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Dokumentenidentifikation DE202005012338U1 15.12.2005
Titel Ohne Zugschnur betätigbare Jalousienanordnung
Anmelder Ching Feng Home Fashions Co., Ltd., Fuxing, Changhua, TW
Vertreter König & Köster Patentanwälte, 80469 München
DE-Aktenzeichen 202005012338
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.12.2005
Registration date 10.11.2005
Application date from patent application 05.08.2005
IPC-Hauptklasse E06B 9/322
IPC-Nebenklasse E06B 9/388   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine ohne Zugschnur betätigte Jalousienanordnung, umfassend einen Satz von symmetrisch angeordneten Seitenelementen vom Vertikal-Typ, die gerade gespannt sind, so daß sie durch an der linken und an der rechten Seite eines Jalousienkörpers bzw. einer Jalousienbahn angeordnete Durchführungen und dann durch exzentrisch geformte Durchgangslöcher einer Einstellplatte verlaufen, die am unteren Rand der Jalousienbahn befestigt ist. Die Einstellplatte kann daher horizontal gehalten und nach oben oder nach unten bewegt werden, um die Jalousienbahn aufzunehmen oder auszulassen, oder nach unten schräg gestellt in einer begrenzenden Position sein, so daß die Jalousienbahn in einer eingestellten Höhe örtlich festgelegt ist ohne die Verwendung irgendwelcher auf sie angewendeten Zugschnüre, was eine einfachere und sicherere Betätigung erleichtert.

Eine auf dem Markt zu findende, herkömmliche Jalousien- oder Rolloanordnung besteht gewöhnlich aus einem Rollenlaufwerksatz, der wechselseitig mit einem Zugschnursatz und einem Faden- oder Schnurleitersatz betätigt wird, die auf eine ziemlich zeitaufwendige und mühsame Weise umständlich montiert werden. Wenn die Jalousienbahn dann in einem aufgenommenen bzw. zusammengenommenen Zustand angehoben wird, hängt außerdem die Zugschnur nach unten und ist über eine gewisse Länge nach außen freigelegt. Demzufolge können herumspielende Kinder leicht in der hängenden Zugschnur hängenbleiben, was, wenn die Kinder nicht sofort von dieser losgemacht werden oder wenn die Hebeschnur zum Hochziehen unbefestigt ist, durch Zufall die darin eingefangenen Kinder strangulieren und verletzen kann. Die herkömmlichen Jalousien sind somit in der Anwendung recht unsicher.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Jalousienanordnung ohne Zugschnurbetätigung zu schaffen.

Diese Aufgabe ist bei einer erfindungsgemäßen Jalousienanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Jalousienanordnung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine erfindungsgemäße Jalousienanordnung ohne Zugschnurbetätigung umfaßt somit eine schnurlose Jalousienbahn, die mit einem Satz von symmetrisch angeordneten Seitenelementen vom Vertikal-Typ ausgestattet ist und gerade gespannt ist, so daß sie durch an der linken und an der rechten Seite einer Jalousienbahn angeordnete Durchführungen hindurch und dann durch exzentrisch geformte Durchgangslöcher einer Verstellplatte tritt, die am unteren Rand der Jalousienbahn befestigt ist. Die Einstellplatte kann daher in einer flachen Position horizontal gehalten und entlang den Seitenelementen nach oben oder nach unten bewegt werden, so daß die Jalousienbahn einfach und rasch aufgenommen oder ausgelassen wird. Über die durch den Reibungskoeffizienten, der zwischen den exzentrisch geformten Durchgangslöchern und den hindurchgeführten Seitenelementen erzeugt wird, gelieferte Widerstandswirkung ist die nach unten geneigte Verstellplatte stabil im Ort festgelegt, so daß sie die Jalousienbahn an einer eingestellten Position ohne Verwendung irgendwelcher daran angewendeten Zugschnüre hält, womit eine einfachere und sicherere Betätigung erleichtert ist.

Die Erfindung wird im folgenden weiter anhand von Ausführungsbeispielen und der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Jalousienanordnung,

2 eine Querschnittsansicht der erfindungsgemäßen Jalousienanordnung im montierten Zustand,

3 eine weitere Querschnittsansicht der erfindungsgemäßen Jalusienanordnung im montierten Zustand,

4 eine Ansicht, die eine bei Betätigung aufwärts bewegte Verstellplatte der erfindungsgemäßen Jalousienanordnung zeigt,

5 eine Ansicht, die eine bei Betätigung abwärts bewegte Verstellplatte der erfindungsgemäßen Jalousienanordnung zeigt,

6 eine Ansicht, die die stabile Positionierung der Verstellplatte der erfindungsgemäßen Jalousienanordnung bei Betätigung zeigt,

7 eine teilweise vergrößerte Querschnittsansicht eines Ausschnitts der in 6 gezeigten erfindungsgemäßen Jalousienanordnung und

8 eine Querschnittsansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Jalousienanordnung im montierten Zustand.

Es wird im folgenden auf 1 Bezug genommen, die eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Jalousienanordnung zeigt, wobei auch auf 2 und 3 Bezug genommen wird. Die erfindungsgemäße Jalousienanordnung ist eine zugschnurfrei betätigte Jalousienanordnung, umfassend eine zugschnurlose Jalousie 10, die aus einer Jalousienbahn 12 und einem Satz von Seitenelementen 11 (wie Fäden oder Schnüren) vom Vertikal-Typ besteht, die symmetrisch an der linken und der rechten Seite angeordnet und der Reihe nach durch Durchführungen 14 einer Anzahl von langgestreckten Stücken 13 geführt sind, die in gleichem Abstand an der Jalousienbahn 12 befestigt sind. Die oberen Enden der Seitenelemente 11 sind geeignet an der Unterseite einer Kopfschiene 15 angebracht und ihre unteren Enden sind entsprechend durch ein exzentrisch geformtes Durchgangsloch 161 geführt, das an beiden Seiten einer Verstellplatte 16 angeordnet ist, die am unteren Rand der Jalousienbahn 12 befestigt ist, bevor die Seitenelemente 11 gerade gespannt sind, so daß sie fest an einem Seitenrand 20 unten befestigt sind. Die Kopfschiene 15 der Jalousienbahn 12 ist fest an einer vorbestimmten Position oben an der Seitenwand 20 angebracht, und die Verstellplatte 16 ist schräg nach unten geneigt, wobei der untere Rand einer langgestreckten Seite durch die Seitenwand 20 unten abgestützt ist, um hierdurch die Position zu begrenzen.

Es wird auf 4 Bezug genommen, die die Verstellplatte der erfindungsgemäßen Jalousienanordnung zeigt, nachdem sich diese aufwärts bewegt hat. Bei Betätigung wird die schräge Verstellplatte 16 horizontal in einer flachen Position gehalten und entlang den Seitenelementen 11 nach oben angehoben, um die Jalousienbahn 16 der Reihe nach aufzunehmen, wobei sie sich in Falten auf der angehobenen Verstellplatte 16 aufschichtet, bis sie eine geeignete Höhe erreicht. Dann wird die eben gehaltene Verstellplatte 16 freigegeben, so daß sie sich über die exzentrisch geformten Durchgangslöchern 161 nach unten neigt, wie in 5 gezeigt ist, was es gestattet, daß die oberen und unteren Kontaktränder jedes Seitenelements 11, die durch das exzentrisch geformte Durchgangsloch 161 geführt sind, einen diagonalen Winkel mit der Innenwand des Durchgangslochs 161 ziehen bzw. bilden und Anschlagkanten bzw. -ränder A bilden, wie in 7 gezeigt ist. Mittels des an den Anschlagkanten A erzeugten Reibungskoeffizienten zum Widerstehen der Schwerkraft kann die gegen Herunterfallen angehaltene Verstellplatte 16 stabil am Platz gehalten werden, so daß die Jalousienbahn 12 an einer gewünschten Zusammenlegposition gehalten wird (siehe 6, 7) Um die Jalousienbahn 12 der schnurlosen Jalousie 10 nach unten hängenzulassen, wird die schräg gekippte Verstellplatte 16 eben gehalten und entlang der Seitenelemente 11 nach unten bewegt, so daß die zusammengelegte Jalousienbahn 12 mit ihr in einer geeigneten Höhe ausgelassen wird oder wobei die Verstellplatte 16 im Anschlag gegen die Seitenwand 20 unten gebracht ist, und die Verstellplatte 16 wird dann freigegeben, so daß sie sich in einem Zustand einer örtlichen Begrenzung nach unten neigt. Daher wird die schnurlose Jalousie 10 gemäß der vorliegenden Erfindung in einfacher Weise und rasch betätigt, um die Jalousienbahn 12 ohne Verwendung irgendwelcher Zugschnüre zusammenzunehmen oder auszulassen, so daß die Gefahr einer Strangulierung oder Verletzung von Kindern aufgrund der herumhängenden Zugschnüre herkömmlicher Jalousienanordnungen vermieden wird, womit eine sichere Betätigung erzielt wird.

Es wird auf 8 Bezug genommen, die eine Querschnittsansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Jalousienanordnung im montierten Zustand zeigt. Die Seitenelemente 11 der Jalousienanordnung dieses Ausführungsbeispiels können ebenfalls direkt durch eine Anzahl von zusammenpassenden Durchführungen 121' geführt werden, die an beiden auf der Seite befindlichen Seiten der Jalousienbahn 12' vorgesehen sind, und die oberen und die unteren Enden der Seitenelemente 11 sind jeweils an der Kopfschiene 15 und der Seitenwand 20 unten befestigt.

Die schnurlose Jalousie 10 kann des weiteren in verschiedenen Jalousientypen hergestellt werden, beispielsweise Jalousien wie in 1 und 2 gezeigt, Faltjalousien wie in 3 gezeigt oder beispielsweise Plisseejalousien wie in 8 gezeigt, etc..

Die Erfindung läßt sich wie folgt zusammenfassen: Sie betrifft eine ohne Zugschnur betätigbare Jalousienanordnung, die eine zugschnurlose Jalousie mit einem Satz von symmetrisch auf beiden Seiten einer Jalousienbahn angeordneten Seitenelementen vom Vertikal-Typ, die der Reihe nach durch Durchführungen von mehreren langgestreckten Teilen (Stücken) der Jalousienbahn geführt sind, wobei die oberen Enden der Seitenelemente geeignet an der Unterseite einer Kopfschiene angebracht sind, und ihre unteren Enden durch exzentrisch geformte Durchgangslöcher einer Verstellplatte geführt sind, die am unteren Rand der Jalousienbahn befestigt ist, bevor sie fest an einer Seitenwand unten befestigt wird. Die Kopfschiene ist an einer Seitenwand oben angebracht und die Verstellplatte ist schräg nach unten geneigt, wobei der untere Rand einer langgestreckten Seite durch die untere Seitenwand abgestützt ist. Die schnurlose Jalousie kann so beim Aufnehmen und Auslassen der Jalousienbahn leicht betätigt und kontrolliert werden, ohne daß irgendwelche Zugschnüre verwendet werden, so daß die Gefahr der Strangulierung von Kindern vermieden wird, womit eine sicherere Betätigung erleichtert ist.


Anspruch[de]
  1. Jalousienanordnung ohne Zugschnurbetätigung, umfassend eine zugschnurlose Jalousie (10), bestehend aus einem Satz von Seitenelementen (11) vom Vertikal-Typ, die an der Unterseite einer Kopfschiene (11) befestigt sind und gerade gespannt sind, so daß sie der Reihe nach durch eine Anzahl von Durchführungen (14) verlaufen, die auf der linken und der rechten Seite einer Jalousienbahn (12) vorgesehen sind, und dann durch einen Satz von exzentrisch geformten Durchgangslöchern (161) verlaufen, die an beiden Seiten einer Verstellplatte (16) vorgesehen sind, die am unteren Rand der Jalousienbahn (12) befestigt ist, bevor die unteren Enden der Seitenelemente (11) fest an einer Seitenwand (20) unten befestigt werden, wobei so abhängig von den Bedürfnissen eines Benutzers die Verstellplatte (16) in einer flachen Position horizontal gehalten und entlang den Seitenelementen (11) nach oben oder nach unten bewegt werden kann, um die Jalousienbahn (12) rasch und einfach aufzunehmen oder auszulassen; mittels der exzentrisch geformten Durchgangslöcher (161) die Verstellplatte (16) nach unten in einer begrenzenden Position schräg geneigt werden kann, und über die durch den zwischen der Innenwand (20) der exzentrisch geformten Durchgangslöcher (161) und der dort hindurchgeführten Seitenelemente (11) erzeugten Reibungskoeffizienten vorgesehene Widerstandswirkung die Verstellplatte (16) stabil am Ort gehalten werden kann, um die Jalousienbahn (12) in einer eingestellten Position zu halten ohne die Verwendung irgendwelcher Zugschnüre, die darauf angewendet werden.
  2. Jalousienanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Seitenelemente (11) aus Fäden oder Schnüren hergestellt sind.
  3. Jalousienanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Jalousienbahn (12) der zugschnurlosen Jalousie eine Anzahl von langgestreckten Stücken (13) aufweist, die daran befestigt sind.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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