Diese Art der Befestigung ist aber verhältnismäßig zeit- und kostenintensiv und daher für eine Türbeplankung nicht ohne weiteres geeignet.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kraftwagentür der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art dahingehend zu verbessern, dass unter Beibehaltung einer einfachen Montage und Demontage der Türbeplankung eine besonders zuverlässige Befestigung der Türbeplankung am Türrahmen ermöglicht ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Weitere die Erfindung in vorteilhafter Weise ausgestaltende Merkmale enthalten die Unteransprüche.

Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht darin, dass der Befestigungshaken in der Einbaulage der Türbeplankung aushebeblockiert in einem verjüngten Längenabschnitt der abgestuft ausgebildeten Befestigungsöffnung gehalten ist, wodurch ein missbräuchliches Lösen der Türbeplankung durch Überdrückung ausgeschlossen ist. Um dabei weiterhin eine einfache Montage und Demontage der Türbeplankung zu gewährleisten, ist die Befestigungsöffnung abgestuft ausgebildet und umfasst einen verbreiterten Längenabschnitt, durch welchen der Befestigungshaken bei der Montage der Türbeplankung in einfacher Weise in die Befestigungsöffnung einführbar ist und bei der Demontage wieder aus dieser herausziehbar ist.

Um ein Verschieben des Befestigungshakens in der Befestigungsöffnung zu verhindern, kann die Türbeplankung in ihrer Einbaulage über eine Verschiebesicherung am Türrahmen gehalten sein.

Dabei kann die Eignung der Verschiebesicherung für Türbeplankungen aus Kunststoff dadurch verbessert werden, dass zur Verschiebesicherung der Türbeplankung ein einziges Punktbefestigungsmittel vorgesehen sein, wodurch die Wärmedehnungen der Türbeplankung nicht behindert werden.

Das Punkbefestigungsmittel kann in der Einbaulage der Türbeplankung von einem Außenanbauteil der Tür überdeckt und somit von der Türaußenseite aus unzugänglich gehalten sein, wobei als Außenanbauteil besonders einfach und kostengünstig ein ohnehin vorhandener Befestigungssockel eines Außenspiegels der Tür vorgesehen sein kann.

Zur Schaffung einer besonders einfachen und soliden Bauweise des Befestigungshakens kann die Befestigungsöffnung in einem vertikalen Wandbereich einer Fensterschachtleiste des Türrahmens angeordnet sein.

Um eine besonders einfache und steife Bauweise der Türbeplankung zu ermöglichen, können die Halteleisten am unteren und an den seitlichen Rändern der Türbeplankung Längenabschnitte einer durchgehenden Halteleiste sein, die an den Umfang der Türbeplankung angeformt ist. Die Türbeplankung kann dabei besonders einfach und kostengünstig samt der Halteleisten und dem Befestigungshaken einteilig aus Kunststoff hergestellt sein.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer zeichnerischen Darstellung näher erläutert.

In der Darstellung zeigen:

1 eine Seitentür eines Kraftwagens in einer Seitenansicht von außen,

2 die Seitentür in einer Seitenansicht von innen,

3 einen Schnitt durch die Tür gemäß der Linie III-III in 1,

4 einen Schnitt durch die Tür gemäß der Linien IV-IV in 1,

5 einen Befestigungshaken einer Türbeplankung mit einer zugehörigen Befestigungsöffnung eines Türrahmens in einer Seitenansicht von innen und

6 einen Schnitt durch die Tür gemäß der Linie VI-VI in 1.

In 1 ist eine schwenkbare linke Seitentür 10 eines nicht gezeigten Kraftwagens dargestellt, die an ihrer vorderen Schmalseite mittels nicht gezeigter Türscharniere schwenkbar an einer A-Säule der Kraftwagenkarosserie angelenkt ist und an ihrer hinteren Schmalseite über ein ebenfalls nicht gezeigtes Türschloss an einer B-Säule der Karosserie lösbar zu verriegeln ist.

Die Tür 10 weist eine plattenförmige Türbeplankung 20 auf, die sich von der Unterkante 11 bis zu einer Bordkante 12 der Tür 10 erstreckt und die Außenbeplankung der Tür 10 bildet. Die einteilig aus schlagzähem Kunststoff hergestellte Türbeplankung 20 weist einen etwa rechteckförmigen Umfang auf, wobei der vordere Rand 21 der Türbeplankung 20 leicht gekrümmt in vertikale Richtung, der obere Rand 22 gerade entlang der Bordkante 12, der hintere Rand 23 gekrümmt nach schräg vorn und unten und der untere Rand 24 der Türbeplankung 20 gerade nach vorn verläuft.

Die Tür 10 umfasst ferner eine rahmenlos gehaltene Seitenscheibe, die hier vollständig in einem Fensterschacht 13 der Tür 10 versenkt und somit nicht sichtbar angeordnet ist.

Die Tür 10 trägt an ihrem oberen vorderen Eckbereich einen linken Außenspiegel 30 des Kraftwagens, dessen plattenförmiger Spiegelfuß 31 oberhalb der Bordkante 12 an der Tür 10 gehalten ist und einen oberen Randstreifen der Türbeplankung 20 an der Außenseite überdeckt. An ihrem hinteren oberen Eckbereich weist die Tür 10 einen Türgriff 40 zur Betätigung des Türschlosses auf, der mit einem muldenförmigen Grifffeld 41 an der Bordkante 12 der Tür 10 gehalten ist und ebenfalls einen zugehörigen Randstreifen der Türbeplankung 20 auf der Außenseite überdeckt.

In Verbindung mit 2 ist ersichtlich, dass die Türbeplankung 20 an der Außenseite eines Türrahmens 50 gehalten ist, der aus mehreren miteinander verschweißten Aluminiumprofilleisten zusammengesetzt ist. Der Türrahmen 50 weist einen geschlossenen, etwa rechteckförmigen Umfang auf, der von einer gerade entlang der Bordkante 12 verlaufenden Schachtleiste 51 sowie einer U-förmig gebogenen Konturleiste 52 gebildet ist, wobei die Konturleiste 52 entlang der seitlichen sowie der unteren Umfangsseite der Tür 20 verläuft.

Die Konturleiste 52 weist an den einander gegenüberliegenden Innenseiten ihrer vertikal verlaufenden Schenkel jeweils nicht näher gezeigte Führungsschienen für die versenkbare Seitenscheibe der Tür 10 auf. An der vorderen Schmalseite der Tür 10 überragt die Konturleiste 52 die Schachtleiste 51 nach oben hin mit einem kurzen, vertikal verlaufenden Befestigungsabschnitt 53, von dem nach vorn hin ein Befestigungsauge zum Anschrauben des Außenspiegels 30 absteht.

Zur Versteifung des Türrahmens 50 sind die beiden vertikalen Schenkel der Konturleiste 52 in ihren mittleren Längenbereichen durch eine Längsstrebe 54 miteinander verbunden, die schräg nach vorn unten verläuft und an ihrem vorderen Endabschnitt durch eine kurze Diagonalstrebe 55 am horizontalen Schenkel der Konturleiste 52 abgestützt ist.

Der Türrahmen 50 bildet die Tragstruktur der Tür 10 und ist an seiner vorderen Umfangsseite an den nicht gezeigten Scharnieren der Tür 10 abgestützt. An seiner Innenseite trägt der Türrahmen 50 eine in 2 zur verbesserten Darstellung ausgeblendete Türinnenverkleidung 60, welche die Innenwand der Tür 10 bildet und den Türrahmen 50 vollständig überdeckt. Die plattenförmige Türinnenverkleidung 60 ist einteilig aus schlagzähen Kunststoffmaterial hergestellt und über zugehörige Punktbefestigungsmittel, wie z. B. Schrauben oder Klipse an der Innenseite des Türrahmens 50 befestigt, wobei die Punktbefestigungsmittel über den Umfang des Türrahmens 50 verteilt angeordnet sind.

In Verbindung mit 3 ist ersichtlich, dass von der Innenverkleidung 60 nach außen hin ein im Querschnitt gesehen L-förmiger Randstreifen 61 abgewinkelt ist, der sich der Länge nach vom vorderen oberen Eckbereich der Tür 10 entlang der vorderen, der unteren und der hinteren Umfangsseiten der Tür 10 bis zum oberen hinteren Eckbereich der Tür 10 erstreckt. Der Randstreifen 61 der Türinnenverkleidung 60 ist über seine gesamte Länge von einer korrespondierenden U-förmigen Halteleiste 25 der Türbeplankung 20 umgriffen, die vom Rand der Türbeplankung 20 nach innen hin abragt. Die an die Türbeplankung 20 angeformte und einteilig mit dieser ausgebildete Halteleiste 25 verläuft ebenfalls durchgehend vom vorderen oberen Eckbereich der Tür 10 entlang dem vorderen Rand 21, dem hinteren Rand 23 sowie dem unteren Rand 24 der Türbeplankung 20 bis zum oberen hinteren Eckbereich der Tür 10.

Der Randstreifen 61 der Türinnenverkleidung 60 greift dabei in den Hohlquerschnitt der Halteleiste 21 ein und ist mit seinem freien Ende linienförmig an einer gegenüberliegenden Wandseite der Halteleiste 25 abgestützt. Der Randstreifen zum Aufschieben der Türbeplankung 20 ist somit vom Randstreifen 61 der Türinnenverkleidung 60 gebildet.

Vom Randstreifen 61 der Türinnenverkleidung 60 ragen entgegengesetzt zu seinem freien Ende drei kurze Stütznasen 62 ab, die ebenfalls jeweils linienförmig an einer gegenüberliegenden Wandseite der Halteleiste 25 abgestützt sind. Die durch Anspritzen hergestellten Stütznasen 62 erstrecken sich über die gesamte Länge des Randstreifens 61 der Türverkleidung 60. Der Randstreifen 61 der Türverkleidung 60 ist somit zwischen den einander gegenüberliegenden Schenkeln der U-förmigen Halteleiste 25 der Türbeplankung 20 abgestützt und in einem Klemmsitz gehalten. Durch die linienförmige Anlage der Stütznasen 62 und des freien Endes des Randstreifens 61 wird dabei zugleich eine zuverlässige Abdichtung des zwischen Türinnenverkleidung 60 und Türbeplankung 20 angeordneten Hohlraums der Tür 10 erzielt.

Das freie Ende des Randstreifens 61 der Türinnenverkleidung 60 ist sowohl in einem Abstand zum gegenüberliegenden Schenkel der Halteleiste 25 als auch in einem Abstand zum freien Ende der Halteleiste 25 gehalten. Durch den daraus resultierenden Freigang werden ein Ausgleich von Fertigungstoleranzen und von Wärmedehnungen der Türinnenverkleidung 60 und der Türbeplankung 20 ermöglicht.

Die Türbeplankung 20 ist über die Halteleiste 25 an ihrem vorderen Rand 21, ihrem hinteren Rand 23 sowie ihrem unteren Rand 24 an der Türinnenverkleidung 60 und über diese am Türrahmen 50 gehalten.

In Verbindung mit 4 ist ersichtlich, dass die Türbeplankung 20 an ihrem oberen Rand 22 eine vertikal verlaufende Stützleiste 26 aufweist, die sich über die gesamte Länge der Türbeplankung 20 erstreckt und flächig an einem gegenüberliegenden Randstreifen der Schachtleiste 51 abgestützt ist. Die Stützleiste 26 greift mit ihrem nach unten hin abragenden Endbereich weitgehend passgenau in einen nach oben hin offenen Führungskanal 56 der Schachtleiste 51 ein.

Die Stützleiste 26 der Türbeplankung 20 schließt an ihrem oberen Rand etwa bündig mit einem gegenüberliegenden oberen Falzflansch der Schachtleiste 51 ab, wobei der Falzflansch und ein oberer Randstreifen der Türbeplankung 20 von den Befestigungsschenkeln einer Dichtleiste 14 umgriffen sind. Die einteilig aus gummielastischem Material hergestellte Dichtleiste 14 erstreckt sich über die gesamte Länge der Bordkante 12 und ist zur Abdichtung des Fensterschachtes mit einem schmalen Dichtschenkel an der Seitenscheibe 15 der Tür 10 abgestützt.

Zur lösbaren Befestigung an der Schachtleiste 51 ist die Türbeplankung 20 an ihrem oberen Rand 22 mit zwei Befestigungshaken 70 versehen, die jeweils in einem Abstand von einem Drittel bzw. zwei Dritteln der Gesamtlänge vom vorderen oberen Eckbereich der Türbeplankung 20 angeordnet sind. Die Befestigungshaken 70 ragen jeweils von der Innenseite der Stützleiste 26 nach innen hin ab und durchsetzen eine zugehörige Befestigungsöffnung 80 an der gegenüberliegenden, vertikal verlaufenden Wandseite der Schachtleiste 51.

Die L-förmig ausgebildeten Befestigungshaken 70 umfassen jeweils einen die zugehörige Befestigungsöffnung 80 durchsetzenden Schaftabschnitt 71, von dem nach unten hin ein Befestigungsabschnitt 72 abgebogen ist, wobei der Befestigungsabschnitt 72 den Rand 81 der Befestigungsöffnung 80 hintergreift und an der der Türbeplankung 20 abgewandten Innenseite der Schachtleiste 51 am Öffnungsrand 81 abgestützt ist.

Die Befestigungshaken 70 sind mit ihren Befestigungsabschnitten 72 jeweils aushebeblockierend hinter dem Öffnungsrand 81 eingehakt, d. h. die Befestigungsabschnitte 72 weisen jeweils eine größere Höhenerstreckung als die zugehörige Befestigungsöffnung 80 auf, so dass ein Abziehen der Türbeplankung 20 nach außen nur bei Beschädigung der Befestigungshaken 70 und/oder des Öffnungsrandes 81 möglich wäre.

In 5 ist ersichtlich, dass die Befestigungshaken 70 jeweils als kurze Befestigungsleisten ausgebildet sind, wobei die zugehörigen Befestigungsöffnungen 80 jeweils einen schlitzförmigen Halteabschnitt 82, in welchem der zugehörige Befestigungshaken 70 in der Einbaulage der Türbeplankung 20 in seiner Verriegelungsstellung mit einem vorderen Längenabschnitt eingehakt ist, sowie einen verbreiterten Einführabschnitt 83 umfassen, der in Längsrichtung der Tür 10 gesehen vor dem Halteabschnitt 82 angeordnet ist.

Der Einführabschnitt 83 weist eine deutlich größere Höhen- und Längserstreckung als der Befestigungsabschnitt 72 des zugehörigen Befestigungshakens 70 auf, wodurch der Befestigungshaken 70 bei der Montage der Türbeplankung 20 in seiner nach vorn verschobenen, in 5 durch gestrichelte Linien angedeuteten Montagestellung durch den Einführabschnitt 83 in die Befestigungsöffnung 80 einsetzbar ist.

In seiner Verriegelungsstellung ist der Befestigungshaken 70 sowohl in Hoch- als auch in Längsrichtung in einem Abstand zum Rand der Befestigungsöffnung 80 gehalten, wodurch zum einen ein Toleranzausgleich und zum anderen ein Ausgleich von Wärmedehnungen der Türbeplankung möglich ist.

In 6 ist zu sehen, dass zur ihrer Verschiebesicherung von der oberen Kante 22 der Türbeplankung 20 nach oben hin ein schmaler Befestigungsflansch 27 abragt, der mittels einer einzigen Schraube 28 an der Schachtleiste 51 des Türrahmen 50 befestigt ist. Die Schraube 28 durchsetzt dabei passgenau ein Befestigungsloch 29 im Befestigungsflansch 27 der Türbeplankung 20 und ist in einer Gewindebuchse 56 der Schachtleiste 51 verschraubt.

Die Türbeplankung 20 ist somit über das Befestigungsloch 29 und die zugehörige Schraube 28 relativ zum Türrahmen 50 positioniert. Das Befestigungsloch 29 bildet die einzige feste Befestigungsstelle der Türbeplankung 20. An den übrigen Befestigungsstelle der Türbeplankung 20 ist jeweils ein Freigang vorgesehen ist, so dass Wärmedehnungen der Türbeplankung 20 ungehindert möglich sind.

Der Kopf der Schraube 28 ist nach außen hin vom Spiegelfuß 31 des Außenspiegels 30 überdeckt, wobei der Spiegelfuß von der Innenseite aus mit der Tür 10 verschraubt ist. Dadurch ist ein besonders guter Diebstahlschutz gegeben.

Bei der Montage der Tür 10 wird zunächst die Türinnenverkleidung 60 über die zugehörigen Punktbefestigungsmittel an der Innenseite des Türrahmens 50 fixiert. Anschließend wird die Türbeplankung 20 von unten aus auf die Türinnenverkleidung 60 und den Türrahmen 50 aufgeschoben, bis die am oberen Rand 22 der Türbeplankung 20 angeordneten Befestigungshaken 70 in die Einführabschnitte 83 der Befestigungsöffnungen 80 an der Schachtleiste 51 des Türrahmens 50 eingreifen.

Danach lassen sich die Befestigungshaken 80 durch einfaches Längsverschieben der Türbeplankung 20 nach hinten in ihrer Verriegelungsstellung überführen. Hierzu ist zwischen der Halteleiste 25 der Türbeplankung 20 und dem Randstreifen 61 der Türinnenverkleidung 60 ein ausreichender Freigang vorgesehen. Die Positionierung der Türbeplankung 20 kann dabei in einfacher Weise dadurch erfolgen, dass das Befestigungsloch 28 der Türbeplankung 20 in eine deckungsgleiche Stellung mit der Gewindebohrung der Schachtleiste 51 gebracht wird. Die Türbeplankung 20 ist hiernach gemäß ihrer Einbaulage ausgerichtet und wird zur Verschiebesicherung über die Schraube 28 mit dem Türrahmen 50 verschraubt.

Abschließend wird die Dichtleiste 14 von oben auf die Türbeplankung 20 und die Schachtleiste 51 aufgesteckt und der Außenspiegel 30 sowie der Türgriff 40 werden montiert.

Zur Demontage der Türbeplankung 20 werden die Montageschritte in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt.


Anspruch[de]
  1. Kraftwagentür mit einem Türrahmen und mit einer lösbar an diesem befestigbaren Türbeplankung, wobei die plattenförmige Türbeplankung an ihrem unteren Rand sowie an ihren einander entgegengesetzten seitlichen Rändern jeweils eine im Querschnitt gesehen U-förmige Halteleiste aufweist, die auf einen zugehörigen Randstreifen des Türrahmens aufschiebbar ist, und wobei die Türbeplankung an ihrem oberen Rand mit zumindest einem Befestigungshaken versehen ist, der in der Einbaulage der Türbeplankung in eine zugehörige Befestigungsöffnung des Türrahmens eingehakt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsöffnung (80) abgestuft ausgebildet ist und einen verbreiterten Längenabschnitt (Einführabschnitt 83) zum Einführen des Befestigungshakens (70) sowie einen verjüngten Längenabschnitt (Halteabschnitt) umfasst, in welchem der eingehakte Befestigungshaken (70) aushebeblockiert gehalten ist.
  2. Kraftwagentür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Türbeplankung (20) in ihrer Einbaulage über eine Verschiebesicherung (Schraube 28) am Türrahmen (50) gehalten ist, die ein Verschieben des Befestigungshakens (70) in der Befestigungsöffnung (80) verhindert.
  3. Kraftwagentür nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verschiebesicherung der Türbeplankung (20) ein einziges Punktbefestigungsmittel (Schraube 28) vorgesehen ist.
  4. Kraftwagentür nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Punktbefestigungsmittel (Schraube 28) in der Einbaulage der Türbeplankung (20) von einem Außenanbauteil (Außenspiegel 30) der Tür (10) überdeckt ist.
  5. Kraftwagentür nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenanbauteil ein Befestigungssockel (31) eines Außenspiegels (30) der Tür (10) ist.
  6. Kraftwagentür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsöffnung (80) in einem vertikalen Wandbereich einer Fensterschachtleiste (51) des Türrahmens (50) angeordnet ist.
  7. Kraftwagentür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteleisten am unteren (24) und an den seitlichen Rändern (21, 23) der Türbeplankung (20) Längenabschnitte einer durchgehenden Halteleiste (25) sind, die an den Umfang der Türbeplankung (20) angeformt ist.
  8. Kraftwagentür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Türbeplankung (20) samt Halteleisten (25) und Befestigungshaken (70) einteilig aus Kunststoff hergestellt ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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