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Dokumentenidentifikation DE102004020763B3 15.12.2005
Titel Stützelement und Anordnung zur Abstützung eines Displays gegen ein Gehäuse
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Falkner, Roland, 91220 Schnaittach, DE;
Schweiger, Florian, 93309 Kelheim, DE
DE-Anmeldedatum 27.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004020763
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.12.2005
IPC-Hauptklasse G09F 9/00
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Stützelement (1) und eine Anordnung zur Abstützung eines Displays (2) gegen ein Gehäuse (3), wobei das Stützelement einen Bodenkörper (4) und einen Deckkörper (5) aufweist, welche über einen Seitenkörper (6) aus einem elastischen Material miteinander verbunden sind. Der Deckkörper (5) liegt an dem Display (2) an und der Bodenkörper (4) ist mit dem Gehäuse (3) direkt oder indirekt mechanisch verbunden. Im nicht eingebauten Zustand des Displays (2) in dem Gehäuse (3) befindet sich der Deckkörper (5) in einer gegenüber dem Bodenkörper (4) erhabenen Position, aus welcher er im eingebauten Zustand in Richtung des Bodenkörpers (4) verschoben ist unter gleichzeitiger elastischer Verformung des Seitenkörpers (6). Bei der Anordnung drückt eine Befestigungseinheit (9) mit einer Auflagefläche (10) das Display (2) gegen das Gehäuse (3), wobei zwischen der Auflagefläche (10) und dem Display (2) ein erfindungsgemäßes Stützelement (1) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein elastisches Stützelement zur Abstützung eines Displays gegen ein Gehäuse oder eine Leiterplatte mit einem Deckbereich, der an dem Display anliegt, und einem Bodenbereich, der mit dem Gehäuse oder der Leiterplatte direkt oder indirekt mechanisch verbunden ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Anordnung zur Abstützung eines Displays gegen ein Gehäuse oder eine Leiterplatte, wobei das Display an dem Gehäuse oder der Leiterplatte mit mindestens einer Befestigungseinheit befestigt ist und wobei die Befestigungseinheit mit einer Auflagefläche das Display gegen das Gehäuse drückt.

In der heutigen Zeit werden verstärkt mobile elektronische Geräte mit integrierter Displayanzeige verwendet, so beispielsweise in Form von Navigations-, Audio- oder Multimediageräten in Kraftfahrzeugen oder als tragbare Geräte, wie Laptops, PDA oder Mobilfunkgeräte, im Bereich der mobilen Informationsverarbeitung und Kommunikation. An diese mobilen Anzeigegeräte werden hohe Anforderungen hinsichtlich der Vibrationsfestigkeit gestellt, um deren ausreichende Lebensdauer trotz der gegenüber stationären Anzeigegeräten erhöhten mechanischen Belastung zu gewährleisten. Hohen mechanischen Beanspruchungen unterliegen des Weiteren die im Industrie- und Kraftwerksanlagenbau verwendeten Anzeigegeräte.

Die US 6 608 664 B1 offenbart ein vibrationsfestes LC-Display der eingangs genannten Art, bei dem rahmenförmige elastische Elemente entlang der Kanten der Vorder- und der Rückseite des LC-Panels verlaufen und das LC-Panel gegen ein Gehäuse abstützen.

Bei bisher bekannten Befestigungen einer Displayanzeige innerhalb eines Gerätegehäuses werden vorzugsweise Schraub- oder Klemmverbindungen verwendet, die einen den Randbereich des Displays umfassenden oder das Display insgesamt überdeckenden Rahmen mit übrigen Teilen des Gehäuses verbinden und dabei das Display gegen das Gehäuse pressen bzw. drücken. Um eine ausreichende Vibrationsfestigkeit zu gewährleisten, müssen die Abmessungen des Rahmens möglichst genau an die jeweilige Displaystärke angepasst sein.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die bekannte Art der Befestigung eines Displays in einem Gehäuse unter dem Gesichtpunkt der Vibrationsfestigkeit zu verbessern.

Diese Aufgabe wird mit einem Stützelement nach Anspruch 1 und einer Anordnung nach Anspruch 10 gelöst.

Das erfindungsgemäße Stützelement besteht aus einem Boden-, einem Seiten- und einem Deckkörper, wobei der Seitenkörper aus einem elastischen Material ausgeführt ist und den Boden- und den Deckkörper miteinander verbindet. Im kräftefreien Zustand befindet sich der Deckkörper in einer erhabenen Position gegenüber dem Bodenkörper, d.h. der Seitenkörper stützt den Deckkörper gegenüber dem Bodenkörper nach oben ab. Im eingebauten Zustand des Displays in dem Gehäuse liegt der Deckkörper des Stützelementes an dem Display an, während der Bodenkörper direkt oder indirekt mechanisch mit dem Gehäuse verbunden ist. Der Seitenkörper des Stützelementes wird im eingebauten Zustand durch ein Andrücken des Displays an das Gehäuse elastisch verformt, so dass der Deckkörper in Richtung Bodenkörper verschoben ist. Auf diese Weise wird das Display durch das Stützelement elastisch gegenüber dem Gehäuse abgestützt, was die Übertragung von Vibrationen vom Gehäuse auf das Display reduziert und damit sowohl deren mechanische Beanspruchung als auch die Entwicklung von Vibrationsgeräuschen vermindert.

Die Verwendung eines erfindungsgemäßen Stützelementes mit elastischem Seitenkörper bietet den Vorteil, dass auch bei variierender Displaystärke oder bei Toleranzen in den Gehäuseabmessungen ein ausreichender Anpressdruck und damit eine genügende Vibrationsfestigkeit gewährleistet werden können. Bisher muss bei der Montage von Anzeigegeräten mit der bekannten Befestigungsart beispielsweise unterschieden werden zwischen dem Einbau eines alleinigen Displays und dem Einbau eines Displays inklusive Touchpanel. Die unterschiedlichen Stärken dieser Displays benötigen unterschiedliche Rahmenkonstruktionen, um eine ausreichend stabile Verbindung zum Gehäuse gewährleisten zu können. Das erfindungsgemäße Stützelement kann dagegen ohne Unterschied bei beiden Displayarten verwendet werden, da es sich aufgrund seiner Elastizität an die jeweilige Displaystärke anpasst, was zu einer Reduzierung der Fertigungskosten beiträgt.

Bei der erfindungsgemäßen Anordnung zur Abstützung eines Displays gegen ein Gehäuse wird das Stützelement zwischen dem Display und der Auflagefläche der Befestigungseinheit angeordnet. Als Befestigungseinheit können beispielsweise Klammern oder Halterungen dienen, deren Auflagefläche nur gerade so groß wie die Fläche des bzw. der Deckkörper der Stützelemente sein muss. Diese Halterungen können mit dem Gehäuse verschraubt, verlötet oder verklebt sein oder direkt daran angeformt sein. Die bisher verwendeten Rahmen entfallen dabei vollständig, was nicht nur den Materialbedarf reduziert sondern auch den Platzbedarf der gesamten Displayanordnung.

Grundsätzlich kann das Stützelement beliebig geometrisch ausgestaltet sein. In einer bevorzugten Ausführung ist es als rotationssymmetrischer Körper ausgeformt, d.h. sowohl der Deckkörper als auch der Seiten- und Bodenkörper weisen einen kreisrunden Grundriss auf. Bei dieser Formgestaltung werden die Kräfte gleichmäßig im Stützelement verteilt, d.h. es wird eine gleichmäßige Verformung des Seitenkörpers im eingebauten Zustand gewährleistet. Ähnlich vorteilhaft verhält sich ein Stützelement, das einen polygonförmigen Querschnitt mit hoher Anzahl an Ecken aufweist. Entsprechend der jeweiligen speziellen Anforderungen kann natürlich auch eine Kombination der verschiedenen Querschnittarten gewählt werden.

Je nach der von dem Stützelement aufzunehmenden Anpresskraft sowie der gewünschten Verformbarkeit kann das Stützelement als Vollkörper oder als Hohlkörper ausgeführt sein. Als Hohlkörper kann das Stützelement im Deck- und/oder im Bodenbereich geschlossen sein, was im speziellen Fall bedeutet, dass der Seitenkörper als Hohlkörper und der Deck- und/oder der Bodenkörper als Vollkörper ausgeführt sind.

Deckkörper und Bodenkörper können aus einem unelastischen Material sein, werden aber bevorzugt aus demselben elastischen Material ausgeführt wie der Seitenkörper, um die Material- und Produktionskosten gering zu halten. Als elastische Materialien eignen sich insbesondere kunststoffelastische Materialen, wie beispielsweise Silikon, die einfach zu verarbeiten sind.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist das Stützelement als Teil einer Schaltmatte ausgeführt. Schaltmatten kommen insbesondere bei mit einem Bedienteil versehenen elektronischen Geräten zum Einsatz, um die Betätigung von Bedienknöpfen, wie Drucktasten oder Kippschaltern, in elektrische Signale umzusetzen. Die Schaltmatten werden im allgemeinen durch Vulkanisieren aus kunststoffelastischem Material hergestellt. Eine zusätzliche Ausformung eines oder mehrerer erfindungsgemäßer Stützelemente aus dieser Schaltmatte verursacht kaum weiteren Aufwand. Die Verwendung einer Schaltmatte mit integriertem Stützelement ist also insbesondere bei elektronischen Geräten von Vorteil, die sowohl mit einem Display als auch mit Bedienelementen versehen sind, da damit die Funktionen der Erfassung der Schaltbetätigungen sowie der Abstützung des Displays in einem einzigen Bauteil integriert sind. Somit entfallen nicht nur zusätzliche Bauteile sondern es sind auch weniger Arbeitsschritte bei der Montage von Display und Gehäuse erforderlich.

In einer besonderen Ausgestaltung werden lediglich der Seiten- und der Deckkörper aus der Schaltmatte ausgeformt, während der Bodenkörper dem den Seitenkörper umgebenden Teil der Schaltmatte entspricht, d.h. der Bodenkörper wird nicht extra ausgeformt sondern ist Teil der Schaltmattengrundfläche.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung ist die Schaltmatte, in der das Stützelement integriert ist, auf einer Leiterplatte aufgebracht, welche selbst als Teil einer Befestigungseinheit zum Befestigen des Displays dient. Über diese Leiterplatte, welche beispielsweise mit dem Gehäuse verschraubt oder verklemmt sein kann, wird demnach eine indirekte mechanische Verbindung zwischen dem Stützelement und dem Gehäuse hergestellt. Das Stützelement liegt dabei mit seinem Bodenkörper auf der Leiterplatte auf. Diese Ausgestaltung bietet den Vorteil, das zusätzliche Bauteile zur Befestigung des Stützelementes, wie die beispielhaft genannten verschraubten Halterungen, entfallen, da die Leiterplatte ohnehin im Gehäuse befestigt sein muss.

Bevorzugt drückt die Leiterplatte das Display von seiner Rückseite her gegen das Gehäuse und dabei insbesondere gegen eine mit einer Blendenöffnung versehene Frontpartie des Gehäuses. Alternativ kann das Stützelement auch in einem Seitenbereich oder in einem nicht sichtbaren Front- bzw. Randbereich des Displays angeordnet sein.

In dem Fall, dass in das Gehäuse des elektronischen Gerätes auch Bedienelemente integriert sind, reicht die Schaltmatte vorteilhafterweise mit mindestens einem Seitenbereich über die Fläche des Displays hinaus und weist in diesem Seitenbereich elektrisch leitfähige Kontaktflächen auf, die von den Bedienelementen betätigbar sind. Die Bedienelemente können bei dieser Ausgestaltung direkt neben dem sichtbaren Bereich des Displays, also neben der Blendenöffnung in der Frontpartie des Gehäuses, angeordnet werden, wodurch sich eine kompakte, Platz sparende Anordnung ergibt.

Zur weiteren Verbesserung der Stabilität der erfindungsgemäßen Anordnung ist in einer besonderen Ausgestaltung auf der Rückseite der Frontpartie des Gehäuses ein starr ausgeführtes Positionierungselement angebracht, gegen welches das Display mit einer ersten Seitenkante gedrückt wird. Auf diese Weise ist die genaue Position des Displays hinter der Blendenöffnung in einer Richtung festgelegt. Verwendet man ein zweites starres Positionierungselement und ordnet dieses so auf der Rückseite der Frontpartie des Gehäuses an, dass das Display mit einer weiteren Seitenkante dagegen drückt, so wird auch eine weitere Bewegungsrichtung des Displays eingeschränkt. Bei senkrecht zueinander angeordneten Positionierungselementen und einem rechtwinkligen Display ist die Position des Displays bereits genau festgelegt, so dass die Blendenöffnung dann so groß wie möglich gewählt werden kann, ohne dass ein unerwünschtes Sichtbarwerden nicht beleuchteter und damit nicht zur eigentlichen Anzeigefläche gehörender Bereiche des Displays befürchtet werden muss.

Diese Ausgestaltung kann noch verbessert werden, indem zusätzlich zu dem bzw. den starr ausgeführten Positionierungselementen ein elastisches Positionierungselement auf der Rückseite der Frontpartie des Gehäuses angebracht wird. Dieses wird so angeordnet, dass das Display mit einer weiteren, im Fall nur eines starren Positionierungselementes, mit einer zweiten Seitenkante gegen das elastische Positionierungselement drückt. Wählt man eine dem starren Positionierungselement gegenüberliegende Seitenkante, so wird das Display zwischen einem starren und einem elastischen Positionierungselement eingeklemmt. Damit wird neben der genauen Positionierung hinter der Blendenöffnung ein besonders sicherer Halt in dieser Richtung gewährleistet. Wählt man bei einem rechteckförmigen Display noch ein weiteres elastisches Positionierungselement und ordnet dieses in rechtem Winkel zu dem ersten elastischen Positionierungselement an, so wird das Display in den Bewegungsrichtungen parallel zur Rückseite der Frontpartie des Gehäuses fest fixiert und sicher gehalten.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Ausführungsbeispiele und der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 bekannte Anordnung zur Abstützung eines Displays gegen ein Gehäuse mittels Rahmen;

2 zwei Ausgestaltungen eines Stützelementes;

3 Anordnung aus Gehäuse, Display, Schaltmatte mit integrierten Stützelementen und Leiterplatte;

4 Rückseite einer Frontpartie mit Positionierungselementen;

5 Explosionsdarstellung eines elektronischen Gerätes.

In 1 ist eine bekannte Anordnung zur Abstützung eines Displays 24 (dunkelgrau) gegen ein Gehäuse 25 (schwarz) mit Hilfe eines Rahmens 26 (hellgrau) zu sehen. Der Rahmen 26 ist an einigen Stellen durchbrochen, weshalb Teile des Displays 24 sichtbar sind. Der Rahmen 26 bedeckt ansonsten vollständig die Rückseite des Displays 24 und ist an zwei Stellen 27 mit dem Gehäuse 25 verschraubt.

In den 2a bis 2c sind zwei mögliche Ausgestaltungen eines Stützelementes 1 dargestellt. 2a zeigt dabei den identisch aussehenden, jeweils an der Achse A entstehenden Querschnitt der in den 2b und 2c in ihrer Draufsicht abgebildeten Ausführungsformen eines Stützelementes 1. Zu erkennen sind jeweils der Bodenkörper 4, der Seitenkörper 6 und der Deckkörper 5. In der Ausgestaltung nach 2b ist der Deckkörper 5 als sehr kurzer Vollzylinder ausgeführt. An dessen Unterseite schließt sich ein Hohlkörper in Form eines Kegelstumpfes an, welcher den Seitenkörper 6 bildet. Dieser geht über in einen kreisringförmigen Bodenkörper 4, der ebenso wie der Deckkörper 5 als Vollkörper ausgebildet ist.

Einen gleichen Querschnitt entsprechend 2a erhält man bei einer Ausgestaltung eines Stützelementes 1 nach 2c. Dort wird der Deckkörper 5 von einem Vollkörper mit achteckigem Grundriss gebildet, an den sich wieder ein Seitenkörper 6 in Form eines Kegelstumpfes anschließt. Der Bodenkörper 4 wird von einem als Vollkörper ausgebildeten Ring gebildet, der einen achteckigen Grundriss aufweist. Anstelle eines Achtecks kann jedoch auch jede beliebige andere Polygonform gewählt werden, wobei eine höhere Anzahl von Ecken eine bessere Verteilung der auf das Stützelement wirkenden Kräfte bewirkt.

3 zeigt einen Querschnitt durch die Seitenansicht eines Gehäuses 3 mit eingebautem Display 2 sowie einen zugehörigen Vergrößerungsausschnitt B. In der Seitenansicht ist das Gehäuse 3 mit einer in einer Frontpartie 13 eingelassenen Blendenöffnung 12 dargestellt. Das Display 2 wird gegen die Rückseite 17 der Frontpartie 13 und damit gegen die Blendenöffnung 12 gedrückt und zwar durch eine Leiterplatte 11. Die Leiterplatte 11 ist mittels nicht dargestellter Schraub-, Klemm-, Löt- oder Klebverbindung an dem Gehäuse 3 befestigt und bildet in Verbindung mit dem bzw, den Verbindungselementen eine Befestigungseinheit 9, die das Display 2 durch Anpressdruck in der Blendenöffnung 12 hält und damit an dem Gehäuse 3 befestigt. Auf der Leiterplatte 11 ist eine Schaltmatte 7 aus Silikon aufgebracht, aus der unter anderem vier Stützelemente 1 ausgeformt sind.

Im Vergrößerungsausschnitt B ist zu erkennen, wie sich ein Stützelement 1 entsprechend der Ausgestaltung nach den 2a und 2b im eingebauten Zustand elastisch verformt. Das Stützelement 1 besteht aus einem Deckkörper 5 mit kreisrundem Grundriss, einem Seitenkörper 6 in Form eines Kegelstumpfes und einem Bodenkörper, der durch einen den Seitenkörper 6 umgebenden, kreisringförmigen Bereich 8 der Schaltmatte 7 gebildet wird. Der Deckkörper 5 liegt direkt an der Rückseite 28 des Displays 2 an. Der Bereich 8 und damit der Bodenkörper des Stützelementes 1 liegt auf der Auflagefläche 10 der Leiterplatte 11 auf und ist über die Leiterplatte 11 indirekt mit dem Gehäuse 3 verbunden. Durch die Befestigung der Leiterplatte 11 an dem Gehäuse 3 wird das Stützelement 1 gegen das Display 2 gepresst, so dass sich der Seitenkörper 6 elastisch verformt und damit eine Anpresskraft in z-Richtung auf das Display 2 ausgeübt wird. Verglichen mit dem nicht eingebauten Zustand (2a) wird der Deckkörper 5 durch die elastische Verformung näher an den Bodenkörper (Bereich 8) heranbewegt. Die Anpresskraft kann durch Variation der geometrischen Ausgestaltung des Seitenkörpers 6 sowie durch geeignete Wahl der Materialhärte (Shore-Härte) des Silikons an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.

In 4 ist die Rückseite 17 der Frontpartie 13 des Gehäuses 3 aus 3 zu sehen. Zu erkennen sind mehrere Positionierungselemente, die an das Gehäuse 3 angeformt sind und zur Festlegung der Position des Displays 2 hinter der Blendenöffnung 12 dienen. In dem dargestellten Beispiel besteht das Gehäuse aus Spritzguss und die Positionierungselemente sind direkt daran angespritzt. Die Positionierungselemente 18 und 19 stehen senkrecht zur Rückseite 17 der Frontpartie 13 und sind starr ausgeführt, wobei die Positionierungselemente 18 einen Anschlag für das Display 2 in negativer y-Richtung bilden und das Positionierungselement 19 einen Anschlag in positiver x-Richtung darstellt. Die Positionierungselemente 20 und 21 sind elastisch, also in Form von Kunststofffedern, ausgeführt. Die elastischen Positionierungselemente 20 liegen den starren Positionierungselementen 18 gegenüber und begrenzen somit die Bewegungsrichtung des Displays 2 in positiver y-Richtung. Das elastische Positionierungselement 21 befindet sich auf der dem starren Positionierungselement 19 gegenüberliegenden Seite der Blendenöffnung und damit der gegenüberliegenden Seite des Displays 2 und begrenzt die Bewegungsrichtung des Displays 2 in negativer x-Richtung. Mit den Positionierungselementen 18 bis 21 wird das Display 2 im eingebauten Zustand fest in x- und y-Richtung fixiert. Dabei stößt das Display 2 mit seiner ersten Seitenkante 22 (vgl. 5) gegen die Positionierungselemente 18, mit seiner zweiten Seitenkante 23 gegen die Positionierungselemente 20, mit seiner dritten Seitenkante 29 gegen das Positionierungselement 19 und mit seiner vierten Seitenkante 30 gegen das Positionierungselement 21. Vibrationskräfte in x- und/oder y-Richtung werden durch die elastisch ausgeführten Positionierungselemente 20 und 21 aufgenommen. Weiterhin werden die in x- oder y-Richtung wirkenden Vibrationen in Reibkräfte zwischen den Stützelementen 1 (3) und der Rückseite 28 des Displays 2 umgesetzt, was die Positionierungselemente 18 bis 21 entlastet.

Die Explosionsdarstellung in 5 zeigt ein elektronisches Gerät mit schematisiertem Gehäuse 31, in welches das Display 2 eingebaut ist und auf dessen Frontpartie 32 Bedienelemente 16 angeordnet sind. Das elektronische Gerät kann beispielsweise ein Autoradio oder ein Navigationsgerät sein. In die Frontpartie 32 ist eine Blendenöffnung 33 eingelassen, um dahinter die sichtbare Anzeigefläche des Displays 2 anzuordnen. Das Display 2 wird mittels einer Leiterplatte 35, die mit dem Gehäuse 31 verschraubt wird, an dem Gehäuse 31 befestigt. Auf der Rückseite der Frontpartie 32 angebrachte Positionierungselemente, wie das in der Blendenöffnung 33 zu sehende Positionierungselement 19, sorgen für einen genauen und sicheren Sitz des Displays 2 hinter der Blendenöffnung 33. Auf der Leiterplatte 35 sind zwei Schaltmatten 36 aufgebracht, die jeweils vier, in die Schaltmatten 36 integrierte Stützelemente 1 aufweisen. Im eingebauten Zustand, wenn die Leiterplatte 35 inklusive der auf die Bereiche 37 aufgebrachten Schaltmatten 36 auf der Rückseite des Displays 2 aufliegen, ragen die Seitenbereiche 14 der Schaltmatten 36 über das Display 2 hinaus. In diesen Seitenbereichen 14 sind die Schaltmatten 36 mit elektrisch leitfähigen Kontaktflächen 15 versehen, die auf der der Leiterplatte 35 zugewandten Seite der Schaltmatten 36 aufgebracht sind. Beim Einbau kommen die Seitenbereiche 14 direkt hinter den auf der Frontpartie 32 des Gehäuses 31 untergebrachten Bedienelementen 16 zum Liegen. Bei den Bedienelementen 16 handelt es sich in diesem Beispiel um Drucktasten. Die elektrisch leitfähigen Kontaktflächen 15 können also mit den Bedienelementen 16 betätigt, d.h. mit auf der Leiterplatte 35 aufgebrachten Kontakten 34 in Verbindung gebracht werden, so dass ein Schaltstrom fließt, der die Betätigung des jeweiligen Bedienelementes 16 anzeigt.


Anspruch[de]
  1. Elastisches Stützelement zur Abstützung eines Displays gegen ein Gehäuse oder eine Leiterplatte mit einem Deckbereich, der an dem Display anliegt, und einem Bodenbereich, der mit dem Gehäuse oder der Leiterplatte direkt oder indirekt mechanisch verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (1) aus einem Bodenkörper (4), einem Deckkörper (5) und einem Seitenkörper (6) besteht, wobei der Seitenkörper (6) aus einem elastischen Material ausgeführt ist und den Bodenkörper (4) und den Deckkörper (5) miteinander verbindet, und wobei sich der Deckkörper (5) im nicht eingebauten Zustand des Displays (2) in dem Gehäuse (3) in einer gegenüber dem Bodenkörper (4) erhabenen Position befindet, aus welcher er im eingebauten Zustand in Richtung des Bodenkörpers (4) verschoben ist unter gleichzeitiger elastischer Verformung des Seitenkörpers (6).
  2. Stützelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckkörper (5) und/oder der Seitenkörper (6) und/oder der Bodenkörper (4) einen kreisrunden Grundriss aufweisen.
  3. Stützelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckkörper (5) und/oder der Seitenkörper (6) und/oder der Bodenkörper (4) einen polygonförmigen Grundriss aufweisen.
  4. Stützelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckkörper (5) und/oder der Seitenkörper (6) und/oder der Bodenkörper (4) als Hohlkörper ausgeführt sind.
  5. Stützelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckkörper (5) und/oder der Seitenkörper (6) und/oder der Bodenkörper (4) als Vollkörper ausgeführt sind.
  6. Stützelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckkörper (5) und/oder der Bodenkörper (4) aus demselben elastischen Material ausgeführt sind wie der Seitenkörper (6).
  7. Stützelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Material ein kunststoffelastisches Material, insbesondere Silikon, ist.
  8. Stützelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (1) integrierter Bestandteil einer Schaltmatte (7) ist.
  9. Stützelement (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenkörper (6) und der Deckkörper (5) aus der Schaltmatte (7) ausgeformt sind, während der Bodenkörper (4) dem den Seitenkörper (6) umgebenden Bereich (8) der Schaltmatte (7) entspricht.
  10. Anordnung zur Abstützung eines Displays (2) gegen ein Gehäuse (3) oder eine Leiterplatte (11), wobei das Display (2) an dem Gehäuse (3) oder der Leiterplatte (11) mit mindestens einer Befestigungseinheit (9) befestigt ist und wobei die Befestigungseinheit (9) mit einer Auflagefläche (10) das Display (2) gegen das Gehäuse (3) drückt, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Auflagefläche (10) der Befestigungseinheit (9) und dem Display (2) ein Stützelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 angeordnet ist.
  11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (1) als Teil einer Schaltmatte (7) ausgeführt ist, wobei die Schaltmatte (7) auf einer zu einer Befestigungseinheit (9) gehörenden Leiterplatte (11) aufgebracht ist.
  12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (11, 37) das Display (2) gegen eine mit einer Blendenöffnung (12, 33) versehene Frontpartie (13, 32) des Gehäuses (3, 31) drückt.
  13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmatte (36) mit mindestens einem Seitenbereich (14) über das Display (2) hinausragt und dass in dem Seitenbereich (14) mindestens eine elektrisch leitfähige Kontaktfläche (15) ausgeführt ist, die von mindestens einem in dem Gehäuse (31) integrierten Bedienelement (16) betätigbar ist, wobei bei einer Betätigung eine elektrische Verbindung zu mindestens einem auf der Leiterplatte (37) befindlichen elektrisch leitfähigen Kontakt (34) hergestellt wird.
  14. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Display (2) zugewandten Rückseite (17) der Frontpartie (13) mindestens ein starr ausgeführtes Positionierungselement (18) angebracht ist, gegen welches das Display (2) mit einer ersten seiner Seitenkanten (22) gedrückt wird.
  15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Rückseite (17) der Frontpartie (13) mindestens ein elastisch ausgeführtes Positionierungselement (20) angebracht ist, gegen welches das Display (2) mit einer zweiten seiner Seitenkanten (23) gedrückt wird.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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