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Dokumentenidentifikation DE102004023828A1 08.12.2005
Titel Lösung für die Peritonealdialyse
Anmelder Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, 61352 Bad Homburg, DE
Erfinder Paßlick-Deetjen, Jutta, Prof. Dr., 35392 Gießen, DE;
Schaub, Thomas P., Dr., 61352 Bad Homburg, DE;
Topp, Georg, Dr., 35321 Laubach, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Anmeldedatum 13.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004023828
Offenlegungstag 08.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.2005
IPC-Hauptklasse A61K 33/00
IPC-Nebenklasse A61M 1/28   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lösung für die Peritonealdialyse, bestehend aus einer oder mehreren Einzellösungen. Eine nebenwirkungsfreie Behandlung bei gleichzeitiger Blutdruckabsenkung lässt sich dadurch erzielen, dass die Lösung Natriumionen in einer Konzentration im Bereich von 121 bis 129 mmol/l, bevorzugt bei 125 mmol/l, enthält. Die Erfindung betrifft ferner einen Doppelkammerbeutel mit einer aus zwei Einzellösungen bestehenden Peritonealdialyselösung, die aus einem Kunststoffbeutel besteht, in dem eine erste Kammer mit der ersten Einzellösung und eine zweite Kammer mit der zweiten Einzellösung benachbart zueinander angeordnet sind, wobei beide Kammern durch eine Schweißnaht voneinander abgetrennt sind, die derart dimensioniert ist, dass sie sich bei Druck auf eine der mit Flüssigkeit gefüllten Kammern öffnet, so dass der Inhalt der beiden Kammern miteinander vermischbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lösung für die Peritonealdialyse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In einer Peritonealdialyselösung sind im allgemeinen neben einem Puffersystem und einem Osmotikum Elektrolyte enthalten, wobei es sich hier üblicherweise um Calcium-, Natrium- und Magnesiumsalze handelt, die häufig in Form von Chloriden eingesetzt werden.

Während der Dialysebehandlung kommt es zu einem Übertritt von zahlreichen Blutbestandteilen, unter anderem von Natriumionen aus dem Blut des Patienten, über das Peritoneum in das Dialysat. Die Menge des auf diese Weise aus dem Blut entfernten Natrium hängt unter anderem von dem Konzentrationsgradienten von Natrium zwischen der Blutseite und der Dialysatseite ab.

Allgemein bekannt ist die Tatsache, dass Bluthochdruckpatienten vom Genuss von Kochsalz (NaCl) abgeraten wird. Eine Blutdruckabsenkung ist einerseits durch eine kochsalzarme Ernährung und andererseits durch einen effektiven Natriumentzug während der Dialyse zu erreichen. Um den Natriumgehalt des Extrazellulärraumes während der Dialyse zu verringern, um eine Blutdruckabsenkung zu erzielen, ist vorgeschlagen worden, eine Peritonealdialyselösung mit geringem Natriumgehalt einzusetzen (Clin. Neph. Vol. 41(6) (1994) pp. 357-363, Nakayama et al.). Die aus dieser Druckschrift bekannte Peritonealdialyselösung weist einen Natriumgehalt von 120 mmol/l auf. Weitere Komponenten sind Calciumionen, Magnesiumionen (diese Kationen werden üblicherweise mit Chlorid als Anion verabreicht), Lactat sowie Glucose. Der Einsatz dieser Peritonealdialyselösung bringt eine signifikante Reduktion des extrazellulären Natriumgehalts sowie des Blutdruckes mit sich, was darauf zurückgeführt werden kann, dass Natriumionen aufgrund des erhöhten Konzentrationsgradienten in erheblichem Umfang durch Diffusion und nicht nur durch konvektiven Transport abgezogen werden.

Der Einsatz der vorbekannten Peritonealdialyselösung hat jedoch unerwünschte Nebenwirkungen, die einerseits auf eine mangelnde Entwässerung der Patienten und andererseits auf eine Hyponaträmie zurückzuführen sind. Insbesondere bei Patienten mit geringer oraler Natriumaufnahme ist die alleinige Anwendung der genannten Peritonealdialyselösung mit einer Natriumkonzentration von 120 mmol/l mit erheblichen Nachteilen (Hyponaträmie) verbunden und daher inakzeptabel.

Aus den Patentschriften U.S. 5,589,197, U.S. 5,629,025 und U.S. 5,631,025 sind Peritonealdialyselösungen bekannt, die unterschiedliche Osmotika enthalten und deren Natriumgehalt im Bereich zwischen 35 und 125 mmol/l liegt. Als bevorzugter Konzentrationsbereich wird eine Natriumionen-Konzentration von ≤ 120 mmol/l angegeben. Mit einer derartigen Peritonealdialyselösung wurde klinisch ebenfalls eine Absenkung des Blutdruckes sowie eine Steigerung des Ultrafiltrationsvolumens bei gleicher Osmolarität gegenüber vorbekannten Standardlösungen mit üblichen Natriumkonzentrationen im Bereich von 134 mmol/l festgestellt. Allerdings ergeben sich auch bei der Verwendung der aus den US-Patentschriften bekannten Peritonealdialyselösungen die oben beschriebenen auf den zu geringen Natriumgehalt zurückzuführenden klinischen Nachteile.

Bei vorbekannten Peritonealdialyselösungen stellt sich somit entweder das Problem des Bluthochdruckes (bei einer Natriumionen-Konzentration von ca. 134 mmol/l) oder das Problem, dass mit klinischen Nebenwirkungen zu rechnen ist (bei einer Natriumionen-Konzentration ≤ 120 mmol/l). Bei der heute üblichen Peritonealdialyse wird in der Regel eine Natriumionen-Konzentration im Bereich von 134 mmol/l eingestellt, da sich auf diese Weise die beschriebenen Nebenwirkungen von Dialyselösungen mit geringem Natriumgehalt vermeiden lassen. Das sich gleichzeitig ergebende Problem des Bluthochdruckes wird medikamentös behandelt.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung für die Peritanealdialyse bereitzustellen, die einen blutdrucksenkenden Effekt hat und bei der die durch den Einsatz von Peritonealdialyselösungen mit geringem Natriumgehalt bekannten Nebenwirkungen nicht auftreten.

Diese Aufgabe wird durch eine Lösung für die Peritonealdialyse mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Danach liegt die Natriumionen-Konzentration der Peritonealdialyselösung in einem Bereich von 121 bis 129 mmol/l. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung liegt die Natriumionen-Konzentration der Lösung im Bereich von 124 bis 126 mmol/l. Besonders günstige Ergebnisse lassen sich mit einer Peritonealdialyselösung erzielen, deren Natriumionen-Konzentration bei 125 mmol/l liegt. Eine Peritonealdialyselösung mit einem Natriumgehalt von 125 mmol/l ist daher besonders zu bevorzugen.

Natrium wird üblicherweise in Form von Kochsalz (NaCl), d.h. als Chlorid eingesetzt. Eine Reduktion der Natriumionenkonzentration kann daher zu einer äquimolaren Reduktion der Chloridionenkonzentration führen. Ein synergistischer Effekt kann aufgrund der im Falle der Verwendung von Natrium als Chlorid zwangsläufig ebenfalls abgesenkten Chloridionenkonzentration nicht ausgeschlossen werden.

Die erfindungsgemäße Lösung für die Peritonealdialyse ermöglicht bei Vermeidung von Nebenwirkungen eine effektive Blutdruckabsenkung, wobei diese Effekte bei einem Natiumionen-Gehalt in dem beanspruchten Bereich und besonders ausgeprägt bei 125 mmol/l und vorzugsweise 91-94 mmol/l Chloridionengehalt auftreten. Ebenso ist es möglich, die Natriumionen-Konzentration in einem Bereich zwischen 126 und 129 mmol/l, beispielsweise bei 127 mmol/l oder bei 128 mmol/l einzustellen. Auch Konzentrationswerte unterhalb des besonders bevorzugten Wertes von 125 mmol/l, d.h. 121, 122, 123 und 124 mmol/l, d.h. Konzentrationen im Bereich 121-124 mmol/l sind denkbar. Angepasste Chloridionenkonzentrationen sind dabei besonders zu bevorzugen. Die erfindungsgemäße Peritonealdialyselösung führt zu einer Steigerung der Salzausscheidung und dient der Unterstützung der oralen Salz-Diätetik. Antihypertensive Mittel können aufgrund der blutdrucksenkenden Wirkung der erfindungsgemäßen Lösung bei mehr als 50% der Peritonealdialysepatienten eingespart werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Lösung für die Peritonealdialyse ferner ein Osmotikum, weitere Elektrolyte sowie einen Puffer aufweist.

Aus der EP 0 935 967 A2 ist es bekannt, eine Peritonealdialyselösung bestehend aus zwei Einzellösungen bereit zu stellen, wobei die erste Einzellösung Calciumionen, weitere Elektrolytsalze und Glucose enthält und mit einer physiologisch verträglichen Säure auf einen pH-Wert unter 3,2 angesäuert ist und wobei die zweite Einzellösung Bicarbonat mit einem Gehalt von ≤ 10 mmol/l und das Salz einer schwachen Säure mit pka < 5 enthält. Eine derartige Peritonealdialyselösung bringt den Vorteil mit sich, dass einerseits der Abbau von Glucose während der Hitzesterilisation verhindert wird und dass andererseits aufgrund des geringen CO2-Partialdruckes keine besonderen Anforderungen an das Beutelmaterial hinsichtlich der CO2-Barriereeigenschaften zu stellen sind.

Eine derartige aus zwei Einzellösungen bestehende Lösung für die Peritonealdialyse kommt auch für die vorliegende Erfindung in Betracht.

Dementsprechend kann vorgesehen sein, dass die Lösung aus zwei Einzellösungen besteht und dass die erste Einzellösung das Osmotikum und eine physiologisch verträgliche Säure und die zweite Einzellösung einen Puffer aufweist.

Besteht die Lösung für die Peritonealdialyse aus zwei Einzellösungen, kann vorgesehen sein, dass in jeder der Einzellösungen Natriumionen vorliegen. Dabei ist das Mischungsverhältnis derart einzustellen, dass die Natriumionen-Konzentration der Peritonealdialyselösung, das heißt der fertigen Anwendungslösung im Bereich zwischen 121 und 129 mmol/l, vorzugsweise zwischen 124 und 126 mmol/l und besonders bevorzugt bei 125 mmol/l liegt.

In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Pertionealdialyselösung außer Natriumionen ferner Calciumionen, Magnesiumionen, H+-Überschussionen, Chloridionen, Lactationen, Hydrogencarbonationen und Glucose aufweist.

Werden zwei Einzellösungen verwendet, kann vorgesehen sein, dass in einer ersten Einzellösung außer Calciumionen weitere Elektrolyte, das Osmotikum (beispielsweise Glucose) sowie eine physiologisch verträgliche Säure vorliegen. In einer zweiten Einzellösung kann das Puffersystem vorgelegt werden. Dies kann beispielsweise aus Bicarbonat und dem Salz einer schwachen Säure (z.B. Lactat) bestehen. Entsprechend der Lehre der EP 0 935 967 A2 werden günstige Ergebnisse erzielt, wenn die erste Einzellösung auf einen pH-Wert unter 3,2 angesäuert ist und wenn die Bicarbonatkonzentration der zweiten Einzellösung 10 mmol/l nicht überschreitet. Auf den Inhalt der EP 0 935 967 A2 wird Bezug genommen.

Besteht die Peritonealdialyselösung aus zwei Einzellösungen kann vorgesehen sein, dass die erste Einzellösung folgende Bestandteile umfasst: Natriumionen [mmol/l]: 172-200 Calciumionen [mmol/l]: 2-4 Magnesiumionen [mmol/l]: 0,8-1,2 H+-Überschussionen [mmol/l]: 0,9-1,1 Chlorid [mmol/l]: 176-210 Glucose [mmol/l]: 100-500.

Die zweite Einzellösung kann folgende Bestandteile umfassen: Natriumionen [mmol/l]: 70-80 Lactat [mmol/l]: 65-75 Hydrogencarbonat [mmol/l]: 4-6

Durch ein geeignetes Mischungsverhältnis der ersten und zweiten Einzellösung lässt sich ohne weiteres der erfindungsgemäße Konzentrationsbereich der Natriumionen der Anwendungslösung einstellen.

Außer dem genannten, auf Lactat und Hydrogencarbonat basierenden Puffersystem, kommen auch andere geeignete Puffersysteme in Betracht. Beispielsweise ist eine rein Bicarbonat-gepufferte Lösung anwendbar. Dementsprechend ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der Puffer aus einem Hydrogencarbonat-Puffer besteht. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Lösung aus zwei Einzellösungen besteht. Die erste Einzellösung kann Natriumionen, Calciumionen, Magnesiumionen, H+-Überschußionen, Chloridionen und Glucose und die zweite Einzellösung Natriumionen und Hydrogencarbonationen enthalten.

Die erste Einzellösung kann wie folgt zusammengesetzt sein:

Natriumionen [mmol/l]: 172-200 Calciumionen [mmol/l]: 2-4 Magnesiumionen [mmol/l]: 0,8-1,2 H+-Überschuss [mmol/l]: 0,9-1,1
Chlorid (mmol/l]: 176-210 Glucose [mmol/l]: 100-500

Die zweite Einzellösung kann den Bicarbonat-Puffer enthalten und folgende Zusammensetzung aufweisen:

Natriumionen (mmol/l]: 70-80 Hydrogencarbonat [mmol/l]: < 80

Werden zwei Einzellösungen verwendet, werden diese üblicherweise hitzesterilisiert, anschließend zu der Anwendungslösung zusammengeführt und sodann dem Patienten verabreicht. Statt zwei können auch mehr als zwei Einzellösungen Verwendung finden, sofern dies im Einzelfall sinnvoll ist.

Ebenso ist es denkbar, nur eine Einzellösung vorzusehen und in dieser Natriumionen in dem erfindungsgemäßen Konzentrationsbereich vorzulegen.

Die vorliegende Erfindung betrifft ferner einen Doppelkammerbeutel mit einer Lösung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, der aus einem Kunststoffbeutel besteht, in dem eine erste Kammer mit der ersten Einzellösung und eine zweite Kammer mit der zweiten Einzellösung benachbart zueinander angeordnet sind, wobei beide Kammern durch eine Schweißnaht voneinander abgetrennt sind, die derart dimensioniert ist, dass sie sich bei Druck auf eine der mit Flüssigkeit gefüllten Kammern öffnet, so dass der Inhalt der beiden Kammern miteinander vermischbar ist. In einem derartigen Doppelkammerbeutel können das Puffersystem beispielsweise bestehend aus Lactat und Bicarbonat in einer Beutelkammer gelagert werden, während Glucose und die Elektrolyte in einer zweiten Kammer in saurem Milieu gelagert werden können. Nach der Sterilisation werden die Beutelinhalte miteinander gemischt und dem Patienten zugeführt. Dabei sind die Natriumionen-Konzentrationen der Einzellösungen so zu wählen, dass sich in der fertigen Anwendungslösung die erfindungsgemäße Natriumionen-Konzentration ergibt.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand des im folgenden dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert:

Die Tabelle zeigt das Ergebnis einer Studie, bei der Dialysepatienten mit der erfindungsgemäßen Peritonealdialyselösung behandelt wurden (Spalten 2-4). Im Vergleich dazu sind die Ergebnisse der aus in Clin. Neph. Vol. 41(6) (1994) pp. 357-363, Nakayama et al. entnehmbaren Studie angegeben (Spalten 5-7).

In der zweiten Zeile ist die Behandlungsdauer in Wochen (W) sowie die Anzahl (N) der zu dem jeweiligen Zeitpunkt teilnehmenden Patienten angegeben.

Wie sich aus der zweiten und fünften Spalte ergibt, wurden die Patienten beim Start der Studie mit der erfindungsgemäßen Dialyselösung (W 0) auf 134 mmol/l Natriumgehalt, bei der Studie nach Nakayama et al. auf 132 mmol/l Natriumgehalt eingestellt. Die Chloridionenkonzentration der erfindungsgemäßen Peritonealdialyselösung betrug 93,5 mmol/l.

Sodann wurde die Natriumionen-Konzentration im Dialysat auf 125 mmol/l gemäß der vorliegenden Erfindung eingestellt und mit den veröffentlichten Werten von 120 mmol/l gemäß Nakayama et al. verglichen.

Aus Zeile 5 der Tabelle ist ersichtlich, dass bei Verwendung der erfindungsgemäßen Dialyselösung eine deutliche Reduktion des Blutdruckes (MAD) erzielt werden konnte. Nach zweiwöchiger Behandlungszeit (W+2) ergab sich trotz der höheren Natriumkonzentration der erfindungsgemäßen Dialyselösung als in der Vergleichslösung absolut und relativ eine stärke Blutdruckabsenkung als bei dem Vergleichsversuch gemäß Nakayama et al. Nach vierwöchiger Behandlungsdauer ergaben sich trotz der höheren Natrium-Konzentration der erfindungsgemäßen Lösung vergleichbare Blutdruckwerte wie bei dem Vergleichsversuch.

Das mittlere Ultrafiltrationsvolumen (UF-Volumen) lag bei der erfindungsgemäßen Lösung in einer ähnlichen Größenordnung wie bei der zu Versuchsbeginn angewandten Lösung (134 mmol/l Natrium-Gehalt).

Wie sich aus der letzten Zeile der Tabelle ergibt, ergab die Anwendung der erfindungsgemäßen Peritonealdialyselösung keinerlei Nebenwirkungen bzw. schwere unerwünschte Ereignisse. Im Gegensatz dazu mussten bei den Versuchen gemäß Nakayama et al. zwei Patienten die Studie abbrechen. In einem Fall wurde eine Überwässerung festgestellt, in einem anderen Fall wurde die Behandlung aufgrund einer Hyponaträmie und den sich daraus ergebenden Nebenwirkungen beendet.

Die erfindungsgemäße Dialyselösung ermöglicht somit eine Peritonealdialyse, bei der sich die von vorbekannten Dialyselösungen mit geringem Natriumgehalt bekannten Nebenwirkungen vermeiden lassen und gleichzeitig eine effektive Blutdruckabsenkung erzielbar ist.


Anspruch[de]
  1. Lösung für die Peritonealdialyse bestehend aus einer oder mehreren Einzellösungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung Natriumionen in einer Konzentration im Bereich von 121 bis 129 mmol/l enthält.
  2. Lösung für die Peritonealdialyse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Natriumionen-Konzentration der Lösung im Bereich von 124-126 mmol/l liegt.
  3. Lösung für die Peritonealdialyse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Natriumionen-Konzentration der Lösung 125 mmol/l beträgt.
  4. Lösung für die Peritonealdialyse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung ein Osmotikum, weitere Elektrolyte sowie einen Puffer aufweist.
  5. Lösung für die Peritonealdialyse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung aus zwei Einzellösungen besteht und dass die erste Einzellösung das Osmotikum und eine physiologisch verträgliche Säure und die zweite Einzellösung einen Puffer aufweist.
  6. Lösung für die Peritonealdialyse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung aus zwei Einzellösungen besteht und dass in jeder der Einzellösungen Natriumionen vorliegen.
  7. Lösung für die Peritonealdialyse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung außer Natriumionen ferner Calciumionen, Magnesiumionen, H+-Überschußionen, Chloridionen, Lactationen, Hydrogencarbonationen und Glucose aufweist.
  8. Lösung für die Peritonealdiaylse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung aus zwei Einzellösungen besteht und die erste Einzellösung folgende Bestandteile umfasst: Natriumionen [mmol/l]: 172-200 Calciumionen [mmol/l]: 2-4 Magnesiumionen [mmol/l]: 0,8-1,2 H+-Überschuss [mmol/l]: 0,9-1,1 Chlorid [mmol/l]: 176-210 Glucose [mmol/l]: 100-500
  9. Lösung für die Peritonealdiaylse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung aus zwei Einzellösungen besteht und die zweite Einzellösung folgende Bestandteile umfasst: Natriumionen [mmol/l]: 70-80 Lactat [mmol/l]: 65-75
    Hydrogencarbonat [mmol/l]: 4-6
  10. Lösung für die Peritonealdialyse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung einen Puffer enthält und dass der Puffer aus einem Hydrogencarbonat-Puffer besteht.
  11. Lösung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung aus zwei Einzellösungen besteht, von denen die erste Einzellösung Natriumionen, Calciumionen, Magnesiumionen, H+-Überschußionen, Chloridionen und Glucose und die zweite Einzellösung Natriumionen und Hydrogencarbonationen aufweist.
  12. Lösung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einzellösung folgende Bestandteile umfasst: Natriumionen [mmol/l]: 172-200 Calciumionen [mmol/l]: 2-4 Magnesiumionen [mmol/l]: 0,8-1,2 H+-Überschuss [mmol/l]: 0,9-1,1 Chlorid [mmol/l]: 176-210 Glucose [mmol/l]: 100-500
  13. Lösung für die Peritonealdialyse nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Einzellösung folgende Bestandteile umfasst: Natriumionen [mmol/l]: 70-80 Hydrogencarbonat [mmol/l]: < 80
  14. Doppelkammerbeutel mit einer Lösung für die Peritonealdialyse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Kunststoffbeutel besteht, in dem eine erste Kammer mit einer ersten Einzellösung und eine zweite Kammer mit einer zweiten Einzellösung benachbart zueinander angeordnet sind, wobei beide Kammern durch eine Schweißnaht voneinander abgetrennt sind, die derart dimensioniert ist, dass sie sich bei Druck auf einer der flüssigkeitsgefüllten Kammern öffnet, so dass der Inhalt der beiden Kammern miteinander vermischbar ist.
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