PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004022236A1 01.12.2005
Titel Verfahren zum Reinigen eines rotationssymmetrischen Bauteiles in einer Verarbeitungsmaschine
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Schlomski, Stefan, Dr., 64285 Darmstadt, DE;
Walther, Thomas, 65719 Hofheim, DE
DE-Anmeldedatum 04.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004022236
Offenlegungstag 01.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.12.2005
IPC-Hauptklasse B41F 35/06
IPC-Nebenklasse B41F 35/00   B41N 3/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen eines rotationssymmetrischen Bauteiles in einer Verarbeitungsmaschine, insbesondere einer Druck- oder Lackiermaschine, mittels einer Reinigungsvorrichtung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das nach dem Reinigungsprozess das Auftreten von schädlichen Restbestandteilen der im Druck- bzw. Lackierprozess eingesetzten Reinigungsfluide an kontaktierten Oberflächen spürbar reduziert.
Gelöst wird das dadurch, indem in einem ersten Verfahrensschritt ein erstes Reinigungsfluid auf Basis aromatenhaltiger Mineralöle und/oder modifizierter Pflanzenöle an die erste Sprüheinrichtung 8 zugeführt und in einem zweiten Verfahrensschritt ein zweites, zum Lebensmittelrecht konformes Reinigungsfluid an die zweite Sprüheinrichtung 9 zugeführt wird.

Beschreibung[de]

Verfahren zum Reinigen eines rotationssymmetrischen Bauteiles in einer Verarbeitungsmaschine Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen eines rotationssymmetrischen Bauteiles in einer Verarbeitungsmaschine, insbesondere einer Druck- oder Lackiermaschine, mittels einer Reinigungsvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 bzw. 10 bzw. 11.

Ein Reinigungsverfahren sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens der angegebenen Art sind aus EP 1 151 864 A1 bekannt. Zum Reinigen eines Zylinders sind mindestens zwei unterschiedliche Reinigungsfluide vorzugsweise separat an dessen Mantelfläche zuführbar. Die Vorrichtung ist mit einem ein drehbeweglich antreibbares Reinigungselement aufnehmenden Gehäuse mit einem Ablauf ausgebildet, welches eine einem Zylinder zugekehrte Öffnung aufweist. Das Gehäuse weist weiterhin mindestens zwei voneinander getrennte Zuführleitungen für die unterschiedlichen Reinigungsfluide auf, wobei jede Zuführleitung mittels Ventilen schaltbar und leitungsseitig mit einem eigenen Vorratsbehälter und mit einer durch separate Sprührohre gebildeten Sprüheinrichtung im Gehäuse gekoppelt ist. Das Reinigungselement ist bevorzugt eine antreibbare, mit Bürsten versehene Waschwalze, welche mit einem Rakelelement in Eingriff ist.

Aus der DE 195 01 806 A1 ist ein Verfahren zum Reinigen von Zylindern und Walzen in einer Druckmaschine bekannt. Zum Reinigen der Walzen eines Farbwerkes wird als erstes Reinigungsfluid vorzugsweise ein Pflanzenölester und als zweites Reinigungsfluid Wasser, zumindest als einen Reinigungsvorgang abschließendes Sprühmittel, eingesetzt.

Ein weiteres Reinigungsverfahren und eine Einrichtung zum Reinigen eines Zylinders einer Druckmaschine sind aus WO 95/11584 A1 bekannt. Das Verfahren erfolgt mittels eines Reinigungstuches, welches vor dem Einsetzen in die Einrichtung bereits mit einer Reinigungsflüssigkeit getränkt ist. Dadurch ist in der Einrichtung eine Sprüheinrichtung zum Benetzen des Reinigungstuches mit Reinigungsflüssigkeit hinfällig. Ebenso entfällt eine entsprechende Steuereinrichtung. Das Reinigungstuch ist mit einem Lösungsmittel einer organischen Verbindung niedriger Flüchtigkeit getränkt, beispielsweise gebildet aus der Gruppe, die aus pflanzlichen Ölen und Zitrusölen mit einer Flüchtigkeit in einem Bereich von 0 % bis 30% bzw. aus mineralischen Alkoholen und aliphatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmitteln mit einer Flüchtigkeit von 0 % bis 100 % besteht.

Bei diesen Reinigungsprozessen mit Reinigungsfluiden auf Basis von insbesondere Mineralölen, modifizierten Pflanzenölen bzw. Glykolethern können teilweise schädliche Restbestandsteile der Reinigungsfluide auf den rotationssymmetrischen Bauteilen verbleiben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das nach dem Reinigungsprozess das Auftreten von schädlichen Restbestandsteilen der im Druck- bzw. Lackierprozess eingesetzten Reinigungsfluide an kontaktierten Oberflächen spürbar reduziert.

Gelöst wird die Aufgabe durch die Ausbildungsmerkmale von Anspruch 1 bzw. 10 bzw. 11. Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Ein erster Vorteil ist darin begründet, dass das Reinigungsverfahren an rotationssymmetrischen Bauteilen in einer Verarbeitungsmaschine mit wenigstens einer Reinigungsvorrichtung, insbesondere in einer Offsetdruckmaschine bzw. einer Lackiermaschine, einsetzbar ist. Rotationssymmetrische Bauteile sind dabei insbesondere Farbwerkswalzen, Lackwerkswalzen, Platten-, Gummituch-/Formzylinder sowie bedruckstoffführende Zylinder, beispielsweise Bogenmaterial führende Druckzylinder und Transferzylinder.

Ein zweiter Vorteil besteht darin, dass ein bisher vorzugsweise im Offsetdruck gebräuchliches Reinigungsfluid, insbesondere auf Mineralölbasis und/oder Pflanzenölbasis und/oder Glykoletherbasis, an einer Reinigungsvorrichtung verfahrensgemäß als erstes Reinigungsfluid eingesetzt und abschließend ein Sonderreinigungsfluid als zweites Reinigungsfluid zum Reinigen zumindest eines rotationssymmetrischen Bauteils eingesetzt wird. Das zweite Reinigungsfluid ist in der Zusammensetzung zum geltenden Lebensmittelrecht konform, d.h. sämtliche Bestandteile sind lebensmittelrechtlich unbedenklich.

Bei Bedarf kann zwischen dem anfänglichen Einsatz eines üblichen ersten Reinigungsfluides (auf Mineralölbasis und/oder Pflanzenölbasis und/oder Glykoletherbasis) und dem abschließenden Einsatz eines zweiten Reinigungsfluides (zum geltenden Lebensmittelrecht konformes Sonderreinigungsfluid) Wasser als Reinigungsfluid für eine Zwischenreinigung eingesetzt werden. Ebenso ist Wasser für eine Vorreinigung, d.h. vor dem Einsatz eines gebräuchlichen ersten Reinigungsfluides, und/oder für eine abschließende Nachreinigung, d.h. nach dem Einsatz eines zweiten Reinigungsfluides, als Reinigungsfluid einsetzbar.

Als dritter Vorteil ist aufzuführen, dass die Reinigungsfluide in separaten Zuführleitungen an zumindest je eine Sprüheinrichtung und von dort an das jeweilige Reinigungselement (Reinigungsbürste, Reinigungstuch) der entsprechenden Reinigungsvorrichtung oder über zumindest eine Sprüheinrichtung (vorzugsweise im Farbwalzenzug bzw. bei Lackwalzen) direkt an das rotationssymmetrische Bauteil zugeführt werden. Durch die getrennte Zuführung sind Vermischungen von Reinigungsfluiden vermeidbar. Bei Bedarf ist das Reinigungselement (Reinigungsbürste, Reinigungstuch) innerhalb der Reinigungsvorrichtung austauschbar. In einer Ausbildung ist eine erste Reinigungsbürste/ein erstes Reinigungstuch ausschließlich für ein gebräuchliches erstes Reinigungsfluid einsetzbar und eine austauschbare zweite Reinigungsbürste/ein austauschbares zweites Reinigungstuch ist ausschließlich für ein zweites Reinigungsfluid (Sonderreinigungsfluid) einsetzbar.

Bei Einsatz einer Reinigungsvorrichtung mit einer Reinigungsbürste wird nach dem Benetzen der Reinigungsbürste mit dem ersten Reinigungsfluid (auf Mineralölbasis und/oder Pflanzenölbasis und/oder Glykoletherbasis ) die Reinigungsbürste zumindest abgerakelt und bei Bedarf mit einem dritten Reinigungsfluid (Wasser) benetzt und abgerakelt. Anschließend wird die Reinigungsbürste mit einem zweiten Reinigungsfluid (zum geltenden Lebensmittelrecht konformes Sonderreinigungsfluid) benetzt.

Bei Einsatz einer Reinigungsvorrichtung mit einem Reinigungstuch wird das Reinigungstuch (in Förderrichtung) in einem ersten Abschnitt mit einem ersten Reinigungsfluid (auf Mineralölbasis und/oder Pflanzenölbasis und/oder Glykoletherbasis) und nach dem Tuchtransport in einem zweiten Abschnitt mit einem zweiten Reinigungsfluid (zum geltenden Lebensmittelrecht konformes Sonderreinigungsfluid) benetzt. Bei Bedarf wird das Reinigungstuch in einem dritten Abschnitt (nach dem Tuchtransport) mit einem dritten Reinigungsfluid (Wasser) benetzt.

In Weiterbildung ist ein mit einem gebräuchlichen, ersten Reinigungsfluid (auf Mineralölbasis und/oder Pflanzenölbasis und/oder Glykoletherbasis) getränktes Reinigungstuch ausschließlich zum Reinigen mit diesem gebräuchlichen Reinigungsfluid innerhalb einer Reinigungsvorrichtung einsetzbar und ein mit einem zweiten Reinigungsfluid (zum geltenden Lebensmittelrecht konformes Sonderreinigungsfluid) getränktes Reinigungstuch ist – nach Auswechseln des mit dem ersten Reinigungsfluid getränkten Reinigungstuches – ausschließlich zur Sonderreinigung mit diesem zweiten Reinigungsfluid in der Reinigungsvorrichtung einsetzbar. Alternativ ist dem rotationssymmetrischen Bauteil eine erste Reinigungsvorrichtung mit einem mit dem ersten Reinigungsfluid (auf Mineralölbasis und/oder Pflanzenölbasis und/oder Glykoletherbasis) getränkten Reinigungstuch anstellbar zugeordnet sowie wahlweise eine zweite Reinigungsvorrichtung anstellbar zugeordnet, welche ein mit dem zweiten Reinigungsfluid (zum geltenden Lebensmittelrecht konformes Sonderreinigungsfluid) getränktes Reinigungstuch aufweist.

Von Vorteil ist weiterhin, dass bei Kontakt eines in der Verarbeitungsmaschine eingesetzten Bedruckstoffes mit zumindest einem verfahrensgemäß gereinigten rotationssymmetrischen Bauteil keine lebensmittelrechtlich bedenklichen bzw. unzulässigen Restbestandsteile auf bzw. in den Bedruckstoff übertragbar sind.

Ein derart verarbeiteter Bedruckstoff ist insbesondere für Lebensmittelverpackungen, vorzugsweise für Primärverpackungen, einsetzbar. Bei Primärverpackungen befindet sich das jeweilige Füllgut, z.B. ein Lebensmittel, in direktem Kontakt mit der Innenseite des Bedruckstoffes. Einen Übergang von Stoffen, die geeignet sind, die menschliche Gesundheit zu gefährden oder eine unzulässige Veränderung der Zusammensetzung bzw. eine Beeinträchtigung der organoleptischen Eigenschaften von Füllgut, insbesondere Lebensmittel, zu bewirken, wird damit vermieden. Hingegen ist bei Sekundärverpackungen das Füllgut in einer separaten Verpackung, z.B. das Lebensmittel, aufgenommen und diese separate Verpackung ist in einer Verkaufsverpackung aufgenommen.

Wirtschaftlich ist es von Vorteil Primärverpackungen einzusetzen, da damit zumindest die Innenverpackung des Füllgutes entfallen kann.

Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen schematisch:

1 ein bekanntes Zuführsystem für drei Reinigungsfluide an ein Reinigungselement bzw. ein zu reinigendes rotationssymmetrisches Bauteil,

2 eine Reinigungsvorrichtung mit einer Reinigungsbürste als Reinigungselement,

3 eine Reinigungsvorrichtung mit einem getränkten Reinigungstuch als Reinigungselement.

In 1 ist ein Zuführsystem für mehrere Reinigungsfluide an eine Reinigungsvorrichtung gezeigt.

Die Reinigungsvorrichtung kann als Walzensprüheinrichtung speziell für Farbwalzen bzw. Lackwalzen oder als Reinigungsvorrichtung mit einem Reinigungselement in Form einer Reinigungsbürste oder einem Reinigungstuch ausgebildet sein.

Von einem ersten Vorratsbehälter 1 für ein erstes Reinigungsfluid auf Basis von Mineralölen und/oder modifizierten Pflanzenölen und/oder Glykolethern führt eine erste Zuführleitung 4 zu einem schaltbaren, vorzugsweise mit einer Steuerung gekoppelten Ventilblock 7 und von diesem zu einer ersten Sprüheinrichtung 8.

Von einem zweiten Vorratsbehälter 2 für ein zweites, zum Lebensmittelrecht konformes Reinigungsfluid (Sonderreinigungsfluid) führt eine zweite Zuführleitung 5 zu dem schaltbaren, vorzugsweise mit einer Steuerung gekoppelten Ventilblock 7 und von diesem zu einer zweiten Sprüheinrichtung 9.

Von einem dritten Vorratsbehälter 3 für ein drittes Reinigungsfluid, d.h. Wasser, führt eine dritte Zuführleitung 6 zu dem schaltbaren, vorzugsweise mit einer Maschinensteuerung gekoppelten Ventilblock 7 und von diesem zu einer dritten Sprüheinrichtung 10. Alternativ ist statt des Vorratsbehälters 3 die dritte Zuführleitung 6 direkt mit einem Frischwasseranschluss verbunden. Der Ventilblock 7 kann ebenso durch einzeln schaltbare, mit der Maschinensteuerung gekoppelte Ventile 7 ausgebildet sein. Die Zuführung der Reinigungsfluide an die jeweilige Sprüheinrichtung 8 bis 10 erfolgt unter Druck.

In 2 ist eine Reinigungsvorrichtung mit einer Reinigungsbürste als Reinigungselement 15 gezeigt. Die Reinigungsbürste ist in einem Gehäuse 12 drehbar antreibbar angeordnet und ist mit einem Rakel 11 vorzugsweise ständig in Kontakt. Das Gehäuse 12 weist eine Öffnung auf, so dass das Reinigungselement 15 an das rotationssymmetrische Bauteil 14 anstellbar bzw. von diesem abstellbar ist.

Ferner weist das Gehäuse 12 einen Ablauf 13 für verunreinigtes Reinigungsfluid auf. Innerhalb des Gehäuses 12 sind die Sprüheinrichtungen 8 bis 10 angeordnet und mit den Sprühdüsen auf das Reinigungselement 15 zwecks Benetzen des Reinigungselementes 15 gerichtet.

Zum Reinigen des rotationssymmetrischen Bauteiles 14 in einer Verarbeitungsmaschine sind für unterschiedliche Reinigungsfluide die separaten Sprüheinrichtungen 8 bis 10 vorgesehen und mit den zugeordneten Zuführleitungen 4 bis 6 gekoppelt. Jede Zuführleitung 4 bis 6 ist mittels Ventilen 7 schaltbar und leitungsseitig mit einem eigenen Vorratsbehälter 1 bis 3, alternativ mit einem Frischwasseranschluss und zwei Vorratsbehältern 1, 2 gekoppelt.

In einem ersten Verfahrensschritt wird ein erstes Reinigungsfluid auf Basis von Mineralölen und/oder vorzugsweise modifizierten Pflanzenölen und/oder Glykolethern aus dem ersten Vorratsbehälter 1 über die erste Zuführleitung 4 unter Verwendung wenigstens eines schaltbaren Ventils 7 an die erste Sprüheinrichtung 8 zugeführt und in einem nachfolgenden zweiten Verfahrensschritt wird ein zweites, zum Lebensmittelrecht konformes Reinigungsfluid aus dem zweiten Vorratsbehälter 2 über die zweite Zuführleitung 5 unter Verwendung wenigstens eines schaltbaren Ventils 7 an die zweite Sprüheinrichtung 9 zugeführt.

Das zweite Reinigungsfluid beinhaltet minimal 50 Gewichts %-Anteile Wasser und maximal 50 Gewichts %-Anteile eines zum Lebensmittelrecht konformen Tensides oder einer zum Lebensmittelrecht konformen Tensidmischung.

Bevorzugt beinhaltet das zweite Reinigungsfluid annähernd 95 Gewichts %-Anteile Wasser, annähernd 2 Gewichts %-Anteile eines zum Lebensmittelrecht konformen Tensides oder einer zum Lebensmittelrecht konformen Tensidmischung, annähernd 2 Gewichts %-Anteile eines zum Lebensmittelrecht konformen Konservierungsmittels und annähernd 1 Gewichts %Anteil von zum Lebensmittelrecht konformen Korrosionsinhibitoren.

In einer Weiterbildung ist das zweite Reinigungsfluid ein Konzentrat, welches annähernd 50 Gewichts %-Anteile Wasser, annähernd 20 Gewichts %-Anteile eines zum Lebensmittelrecht konformen Tensides oder einer zum Lebensmittelrecht konformen Tensidmischung, annähernd 20 Gewichts %-Anteile eines zum Lebensmittelrecht konformen Konservierungsmittels und annähernd 10 Gewichts %-Anteile von zum Lebensmittelrecht konformen Korrosionsinhibitoren In einer bevorzugten Betriebsweise wird unmittelbar nach dem ersten Verfahrensschritt (mit dem Reinigungsfluid auf Basis von Mineralölen und/oder Pflanzenölen und/oder Glykolethern) und vor dem zweiten Verfahrensschritt (mit dem zum Lebensmittelrecht konformen Reinigungsfluid) in einem Zwischenschritt als drittes Reinigungsfluid Wasser an die dritte Sprüheinrichtung 10 zugeführt.

Bei Bedarf wird unmittelbar vor dem ersten Verfahrensschritt (Reinigungsfluid auf Basis von Mineralölen und/oder Pflanzenölen und/oder Glykolethern) als drittes Reinigungsfluid Wasser an die dritte Sprüheinrichtung 10 zugeführt.

Bei Bedarf wird unmittelbar nach dem zweiten Verfahrensschritt (mit zum Lebensmittelrecht konformen Reinigungsfluid) als drittes Reinigungsfluid Wasser an die dritte Sprüheinrichtung 10 zugeführt.

Zur Erhöhung der Reinigungswirkung liegt das zweite, zum Lebensmittelrecht konforme Reinigungsfluid vor dem Austritt aus der zweiten Sprüheinrichtung 9 in erhitztem Zustand, bevorzugt mindestens 30°C, vor.

Die Verfahrensweise ist nicht auf eine Reinigungsvorrichtung mit einer Reinigungsbürste als Reinigungselement 15 beschränkt. Vielmehr ist ebenso eine Reinigungsvorrichtung mit einem Reinigungstuch als Reinigungselement 15 verfahrensgemäß betreibbar. Die Reinigungsvorrichtung weist im Wesentlichen den Aufbau wie nachstehend zu 3 beschrieben auf. Bei Einsatz einer Reinigungsvorrichtung mit einem Reinigungstuch als Reinigungselement 15 wird das nicht getränkte Reinigungstuch (in Förderrichtung) in einem ersten Abschnitt mit einem ersten Reinigungsfluid (auf Mineralölbasis und/oder Pflanzenölbasis und/oder Glykoletherbasis) über die Tuchbreite und nach dem Reinigungstuchtransport in einem zweiten Abschnitt mit einem zweiten Reinigungsfluid (zum geltenden Lebensmittelrecht konformes Sonderreinigungsfluid) über die Tuchbreite benetzt. Bei Bedarf wird das Reinigungstuch in einem dritten Abschnitt (nach dem Tuchtransport) mit einem dritten Reinigungsfluid (Wasser) über die Tuchbreite benetzt. Die Reinigungsvorrichtung weist hierzu die erforderlichen Sprüheinrichtungen 8 bis 10 (mit Zuführsystem gem. 1) auf, welche auf das Reinigungstuch gerichtet sind.

In 3 ist eine Reinigungsvorrichtung mit einem Reinigungselement 15 in Form eines Reinigungstuches gezeigt. Die Reinigungsvorrichtung besteht zumindest aus einer Vorratsrolle 16 für das Reinigungstuch, einem Andrückelement 17 zum An- und Abstellen des Reinigungselementes 15 an das zugeordnete rotationssymmetrische Bauteil 14 und einer Aufwickelrolle 18 für das Reinigungselement 15. Das Reinigungselement 15 (Reinigungstuch) ist vor dem Einsetzen in die Reinigungsvorrichtung mit einem ersten Reinigungsfluid auf Basis von Mineralölen und/oder Pflanzenölen und/oder Glykolethern getränkt. Bei Bedarf weist die Reinigungsvorrichtung eine Sprüheinrichtung 10 auf, welche als Reinigungsfluid Wasser auf das jeweilige Reinigungselement 15 aufbringt.

In einem ersten Verfahrensschritt wird das mit der ersten Reinigungsflüssigkeit getränkte Reinigungstuch (Reinigungselement 15) an das rotationssymmetrische Bauteil 14 angestellt bzw. abgestellt, danach wird in einem zweiten Verfahrensschritt dieses Reinigungstuch (Reinigungselement 15) gegen ein mit einem zweiten, zum Lebensmittelrecht konformen Reinigungsfluid getränktes zweites Reinigungstuch (zweites Reinigungselement 15') ausgewechselt und letzteres Reinigungstuch (Reinigungselement 15') an das rotationssymmetrische Bauteil 14 angestellt bzw. abgestellt.

Alternativ wird in einem ersten Verfahrensschritt das mit der ersten Reinigungsflüssigkeit auf Basis von Mineralölen und/oder Pflanzenölen und/oder Glykolethern getränkte Reinigungstuch (Reinigungselement 15) an das rotationssymmetrische Bauteil 14 angestellt bzw. abgestellt und anschließend in einem zweiten Verfahrensschritt eine zweite Reinigungsvorrichtung mit einem mit einem zweiten, zum Lebensmittelrecht konformen Reinigungsfluid getränkten Reinigungstuch (Reinigungselement 15') an das rotationssymmetrische Bauteil 14 angestellt bzw. abgestellt wird.

1erster Vorratsbehälter 2zweiter Vorratsbehälter 3dritter Vorratsbehälter 4erste Zuführleitung 5zweite Zuführleitung 6dritte Zuführleitung 7Ventilblock 8erste Sprüheinrichtung 9zweite Sprüheinrichtung 10dritte Sprüheinrichtung 11Rakel 12Gehäuse 13Ablauf 14rotationssymmetrisches Bauteil 15Reinigungselement 16Vorratsrolle 17Andrückelement 18Aufwickelrolle

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Reinigen eines rotationssymmetrischen Bauteiles in einer Verarbeitungsmaschine mit mindestens zwei unterschiedliche Reinigungsfluide getrennt an separate Sprüheinrichtungen einer Reinigungsvorrichtung zuführenden, separaten Zuführleitungen, wobei jede Zuführleitung mittels Ventilen schaltbar und leitungsseitig mit einem eigenen Vorratsbehälter gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt ein erstes Reinigungsfluid auf Basis von Mineralölen und/oder Pflanzenölen und/oder Glykolethern an die erste Sprüheinrichtung (8) zugeführt und dass in einem zweiten Verfahrensschritt ein zweites, zum Lebensmittelrecht konformes Reinigungsfluid an die zweite Sprüheinrichtung (9) zugeführt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Reinigungsfluid minimal 50 Gewichts %-Anteile Wasser und maximal 50 Gewichts %-Anteile eines zum Lebensmittelrecht konformen Tensides oder einer zum Lebensmittelrecht konformen Tensidmischung beinhaltet.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Reinigungsfluid annähernd 95 Gewichts %-Anteile Wasser, annähernd 2 Gewichts %-Anteile eines zum Lebensmittelrecht konformen Tensides oder einer zum Lebensmittelrecht konformen Tensidmischung, annähernd 2 Gewichts %-Anteile eines zum Lebensmittelrecht konformen Konservierungsmittels und annähernd 1 Gewichts %Anteil von zum Lebensmittelrecht konformen Korrosionsinhibitoren beinhaltet.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Reinigungsfluid ein Konzentrat ist, welches annähernd 50 Gewichts %-Anteile Wasser, annähernd 20 Gewichts %-Anteile eines zum Lebensmittelrecht konformen Tensides oder einer zum Lebensmittelrecht konformen Tensidmischung, annähernd 20 Gewichts %-Anteile eines zum Lebensmittelrecht konformen Konservierungsmittels und annähernd 10 Gewichts %Anteile von zum Lebensmittelrecht konformen Korrosionsinhibitoren beinhaltet.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar nach dem ersten Verfahrensschritt und vor dem zweiten Verfahrensschritt in einem Zwischenschritt als drittes Reinigungsfluid Wasser an eine dritte Sprüheinrichtung (10) zugeführt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar vor dem ersten Verfahrensschritt als drittes Reinigungsfluid Wasser an eine dritte Sprüheinrichtung (10) zugeführt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar nach dem zweiten Verfahrensschritt als drittes Reinigungsfluid Wasser an eine dritte Sprüheinrichtung (10) zugeführt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Reinigungsfluid vor dem Austritt aus der zweiten Sprüheinrichtung (9) in erhitztem Zustand vorliegt.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Reinigungsfluid auf mindestens 30°C erhitzt wird.
  10. Verfahren zum Reinigen eines rotationssymmetrischen Bauteiles in einer Verarbeitungsmaschine mit einer ein Reinigungstuch als Reinigungselement enthaltenden Reinigungsvorrichtung, wobei das Reinigungstuch vor dem Einsetzen in die Reinigungsvorrichtung mit einem ersten Reinigungsfluid auf Basis von Mineralölen und/oder Pflanzenölen und/oder Glykolethern getränkt ist, dadurch gekennzeichnet,

    dass in einem ersten Verfahrensschritt das mit der ersten Reinigungsflüssigkeit getränkte Reinigungstuch an das rotationssymmetrische Bauteil (14) angestellt bzw. abgestellt wird,

    dass in einem zweiten Verfahrensschritt dieses Reinigungstuch gegen ein mit einem zweiten, zum Lebensmittelrecht konformen Reinigungsfluid getränktes zweites Reinigungstuch ausgewechselt und letzteres Reinigungstuch an das rotationssymmetrische Bauteil (14) angestellt bzw. abgestellt wird.
  11. Verfahren zum Reinigen eines rotationssymmetrischen Bauteiles in einer Verarbeitungsmaschine mit einer ein Reinigungstuch als Reinigungselement enthaltenden Reinigungsvorrichtung, wobei das Reinigungstuch vor dem Einsetzen in die Reinigungsvorrichtung mit einem ersten Reinigungsfluid auf Basis von Mineralölen und/oder Pflanzenölen und/oder Glykolethern getränkt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt das mit der ersten Reinigungsflüssigkeit getränkte Reinigungstuch an das rotationssymmetrische Bauteil (14) angestellt bzw. abgestellt wird und in einem zweiten Verfahrensschritt eine zweite Reinigungsvorrichtung mit einem mit einem zweiten, zum Lebensmittelrecht konformen Reinigungsfluid getränkten Reinigungstuch an das rotationssymmetrische Bauteil (14) angestellt bzw. abgestellt wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com