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Dokumentenidentifikation DE202004009236U1 01.12.2005
Titel Spieltisch
Anmelder Schäfer, Axel, 35582 Wetzlar, DE
DE-Aktenzeichen 202004009236
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.12.2005
Registration date 27.10.2005
Application date from patent application 14.06.2004
IPC-Hauptklasse A63D 15/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Spieltisch gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Die Erfindung richtet sich insbesondere auf ein billardartiges Spiel, mit einem Tischgestell, einer Außenverkleidung und mit einer von einer Bande begrenzten ebenen Spielfläche, auf der wenigstens eine Kugel, durch Stoßen mittels eines Queues bewegbar ist.

Ziel dieser Erfindung ist es, das Billardspiel für den Spieler und auch dem Zuschauer noch interessanter und abwechslungsreicher zu machen. Für den Zuschauer beispielsweise durch Auswahl von transparenten Materialien, um zu zeigen, was mit der Billardkugel passiert, wenn sie im Loch verschwunden ist. Aber auch für den Spieler, der sich nur schwer auf das Verhalten der Kugel beim Aufprall auf die Spielfeldbegrenzung einstellen kann, wenn diese keine herkömmliche rechteckige Form aufweist.

Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Billardtischs liegt nicht nur in der Bauweise, sondern auch im Dämpfungssystem, welches die Kugel beim Aufprall auf die Spielfeldbegrenzung zurück zur Spielflächenmitte bewegen soll. Handelsübliche Billardtische sind rechteckig und haben an der Spielfeldbegrenzung ein Dämpfungsprofil, das rundum laufend die gleiche Elastizität aufweist. Dies hat zur Folge, daß die Bahn der aufprallenden Kugel vorausberechnet werden kann.

Bei der vorliegenden Erfindung kann die Spielflächenbegrenzung aus Dämpfungselementen oder Spannelementen mit abschnittsweise unterschiedlicher Elastizität bestehen. Als Spannelemente kommen ein- oder mehrfach angeordnete Drahtseile in Betracht, die zwischen den über den Löchern ausgebildeten Einlauftrichtern aufgespannt sind. Dadurch, daß die Spannung der Drahtseile beispielsweise an den Spannpunkten höher ist als zur Mitte hin, ergibt sich ein stets anderer Ausfallwinkel der Billardkugel, der vorher nicht im voraus berechnet werden kann.

Um das Spiel noch interessanter zu gestalten, kann man die Spannelemente zwischen den einzelnen Sektionen unterschiedlich spannen.

Des weiteren muß man sich beim Kauf eines handelsüblichen Billardtisches entschließen, aus welchem Material oder aus welcher Holzart die Umrandung, der Sockel, die Standfüße etc. bestehen sollen, weil diese dann später bauartbedingt nur noch mit großem Aufwand ausgetauscht werden können.

Das, was recht einfach ausgetauscht werden kann, ist die wenig strapazierfähige Filzbespannung der Spielfläche. Dazu kommt noch, daß jeder Hersteller von Billardtischen bestrebt ist, sein Kugelrückführungssystem zu verdecken.

Bei diesem Billardtisch kann man bedingt durch seine Modulbauart einzelne Bauteile schnell und einfach nachträglich austauschen (was auch beim Transport Vorteile hat). Dies ist bei anderen Tischen wenn überhaupt nur sehr schwer möglich.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Billardtisches besteht darin, daß die Dämpfungselemente nur eingedrückt und nicht ein- oder aufgeklebt sind, so daß sie bei Verschleiß oder Beschädigung schnell und preisgünstig ausgewechselt werden können.

Herkömmliche Billardtische sind auf der Spielfläche meist nur mit einem Filz oder Stoff belegt. Diese weisen jedoch bei häufigem spielen rasch Verschleißspuren auf.

Bei diesem Tisch besteht die Spielfläche bevorzugt aus einer strapazierfähigen dünnen Hartkunststoffmatte, welche nur einfach auf die Tischplatte aufgelegt wird. Der Vorteil hierbei ist, daß so gut wie kein Verschleiß auftritt und die Kugeln eine höhere Laufgeschwindigkeit erreichen können, was das Spiel dynamischer macht.

Handelsübliche Billardtische haben, um eine gute Standfähigkeit zu erreichen und auch teilweise Bauart bedingt, ein hohes Gewicht. Dies führt oftmals zu einem Transportproblem. Einen leichten Tisch mit hoher Standfestigkeit gibt es so gut wie nicht.

Schwachpunkt ist bei der Standfähigkeit auch die Höhenjustierung, die zum waagrechten Ausrichten des Tisches notwendig ist und bei handelsüblichen Billardtischen meist in oder unter den Standfüßen ausgebildet ist.

Bei diesem Tisch wird die waagrechte Justierung in einem doppelten Stahlrohrunterbau vorgenommen. Das hat den Vorteil, daß der Tisch nach der Montage vor Ort eine komplette Einheit bildet, und so eine höhere Standfestigkeit hat.

Hauptmerkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 42.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf einen Billardtisch,

2 eine schematische Schnittansicht eines Billardtischs,

3 eine alternative Bandenbegrenzung für einen Billardtisch,

4 eine weitere Ausführungsform eines Billardtischs und

5 eine schematische Seitenansicht eines Billardtischs.

1 zeigt einen Pool-Billardtisch 1 in der Draufsicht, der einem Achteck entspricht, wobei die Kantenlängen gleich sind. Der Tisch 1 hat eine achteckige Außenverkleidung 6 und eine achteckige Spielfläche 14, auf der (nicht gezeigte) Billardkugeln durch Stoßen mittels eines (ebenfalls nicht dargestellten) Queues bewegbar sind. Die Spielfläche 14 wird von einer ebenen Platte 2 aus z.B. Holz, Kunststoff, Stein oder Metall gebildet und ist beispielsweise mit einem an sich bekannten Filzstoff überzogen. Sie wird seitlich von einer Bande 4 begrenzt, damit die Kugeln den Tisch 1 nicht verlassen können.

Die Platte 2 sitzt auf einem (hier nicht sichtbaren) Tischgestell 15, das mit einem Standfuß 10 oder mit mehreren (nicht näher gezeigten) Tischbeinen versehen ist. In der Tischplatte 2 sind in den Ecken der Spielfläche 14 bzw. in den Ecken der Außenverkleidung 6 Löcher 8 eingebracht, deren Größe so bemessen ist, daß eine Billardkugel problemlos hindurch gleiten kann. Letztere gelangt durch die Löcher 8 hindurch in ein in der Zeichnung durch Strichlinien angedeutetes Kugelrückführungssystem 5, 7, 13, das in einem seitlichen Entnahmeschacht 19 endet.

2 zeigt den Billardtisch im Seitenquerschnitt. Die Tischplatte 2 liegt auf dem Tischuntergestell 15 auf und ist lösbar mit diesem verbunden. Das Untergestell 15 besteht aus zwei Stahlrohrrahmen 15a, 15b die im wesentlichen parallel übereinander liegen und bereichsweise miteinander verbunden sind. Als Verbindung dienen Stahlhülsen 11, 11a, die in ihren Durchmessern bzw. Querschnitten unterschiedlich groß sind, so daß man sie teleskopartig ineinander stecken kann.

Im unteren Stahlrohrrahmen 15a des Untergestells 15 sind im Bereich der Hülsen 11a vertikal durchgehende Lochbohrungen 20 eingebracht, die zumindest bereichsweise mit einem (nicht näher bezeichneten) Gewinde versehen sind. Durch jedes dieser Gewinde ist eine ausreichend lange Schraube 21 eingedreht, die mit ihrer Spitze den oberen Stahlrohrrahmen 15b abstützt und diesen durch drehen der Schraube 21, je nach Drehrichtung anhebt oder absenkt. Dies dient zum waagrechten Ausrichten der Tischplatte 2 relativ zur Bodenfläche. Die Stahlhülsen 11, 11a dienen hierbei als Führungen.

In der übergreifenden Hülse 11 befindet sich im unteren Bereich eine weitere (nicht sichtbare) Lochbohrung mit Gewinde, diesmal jedoch horizontal und nur in einer Wandung der Hülse 11. In dieser Bohrung ist eine Schraube 22 eingedreht, die angezogen wird, sobald der Tisch über die Verbindungsstellen 11, 11a waagrecht ausgerichtet ist. Auf diese Weise bildet der Tisch 1 eine komplette Einheit mit starren Verbindungen.

Der Abstand zwischen den zwei Stahlrohrrahmen 15a, 15b ist so gewählt, daß das Tischgestell 15 das vollständige Kugelrückführungssystem 5, 7, 13 funktionell aufnehmen kann, d.h. daß jede Kugel nach dem Hineinfallen in eines der dafür vorgesehenen Löcher 8 selbständig zum Entnahmeschacht 19 laufen kann.

Auf der Tischplatte 2 ist zum Schutz der Filzauflage und/oder zum schnelleren Rollen der Kugeln eine Kunststoffmatte 23 aufgelegt. Diese ist bevorzugt transparent, damit eine eventuell im oder auf der Spielfläche 14 aufgebrachte Werbefläche sichtbar bleibt, wobei aber auch die Kunststoffmatte 23 selbst als Werbefläche dienen kann.

Das Untergestell 15 liegt auf dem Standfuß 10, beispielsweise einer zentrisch angeordneten Säule, auf und ist mit dieser lösbar verbunden. Die Tischplatte 2 hat die gleiche Größe wie das Untergestell 15 und schließt mit diesem zumindest bereichsweise bündig ab.

Man erkennt in 2, daß die Bande 4 von der Außenverkleidung 6 gebildet ist. Diese besteht aus vertikalen Wandelementen 16, die jeweils mit einem horizontal verlaufenden Wandabschnitt 17 frei über die Spielfläche 14 ragen. Jeder Wandabschnitt 17 trägt stirnseitig ein Dämpfungselement 3, das die Aufgabe hat, eine anstoßende Kugel wieder in Richtung Spielflächenmitte hin abzulenken.

Die im Querschnitt L-förmigen Wandelemente 16 sind entsprechend der Außenkontur der Spielfläche 14 polygonartig angeordnet und als Flächenelemente mit den die Spielfläche 14 überragenden Wandabschnitten 17 bevorzugt einstückig. Man kann die Wandelemente 16 und die Wandabschnitte 17 aber auch als separate Bauteile fertigen und/oder im Querschnitt mit abgerundeten Kanten bzw. Übergängen versehen. Wichtig ist, daß die Wandabschnitte 17 zumindest abschnittsweise, insbesondere endseitig parallel zur Spielfläche 14 verlaufen, und daß über jedem Loch 8 in oder zwischen den Wandabschnitten 17 ein Einlauftrichter 24 ausgebildet ist, der das Einlochen der Kugeln in die Löcher 8 vereinfacht.

Die Wandelemente 16 der Außenverkleidung 6 sind lösbar an dem Tischgestell 15 sowie untereinander verbunden. Die Festlegung erfolgt in einer derartigen Höhe in Bezug zur Tischplatte 2, daß eine an die Bande 4 anstoßende Kugel nicht darüber springen kann, aber auch so, daß man eine Kugel jederzeit problemlos mit dem Queue spielen kann, falls sie direkt am Rand liegen bleiben sollte.

In der über der Spielfläche 14 liegenden Stirnkante der Außenverkleidung 6 ist eine umlaufende Nut 18 eingebracht, die das im Querschnitt etwa dreieckig ausgebildete Dämpfungselement 3 aufnimmt. Die Dreiecksform trägt dazu bei, daß eine daran anstoßende Kugel nicht über den Rand springen kann. Es handelt sich um ein Vollprofil aus Kunststoff, Kautschuk oder Silikon.

Alternativ kann man das Dämpfungselement 3 auch als Dämpfungsprofil 3a so ausbilden, daß es die Stirnkante der Außenverkleidung 6 zusätzlich umschließt, was weitere Spieleffekte bewirken kann.

In einer besonderen Ausführungsform des Billardtisches 1 sind benachbarte Wandelemente 16 und Wandabschnitte 17 der Außenverkleidung 6 zumindest abschnittsweise aus unterschiedlichen Materialien wie beispielsweise Holz, Schiefer, Acryl, Glas, Edelstahl, Edelmetall oder Marmor gefertigt, was nicht nur optisch ansprechend wirkt, sondern dem Tisch 1 auch ein edles Aussehen verleiht. Insbesondere transparente Materialien sorgen jedoch dafür, daß man von außen das Geschehen innerhalb des Tisches 1 verfolgen kann, was das Spielen auch für Außenstehende interessanter gestaltet.

Auch die Tischplatte 2 muß nicht zwingend aus Holz bestehen. Die als Spielfläche 14 aufgelegte Kunststoffmatte 23 schützt das verwendete Material und gleicht eventuell vorhandene geringe Unebenheiten aus.

3 zeigt zwei in den Ecken der Außenverkleidung 6 separat ausgebildete Kugeleinlauftrichter 24 in der Draufsicht. Diese sind beispielsweise aus Aluminium gefertigt und lösbar über den Kugellöchern 8 auf der Tischplatte 2 mittels Schrauben 29 befestigt. Der Einlauftrichter 24 kann auch aus verschiedenen wie vor beschriebenen Materialien bestehen.

Jeder Einlauftrichter 24 hat in seiner inneren großen Rundung mindestens eine Nut 27, die das Dämpfungselement 3 oder das Dämpfungsprofil 3a aufnimmt. Unter dem Dämpfungselement 3, 3a läuft zumindest in Teilbereichen ein Drahtseil 25, das zwischen den Einlauftrichtern 24 als Dämpfungselement aufgespannt ist. Alternativ kann man anstellen eines Drahtseils 25 auch ein Drahtband, ein Metallband oder ein Textilband verwenden, das zugleich auch als Spielflächenbegrenzung eingesetzt werden kann.

In der Ausführungsform von 3 sind zur Aufnahme der Spannelemente 25 seitlich im Einlauftrichter 24 Lochbohrungen 26 vorgesehen. Diese führen bis zu den Nuten 27, so daß die Spannelemente 25 hindurchgeführt und mittels einer Spannschraube 28 zu einer geschlossenen Schlaufe verbunden werden können. Durch drehen der Spannschraube 28 wird das Drahtseil 25 auf Spannung gebracht.

Die zwischen den Einlauftrichtern 24 verlaufenden Dämpfungs- bzw. Spannelemente 25 können zumindest abschnittsweise unterschiedliche Elastizitäten aufweisen. Sie können aber auch unterschiedlich fest sein, so daß durch das Verstellen der Spannschraube 28 unterschiedliche Spannungen erzeugt werden, so daß beispielsweise die Spannung an den Spannpunkten höher ist als zur Mitte hin.

Es ist auch möglich, daß nur ein Drahtseil 25 durch alle Einlauftrichter 24 hindurch läuft und zentral an einer Stelle mittels Rasterschrauben gespannt wird. Des Weiteren kann die Spannung auch sektional unter der Tischplatte 2 erzeugt werden, oder auch im oder am Einlauftrichter 24 selbst. Jede Sektion zwischen den Einlauftrichtern 24 kann auch noch zumindest bereichsweise mit Flächenelementen 16, 17 aus unterschiedlichen Materialien kombiniert werden.

4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Billardtischs 1 in einer Draufsicht, wobei die Strichlinien eine andere Variante des Kugelrückführungssystems darstellen. Dieses besteht nicht, wie in der 1 dargestellt, aus Rohren 13, die über Eckverbindungen 7 in ein gemeinsames Rückführungsrohr 5 münden. Jedem Loch 8 ist vielmehr ein eigenes geschlossenes Rückführungsrohr 30 zugeordnet, das in dem Entnahmeschacht 19 endet. Die bevorzugt transparent ausgebildeten Rückführungsrohre 30 liegen zwischen den Stahlrohrrahmen 15a, 15b des Tischgestells 15. Sie sind einstückig und von Hand gebogen, damit Sie einzeln zu dem vor Kopf angebrachten Kugelentnahmeschacht 19 führen.

5 zeigt den Kugelentnahmeschacht 19. In dessen Bereich kann die Außenverkleidung 6 zur besseren Kugelentnahme abschnittsweise einen Ausschnitt 31 aufweisen.

An einer Grundplatte 32, die aus verschiedenen Materialien bestehen kann, welche evtl. an das Untergestell 15, 15a angebracht ist, befindet sich die Horizontal evtl. stufenförmig befestigten U-förmige Entnahmehalbrohre 33. Diese sind mittels Bogen 34 untereinander verbunden. Dadurch können die Kugeln die in der oberen Halbröhre 33a bedingt durch die dort endenden Kugelrückführungsrohre 5 bis zur unteren Halbröhre durchlaufen. So entsteht in den oberen Entnahmerohren 33 kein Kugelstau und man kann, was evtl. für das Spiel wichtig ist, erkennen, in welcher Reihenfolge die Kugeln „versenkt" worden sind.

Man erkennt, daß die L-förmige, rundum laufende Außenverkleidung 6 des Tisches 1 nicht nur zur optischen Verkleidung der Tischkanten dient. Sie ist vielmehr so angebracht, daß sie etwa 10 cm zur Tischmitte hin zeig und etwa 5 bis 6 cm über der Spielfläche 14 liegt. Dadurch wird eine anstoßende Billardkugel, ohne über die Tischkante rollen zu können, zurückgestoßen. Gleichzeitig ist es möglich, die Kugel auch dann noch zu spielen, wenn sie direkt an der Kante anliegt. Die über die Spielfläche 14 liegende Stirnkante der Außenverkleidung 6 ist mit einer Nut 18 versehen, die eine Silikonvolldichtung 3 aufnehmen kann. Letztere hat keine Hohlkammer, sondern ist aus vollem Material gefertigt, was einen schnelleren Rücklauf der aufprallenden Billardkugel gewährleistet. Die Querschnittsform der Silikondichtung 3 ist so gewählt daß eine aufprallende Billardkugel möglichst nicht über die Bande 4 springen kann.

Die Spielfläche 14 ist im Bereich der Außenverkleidung 6 in jeder Ecke mit entsprechenden Löchern 8 versehen, so daß eine Billardkugel hindurch laufen kann und so in die Kugelrückführung gelangt. Die Spielfläche 13 des Tisches 1 kann aus einer wasserfest verleimten Holzplatte 2 so wie aus einer Kunststoff oder Natursteinplatte bestehen. Die Tischplatte 2 kann mit einer Filzbespannung, mit einem dünnen Teppich oder mit einer Kunststoffmatte 23 als Schutz oder zur besseren Optik belegt werden. Die Tischplatte 2 wird mit dem Untergestell 15 verschraubt.

Das Untergestell 15 besteht aus zwei Stahlrohrrahmen 15a, 15b aus Vierkantrohren, die entsprechend dem Umriß und der Größe der Tischplatte 2 verschweißt sind, wobei zur besseren Auflage Querverstrebungen angebracht sind. Beide Rahmen 15a, 15b sind eben verschweißt und durch vertikale Hülsen 11, 11a verstellbar miteinander verbunden. Die Hülsen 11a befinden sich an den äußeren Ecken oder Längsseiten der Rahmen 15a, 15b. Die Hülsen 11 des oberen Stahlrohrrahmens 15b haben eine andere Größe, so daß sie in oder über die Hülsen 11a des unteren Stahlrohrrahmens 15a geschoben werden können.

Der Abstand der zwei Stahlrohrrahmen 15a, 15b ist so gewählt, daß im Zwischenraum das Kugelrückführungssystem mittels Schellen in einem funktionsfähigen Gefälle montiert werden kann. Das untere Stahlrohrgestell 15a dient gleichzeitig zur Befestigung der Standfüße oder der Standsäule 10.

Das Kugelrückführungssystem 5, 7, 13, 30 besteht aus Kunststoff oder Metallrohren, welche unter der Tischplatte 2 mittig oder außermittig montiert sind. Es besteht wahlweise aus einem oder zwei Hauptrohren, die im Zwischenraum der Stahlrohrrahmen 15a, 15b angebracht sind.

Jedes Hauptrohr 5 ist mit Abzweigen 7 versehen, welche über Rohrstücke 13 zu den jeweiligen Lochbohrungen 8 in der Tischplatte führen. Die Enden der Rohrstücke 13 haben einen Bogen (Einlaufstutzen) und werden somit passend in die Lochbohrung 8 der Tischplatte 2 geschoben und schließen oben bündig ab.

Das andere Ende der/des Hauptrohre/s 5, 30 mündet in die Kugelentnahmesammelstelle 19. Diese besteht aus zwei oder drei Halbröhren 33, die vertikal mit etwas Gefälle an einer Halterung 32 befestigt sind. Diese befindet sich an einer Längsseite des Tisches 1. Die Halterung 33 der Halbröhren 33 ist eine Platte, die mit dem Stahlrohrgestell 15 verbunden ist.

Der Einlauftrichter 24 kann als separates Bauteil gefertigt sein, das mittels Schrauben 29 an der Spielfläche 2 befestigt ist. Er ist im Innenradius etwa in der Höhe des Billardkugelmittelpunktes mit einer Nut 27 versehen um ein Dämpfungsprofil 3 aufzunehmen.

Diese Nut 27 dient auch als Führung des Drahtseiles 25, das zwischen den Einlauftrichtern 24 als Spielfeldbegrenzung und als Rückfederung der anstoßenden Billardkugel gespannt ist. Jeder Einlauftrichter 24 ist hierzu von unten oder seitlich mit einer Bohrung 26 versehen, so daß das Drahtseil 25 von der Nut 27 an die Unterseite geführt werden kann, und dort ähnlich eines Bautenzuges gespannt wird.

Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern in vielfältiger Weise abwandelbar.

Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.


Anspruch[de]
  1. Spieltisch (1) für ein billardartiges Spiel, mit einem Tischgestell (15), einer Außenverkleidung (6) und mit einer von einer Bande (4) begrenzten ebenen Spielfläche (14), auf der wenigstens eine Kugel, durch Stoßen mittels eines Queues bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet,

    a) daß die Bande (4) von der Außenverkleidung (6) gebildet ist,

    b) wobei die Außenverkleidung (6) aus Wandelementen (16) besteht, die

    jeweils mit einem Wandabschnitt (17) frei über die Spielfläche (14) ragen,

    c) daß die Wandelemente (16) polygonartig angeordnet sind und

    d) daß jeder Wandabschnitt (17) stirnseitig ein Dämpfungselement (3, 3a) trägt oder bildet.
  2. Spieltisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandelemente (16) Flächenelemente sind.
  3. Spieltisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandelemente (16) im Querschnitt L-förmig ausgebildet sind.
  4. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandelemente (16) im Querschnitt Rundungen aufweisen.
  5. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Wandabschnitt (17) zumindest abschnittsweise parallel zur Spielfläche (14) verläuft.
  6. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandelemente (16) der Außenverkleidung (6) lösbar an dem Tischgestell (15) und/oder miteinander verbunden sind.
  7. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandelemente (16) der Außenverkleidung (6) aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind.
  8. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenverkleidung (6) und/oder die Spielfläche (14) zumindest abschnittsweise transparent ausgebildet sind.
  9. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenverkleidung (6) und/oder die Spielfläche (14) zumindest abschnittsweise aus Holz, Schiefer, Acrylglas, Glas, Edelstahl, Edelmetall oder Marmor gefertigt ist.
  10. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Spielfläche (14) von einer Hartkunststoffmatte gebildet ist.
  11. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in wenigstens einem Eckbereich, der von zwei benachbarten Wandelementen (16) gebildet wird, ein Loch (8) vorgesehen ist.
  12. Spieltisch nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Löcher (8) der Anzahl der Ecken zwischen den Wandelementen (16) entspricht.
  13. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß vor wenigstens einem Wandelement (16) ein Loch (8) vorgesehen ist.
  14. Spieltisch nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Löcher (8) der Anzahl der Wandelemente (16) entspricht.
  15. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß über jedem Loch (8) in oder zwischen den über die Spielfläche (14) ragenden Wandabschnitten (17) ein Einlauftrichter (24) ausgebildet ist.
  16. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Wandabschnitt (16) stirnseitig ein Dämpfungselement (3, 3a) trägt.
  17. Spieltisch nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Dämpfungselemente (3, 3a) bis in die Einlauftrichter (24) hinein erstrecken.
  18. Spieltisch nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungselement (3) ein Profilelement ist.
  19. Spieltisch nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilelement (3) stirnseitig auf den Wandabschnitt (17) aufgesetzt ist.
  20. Spieltisch nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilelement (3) kraft- und/oder formschlüssig in eine stirnseitig in den Wandabschnitt (16) eingebrachte Nut (18) eingesetzt ist.
  21. Spieltisch nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilelement (3) im Querschnitt dreieckig ausgebildet ist.
  22. Spieltisch nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilelement (3) ein Vollprofil aus Kunststoff-, Kautschuk- oder Silikon ist.
  23. Spieltisch nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungselement (3) von wenigstens einem Spannelement (25) gebildet ist, das in einem Abstand zum Wandelement (16) aufgespannt ist.
  24. Spieltisch nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannelement (25) ein Seil, ein Drahtseil, ein Drahtband, ein Textilband o.dgl. ist.
  25. Spieltisch nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Spannelemente (25) zwischen den Einlauftrichtern (24) erstrecken.
  26. Spieltisch nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Einlauftrichter (24) Spannvorrichtungen für die Spannelemente (25) ausgebildet sind.
  27. Spieltisch nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtungen in den von den Wandelementen (16) gebildeten Eckbereichen angeordnet sind.
  28. Spieltisch nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtungen an oder in einem Profilelement (24) ausgebildet sind.
  29. Spieltisch nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Profilelement (24) der Einlauftrichter und/oder wenigstens eine Führungsnut (27) für die Spannelemente (25) ausgebildet ist.
  30. Spieltisch nach einem der Ansprüche 16 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungselement (3) zumindest abschnittsweise unterschiedliche Elastizitäten aufweist.
  31. Spieltisch nach einem der Ansprüche 23 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung der Spannelemente (25) an den Spannpunkten höher ist als zur Mitte hin.
  32. Spieltisch nach einem der Ansprüche 23 bis 231, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung der Spannelemente (25) vor den Wandabschnitten (16) unterschiedlich ist.
  33. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß das Tischgestell (15) einen Tragrahmen aufweist, dessen Form der Außenkontur der Spielfläche (14) entspricht.
  34. Spieltisch nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (15) einen oberen Rahmen (15b) und einen unteren Rahmen (15a) aufweist, wobei der obere Rahmen (15b) eine Platte (2) mit der Spielfläche (14) trägt und der untere Rahmen (15a) von wenigstens einem Standfuß (10) abgestützt ist.
  35. Spieltisch nach Anspruch 33 oder 34, dadurch gekennzeichnet, daß sich der obere Rahmen (15b) auf dem unteren Rahmen (15a) im wesentlichen parallel abstützt.
  36. Spieltisch nach einem der Ansprüche 33 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem oberen Rahmen (15b) und dem unteren Rahmen (15a) zumindest bereichsweise veränderbar ist.
  37. Spieltisch nach einem der Ansprüche 33 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen (15a, 15b) aus Stahlrohr gefertigt sind.
  38. Spieltisch nach einem der Ansprüche 33 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem oberen Rahmen (15b) und dem unteren Rahmen (15a) ein Kugelrückführungssystem (5, 7, 13, 30) ausgebildet ist.
  39. Spieltisch nach einem der Ansprüche 33 bis 38, dadurch gekennzeichnet, daß das Kugelrückführungssystem (5, 7, 13, 30) ein in sich geschlossenes Rohrsystem aufweist.
  40. Spieltisch nach anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre (5, 7, 13, 30) des Rohrsystems transparent und/oder gebogen ausgebildet sind.
  41. Spieltisch nach einem der Ansprüche 33 bis 39, dadurch gekennzeichnet, daß das Kugelrückführungssystem (5, 7, 13, 30) eine Entnahmevorrichtung (19) aufweist, die von mehreren vertikale und/oder stufenförmig angeordneten Halbrohren (33) gebildet ist, die ggf. miteinander verbunden sind.
  42. Spieltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 41, dadurch gekennzeichnet, daß die Spielfläche (14) und/oder die Kunststoffmatte (23) als Werbeträger dienen.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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