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Dokumentenidentifikation DE202005014030U1 15.12.2005
Titel Verkaufsaufsteller
Anmelder CDE Commerce Display Norbert Eichler GmbH, 22525 Hamburg, DE
Vertreter Patentanwälte HANSMANN-KLICKOW-HANSMANN, 22767 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202005014030
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.12.2005
Registration date 10.11.2005
Application date from patent application 06.09.2005
IPC-Hauptklasse A47F 1/14
IPC-Nebenklasse A47F 5/11   B65D 5/52   

Beschreibung[de]

Die Neuerung bezieht sich auf einen Verkaufsaufsteller, insbesondere aus Wellpappe, Karton oder ähnlichen Materialien, der als Faltelement aus miteinander zusammenhängenden genuteten Teilen gebildet ist und nach Entfaltung zur Aufnahme und Präsentation von Waren unter Verwendung von einsetzbaren Warenaufnahmen, wie Borden, Trays, mindestens zwei Ebenen aufweist, wobei die Warenaufnahmen über Seitenwandelemente aufgenommen werden und ein Basiselement als Sockel oder Palettenkonstruktion dient.

Anordnungen dieser Art sind in unterschiedlichen Ausbildungen bekannt. Bei Verkaufsaufstellern mit in mehreren Ebenen angeordneten Warenaufnahmen besteht das Problem, daß diese Warenträger von der Seite nicht einsehbar sind, da aus Stabilitätsgründen Seitenwände unverzichtbar sind. Diese Seitenwände sind üblicherweise als abgelenkte Verlängerungen der Rückwand aus identischem Material, wie kaschierter Wellpappe, ausgebildet. Bei Verzicht auf diese Seitenwände oder deutliche Verkürzung ist die Stabilität und Tragfähigkeit des Verkaufsaufstellers erheblich beeinträchtigt, da die Warenaufnahmen dann nur noch an der Rückwand befestigbar sind und die Verankerung in den Seitenwänden weitgehend entfällt. Dieses ist insbesondere bei Schwerlastaufstellern nicht realisierbar.

Es ist hierzu bekannt, Verkaufsaufsteller vollständig aus anderen Materialien, normalerweise aus Kunststoff, Metall oder auch Holz, in der Art einer Regalbauweise auszubilden, bei der die Rückwand gegebenenfalls komplett entfällt und die Warenträger auf an den vier Außenseiten angebrachten Regalpfosten ruhen. Diese Lösung hat jedoch den Nachteil, daß durch eine Verwendung teurerer Materialien sowohl in der Herstellung als auch in der Entsorgung und Logistik diese Verkaufsaufsteller erheblich teurer als übliche Verkaufsaufsteller aus Wellpappe sind.

Weiterhin sind Verkaufsaufsteller aus Wellpappe und/oder Karton bekannt, die die Aufnahmen für die Warenträger nicht über Seitenwände, sondern über zwei Stützwände fixieren, deren Abstand geringer ausfällt als die Breite der Warenträger, so daß die zu bewerbende Ware neben den Stützwänden platziert werden kann. Ferner ist bekannt, für stapelbare Ware nach außen offene Gefache einzurichten, die um einen sogenannten Kamin angeordnet sind und von außen einen Blick auf die Ware ermöglichen. Außerdem ist eine Ausprägung bekannt, bei der Stege der Stützkonstruktion über Laschen an der aufgesetzten Warenaufnahme befestigt sind. Diese Konstruktionen haben jedoch den Nachteil, daß nach Abverkauf der am Rand des Warenträgers platzierten waren wiederum die seitliche Einsichtnahme in den Warenträger nicht möglich ist.

Die Aufgabe der Neuerung ist, einen gattungsgemäßen Verkaufsaufsteller zu verbessern, der eine seitliche Einsichtnahme ermöglicht und eine Stabilität des Verkaufsaufstellers gewährleistet sowie die Herstellungskosten im Verhältnis zum höheren Nutzen herabsetzt.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt neuerungsgemäß dadurch, daß die Seitenwandelemente im wesentlichen durch aufeinandersetzbare seitliche Stützwandelemente aus biegefestem Material, wie Kunststoff, zur Aufnahme der Warenaufnahmen gebildet sind und die Stützwandelemente jeweils endseitige abgewinkelte Stege als Auflager zum Aufeinandersetzen aufweisen, die über korrespondierende Verbindungselemente, wie Zapfen und Aufnahmen, an den zugeordneten Stegen fixierbar aufeinandersetzbar sind.

Durch die Ausbildung mittels verbundener Stützwandelemente aus stabilem biegefesten Material, wie z.B. Kunststoff, wird erreicht, daß auf einfache Weise eine hohe Stabilität gewährleistet ist und gleichzeitig eine seitliche Einsichtnahme auf die präsentierten waren gegeben ist, da nur die Seitenwände aus diesem stabileren und teureren Material ausgebildet sind und der Verkaufsaufsteller im übrigen aber aus den preiswerteren Materialien Wellpappe und/oder Karton bestehen kann. Es ergibt sich dadurch ein deutlicher Kostenvorteil im Materialbedarf und bei der Produktion sowie in der sich anschließenden Logistik, d.h. Lagerung und Transport, da die Wellpapp- und Kartonmaterialien flachliegend transportiert und gelagert werden können und relativ leichter sind als Kunststoffe oder andere mögliche stabilere Materialien.

Vorteilhaft ist es, daß die Stützwandelemente aus klarsichtigem Kunststoff gebildet sind. Hierdurch wird unabhängig von der Breite der Elemente die dahinter platzierte Ware einsehbar.

Weiterhin besteht eine vorteilhafte Ausbildung darin, daß die Verbindungselemente der Stützwandelemente als zapfen den aufgenommenen Steg mit zugeordneten Aufnahmen überragen und die eingesetzte Warenaufnahme auf die Zapfen über korrespondierende Aufnahmen fixierbar aufsetzbar ist.

Ferner wird vorgeschlagen, daß die Stege der Stützwandelemente über eine abgewinkelte vertikale Versteifung verbunden sind und eine Aussparung zur Fixierung einer eingesetzten Warenaufnahme aufweisen.

Zur guten Fixierung der aufeinandergesetzten Stützwandelemente ist vorgesehen, daß ein unteres Stützwandelement im untenliegenden Bereich Zapfen für eine zugeordnete Aufnahme im Basiselement aufweist.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Neuerung als schaubildliche Darstellung ohne eingesetzte Produkte schematisch dargestellt. Es zeigen:

1: einen einsatzfertigen Verkaufsaufsteller mit vier Warenträgern;

2: einen Ausschnitt von zwei zu verbindenden Stützwandelementen vor dem zusammensetzen;

3: einen Ausschnitt von zwei zu verbindenden Stützwandelementen nach dem Zusammensetzen vor Aufsetzen eines Warenträgers;

4: eine Seitenwandkonstruktion eines Verkaufsaufstellers mit identischen Seitenwänden bestehend aus jeweils einem Basiselement und jeweils drei darauf bzw. aufeinander aufsetzbaren konstruktiv identischen Stützwandelementen;

5: Stützwandelemente mit zwei Warenträgern, wobei ein Warenträger bereits auf Zapfen von miteinander verbundenen Stützwandelementen aufgesetzt ist und weitere Stützwandelemente mit zugeordnetem Warenträger vor dem Aufsetzen auf darunter liegenden Stützwandelementen.

Bei der dargestellten Anordnung eines Verkaufsaufstellers ist ein Grundelement aus einer Rückwand 13 mit kurzen abgewinkelten Seitenteilen 14 mit einem Sockel 15 aus Wellpappe als Faltelement ausgebildet, wobei aufeinandergesetzte Stützwandelemente 1 zur Halterung von Warenaufnahmen 9 zugeordnet sind.

Die aufsetzbaren Stützwandelemente 1 sind aus klarsichtigem biegefesten Kunststoff gebildet, wobei da unterste Stützwandelement einen Zapfen 8 zur Verbindung mit einem Sockel 15 aufweist und in eine zugeordnete Aufnahme eingreift. Die einzelnen Stützwandelemente 1 besitzen endseitige Stege 2 als Auflageflächen mit Zapfen 3 und als Gegenstück korrespondierende Aussparungen 4 des aufgesetzten Steges 2. Dabei reichen die Zapfen 3 um die Länge 5 über die Stege 2 des aufgesetzten Stützwandelementes 1 hinaus.

Im Winkel zur Seitenwand 6 des Stützwandelementes 1 in Verbindung mit den Stegen 2 ist eine vertikale Versteifung 11 angeordnet. Hierdurch wird eine Stabilisierung des Verkaufsaufstellers in Hinblick auf eine mögliche vertikale Bewegung der Stege 2 in Relation zu den Seitenwänden 6 erreicht. Im rechten Winkel zur Seitenwand 6 ist hierbei an einer seitlichen Außenkantenfläche 12 die Versteifung 11 als Stützfläche angeordnet.

Auf die in einer Länge 5 überstehenden Zapfen 3 sind Warenaufnahmen 9 mit Aussparungen 10 aufsetzbar und zwischen den Seitenwänden aus Stützwandelementen 1 fixierbar. Hierzu sind die Versteifungen 11 mit zugeordneten Aussparungen 16 versehen, in die die Warenaufnahmen 9 eingesetzt sind.

Die auf diese Weise gebildeten Seitenwände durch das Stützwandelement 1 werden für die Bildung der untersten Ebene auf eine Palette oder einen Sockel 15 aufgesetzt. Danach werden jeweils die darüber liegenden Stützwandelemente 1 über die Aussparungen 4 der Stege 2, die über die Zapfen 3 geführt werden und die dazugehörige Warenaufnahme 9 die ebenfalls mit ihren Aussparungen 10 auf die zapfen 3 aufsetzbar sind und damit derart verbunden sind, daß eine Verbindung zwischen den einzelnen Stützwandelementen 1 und der aufgesetzten Warenaufnahme 9 entsteht. Danach wird ein weiteres Paar von Stützwandelementen 1 für die Bildung der zweiten Ebene auf die darunter liegenden Stützwandelemente 1 aufgesetzt. Zur Anbringung weiterer Ebenen wiederholt sich der Vorgang in der dargestellten Weise. Diese Anordnung eines Verkaufsaufstellers ist somit besonders geeignet für die Kombination mit Materialien wie Wellpappe.


Anspruch[de]
  1. Verkaufsaufsteller, insbesondere aus Wellpappe, Karton oder ähnlichen Materialien, der als Faltelement aus miteinander zusammenhängenden genuteten Teilen gebildet ist und nach Entfaltung zur Aufnahme und Präsentation von Waren unter Verwendung von einsetzbaren Warenaufnahmen, wie Borden, Trays, mindestens zwei Ebenen aufweist, wobei die Warenaufnahmen über Seitenwandelemente aufgenommen werden und ein Basiselement als Sockel oder Palettenkonstruktion dient, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandelemente im wesentlichen durch aufeinandersetzbare seitliche Stützwandelemente (1) aus biegefestem Material, wie Kunststoff, zur Aufnahme der Warenaufnahmen (9) gebildet sind und die Stützwandelemente (1) jeweils endseitige abgewinkelte Stege (2) als Auflager zum Aufeinandersetzen aufweisen, die über korrespondierende Verbindungselemente, wie Zapfen (3) und Aufnahmen (4), an den zugeordneten Stegen (2) fixierbar aufeinandersetzbar sind.
  2. Verkaufsaufsteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützwandelemente (1) aus klarsichtigem Kunststoff gebildet sind.
  3. Verkaufsaufsteller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente der Stützwandelemente als zapfen (3) den aufgenommenen Steg (2) mit zugeordneten Aufnahmen (4) überragen und die eingesetzte Warenaufnahme (9) auf die Zapfen (3) über korrespondierende Aufnahmen (10) fixierbar aufsetzbar ist.
  4. Verkaufsaufsteller nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (2) der Stützwandelemente über eine abgewinkelte vertikale versteifung (11) verbunden sind und eine Aussparung (16) zur Fixierung einer eingesetzten Warenaufnahme (9) aufweisen.
  5. Verkaufsaufsteller nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein unteres Stützwandelement (1) im untenliegenden Bereich Zapfen (3) für eine zugeordnete Aufnahme im Basiselement (15) aufweist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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