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Dokumentenidentifikation DE202005013543U1 15.12.2005
Titel Führungsschiene für den Umlenkbeschlag eines Sicherheitsgurtes für Kraftfahrzeuge
Anmelder Griesemer, Albert, 57462 Olpe, DE
Vertreter Grommes, K., Dr.-Ing., Pat.-Anw., 56068 Koblenz
DE-Aktenzeichen 202005013543
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.12.2005
Registration date 10.11.2005
Application date from patent application 27.08.2005
IPC-Hauptklasse B60R 22/20

Beschreibung[de]

Es zählt zu den wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen, dass Insassen von Kraftfahrzeugen während der Fahrt angegurtet sind. Dazu sind in Kraftfahrzeugen den einzelnen Sitzplätzen Gurtvorrichtungen zugeordnet, welche den unterschiedlichen Größen wechselnder Benutzer angepaßt werden können, indem der Sicherheitsgurt oberhalb der Schulter über einen Umlenkbeschlag verläuft, welcher in einer im wesentlichen vertikal angeordneten Führungsschiene höhenverstellbar geführt und gehalten ist. Die Führungsschienen sind aus Stabilitätsgründen bevorzugt als U-Profil oder C-Profil ausgebildet. Sie werden mit ihrer Basis zur Anlage an der B- oder C-Säule der Karosserie eines Kraftfahrzeuges gebracht und dort befestigt. Die Befestigung kann beispielsweise dergestalt erfolgen, dass die Führungsschiene jeweils in Nähe von ihrem Anfang und Ende eine Bohrung an ihrer Basis aufweist, über die sie mittels Schrauben in (versenkten) Schraubgewinden an der in Betracht kommenden Fahrzeugsäule anschraubbar ist. Eine andere Form der Befestigung besteht darin, dass für eine Befestigungsstelle statt einer Schraubverbindung eine Hakenverbindung gewählt wird, bei der an der Führungsschiene Haken mit einem Hakenmaul vorgesehen sind, welche in entsprechende Schlitze an der jeweiligen Fahrzeugsäule einsetzbar sind. Üblicherweise werden die Haken an der Führungsschiene durch Freistanzen und Umbiegen gewonnen.

Aus der Tatsache, dass sowohl reine Schraubverbindungen als auch kombinierte Schraub-/Hakenverbindungen in unterschiedlicher Bauart zum Einsatz kommen, dabei aber auch die gegenseitigen Abstände, die Profile sowie Materialstärken variieren können, ergeben sich trotz eines relativ einfachen und überschaubaren Sachverhaltes für die Praxis dennoch eine Vielzahl von Ausführungsformen für die Führungsschiene, was eine rationelle Fertigung erschwert.

Es ist deshalb auch schon vorgeschlagen worden (vgl. DE 199 28 162 C2), die Haken nicht gleichzeitig mit der Führungsschiene herzustellen, d.h. beides in einem originären einstückigen Formteil, sondern auf getrennten Wegen und im Ergebnis als zwei voneinander unabhängige lose Einzelteile. Dabei soll die Führungsschiene zwei Bohrungen aufweisen, um sie für eine reine Schraubverbindung verwenden zu können, und soll das die Haken aufweisende Teil ein mit der Führungsschiene verbindbares Zusatzteil sein, welches an der Führungsschiene zu positionieren und daran zu befestigen (z.B. mechanisch zu befestigen oder anzuschweißen) ist.

Damit soll gemäß der vorgenannten DE 199 28 162 C2 eine Vorrichtung zur Verfügung stehen „die es erlaubt, die Fertigungsvielzahl zu vermindern, die äußerst stabil ist und bei der die Führungsschiene eine hohe Festigkeit bei geringer Abmessung und geringem Gewicht aufweist". Ausdrücklich wird auch darauf hingewiesen, dass die Führungsschiene aus Material geringerer Wandstärke gefertigt werden kann und auch die Profilhöhe der Führungsschiene gegenüber dem Stand der Technik vermindert werden kann. So interessant und vielversprechend derartige Aussagen auch klingen mögen, so wenig können sie bei kritischer Betrachtung Bestand haben.

Der Umstand, dass eine Hakenverbindung bei Bedarf gewählt werden kann, indem ein die Haken aufweisendes Zusatzteil zum Grundmodell einer Führungsschiene hinzutritt, welches die Führungsschiene übergreift oder umklammert und so zu einer beständigeren Form beiträgt, bedeutet nämlich nicht einen Stabilitätszuwachs für das Grundmodell einer Führungsschiene im allgemeinen, aus dem eine geringere Wandstärke oder eine sonstige Reduktion an der Führungsschiene abgeleitet werden könnte. Denn die erwähnte stabilere Form gilt bestenfalls für die Kombination von Führungsschiene und Zusatzteil.

Da zur Verringerung der Fertigungsvielzahl das Grundmodell der Führungsschiene aber auch allein, d. h. ohne Zusatzteil voll einsetzbar sein soll, ist also nicht daran zu denken, die Führungsschiene generell aus Material geringerer Wandstärke zu fertigen oder die Führungsschiene durch anderweitige Einsparungen zu schwächen. Käme es dazu, dann müßten die solchermaßen veränderten Führungsschienen tatsächlich zwingend mit einem Zusatzteil verwendet werden und müßten zusätzlich „normal" dimensionierte Führungsschienen weiterhin gefertigt werden, um eben Bedarfsfälle bedienen zu können, bei denen keine Haken gefragt sind. Das im Vordergrund stehende Problem einer Minderung der Fertigungsvielzahl kann jedenfalls so nicht wirksam gelöst werden.

Soweit ein die Führungsschiene übergreifendes Zusatzteil mit der erwähnten Druckschrift geoffenbart und vorgeschlagen wird, soll dessen staibilitätserhaltende oder gar -steigernde Wirkung nicht in Abrede gestellt werden, sie liegt sogar auf der Hand, d.h. sie tritt erwartungsgemäß ein, ist also keinesfalls überraschend. Wie diese – inzwischen auch in der Praxis anzutreffende – Ausführungsform erkennen läßt, wird auch tatsächlich überhaupt kein Material eingespart, sondern wird im Interesse der Festigkeit Material geradezu aufgedoppelt, was offensichtlich ist und sich auch in veränderten (vergrößerten) Außenabmessungen niederschlägt. Eine hohe Zugfestigkeit ist also keinesfalls bei geringer Abmessung und geringem Gewicht ohne weiteres erreichbar.

Wendet man sich noch einmal der Frage zu, inwieweit die Fertigungsvielzahl durch die Möglichkeit einer freien Positionierung der Haken an der Führungsschiene tatsächlich vermindert wird, so ergibt sich der darin gesuchte Rationalisierungseffekt auch nicht von selbst. Dass zu diesem Zweck das Zusatzteil mit den Haken befestigbar sein soll, bedeutet vom Grundsatz her, dass es in recht unterschiedlichen Positionen zum Einsatz kommen kann und soll, was folglich für jeden Fall noch einer näheren Zuordnung und in letzter Konsequenz auch einer Fixierung bedarf.

Werden – wie an der in der Praxis anzutreffenden Ausführungsform – zum leichteren Auffinden der Endposition des Zusatzteils, aber auch zur Erzielung eines besseren Verbundes mit der Führungsschiene Veränderungen an der Führungsschiene getroffen, so läuft dies tatsächlich darauf hinaus, einen einzigen speziellen Bedarfsfall zu bedienen und die Führungsschiene einer generellen Verwendung zu entziehen, zu der sie aber mittels des Zusatzteils ausdrücklich tauglich gemacht werden soll.

Dieses hier kritisch betrachtete Musterbeispiel läßt also nicht mehr als die Lösung eines speziellen Einzelfalles – noch dazu auf umständliche und aufwendige Art – erkennen. Man könnte darin auch einen Rückgriff auf frühere Fertigungsmethoden sehen, als die Umformtechnik noch in den Kinderschuhen steckte und komplizierte Formen stückweise aus den Einzelformen aufgebaut werden mußten.

Hier setzt nun die vorliegende Erfindung an. Sie geht von einem bestehenden Rationalisierungsbedarf in der Hinsicht aus, dass eine normale, d.h. ausschließlich über Schraubverbindungen befestigbare Führungsschiene auch mittels Haken befestigbar sein sollte. Letzteres sollte unter weitgehender Wahrung ihrer Form, Dimension sowie Außenabmessungen möglich sein.

Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass die Führungsschiene im Endbereich an ihrer Basis oder an ihren Schenkeln unmittelbar anschliessend an die Basis mindestens einen sich in Längsrichtung erstreckenden Schlitz aufweist zur wahlweisen Aufnahme (Positionierung) eines abgewinkelten Hakenteils, welches ggf. im Inneren der Führungsschiene an der Basis anliegt, in dieser Lage gesichert ist und mit einem freien Ende über die Führungsschiene nach unten übersteht, wobei es mit der Basis ein Hakenmaul bildet oder ein solches aufweist. Der Schlitz der Führungsschiene und das darin einzuführende freie Ende des Hakenteils sind zweckmäßigerweise so bemessen, dass ein den Zusammenhalt fördernder Preßsitz zustande kommt.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass relativ kleine Ausstanzungen von einfacher geometrischer Form, wie Löcher oder Schlitze sich kaum oder gar nicht schwächend bemerkbar machen. Müssen dagegen größere Ausstanzungen, noch dazu in verschiedenen Ebenen, vorgenommen werden, um daraus beispielsweise Laschen insbesondere mit einem Hakenmaul zu bilden, so kann das nicht mehr vernachlässigt werden. Vielmehr bedarf es insoweit ggf. einer Kompensation durch eine größere Materialstärke, eine Härtung des Materials o.ä.

Da die Erfindung ein in das Innere der Führungsschiene einzusetzendes Hakenteil vorschlägt und dieses auch noch flächig die Führungsschiene über die Basis an die Befestigungssäule andrückt, kommt diesem Teil auch eine stabilisierende Wirkung zu. Dabei trägt es nach außen nicht störend auf und erfüllt so die Forderung nach einem weitgehend formwahrenden, möglichst universellen Einsatz der Führungsschiene. Das erfindungsgemäße Hakenteil entspricht auch gut dem generellen Trend im Automobilbau, den erforderlichen Materialeinsatz in engen Grenzen zu halten. So kann das Hakenteil selbst recht einfach und klein, z.B. insgesamt etwa U-förmig ausgebildet sein.

Vorteilhaft weist der an der Basis anliegende Abschnitt des Hakenteils einen Anschlag für einen Umlenkbeschlag auf.

Bei einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens besteht der Anschlag aus einer Art Fahne, welche aus dem anliegenden Abschnitt (im Wege einer einfachen Verformung) herausgedrückt – und dem Umlenkbeschlag entgegengerichtet ist.

Einer Materialersparnis dient es auch, wenn der anliegende Abschnitt des Hakenteils durch mindestens eine Sicke formversteift ist.

Vorteilhaft sind die freien Enden des Hakenteils an ihrer dem Hakenmaul abgewandten Seite so abgerundet oder angeschrägt, dass sie sich über die – als Anschlag und Schwenkachse dienende – Vorderkante des jeweiligen Schlitzes bis zu ihrer Endlage vollständig und paßgenau in den Schlitz einschwenken lassen.

Die gewünschte Endposition des Hakenteils lässt sich bis zu einem gewissen Grade schon dadurch sichern, dass die Rundung oder Schräge der freien Enden des Hakenteils bis unmittelbar unter die Basis der Führungsschiene reicht und dabei zur Bildung einer Klemmnase geringfügig über den Schlitz hinausführt.

Nach einem weiteren Vorschlag ist das Hakenteil im eingesetzten Zustand durch ein Verbördeln des anliegenden Abschnitts an einer in der Führungsschiene enthaltenen Bohrung gesichert. Weil das erfindungsgemäße Hakenteil in aller Regel im Bereich einer Bohrung für eine Schraubverbindung zu positionieren ist, kann so die vorhandene Bohrung – welche mit der Wahl einer Hakenverbindung ihre ursprüngliche Bedeutung verliert – sinnvoll anderweitig genutzt werden.

Eine noch wirksamere Lagesicherung ist gegeben, wenn das Hakenteil im eingesetzten Zustand durch seitliche Verprägungen an den Schenkeln der Führungsschiene dicht über dem anliegenden Abschnitt des Hakenteils gesichert ist. Dabei wird der Umstand ausgenutzt, dass das Hakenteil ein wirksames Widerlager für eine Verprägung bildet, so dass diese dicht über dem oberen Rand des Hakenteils ansetzen und mit einfachen Werkzeugen ausgeführt werden kann. Für die Verprägung kommen unterschiedliche Ausgestaltungen (Formen) in Betracht, insbesondere eine Bombierung.

Im übrigen lassen erfindungsgemäße Hakenteile auch andere Maßnahmen zur Lagesicherung zu, darunter ein Anschweißen.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens verfügt das Hakenteil ursprünglich über ein mit seinem mittleren flachen Abschnitt fluchtendes freies Ende, welches ein seitliches Einschieben des Hakenteils in die an den Schenkeln der Führungsschiene angeordneten Schlitze bis zum Anschlag an dem abgewinkelten freien Ende des Hakenteils erlaubt und welches so beschaffen ist, dass es sich anschließend zur Lagesicherung des Hakenteils parallel zu dem bereits abgewinkelten anderen freien Ende abwinkeln läßt.

Hierbei dienen die an den Schenkeln vorgesehenen Schlitze nicht nur zur Positionierung, sondern gleichzeitig auch zur Höhenbegrenzung, d.h. sie verhindern ein Abheben des Hakenteils von der Basis der Führungsschiene. Dem später abgewinkelten freien Ende des Hakenteils kommt nur noch eine verhältnismäßig einfache und leicht zu erfüllende Sicherungsfunktion zu, nämlich das Hakenteil in seiner Endlage zu halten, indem seine Verschiebbarkeit (durch Abwinkeln des ursprünglich flachen freien Endes) aufgehoben wird. Da sich die eigentliche Krafteinwirkung bei Belastung nicht gegen das abgewinkelte freie Ende des Hakenteils, sondern gegen die Schlitze und damit in die Schenkel bzw. gegen die Basis richtet, ist damit ein hohes Maß an Belastbarkeit und Sicherheit gewährleistet.

Um das Abwinkeln zu erleichtern weist das Hakenteil bei einer Weiterentwicklung eine Biegelinie mit einer Einkerbung für das abzuwinkelnde freie Ende auf.

Weitere Einzelheiten und Vorteile werden nachfolgend für zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen:

1 eine erste erfindungsgemäße Führungsschiene in perspektivischer Ansicht,

2 ein zugehöriges erfindungsgemäßes Hakenteil vor dem Einsetzen in die Führungsschiene von 1 in perspektivischer Ansicht,

3 die Gegenstände von 1 und 2 in zusammengesetzter Form im Längsschnitt,

4 den Gegenstand von 3 in Draufsicht,

5 den Gegenstand von 3 in einem Querschnitt entlang der Linie V-V,

6 eine zweite erfindungsgemäße Führungsschiene in perspektivischer Ansicht,

7 ein zugehöriges erfindungsgemäßes Hakenteil vor dem Einsetzen in die Führungsschiene von 6,

8 die Gegenstände von 6 und 7 in zusammengesetzter und gesicherter Form in einer Seitenansicht,

9 den Gegenstand von 8 in Draufsicht,

10 die Führungsschiene von 6 noch ohne Hakenteil in einem Schnitt entlang der Linie X-X gemäß 9,

11 die Führungsschiene von 6, nachdem darin das zugehörige Hakenteil von 6 seitlich bis zum Anschlag eingeschoben worden ist, ebenfalls in einem Schnitt entlang der Linie X-X gemäß 9,

12 den Gegenstand von 11, nachdem das ursprünglich mit seinem mittleren flachen Abschnitt fluchtende freie Ende des Hakenteils parallel zu dem anderen freien Ende abgewinkelt worden ist.

Nach 1 ist eine Führungsschiene 1 für den Umlenkbeschlag eines Sicherheitsgurtes für Kraftfahrzeuge als C-Profil ausgebildet, d.h. sie besitzt eine flache Basis 2, an die sich zwei Schenkel 3 mit umgebogenen oder eingezogenen Rändern 3a anschließen. In ihrem oberen wie unteren Endbereich weist die Führungsschiene 1 eine Bohrung 4 auf, welche der Befestigung an einer B- oder C-Säule in einem Kraftfahrzeug mittels einer Schraubverbindung dient. Die Führungsschiene 1 ist erfindungsgemäß dahingehend weitergebildet, dass sie wahlweise auch mittels einer Hakenverbindung befestigt werden kann, und zwar unter Wahrung ihrer äußeren Form. Dazu ist sie vorliegend in ihrem unteren Endbereich mit zwei sich in Längsrichtung erstreckenden Schlitzen 5 an ihrer Basis 2 versehen. Die Schlitze 5 reichen bis unmittelbar an die Schenkel 3. Um die Schlitze 5 von oben ungehindert erreichen zu können, weisen die Schenkel 3 in diesem Bereich keine umgebogenen Ränder mehr auf.

In 2 ist nun ein Hakenteil 6 dargestellt, welches für eine wahlweise Befestigung der bereits erläuterten Führungsschiene 1 bestimmt ist. Das Hakenteil 6 ist insgesamt etwa U-förmig ausgebildet, nämlich mit einem zur Anlage an der Basis 2 der Führungsschiene 1 bestimmten flachen Abschnitt 7 sowie zwei davon abgewinkelten Abschnitten, welche hier als freie Enden 8 bezeichnet werden. Die freien Enden 8 weisen jeweils ein nach vorne offenes Hakenmaul 9 auf. An ihrer dem Hakenmaul 9 abgewandten Seite sind die freien Enden 8 teils abgerundet und teils angeschrägt, was dem Hakenteil 6 eine für das Einsetzen in die Führungsschiene 1 erforderliche bzw. dienliche Bewegungsfreiheit verleihen soll.

Wie weiter ersichtlich, beginnt das Hakenmaul 9 mit einem leichten Versatz unterhalb dem Abschnitt 7, wobei der Versatz der Materialstärke an der Basis 2 der Führungsschiene 1 entspricht. Damit bleibt das Hakenmaul 9 so erhalten und wirksam, wie es die freien Enden 8 ursprünglich aufweisen. Ohne Versatz würde die Basis 2 – nach dem Einsetzen des Hakenteils 6 in die Führungsschiene 1 – in den Bereich des Hakenmauls 9 einrücken und zusammen mit den freien Enden 8 ein anderes (kleineres) Hakenmaul bilden.

An der bereits erwähnten abgerundeten und angeschrägten Rückseite der freien Enden 8 findet sich im übrigen eine Klemmnase 10, welche mit einem entsprechenden Versatz unterhalb dem Abschnitt 7 verläuft und mit ihrer über den jeweiligen Schlitz 5 hinaus führenden Nasenlänge die Basis 2 zumindest geringfügig untergreift. Damit läßt sich das Hakenteil 6 bis zu einem gewissen Grade bereits in seiner Endlage sichern. Um die beschriebene Maßnahme in der Zeichnung überhaupt sichtbar zu machen, ist sie darin überproportional dargestellt. Tatsächlich braucht die Nasenlänge noch nicht einmal 1 mm zu betragen. So reichen bereits 0,2 bis 0,3 mm aus. Damit läßt sich die Klemmnase 10 (gewaltsam) in eine Stellung unterhalb des Schlitzes 5 pressen, aus der sich das Hakenteil 6 nicht mehr von alleine zurückbewegt.

Im übrigen weist das Hakenteil 6 einen Anschlag 11 für einen Umlenkbeschlag auf, nämlich vorliegend nach Art einer Fahne, welche aus dem Abschnitt 7 herausgedrückt und einem (hier nicht näher dargestellten) Umlenkbeschlag entgegen gerichtet ist.

Die vorstehend erwähnten Merkmale finden sich in den 35 wieder, welche die Führungsschiene 1 mit eingesetztem Hakenteil 6 in verschiedenen Darstellungen zeigen. Dabei befinden sich Hakenteil 6 und Führungsschiene 1 jeweils in einem Preßsitz. Zusätzlich ist das Hakenteil 6 noch durch seitliche Verprägungen 12 gesichert, welche vorliegend als Bombierung bezeichnet werden können. Sie setzen in ihrer Krafteinwirkung dicht oberhalb des anliegenden Abschnitts 7 ein und machen sich den Umstand zunutze, dass der Abschnitt 7 dafür ein stabiles Widerlager bildet, so dass in einem einfachen Verformungsvorgang und mit einfachen Werkzeugen eine stärkere und hochwirksame Verformung vorgenommen werden kann. Im übrigen kann das Hakenteil 6 noch durch weitere Verformungsmaßnahmen (z.B. Sicken) in sich versteift werden.

In den 612 ist eine zweite bevorzugte Ausführungsform dargestellt, bei der Schlitze 5' an den Schenkeln 3' einer Führungsschiene 1' vorgesehen sind, und zwar unmittelbar an die Basis 2 der Führungsschiene 1' anschließend. Ein darin einzusetzendes Hakenteil 6' ist ursprünglich so geformt, dass ein freies Ende 8' mit seinem mittleren flachen Abschnitt 7 fluchtet, während ein zweites freies Ende 8 davon abgewinkelt ist.

In diesem Zustand läßt sich das Hakenteil 6' seitlich in die Schlitze 5' der Schenkel 3' der Führungsschiene 1' einschieben, und zwar bis das abgewinkelte freie Ende 8 des Hakenteils 6' an dem nächstliegenden Schenkel 3' der Führungsschiene 1' zum Anschlag kommt. Damit hat das Hakenteil 6' die gewünschte Endlage erreicht. Es kann darin wirksam gesichert werden, indem jetzt das freie Ende 8' nach unten – parallel zu dem anderen freien Ende 8' – abgewinkelt wird. Danach läßt sich das Hakenteil 6' nicht mehr aus den Schlitzen 5' herausziehen oder auch in anderer Richtung bewegen. Insbesondere ist das nunmehr U-förmige Hakenteil 6' bei seinem bestimmungsgemäßen Gebrauch hoch belastbar, weil sich die eigentliche Krafteinwirkung nicht gegen das abgewinkelte freie Ende, sondern in die Schenkel bzw. gegen die Basis der Führungsschiene richtet. Damit das Abwinkeln des freien Endes 8' sauber, mühelos und unkompliziert erfolgen kann, ist am Übergang vom flachen Abschnitt 7 des Hakenteils 6' zu seinem freien Ende 8' eine Biegelinie 13 mit einer Einkerbung vorgesehen.

1,1'Führungsschiene 2Basis 3,3'Schenkel 3aRand 4Bohrung 5,5'Schlitz 6,6'Hakenteil 7(mittlerer) flacher Abschnitt 8,8'freies Ende 9Hakenmaul 10Klemmnase 11Anschlag, Fahne 12Verprägung 13Einkerbung, Biegelinie

Anspruch[de]
  1. Führungsschiene (1) für den Umlenkbeschlag eines Sicherheitsgurtes für Kraftfahrzeuge, insbesondere in einer Ausbildung als U-Profil oder C-Profil, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (1) im Endbereich an ihrer Basis (2) oder an ihren Schenkeln (3') unmittelbar anschließend an die Basis (2) mindestens einen sich in Längsrichtung erstreckenden Schlitz (5, 5') aufweist, zur wahlweisen Aufnahme eines abgewinkelten Hakenteils (6, 6'), welches ggf. im Innern der Führungsschiene (1, 1') an der Basis (2) anliegt, in dieser Lage gesichert ist und mit einem freien Ende (8) über die Führungsschiene (1, 1') nach unten übersteht, wobei es mit der Basis (2) ein Hakenmaul (9) bildet oder ein solches aufweist.
  2. Führungsschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Schlitze (5, 5') in parallelem Abstand an der Basis (2) oder den Schenkeln (3') der Führungsschiene (1, 1') vorgesehen sind zur Aufnahme eines Hakenteils (6) mit zwei freien Enden (8, 8').
  3. Führungsschiene nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenteil (6, 6') insgesamt U-förmig ausgebildet ist.
  4. Führungsschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der an der Basis (2) anliegende Abschnitt (7) des Hakenteils (6, 6') einen Anschlag (11) für einen Umlenkbeschlag aufweist.
  5. Führungsschiene nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (11) aus einer Art Fahne besteht, welche aus dem anliegenden Abschnitt (7) herausgedrückt und dem Umlenkbeschlag entgegengerichtet ist.
  6. Führungsschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der anliegende Abschnitt (7) des Hakenteils (6, 6') durch mindestens eine Sicke formversteift ist.
  7. Führungsschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden (8) des Hakenteils (6) an ihrer dem Hakenmaul (9) abgewandten Seite so abgerundet oder angeschrägt sind, dass sie sich über die Vorderkante des jeweiligen Schlitzes (5) bis zu ihrer Endlage vollständig paßgenau in den Schlitz (5) einschwenken lassen.
  8. Führungsschiene nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rundung oder Schräge der freien Enden (8) des Hakenteils (6) bis unmittelbar unter die Basis (2) der Führungsschiene (1) reicht und dabei zur Bildung einer Klemmnase (10) geringfügig über den Schlitz (5) hinausführt.
  9. Führungsschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenteil (6, 6') im eingesetzten Zustand durch ein Verbördeln des anliegenden Abschnitts (7) an einer in der Führungsschiene (1, 1') enthaltenen Bohrung gesichert ist.
  10. Führungsschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenteil (6) im eingesetzten Zustand durch seitliche Verprägungen (12) an den Schenkeln (3) der Führungsschiene (1) dicht über dem anliegenden Abschnitt (7) des Hakenteils (6) gesichert ist.
  11. Führungsschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenteil (6') ursprünglich über ein mit seinem mittleren flachen Abschnitt (7) fluchtendes freies Ende (8') verfügt, welches ein seitliches Einschieben des Hakenteils (6') in die Schlitze (3') der Führungsschiene (1') bis zum Anschlag an dem abgewinkelten freien Ende (8) erlaubt und welches so beschaffen ist, dass es sich anschließend zur Lagesicherung des Hakenteils (6') parallel zu dem bereits abgewinkelten anderen freien Ende (8) abwinkeln läßt.
  12. Führungsschiene nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenteil (6') eine Biegelinie mit einer Einkerbung (13) für das abzuwinkelnde freie Ende (8') aufweist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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