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Dokumentenidentifikation DE202005012612U1 08.12.2005
Titel Planendach
Anmelder Espeloer, Thomas, 58453 Witten, DE
Vertreter Andrejewski, Honke & Sozien, 45127 Essen
DE-Aktenzeichen 202005012612
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.12.2005
Registration date 03.11.2005
Application date from patent application 08.08.2005
IPC-Hauptklasse E04H 15/58
IPC-Nebenklasse E04F 10/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Planendach mit zumindest einer aus zumindest zwei Teilplanen bestehenden Plane, wobei die Teilplanen an einer gemeinsamen, drehbar gelagerten Wickelwelle befestigt und auf dieser aufwickelbar sind, wobei an die Teilplanen zumindest ein Seilzug angeschlossen ist, wobei der Seilzug auf zumindest eine drehbar gelagerte Seiltrommel aufrollbar ist und wobei zumindest ein Antrieb zum Auf- bzw. Abwickeln der Teilplanen vorgesehen ist. – Ein solches Planendach wird auch als Sonnensegel bzw. Sonnensegelvorrichtung bezeichnet, wobei die Plane als Sonnensegel ausgebildet ist und aus zwei Teilsegeln bzw. Segelabschnitten besteht. Bei den beiden Teilplanen bzw. Teilsegeln kann es sich um separate Planen bzw. Segel handeln, welche (voneinander unabhängig) an der Wickelwelle befestigt sind. Es kann sich jedoch auch um eine einzige bzw. einteilige Plane handeln, bei welcher die zwei Planenabschnitte dann die Teilplanen bilden. Die Teilplanen sind dabei vorzugsweise dreieckförmig ausgebildet. Grundsätzlich werden aber auch Ausführungsformen umfasst, bei welchen die Teilplanen eine von der Dreieckform abweichende Form, zum Beispiel eine Trapezform oder auch eine Rechteckform aufweisen. Jedenfalls werden die beiden Teilplanen im Zuge des Aufspannens des Planendaches in unterschiedliche Richtungen von der Welle abgewickelt. Solche Planendächer dienen – ähnlich wie Sonnenschirme – als Sonnenschutz und/oder Regenschutz und ermöglichen die Überdeckung besonders großer Bereiche. Sie werden zum Beispiel im Gastronomiebereich oder auch für Terrassen bzw. Gärten eingesetzt.

Es ist ein Planendach der eingangs beschriebenen Art bekannt, bei welchem die Wickelwelle mit einem einzigen Antrieb versehen ist und bei welcher auch die beiden Seilzüge auf der einzigen Wickelwelle aufgerollt werden. Dazu sind auf der Wickelwelle entsprechende Wickelrollen angeordnet. Um dieses zu realisieren, werden die Seilzüge über eine verhältnismäßig aufwändige Seilumlenkung geführt. Zum Ausgleich der verschiedenen Abrolllängen und zur Spannung der Seilzüge sind verschiedene Spannfedern in das Seilzugsystem integriert (vgl. EP 0 865 557 B1). Die insoweit bekannte Konstruktion ist verhältnismäßig aufwändig. Außerdem stören in ästhetischer Hinsicht die an die Seilzüge bzw. an entsprechende Umlenkrollen angeschlossenen Federelemente.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Planendach der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das bei einfachem und kostengünstigem Aufbau einwandfrei funktioniert, leicht bedienbar ist und auch in ästhetischer Hinsicht allen Anforderungen genügt.

Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Planendach bzw. Sonnensegel, dass die Seiltrommel und/oder die Wickelwelle mit zumindest einer Spannfeder rotierend beaufschlagt ist, wobei der Antrieb (bei federbeaufschlagter Seiltrommel) auf die Wickelwelle und/oder (bei federbeaufschlagter Wickelwelle) auf die Seiltrommel wirkt und die Spannfeder im Zuge des Aufwickelns oder des Abwickelns der Teilplanen spannt bzw. entspannt. Dabei kann die Spannfeder vorgespannt sein.

Die Spannfedern sind dabei vorzugsweise als Torsionsfedern oder Verdrehfedern ausgebildet. Ferner sind in an sich bekannter Weise mehrere Stützvorrichtungen bzw. Träger vorgesehen, wobei erfindungsgemäß die zumindest eine Seiltrommel an zumindest einer der Stützvorrichtungen bzw. an einem der Träger befestigt und drehbar gelagert ist. Bei den Stützvorrichtungen bzw. Trägern kann es sich insoweit um zwei Wickelwellenstützen handeln, an denen die Wickelwelle drehbar gelagert ist. Außerdem können den Planenenden, an welche die Seilzüge angreifen, zwei Spannstützen als Stützvorrichtungen zugeordnet sein. Die Stützvorrichtungen sind vorzugsweise als Rohrstützen für eine stehende Montage und/oder für eine Wandmontage ausgebildet. Die Erfindung umfasst folglich Ausführungsformen, bei denen die Träger als (frei) stehende Träger ausgebildet sind, und auch solche, bei denen ein oder mehrere Träger an einer Wand oder dergleichen montierbar sind. Bei diesen Trägern für die Wandmontage kann es sich folglich um verhältnismäßig kurze bzw. niedrige Tragelemente handeln. Sie können auch an einem Dach, einem Balkon oder dergleichen Bauelement befestigt sein.

In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Seiltrommel mit zumindest einer Spannfeder beaufschlagt und der Antrieb ist an die Wickelwelle angeschlossen und treibt diese rotierend an, wobei die angetriebene Wickelwelle die Plane unter Abrollen des Seilzuges gegen die Federkraft aufwickelt und unter Aufrollen des Seilzuges durch die Federkraft abwickelt. Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass sich ein Planendach bzw. Sonnensegel mit besonders einfachem Aufbau bei gleichzeitig hohem Bedienkomfort schaffen lässt, wenn die Seiltrommeln nicht an die Wickelwelle selbst angeschlossen sind, sondern wenn die Seiltrommeln den Stützvorrichtungen, zum Beispiel den Spannstützen, zugeordnet und zugleich mit Spannfedern beaufschlagt sind. Diese an den Stützvorrichtungen angeordneten Spannfedern sorgen in allen Funktionsstellungen für eine einwandfreie Segelspannung und gewährleisten zugleich das einwandfreie Aufrollen und Abrollen der Seilzüge im Zuge des Aufwickelns und Abwickelns der Plane. Denn die Anordnung ist bei dieser Ausführungsform so getroffen, dass die federbeaufschlagten Seiltrommeln gleichsam als Spanntrommeln bestrebt sind, über die an den Planenenden angreifenden Seilzüge das Planendach aufzuspannen und folglich die Teilplanen von der Wickelwelle abzuwickeln. Dem wirkt der an die Wickelwelle angeschlossene Antrieb im Stillstand über seine Selbsthemmung bzw. die Selbsthemmung des Getriebes entgegen, so dass die Teilplanen bei "abgeschaltetem" Antrieb in einer vorgegebenen Position einwandfrei gehalten und zugleich über die Spannfedern gespannt werden. Wird die Wickelwelle über den Antrieb in Rotation versetzt und beispielsweise die Teilplanen abgewickelt, so sorgen die Spannfedern zugleich für das erforderliche Aufrollen der Seilzüge, so dass die Teilplanen stets einwandfrei gespannt sind. Bei umgekehrter Betriebsweise, nämlich wenn die Teilplanen durch den Antrieb auf die Wickelwelle aufgewickelt werden, werden die Seilzüge auf das erforderliche Maß automatisch abgewickelt, wobei die Spannfeder entsprechend gespannt wird. Erfindungsgemäß kommt den Spannfedern gleichsam doppelte Funktion zu, denn sie bewirken einerseits das automatische Aufrollen bzw. Abrollen der Seilzüge und sorgen andererseits für die erforderliche Planenspannung in jeder Funktionsstellung.

Bei dieser ersten Ausführungsform ist es besonders zweckmäßig, wenn die Spannfedern zumindest bereichsweise in die Stützvorrichtungen, zum Beispiel die Rohrstützen, integriert sind. Dabei kann es sich insbesondere um die beiden Spannstützen handeln, welche den Planenenden zugeordnet sind. Die Spannfedern können folglich im Rohrinneren angeordnet sein. Die Seiltrommel ist dann vorzugsweise endseitig und koaxial auf einer solchen Rohrstütze gelagert, wobei eine drehfeste Verbindung zwischen der Seiltrommel einerseits und einem Ende der Spannfeder andererseits vorgesehen ist. Mit ihrem anderen Ende ist die Spannfeder dann drehfest mit der Rohrstütze verbunden, so dass sich die Spannfeder im Zuge der Rotation der Seiltrommel spannt bzw. entspannt. In jedem Fall besteht die Möglichkeit, die Spannfedern vollständig oder nahezu vollständig in die Rohrstützen zu integrieren, so dass bei dem erfindungsgemäßen Planendach vollständig ohne sichtbare Feder- bzw. Spannkonstruktionen gearbeitet werden kann. Dabei ist es ferner besonders zweckmäßig, wenn der Antrieb zumindest bereichsweise in die Wickelwelle integriert ist. Da im Übrigen keine Seiltrommeln auf der Wickelwelle vorgesehen sind, steht die gesamte Länge der Wickelwelle zwischen den beiden Wickelwellenstützen für das Auf- bzw. Abwickeln der Plane und folglich für die Segeltuchführung zur Verfügung. Die Spannfedern sind im Rahmen der Erfindung als vorgespannte Federn ausgebildet, das bedeutet, dass die Federn in jeder Funktionsstellung um ein Mindestmaß gespannt bleiben. So ist die Feder bei der oben beschriebenen Ausführungsform auch bei abgewickelter Plane nicht vollständig entspannt, so dass stets eine einwandfreie Segelspannung gewährleistet ist.

Dabei ist es bei dieser ersten Ausführungsform besonders vorteilhaft, wenn jeder zum Beispiel dreieckförmigen Teilplane ein separater Seilzug sowie eine separate Seiltrommel zugeordnet sind. Diese beiden Seiltrommeln sind dann jeweils einer der beiden Spannstützen zugeordnet, während die Wickelwelle selbst zwischen den beiden Wickelwellenstützen angeordnet ist.

In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform schlägt die Erfindung vor, dass die Wickelwelle mit zumindest einer Spannfeder beaufschlagt ist und der Antrieb an die Seiltrommel angeschlossen ist und diese rotierend antreibt, wobei die angetriebene Seiltrommel den Seilzug im Zuge des Abwickelns der Plane gegen die Federkraft aufrollt und den Seilzug im Zuge des Aufwickelns der Plane unter Entspannung der Feder bzw. durch die Federkraft abrollt.

Anders als bei der ersten beschriebenen Ausführungsform ist bei dieser Ausführungsform folglich nicht der Wickelwelle der Antrieb zugeordnet, während den Seiltrommeln die Spannfedern zugeordnet sind, sondern umgekehrt ist hier die Wickelwelle selbst mit einer oder mehreren Spannfedern beaufschlagt, während die Seiltrommel mit dem Antrieb rotierend antreibbar ist. Ausgehend von der vollständig aufgewickelten Plane werden die Seilzüge im Zuge des Abwickelns der Plane auf die angetriebene Seiltrommel aufgewickelt, und zwar gegen die Federkraft der in der Wickelwelle angeordneten Spannfeder, das heißt die Spannfeder wird im Zuge des Abwickelns der Plane und im Zuge des gleichzeitigen Aufrollens der Seilzüge gespannt. Wird nun umgekehrt über den Antrieb die Seiltrommel derart gedreht, dass die Seilzüge abgewickelt werden, so gibt die Seiltrommel gleichsam die abgewickelte Plane frei, so dass die Wickelwelle durch die entsprechend gespannte Spannfeder die Plane um das gewünschte Maß automatisch aufwickelt. Auch hier ist folglich stets gewährleistet, dass die Plane sich in einem einwandfrei gespannten Zustand befindet. Die Selbsthemmung des Seiltrommelantriebes bzw. dessen Getriebe verhindert wiederum, dass die in der Wickelwelle gespeicherte Federkraft die Plane vollständig auf der Wickelwelle aufwickelt, ohne dass der Antrieb entsprechend dazu angesteuert wird. Insofern kommt auch hier der Spannfeder doppelte Funktion zu, denn sie sorgt einerseits für das einwandfreie Aufwickeln der Plane auf der Wickelwelle und andererseits für einen einwandfreien Spannzustand der Plane in jeder Funktionsstellung.

Bei dieser zweiten Ausführungsform ist es zweckmäßig, wenn die Spannfeder bzw. die Spannfedern zumindest bereichsweise, vorzugsweise vollständig, in die Wickelwelle integriert sind und folglich im Inneren der Wickelwelle angeordnet sind. Insofern zeichnet sich auch diese Ausführungsform dadurch aus, dass auf sichtbare und folglich optisch störende Federkonstruktionen verzichtet werden kann und zugleich eine Segeltuchführung auf der kompletten Wellenlänge möglich ist. Ferner besteht dann die Möglichkeit, den Antrieb für die Seiltrommel zumindest bereichsweise, vorzugsweise vollständig, in die Stützvorrichtungen, zum Beispiel die Rohrstützen, zu integrieren. Die Seiltrommel selbst kann wieder endseitig auf den Rohrstützen drehbar gelagert sein. Bei dieser Ausführungsform mit federbeaufschlagter Wickelwelle ist es besonders vorteilhaft, wenn die Seilzüge der beiden Teilplanen miteinander zu gleichsam einem einzigen Seilzug gekoppelt und vorzugsweise auf einer gemeinsamen, angetriebenen Seiltrommel aufrollbar sind. Diese Seiltrommel ist dabei nach bevorzugter Ausführungsform auf einer der Wickelwellenstützen angeordnet. Es besteht jedoch grundsätzlich auch die Möglichkeit, die Seiltrommel rotierend auf einer der Spannstützen, welche den Segelenden zugeordnet sind, anzuordnen.

Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist der Antrieb, welcher entweder auf die Wickelwelle oder auf die Seiltrommel wirkt, als elektromotorischer Antrieb ausgebildet. Ergänzend oder auch alternativ kann ein handbetätigbarer Antrieb vorgesehen sein, welcher zum Beispiel über eine Handkurbel oder dergleichen funktioniert. Dabei besteht die Möglichkeit, im Normalbetrieb mit einem elektromotorischen Antrieb zu arbeiten und lediglich für einen Notbetrieb eine Handkurbel vorzusehen.

Im Ergebnis präferiert der Stand der Technik, insbesondere nach der EP 0 865 557 B1 ein gleichsam geschlossenes System aus der Plane bzw. den beiden Teilplanen und den zugehörigen Seilzügen. Demgegenüber liegt erfindungsgemäß ein gleichsam offenes System vor, weil die beiden Teilplanen bzw. die Plane und der Seilzug unabhängig voneinander ausgeführt sind. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen

1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Planendaches bzw. Sonnensegels in einer ersten Funktionsstellung,

2 den Gegenstand nach 1 in einer zweiten Funktionsstellung,

3 einen Ausschnitt aus dem Gegenstand nach 2 im Bereich der Wickelwelle,

4 einen Schnitt durch den Gegenstand nach 2 im Bereich einer Spannstütze,

5 eine zweite Ausführungsform der Erfindung in einer ersten Funktionsstellung und

6 den Gegenstand nach 5 in einer zweiten Funktionsstellung,

7 eine Sonnensegelanlage mit mehreren Sonnensegeln bzw. Planendächern in einer Draufsicht und

8 den Gegenstand nach 7 in abgewandelter Ausführungsform.

In den Figuren ist ein Planendach dargestellt, welches auch als Sonnensegelvorrichtung bezeichnet wird und eine aus zwei Teilplanen 1a, 1b bestehende Plane 1 aufweist. Die Teilplanen 1a, 1b sind dabei jeweils dreieckförmig ausgebildet und an einer gemeinsamen Wickelwelle 2 befestigt und auf dieser aufwickelbar. Die Wickelwelle 2 ist dabei an zwei Stützvorrichtungen, nämlich zwei Wickelwellenträgern 3a, 3b drehbar gelagert. Diese Wickelwellenträger 3a, 3b sind im Ausführungsbeispiel als Ständer in Form von Rohrstützen ausgebildet. An die Teilplanen 1a, 1b sind ein oder mehrere Seilzüge 2a, 2b angeschlossen, wobei die Seilzüge 2a, 2b auf zumindest einer drehbar gelagerten Seiltrommel 4, 4a, 4b aufrollbar sind. Ferner ist ein Antrieb 5, 5' zum Auf- bzw. Abwickeln der Teilplanen 1a, 1b vorgesehen. Die beiden Teilplanen 1a, 1b sind dabei zum Beispiel jeweils mittels eines Keders an der Wickelwelle 2 befestigt. Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Teilplanen 1a, 1b an verschiedenen Stellen des Umfanges der Wickelwelle befestigt sind, zum Beispiel diametral gegenüberliegend.

Neben den beiden Wickelwellenträgern 3a, 3b, an welchen die Wickelwelle 2 drehbar gelagert ist, sind ferner zwei Spannträger 6a, 6b als Stützvorrichtungen vorgesehen, welche jeweils den Planenenden 7a, 7b zugeordnet sind, an welchen die Seilzüge 2a, 2b angreifen. Erfindungsgemäß ist die Seiltrommel 4 bzw. sind die Seiltrommeln 4a, 4b nicht an der Wickelwelle 2 selbst angeordnet, sondern jeweils an einem der Träger 3a, 3b, 6a, 6b, das heißt entweder an einem der Wickelwellenträger 3a, 3b oder an den Spannträgern 6a, 6b.

Die 1 bis 4 zeigen eine erste Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die beiden jeweils einem Seilzug 2a, 2b zugeordneten Seiltrommeln 4a, 4b jeweils mit zumindest einer vorgespannten Spannfeder 8 rotierend beaufschlagt sind. Die Spannfedern sind dabei als Torsionsfedern ausgebildet. Der Antrieb 5, der beispielsweise als elektromotorischer Antrieb oder auch als handbetätigbarer Antrieb ausgebildet sein kann, wirkt dabei auf die Wickelwelle 2. Die angetriebene Wickelwelle 2 wickelt folglich die Plane 1 gegen die Federkraft der Spannfedern 8 auf und rollt zugleich den Seilzug 2a, 2b entsprechend von der Seiltrommel 4a, 4b ab. Umgekehrt wird im Zuge des Abwickelns der Plane 1 von der Wickelwelle 2 der Seilzug 2a, 2b durch die Federkraft entsprechend auf der Seiltrommel 4a, 4b aufgerollt. 1 zeigt dabei die Anordnung mit vollständig abgewickelter Plane 1, während 2 eine Funktionsstellung zeigt, bei welcher die Plane 1 vollständig bzw. nahezu vollständig auf die Wickelwelle 2 aufgewickelt wurde. Wird nun – ausgehend von 1 – die Wickelwelle 2 in der dargestellten Richtung über den Antrieb 5 in Rotation versetzt, so ist erkennbar, dass der an die Teilplanen 1a, 1b angeschlossene Seilzug 2a, 2b von den Seiltrommeln 4a, 4b abgewickelt wird und dabei die an die Seiltrommeln 4a, 4b angeschlossenen Spannfedern 8 gespannt werden. Geht man demgegenüber von 2 aus und wird die Wickelwelle 2 in der in der Figur dargestellten Richtung bewegt, so werden die Teilplanen 1a, 1b entsprechend abgewickelt. Zugleich ziehen die Torsionsfedern 8 an den Planenenden 7a, 7b und wickeln dabei die Seilzüge 2a, 2b entsprechend auf den Seiltrommeln 4a, 4b auf. Insbesondere 4 zeigt dabei, dass die Seiltrommeln 4a, 4b an den als Rohrstützen ausgebildeten Trägern, zum Beispiel Spannträgern 6a, 6b, drehbar gelagert sind. Die Spannfeder 8 selbst ist als vorgespannte Torsionsfeder ausgebildet und im Wesentlichen vollständig in die Rohrstütze 6a integriert. Dazu ist die Spannfeder 8 mit ihrem (unteren) Festende 9 drehfest an der Rohrstütze 6a fixiert. Das dem Festende 9 gegenüberliegende Drehende 10 der Torsionsfeder 8 ist drehfest an die Seiltrommel 4a angeschlossen. Diese ist endseitig drehbar auf der Rohrstütze 6a gelagert, und zwar unter Zwischenschaltung eines Kugellagers 11. Die Fixierung der Spannfeder 8 an der Seiltrommel 4a kann dabei über einen angeschweißten Stift 12 erfolgen. Im Ausführungsbeispiel ist die Spannfeder 8 als vorgespannte Feder ausgebildet, das heißt auch bei vollständig abgewickelter Plane ist die Torsionsfeder 8 um ein vorgegebenes Maß gespannt. Dazu wird im Rahmen der Erfindung ein als Spannschlüssel 13 ausgebildetes Werkzeug zur Einstellung der Vorspannung zur Verfügung gestellt. Dieses ist in 4 ebenfalls angedeutet. Zur Einstellung der Vorspannung ist an der Rohrstütze 6a als Montagehilfsmittel ein um eine Schwenkachse 16 schwenkbarer Haltestift 14 an einem Halteelement 15 gelagert. Im Zuge der Montage lässt sich die Feder 8 mit dem an die Trommel 4a angeschlossenen Werkzeug 13 um das gewünschte Maß drehen und dann lässt sich die Trommel durch Ausklappen des Stiftes 14 in dieser Stellung arretieren, denn der Stift 14 kann dann in einer Arretierungsausnehmung oder dergleichen der Trommel eingreifen. Dann lässt sich der Seilzug 2a an der Trommel 4a bzw. an dem Segelende 7a fixieren und spannen. Anschließend wird der Haltestift 14 dann wieder weggeklappt, so dass die Trommel frei drehbar ist. Im Übrigen zeigt 4, dass die Träger, insbesondere die Spannträger 6a, 6b als mehrteilige, zum Beispiel zweiteilige Rohrstützen ausgebildet sein können. So ist im unteren Bereich ein Rohrelement als Hauptträgerabschnitt erkennbar, an welchen dann ein die Spannfeder 8 aufnehmendes Rohrelement angeschlossen ist.

Gemäß 3 ist der Antrieb bei dieser ersten Ausführungsform für die Wickelwelle vollständig in die Wickelwelle 2 integriert. Dabei ist der Antrieb 5 als in die Wickelwelle 2 einsetzbarer Rohrantrieb ausgebildet. In 3 ist dabei erkennbar, dass die Wickelwelle 2 an der Stütze 3b an einem Drehlager 17 drehbar gelagert ist. An der Stütze 3a ist die Wickelwelle mit ihrem antriebseitigen Ende an einem Festlager 18 angelenkt. Dieses Festlager 18 bildet gleichsam die Drehmomentstütze für den Antrieb 5. Zur Stellung des Rohrantriebes 5 ist ein Schiebestück 19 vorgesehen. Ferner ist in 3 angedeutet, dass auf der Rohrstütze 3a ein Windmesser 21 angeordnet sein kann.

Eine zweite Ausführungsform der Erfindung ist in den 5 und 6 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist die Wickelwelle 2 mit zumindest einer Spannfeder 8' beaufschlagt, während der Antrieb 5' zum Auf- und Abwickeln der Plane 1 an eine Seiltrommel 4 angeschlossen ist und diese rotierend antreibt. Diese Seiltrommel 4 ist erfindungsgemäß ebenfalls an einem der Träger 3a, 3b, 6a, 6b angeordnet. Im Ausführungsbeispiel ist die Seiltrommel 4 an einem der Wickelwellenträger 3a rotierend befestigt. Die angetriebene Seiltrommel 4 rollt nun den Seilzug 2a, 2b im Zuge des Abwickelns der Plane 1 gegen die Federkraft der Spannfeder 8' auf. Umgekehrt rollt die Seiltrommel 4 den Seilzug 2a, 2b im Zuge des Aufwickelns der Plane 1 unter Entspannung der Feder 8 und folglich mit der Federkraft ab. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Spannfeder 8, welche vollständig in die Wickelwelle 2 integriert sein kann, als Torsionsfeder bzw. Verdrehfeder ausgebildet. Dabei können auch mehrere Torsionsfedern in die Wickelwelle integriert sein. Es kann beispielsweise zweckmäßig sein, jedem Ende der Wickelwelle 3 eine einzige oder auch mehrere Torsionsfedern zuzuordnen. Der Antrieb 5', der auch hier als elektromotorischer Antrieb ausgebildet sein kann, kann im Übrigen vollständig in den Träger, zum Beispiel die Rohrstütze 3a, integriert sein. In dem Ausführungsbeispiel nach den 5 und 6 sind die beiden den Teilplanen 1a, 1b zugeordneten Seilzüge 2a, 2b gleichsam miteinander gekoppelt und vorzugsweise auf einer gemeinsamen, angetriebenen Seiltrommel 4 aufrollbar. Zur Seilführung können dazu entsprechende Umlenkrollen 20 vorgesehen sein.

Auf sichtbare Spannfedern im Bereich der Seilzüge 2a, 2b bzw. der Umlenkrollen 20 kann jedoch auch bei dieser Ausführungsform vollständig verzichtet werden. Die Funktionsweise der zweiten Ausführungsform wird anhand einer vergleichenden Betrachtung der 5 und 6 deutlich. Geht man beispielsweise von der Funktionsstellung nach 6 aus, in der die Teilplanen 1a, 1b im Wesentlichen vollständig auf die Wickelwelle 2 aufgewickelt sind und setzt nun die Seiltrommel 4 über den der Seiltrommel zugeordneten Antrieb 5' in dem Träger 3a in Bewegung, so werden die Seilzüge 2a, 2b auf der Seiltrommel 4 aufgewickelt und dadurch die Teilplanen 1a, 1b von der Wickelwelle 2 entsprechend abgewickelt. Im Zuge des Abwickelns der Teilplanen 1a, 1b von der Wickelwelle 2 wird die in die Wickelwelle 2 integrierte Torsionsfeder 8' entsprechend gespannt, so dass die Planen 1a, 1b stets in einem einwandfrei gespannten Zustand sind. 5 zeigt demgegenüber eine Funktionsstellung mit vollständig abgewickelter und folglich vollständig aufgespannter Plane 1. In diesem Zustand ist die Torsionsfeder 8' in der Wickelwelle 2 maximal gespannt. Dieses hat den Vorteil, dass die von der Spannfeder 8' aufgebrachte Spannkraft im abgewickelten Zustand und folglich aufgespannten Zustand der Plane 1 am größten ist.

Eine mögliche und besonders bevorzugte Anwendung der erfindungsgemäßen Konstruktion zeigen die 7 und 8. Die dort dargestellte Sonnensegel-Anlage setzt sich aus jeweils vier der beschriebenen Sonnensegelvorrichtungen zusammen, die in vorgegebenem Winkel zueinander angeordnet sind. Dabei sind ein erstes Planendach P1 und ein zweites Planendach P2 gleichsam nebeneinander mit fluchtenden bzw. parallelen Wickelwellen 2 zueinander angeordnet. Demgegenüber um 90° versetzt sind ein drittes und ein viertes Planendach P3, P4 angeordnet, wobei die beiden Wickelwellen 2 des dritten und des vierten Planendaches wiederum parallel bzw. fluchtend verlaufen. Sämtliche der vier Planendächer können dabei an einem gemeinsamen zentralen Mittelträger befestigt sein. Diese kreuzartige Anordnung von vier Planendächern ermöglicht die Abdeckung eines besonders großen Bereiches. 8 deutet dabei an, dass im Bereich des zentralen Mittelträgers eine sonnenschirmartige Zentralabdeckung 22 vorgesehen sein kann. Es besteht die Möglichkeit, dass einzelne Träger eine Mehrfachfunktion übernehmen und folglich zugleich mehreren Planendächern bzw. Sonnensegeln zugeordnet sind.


Anspruch[de]
  1. Planendach mit zumindest einer aus zumindest zwei Teilplanen (1a, 1b) bestehenden Plane (1),

    wobei die Teilplanen (1a, 1b) an einer gemeinsamen drehbar gelagerten Wickelwelle (2) befestigt und auf dieser aufwickelbar sind,

    wobei an die Teilplanen (1a, 1b) zumindest ein Seilzug (2a, 2b) angeschlossen ist,

    wobei der Seilzug (2a, 2b) auf zumindest einer drehbar gelagerten Seiltrommel (4, 4a, 4b) aufrollbar ist und

    wobei zumindest ein Antrieb (5, 5') zum Auf- bzw. Abwickeln der Teilplane (1a, 1b) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass

    die Seiltrommel (4, 4a, 4b) und/oder die Wickelwelle (2) mit zumindest einer Spannfeder (8, 8') rotierend beaufschlagt ist,

    wobei der Antrieb (5, 5') (bei federbeaufschlagter Seiltrommel (4a, 4b)) auf die Wickelwelle (2) und/oder (bei federbeaufschlagter Wickelwelle (2)) auf die Seiltrommel (4) wirkt und die Spannfeder (8, 8') im Zuge des Aufwickelns oder des Abwickelns der Teilplanen (1a, 1b) spannt bzw. entspannt.
  2. Planendach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannfeder (8, 8') als Torsionsfeder oder Verdrehfeder ausgebildet ist.
  3. Planendach nach Anspruch 1 oder 2, mit mehreren Stützvorrichtungen (3a, 3b, 6a, 6b) für die Plane (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Seiltrommel (4, 4a, 4b) an einer der Stützvorrichtungen (3a, 3b, 6a, 6b) befestigt und drehbar gelagert ist.
  4. Planendach nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (2) zwischen zwei Wickelwellenstützen (3a, 3b) als Stützvorrichtungen gelagert ist und dass den Planenenden (7a, 7b), an welchen der oder die Seilzüge (2a, 2b) angeschlossen sind, zwei Spannstützen (6a, 6b) als Stützvorrichtungen zugeordnet sind.
  5. Planendach nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützvorrichtungen (3a, 3b, 6a, 6b) als einteilige oder mehrteilige Rohrstützen für eine stehende Montage und/oder für eine Wandmontage ausgebildet sind.
  6. Planendach nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiltrommel (4a, 4b) mit zumindest einer Spannfeder (8) beaufschlagt ist und der Antrieb (5) an die Wickelwelle (2) angeschlossen ist und diese rotierend antreibt,

    wobei die angetriebene Wickelwelle (2) die Plane (1) unter Abrollen des Seilzuges (2a, 2b) gegen die Federkraft aufwickelt und unter Aufrollen des Seilzuges (2a, 2b) durch die Federkraft abwickelt.
  7. Planendach nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannfeder (8) bzw. die Spannfedern zumindest bereichsweise in die Stützvorrichtungen (6a, 6b), zum Beispiel die Rohrstützen, integriert sind.
  8. Planendach nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (5) zumindest bereichsweise in die Wickelwelle (2) integriert ist.
  9. Planendach nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Teilplane (1a, 1b) ein separater Seilzug (2a, 2b) sowie eine separate Seiltrommel (4a, 4b) zugeordnet ist.
  10. Planendach nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (2) mit zumindest einer Spannfeder (8') beaufschlagt ist und der Antrieb (5') an die Seiltrommel (4) angeschlossen ist und diese rotierend antreibt,

    wobei die (angetriebene) Seiltrommel (4) den Seilzug im Zuge des Abwickelns der Plane (1) gegen die Federkraft aufrollt und den Seilzug (2a, 2b) im Zuge des Aufwickelns der Plane (1) unter Entspannung der Feder (8') (bzw. durch die Federkraft) abrollt.
  11. Planendach nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannfeder (8') oder die Spannfedern zumindest bereichsweise in die Wickelwelle (2) integriert sind.
  12. Planendach nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (5'), zumindest bereichsweise, in zumindest eine der Stützvorrichtungen (3a, 3b), zum Beispiel in eine Rohrstütze, integriert ist.
  13. Planendach nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilzüge (2a, 2b) der beiden Teilplanen (1a, 1b) miteinander gekoppelt und vorzugsweise auf einer gemeinsamen, angetriebenen Seiltrommel (4) aufrollbar sind.
  14. Planendach nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (5, 5') als elektromotorischer Antrieb und/oder als handbetätigbarer Antrieb, zum Beispiel mit einer Handkurbel, ausgebildet ist.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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