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Dokumentenidentifikation DE202005012556U1 01.12.2005
Titel Puffer mit Elastomerfeder
Anmelder SMW Spezialmaschinen und Werkzeugbau GmbH & Co. KG, 17036 Neubrandenburg, DE
Vertreter Voß, K., Pat.-Anw., 17036 Neubrandenburg
DE-Aktenzeichen 202005012556
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.12.2005
Registration date 27.10.2005
Application date from patent application 10.08.2005
IPC-Hauptklasse B61G 11/08

Beschreibung[de]
[Beschreibung]

Die Erfindung betrifft einen gefederten Puffer für Schienenfahrzeuge mit ineinander gleitenden Gehäuseteilen (Pufferhülse und Pufferstößel). Im inneren Gehäuseteil befindet sich ein Federelement zur Dämpfung der Stößelbewegung.

[Stand der Technik]

Die sogenannten Puffer zur Stoßdämpfung zwischen Waggons und Waggons und Triebfahrzeug bestehen jeweils aus zwei ineinander gleitenden zylindrischen Gehäuseteilen. Diese besitzen einerseits eine Grundplatte zur Befestigung am Fahrzeugrahmen, andererseits tragen sie die Pufferplatte. Zur Führung und als Verdrehsicherung sind bei vielen Ausführungen eine Passfeder und eine Passfedernut in den Gehäusewandungen angeordnet. Im inneren Gehäuseteil befindet sich ein Federelement, das die Gehäuseteile gegen einen Anschlag vorspannt. Die Bewegungen des Gehäuseteiles mit der Pufferplatte, der so genannte Stößel, werden durch das Federelement gedämpft.

Viele ältere Puffer besitzen als Federelement eine Stahlfeder. Eine bekannte, viel verwendete Ausführung ist die so genannte Ringfeder. Diese besteht aus mehreren, nebeneinander angeordneten Ringen aus Federstahl, die teilweise aufeinander gleiten. Diese Ausführung besitzt gute Federungseigenschaften mit bei der Einfederung steigender Federkraft. Nachteile sind das große Gewicht und die hohen Fertigungskosten. Ein weiteres Problem ist das ungünstige Verschleißverhalten und der einzustellende Hub nach UIC-Norm. Das erforderliche Schmierfett belastet die Umwelt.

Seit einigen Jahren werden deshalb verstärkt Elastomerfedern in Puffern eingesetzt. Diese sind wesentlich leichter und auch preiswerter herzustellen. Auch hier sind verschiedene Bauarten entwickelt worden, wie die Durel- und Miner- Feder.

In der Eisenbahntechnik werden hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Elemente gestellt. Durch die planmäßige Revision wird andererseits auch eine besonders hohe Lebensdauer erzielt. Viele ältere, noch im Einsatz befindliche Elemente, wie z. B. die Eisenbahnpuffer sind deshalb noch gebrauchsfähig, aber in der Technik veraltet. Aufgrund der vorhandenen im Einsatz befindlichen großen Stückzahlen, ist ein Austausch durch modernere Puffer somit sehr kostenaufwendig.

Es sind auch Verfahren zur Aufarbeitung von Verschleißteilen bekannt, wie das Auftragsschweißen mit anschließender Nachbearbeitung auf die ursprünglichen Maße. Dieses ist aber technisch aufwendig und gewährleistet nicht die Qualität einer Neuanfertigung.

[Aufgabe der Erfindung]

Aufgabe der Neuerung ist es deshalb, Eisenbahnpuffer unter Nutzung gebrauchter Elemente von Eisenbahnpuffern zu schaffen, ohne diese wesentlich zu bearbeiten. Gleichzeitig soll der Einsatz einer modernen Federungstechnik ermöglicht werden.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs eins gelöst.

Danach wird der gebrauchte Stößel einer Ausführung für Metallfedern ohne wesentliche Bearbeitung eingesetzt. Die dazu neu gefertigte Hülse ist in den Abmaßen auf die durch Verschleiß veränderten Maße des Stößels abgestimmt. Das Innere der Hülse ist zur Aufnahme einer Elastomerfeder ausgebildet. Am Boden der Pufferplatte ist eine zusätzliche Führungsscheibe angeordnet, die zentrisch eine Aufnahme für eine Führungsstange besitzt, welche die Elastomerfeder führt.

Mit dieser überraschend einfachen Lösung können die vielen noch im Einsatz befindlichen Pufferstößel von Puffern mit Metallfedern ohne größere Bearbeitung genutzt werden. Es entsteht ein leichter und besonders preisgünstiger Puffer mit einer modernen Federung. Dieser ist wartungsarm und der vorgegebene Hub nach UIC-Norm kann sicher eingestellt werden. Gleichzeitig kann die Hülse auch für eine komplette Neufertig eingesetzt werden, wodurch eine hohe Fertigungsstückzahl ermöglicht wird.

Im Anspruch 2 wird eine spezielle Ausführung der Neuerung für vorhandene Puffer nach „Uerdinger Bauart" vorgeschlagen, die ursprünglich eine Ringfeder enthält.

Die Ansprüche 3 bis 7 enthalten weitere günstige Ausführungen für die Variante nach Anspruch 2.

Der für die neu eingesetzte Durel-Feder erforderliche kürzere Federraum wird einerseits durch das bekannte Gussgehäuse mit einem Zwischenboden für diese Feder und andererseits durch eine zusätzliche Führungsscheibe an der Innenseite der Pufferplatte ermöglicht.

Die Erfindung ist selbstverständlich auch bei anderen Ausführungsformen von Puffern anwendbar.

[Beispiele]

Nachfolgend soll die Neuerung an einem Ausführungsbeispiel unter Nutzung eines gebrauchten Stößels eines Puffers „Uerdinger Bauart" erläutert werden.

Die 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Puffer im Bereich der Passfedernut.

Das innere, zylinderförmige Gehäuse, die Hülse 6 endet in eine Grundplatte zur Befestigung des Puffers an einem nicht dargestellten Rahmen des Fahrzeuges. Die Hülse 6 ist als Gussteil neu gefertigt und besitzt Maße, die auf die durch Verschleiß veränderten Maße des Stößels 5 abgestimmt sind. Das äußere Gehäuseteil, der Stößel 5, trägt am Ende die Pufferplatte 2 und ist durch einen Verschleiß an allen Reibungsflächen gekennzeichnet.

Eine Elastomerfeder 4 in der Ausführung als Durel-Feder ist in der Hülse 6 angeordnet und stützt sich dort auf einen Zwischenboden 10 ab. An der Innenseite der Pufferplatte 2 ist eine zusätzliche Führungsscheibe 1 eingelegt. Diese hat einen vorstehenden Ringsteg, der in eine vorhandene Ringnut für die früher eingesetzte Ringfeder an der Pufferplatte eingreift. Damit ist die Führungsscheibe 1 sicher zentriert. Andererseits verbleibt zwischen der Führungsscheibe 1 und der Innenwandung des Stößels 5 ein Freiraum. Das Ende der Hülse 6 kann dadurch beim Einfedern bis an die Innenseite der Pufferplatte 2 gleiten, wodurch der Hub begrenzt wird. In der Führungsscheibe 1 ist die Führungsstange 3 für die Durel-Feder gelagert. Das andere Ende der Führungsstange 3 ist in einer Buchse 11 geführt, die im Zwischenboden 10 gelagert ist.

Die Hülse 6 besitzt eine besonders tiefe Passfedernut 9, was durch eine größere Wandstärke in diesem Bereich ermöglicht wird. Damit ist der Einsatz von gebrauchten Stößeln 5 mit unterschiedlich dicken Passfedern ohne weitere Nacharbeiten gegeben.

Ein Anschlagring 7 ist am offenen Ende des Stößels 5 angeschweißt. Dieser begrenzt in zusammenwirken mit einem Ringsteg an der Hülse 6 den Pufferhub beim Ausfedern.

1Führungsscheibe 2Pufferplatte 3Führungsstange 4Elastomerfeder 5Stößel 6Hülse 7Anschlagring 8Passfeder 9Passfedernut 10Zwischenboden 11Buchse

Anspruch[de]
  1. Puffer mit Elastomerfeder für Schienenfahrzeuge, bestehend aus zwei ineinander geführten zylindrischen Gehäuseteilen, dessen inneres Gehäuseteil, die Hülse (6) am Ende eine Grundplatte zur Befestigung besitzt und im Inneren eine vorgespannte Feder führt und dessen äußeres Gehäuseteil, der Stößel (5) am Ende eine Pufferplatte (2) trägt, dadurch gekennzeichnet,

    – dass der Stößel (5) eine gebrauchte Ausführung von einem Puffer mit Metallfeder ist,

    – die Hülse (6) hinsichtlich Hülsenlänge, Außendurchmesser, und Maße für die Passfedernut (9) an die durch Verschleiß veränderten Maße des Stößels (5) angepasst ist,

    – die Hülse (6) innen für die Aufnahme einer Elastomerfeder (4) ausgebildet und das Federeinbaumaß an die Maße des Stößels (5) angepasst ist,

    – und am Boden der Pufferplatte (2) des Stößels (5) eine Führungsscheibe (1) angeordnet ist, die zentrisch eine Aufnahme für die Führungsstange (3) besitzt, welche die Elastomerfeder (4) führt.
  2. Puffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    dass der Stößel (5) eine gebrauchte Ausführung von einem Puffer mit Ringfeder ist

    und in der vorhanden Ringnut am Boden der Pufferplatte (2) des Stößels (5) eine Führungsscheibe (1) mit einem Ringsteg eingreift, die zentrisch eine Aufnahme für die Führungsstange (3) besitzt, welche die Elastomerfeder (4) führt.
  3. Puffer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Elastomerfeder (4) in der Hülse (6) entsprechend der jeweiligen Federausführung durch die axiale Lage des Zwischenbodens (10) in Verbindung mit der Dicke der Führungsscheibe (1) bestimmt ist.
  4. Puffer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Passfedernut (9) in der Hülse (6) eine so große Tiefe besitzt, dass der Stößel (5) mit allen vorhandenen Passfedereintauchtiefen nutzbar ist, wobei die Wandstärke der Hülse (6) in diesem Bereich entsprechend dicker ausgeführt ist.
  5. Puffer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass am offenen Ende des Stößels (5) innen ein Anschlagring (7) angeschweißt ist, der den Federhub begrenzt.
  6. Puffer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerfeder (4) eine Durel-Feder oder Miner-Feder ist.
  7. Puffer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (5) eine gebrauchte Ausbildung von einem Puffer Uerdinger Bauart und die Hülse (6) eine Gushülse ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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