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Dokumentenidentifikation DE202005013819U1 15.12.2005
Titel Dichtung eines Doppelrotorkopfes für Rotary-Bohranlagen
Anmelder Desoi GmbH, 36148 Kalbach, DE
Vertreter Seerig & Hübner, 09111 Chemnitz
DE-Aktenzeichen 202005013819
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.12.2005
Registration date 10.11.2005
Application date from patent application 31.08.2005
IPC-Hauptklasse E21B 3/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dichtung eines Doppelrotorkopfes für Rotary-Bohranlagen, bestehend aus einer Hohlwelle, die mit einem Rohranschluss und mit einem Gestängeanschluss fest verbunden und in einem Gehäuse rotativ gelagert ist, wobei das Gehäuse mit einem aufgesetzten Gehäusering verschraubt ist, und die Hohlwelle gegen Bohrspülung abgedichtet ist.

Es ist eine Dichtung eines Doppelrotorkopf für Rotary-Bohranlagen bekannt. Er besteht aus einer Hohlwelle, die mit einem Rohranschluss und mit einem Gestängeanschluss fest verbunden und in einem Gehäuse rotativ gelagert ist. Das Gehäuse ist mit einem aufgesetzten Gehäusering verschraubt. Die Hohlwelle ist im Bereich des Gehäuse auf Seiten des Gestängeanschlusses und des Gehäuses gegen Bohrspülung abgedichtet, wobei die Dichtung zwischen Gehäuse und dem Gestängeanschluss in Form einer Stopfbuchsenpackung im montierten Zustand des Doppelrotorkopfes nicht nachgespannt werden kann. Zum Nachspannen des Stopfbuchsenpackung muss der Doppelrotorkopf demontiert werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Dichtung eines Doppelrotorkopfes für Rotary-Bohranlagen, bestehend aus einer Hohlwelle, die mit einem Rohranschluss und mit einem Gestängeanschluss fest verbunden und in einem Gehäuse rotativ gelagert ist, wobei das Gehäuse mit einem aufgesetzten Gehäusering verschraubt ist, und die Hohlwelle gegen Bohrspülung abgedichtet ist, zu entwickeln, bei dem die zeitraubende Demontage und Arbeitszeit eingespart werden.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass in einem Ringraum, der durch den Gestängeanschluss und einer umfänglichen Ausnehmung in der Hohlwelle gebildet ist, ein Dichtungsband eingelegt ist, das durch einen Druckring, der mit dem Gehäuse in Wirkverbindung steht, dichtend gegen den Gestängeanschluss gehalten wird, und dass am Außenumfang der Hohlwelle unmittelbar unterhalb des Stoßes von Gehäuse und Gehäusering im Gehäuse eine Einsatzbuchse angeordnet ist, in die mindestens ein Dichtungsband eingebracht ist, wobei auf dem Dichtungsband ein Spannring liegt, der, durch am Gehäuseumfang angelenkte Hebel, die durch je eine Mutter am Gehäuse spannbar angeordnet sind, gegen das Dichtungsband gerichtet ist. Zweckmäßig ist es, wenn in die Einsatzbuchse mehrere Dichtungsbänder eingebracht sind, wobei die Dichtungsbänder durch je einen Ring auf Abstand gehalten sind, und der Spannring auf dem oberen Dichtungsband liegt, wobei der Spannring durch am Gehäuseumfang angelenkte Hebel, die durch je eine Mutter am Gehäuse spannbar angeordnet sind, gegen das obere Dichtungsband gerichtet ist. Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind am Gehäuseumfang vier Hebel im gleichen Abstand angelenkt.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die dazugehörige Zeichnung zeigt eine Dichtung eines Doppelrotorkopfes einer Rotory-Bohranlage. Die einzige Figur zeigt ausschnittsweise eine Hohlwelle 4, die in einem Gehäuse 2, das in einem aufgesetzten Gehäusering 3 verschraubt ist, rotativ gelagert und abgedichtet ist. Die Hohlwelle 4 ist mit einem nicht dargestellten Bohranschluss und einem nicht dargestellten Gestängeanschluss fest verbunden. Die Hohlwelle 4 ist gegen die Bohrspülung abgedichtet. In einem Ringraum, der durch den nicht dargestellten Gestängeanschluss und einer umfänglichen Ausnehmung in der Hohlwelle 4 gebildet ist, ist ein Dichtungsband 12 eingelegt. Das Dichtungsband 12 ist durch einen Druckring 1, der mit dem Gehäuse 2 in Wirkverbindung steht, dichtend gegen den nicht dargestellten Gestängeanschluss gehalten. Am Außenumfang der Hohlwelle 4 ist nach dem Stoss von Gehäuse 2 und Gehäusering 3 im Gehäuse 2 eine Einsatzbuchse 5 angeordnet. In der Einsatzbuchse 5 ist mindestens ein Dichtungsband 6 eingebracht, wobei auf dem Dichtungsband 6 ein Spannring 7 liegt, der, durch am Gehäuseumfang angelenkte Hebel 8, die durch je eine Mutter 11 am Gehäuse 2 spannbar angeordnet sind, gegen das obere Dichtungsband 6 gerichtet ist.

In der Einsatzbuchse 5 können aber auch mehrere Dichtungsbänder 6 eingebracht sein, wobei diese durch je einen Ring 10 auf Abstand gehalten sind. Dann liegt beispielsweise auf dem oberen Dichtungsband 6 der Spannring 7, der durch beispielsweise vier in gleichen Abständen außen am Gehäuseumfang angebrachte Hebel 8, die am Gehäuseumfang in gleichen Abständen angelenkt sind, gegen das obere Dichtungsband 6 gerichtet ist. Die Hebel 8 sind durch je eine Gabel 9 geführt und mittels Muttern 11 am Gehäusering 3 gehalten.

Diese Dichtung für einen Doppelrotorkopf bei Rotary-Bohranlagen kann bei Erdbohrungen aller Art eingesetzt werden, so bei geologischen Erkundungen, bei Bohrungen um Erdwärme zu entnehmen oder um Erdwärmesonden einzusetzen.

1Druckring 2Gehäuse 3Gehäusering 4Hohlwelle 5Einsatzbuchse 6Dichtungsband 7Spannring 8Hebel 9Gabel 10Ring 11Muttern 12Dichtungsband

Anspruch[de]
  1. Dichtung eines Doppelrotorkopfes für Rotary-Bohranlagen, bestehend aus einer Hohlwelle, die mit einem Rohranschluss und mit einem Gestängeanschluss fest verbunden und in einem Gehäuse rotativ gelagert ist, wobei das Gehäuse mit einem aufgesetzten Gehäusering verschraubt ist, und die Hohlwelle gegen Bohrspülung abgedichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Ringraum, der durch den Gestängeanschluss und einer umfänglichen Ausnehmung in der Hohlwelle (4) gebildet ist, ein Dichtungsband (12) eingelegt ist, das durch einen Druckring (1), der mit dem Gehäuse (2) in Wirkverbindung steht, dichtend gegen den Gestängeanschluss gehalten wird, und dass am Außenumfang der Hohlwelle (4) unmittelbar unterhalb des Stoßes von Gehäuse (2) und Gehäusering (3) im Gehäuse (2) eine Einsatzbuchse (5) angeordnet ist, in die mindestens ein Dichtungsband (6) eingebracht ist, wobei auf dem Dichtungsband (6) ein Spannring (7) liegt, der, durch am Gehäuseumfang angelenkte Hebel (8), die durch je eine Mutter (11) am Gehäuse (2) spannbar angeordnet sind, gegen das Dichtungsband (6) gerichtet ist.
  2. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Einsatzbuchse (5), mehrere Dichtungsbänder (6) eingebracht sind, wobei die Dichtungsbänder (6) durch je einen Ring (10) auf Abstand gehalten sind, und der Spannring (7) auf dem oberen Dichtungsband (6) liegt, wobei der Spannring (7) durch am Gehäuseumfang angelenkte Hebel (8), die durch je eine Mutter (11) am Gehäuse (2) spannbar angeordnet sind, gegen das obere Dichtungsband (6) gerichtet ist.
  3. Dichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuseumfang vier Hebel (8) im gleichen Abstand angelenkt sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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