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Dokumentenidentifikation DE10123325B4 15.12.2005
Titel Übertragungszylinder einer Druckmaschine
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Holm, Helmut, 97250 Erlabrunn, DE
DE-Anmeldedatum 12.05.2001
DE-Aktenzeichen 10123325
Offenlegungstag 21.11.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.12.2005
IPC-Hauptklasse B41F 30/04
IPC-Nebenklasse B41N 10/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Übertragungszylinder einer Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei der EP 06 19 780 B1 ist ein mit einem ferromagnetischen Trägerblech verbundenes Drucktuch auf einem magnetischen Drucktuchzylinder befestigt. Dabei sind am Anfang und Ende des Trägerbleches am Trägerblech seitlich befestigte, gelochte Laschen mit zylinderfesten Stiften in Eingriff. Hierbei sind zusätzlich Laschen notwendig.

Die US 57 40 738 A offenbart ein hülsenförmiges Gummituch mit geteilter Trägerhülse. Die Trägerhülse weist an ihrer Seitenkante eine Aussparung auf, die mit einem Registerstift zusammenwirkt. Hierbei kann nur eine Seite exakt positioniert werden, was bei der Hülse auch ausreichend ist. Ein Wandern der Hülse in axialer Richtung wird durch den Stift nicht verhindert.

Die DE 28 03 908 A1 beschreibt eine Gummitucheinheit, deren Trägerplatte an einem Ende Lochungen aufweist. Durch diese Lochungen ist der druckende Bereich stark eingeschränkt.

Die US 38 82 775 A zeigt eine Druckplatte, deren vorlaufendes und nachlaufendes Ende stirnseitig Ausnehmungen aufweist, die jeweils mit einem gemeinsamen Registerstift zusammenwirken.

Die EP 02 36 741 A2 zeigt einen Plattenzylinder, mit versenkbaren Registerstiften, die in Aussparungen eines Endes einer Druckplatte eingreifen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Übertragungszylinder einer Druckmaschine zu schaffen, bei dem Anfang und Ende einer Gummitucheinheit einfach positioniert werden können und gleichzeitig eine möglichst große unterbrechungslose Druckfläche in Umfangsrichtung erreicht wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die Drucktucheinheit mittels einer einfachen technischen Lösung durch Registeranschläge ausgerichtet und rutschfest auf der Mantelfläche des Übertragungszylinders positioniert ist.

Ein Wandern des Drucktuchträgers in Umfangsrichtung oder in achsparalleler Richtung des Übertragungszylinders ist ausgeschlossen. Durch die Erfindung wird das Anbringen von aufwendigen Befestigungselementen am Trägerblech vermieden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1 die Draufsicht auf ein Ende eines Übertragungszylinders in einer Teildarstellung;

2 einen Schnitt II–II nach 1.

Ein Übertragungszylinder 01 einer Rotationsdruckmaschine besteht aus einem rotationssymmetrischen Drucktuchzylinderkörper 02, in dessen Mantelfläche 03 bekannterweise voneinander beabstandete Magnete 04, z. B. Dauermagnete 04, angeordnet sind. Auf die Mantelfläche 03 ist eine Gummitucheinheit 06 aufbringbar, die aus einem ferromagnetischen Drucktuchträger 07, z. B. einer Trägerplatte 07, und einem auf diesem unlösbar befestigten, z. B. aufgeklebten, Drucktuch 08, z. B. Gummituch 08, besteht.

Die Trägerplatte 07 weist eine größere Breite a auf gegenüber einer Breite b des Gummituches 08. Die Trägerplatte 07 hat im Bereich ihrer linken und rechten Seitenkanten 09 jeweils zumindest eine Aussparung 11, welche z. B. U-förmig zur jeweiligen Seitenkante 09 hin geöffnet ist. In diese Aussparung 11 greift formschlüssig ein zylinderkörperfestes Formstück 12, z. B. ein Registerstein 12, ein. Dieser Registerstein 12 ist jeweils in einer Nut 13 des Drucktuchzylinderkörpers 02 befestigt, z. B. mittels Schrauben 14, und ragt mit seiner Kontur über die Mantelfläche 03 des Drucktuchzylinderkörpers 02 hinaus.

Die Aussparung 11 sowie die Kontur des Registersteines 12 sind vorzugsweise rechteckförmig ausgebildet und befinden sich in der Nähe des Anfanges 16 sowie des unmittelbar benachbarten Endes 17, an der Stoßstelle 18 der Gummitucheinheit 06, und zwar so, dass Anfang 16 und Ende 17 etwa jeweils die Hälfte der Aussparung 11 bilden.

Es ist von Vorteil, wenn das in Drehrichtung C des Übertragungszylinders 01 gesehene, an der Gummitucheinheit 06 befindliche Teil der Aussparung 11 geringfügig, d. h. um ein Maß d, z. B. 0,5 mm größer ist als eine Breite e des Registersteins 12. Dadurch wird es möglich, dass sich das Gummituch 08 im Bereich der Stoßstelle 18 zwischen Anfang 16 und Ende 17 ausgleichend bewegen kann und somit schädliche Wirkungen einer Walkarbeit vermieden werden.

Die Trägerplatte 07 bildet mit dem Registerstein 12 somit in Axialrichtung des Übertragungszylinders 01 eine Stoßstelle 19 und in Umfangsrichtung eine Stoßstelle 21.

01Übertragungszylinder 02Drucktuchzylinderkörper (01) 03Mantelfläche (01) 04Magnet, Dauermagnet 05 06Gummitucheinheit (03) 07Drucktuchträger, Trägerplatte (06) 08Drucktuch, Gummituch (07) 09Seitenkante (07) 10 11Aussparung (07) 12Formstück, Registerstein (02) 13Nut (02) 14Schraube 15 16Anfang (06) 17Ende (06) 18Stoßstelle (16; 17) 19Stoßstelle, axial (07; 12) 20 21Stoßstelle, Umfang (07; 12) CDrehrichtung (01) aBreite (07) bBreite (08) dMaß (11) eBreite (12)

Anspruch[de]
  1. Übertragungszylinder einer Druckmaschine mit einer Gummituch (08) und eine Trägerplatte (07) aufweisenden Gummitucheinheit (06), wobei der Übertragungszylinder (01) einen Registerstein (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Trägerplatte (07) der Gummitucheinheit (06) jeweils im Bereich am Anfang (16) und am Ende (17) jeder ihrer beiden Seitenkanten (09) eine Aussparung (11) aufweist, wobei die beiden Aussparungen (11) einer Seitenkante (09) mit einem einzigen Registerstein (12) zusammenwirken, und dass die Gummitucheinheit (06) magnetisch auf dem Übertragungszylinder (01) gehalten ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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