PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP1324475 15.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001324475
Titel Motor-Sensor-System
Anmelder PWB-Ruhlatec Industrieprodukte GmbH, 99846 Seebach, DE
Erfinder Tenca, Vittorio, 37013 Caprino Veronese, IT;
Bari, Andrea, 37126 Verona, IT;
Canotti, Ernesto, 37057 S.Giovanni Lupatoto, IT;
Carradoni, Corrado, 37026 Pescantina, IT
DE-Aktenzeichen 50204844
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 23.11.2002
EP-Aktenzeichen 020261202
EP-Offenlegungsdatum 02.07.2003
EP date of grant 09.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.12.2005
IPC-Hauptklasse H02K 29/10
IPC-Nebenklasse H02K 5/22   H02K 11/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Motor-Sensor-Systeme, bestehend aus einem Elektromotor (1) mit encoderseitigem Wellenende (2), einer Befestigungsvorrichtung für den Motor, Anschlüssen für die Energieversorgung und einer Leiterplatte mit Elektronikkomponenten für die Steuerung und Regelung einer Encodereinheit.

Bei Encodersystemen bestehen hohe Anforderungen hinsichtlich der Zuverlässigkeit bei schwankenden Temperaturverhältnissen, der Genauigkeit der Positionierung und der Auflösungsqualität. Da es sich um Großserienteile handelt, werden fertigungsgerechte Konstruktionen verlangt, die mit möglichst einfachen, störungsunanfälligen und möglichst wenigen Bauteilen auskommen.

Diese Anforderungen werden in hervorragender Weise durch ein neues Motor-Sensor-System erfüllt, das aus zwei vorgefertigten Bauteilen über eine neue Befestigungsvorrichtung zusammengefügt wird.

Die beiden Bauteile bestehen in einem Elektromotor mit encoderseitigem Wellenende und in einer mit elektronischen Bauteilen bestückten Leiterplatte. Im Motor-Bauteil sind exaktvermessene Bohrungsanschlüsse für Kontaktstifte eingeformt. Die Kontaktstifte sind wiederum an der Leiterplatte positionsgenau befestigt. Beim Ineinanderschieben der Kontaktstifte in die Bohrungsanschlüsse des Motors findet somit eine erste Positionierung der Baueinheit Motor/Leiterplatte in der x-y-Ebene der Bauteile statt.

Auf der Leiterplatte ist auch eine Sensor- Emittereinheit so angeordnet, dass sie beim Einschieben der Kontaktstifte positonsgenau in Bezug auf das encoderseitige Wellenende auf das später eine Taktscheibe aufgesetzt wird, ausgerichtet wird. Sodann kann in der z-Ebene eine winkelförmige Befestigungsklammer von oben über den Motor geschoben und mit den Enden in entsprechend vorbereitete Schlitze der von unten angeschlossenen Leiterplatte eingefügt werden. Durch die besondere Formgebung der Klammer (dreiseitiger Formschluss) können sowohl die Stirnseite als auch eine Längsseite des Elektromotors als Führungsfläche genutzt werden. Über eine mechanische und/oder thermische Bearbeitung/Verformung zwischen den Zapfenenden und den Schlitzen in der Leiterplatte erfolgt die kraftschlüssige Verbindung zwischen der Dachfläche (Oberseite) des Motors und der Basisfläche (Unterseite). Eine radiale Aussparung an der Stirnseite der Befestigungsklammer verbessert die Positionierungsgenauigkeit und ermöglicht eine Zentrierung in der Frontebene (x,y,z-Ebene).

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1
das erfindungsgemäße Motor-Sensor-System vor dem Zusammenbau
Figur 2
erfindungsgemäßes Motor-Sensor-System in Seitenansicht nach dem Zusammenbau
Figur 3
Frontalansicht des erfindungsgemäßen Motor-Sensor-Systems
Figur 4
perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Motor-Sensor-Systems

In Figur 1 ist Motor 1 mit dem encoderseitigen Wellenende 2 als zylindrisches Bauteil je einer abgeflachten Ober- und Unterseite 1a, 1b dargestellt. Auf der abgeflachten Seite 1b sind zwei Bohrungsanschlüsse 3, 4 im Motorgehäuse für die Verbindung zur Leiterplatte 5 eingebracht.

Die Leiterplatte 5 umfasst neben den zwei Kontaktstiften 6, 7 zum Einführen in die Bohrungsanschlüsse 3, 4 noch elektronische Bauteile wie Widerstand 8, Sensor-Emittereinheit 9 und Steckverbinder 10. Weitere Bauteile wie z.B.die Leiterbahnen sind auf der nicht sichtbaren Rückseite der Leiterplatte angeordnet.

Nach dem Ineinanderfügen der Kontaktstifte und der Bohrungsanschlüsse wird die klammerartig ausgebildete Befestigungsvorrichtung 11 von oben - also von der der Leiterplatte 5 gegenüberliegenden Seite des Motors 1a - in Pfeilrichtung auf den Motor 1 gesteckt und mit den Zapfenenden 12, 13, 14 in entsprechend ausgebildete Führungsschlitze 15, 1-6, 17 auf der Leiterplatte 5 zusammengefügt. Die eigentliche Festigkeit erhält die Verbindung durch mechanisches Verdrehen oder Verbiegen der Zapfenenden 12, 13, 14 oder thermisch durch Verlöten, was in einem Arbeitsgang bewirkt werden kann.

Für eine selbstzentrierende Positionierung der Sensor-Emittereinheit 9 in Bezug auf das Wellenende 2 ist durch einen halbrunden Ausschnitt 18 gesorgt. Als Anschlagfläche zur passgenauen Einführung dient ein zylindrischer Flansch 19 am Wellenende 2. Als weitere Anschlagfläche ist eine Seitenfläche 20 des Elektromotors 1 vorgesehen, die von einem abgewinkelten Ende 21 der klammerartigen Befestigung 11 umgriffen wird.

Die Figuren 2, 3 und 4 zeigen das erfindungsgemäße Motor-Sensor-System im zusammengebauten Zustand aus 3 verschiedenen Perspektiven. In Figur 2 ist der Motor 1 mit der klammerartigen Befestigungsvorrichtung 11 in Seitenansicht dargestellt, wobei zusätzlich eine Getriebeseite 22 mit Welle und Ritzel 23, 24 zur mechanischen Verbindung mit weiteren Steuerungseinheiten des Encodersystems angedeutet ist.

Auf der Unterseite des Motors 1 befindet sich die Leiterplatte 5 mit Sensor-Emittereinheit 9 sowie einem Fußende des Kontaktstiftes 7 und den Zapfenenden 12, 14 der Haltevorrichtung 11. Des weiteren ist eine Taktscheibe 25 mit Taktscheibennabe 26 in Seitenansicht dargestellt.

Die Taktscheibe und die Taktscheibennabe 25, 26 sind ebenfalls in der Frontansicht des Motors 1 gemäß Figur 3 erkennbar. Darüberhinaus ist die Frontseite der Haltevorrichtung 11 mit den vorderen Zapfenenden 12, 13 und - etwas verdeckt dem hinteren Zapfenende 14 dargestellt.

Die obigen Ausführungen lassen eine platzsparende und damit besonders gewichtsreduzierte Ausführung der Haltevorrichtung 11 erkennen. Dadurch können zusätzliche Beschriftungsflächen 27 auf der Oberseite des Motors 1 genutzt werden. Aus der perspektivischen Ansicht gemäß Figur 4 ist erkennbar, dass das erfindungsgemäße Motor-Sensor-System aus drei Bauteilen, nämlich dem Motor 1, der Haltevorrichtung 11 und der Leiterplatte 5 zusammengesetzt ist, wobei die Fertigung nur in einer bevorzugten Richtung, die in Figur 1 mit den Pfeilen 28, 29 angedeutet ist, erfolgt. Alle Führungsflächen sind selbstzentrierend, so dass zur Fertigstellung keine weiteren Hilfseinrichtung benötigt werden. Auch eine Nachjustierung erübrigt sich, da die vorgefertigten Bauteile vorher einzeln optisch überprüft wurden.


Anspruch[de]
  1. Motor-Sensor-System, bestehend aus einem Elektromotor (1) mit encoderseitigem Wellenende (2), einer Befestigungsvorrichtung für den Motor, Anschlüssen für die Energieversorgung und einer Leiterplatte mit Elektronikkomponenten für die Steuerung und Regelung einer Encodereinheit,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass auf einer stabilen Leiterplatte(5) mindestens zwei Kontaktstifte (6,7) für die Energieversorgung des Motors und zur Bildung von Kontaktführungen mit entsprechend geformten Bohrungsanschlüssen(3,4) im Motor positioniert sind,

    dass der Elektromotor (1) am encoderseitigem Wellenende (2) von einer winkelförmigen Befestigungsklammer (11) umgriffen wird, wobei die Klammerenden als Zapfen(12,13,14) ausgebildet sind, die den Motor an der Stirnseite und zumindest an einer Längsseite in der Leiterplatte (5) verankern

    und dass die winkelförmige Befestigungsklammer in der Ebene der Motorstirnfläche eine Anschlagfläche für das encoderseitige Wellenende des Elektromotors aufweist.
  2. Motor-Sensor-System nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Elektromotor (1) mindestens eine abgeflachte Basisfläche für die Verbindung zur Leiterplatte (5) aufweist und die winkelförmige Befestigungsklammer um den Motor herumgreifend mit der Leiterplatte verbunden ist.
  3. Motor-Sensor-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die winkelförmige Befestigungsklammer (11) zusammen mit der Leiterplatte (5) ein den Elektromotor (1) an mindestens 4 Seiten umgreifendes, offenes Gehäuse darstellt.
  4. Motor-Sensor-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die 4 Seiten des offenen Gehäuses gebildet werden aus einer Stirnseite, die am encoderseitigen Wellenende (2) des Elektromotors (1) anliegt, und drei miteinander verbundenen Anschlagflächen für die Ober-, Unter- und Seitenfläche des Elektromotors (1).
  5. Motor-Sensor-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Anschlagsfläche der winkelförmigen Befestigungsklammer an der Stirnseite als Kreis oder Kreissegmentfläche ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com