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Dokumentenidentifikation DE102004003907B4 15.12.2005
Titel Klips
Anmelder Adam Opel AG, 65428 Rüsselsheim, DE
Erfinder Kunze, Jörg, 65428 Rüsselsheim, DE;
Stallbohm, Danny, 65549 Limburg, DE
DE-Anmeldedatum 27.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004003907
Offenlegungstag 18.08.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.12.2005
IPC-Hauptklasse F16B 19/00
Zusammenfassung Ein Klips, insbesondere zur Befestigung von Leitungen in einem Kraftfahrzeug, umfasst einen mindestens zwei gegenüberliegende Rastmittel (4) aufweisenden Steckbereich (3) zur Verrastung in einer Aufnahme, auf der sich ein Gegenlager (17) des Klips (1) abstützt. An der Unterseite des Gegenlagers (17) ist ein Mittensteg (22) angeformt, von dessem Ende beidseitig die Rastmittel (4) in Richtung des Gegenlagers (17) V-förmig abgehen, wobei den Rastmitteln (4) Betätigungsmittel (6) zum Lösen der Verrastung zugeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Klips, insbesondere zur Befestigung von Leitungen in einem Kraftfahrzeug, mit einem mindestens zwei gegenüberliegende Rastmittel aufweisenden Steckbereich zur Verrastung in einer Aufnahme, auf der sich ein Gegenlager des Klipses abstützt, wobei den Rastmitteln Betätigungsmittel zum Lösen der Verrastung zugeordnet sind.

In der Kraftfahrzeugindustrie wird ein derartiger Klips beispielsweise zum karosserieseitigen Befestigen eines Kabelbinders zur Zusammenfassung elektrischer Leitungen zu einem Kabelbündel benutzt. Der Kabelbinder ist hierzu entweder an einem Kopfbereich des Klipses angeformt oder an diesem befestigt Der Klips wird mit seinem Steckbereich in eine zugeordnete Aufnahme, z.B. eine Öffnung in einem Blech, gesteckt und mittels der Rastmittel festgelegt, indem die Rastmittel eine Kante der Aufnahme untergreifen.

Der bekannte Klips ist insofern nachteilig, als er aus der Aufnahme bzw. Öffnung nicht mehr ohne Zerstörung lösbar ist. Ein Lösen des Klipses kann aber notwendig werden, wenn z.B. eine Fehlmontage vorliegt oder Reparaturen am Kraftfahrzeug durchgeführt werden müssen, bei denen das Kabelbündel entfernt werden muss, um eine Zugänglichkeit der Reparaturstelle zu erreichen.

Die JP 2003 168 878 A offenbart einen Klips mit einer Kabelschelle, wobei der Klips mit einem mindestens zwei gegenüberliegende Rastmittel aufweisenden Steckbereich zur Verrastung in einer Aufnahme, auf der sich ein Gegenlager des Klipses abstützt, versehen ist. Den Rastmitteln sind Betätigungsmittel zum Lösen der Verrastung zugeordnet. Ein Mittensteg, von dessem Ende beidseitig die Rastmittel in Richtung des Gegenlagers V-förmig abgehen, ist an der Unterseite der Kabelschelle, die versetzt zu dem Klips angeordnet ist, angeformt. Das Gegenlager umfasst zwei seitlich oberhalb des Klipses angeordnete Arme, die von als Betätigungsmittel dienenden Seitenstegen abgehen, wobei die Seitenstege parallel zu dem Mittensteg verlaufend ebenfalls mit der Kabelschelle verbunden sind. Von einem Anbindungsbereich der Arme des Gegenlagers mit den jeweiligen Seitenstegen gehen Rastmittel ab, die endseitig mit dem Mittensteg verbunden sind. Durch ein Zusammendrücken der Seitenstege werden die Rastmittel entsprechend verformt und der Klips kann der Aufnahme entnommen werden.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Klips der eingangs genannten Art zu schaffen, der mit einfachen Mitteln ohne Zerstörung des Klips oder damit verbundener Komponenten aus einer Aufnahme lösbar ist, und der einen kompakten Aufbau aufweist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass an der Unterseite des Gegenlagers ein Mittensteg angeformt ist, von dessem Ende beidseitig die Rastmittel in Richtung des Gegenlagers V-förmig abgehen, wobei sich die Betätigungsmittel durch Öffnungen des Gegenlagers erstrecken.

Damit wird ein Klips zur Verfügung gestellt, der in einfacher Weise aus seiner kraftformschlüssigen Verbindung mit der Aufnahme lösbar ist, indem durch eine Beaufschlagung der Betätigungsmittel die Rastmittel außer Eingriff mit der Aufnahme gelangen, wodurch der Klips einfach aus der Aufnahme herausgezogen werden kann. Darüber hinaus werden die Betätigungsmittel in den Öffnungen des Gegenlagers geführt.

In Ausgestaltung der Erfindung sind die Rastmittel als federnde Rastarme ausgeführt, an die sich die als Lösungstasten ausgebildeten Betätigungsmittel einstückig anschließen. Hierbei ist zweckmäßigerweise jeweils im Übergang zwischen dem Rastarm und dem Betätigungsmittel eine Rastkante ausgebildet. Bevorzugt erstrecken sich die Betätigungsmittel ausgehend von den Rastarmen in einem ersten Abschnitt parallel zu dem Mittensteg und in einem zweiten Abschnitt abgewinkelt von dem Mittensteg nach außen. Somit sind die einstückig mit den Rastmitteln verbundenen Betätigungsmittel des im Spritzgussverfahren aus einem Kunststoff kostengünstig hergestellten Klipses leicht zugänglich. Zum Lösen der Rastverbindung werden die Betätigungsmittel lediglich mit einer Kraft in Richtung des Mittensteges beaufschlagt.

Vorzugsweise weisen die freien Enden des C-förmig ausgebildeten Gegenlagers in Richtung des Steckbereichs. Das Gegenlager stellt eine sichere Fixierung des Klipses und einen Toleranzausgleich der Dicke der Aufnahme sicher.

Zur Befestigung eines Kabelbinders ist nach einer Weiterbildung auf der Oberseite des Gegenlagers ein Kopfbereich mit einer Öffnung angeformt. Der Kabelbinder kann durch die Öffnung geschlauft werden, um die Leitungen an dem Klips und damit karosserieseitig zu befestigen. Alternativ ist auf der Oberseite des Gegenlagers ein Kabelbinder einstückig angeformt.

Somit wird ein Klips zur Verfügung gestellt, der durch einfaches Betätigen der Betätigungsmittel aus der Aufnahme lösbar ist, ohne dass der Klips selbst, ein damit verbundener Kabelkanal oder eine vergleichbare Komponente zerstört wird. Dies wirkt sich äußerst vorteilhaft auf mögliche Reparaturarbeiten aus, da durch das Entfernen des Klipses und des damit verbundenen Kabelbündels eine Reparaturstelle in diesem Bereich leicht zugänglich gemacht werden kann. Zudem werden Kosten eingespart, da der Klips nach seinem Lösen aus der Aufnahme wieder verwendet werden kann.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

1 eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Klipses,

2 eine perspektivische Darstellung des Klipses nach 1,

3 eine Seitenansicht des Klipses nach 1 und

4 eine Draufsicht auf den Klips nach 1.

In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen, weswegen diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.

Der Klips 1 ist zur Befestigung von Leitungen in einem Kraftfahrzeug, beispielsweise mittels eines Kabelbinders, geeignet und weist einen mit einer eine Öffnung 8 versehenen Kopfbereich 2 sowie einen dem Kopfbereich 2 gegenüberliegenden Steckbereich 3 mit Rastmitteln 4 auf. Der Steckbereich 3 ist in eine entsprechende Aufnahme, z.B. in einem Karosserieteil oder in einem Kabelkanal des Kraftfahrzeuges einsteckbar und mittels der Rastmittel 4 kraftformschlüssig festlegbar. Den Rastmitteln 4 sind Betätigungsmittel 6 derart zugeordnet, dass die Rastmittel 4 bei einer Beaufschlagung der Betätigungsmittel 6 die kraftformschlüssige Verbindung aufheben, um den Steckbereich 3 und somit den zu einer Längsachse Y-Y symmetrisch ausgestalteten Klips 1 aus der Aufnahme zu lösen.

Der Kopfbereich 2 des Klipses 1 ist im Querschnitt im Wesentlichen quadratisch ausgebildet und mit der in zwei ineinander übergehende Öffnungsbereiche 9, 11 aufgeteilten Öffnung 8 versehen. Der an den Steckbereich 3 grenzende erste Öffnungsbereich 9 der Öffnung 8 verjüngt sich über einen schrägen Übergang 12 zu dem zweiten Öffnungsbereich 11. Eine Seitenwand 13 des Kopfbereichs 2 verläuft an einer Seite 14 ausgehend vom freien Ende des Kopfbereichs 2 zunächst vertikal und anschließend schräg nach außen zu dem Steckbereich 3 und die andere der Seite 14 gegenüberliegende Seitewand 16 ist parallel zur Längsachse Y-Y des Klipses 1 ausgerichtet. Zwischen dem Kopfbereich 2 und dem Steckbereich 8 ist ein verbreitertes Gegenlager 17 mit einem C-förmigen Querschnitt ausgeformt, dessen mit einer Verdickung 19 versehenen freien Enden 18 in Richtung des Steckbereichs 2 orientiert sind. Das Gegenlager 17 weist beidseitig eine im Wesentlichen quadratische Öffnung 21 auf.

Von der Unterseite des Gegenlagers 17 geht ein vertikaler Mittensteg 22 des Steckbereichs 3 ab, an dessen dem Gegenlager 17 gegenüberliegenden Ende die als federnde Rastarme 24 ausgestalteten Rastmittel 4 angeformt sind, die sich V-förmig in Richtung des Gegenlagers 17 erstrecken. An jeden Rastarm 24 schließt sich das als Lösungstaste dienende Betätigungsmittel 6 an, das sich zunächst parallel zur Längsachse Y-Y und damit parallel zum Mittensteg 22 erstreckt und anschließend in seinem weiteren Verlauf derart abgewinkelt ist, dass es durch die Öffnung 21 des Gegenlagers 17 ragt. Im Übergang zwischen dem Rastarm 24 und dem Betätigungsmittel 6 ist außenseitig eine Rastkante 27 ausgebildet.

Wird nun der Klips 1 mit seinem Steckbereich 3 in die Aufnahme gedrückt, dann gleiten die Rastarme 24 an einer zugeordneten Kante der Aufnahme entlang, wodurch sie in Richtung der Längsachse Y-Y gedrückt werden. Nachdem die Rastkanten 27 die Kante der Aufnahme passiert haben, federn die Rastarme 24 in ihre Ausgangsposition zurück und die Rastkanten 27 untergreifen die Kante der Aufnahme. Gleichzeitig legen sich die freien Enden des Gegenlagers 17 mit ihrer Verdickung 19 auf der Oberseite eines mit der Aufnahme versehenen Bauteils unter Vorspannung auf, um den Klips 1 sicher zu fixieren. Zum Ausgleich von Dickentoleranzen des Bauteils ist das Gegenlager 17 leicht nachgiebig ausgestaltet.

Zum Lösen der Rastverbindung werden die freien Enden der Betätigungsmittel 6 in Richtung der Pfeile 31 beaufschlagt. Hierbei ist es ausreichend, die Betätigungsmittel 6 mittels Fingern einer Hand an ihren freien Enden 29 in Richtung der Längsachse Y-Y zu drücken. Dabei gelangen die mit den Betätigungsmitteln 6 starr verbundenen Rastarme 24 mit ihren Rastkanten 27 außer Eingriff mit der Kante der Aufnahme und der einstückig aus einem Kunststoff hergestellte Klips 1 ist einhändig zerstörungsfrei aus der Aufnahme zu entnehmen.

1Klips 2Kopfbereich 3Steckbereich 4Rastmittel 5 6Betätigungsmittel 7 8Öffnung 9erster Öffnungsbereich 10 11zweiter Öffnungsbereich 12Übergang 13Seitenwand 14Seite 15 16Seite 17Gegenlager 18 19Verdickung 20 21Öffnung 22Mittensteg 23freies Ende v. 3 24Rastarm 25 26 27Rastkante 28freies Ende v. 24 29freies Ende v. 6 30 31Pfeil

Anspruch[de]
  1. Klips, insbesondere zur Befestigung von Leitungen in einem Kraftfahrzeug, mit einem mindestens zwei gegenüberliegende Rastmittel (4) aufweisenden Steckbereich (3) zur Verrastung in einer Aufnahme, auf der sich ein Gegenlager (17) des Klipses (1) abstützt, wobei den Rastmitteln (4) Betätigungsmittel (6) zum Lösen der Verrastung zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Gegenlagers (17) ein Mittensteg (22) angeformt ist, von dessem Ende beidseitig die Rastmittel (4) in Richtung des Gegenlagers (17) V-förmig abgehen, wobei sich die Betätigungsmittel (6) durch Öffnungen (21) des Gegenlagers (17) erstrecken.
  2. Klips nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel (4) als federnde Rastarme (24) ausgeführt sind, an die sich die als Lösungstasten dienenden Betätigungsmittel (6) einstückig anschließen.
  3. Klips nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils im Übergang zwischen dem Rastarm (24) und dem Betätigungsmittel (6) außenseitig eine Rastkante (27) ausgebildet ist.
  4. Klips nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Betätigungsmittel (6) ausgehend von den Rastarmen (24) in einem ersten Abschnitt parallel zu dem Mittensteg (22) und in einem zweiten Abschnitt abgewinkelt von dem Mittensteg (22) nach außen erstrecken.
  5. Klips nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden des C-förmig ausgebildeten Gegenlagers (17) in Richtung des Steckbereichs (3) weisen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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