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Dokumentenidentifikation DE202005012669U1 08.12.2005
Titel Trägervorrichtung zum Zusammenhalten, Transportieren und Handhaben von zusammengehörigen Kleidungsstücken
Anmelder Wingerter, Thomas, 20146 Hamburg, DE;
Mengel, Katrin, 20146 Hamburg, DE
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, Schildberg, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202005012669
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.12.2005
Registration date 03.11.2005
Application date from patent application 11.08.2005
IPC-Hauptklasse A47G 25/60
IPC-Nebenklasse A47G 25/18   D06F 55/00   B65D 85/18   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Trägervorrichtung zum Zusammenhalten, Transportieren und Handhaben von zusammengehörigen Kleidungsstücken, insbesondere Socken oder Strumpfpaaren, mit einem einteiligen, im wesentlichen flachen Tragelement aus elastischem Kunststoff, welches Halteabschnitte aufweist, die durch eine oder mehrere schlitzförmige Öffnungen voneinander getrennt sind derart, dass in die Öffnungen eingebrachte Kleidungsstücke von den Halteabschnitten eingeklemmt werden.

Der Wunsch nach einer Trägervorrichtung der genannten Art beruht auf einem Problem, das in vielen Haushalten bekannt ist. Zusammengehörige Kleidungsstücke, also Kleidungsstücke, die in der Regel gleichzeitig getragen werden, wie zum Beispiel Paare von Strümpfen oder Socken oder Teile einer Unterwäschekombination, sollen immer gemeinsam gehandhabt werden. Dies betrifft die Aufbewahrung nach dem Tragen, das Waschen, das Trocknen und die anschließende Lagerung der Kleidungsstücke. Sofern die zusammengehörigen Kleidungsstücke nicht miteinander verbunden sind, werden sie unter Umständen bei jedem der genannten Vorgänge voneinander getrennt. Vor dem erneuten Tragen müssen die zusammengehörigen Teile also wieder zusammengebracht werden. Da beispielsweise bei der Wäsche häufig eine Vielzahl ähnlicher Kleidungsstückpaare gleichzeitig gehandhabt wird, bedeutet dieses Sortieren einen erheblichen Arbeitsaufwand. Um diesen Aufwand zu vermeiden, können Trägervorrichtungen verwendet werden, mit denen jeweils zusammengehörige Kleidungsstücke immer dann, wenn sie nicht getragen werden, zusammengehalten werden können. Es ist bereits eine Reihe derartiger Trägervorrichtungen bekannt.

So offenbart WO 98/23806 ein einteilig aus elastischem Kunststoffmaterial gefertigtes Element, das einen eiförmigen Rahmen aufweist, an dem im Inneren eine eiförmige Zunge über einen Steg angeformt ist, die den Innenraum des Rahmens bis auf einen umlaufenden Spalt ausfüllt. Die zusammenzuhaltenden Teile werden zwischen Zunge und Rahmenabschnitten eingeklemmt.

Aus EP 0 918 900 B1 ist eine weitere Trägervorrichtung bekannt, die eine ähnliche geometrische Ausbildung besitzt. Um die Klemmwirkung zu erhöhen, ist die Innen liegende Zunge jedoch in einem Winkel zur Ebene des Rahmens angeordnet.

Aus DE 103 14 850 A1 ist eine weitere Trägervorrichtung bekannt, die zwei im wesentlichen längliche, gleich gerichtete und beabstandete äußere Halteabschnitte aufweist sowie einen mittleren länglichen Haltabschnitt, der mit den äußeren Halteabschnitten jeweils einen Zwischenraum bildet, wobei die Halteabschnitte an einem Ende über einen quer verlaufenden Steg miteinander verbunden sind, und die Zwischenräume längliche Schlitze bilden, die an den dem Steg gegenüberliegenden Enden offen sind. Durch diese Formgebung wird das Einführen der zusammengehörigen Kleidungsstücke erleichtert und gleichzeitig eine besonders hohe Klemmwirkung erzielt.

Ein Problem, das bei allen genannten Trägervorrichtungen auftreten kann, sind unangenehme Gerüche, die sich durch lange Lagerung in einem Schrank oder infolge des Tragens der Kleidungsstücke einstellen können.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, derartigen Gerüchen entgegenzuwirken.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Parfümierung des verarbeiteten Kunststoffs der Trägervorrichtung. Die Parfümierung besteht dabei darin, den Kunststoff der Trägervorrichtung mit geeigneten Duftstoffen zu versehen, die dann über einen längeren Zeitraum abgegeben werden.

Eine Ausgestaltung einer solchen Trägervorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Duftstoffe in den Kunststoff eingearbeitet sind. Zur Einarbeitung des Duftstoffes werden zwei Batches eines Kunststoffgranulats verwendet, von denen eins mit dem Duftstoff vermischt ist. Die beiden Batches werden dann miteinander vermischt. Die entstehende Granulatmischung kann in konventioneller Weise, z. B. im Spritzgußverfahren, weiterentwickelt werden.

Eine Alternative stellt das in DE 37 21 916 A1 offenbarte Verfahren dar, das ebenfalls geeignet ist, um Kunststoffe dauerhaft mit Duftstoffen zu versehen.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die Duftstoffe in Form einer Beschichtung aufzubringen. Diese Beschichtung kann beispielsweise in Form einer Folie, die mit Duftstoffen versehen ist, ausgeführt werden.

Dieselbe Zielrichtung verfolgt eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Duftstoffe in einen weiteren Kunststoff eingearbeitet sind, der als Beschichtung auf die Trägervorrichtung aufgebracht wird. Das Einarbeiten des Duftstoffs in diesen weiteren Kunststoff kann wieder mit dem oben beschriebenen Verfahren erfolgen.

Ein weiteres Problem der bekannten Trägervorrichtungen ist, dass zusammengehörige Wäschestücke unterschiedlicher Art, beispielsweise in unterschiedlichen Größen, nicht immer einfach auseinanderzuhalten sind. Dies gilt besonders bei schlechten Lichtverhältnissen, wie sie häufig in einem Kleiderschrank, einem Wäschekorb, der Trommel einer Waschmaschine oder eines Trockners oder in einer dunklen Waschküche vorherrschen.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Trägervorrichtung so auszubilden, dass sie auch bei schwierigen Lichtverhältnissen einfach zu erkennen ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Trägervorichtung, die mit einem fluoreszierenden Stoff versehen ist. Die Fluoreszenz sorgt dafür, dass die Trägervorrichtung im Dunkeln leuchtet. Das Leuchten kann dabei in unterschiedlichen Farben erfolgen, so dass unterschiedliche zusammengehörige Kleidungsstücke, die beispielsweise von verschiedenen Personen getragen werden, anhand der unterschiedlich leuchtenden Trägervorrichtungen auch bei schlechten Lichtverhältnissen sofort auseinander zu halten sind.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, den fluoreszierenden Stoff in den Kunststoff der Trägervorrichtung einzuarbeiten. Dies kann mit dem gleichen Verfahren erfolgen, wie oben bei der Einarbeitung eines Duftstoffes beschrieben. Es kann eine gleichmäßige Leuchtkraft der gesamten Trägervorrichtung erzielt werden. Gleichzeitig kann der gesamte Fertigungsvorgang, abgesehen von der Wahl des verwendeten Kunststoffs, in der gleichen Weise erfolgen, wie bei einer herkömmlichen Trägervorrichtung aus nicht fluoreszierendem Kunststoff.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Kunststoff eine fluoreszierende Beschichtung aufweist. Diese Beschichtung kann beispielsweise in Form einer Folie aufgebracht werden. Die fluoreszierende Beschichtung kann die Trägervorrichtung sowohl auf einer Seite oder auch auf beiden Seiten vollständig bedecken, oder auch nur jeweils einen Teil der Trägervorrichtung mit einer Leuchtkraft versehen. Es können auch unterschiedliche Farben Verwendung finden oder Muster aus unterschiedlichen Farben gebildet werden.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es auch vorgesehen, den fluoreszierenden Stoff in Form eines weiteren Kunststoffteils zu verarbeiten, und diesen mit der Trägervorrichtung zu verbinden. Dadurch können ebenfalls selbst leuchtende Markierungen in unterschiedlicher Form und Farbe entstehen.

Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass durch Hinzufügen weiterer technischer Merkmale die Vorteile einer Trägervorrichtung der genannten Art noch weiter vergrößert werden können. Der Zweck der Vorrichtung beschränkt sich nicht länger nur auf die eigentliche Funktion der Vorrichtung, die in dem Zusammenhalten der zusammengehörigen Kleidungsstücke besteht, sondern kann auch zusätzliche Funktionen erfüllen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Die einzige Figur zeigt die Frontansicht einer Trägervorrichtung nach der Erfindung.

In der Figur ist ein einteiliges Tragelement 100 dargestellt, das aus einem geeigneten elastischen Kunststoffmaterial hergestellt ist. Vor seiner Formgebung ist der Kunststoff mit einem Duftstoff versehen und zusätzlich mit einem granularen, fluoreszierenden Stoff vermischt worden. Es sind dazu drei Batches eines Kunststoffgranulats verarbeitet worden, von denen eines zuvor mit dem Duftstoff und ein weiteres mit dem fluoreszierenden Stoff vermischt worden ist. Der Anteil der mit dem Duftstoff bzw. mit dem fluoreszierenden Stoff versehenen Batches am Granulat beträgt jeweils 10 bis 15 %.

Das Kunststoffteil ist im wesentlichen flach. Das Tragelement 100 weist zwei flügelartige äußere Halteabschnitte 102, 104 auf, zwischen denen ein mittlerer Halteabschnitt 106 anordnet ist. Die Abschnitte 102, 106 werden durch einen Verbindungssteg 108 an einem Ende miteinander verbunden. Wie zu erkennen, liegen die äußeren Kanten der Abschnitte 102, 104 und des Steges 108 annähernd auf einem gemeinsamen Kreis, dessen Mittelpunkt auf der Längsachse des mittleren Halteabschnitts 106 liegt. Schlitze 110 und 112 zwischen den Halteabschnitten haben bedingt durch den Verlauf ihrer Kanten eine keulenförmige Kontur mit abgeknicktem „Griff". Der Steg 108 hat auf der äußeren Seite eine Ausnehmung 134, die nach außen durch einen Stegabschnitt 136 begrenzt ist mit einem Hakenabschnitt 138, der einen Engquerschnitt bildet. Die Ausnehmung 134 dient zum Aushängen des Tragelements 10 an einem Draht, einer Leine oder dergleichen.


Anspruch[de]
  1. Trägervorrichtung zum Zusammenhalten, Transportieren und Handhaben von zusammengehörigen Kleidungsstücken, insbesondere Socken- oder Strumpfpaaren, mit einem einteiligen, im wesentlichen flachen Tragelement aus elastischem Kunststoff, welches Halteabschnitte aufweist, die durch eine oder mehrere schlitzförmige Öffnungen voneinander getrennt sind derart, daß in die Öffnungen eingebrachte Kleidungsstücke von den Halteabschnitten eingeklemmt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Kunststoff mindestens in einem Bereich mit einem Duftstoff versehen ist.
  2. Trägervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Duftstoff in den Kunststoff eingearbeitet ist.
  3. Trägervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Duftstoff in Form einer Beschichtung aufgebracht ist.
  4. Trägervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Duftstoff in einen weiteren Kunststoff eingearbeitet sind, der mit der Trägervorrichtung verbunden ist.
  5. Trägervorrichtung zum Zusammenhalten, Transportieren und Handhaben von zusammengehörigen Kleidungsstücken, insbesondere Socken- oder Strumpfpaaren, mit einem einteiligen, im wesentlichen flachen Tragelement aus elastischem Kunststoff, welches Halteabschnitte aufweist, die durch eine oder mehrere schlitzförmige Öffnungen voneinander getrennt sind derart, daß in die Öffnungen eingebrachte Kleidungsstücke von den Halteabschnitten eingeklemmt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Kunststoff in mindestens einem Bereich mit einem fluoreszierenden Stoff versehen ist.
  6. Trägervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der fluoreszierende Stoff in den Kunststoff eingearbeitet ist.
  7. Trägervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Kunststoff eine fluoreszierende Beschichtung aufweist.
  8. Trägervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Kunststoff mit einem weiteren, mit einem fluoreszierenden Stoff versehenen Kunststoff verbunden ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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