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Dokumentenidentifikation DE102004012187A1 01.12.2005
Titel Cabrio-Verdeck
Anmelder Merlaku, Kastriot, 80807 München, DE
Erfinder Merlaku, Kastriot, 80807 München, DE
DE-Anmeldedatum 12.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012187
Offenlegungstag 01.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.12.2005
IPC-Hauptklasse B60J 7/08
Zusammenfassung Das Verdeck besteht aus mindestens einem aufblasbaren Modul, das sehr dünn ist. Es ist mit Querverbindungen ausgestattet, die das Aufblähen des Moduls verhindern. Das Modul besteht aus luftdichten Folien-Wänden, die mit reißfesten Fasern verstärkt sind. Die Fasern können Kevlar-Fasern oder auch Kohlenstoff-Nanoröhrchen sein. Diese Fasern sind reißfester als Stahl. Auf diese Weise kann das Modul mit über ein bar Druck aufgeblasen werden, ohne dass es zu einer Zerstörung kommt. Das Verdeck kann aus mehreren Modulen bestehen, die miteinander gekoppelt sind. Sie sind wie eine Ziehharmonika in den Kofferraum des Fahrzeugs gestaut. Ein Kompressor, der über Elektroventile direkt mit den aufblasbaren Kammern des Verdecks verbunden ist, wird per Knopfdruck durch eine Steuerung gestartet, wenn das Verdeck geschlossen werden soll. Auch ein Luftdruck-Vorrats-Behälter, der mit dem Kompressor verbunden ist, kann behilflich sein, um das Aufblasen der Module noch schneller zu erreichen. Das Verdeck wird dadurch blitzschnell geschlossen (innerhalb von ein paar Sekunden).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Cabrio-Verdeck, der aufblasbar ist.

Das Verdeck eines Fahrzeugs wird heutzutage aus Stoff oder aus Nylon gemacht. Diese Verdecks-Art braucht zusätzlich ein Gestell, durch den es an der richtigen Position angebracht wird. Das Gestell nimmt viel Platz weg und bedarf eines ziemlich komplizierten Mechanismus. Ausserdem braucht ein Verdeck zwischen 20 und 50 Sekunden, bis er vollständig geschlossen oder geöffnet ist.

Der in den Patentansprüchen 1 bis 26 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Cabrio-Verdeck zu schaffen, das in der Lage ist, sich sehr schnell zu öffnen oder zu schliessen und das ohne den komplizierten Gestell auszukommen, wobei trotzdem eine gewisse Festigkeit gewährleistet.

Dieses Problem wird mit den in den Patentansprüchen 1 bis 26 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Vorteile der Erfindung sind:

  • – das Verdeck ist sehr leicht,
  • – es nimmt sehr wenig Platz weg,
  • – sehr schnell schliessbar.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der 1 bis 3 erläutert. Es zeigen:

1 ein aufblasbares Verdeck in geschlossenen Zustand,

2 ein geöffnetes Verdeck mit seinen Modulen,

3 das Steuerungs-System und den Kompressor.

Das Verdeck 1 besteht aus mindestens einem aufblasbaren Modul 2, das sehr dünn ist. Es ist mit Querverbindungen 3 ausgestattet, die das Aufblähen des Moduls verhindern. Diese Verbindungen können auch einfache Punkt-Schweiss-Stellen 4 sein, die die Wand-Flächen 5 an diese Stellen miteinander verbinden. Das Modul besteht aus Luftdichten Folien-Wände, die mit reissfesten Fasern verstärkt sind. Die Faser können Kevlar-Faser oder auch Kohlenstoff-Nanoröhrchen sein. Diese Fasern sind reissfester als Stahl. Auf diese Weisse kann das Modul mit über ein bar Druck aufgeblasen werden, ohne das es zu eine Zerstörung kommt. Das Verdeck kann aus mehreren Modulen bestehen, die miteinander gekoppelt sind. Sie sind wie ein Ziehharmonika in den Kofferraum des Fahrzeugs gestaut. Ein Kompressor 6, der über Elektroventile 7 direkt mit den aufblasbaren Kammern des Verdecks verbunden ist, wird per Knopfdruck durch eine Steuerung gestartet, wenn das Verdeck geschlossen werden soll. Auch ein Luftdruck-Vorrats-Behälter 8, der mit dem Kompressor verbunden ist, kann behilflich sein um das Aufblasen der Module noch schneller zu erreichen. Das Verdeck wird dadurch blitzschnell geschlossen (innerhalb von ein paar Sekunden). Zum Öffnen, wird der Kompressor durch eine Steuerung sein Betrieb umkehren wobei die Luft von den Luftkammern abgesaugt wird.

Ein Regensensor 9, der mit der Kompressor-Steuerung gekoppelt ist, kann behilflich sein um eine automatisches Aufblasen des Verdecks zu erreichen, wenn das Fahrzeug abgestellt ist. Dadurch wird das Innenraum des Fahrzeugs nicht nass, wenn es zum Regnen anfängt. Eine Luftdruck-Mess-Vorrichtung, oder einfach ein Barometer, kann das Verdeck schon vorsorglich zuschliessen, wenn ein bestimmtes Wert an atmosphärischen Luftdruck unterschritten wird.

Das Verdeck braucht ganz wenig Luft (einige Liter) um sich vollständig zu entfalten. Sie ist sehr dünn auch im aufgeblasenen Zustand und ziemlich hart. Durch die Verwendung von Kevlar-Fasern, können Druckwerte über einem Bar erreicht werden.

Die Führungs-Schienen 10 dienen das Verdeck sicher bis zu Einrast-Stelle 11 zu entfalten. Die Einrast-Stelle befindet sich vorne an die Fahrzeug-Rahmen 12 und kann elektrisch gesteuert sein. Sie wird entsichert, wenn der Knopf für das Öffnen des Verdecks betätigt wird. Dann wird durch den Kompressor die Luft aus dem Modulen abgesaugt. Dadurch, dass sehr wenig Luft in der Kammer sich befindet, öffnet sich das Verdeck innerhalb von Sekunden.

Das Verdeck kann aus einem einzigen Luftkammer/Modul bestehen oder aus mehreren die voneinander luftdicht isoliert sind oder auch miteinander durch kleine Kanäle verbunden. Der Druck des Kompressors wird durch ein Luftdruck-Sensor 13, der in das Verdeck eingebaut ist, überwacht. Bei erreichen eines bestimmten Luftdruck-Wertes in dem Verdeck, wird der Betrieb des Kompressors unterbrochen.

Das Verdeck kann anstatt nach hinten im Kofferraum, beim Öffnen nach vorne transportiert werden und unter die Motorhaube in einem dafür vorgesehenen Spalt angebracht werden. Die Motorhaube soll dabei ein wenig nach oben gehoben werden um die Lagerungs-Prozedur des Verdecks zu erleichtern. Sobald das Verdeck unter die Haube verstaut ist, dann kann die Motorhaube in normaler Position herabgelassen werden. Das geschieht alles elektrisch und automatisch. Selbstverständlich befindet sich das Verdeck unter die Motorhaube in einem Schutz-Spalt, der ihn vor der Motorhitze isoliert und schützt.

Ein paar Leuchtdioden können an das Verdeck angebracht werden, die während des Öffnungs-/Schliessungs-Vorgangs leuchten oder blinken. Vorzugsweise weisse/grüne oder blaue Leuchtdioden können das effektvoll gestalten.

Das Verdeck kann wie üblich durch eine Fernsteuerung gesteuert werden.


Anspruch[de]
  1. Cabrio-Verdeck, dadurch gekennzeichnet, dass er aus mindestens einem aufblasbaren Luft-Kammer oder Modul besteht.
  2. Cabrio-Verdeck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere Luft-Kammer oder Module, die mit einander mechanisch verbunden sind, aufweist.
  3. Cabrio-Verdeck nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Module mit Hochdruck hart aufblasbar sind.
  4. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Module mit Innen-Querverbindungen, die das Aufblähen verhindern sollen und die die Form in aufgeblasenen Zustand dem Verdeck verleihen, ausgestattet sind.
  5. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folien-Wände der Module mit reißfesten Fasern verstärkt sind.
  6. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Module luftdicht getrennt voneinander sind oder mit einander durch Luftkanäle verbunden sind.
  7. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aufblasbaren Module mit mindestens einem Luftkompressor und/oder einem Pressluft-Vorrats-Behälter direkt oder durch Schläuche/Rohrleitungen verbunden sind.
  8. Cabrio-Verdeck nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftkompressor durch eine Umkehr-Steuerung in einem Luftabsauger oder Vakuum-Erzeuger umwandelbar ist.
  9. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aufblasbaren Module mit mindestens einem Ventil, der die Luftdruck-Strömung in das Modul steuert, gekoppelt sind.
  10. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil ein Elektroventil ist.
  11. Cabrio-Verdeck nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektroventil an eine Steuerung angebracht ist, die den Verdeck-Betrieb steuert und mit Hilfe von Schläuchen mit der Luftkammer des Verdecks gekoppelt ist.
  12. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Module mit Überdruck-Sicherheitsventile ausgestattet sind.
  13. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Module mit mindestens 1 bar Luftdruck aufblasbar sind.
  14. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folien-Wände der Module mit Kevlar-Fasern oder Kohlenstoff-Nanoröhrchen verstärkt sind.
  15. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Module wie eine Ziehharmonika in leeren Zustand gefaltet sind.
  16. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Module in einem dafür vorgesehenen Raum im Kofferraum gestaut sind.
  17. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdeck mit einer Einrast-Vorrichtung, die das Verdeck vorne an dem Fahrzeug-Rahmen befestigt, der elektrisch das Verdeck im aufgeblasenen Zustand gegen das Öffnen sichert, gekoppelt ist.
  18. Cabrio-Verdeck nach einem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftkompressor oder das Luftdruck-Ventil, der/das die Luftströmung in das Verdeck kontrolliert, mit einem Regensensor-System gekoppelt ist.
  19. Cabrio-Verdeck nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Regensensor-System den Kompressor oder die Elektroventile für das Aufblasen des Verdecks automatisch steuert, wenn das Fahrzeug geparkt ist und es zum Regnen anfängt.
  20. Cabrio-Verdeck nach einem der Ansprüche 7 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdeck-Aufblas-System mit einem atmosphärischen Luftdruck-Mess-Vorrichtung gekoppelt ist, das eine automatische Verdeck-Aufblas-Vorgang steuert, wenn das Fahrzeug abgestellt worden ist und eine bestimmte atmosphärische Luftdruck-Wert unterschritten wird.
  21. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdeck mit einem Geschwindigkeits-Kontroll-System, das das Öffnen/Schliessen des Verdecks bei höherer Geschwindigkeit verhindern soll, gekoppelt ist.
  22. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdeck mit mindestens einen Führungs-Schiene, auf die es während des Schliess-/Öffnungs-Vorgang fährt, ausgestattet ist.
  23. Cabrio-Verdeck nach einem der Ansprüche 7 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Kompressor mit einem Luftdruck-Messgerät oder einem Luftdruck-Sensor, das/der den Luftdruck in der Luftkammer des Verdecks erfassen kann und den Kompressor steuert, gekoppelt ist.
  24. Cabrio-Verdeck nach einem der Ansprüche 16 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass es beim Öffnungs-Vorgang anstatt nach Hinten in dem Kofferraum, nach vorne in einem dafür vorgesehenen Spalt/Raum unter die Motorhaube fahrbar ist.
  25. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es mit mindestens einem Leuchtmittel, vorzugsweise eine Leuchtdiode oder eine Blinklicht-Leuchtdiode, die vorne an dem Verdeck angebracht ist und die beim Öffnen/Schließen leuchtet, ausgestattet ist.
  26. Cabrio-Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es fernsteuerbar ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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