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Dokumentenidentifikation DE202005012993U1 15.12.2005
Titel Traganordnung für Solaranlagen, Modulträger für eine solche Traganordnung und Solaranlage mit Modulträgern
Anmelder Phönix SonnenStrom AG, 85254 Sulzemoos, DE;
H. Habdank Metallbau GmbH & Co. KG, 73037 Göppingen, DE
Vertreter Weber, G., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 89073 Ulm
DE-Aktenzeichen 202005012993
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.12.2005
Registration date 10.11.2005
Application date from patent application 18.08.2005
IPC-Hauptklasse F24J 2/52
IPC-Nebenklasse H01L 31/042   E04D 13/18   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Traganordnung für Solaranlagen mit mehreren Solarmodulen, insbesondere photovoltaischen Solarmodulen, sowie Modulträgern für solche Traganordnungen und Solaranlagen mit mehreren auf solchen Modulträgern angeordneten Solarmodulen.

Aus der DE 203 03 257 U1 ist eine Haltevorrichtung für Solarkollektoren und/oder Solarzellenanordnungen bekannt, bei welcher auf mehreren Pfosten Längsträger in Form einer Leitplanke montiert ist. Auf schräg nach oben ausgerichteten Auflageflächen des Leitplankenprofils sind die Solarmodule befestigt. Die Vorrichtung ist durch die Verwendung des Leitplankenprofils kostengünstig, durch die Befestigung der Solarmodule auf dem Leitplankenprofil aber auf wenige, insbesondere kleinflächige Module beschränkt.

Die DE 203 19 065 U1 beschreibt eine Solaranordnung mit einer Tragkonstruktion für ein oder mehrere Solarmodule, bei welcher auf einem auf Pfosten montiertem Längsträger quer zu dem Längsträger und gegen die Horizontale geneigt verlaufend Profile befestigt sind, welche als Modulträger lange Auflageflächen für zwischen benachbarte Profile eingelegte Solarmodule bieten. Die Profile können vorteilhafterweise als im Querschnitt nutförmig ausgeführt sein. Der Längsträger kann z. B. durch ein Leitplankenprofil oder ein Rohr gebildet sein.

Aus der DE 89 00 621 U1 ist eine Halterung für Solarmodule bekannt, bei welcher auf einem Rohr als Längsträger zwei Winkelprofile als Modulträger befestigt sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine weiter verbesserte Traganordnung für Solarmodule, Modulträger für Solarmodule und eine Solaranlage mit derartigen Modulträgern anzugeben.

Erfindungsgemäße Lösungen sind in den unabhängigen Ansprüchen beschrieben. Abhängige Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.

Durch die in Richtung der langgestreckten Modulträger positionsvariable Verbindung der Modulträger mit dem wenigstens einen Längsträger ergibt sich eine besonders hohe Flexibilität in der Montage einer Traganordnung mit gleichzeitig besonders geringem Vorbereitungsaufwand. Vorzugsweise ist die Verbindungsposition zwischen Modulträgern und Längsträger in Richtung der Modulträger kontinuierlich variabel. Die kontinuierlich veränderbare Position ermöglicht zum einen die Einstellung einer beliebigen Position, zum anderen auch auf einfache Weise eine Positionskorrektur.

Die Modulträger weisen hierzu vorzugsweise einen Profilabschnitt zum Eingriff von Verbindungsmitteln, über welche eine mechanische Verbindung zwischen Modulträgern und Längsträger erfolgt auf, entlang dessen die Verbindungsmittel kontinuierlich verschiebbar sind. In bevorzugter Ausführung kann ein solcher Profilabschnitt zum Eingriff von Verbindungsmitteln ein zu dem Längsträger hin offener Kanal sein, in welchem ein Teil der Verbindungsmittel, insbesondere ein Schraubenkopf, längsverschiebbar gehalten ist. Die Verbindungsmittel können hierzu insbesondere sogenannte Hammerkopfschrauben enthalten.

Vorteilhafterweise ist auch die Position der Modulträger auf dem Längsträger in Richtung des Längsträgers veränderlich, vorzugsweise kontinuierlich veränderlich.

Der Längsträger ist vorteilhafterweise als ein Profilträger aus einem mehrfach abgewinkelten Stahlblech ausgeführt und definiert durch quer zu seiner Längsrichtung wenigstens zwei beabstandete Auflageflächen für die Modulträger eine Auflageebene, welche typischerweise gegen die Horizontale geneigt verläuft.

Zur in seiner Längsrichtung positionsvariablen Verbindung mit den Modulträgern weist der Längsträger vorteilhafterweise wenigstens eine, vorzugsweise zwei von den Modulträgern weg weisende Kanten auf, welche von Verbindungselementen hintergreifbar sind. Durch die Verbindungselemente werden vorteilhafterweise Modulträger und Längsträger gegeneinander gedrückt und in einer gewählten, gegenseitigen Position fixiert. Eine Haltekralle als ein Beispiel für eine vorteilhafte Ausführung von Verbindungselementen ist anhand der Abbildungen noch veranschaulicht.

Die Verbindung der Modulträger mit den Längsträgern erfolgt vorteilhafterweise am Montageort vollständig spanfrei, insbesondere ohne Bohrung und dennoch in zwei Richtungen positionsvariabel.

Die aus der DE 203 19 065 U1 bekannten im Querschnitt hutförmigen Profile als Modulträger bieten vorteilhafterweise mit dem Mittelteil einen Befestigungsabschnitt und mit dem vom Mittelteil beidseitig seitlich weg weisenden Abschnitten Auflageflächen für zwei benachbarte Solarmodule. Die Solarmodule liegen nahe bei der dem Längsträger zugewandten Basisfläche der Modulträger mit Seitenkanten seitlich an oder dicht bei dem Mittelteil, auf welchem Druckstücke zum Halten der Solarmodule senkrecht zur Modulfläche auf den Modulträgern befestigt sind.

Demgegenüber weist der erfindungsgemäße Modulträger an der dem Längsträger und der Basisfläche abgewandten Stirnfläche des Mittelteils wenigstens eine weitere Modulauflagefläche für Solarmodule auf. Dadurch können Solarmodule mit ein und derselben Ausführung von Modulträgern sowohl in der aus der DE 203 19 065 U1 bekannten Anordnung zwischen den Seitenteilen benachbarter Modulträger eingelegt auf dem nachfolgend auch als ersten Modulauflageflächen bezeichneten Modulauflageflächen des Modulträgers abgestützt sein als auch vorteilhafterweise auf den weiteren Modulauflageflächen wenigstens zweier benachbarter Modulträger aufliegen. Letzteres ist insbesondere vorteilhaft in Solaranlagen mit Solarmodulen, welche aufgrund ihres Aufbaus und/oder ihrer Dimension in Richtung des Längsträgers entgegen gesetzten Rändern abgestützt sein dürfen. Dies trifft beispielsweise häufig zu für besonders großflächige und/oder rahmenlose Solarmodule. Diese sind durch die weiteren Auflageflächen an den dem Längsträger abgewandten Stirnflächen der Modulträger mehrfach auch an von den Modulrändern beabstandeten Stellen unterstützbar.

Die ersten Modulauflageflächen der Modulträger sind vorteilhafterweise seitlich so gegen die weitere Modulauflagefläche versetzt angeordnet, dass diese das Einsetzen eines Solarmoduls senkrecht zu den Auflageflächen nicht behindert. Die weitere Modulauflagefläche ist in bevorzugter Ausführungsform in zwei Teilflächen beidseitig eines mittig in der Stirnfläche des Modulträgers angeordneten Schraubkanals unterteilt.

Vorteilhafterweise sind an ersten Modulauflageflächen und/oder weiterer Modulauflagefläche elastische Zwischenelemente, z. B. aus Gummi oder einem Elastomer vorgesehen, welche auch als Dichtungen dienen können. Vorteilhafterweise sind in dem Modulträgerprofil hierfür an den Modulauflageflächen Aufnahmen, insbesondere mit Hinterschnitten, vorgesehen, in welche entsprechende profilierte elastische Elemente einsetzbar sind.

Vorteilhafterweise ist in dem Modulträger zwischen den ersten Modulauflageflächen ein zur Basisfläche bzw. dem Längsträger hin offener Kanal ausgebildet, in welchen Befestigungselemente längsverschiebbar einsetzbar sind.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt:

1 eine Seitenansicht einer Traganordnung,

2 eine bevorzugte Ausführung eines Modulträger-Profils,

3 eine bevorzugte Verbindung zwischen Längsträger und Modulträger,

4 eine auf Stirnflächen der Modulträger aufliegendes gerahmtes Solarmodul,

5 eine Ansicht zu 4 in Richtung eines Modulträgers,

6 auf Stirnflächen der Modulträger angeordnete ungerahmte Solarmodule,

7 eine Draufsicht auf 6,

8 eine Ansicht zu 6 in Richtung eines Modulträgers,

9 ein gerahmtes Modul auf ersten Modulauflageflächen der Modulträger,

10 eine Ansicht zu 9 mit Blick in Längsrichtung eines Modulträgers.

In 1 ist ein Teil einer erfindungsgemäßen Traganordnung mit Blickrichtung in Richtung eines Längsträgers LT skizziert. Ein mit eingezeichnetes Koordinatensystem besitzt eine x-Achse senkrecht zur Zeichenebene der 1, eine y-Achse parallel zur Längsrichtung von Modulträgern MT und eine z-Achse senkrecht zu Modulflächen von in der Traganordnung gehaltenen Solarmodulen. Bei typischer Aufstellung einer Solaranlage mit einer solchen Traganordnung verläuft die Längsrichtung des Längsträgers LT und die x-Achse im wesentlichen horizontal, die Längsrichtung der Modulträger MT und die Flächennormale der Solarmodule bzw. die y-Achse und die Z-Achse sind gegen die Horizontale und die Vertikale geneigt. Die Flächen der im wesentlichen ebenen Solarmodule liegen parallel zu einer x-y-Ebene.

Die Traganordnung weist in an sich bekannter Weise einen oder vorzugsweise mehrere vertikale Pfosten PF auf, an welchen z. B. über geschweißte Verbindungsplattenanordnungen VP wenigstens ein Längsträger LT befestigt ist. Der Längsträger LT besteht in bevorzugter Ausführung aus einem mehrfach abgekanteten Stahlblech und weist beispielsweise wie skizziert im Querschnitt einen mäanderförmigen Verlauf auf. Die Ebene der Befestigung des Längsträgers LT mit der Verbindungsplattenanordnung VP ist von einer Verbindungsebene zwischen Längsträger und Modulträgern MT in z-Richtung beabstandet. In der Verbindungsebene zwischen Längsträger LT und Modulträgern MT weist der Längsträger vorteilhafterweise wenigstens zwei in y-Richtung beabstandete, insbesondere bezüglich des Querschnitts des Längsträgers LT in y-Richtung weit auseinander liegende Anlageflächen zu den Modulträgern MT hin auf, so dass eine stabile Auflage der Modulträger MT auf dem Längsträger LT gegeben ist. Die mehrfache Abkantung des Längsträgers LT gewährleistet eine hohe Steifigkeit gegen dessen Durchbiegung und Torsionsbelastung bei Belastung. Die Erstreckung des Längsträgers in y-Richtung beträgt vorteilhafterweise wenigstens das 5-fache seiner Erstreckung in z-Richtung. Der Längsträger LT ist vorteilhafterweise an zwei in y-Richtung beabstandeten Positionen mit der Verbindungsplattenanordnung VP verbunden, wobei der Abstand der beabstandeten Verbindungspositionen vorteilhafterweise größer ist als die Erstreckung des Längsträgers in z-Richtung.

Der Modulträger MT ist über Verbindungen VV mechanisch auf dem Längsträger LT gehalten, wobei vorteilhafterweise Längsträger LT, Modulträger MT und Verbindungselemente der Verbindungen so gestaltet sind, dass die relative Position von Längsträger LT und Modulträger MT sowohl in Längsrichtung des Längsträgers LT, also in x-Richtung, als auch in Längsrichtung der Modulträger MT, also in y-Richtung, variabel einstellbar, vorzugsweise kontinuierlich veränderbar ist. Eine bevorzugte Ausführung der Verbindungen VV ist nachfolgend noch im Detail erläutert.

In 1 ist ein Solarmodul SM mit unterbrochener Linie in einer ersten Montageposition, welche später im Detail noch erläutert ist, skizziert. Das Solarmodul ist gegen Abrutschen in y-Richtung durch eine Umbiegung AWL am unteren Ende des Modulträgers gesichert. In z-Richtung ist das Solarmodul durch mit dem Modulträger MT verschraubte Druckstücke DP gehalten.

In 2 ist eine bevorzugte Ausführung eines Modulträgers in Form eines Strangpressprofils, vorzugsweise aus Aluminium, im Querschnitt mit Blickrichtung in Längsrichtung des Modulträgers, also in y-Richtung der 1 skizziert. Der Modulträger MT weist dem Längsträger LT zugewandt eine Basisfläche BF auf, auf welcher er auf dem Längsträger aufliegt. Der Modulträger MT ist vorzugsweise symmetrisch bezüglich einer Mittellängsebene ausgebildet.

Der Modulträger weist in Ähnlichkeit mit dem aus der eingangs genannten DE 203 19 065 U1 bekannten Modulträger ein Mittelteil MI und von diesem seitlich weg weisende Seitenteile ST auf. Die Seitenteile ST liegen in z-Richtung vorteilhafterweise bei der Basisfläche BF, die vorzugsweise zumindest teilweise durch die Unterseite der Seitenteile gebildet ist. Der Basisfläche BF abgewandt bilden die Seitenteile ST erste Modulauflageflächen MA1. In den Modulauflageflächen können vorteilhafterweise Aufnahmen DA als offene Kanäle ausgebildet sein, in welche elastische Zwischenelemente als Dichtungen und/oder elastisch dämpfende Auflagen einsetzbar sind.

In dem Mittelteil zwischen den beiden Seitenteilen ST ist vorteilhafterweise ein Kanal KK mit seitlichen Hinterschnitten ausgebildet, welcher zur Aufnahme eines Schraubenkopfes von Verbindungselementen zur Verbindung des Modulträgers mit dem Längsträger vorgesehen sind.

Das Mittelteil MI erstreckt sich von der Basisfläche BF weg und weist der Basisfläche BF in Z-Richtung entgegen gesetzt eine Stirnfläche SF auf, welche vorzugsweise im wesentlichen eben und parallel zur Basisfläche BF in einer x-y-Ebene verläuft. Die Stirnfläche SF bildet als wesentliches Element des skizzierten Modulträgers eine weitere Modulauflagefläche MA2 für Solarmodule.

Ein im Mittelteil vorgesehener Schraubkanal DK mündet in Z-Richtung in der Stirnfläche SF und unterteilt bei bevorzugter mittiger Anordnung in der Stirnfläche SF die weitere Modulauflagefläche MA2 in zwei beidseitig des Schraubkanals DK liegende Teilflächen. Vorteilhafterweise sind in den weiteren Modulauflageflächen MA2 bzw. deren Teilauflageflächen wiederum Aufnahmen DA für elastische Elemente ausgebildet.

Die weiteren Modulauflageflächen MA2 sind von den ersten Modulauflageflächen MA1 in Z-Richtung beabstandet. Die ersten Modulauflageflächen MA1 liegen in x-Richtung seitlich gegen die weitere Modulauflagefläche MA2 versetzt, so dass Solarmodule zur Auflage auf die ersten Modulauflagelfächen MA1 bzw. auf in diesen angeordneten elastische Auflageelemente unbehindert in z-Richtung an der Stirnfläche SF und der darin ausgebildeten weiteren Modulauflagefläche MA2 vorbeigeführt werden können. Auf der weiteren Modulauflagefläche MA2 können, wie an Beispielen noch beschrieben, Solarmodule in x-Richtung über den Modulträgern hinweg verlaufend aufgelegt werden. Auf den ersten Modulauflageflächen MA1 aufliegende Solarmodule liegen zwischen in x-Richtung benachbarten Modulträgern. Der skizzierte Modulträger mit ersten Modulauflageflächen MA1 und einer weiteren Modulauflagefläche MA2 ermöglicht dabei in besonders vorteilhafter Weise unterschiedliche Montagearten von Solarmodulen, wodurch mit ein und demselben Modulträgerprofil insbesondere unterschiedliche Solarmodule montiert werden können.

In 3 ist ein vergrößerter Ausschnitt einer Verbindung VV zwischen einem Längsträger LT und einem Modulträger MT skizziert. Der Längsträger LT weist dabei im Querschnitt wie skizziert vorteilhafterweise eine von dem Modulträger bzw. dessen Basisfläche, welche in der Verbindungsebene zwischen Längsträger LT und Modulträger MT liegt, weg weisende Kante TK auf. Eine Haltekralle HK stützt sich mit einem langen Schenkel auf der Basisfläche BF des Modulträgers MT ab und hintergreift mit einem kürzeren Schenkel die Kante TK des Längsträgers LT. Ein die beiden Schenkel verbindendes Mittelteil stützt sich auf der Kante TK des Längsträgers ab und ist durch eine Verbindungsschraube HS in Richtung der Basisfläche des Modulträgers verspannt. Die Verbindungsschraube HS ist vorteilhafterweise mit dem Schraubenkopf in den Kanal KK des Modulträgers eingesetzt. Die Schraube HS kann insbesondere nach Art einer Hammerkopfschraube ausgeführt sein, so dass ein einfaches Einführen des Schraubenkopfes in den Kanal KK ermöglicht ist. Der Schraubenkopf SK der Verbindungsschraube HS ist in dem Kanal KK in y-Richtung verschiebbar und durch Anziehen der Verbindungsschraube HS in beliebiger Position in Längsrichtung des Profils festlegbar. Die Haltekralle HK ist auf dem Längsträger LT in x-Richtung verschiebbar und in beliebiger Position relativ zu dem Längsträger LT festlegbar. Durch diese sowohl in x-Richtung als auch in y-Richtung kontinuierlich variierbare Positionswahl von Modulträger relativ zu Längsträger ergibt sich eine hohe Freiheit bei der Montage und eine Verwendung von Längsträgern und Modulträgern in einheitlichen Formen für im Detail weitgehend beliebige Abmessungen von Solaranlagen bzw. Solarmodulen.

In 4 und 5 ist eine erste Montagevariante eines relativ dicken, beispielsweise gerahmten Solarmoduls MH auf den weiteren Modulauflageflächen MA2 skizziert. Eine solche Montagevariante ist beispielsweise von Vorteil für in x-Richtung ausgedehnte Module, welche dann in x-Richtung an mehreren Positionen unterstützt werden können. Das Modul MH ist in y-Richtung gegen Abrutschen entlang des geneigten Modulträgers gesichert, indem Abschnitte der Seitenteile ST des Modulträgers an dessen unterem Ende von dem Mittelteil getrennt und als Stützwinkel AWH in Z-Richtung umgebogen sind. Die untere Kante des Moduls MH stützt sich an dem Winkel AWH ab. Zur Halterung des Moduls MH in Z-Richtung auf der weiteren Modulauflagefläche MA2 sind Haltewinkel HW durch in den Schraubkanal DK eingedrehte Halteschrauben gesichert. Die ersten Modulauflageflächen MA1 bleiben bei dieser Montageart ohne Funktion für die Abstützung des Solarmoduls MH.

In 5 ist veranschaulicht, dass das Solarmodul MH in dieser Montagevariante in x-Richtung über den Modulträger durchgehend angeordnet sein kann. Die Verbindungen zu dem Längsträger LT sind in 4 und 5 nicht mit eingezeichnet. Das Solarmodul MH liegt in dem skizzierten Beispiel direkt auf den weiteren Modulauflageflächen MA2 ohne Zwischenfügung von elastischen Auflageelementen auf.

In 6 und 7 ist eine Solaranordnung mit in y-Richtung zwei aufeinander folgenden, beabstandeten Reihen von Solarmodulen MLU bzw. MLO in einer weiteren Montagevariante skizziert, wobei 6 die Anordnung mit Blick in x-Richtung, 7 in Z-Richtung und 8 in Y-Richtung zeigt. Die Solarmodule MLU, MLO seien hier als Solarmodule geringer Dicke in y-Richtung z. B. als nicht gerahmte Glasmodule angenommen. Zum Schutz der Solarmodule sind hier elastische Zwischenelemente EL in die Aufnahmen DA der weiteren Modulauflagefläche MA2 der Modulträger eingefügt, so dass die Solarmodule mit ihrer Unterseite auf diesen elastischen Elementen EL aufliegen. Elastische Zwischenelemente sind auch zwischen Druckplatten DP und die Oberseite der Solarmodule eingefügt. Die mit dem Modulträger MT über dessen Schraubkanal DK verbundene Druckstücke dienen zur Halterung der Solarmodule in z-Richtung auf den weiteren Modulauflageflächen bzw. den elastischen Elementen EL der Modulträger. Die Solarmodule MLO, MLU können aufgrund des wesentlich geringeren Gewichts ungerahmter Module gegen Abrutschen durch auf den Modulträgern verschraubte Halte- und Distanzplatten HP gesichert werden. Die ersten Modulauflageflächen MA1 sind auch hier ohne Funktion. Die Seitenteile ST des Modulträgers, in welchen diese ersten Modulauflageflächen ausgebildet sind, bewirken aber vorteilhafterweise eine stabile Position des Modulträgers auf dem Längsträger. In x-Richtung können typischerweise mehrere Solarmodule aufeinanderfolgend angeordnet sein, wie aus der Draufsicht auf die Flächen der Solarmodule in z-Richtung in 7 veranschaulicht ist. Die Solarmodule und Modulträger sind in 7 in x- und y-Richtung unterbrochen gezeichnet, um die Modulträger und Druckplatten an den Verschraubungsstellen besser hervorzuheben.

In 9 und 10 ist eine Montagevariante skizziert, welche ähnlich der aus der eingangs genannten DE 203 19 065 U1 bekannten Montage ist. Solarmodule MH sind hier auf den ersten Modulauflageflächen MA1 an den Seitenteilen ST mit ihren Modulrändern seitlich des Mittelteils des Modulträgers abgestützt. Gegen Abrutschen sind die Module durch umgekantete Abschnitte der Seitenteile am unteren Ende des Modulträgers gesichert. Die Solarmodule sind über mit dem Modulträger verschraubte Druckstücke DP in z-Richtung auf den Modulträgern gehalten. Die weitere Modulauflagefläche MA2 ist in dieser Montagevariante ohne Stützfunktion für die Solarmodule.

Die in 9 und 10 skizzierte Montagevariante veranschaulicht die vorteilhafte Verwendung ein und desselben Modulträgers für diese konventionelle Montagevariante ebenso wie für die Montagevarianten nach den 4 bis 8.

Die vorstehend und die in den Ansprüchen angegebenen sowie die den Abbildungen entnehmbaren Merkmale sind sowohl einzeln als auch in verschiedener Kombination vorteilhaft realisierbar. Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern im Rahmen fachmännischen Könnens in mancherlei Weise abwandelbar. Insbesondere sind für die Gestaltung des Modulträgers im einzelnen eine größere Anzahl von Varianten möglich, ebenso für den Querschnitt des Längsträgers. Bei dem Längsträger kann prinzipiell auch das aus dem Stand der Technik bekannte Leitplankenprofil oder ähnliche Profile eingesetzt werden.


Anspruch[de]
  1. Traganordnung für Solaranlagen mit mehreren Solarmodulen, insbesondere photovoltaische Anlagen mit wenigstens einem im wesentlichen horizontal verlaufenden Längsträger und mit quer zu dem Längsträger vorzugsweise gegen die Horizontale geneigt verlaufenden langgestreckten Modulträgern, welche auf dem Längsträger befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulträger mit dem Längsträger in Richtung der Längsträger und/oder in Richtung der Modulträger positionsvariabel verbindbar sind.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulträger mit dem Längsträger in Richtung des Längsträgers positionsvariabel verbindbar sind.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Längssträger den Modulträgern zugewandt eine Auflageebene für die Modulträger aufweist.
  4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulträger dem Längsträger zugewandt einen Kanal zur in Richtung der Modulträger positionsvariablen Aufnahme von Verbindungselementen aufweisen.
  5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsträger von den Modulträgern wegweisende Haltekanten aufweist und dass Verbindungselemente die Kanten hintergreifend angeordnet sind.
  6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente Haltekrallen, welche sich an den Haltekanten des Längsträgers und an einer dem Längsträger zugewandten Fläche der Modulträger abstützen, und Halteschrauben zur Verspannung der Haltekrallen enthalten.
  7. Modulträger für Solarmodule in Solaranlagen, insbesondere in einer Traganordnung nach Anspruch 1, in Form von Trägerprofilen mit im Querschnitt einem von einer einer Unterlage zugewandten Basisfläche abstehenden Mittelteil und von diesem seitlich weg weisenden ersten Modulauflageflächen, dadurch gekennzeichnet, dass an der der Basisfläche abgewandten Stirnfläche des Mittelteils wenigstens eine weitere Modulauflagefläche ausgebildet ist.
  8. Modulträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Modulauflageflächen und/oder die weitere Modulauflagefläche Aufnahmen für elastische Zwischenlagen zwischen Modulträger und Solarmodul aufweisen.
  9. Modulträger nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stirnfläche des Mittelteils zwei Aufnahmen für elastische Zwischenlagen beidseitig eines Schraubkanals angeordnet sind.
  10. Modulträger nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Modulauflageflächen gegen die weitere Modulauflagefläche seitlich nach außen und zur Basisfläche hin versetzt angeordnet sind.
  11. Modulträger nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der Basisfläche ein offener Kanal zur Aufnahme von Verbindungselementen ausgebildet ist.
  12. Solaranlage mit auf Modulträgern, insbesondere Modulträgern nach einem der Ansprüche 7 bis 11, aufliegenden Solarmodulen, dadurch gekennzeichnet, dass sich Solarmodule über wenigstens zwei benachbarte Modulträger hinweg erstrecken.
  13. Solaranlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Modulträger an von den Modulrändern beabstandeten Flächenbereichen unter den Solarmodulen verlaufen.
  14. Solaranlage nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass Halteelemente an oberen und unteren Modulrändern auf den Modulträgern befestigt sind.
  15. Solaranlage mit auf Modulträgern, insbesondere Modulträgern nach einem der Ansprüche 7 bis 11, aufliegenden Solarmodulen, dadurch gekennzeichnet, dass Solarmodule zwischen zwei benachbarten Modulträgern angeordnet sind und mit Randbereichen auf Modulauflageflächen der Modulträger aufliegen.
  16. Solaranlage nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Unterseiten von Solarmodulen und Modulauflageflächen elastische Zwischenelemente eingefügt sind.
  17. Solaranlage nach einem der Ansprüche 12 bis 16 dadurch gekennzeichnet, dass Teile der Modulträger umgebogen als Sicherungselemente gegen Abrutschen der Solarmodule umgebogen sind und dass sich Solarmodule mit unteren Kanten an den Sicherungselementen abstützen.
  18. Solaranlage nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass Halteelemente zum Halten der Solarmodule senkrecht zu den Modulebenen auf den Modulträgern auf den Modulträgern befestigt sind.
  19. Solaranlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente an den Solarmodulen zuweisenden Flächen elastische Zwischenelemente aufweisen.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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