PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202005007815U1 01.12.2005
Titel Spannüberzug für einen Tisch oder eine Bank
Anmelder Schurmann, Ralph, 70378 Stuttgart, DE;
Gall, Thomas, 70734 Fellbach, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202005007815
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.12.2005
Registration date 27.10.2005
Application date from patent application 13.05.2005
IPC-Hauptklasse A47G 11/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Überzug für einen Tisch oder eine Bank umfassend einen Mittelteil zur Auflage auf eine Tischplatte oder eine Bankoberseite mit einer Sichtseite und einer der Sichtseite gegenüberliegenden Unterseite. Darüber hinaus ist umlaufend an das Mittelteil ein Seitenteil angeschlossen.

So ist insbesondere bei herkömmlichen Tischdecken bekannt, dass das Seitenteil umlaufend am Mittelteil angebracht ist und über die Tischplatte bzw. die Bankoberseite in Richtung Boden am Tisch bzw. der Bank herabhängt.

Derartige Überzüge sind auch für im Garten eingesetzte Tische und Bänke, insbesondere Biertischgarnituren, sowie die zugehörigen Bänke bekannt und vorteilhaft.

Mit zunehmender Freizeitorientierung breiter Bevölkerungsschichten ist die Gastronomie neben der Tourismusbranche ein Wirtschaftszweig mit zunehmender Bedeutung. Vor allem im Sommer findet ein erheblicher Anteil der Bewirtung im Freien statt. Aber auch auf privaten Veranstaltungen oder in kommerziellen Biergärten, in den meisten Fällen werden als Sitz- und Tischgarnituren die überall erhältlichen klappbaren Biertischgarnituren verwendet. Um den meistens schon gebrauchten und zum Teil ramponierten Biertischen und zugehörigen Bänken ein schöneres Aussehen zu verleihen, wird oftmals versucht, diese mit dekorativen Tischtüchern, reißfesten Papierrollen oder Plastikfolien zu bedecken. Da diese Überzüge jedoch bereits bei geringen Windstärken auffliegen, werden vielfache Bemühungen unternommen, die Überzüge zu fixieren. So werden zum einen herkömmliche Klammern verwendet, mit denen die Überzüge beispielsweise an den Biertischen festgelegt werden. Zum anderen ist es bekannt, die Überzüge in den Bereichen der Seitenteile mit Gewichten zu beschweren, um so ein Auffliegen zu verhindern. Diese Maßnahmen sind oft nicht zufriedenstellend und zumeist nicht dauerhaft haltbar. Alternativ ist es bekannt, mittels Reißnägeln bzw.

Tackerklammern die Überzüge an den Biertischen und Bierbänken zu befestigen. Durch die Reißnägel bzw. Klammern werden die Tische jedoch insbesondere auf der Unterseite stark in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus können abgebrochene Reißnägel zu Verletzungen oder Beschädigungen an der Kleidung führen.

Aus der DE 295 09 269 U1 ist dabei eine Tischdecke für Gartenbiertische bekannt, bei der eine Tischdecke mittels Kordel und Gummizug an einem Biertisch angebracht werden kann. Dabei weist die Tischdecke gestanzte Ösen auf, in denen Kordeln oder Gummis geführt werden können. Nachteilig ist hierbei, dass die Ösen in der Decke selbst angebracht sind und so ein sicheres Fixieren der Decke an einem Biertisch durch das geringe Umgreifen der Kordel des Tisches erschwert wird. Darüber hinaus wird durch die lediglich auf vier Seiten vorgesehenen Zierborten nicht tatsächlich die Optik einer Tischdecke erreicht.

Ausgehend von diesem Stand der Technik hat sich die Erfindung nun die Aufgabe gestellt, einen Überzug für einen Tisch oder eine Bank, insbesondere für Biertischgarnituren, bereitzustellen, der auf der einen Seite ein sicheres Fixieren des Überzugs an dem Tisch oder der Bank ermöglicht und auf der anderen Seite bei einfacher Herstellbarkeit eine verbesserte Optik bietet.

Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen gattungsgemäßen Überzug, wobei am Rand des Mittelteils zumindest abschnittsweise Tunnelzüge so vorgesehen sind, dass ein elastisches Band umlaufend um den Mittelteil in den Tunnelzügen geführt ist zum Fixieren des Überzugs an der Tischplatte bzw. der Bank. Das elastische Band ist dabei in ungedehntem Zustand kürzer als der Umfang des Mittelteils, um zu gewährleisten, dass das elastische Band unter der Tischplatte oder Bankoberseite in aufgezogenem Zustand des Überzugs fixiert wird. Auf diese Weise wird erreicht, dass das elastische Band auf der Unterseite einer Tischplatte oder der Bank verläuft und insbesondere nicht lediglich im Randbereich der Tischplatte, so dass vermieden werden kann, dass sich die Befestigung löst. Insbesondere, sofern entsprechende Überzüge bei Biertischgarnituren, also Biertischen sowie Bierbänken, eingesetzt werden, die genormte Maße haben, kann die Herstellung stark vereinfacht werden. Eine entsprechende Gestaltung besitzt insbesondere den Vorteil, dass auch beim Zusammenklappen der Bierbänke oder Biertische die Tischdecke bzw. der Überzug für die Bank auf diesem bzw. auf dieser verbleiben kann. Neben der sicheren Fixierung am Tisch auch gegen unbeabsichtigtes Lösen bietet die erfindungsgemäße Gestaltung den Vorteil, eine Optik einer herkömmlichen Tischdecke mit allseitig überhängenden Seitenteilen zu bieten. Grundsätzlich kann dabei die Länge des Seitenteils variiert werden, so dass dieses, angefangen von einem knappen Überlappen der Tisch- bzw. Bankkante bis zu einem Seitenteil, das annähernd bis zum Boden reicht, variieren kann.

Nach einer ersten Gestaltung kann vorgesehen sein, dass das Seitenteil einstückig mit dem Mittelteil verbunden ist. Auf diese Weise kann eine herkömmliche, beispielsweise rechteckige, aber auch runde Grundform für den Überzug für Tisch oder Bank verwendet werden.

Der Tunnelzug kann dabei entlang einer Linie oder annähernden Linie mit dem Mittelteil verbunden sein, wobei die Verbindung insbesondere in dem Bereich angeordnet ist, wo der Mittelteil in den Seitenteil übergeht. Durch die linienförmige Verbindung ist der Tunnelzug im Übrigen frei um diese Verbindungslinie schwenkbar. Die Breite des Tunnelzugs ist dabei mindestens geringfügig größer als die Dicke der Tischplatte bzw. der Bank, um so sicherzustellen, dass das elastische Band unterhalb bzw. an der Unterseite des Tisches bzw. der Bank zu liegen kommt. Das elastische Band kann dabei im Tunnelzug frei beweglich sein über dessen Umfang. Es kann jedoch auch am Tunnelzug so fixiert sein, dass es stets am weitesten von der Verbindung zum Mittelteil entfernt im Tunnelzug verbleibt.

Bei einem Biertisch bzw. einem sonstigen rechteckigen Tisch oder einer Bank kann vorgesehen sein, dass der Tunnelzug an den vier Seiten des Mittelteils angebracht ist. Im Bereich der Ecken der Tischplatte bzw. der Bank kann der Tunnelzug ausgespart werden, wobei auf diese Weise erreicht wird, dass das elastische Band vom einen Tunnelzug zum nächsten Tunnelzug so verläuft, dass dieses die Ecke abschneidet und so insbesondere durch diese Führung unter der Tischplatte bzw. der Bank eine sichere Fixierung erreicht wird.

Sofern der Überzug eine runde Grundform aufweist, ist der Tunnelzug vorzugsweise ebenfalls so ausgebildet, dass das elastische Band von einem Tunnelzug zum anderen sekantenförmig in Bezug auf eine runde Tisch- bzw. Bankform verläuft.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Mittelteil und/oder der Seitenteil aus einem PVC-Material bestehen. Ein derartiges Material besitzt den Vorteil, dass es wetterfest ist und daher die Tische und Bänke ohne Schutz im Freien genutzt und gelagert werden können. Die Überzüge können dabei auch bei einem Regenschauer auf Tisch oder Bank verbleiben und auch ein Verschütten von Getränken, das insbesondere bei Papierbezügen zu einer hässlichen Optik führt, ist in diesem Fall unproblematisch, da die Flüssigkeit nicht in das Material eindringt.

Der Überzug besteht vorzugsweise aus einem bedruckbaren Stoff, so dass jede Form von Bedruckung oder sonstiger Verzierung hierauf angebracht sein kann. Insbesondere kann der Überzug in jeder gewünschten Farbe produziert werden.

Zur weiteren Sicherung des Überzugs auch bei starkem Wind bzw. um ein Verbleiben auch beim Zusammenlegen der Tische oder Bänke, insbesondere Biertischgarnituren bzw. Bierbänke in jedem Fall sicher zu gewährleisten, kann weiterhin vorgesehen sein, dass ein weiteres elastisches Band angebracht werden kann, das an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen des Überzugs angebracht wird und ein Lösen des Überzugs von Tisch oder Bank sicher verhindert. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass im Bereich von gegenüberliegenden Tunnelzügen Ösen vorgesehen sind, in die ein elastisches Band mittels an jedem Ende angebrachter Haken eingehängt werden kann, und so den Überzug auf der Tisch- oder Bankunterseite verspannt. Bei rechteckigen Tischen oder Bänken erfolgt die Verspannung vorzugsweise im Bereich der langen Seiten.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind in den übrigen Unterlagen dargestellt. Die Erfindung soll im Folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert werden. Dabei zeigen:

1 einen Biertisch mit einem erfindungsgemäßen Überzug und

2 einen Biertisch mit einem erfindungsgemäßen Überzug in zusammengeklappter Position von unten.

1 zeigt einen Biertisch einer herkömmlichen Biertischgarnitur, der in seiner Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 10 versehen ist. Der Biertisch 10 umfasst dabei eine Tischplatte 12, die hier unter einem Überzug, der mit 14 bezeichnet ist, angeordnet ist. Der Überzug 14 umfasst ein Mittelteil 16 sowie ein allseitig umlaufendes Seitenteil 18.

Mittelteil 16 und Seitenteil 18 bilden gemeinsam eine rechteckige Form.

Mittelteil 16 und Seitenteil 18 sind hier einstückig miteinander verbunden und aus einem PVC-Material in beliebiger Farbe hergestellt. Der Überzug entspricht insoweit einer herkömmlichen Tischdecke. Der Mittelteil 16 und der Seitenteil 18 weisen dabei jeweils eine Sichtseite auf, die für einen Betrachter eines entsprechenden Biertisches 10 bei aufgelegtem Überzug auf den Biertisch 10 zu sehen ist. Des Weiteren ist eine dem gegenüberliegende Seite vorgesehen, mit der der Überzug 14 auf der Tischplatte 12 aufliegt.

Der Mittelteil 16 ist dabei von seinen Maßen so gestaltet, dass er der Größe der Tischplatte 12 angepasst ist. Hieran schließt sich dann der Seitenteil 18 an, dessen Maße so gewählt sind, dass er um das gewünschte Maß über die Tischplatte 12 hinüberhängt und so die Tischbeine 20 verdeckt. In der vorliegenden Gestaltung hängt der Seitenteil 18 nur ein geringes Maß über die Tischplatte 18 in Richtung auf einen Boden über.

2 zeigt nun einen Biertisch 10 in zusammengelegter Form von unten. Dabei sind die Tischbeine 20 gegen die Unterseite 22 der Tischplatte 12 geklappt. Das Seitenteil 18 des Überzugs 14 ist ebenfalls auf die Unterseite 22 der Tischplatte 12 gelegt worden. In gepunkteter Darstellung sind hier Tunnelzüge 24 dargestellt, die mit ihrer in Richtung auf die jeweilige Kante der Tischplatte 12 weisenden Seite linienförmig an dem Mittelteil 16 des Überzugs 14 bzw. an der Kante des Mittelteils 16 im Übergang zum Seitenteil 18 angebracht sind. Die Tunnelzüge 24, von denen hier vier vorgesehen sind und jeweils einer an einer Seite der Tischplatte 12 zu liegen kommt, weisen eine solche Breite auf, dass sie die Dicke der Tischplatte 12 zumindest geringfügig in Richtung auf die Tischunterseite 22 umschlingen können. In den Tunnelzügen 24 ist ein elastisches Band 26 in Form eines handelsüblichen Gummibandes angeordnet, wobei das elastische Band 26 eine Länge aufweist, die kürzer als der Umfang der Tischplatte 12 ist.

Dadurch, dass die Tunnelzüge 24 kürzer als die jeweilige Seitenlänge der Tischplatte 12 bzw. des Mittelteils 16 gestaltet sind, an der sie angeordnet sind, wird das elastische Band 26 beim Übergang von einem Tunnelzug 24 in den nächsten Tunnelzug 24 an der Tischplatte 12 an deren Unterseite 22 über Eck geführt, so dass durch dieses Abkürzen der Ecken der Tischplatte 12 ein sicheres Fixieren des Überzugs 14 erfolgt. Dadurch, dass die Tunnelzüge 24 lediglich entlang einer Linie an dem Überzug 14 festgelegt sind, wird darüber hinaus ein freies um die Tischplatte 12 Herumschwenken des Tunnelzuges 24 in Richtung auf die Unterseite 22 der Tischplatte 12 ermöglicht. Zur gleichen Zeit wird jedoch die tischdeckenähnliche Optik nicht durch Klammern etc. gestört und insbesondere werden auch die Ecken der Tischplatte durch diese Gestaltung nicht ausgespart. Weiterhin kann auch der Seitenteil 18 frei fallen.

Durch die erfindungsgemäße Gestaltung kann so ein sicherer Schutz von Tischen und Bänken insbesondere im Freien bei gleichzeitig ansprechender Optik erzielt werden.


Anspruch[de]
  1. Überzug für einen Tisch oder eine Bank umfassend einen Mittelteil (16) zur Auflage auf eine Tischplatte (12) oder eine Bankoberseite mit einer Sichtseite und einer der Sichtseite gegenüberliegenden Unterseite sowie ein umlaufendes an das Mittelteil (16) anschließendes Seitenteil (18), wobei am Rand des Mittelteils (16) zumindest abschnittsweise Tunnelzüge (24) so vorgesehen sind, dass ein elastisches Band (26) umlaufend um den Mittelteil (16) in ihnen geführt ist zum Fixieren des Überzugs (14) an der Tischplatte (12) bzw. der Bank.
  2. Überzug nach Anspruch 1, bei dem das Seitenteil (18) einstückig mit dem Mittelteil (16) verbunden ist.
  3. Überzug nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Tunnelzug (24) linienförmig mit dem Mittelteil (16) verbunden ist und bei dem die Breite des Tunnelzugs (24) größer als die Dicke der Tischplatte bzw. der Bank ist.
  4. Überzug nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem bei rechteckigem Mittelteil (16) der Tunnelzug (24) an den vier Seiten des Mittelteils (16) angebracht ist, wobei die Länge der Tunnelzüge (24) kürzer als die Seitenlänge des Mittelteils (16) ist.
  5. Überzug nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem der Mittelteil (16) und der Seitenteil (18) gemeinsam eine rechteckige Grundfläche ausbilden.
  6. Überzug nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem der Mittelteil (16) und/oder der Seitenteil (18) aus einem PVC-Material bestehen.
  7. Überzug nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem der Mittelteil (16) und/oder der Seitenteil (18) eine Bedruckung aufweist.
  8. Überzug nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem ein weiteres elastisches Band lösbar anbringbar ist, das zwei diametral gegenüberliegende Seiten des Überzugs (14) aufeinander zu belastet.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com