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Dokumentenidentifikation DE102004047360A1 22.12.2005
Titel Elektrisch leitfähiges Kontaktelement
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Kammerl, Franz, 93183 Holzheim, DE;
Kandlbinder, Max, 93142 Maxhütte-Haidhof, DE;
Steinmüller, Robert, 91126 Rednitzhembach, DE
DE-Anmeldedatum 29.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004047360
Offenlegungstag 22.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.12.2005
IPC-Hauptklasse H01R 4/64
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein elektrisch leitfähiges Kontaktelement zum elektrischen Miteinander-Verbinden von mechanisch miteinander zu verbindenden Gehäuseteilen. Das elektrisch leitfähige Kontaktelement ist wenigstens teilweise ausgebildet, beim mechanischen Miteinander-Verbinden von Gehäuseteilen eine ein elektrisches Verbinden mindestens beeinträchtigend, insbesondere verhindernde Schicht wenigstens eines Gehäuseteils zu durchdringen und das wenigstens eine Gehäuseteil elektrisch zu kontaktieren. Es ist vorgesehen, dass das Kontaktelement wenigstens eine, beim mechanischen Miteinander-Verbinden zum Einführen in eine Gehäuseöffnung des wenigstens einen Gehäuseteils vorgesehene Kontaktkralle aufweist. Die wenigstens eine Kontaktkralle ist ausgebildet, beim Einführen in die Gehäuseöffnung die ein elektrisches Verbinden mindestens beeinträchtigende oder verhindernde Schicht im Bereich eines Gehäuseöffnungsrandes zu durchdringen und den Gehäuseöffnungsrand wenigstens abschnittsweise elektrisch zu kontaktieren.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein elektrisch leitfähiges Kontaktelement zum elektrischen Miteinander-Verbinden von mechanisch miteinander zu verbindenden Gehäuseteilen. Das elektrisch leitfähige Kontaktelement ist wenigstens teilweise ausgebildet, beim mechanischen Miteinander-Verbinden von Gehäuseteilen eine ein elektrisches Verbinden mindestens beeinträchtigende, insbesondere verhindernde Schicht wenigstens eines Gehäuseteils zu durchdringen und das wenigstens eine Gehäuseteil elektrisch zu kontaktieren.

Aus der DE 102 26 633 C1 ist ein Elektroschaltschrank bekannt, wobei der Schaltschrank ein federnd ausgebildetes Kontaktelement mit einer Verzahnung aufweist. Das Kontaktelement kann in einer Einschiebeöffnung angeordnet werden, wobei die Einschiebeöffnung zum Miteinander-Verbinden von Schaltschrankteilen vorgesehen ist. Beim Einschieben eines Gehäuseteils in die dafür vorgesehene Öffnung des anderen Gehäuseteils wird ein Gehäusewandabschnitt des einzuführenden Gehäuseteils durch die Verzahnung des Kontaktelementes verkratzt. Auf diese Weise kann eine auf die Gehäusewand des einzuführenden Gehäusewandteils aufgebrachte Lack- oder Schutzbeschichtung so weit abgetragen werden, dass ein Metall des Gehäusewandteils freigelegt wird und somit eine elektrische Verbindung zwischen den miteinander zu verbindenden Gehäuseteilen über das Kontaktelement hergestellt wird.

Aus der DE 37 17 219 A1 ist eine Vorrichtung zum elektrisch leitenden Verbinden einer Frontplatte mit einer Modulschiene eines Baugruppenträgers bekannt. Die Modulschiene weist eine zu einer Vorderseite hin offene Aufnahmenut mit einer Einsteckaufnahme für eine Gewindelochleiste auf. Die Frontplatte weist mindestens eine Befestigungsschraube zum Einschrauben in eine Gewindebohrung der Gewindelochleiste auf. In einem Gewindeloch ist eine Kontaktfeder eingebracht, wobei ein Abschnitt der Kontaktfeder als Kontaktkralle ausgebildet ist und wenigstens teilweise aus der Gewindebohrung der Gewindelochleiste herausragt. Beim Verbinden der Frontplatte mit der Modulschiene wird die aus der Gewindebohrung herausragende Kontaktkralle durch die Frontplatte in die Gewindebohrung hineingedrückt. Dadurch kann eine Oberflächenschutzschicht einer Frontplatte durchstochen werden und auf diese Weise eine elektrische Verbindung zwischen der Frontplatte und der Modulschiene des Baugruppenträgers über das Kontaktelement hergestellt werden.

Aus dem Stand der Technik bekannte Kontaktelemente weisen Kontaktkrallen zum Verbinden von Gehäuseteilen auf, wobei die Kontaktkrallen ausgebildet und angeordnet sind, eine auf einer Gehäuseteiloberfläche befindliche elektrisch schlecht oder nicht leitende Schicht, beispielsweise eine Oxid- oder eine Lackschicht, zu durchstechen oder zu durchreiben.

Solche Kontaktelemente haben den Nachteil, dass zum Durchstechen oder zum Durchreiben von Lackschichten ein großer Druck aufgebracht werden muss. Durch ein Montieren beziehungsweise mechanisches Verbinden von Gehäuseteilen erfolgt ein elektrisches Kontaktieren zum Miteinander-Verbinden der Gehäuseteile oftmals nicht sicher. Eine elektrische Verbindung zwischen den Gehäuseteilen kann beispielsweise mit einem Ohmmeter gemessen werden. Stellt sich aufgrund der Messung mit dem Ohmmeter heraus, dass eine elektrische Verbindung nicht oder nicht ausreichend erfolgt ist, so muss die mechanische Verbindung der Gehäuseteile nachteilig wieder gelöst werden und anschließend die Lackschicht mechanisch verletzt beziehungsweise abgeschabt werden.

Andere aus dem Stand der Technik bekannte Gehäuseteile weisen eine angeschweißte Kontaktfahne auf, welche oftmals zusammen mit dem Gehäuseteil lackiert ist. Diese Lackschicht muss beim elektrischen Verbinden der Kontaktfahne, beispielsweise mit einem Kabel und einer Schraube, abgeschabt werden.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Kontaktelement anzugeben, welches ein einfaches und sicheres elektrisches Verbinden zwischen zwei mechanisch zu verbindenden Gehäuseteilen ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Kontaktelement der eingangs genannten Art gelöst, wobei das Kontaktelement wenigstens eine, beim mechanischen Miteinander-Verbinden zum Einführen in eine Gehäuseöffnung des wenigstens einen Gehäuseteils vorgesehene Kontaktkralle aufweist. Die wenigstens eine Kontaktkralle ist ausgebildet, beim Einführen in die Gehäuseöffnung die ein elektrisches Verbinden mindestens beeinträchtigende oder verhindernde Schicht im Bereich eines Gehäuseöffnungsrandes zu durchdringen und den Gehäuseöffnungsrand wenigstens abschnittsweise elektrisch zu kontaktieren. Ein abschnittsweises elektrisches Kontaktieren schließt dabei ein punktweises elektrisches Kontaktieren mit ein.

Das elektrische Kontaktieren eines Öffnungsrandes beziehungsweise einer Gehäusekante hat den Vorteil, dass eine ein elektrisches Verbinden beeinträchtigende oder verhindernde Schicht, beispielsweise eine Oxid- oder eine Lackschicht, im Bereich eines Gehäuseöffnungsrandes besonders verletzlich ist. Das erfindungsgemäße Kontaktelement ist vorteilhaft zum Verletzen eines solchen Gehäuseöffnungsrandes ausgebildet.

In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Kontaktkralle eine beispielsweise mit einer Richtungskomponente quer zu einer zum mechanischen Verbinden vorgesehenen Richtung verlaufende, elektrisch leitfähige Kontaktschneide auf. Die elektrisch leitfähige Kontaktschneide ist ausgebildet, beim mechanischen Miteinander-Verbinden eine elektrisch schlecht oder nicht leitende Schicht zu durchdringen, insbesondere zu durchreiben oder zu durchschneiden und somit den Gehäuseöffnungsrand elektrisch zu kontaktieren.

Zu verbindende Gehäuseteile sind beispielsweise elektrisch leitfähige Blechteile, welche wenigstens teilweise eine ein elektrisches Verbinden beeinträchtigende oder verhindernde Schicht, beispielsweise Oxid- oder Lackschicht, aufweisen können.

Beispielhafte Ausführungsformen für solche Blechteile können Aluminium oder Stahl aufweisen. Ein Stahlblechteil kann verzinkt sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Kontaktelement wenigstens einen abgewinkelten Abschnitt auf, welcher eine Kontaktkralle bildet.

Besonders vorteilhaft kann der abgewinkelte Abschnitt zum Eingriff in eine Gehäuseöffnung ausgebildet sein.

Weiter vorteilhaft kann der abgewinkelte Abschnitt sich zuspitzend verlaufend ausgebildet sein.

Dadurch wird der abgewinkelte Abschnitt beim Einführen in eine Gehäuseöffnung, beispielsweise einen Gehäusedurchbruch, beim mechanischen Verbinden der Gehäuseteile von selbst zentriert.

Vorteilhafte Ausführungsformen für einen abgewinkelten Abschnitt sind dreieckförmig oder sägezahnförmig geformt und weisen jeweils eine zum Kontaktieren mit einem Gehäuseöffnungsrand vorgesehene, insbesondere zum Verletzen eines Gehäuseöffnungsrandes vorgesehene Kontaktschneide auf.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Kontaktelement ein bewegliches Schneidelement mit einer Kontaktschneide auf. Die Kontaktschneide ist ausgebildet, beim Bewegen des Schneidelementes eine ein elektrisches Verbinden mindestens beeinträchtigende, insbesondere verhindernde Schicht eines Gehäuseteils zu durchdringen und eine Oberfläche des Gehäuseteiles elektrisch zu kontaktieren.

Beispielsweise ist das bewegliche Schneidelement eine Schraube, insbesondere eine Schraube zum Miteinander-Verbinden von wenigstens zwei Gehäuseteilen. Dadurch kann vorteilhaft ein Gehäuseteil an einer Oberfläche elektrisch kontaktiert werden. Eine elektrische Verbindung kommt in dieser Ausführungsform auf einem Verbindungsweg zustande, welcher das Gehäuseteil, die Kontaktschneide, das bewegliche Schneidelement, das Kontaktelement, die Kontaktkralle, den Gehäuseöffnungsrand und das Gehäuse mit dem Gehäuseöffnungsrand umfasst. Im Falle einer Ausführung des Schneidelementes als Schraube kann die Kontaktschneide vorteilhaft an einer zum Berühren mit einem Gehäuseteil vorgesehenen Oberfläche der Schraube angeordnet sein. Ein Schneidelement kann auch an einem Drehelement oder an einem Schieber angeformt sein und beim Drehen des Drehelementes oder Schieben des Schiebers das Gehäuseteil elektrisch kontaktieren.

In einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Kontaktelement ein Positionierelement auf, welches ausgebildet ist, ein Gehäuseteil, insbesondere eine Gehäusekante, wenigstens abschnittsweise formschlüssig zu hintergreifen und somit das Kontaktelement in einer Position gegen ein Verdrehen zu sichern.

Ein solches Positionierelement verhindert vorteilhaft ein Verdrehen des Kontaktelementes bei einem Miteinander-Verbinden von zwei Gehäuseteilen, beispielsweise durch Verschrauben. Weiter vorteilhaft kann dadurch eine Kontaktkralle vor einem Biegemoment quer zu einer zum Einführen in eine Gehäuseöffnung vorgesehenen Richtung geschützt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Kontaktelement einstückig ausgebildet. Beispielsweise kann ein solches Kontaktelement gestanzt sein. Die Kontaktkralle und/oder das Positionierelement können durch ein abgewinkeltes Ende oder einen abgewinkelten Bereich des Kontaktelements gebildet sein.

Die Erfindung betrifft auch eine Frontplatte zum Verbinden mit wenigstens einem Gehäuseteil, insbesondere mit einem Gehäuseteil eines Schaltschrankes. Die Frontplatte weist wenigstens eine, beim mechanischen Verbinden zum Einführen in eine Gehäuseöffnung des wenigstens einen Gehäuseteils vorgesehene Kontaktkralle auf. Die Kontaktkralle ist ausgebildet, beim mechanischen Verbinden der Frontplatte mit dem wenigstens einen Gehäuseteil eine ein elektrisches Verbinden mindestens beeinträchtigende, insbesondere verhindernde Schicht des wenigstens einen Gehäuseteils zu durchdringen und das wenigstens eine Gehäuseteil elektrisch zu kontaktieren. Die wenigstens eine Kontaktkralle ist ausgebildet, beim Einführen in die Gehäuseöffnung die Schicht im Bereich eines Gehäuseöffnungsrandes zu durchdringen und den Gehäuseöffnungsrand wenigstens abschnittsweise elektrisch zu kontaktieren. Beispielsweise kann die Kontaktkralle eine elektrisch leitfähige Kontaktschneide aufweisen, welche ausgebildet ist, eine Schicht im Bereich eines Gehäuseöffnungsrandes zu durchschneiden oder zu durchreiben. Die Kontaktkralle ist in dieser Ausführungsform beispielsweise dreieck- oder sägezahnförmig ausgebildet, wobei die Kontaktschneide aus einer Oberfläche der Frontplattenrückseite herausragt und mit einer Richtungskomponente quer zu der Oberfläche der Frontplattenrückseite angeordnet ist.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann die Kontaktkralle so ausgebildet sein, dass sie auch eine Gehäuseoberfläche durchdringen kann, die keine Gehäuseöffnung aufweist.

Die Erfindung betrifft auch eine Kontaktanordnung, insbesondere für einen Schaltschrank. Die Kontaktanordnung umfasst wenigstens ein erstes Gehäuseteil und wenigstens ein zum Verbinden mit dem ersten Gehäuseteil vorgesehenes zweites Gehäuseteil. Die Kontaktanordnung umfasst auch ein zum elektrischen Verbinden des ersten Gehäuseteils mit dem zweiten Gehäuseteil vorgesehenes Kontaktelement der vorbeschriebenen Art.

Eine Kontaktanordnung, insbesondere für einen Schaltschrank mit wenigstens einem Gehäuseteil, kann vorteilhaft wenigstens eine Frontplatte der vorbeschriebenen Art aufweisen.

Die Erfindung zum Herstellen eines guten und sicheren elektrischen Kontaktes ist grundsätzlich nicht auf das Verletzen eines Öffnungsrandes, beispielsweise des Öffnungsrandes eines Durchbruchs, beschränkt. Das Verletzen eines Öffnungsrandes eines Durchbruchs verhindert jedoch vorteilhaft ein Ausweichen eines Blechteiles beim mechanischen Verbinden von Gehäuseteilen. Bei entsprechender Ausgestaltung kann ein Kontaktelement auch ausgebildet sein, eine Gehäusekante zu verletzen.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und dazugehörigen Figuren beschrieben. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen:

1 schematisch ein Ausführungsbeispiel eines Kontaktelements mit zwei Kontaktkrallen und einem Positionierelement;

2 schematisch eine Schnittdarstellung des in 1 gezeigten Kontaktelements beim Kontaktieren von zwei Gehäuseteilen;

3 schematisch ein Ausführungsbeispiel eines Kontaktelementes mit zwei zueinander entgegengesetzt abgewinkelten Kontaktkrallen;

4 schematisch eine Schnittdarstellung des in 3 dargestellten Kontaktelementes beim Kontaktieren von zwei Gehäuseteilen

5 schematisch ein Ausführungsbeispiel für eine Frontplatte mit Kontaktkrallen zum Verbinden mit einem Gehäuseteil;

6 schematisch die in 5 dargestellte Frontplatte in einer Schnittdarstellung beim Verbinden mit dem Gehäuseteil und

7 ein gegenüber 6 abgewandeltes Ausführungsbeispiel.

1 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel für ein Kontaktelement 1, das einstückig ausgebildet ist und im Bereich eines ersten Endes eine abgewinkelt angeformte Kontaktkralle 3a und im Bereich eines zweiten Endes eine – in eine gleiche Richtung wie die Kontaktkralle 3a – abgewinkelte Kontaktkralle 3b aufweist. Die Kontaktkralle 3a weist eine schräg zu einer zum Einführen der Kontaktkralle in eine – in dieser Figur nicht dargestellte – Gehäuseöffnung verlaufende Kontaktschneide 2a auf, so dass die Kontaktkralle 3a ein spitz zulaufendes Ende aufweist. Die Kontaktkralle 3b weist ebenfalls wie die Kontaktkralle 3a eine zu einem spitzen Ende der Kontaktkralle 3b zulaufende Kontaktschneide 2b auf, wobei die Kontaktschneide 2b schräg zu einer zum Einführen der Kontaktkralle 2b in eine Gehäuseöffnung vorgesehenen Richtung angeordnet ist.

Ein Abschnitt des Kontaktelementes 1, welcher sich zwischen den abgewinkelten, jeweils eine Kontaktkralle bildenden Enden befindet, ist flach ausgebildet und weist einen Durchbruch 6 zum Durchführen einer – in dieser Abbildung nicht dargestellten – Schraube auf.

Die Kontaktschneiden 2a und 2b verlaufen jeweils schräg zu einer durch den flachen Abschnitt gebildeten Ebene. Das Kontaktelement 1 weist im Bereich der Öffnung 6 ein Positionierelement 4 auf, welches als abgewinkelte Lasche ausgebildet ist.

2 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung einer Kontaktanordnung mit einem ersten Gehäuseteil 8, einem zweiten Gehäuseteil 10 und dem in 1 dargestellten Kontaktelement 1.

Das Kontaktelement 1 kann das erste Gehäuseteil 8 und das zweite Gehäuseteil 10 beim Zusammenführen des ersten Gehäuseteils 8 mit dem zweiten Gehäuseteil 10 elektrisch miteinander verbinden.

Das Gehäuseteil 8, welches beispielsweise eine Frontplatte, eine Seiten- oder eine Rückwand sein kann, ist flach ausgebildet. An einer Rückseite des Gehäuseteils 8 liegt ein flach ausgebildeter Abschnitt des Kontaktelements 1 an. Das Gehäuseteil 8 weist einen Durchbruch 7 auf, welcher zum Durchführen einer Schraube 12 vorgesehen ist.

Die Schraube 12 ist auch abschnittsweise durch einen in 1 dargestellten Durchbruch 6 des Kontaktelements 1 durchgeführt. Die Schraube 12 weist einen Schraubenkopf auf, welcher an einer zum formschlüssigen Verbinden – beispielsweise eines Gehäuseteils – vorgesehen Fläche ein beispielsweise als Ringschneide ausgebildetes Schneidelement 13 aufweist. Beim Drehen der Schraube 12 kann das Schneidelement 13 eine ein elektrisches Kontaktieren verhindernde Lackschicht des Gehäuseteils 8 durchschneiden. Beispielweise kann das Schneidelement 13 eine Verzahnung aufweisen. Im Falle einer Verzahnung kann das Schneidelement 13 eine Lackschicht des ersten Gehäuseteils 8 durchreiben. Nach Durchdringen der Lackschicht des Gehäuseteils 8 kann das Schneidelement 13 das erste Gehäuseteil 8 elektrisch kontaktieren.

Die Schraube 12 weist an einem Gewindeabschnitt einen Sicherungsring 18 auf, durch welchen das Kontaktelement 1 gegen ein Herausfallen gesichert ist. Das erste Gehäuseteil 8 weist einen Durchbruch 7 auf, durch welchen die Schraube 12 geführt ist.

Das zweite Gehäuseteil 10 weist eine zum Einführen der Kontaktkralle 3a vorgesehene Gehäuseöffnung 20a auf. Die Gehäuseöffnung 20a ist als Durchbruch ausgebildet. Das zweite Gehäuseteil 10 weist auch eine zum Einführen der Kontaktkralle 3b vorgesehene Gehäuseöffnung 20b auf, welche als Durchbruch ausgebildet ist. Die Gehäuseöffnungen 20a und 20b sind jeweils entlang einer Längsachse 40 derart voneinander beabstandet, dass die Kontaktkralle 3a, welche von der Kontaktkralle 3b entlang der Längsachse 40 entsprechend beabstandet ist, beim Zusammenführen des ersten Gehäuseteils 8 mit dem zweiten Gehäuseteil 10 quer zur Längsachse 40 in die Gehäuseöffnung 20a eingeführt werden kann. Beim Zusammenführen des ersten Gehäuseteils 8 mit dem zweiten Gehäuseteil 10 quer zur Längsachse 40 kann die Kontaktkralle 3b in die Gehäuseöffnung 20b eingeführt werden.

Beim Zusammenführen des ersten Gehäuseteils 8 und des zweiten Gehäuseteils 10 kann die in 1 dargestellte Kontaktschneide 2a einen Gehäuseöffnungsrand 21a der Gehäuseöffnung 20a verletzen und dort eine Lackschicht durchdringen und das zweite Gehäuseteil 10 elektrisch kontaktieren. Die Kontaktschneide 2b der Kontaktkralle 3b kann beim Zusammenführen des ersten Gehäuseteils 8 mit dem zweiten Gehäuseteil 10 einen Gehäuseöffnungsrand 21b der Gehäuseöffnung 20b verletzen und somit das zweite Gehäuseteil 10 elektrisch kontaktieren.

Das zweite Gehäuseteil 10 weist einen Durchbruch zum Durchführen der Schraube 12 auf. Auf einer zum ersten Gehäuseteil 8 abgewandten Seite des zweiten Gehäuseteils 10 ist eine Mutter 14 im Bereich des Durchbruchs zum Durchführen der Schraube 12 angeordnet, in welche die Schraube 12 eingedreht werden kann. Beim Eindrehen der Schraube 12 in die Mutter 14 wird das erste Gehäuseteil 8 mit dem zweiten Gehäuseteil 10 zusammengeführt. Der Sicherungsring 18 ist elektrisch leitend ausgebildet, so dass ein elektrischer Kontakt durch das Kontaktelement 1 von dem ersten Gehäuseteil 8 zu dem zweiten Gehäuseteil 10 über das Schneidelement 13, die Schraube 12, den Sicherungsring 18, das Kontaktelement 1, die Kontaktkrallen 3a und 3b, die Kontaktschneiden 2a und 2b und die Gehäuseöffnungsränder 21a und 21b hergestellt werden kann.

Die Mutter 14 weist einen Käfig 16 auf, welcher einen Rand der Öffnung des zweiten Gehäuseteils 10 zum Durchführen der Schraube 12 hintergreift. Die Mutter 14 ist dadurch formschlüssig gegen ein Herausfallen gesichert.

3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Kontaktelementes 1a. Das Kontaktelement 1a ist teilweise wie das Kontaktelement 1 ausgebildet, wobei gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind und gleiche Eigenschaften aufweisen. Das Kontaktelement 1a weist jedoch als Unterschied zum Kontaktelement 1 anstelle der Kontaktkralle 3a eine Kontaktkralle 22 auf, welche mit einer Richtungskomponente entgegengesetzt zur Kontaktkralle 3b abgewinkelt ist. Die Kontaktkralle 22 weist in diesem Ausführungsbeispiel zwei in Abwinkelungsrichtung weisende, dreieckförmig ausgebildete Kontaktzähne auf.

4 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung einer Kontaktanordnung mit einem – in 2 bereits beschriebenen – ersten Gehäuseteil 8 und einem zweiten Gehäuseteil 10. Die Kontaktanordnung weist das in 3 beschriebene Kontaktelement 1a auf.

In diesem Ausführungsbeispiel weist die Schraube 12 kein Schneidelement 13 auf. Beim Eindrehen der Schraube 12 in die Mutter 14 wird das erste Gehäuseteil 8 mit dem zweiten Gehäuseteil 10 zusammengeführt. Beim Zusammenführen wird die Kontaktkralle 3b in die Gehäuseöffnung 20b des zweiten Gehäuseteils 10 eingeführt. Beim Zudrehen der Schraube 12 wird somit ein flacher Abschnitt des Kontaktelements 1a, welches die Kontaktkralle 3b und die Kontaktkralle 22 verbindet, zwischen dem ersten Gehäuseteil 8 und dem zweiten Gehäuseteil 10 eingepresst. Dadurch wird die Kontaktkralle 22 gegen eine Innenseite des ersten Gehäuseteils 8 gepresst. Die Verzahnung der Kontaktkralle 22 kann auf diese Weise – anders als die zum Verletzen eines Gehäuseöffnungsrandes vorgesehene Kontaktkralle 3b – in eine Rückseite des ersten Gehäuseteils 8 einstechen und am Ort des Einstechens eine ein elektrisches Kontaktieren beeinträchtigende Schicht, beispielsweise eine Oxidschicht, durchstoßen und dort das erste Gehäuseteil 8 elektrisch kontaktieren. Im Falle einer Oxidschicht oder einer Verschmutzung des ersten Gehäuseteiles 8 ist diese – aus dem Stand der Technik bekannte – Art des Kontaktierens ausreichend.

Eine elektrische Verbindung zwischen dem ersten Gehäuseteil 8 und dem zweiten Gehäuseteil 10 kommt somit über die Kontaktkralle 22, den flachen Abschnitt des Kontaktelements 1a, die Kontaktkralle 3b und den Gehäuseöffnungsrand 21b der Gehäuseöffnung 20b des zweiten Gehäuseteiles 10 zustande. Der Sicherungsring 18 muss in diesem Ausführungsbeispiel nicht notwendigerweise elektrisch leitend ausgebildet sein.

5 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Frontplatte 9 zum Verbinden mit einem Gehäuseteil 11. Die Frontplatte 9, welche beispielsweise eine Berührungsschutzabdeckung ist, weist an einer zum Zusammenführen mit dem Gehäuseteil 11 vorgesehenen Unterseite eine Kontaktkralle 24a und eine von der Kontaktkralle 24a beabstandete Kontaktkralle 24b auf. Beim Zusammenführen der Frontplatte 9 mit dem Gehäuseteil 11 entlang einer Richtung 27 kann die Kontaktkralle 24b in eine von jeweils zueinander regelmäßig beabstandete Gehäuseöffnungen 26 eingreifen, wobei die Gehäuseöffnungen jeweils entsprechend zum Eingreifen der Kontaktkralle 24a oder der Kontaktkralle 24b ausgebildet sind.

6 zeigt eine Schnittdarstellung eines Abschnitts der in 5 dargestellten Frontplatte 9 mit einem Abschnitt des in 5 dargestellten Gehäuseteils 11. Die Kontaktkralle 24b weist jeweils dreieckförmig geformte Kontaktkrallenspitzen 25a, 25b und 25c auf. Die Kontaktkrallenspitze 25a weist eine Kontaktschneide 28a und die Kontaktkrallenspitze 25c weist eine Kontaktschneide 28b auf. Die Gehäuseöffnung 26 des Gehäuseteils 11 weist einen Gehäuseöffnungsrand 30 auf. Die Gehäuseöffnung 26 kann beispielsweise einen runden oder einen rechteckförmigen Öffnungsquerschnitt aufweisen.

Beim Zusammenführen der Frontplatte 9 mit dem Gehäuseteil 11 entlang einer Achse 34 kann die Kontaktschneide 28b der Kontaktkrallenspitze 25c, und die Kontaktschneide 28a der Kontaktkrallenspitze 25b jeweils in einen entsprechenden Abschnitt des Gehäuseöffnungsrandes 30 der Gehäuseöffnung 26 einschneiden und dort eine ein elektrisches Kontaktieren beeinträchtigende Lackschicht oder Oxidschicht durchdringen.

In diesem Ausführungsbeispiel hat die Kontaktkralle 24b auch eine Doppelfunktion. Alternativ zum Einschneiden der Kontaktschneiden 28a und 28b in den Gehäuseöffnungsrand 30 können die Kontaktkrallenspitzen 25a, 25b und 25c der Kontaktkralle 24b jeweils mit einem spitzen Ende beim Zusammenführen der Frontplatte 9 mit einem Gehäuseteil in eine Oberflächenschicht des – in dieser Figur nicht dargestellten – Gehäuseteils eindringen und dort das Gehäuseteil elektrisch kontaktieren.

Eine Ausführungsform der Frontplatte 9 mit Kontaktkrallen 24a und 24b kann unabhängig von der Darstellung in 5 und 6 jeweils nur zwei Kontaktkrallenspitzen aufweisen, wobei die Kontaktkrallenspitzen jeweils eine Kontaktschneide zum Verletzen eines Gehäuseöffnungsrandes aufweisen. Diese Ausführungsform der Frontplatte 9 weist keine Kontaktkrallenspitze 25b auf.

In 7 ist eine weitere Kontaktierungsmöglichkeit schematisch angedeutet. Demnach können die Kontaktkrallenspitzen 25 der Frontplatte 9 das Gehäuseteil 11 kontaktieren, ohne dass dieses eine Öffnung aufweist.


Anspruch[de]
  1. Elektrisch leitfähiges Kontaktelement zum elektrischen Miteinander-Verbinden von mechanisch miteinander zu verbindenden Gehäuseteilen, wobei das elektrisch leitfähige Kontaktelement wenigstens teilweise ausgebildet ist, beim mechanischen Miteinander-Verbinden von Gehäuseteilen eine ein elektrisches Verbinden mindestens beeinträchtigende, insbesondere verhindernde Schicht wenigstens eines Gehäuseteils zu durchdringen und das wenigstens eine Gehäuseteil elektrisch zu kontaktieren, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (1, 1a) wenigstens eine, beim mechanischen Miteinander-Verbinden zum Einführen in eine Gehäuseöffnung (20a, 20b), des wenigstens einen Gehäuseteils (10) vorgesehene Kontaktkralle (3a, 3b) aufweist, wobei die wenigstens eine Kontaktkralle (3a, 3b) ausgebildet ist, beim Einführen in die Gehäuseöffnung (20a, 20b) die Schicht im Bereich eines Gehäuseöffnungsrandes (21a, 21b) zu durchdringen und den Gehäuseöffnungsrand (21a, 21b) dort wenigstens abschnittsweise elektrisch zu kontaktieren.
  2. Kontaktelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktkralle (3a, 3b) eine insbesondere mit einer Richtungskomponente quer zu einer zum mechanischen Verbinden vorgesehenen Richtung verlaufende, elektrisch leitfähige Kontaktschneide (2a, 2b) aufweist, welche ausgebildet ist, beim mechanischen Miteinander-Verbinden die Schicht zu durchdringen, insbesondere zu durchreiben und den Gehäuseöffnungsrand (20a, 20b) elektrisch zu kontaktieren.
  3. Kontaktelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (1, 1a) wenigstens einen abgewinkelten Abschnitt, insbesondere zum Eingriff in eine Gehäuseöffnung (20a, 20b) aufweist, welcher eine Kontaktkralle (3a, 3b) bildet.
  4. Kontaktelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (1, 1a) ein bewegliches Schneidelement (12) mit einer Kontaktschneide (13) aufweist, wobei die Kontaktschneide (13) ausgebildet ist, beim Bewegen des Schneidelementes (13) eine ein elektrisches Verbinden mindestens beeinträchtigende, insbesondere verhindernde Schicht eines ersten Gehäuseteils (8) zu durchdringen und das erste Gehäuseteil (8) elektrisch zu kontaktieren.
  5. Kontaktelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Schneidelement (12) eine Schraube, insbesondere zum Miteinander-Verbinden von wenigstens zwei Gehäuseteilen (8, 10), ist.
  6. Kontaktelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (1, 1a) ein Positionierelement (4) aufweist, welches ausgebildet ist, ein Gehäuseteil (8, 10), insbesondere eine Gehäusekante, wenigstens abschnittsweise formschlüssig zu hintergreifen und somit das Kontaktelement (1, 1a) in einer Position gegen ein Verdrehen zu sichern.
  7. Kontaktelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (1, 1a) einstückig ausgebildet ist.
  8. Kontaktelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (1, 1a) gestanzt ist.
  9. Frontplatte, insbesondere Berührungsschutzplatte, zum Verbinden mit wenigstens einem Gehäuseteil, insbesondere eines Schaltschrankes, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (9) wenigstens eine, beim mechanischen Verbinden zum Einführen in eine Gehäuseöffnung (26) des wenigstens einen Gehäuseteils (10) vorgesehene Kontaktkralle (24a, 24b) aufweist, welche ausgebildet ist, beim mechanischen Verbinden der Frontplatte (9) mit dem wenigstens einen Gehäuseteil (11) eine ein elektrisches Verbinden mindestens beeinträchtigende, insbesondere verhindernde Schicht des wenigstens einen Gehäuseteils (11) zu durchdringen und das wenigstens eine Gehäuseteil (11) elektrisch zu kontaktieren, wobei die wenigstens eine Kontaktkralle (24a, 24b) ausgebildet ist, beim Einführen in die Gehäuseöffnung (26) die Schicht im Bereich eines Gehäuseöffnungsrandes (30) zu durchdringen und den Gehäuseöffnungsrand (30) dort wenigstens abschnittsweise elektrisch zu kontaktieren.
  10. Kontaktanordnung, insbesondere für einen Schaltschrank, mit wenigstens einem ersten Gehäuseteil und wenigstens einem zweiten Gehäuseteil zum Verbinden mit dem wenigstens einen ersten Gehäuseteil, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktanordnung ein Kontaktelement (1, 1a) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 aufweist.
  11. Kontaktanordnung, insbesondere für einen Schaltschrank, mit wenigstens einem Gehäuseteil und wenigstens einer Frontplatte zum Verbinden mit dem wenigstens einen Gehäuseteil, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (9) eine Frontplatte nach Anspruch 9 ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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