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Flexibles Fachsystem - Dokument DE202005013806U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202005013806U1 15.12.2005
Titel Flexibles Fachsystem
Anmelder ConTeyor Multibag Systems N.V., Merelbeke, BE
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65183 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 202005013806
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.12.2005
Registration date 10.11.2005
Application date from patent application 31.08.2005
IPC-Hauptklasse B65D 25/04
IPC-Nebenklasse B32B 3/12   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein flexibles Fachsystem, bestehend aus einer Mehrzahl zusammenhängender Zellen, die von flexiblen Wänden aufgespannt werden und die durch Aneinanderlegen gegenüberliegender oder benachbarter Wände der Zellen zusammenlegbar sind, wobei die Zellen in mehreren Reihen nebeneinander angeordnet sind, so daß sie ein Feld bzw. Array von Zellen bilden.

Entsprechende flexible Fachsysteme sind im Stand der Technik bekannt. Insbesondere ist ein entsprechendes flexibles Fachsystem beschrieben in einer noch nicht veröffentlichten, aber gleichzeitig anhängigen deutschen Patentanmeldung Nr. 10 2004 008 969.8 derselben Anmelderin. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere, aber nicht ausschließlich eine Verbesserung des in dieser vorgenannten deutschen Patentanmeldung beschriebenen Fachsystems.

Zusammenlegbare Fachsysteme sind an sich im Stand der Technik bekannt. Beispielsweise sind Fachsysteme bekannt, die aus parallel angeordneten Streifen aus Pappe bestehen, die in regelmäßigen Abständen von einer Seite her Einschnitte aufweisen und die mit korrespondierend ausgebildeten Pappstreifen, welche sich senkrecht zu den erstgenannten, parallelen Pappstreifen erstrecken, zusammengesteckt sind, die ebenfalls entsprechende, seitlich in etwa bis zur Hälfte ragende Schlitze aufweisen, so daß die einander kreuzenden Pappstreifen im Bereich der jeweils einander zugewandten Schlitze zusammengesteckt werden, wobei der Schlitz eines Streifens jeweils eine Hälfte des gegenüberliegend und senkrecht zu dem erstgenannten verlaufenden Pappstreifens umgreift, in die sich der Schlitz dieses Streifens nicht hineinerstreckt.

Diese Facheinteilungen kann man, indem sie diagonal geschert werden, auch in einen mehr oder weniger eng gefalteten Zustand zusammenlegen. Allerdings wird das zusammengefaltete System deutlich länger und erreicht eine Länge, die im wesentlichen der Summe zweier Seiten des zuvor in rechtwinkliger Form aufgespannten Fachsystems erreicht.

Diese Fachsysteme sind außerdem nicht flexibel, d.h. die aus Pappe oder dergleichen bestehenden Wände sind relativ starr und können sich nicht flexibel an in den Fächern aufgenommene Gegenstände anschmiegen. Außerdem kann ein solches Fachsystem leicht auseinanderfallen bzw. leicht auseinandergezogen werden, da die wechselseitig ineinander greifenden Schlitzbereiche keinen sicheren Halt bieten. Derartige Systeme verschleißen außerdem relativ schnell, wenn sie Belastungen ausgesetzt werden und z.B. auch, wenn sie mehrfach zusammengefaltet und wieder aufgefaltet werden. Wenn in den Fächern aufgenommene Gegenstände in einer Richtung etwas größer sind als das betreffende Fach, können die entsprechenden Pappstreifen auch leicht beschädigt werden oder einreißen. Das flexible Fachsystem, welches in der gleichzeitig anhängigen deutschen Patentanmeldung 10 2004 008 969.8 beschrieben wird, bringt demgegenüber bereits Verbesserungen, da es aus flexiblen Bahnen besteht, die sich der Form eines Gegenstandes wesentlich besser anpassen können und die gleichzeitig aus einem wesentlich belastbareren Textil- oder Vliesmaterial hergestellt sein können als Pappe. Ein Nachteil dieses bekannten Systems besteht jedoch darin, daß es für den Gebrauch jeweils in einen entsprechenden starren Behälter eingesetzt und in seiner äußeren Form den Abmessungen des äußeren Behälters angepaßt werden muß, um darin ein entsprechendes Fachsystem aufzuspannen. Das Fachsystem muß dabei entweder durch entsprechende Gegenstände gefüllt und dadurch stabilisiert werden, oder aber es muß durch zusätzliche Mittel mit den Wänden des entsprechenden Behälters verbunden werden, um in aufgespannter Form zu verbleiben.

Dabei ist es zwar weiterhin nicht ausgeschlossen, daß der Behälter ein zusammenklappbarer Behälter ist, jedoch gibt es kaum eine sinnvolle Möglichkeit, das Fachsystem gemeinsam mit dem entsprechenden Behälter zusammenzuklappen.

Gegenüber diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein flexibles Fachsystem zu schaffen, welches zwar einerseits den Vorteil einer hohen Flexibilität der einzelnen Zellen bzw. der Wände der Zellen aufweist, gleichzeitig jedoch auch allein für sich frei aufstellbar ist und nicht in sich zusammenfällt oder sich zusammenzieht, wenn es in aufgespanntem Zustand in einen größeren Behälter gestellt wird, ohne mit dessen Wänden verbunden zu werden.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Außenwände von auf gegenüberliegenden Seiten des Arrays liegenden Reihen von Zellen jeweils eine starre Wand aufweisen, welche ihrerseits mindestens je ein über die mit der starren Wand verbundene Reihe des Arrays hinausragendes, weiteres starres Wandelement aufweist, welches unter einem Abknickwinkel von mindestens 30° zu dem Array hin mit der starren Wand verbunden bzw. verbindbar ist. Vorzugsweise beträgt der mögliche Abknickwinkel 90° zu dem Array hin und besonders bevorzugt bis zu 180° zumindest in der von dem Array von Zellen abgewandten Richtung.

Die auf gegenüberliegenden Seiten des Arrays mit jeweils der äußersten Reihe von Zellen verbundenen, starren Wandelemente lassen sich in Richtung aufeinander zu zusammenschieben, wobei die dazwischenliegenden Zellen zusammenfallen, oder sie lassen sich auch in der Gegenrichtung auseinanderziehen, wobei die dazwischenliegenden Zellen aufgespannt werden. Dabei können diese gegenüberliegenden Wandelemente auch in ihrer Längsrichtung relativ zueinander versetzt werden, so daß das Array mehr oder weniger geschert wird. Das mindestens eine zusätzliche Wandelement, welches an das erste Wandelement anschließt, das mit einer der äußeren Reihen von Zellen verbunden ist, kann dann in Richtung des Arrays abgeknickt bzw. umgeklappt werden und bildet so für eine verbleibende Seite des Arrays, die bis dahin kein starres Wandelement aufwies, eine zusätzliche starre Wand. Zweckmäßigerweise ist das freie Ende dieses weiteren starren Wandelements so ausgebildet, daß es mit dem zugewandten Ende der gegenüberliegenden starren Wand verbindbar ist, welche auf der gegenüberliegenden Seite des Arrays vorgesehen ist. Das gleiche geschieht auch mit dem weiteren starren Wandelement, welches an der Wand der gegenüberliegenden Seite angebracht ist.

Es ist auch möglich, beide Enden der an den äußersten Reihen befestigten starren Wände mit je einem entsprechend kürzer ausgebildeten, auf beiden Seiten überstehenden und unter einem entsprechenden Abknickwinkel verbindbaren oder verbundenen weiteren starren Wandelement zu versehen. Wenn die genannten starren Wände auseinandergezogen sind, werden die an gegenüberliegenden Wänden angeordneten und überstehenden Wandelemente in einem entsprechend abgeknickten Zustand angebracht oder umgeklappt, wobei die freien Enden der überstehenden Wandelemente an gegenüberliegenden Wänden zusammentreffen und miteinander verbunden werden.

Wie bereits erwähnt, ist eine Variante der Erfindung besonders bevorzugt, bei welcher diese weiteren starren Wandelemente zu der von dem Array von Zellen abgewandten Seite hin um 180° gegenüber dem ersten starren Wandelement abgeknickt bzw. umgeklappt werden können. Sie liegen dann mit ihrer Außenseite flach an der Außenseite der starren Wände an. Zweckmäßigerweise ist zwischen der starren Wand und dem weiteren starren Wandelement ein Scharnier vorgesehen, wobei dieses Scharnier auch ein Biegescharnier sein kann, welches aus einem flexiblen Band oder Streifen besteht. Wenn die flexiblen Wandelemente aus Kunststoff bestehen, kann das Scharnier beispielsweise auch aus einem bewußt dünnwandig und einstückig mit der starren Wand hergestellten Verbindungsabschnitt zwischen der Wand und dem starren Wandelement gebildet werden.

Darüber hinaus ist eine Ausführungsform der Erfindung bevorzugt, bei welcher die Zellen so aufgebaut sind wie bei dem flexiblen Fachsystem der DE 10 2004 008 969.8, indem nämlich die Reihen von Zellen gebildet sind durch eine Mehrzahl paralleler Bahnen, wobei jeweils benachbarte Bahnen entlang im wesentlichen paralleler Linien miteinander verbunden sind und die Verbindungsstellen jeweils benachbarter Reihen gegeneinander versetzt sind.

Die äußeren Reihen des Arrays bzw. die äußeren Wände des flexiblen Teils des Arrays können beispielsweise über Klettband mit der starren Wand verbunden sein, sie können aber auch angeheftet sein, angenäht, angeklebt oder angetackert sein. Besonders bevorzugt ist eine Variante der vorliegenden Erfindung, bei welcher die äußeren flexiblen Wände der Mehrzahl zusammenhängender Zellen zumindest über einen Teil des Verbindungsbereichs mit der starren Wand in Längsrichtung einer Reihe von Verbindungspunkten verschiebbar an der starren Wand befestigt sind. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, daß die Befestigungspunkte beim Auseinanderziehen der gegenüberliegenden starren Wände und bei der entsprechenden Verformung der flexiblen Wandelemente, die dann in etwa wellenförmig oder zickzackförmig verlaufen, näher zusammenrücken können und einen kleineren Abstand haben als in dem zusammengelegten Zustand, in welchem die beiden starren Wände aufeinander zubewegt werden, so daß sich dazwischen die flexiblen Wandelemente in einen flachen, ebenen Zustand strecken, so daß in diesem Zustand die Befestigungspunkte an der starren Wand einen weiteren Abstand annehmen können, indem sie in Längsrichtung in einer entsprechenden Führung gleiten. Die Befestigung kann beispielsweise über eine Art von Knöpfen oder Nieten erfolgen, die in Längsschlitzen der starren Wand verschiebbar gelagert sind. Dabei kann beispielsweise ein zentraler Befestigungspunkt unverschiebbar fixiert sein.

Die äußeren flexiblen Bahnen können aber auch ohne weiteres an Punkten, die den Befestigungspunkten der jeweiligen Zwischenebene entsprechen, fest mit der starren Wand verbunden sein, wobei sich die äußere Bahn dann notwendigerweise in Falten legt, denn der Abstand der starren Befestigungspunkte sollte dem Abstand der Kontaktflächen bzw. -Linien der flexiblen Bahnen im aufgespannten Zustand entsprechen.

Da nur zwei der starren Wände auf gegenüberliegenden Seiten des Arrays mit der jeweils äußersten Reihe von Zellen verbunden sind bzw. die Außenwand der äußersten Reihen bilden, während die anderen Wände als überstehende Wandabschnitte abknickbar und scharnierartig bezüglich der erstgenannten Wände bewegbar sind, läßt sich das erfindungsgemäße flexible Fachsystem in einen sehr engen Zustand zusammenfalten und läßt sich dennoch mit einer durch die starren Wände bzw. Wandelemente vorgegebenen Kantenlänge als ein Array bzw. Feld von Zellen frei aufstellen und aufspannen, wobei die einzelnen Zellen eine wohldefinierte Form und Größe annehmen.

Es versteht sich, daß man dieses flexible und zusammenfaltbare Fachsystem zu einer größeren Transport- oder Lagervorrichtung erweitern kann, welche ein äußeres Gehäuse oder einen Rahmen aufweist, dessen Innenmaße einem ganzzahligen Vielfachen (einschließlich dem Einfachen) der Außenmaße des bzw. der jeweiligen darin aufzunehmenden flexiblen Fachsysteme entspricht. Entsprechende flexible Fachsysteme können selbstverständlich auch übereinander gestapelt werden. Dabei kann man beispielsweise je ein gefülltes Fachsystem mit einer Folie oder Bahn oder auch einer dünnen Platte abdecken und ein weiteres flexibles Fachsystem darüber anordnen, zweckmäßigerweise so, daß jeweils die starren Wandelemente der übereinander angeordneten Fachsysteme miteinander ausgerichtet sind. Zweckmäßig ist es weiterhin, wenn die flexiblen Wände aus einem elastischen Material bestehen, welches um zumindest 20 bis 50% dehnbar ist. Auf diese Weise kann man sicherstellen, daß sich die flexiblen Wände beim Zusammenlegen des Fachsystems entsprechend zusammenziehen und damit weniger Platz in Anspruch nehmen als ein Fachsystem, dessen Wände aus nicht dehnbarem, flexiblem Material bestehen.

Bevorzugte oder zweckmäßige Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung weisen im einzelnen die folgenden Merkmale auf, die sowohl unabhängig voneinander als auch in Kombination miteinander realisiert werden können. Die flexiblen Wände 2 bestehen vorzugsweise aus einem textilen Material, d.h. z.B. aus einem Gewebe oder aus einem nicht-gewobenen textilen Material, wie z.B. einem Filz. Die jeweils äußeren der flexiblen Bahnen sind an Befestigungspunkten, möglichst parallelen Befestigungslinien oder Befestigungsflächen an der starren Wand 5 befestigt, wobei der Abstand der Befestigungspunkte bzw. -linien oder -flächen entlang der starren Wand 5 gemessen kleiner ist als derselbe Abstand, wenn er entlang der flexiblen Bahn 2 gemessen wird, d.h. die äußeren flexiblen Bahnen 2 verlaufen gewellt bzw. in Falten gelegt, wenn das flexible Fachsystem sich in einem zusammengeklappten Zustand befindet. Die starren Wände und die Wandelemente 6, 6', 6'', 16 und 17 sowie die Bodenelemente 18, 19 können z.B. aus einem Kartonmaterial hergestellt sein, sie können aber auch aus anderen, vorzugsweise dünnwandigen, mehr oder weniger steifen oder halbsteifen Materialien hergestellt sein, wie z.B. dünnen Kunststoffplatten, z.B. aus einem thermoplastischen Kunststoff, oder sie könnten auch aus Sperrholz oder dünnen Metall- bzw. Blechplatten gefertigt sein, wobei Scharniere bzw. Scharnierverbindungen am einfachsten in Form elastischer Streifen aus einem textilen Material oder aus Kunststoff gebildet werden. Selbstverständlich sind auch reguläre Scharnierverbindungen mit Zapfen und Ösen denkbar. Die Wände, Wandelemente und Bodenelemente können auch ein textiles Material aufweisen, und z.B. aus zweilagigem textilem Material bestehen, die Taschen oder Schlaufen bilden und in welche einfach Platten aus Karton, Kunststoff oder einem anderen steifen oder halbsteifen Material eingeschoben sind. Soweit die textilen Bahnen für Wände und Bodenelemente und Wandelemente einstückig zusammenhängen, werden dann die Scharniere einfach durch die doppellagigen textilen Bahnen bzw. die Verbindungsstücke zwischen doppellagigen, textilen Taschen oder Bahnen gebildet.

Die zusammenklappbaren Wandelemente und in gleicher Weise auch die zusammenklappbaren Bodenelemente sollten möglichst einfach und leicht miteinander in Verbindung bringbare Endabschnitte aufweisen, wie z.B. Schlitz oder Schlitz-Hakenverbindungen, die in einfacher Weise ineinandergehakt werden können, indem die jeweiligen, einander gegenüberliegenden Elemente leicht gegeneinander verschoben und wieder in die reguläre Position zurückgebracht werden. Desgleichen kommen einfache Klettbandverbindungen oder auch einfach ein Reibungseingriff für die Verbindung in Frage. Bodenelemente müssen dabei nicht notwendigerweise fest miteinander oder mit ihrem freien Ende fest mit einem Wandelement verbunden werden, da es unter Umständen ausreicht, wenn der Boden auf einer Unterlage aufliegt und das Fachsystem darauf ruht. Insbesondere wenn das Fachsystem nicht als Ganzes mit darin befindlichen Gegenständen entnommen werden muß, können die Bodenelemente 18 bzw. 19 einfach einseitig mit einem Wandelement 5 verbunden sein, während das andere Ende des Bodenelements frei beweglich bleibt.

Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform und der zugehörigen Figuren. Es zeigen:

1 eine Draufsicht von oben auf ein mehrkammeriges Unterteilungselement entsprechend der deutschen Patentanmeldung 10 2004 008 969.8, welches horizontal auseinandergezogen wird,

2 eine Draufsicht auf das Unterteilungselement nach 1, welches horizontal auseinandergezogen wurde, in einem Zustand ohne (linker Teil) und mit Transportbehälter (rechter Teil),

3 eine Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung mit starren Wänden und jeweils zwei abknickbaren starren Wandelementen,

4 schematisch eine Draufsicht auf eine Variante des Systems nach 3, bei welcher die starren, abknickbaren Wandelemente jeweils nur an einem Ende der ersten starren Wandelemente vorgesehen sind,

5 ein Schema eines Verfahrens zur Herstellung des flexiblen Zellenarrays,

6 eine weitere Variante mit umklappbaren Bodenelementen,

7 eine Variante mit einem einzelnen umklappbaren Bodenelement und

8 stapelbare flexible Fachsysteme mit Zwischenboden.

In 1 ist dargestellt, wie ein erfindungsgemäßes mehrkammeriges Unterteilungselement 10 schrittweise entfaltet bzw. aufgespannt wird. Die Darstellung ist so zu verstehen, daß, wenn das Unterteilungselement horizontal aufgefaltet bzw. auseinandergezogen wird, die Darstellung eine Draufsicht von oben auf das Unterteilungselement ist. Auf der linken Seite von 1 ist zu erkennen, daß in diesem Zustand noch nicht alle Bahnen 2 entfaltet sind. Die in der Darstellung oberen vier Bahnen 2 sind allerdings schon auseinandergezogen und bilden dadurch, daß sie an gemeinsamen Kontaktflächen miteinander verbunden sind, drei Reihen von im wesentlichen kreisförmigen bis elliptischen Kammern bzw. Zellen 1 aus. Auf der rechten Seite von 1 ist das Unterteilungselement 10 beinahe vollständig aufgefaltet, und es sind sieben Reihen 4 von Zellen 1 zu erkennen, die durch die Bahnen 2 ausgebildet werden, da jeweils benachbarte Bahnen 2 über gemeinsame Kontaktflächen 9 miteinander verbunden sind.

In 2 ist ein Unterteilungselement 1 zu erkennen, das vollständig aufgefaltet bzw. aufgespannt ist. An den am weitesten außen befindlichen Punkten der Bahnen 3 befinden sich Fixierungselemente aus Klebeband und/oder Klettband 9, über die das Unterteilungselement 1 in einem Transportbehälter fixierbar ist (rechte Seite von 2).

Wie man anhand der 1 und 2 erkennt, besteht das flexible Fachsystem aus flexiblen Wänden 2, die im zusammengelegten Zustand einen Stapel dicht aufeinanderliegender Bahnen bilden. Jeweils benachbarte Bahnen sind an Kontaktflächen, vorzugsweise in Streifenform senkrecht zur Papierebene, miteinander verbunden und die Position dieser Kontaktflächen bzw. Kontaktstreifen wechselt jeweils von einer Zwischenebene zur nächsten.

Darüber hinaus ist es selbstverständlich möglich, den Wechsel der Kontaktflächen nicht in der dargestellten, regelmäßigen Form vorzunehmen, bei welcher in jeder zweiten Ebene die Kontaktfläche wieder dieselbe Position hat, sondern die Kontaktflächen könnten beispielsweise in Längsrichtung (in den Figuren horizontal) der Bahnen auch jeweils um ein Drittel oder ein Viertel des Abstandes der Kontaktflächen innerhalb einer Ebene versetzt sein.

Was die konkrete Herstellung des aus den flexiblen Wänden bzw. Bahnen 2 bestehenden Teils des Fachsystems angeht, wird auf die bereits erwähnte ältere Anmeldung der Anmelderin DE 10 2004 008 969.8 verwiesen, deren Inhalt hier durch diese Bezugnahme übernommen wird.

Des weiteren wird auf 5 und die zugehörige Beschreibung Bezug genommen, die im wesentlichen aus der älteren Patentanmeldung Nr. 10 2004 008 969.8 übernommen wurde.

Wichtig ist bei der vorliegenden Erfindung unter anderem, daß die freien Enden der überstehenden Elemente entweder mit dem entsprechenden Ende eines gegenüberliegenden, überstehenden Wandelements oder aber mit dem Ende eines mit einer gegenüberliegenden Reihe von Zellen verbundenen starren Wandelementes lösbar verbunden werden kann. Erst diese Lösbarkeit der Verbindung ermöglicht in einfacher Weise ein Zusammenfalten in einen sehr platzsparenden Zustand, indem, wie bereits erwähnt, die abknickbaren Wandelemente von dem jeweils gegenüberliegenden Teil gelöst und um 180° auf die Rückseite des mit ihnen verbundenen starren Wandelements zurückgeklappt werden.

In den 3ac erkennt man eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fachsystems in drei verschiedenen Zuständen, wobei 3a einen im wesentlichen vollständig zusammengelegten Zustand zeigt, 3b einen teilweise entfalteten Zustand zeigt und 3c einen vollständig entfalteten bzw. aufgespannten Zustand zeigt, in welchem das Fachsystem selbständig aufgestellt oder in einen größeren Behälter hineingestellt werden kann.

Wie man in 3a erkennt, besteht das flexible Fachsystem aus einer ganzen Reihe paralleler und nebeneinander bzw. aufeinander liegender Bahnen 2 aus einem flexiblen Material. Benachbarte Bahnen sind jeweils entlang von beabstandeten Flächenbereichen miteinander verbunden, wobei in benachbarten Verbindungsebenen die Flächenbereiche, entlang welcher die jeweils an die Verbindungsebene angrenzenden Bahnen befestigt werden, gegeneinander versetzt sind. Dies wird deutlicher erkennbar in dem teilweise entfalteten Zustand gemäß 3b. Wie man in den 3a und 3b weiterhin sieht, sind die äußersten flexiblen Wandelemente 2, d.h. in 3a das am weitesten unten liegende und das am weitesten oben liegende flexible Wandelement 2, jeweils noch an einer starren Wand 5 befestigt. Die starre Wand 5 hat wiederum an beiden entgegengesetzten Enden jeweils zwei Verlängerungen mit ebenfalls starren, aber gegenüber dem Wandelement 5 abknickbaren Wandelementen 6' bzw. 6''. Diese starren Wandelemente ragen in Längsrichtung der übereinander liegenden Bahnen (d.h. in 3a nach rechts und links) über die flexiblen Wände bzw. Bahnen 2 hinaus. Die freien Enden der Bahnen 6' weisen eine Lasche 12 auf und das Ende des jeweils gegenüberliegenden Wandelements 6'' weist einen passenden Schlitz 13 auf, durch welchen die Lasche 12 hindurchsteckbar ist und welcher so bemessen ist, daß die Lasche 12 mit zwei nach oben und unten abstehenden Vorsprüngen in dem Schlitz 13 bzw. hinter dem Schlitz 13 verhakt. In dem in 3a dargestellten Zustand sind die Wandelemente 6', 6'' nur geringfügig gegenüber den starren Wänden 5 abgewinkelt und erstrecken sich im wesentlichen in Längsrichtung des zusammengelegten Stapels flexibler Bahnen 2, welche insgesamt mit den starren Wänden und Wandelementen das flexible Fachsystem bilden. Werden die beiden starren Wände 5 auseinandergezogen, so daß sie einen größeren Abstand voneinander haben, so geht das flexible Fachsystem über den in 3b dargestellten Zustand schließlich in den in 3c dargestellten Zustand über, in welchem das flexible Fachsystem voll aufgespannt ist und die einzelnen Zellen 1 geöffnet sind, so daß sie mit den darin unterzubringenden Gegenständen bestückt werden können.

In diesem Zustand ist das flexible Fachsystem frei aufstellbar, da sowohl die Wände 5 als auch die Wandelemente 6', 6'' im wesentlichen starr sind und damit ein im wesentlichen rechteckiges Feld aus einzelnen Zellen 1 aufspannen, das mit den dafür vorgesehenen Gegenständen bestückt werden kann. Ein solches flexibles Fachsystem kann entweder allein frei aufgestellt werden oder aber es wird in einen Behälter hineingestellt, dessen Außenmaße entweder den Außenmaßen des flexiblen Fachsystems 10 entsprechen oder aber ein Vielfaches der Länge und/oder Breite des flexiblen Fachsystems betragen, so daß gegebenenfalls mehrere derartige flexible Fachsysteme in einen größeren Behälter hineingestellt werden können. Außerdem können entsprechende Behälter auch ohne weiteres aufeinander gestapelt werden, wenn man darauf achtet, daß jeweils die starren Wände 5 und Wandelemente 6, 6' und 6'' einer höheren Lage von flexiblen Fachsystemen auf den starren Wänden und Wandelementen 5, 6, 6', 6'' der darunterliegenden Schicht aufsitzen. Im wesentlichen sollten die übereinander angeordneten Wände und Wandelemente übereinander gestapelter Fachsysteme miteinander ausgerichtet sein. Wenn ein äußerer Behälter vorgesehen ist, dessen Innenmaße genau den Außenmaßen eines gemäß 3c entfalteten, flexiblen Fachsystems entsprechen oder aber dessen Innenmaße ein ganzzahliges Vielfaches der Maße des flexiblen Fachsystems 10 entsprechen, so wird eine entsprechende übereinander ausgerichtete Anordnung automatisch sichergestellt, wenn eine Ebene vollständig mit entsprechenden flexiblen Fachsystemen ausgefüllt wird und dann die nächste Ebene darüber geschichtet wird. Dabei ist es weiterhin möglich, beispielsweise eine Textilbahn, eine Folie oder auch eine Platte zwischen die verschiedenen Ebenen entsprechender flexibler Fachsysteme zu legen.

Eine weitere Variante eines flexiblen Fachsystems gemäß der vorliegenden Erfindung ist in den 4a und b dargestellt. 4a zeigt das flexible Fachsystem 10' in einem weitgehend entfalteten Zustand mit geöffneten Zellen 1, die in mehreren Reihen 4 neben- bzw. übereinander angeordnet sind, wobei die jeweils äußerste Reihe flexible Wände 2 aufweist, die mit starren Wänden 5 verbunden sind. In diesem Fall ist ein weiteres starres Wandelement abknickbar bzw. scharnierartig beweglich jeweils mit nur einem Ende der starren Wände 5 verbunden und seine Länge entspricht der gewünschten Breite des flexiblen Fachsystems in dem vollständig aufgespannten Zustand. Wie anhand der Pfeile A angedeutet wird, kann das starre Wandelement 6 so weit verschwenkt werden, daß ein freies Ende mit dem verbleibenden freien Ende der gegenüberliegenden starren Wand 5 verbunden werden kann und umgekehrt kann das am anderen Ende mit derselben starren Wand gelenkig verbundene Wandelement 6 mit seinem freien Ende an dem verbleibenden freien Ende der ersten starren Wand 5 befestigt werden. Die Endabschnitte jeder zweiten Reihe von Zellen können beispielsweise Haken, Klettbänder oder dergleichen aufweisen, mit welchen sie gegebenenfalls mit den abknickbaren Wandelementen 6 verbindbar sind.

Im übrigen muß das flexible Fachsystem im aufgespannten Zustand nicht notwendigerweise eine rechtwinklige Form annehmen, sondern man kann sich beispielsweise bei dem in 4a dargestellten Zustand ohne weiteres vorstellen, daß die obere starre Wand 5 im wesentlichen horizontal nach links verschoben wird, während die starren Wandelemente 6' ihren Winkel gegenüber den Wänden 5 nicht verändern, wobei die Verschiebung nach links und etwas nach unten der oberen Wand 5 solange erfolgt, bis die freien Enden der Wandelemente 6 und der Wände 5 einander berühren und mit geeigneten Verbindungsmitteln miteinander verbunden werden können.

Darüber hinaus wird durch die Pfeile B angedeutet, daß die starren Wandelemente 6 auch von dem Array aus Zellen 1 weg um 180° auf die Rückseite der starren Wände 5 geklappt werden können, wobei außerdem die beiden Wände 5 aufeinander zubewegt werden können, so daß die einzelnen Zellen 1 in sich zusammenfallen und die flexiblen Wände 2 einen Stapel flach aufeinanderliegender ebener Bahnen bilden. In 4b sind dabei die versetzt angeordneten Verbindungspunkte zwischen benachbarten Bahnen auf verschiedenen Ebenen jeweils durch Punkte angedeutet. Dies ist im Vergleich zu dem in 3a dargestellten, zusammengeklappten Zustand ein besonders platzsparender Zustand, da nunmehr die abknickbaren starren Wandelemente 6 nicht mehr über die (in dieser Darstellung der Richtung von links nach rechts entsprechenden) Länge der einzelnen Bahnen 2 hinausragen.

Es versteht sich, daß die Ausführungsform nach den 3a3c in ähnlicher Weise verwendet bzw. modifiziert werden kann, indem die in den Schlitz 13 eingesteckte Lasche 12 aus diesem Schlitz herausgezogen wird und dann beide starre Wandelemente an beiden Enden der Wände 5 jeweils um 180° nach hinten auf die Rückseite der Wände 5 geklappt werden.

5 zeigt nochmals ein mögliches Verfahren zur Herstellung des inneren Teils des flexiblen Fachsystems ohne die Wände 5 und Wandelemente 6, welches nur aus den flexiblen Wänden 2 besteht.

Die schematischen Darstellungen in den 5AI zeigen ein Verfahren zur Herstellung eines Unterteilungselements gemäß der vorliegenden Erfindung. In 5A wird von einer Rolle 8 ein Stück Bahn 2 in Richtung einer Fixiervorrichtung 7 abgerollt. In 5B ist dargestellt, wie ein Stück der Bahn 2 von der Rolle 8 abgeschnitten wird. Dieses Stück der Bahn 2 ist auf eine Halterungsvorrichtung (nicht dargestellt) fixiert. Wie in 5C dargestellt, bewegt sich diese Halterungsvorrichtung mit der Bahn 2 nach oben unter der Fixiervorrichtung 7 hindurch, wobei diese auf die Bahn in vorgegebenen Abständen durchgehende Kontaktstreifen aus Klebstoff aufträgt. Gleichzeitig wird von der Rolle 8 ein weiteres Stück Bahn in Richtung der Fixiervorrichtung 7 abgerollt. In 5D wird ein von der Rolle 8 abgerolltes Stück Bahn 2 abgeschnitten. Gleichzeitig wird die zur einen Hälfte mit Kontaktstreifen aus Klebstoff versehene Bahn 2 um die Hälfte ihrer Länge nach links transportiert. In 5E ist dann zu sehen, daß die zur Hälfte mit Kontaktstreifen versehene Bahn 2 erneut unter der Fixiervorrichtung 7 hindurchgeführt wird, wobei diese auf die nicht mit Kontaktstreifen versehene Hälfte der Bahn 2 Klebstoffstreifen aufträgt. Die nun über ihre ganze Breite mit Klebstoffstreifen in vorgegebenen Abständen versehene Bahn 2 befindet sich unter der Bahn 2, die in 5C von der Rolle 8 abgewickelt wurde. Diese bisher nicht mit Klebstoff versehene Bahn wird auf die bereits vollständig mit Klebstoff versehene Bahn abgesenkt und auf diese angedrückt. Daraufhin wird die Halterungsvorrichtung um die Hälfte des Abstands zwischen den Kontaktstreifen, die auf der ersten Bahn aufgetragen wurden, nach rechts oder links versetzt. Dementsprechend werden, wie in 5F dargestellt, die Kontaktstreifen auf der Oberseite der zweiten Bahn 2 um eben diese Hälfte des Abstands zwischen den Kontaktstreifen, die auf der ersten Bahn 2 aufgetragen wurden, versetzt aufgetragen, während die Halterungsvorrichtung mit den zwei Bahnen unter der Fixiervorrichtung 7 durchgeführt wird. Ebenso aus 5F zu erkennen ist, daß erneut ein Stück Bahn 2 von der Rolle 8 abgerollt wird. Dieses Stück Bahn 2 wird von der Rolle 8 in 5G abgeschnitten. Gleichzeitig bewegt sich die Halterungsvorrichtung um die Hälfte der Breite der Bahn 2 nach rechts. Anschließend (5H) bewegt sich die Halterungsvorrichtung mit den zwei Bahnen unter der Fixiervorrichtung 7 hindurch, wobei auf die zweite Hälfte der zweiten Bahn die Klebstoffstreifen aufgetragen werden. Sobald dies geschehen ist, wandert die Halterungsvorrichtung mit den zwei Bahnen wieder um die Hälfte des Abstands zwischen den Kontaktstreifen zurück in die Ausgangsposition von 5A. Nach dem Absenken und Andrücken der dritten Bahn auf die Oberseite der zweiten Bahn wandert die Halterungsvorrichtung mit den drei Bahnen erneut unter der Fixierungsvorrichtung 7 hindurch (5I). Der in 5I dargestellte Vorgang entspricht im wesentlichen den Vorgängen, die bereits in 5C erläutert wurden. Einziger Unterschied ist, daß die Klebstoffstreifen nicht auf die erste Bahn wie in 5C, sondern auf die über die erste und zweite Bahn geschichtete dritte Bahn aufgetragen werden.

Aus den 5AI ist zu erkennen, daß die Fixierungsvorrichtung 7 während des Verfahrens der Herstellung von erfindungsgemäßen Unterteilungselementen stets stationär ist. Die Halterungsvorrichtung mit der darauf gehalterten Bahn oder den auf dieser Bahn geschichteten Bahnen wandert quer zur Längsachse dieser Fixiervorrichtung 7 während des Auftragens der Kontaktstreifen vor und zurück und ist zudem parallel zur Längsachse der Fixiervorrichtung seitlich bewegbar, wodurch abwechselnd die linke Hälfte bzw. die rechte Hälfte der obersten Bahn mit Kontaktstreifen versehen wird.

In den 6 und 7 erkennt man eine weitere Variante eines flexiblen Fachsystems gemäß der vorliegenden Erfindung. In diesem Fall sind die überstehenden Wandelemente mit 16 und 17 bezeichnet. Die einander zugewandten Kanten der Wandelemente 16, 17 weisen jeweils in der Mitte einen horizontalen Schlitz auf und die Breite der beiden Wandelemente 16, 17 ist jeweils um mindestens die Hälfte der Schlitztiefe größer als es dem halben Abstand zwischen den gegenüberliegenden starren Wänden 5 entspricht. Beim Zusammenklappen der Seitenwände werden die einander zugewandten Schlitze einfach ineinander gesteckt so daß die beiden Wandelemente zusammenhalten. Alternativ könnte das Teil 16 eine in der unteren Hälfte überstehende Lasche aufweisen und das Teil 17 könnte in der oberen Hälfte eine überstehende Lasche aufweisen, wobei die LAschen jeweils etwas breiter wären als es der halben Höhe der Wandelemente 16, 17 entspricht. Eine oder beide dieser Laschen können an den ihren zugewandten Kanten einen Schlitz aufweisen, der so angeordnet ist, daß beide Laschen in diesen, dann vertikal verlaufenden Schlitzen passend ineinandergreifen.

Zusätzlich weist dieses flexible Fachelement 10 ebenfalls im wesentlichen starre oder steife Bodenklappen 18 auf, die unter das flexible Fachsystem 10 geklappt werden können und somit einen Boden bilden. Dies erleichtert die Stapelbarkeit. Besonders bevorzugt ist dabei eine Ausführungsform, bei welcher die Breite der Bodenklappen 18 bzw. 19, gemessen von ihrer Verbindungskante mit den starren Wänden 5 zu ihren freien Kanten, nicht mehr als die Höhe der Seitenwände 5 beträgt. Dies gewährleistet, daß im zusammengefalteten Zustand, in welchem auch die Bodenelemente (über die oder unter den Wandelementen 16, 17) um 180° gegen die starren Wände 5 geklappt werden, die Bodenelemente die Höhe der starren Wände 5 nicht überragen.

Alternativ könnte, wie in 7 dargestellt ist, auch ein einzelnes Bodenelement 19 vorgesehen sein, welches die gesamte Breite bzw. Tiefe des flexiblen Fachsystems 10 abdeckt. Wenn das flexible Fachsystem nicht breiter als hoch ist, kann auch in diesem Fall das Bodenelement 19 um 180° gegen die starre Wand 5 geklappt werden, ohne die starre Wand 5 in der Höhe zu überragen. Selbstverständlich können die Bodenelemente 18 bzw. 19 auch breiter sein als es der Höhe der starren Wand 5 entspricht, da die im zusammengeklappten Zustand über die Höhe der starren Wände 5 hinausstehenden Abschnitte der Bodenelemente 18, 19 bei vielen Anwendungsfällen nicht oder kaum störend sind.

Es versteht sich, daß derartige, mit Bodenelementen 18 bzw. 19 ausgestattete flexible Fachsysteme 10 in einfacher Weise aufeinander stapelbar sind. Alternativ ist in 8 eine Variante dargestellt, bei welcher Zwischenplatten 20 jeweils zwischen zwei übereinander gestapelte flexible Fachsysteme 10 eingelegt werden, wobei die Außenmaße der Bodenplatten 20, d.h. Länge und Breite, mit Länge und Breite der entsprechenden flexiblen Fachsysteme 10 vorzugsweise übereinstimmen. Allerdings ist auch hier eine abweichende Variante denkbar, wenn beispielsweise mehrere Fachsysteme 10 in einer Ebene nebeneinander in einem größeren Gehäuse aufgenommen sind. In diesem Fall können die Zwischenplatten 20 auch entsprechend größer ausgebildet werden und entweder den Innenmaßen des größeren Gehäuses entsprechen oder einen Bruchteil der Innenmaße des Gehäuses ausmachen, so daß sie insgesamt den gesamten Gehäusequerschnitt abdecken.

Für Zwecke der ursprünglichen Offenbarung wird darauf hingewiesen, daß sämtliche Merkmale, wie sie sich aus der vorliegenden Beschreibung, den Zeichnungen und den Ansprüchen für einen Fachmann erschließen, auch wenn sie konkret nur im Zusammenhang mit bestimmten weiteren Merkmalen beschrieben wurden, sowohl einzeln als auch in beliebigen Zusammenstellungen mit anderen der hier offenbarten Merkmale oder Merkmalsgruppen kombinierbar sind, soweit dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde oder technische Gegebenheiten derartige Kombinationen unmöglich oder sinnlos machen. Auf die umfassende, explizite Darstellung sämtlicher denkbarer Merkmalskombinationen wird hier nur der Kürze und der Lesbarkeit der Beschreibung wegen verzichtet.


Anspruch[de]
  1. Flexibles Fachsystem, bestehend aus einer Mehrzahl zusammenhängender Zellen (1), die von flexiblen, miteinander verbundenen Wänden aufgespannt werden, und die durch Aneinanderlegen gegenüberliegender oder benachbarter Wände (2) der Zellen (1) zusammenlegbar sind, wobei die Zellen (2) ein Feld (3) von Zellen (1) bilden, die in mehreren Reihen (4) nebeneinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwände (5) von zwei auf gegenüberliegenden Seiten des Arrays (3) liegenden Reihen (4) von Zellen (1) jeweils ein starres Wandelement (5) aufweisen, welches mit mindestens je einem in Richtung des ersten Wandelements (5) unter einem Abknickwinkel von mindestens 30° verbindbaren oder verbundenen, starren Wandelement (6) versehen ist.
  2. Flexibles Fachsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere starre Wandelement (6) mit dem ersten starren Wandelement (5) gelenkig verbunden ist.
  3. Flexibles Fachsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Enden des ersten starren Wandelements (5) je ein weiteres starres Wandelement (6, 6') vorgesehen ist.
  4. Flexibles Fachsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Ende eines ersten starren Wandelements (5) ein weiteres starres Wandelement (6) und an einem bezüglich des Arrays (3) diagonal gegenüberliegenden Ende des gegenüberliegenden, starren Wandelements (5) ebenfalls ein weiteres starres Wandelement (6) vorgesehen ist.
  5. Flexibles Fachsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des weiteren starren Wandelements (6) mit einem freien Ende eines gegenüberliegenden, starren Wandelements verbindbar ist.
  6. Flexibles Fachsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihen (4) von Zellen (1) gebildet sind durch eine Mehrzahl paralleler Bahnen (2), wobei jeweils benachbarte Bahnen entlang im wesentlichen paralleler Linien miteinander verbunden sind und die Verbindungsstellen benachbarter Reihen (4) gegeneinander versetzt sind.
  7. Flexibles Fachsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die flexiblen Wände 2 aus einem textilen Material, d.h. z.B. aus einem Gewebe oder aus einem nicht-gewobenen textilen Material, wie z.B. einem Filz bestehen.
  8. Flexibles Fachsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die starren Wände (5) und die Wandelemente (6, 6', 6'', 16, 17) sowie die Bodenelemente (18, 19) aus einem Kartonmaterial oder aus einem dünnwandigen, mehr oder weniger steifen oder halbsteifen Materialien hergestellt sind, wie z.B. dünnen Kunststoffplatten, z.B. aus einem thermoplastischen Kunststoff hergestellt sind.
  9. Flexibles Fachsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Scharniere bzw. Scharnierverbindungen in Form elastischer Streifen aus einem textilen Material oder aus Kunststoff ausgebildet sind.
  10. Flexibles Fachsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände, Wandelemente und Bodenelemente ein textiles Material aufweisen, und vorzugsweise aus zweilagigem textilen Material bestehen, die Taschen oder Schlaufen bilden und in welche einfach Platten aus Karton, Kunststoff oder einem anderen steifen oder halbsteifen Material eingeschoben sind.
  11. Flexibles Fachsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände und Bodenelemente und Wandelemente einstückig zusammenhängen, werden dann die Scharniere einfach durch die doppellagigen textilen Bahnen bzw. die Verbindungsstücke zwischen doppellagigen, textilen Taschen oder Bahnen gebildet. Wände und Bodenelemente und Wandelemente einstückig zusammenhängen, wobei die Scharniere durch die Verbindungsbereiche der doppellagigen textilen Bahnen gebildet werden.
  12. Flexibles Fachsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein um 180° rückwärtig umklappbares Bodenelement (18, 19) mit der unteren Kante mindestens eine der starren Wände (5) verbunden ist.
  13. Transport- und/oder Lagervorrichtung mit mindestens einem flexiblen Fachsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung ein Gehäuse oder eine Rahmen aufweist, dessen Innenmaße einem ganzzahligen Vielfachen der Außenmaße des darin aufzunehmenden flexiblen Fachsystems entsprechen.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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