PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005023808A1 22.12.2005
Titel Balkon
Anmelder Kumer, Stanko, 93073 Neutraubling, DE
Erfinder Kumer, Stanko, 93073 Neutraubling, DE
Vertreter Patentanwälte Wasmeier, Graf, 93055 Regensburg
DE-Anmeldedatum 24.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005023808
Offenlegungstag 22.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.12.2005
IPC-Hauptklasse E04B 1/00
Zusammenfassung Bei einem Balkon, insbesondere Außenbalkon für Gebäude, ist ein an der Gebäudeaußenseite mittels in eine Geschossdecke eingreifenden Ankern, beispielsweise Klebedübeln, befestigbares Tragelement,
eine an dem Tragelement befestigbare Konsole, die einen eine Standfläche des Balkons bildenden Boden sowie eine mit dem Boden verbundene und den Boden zumindest teilweise umschließende Schürze aufweist, angeordnet.
Bei dem Balkon ist ein an der Konsole und/oder am Tragelement befestigbares Geländer, wobei das Tragelement, die Konsole und das Geländer jeweils aus Metall bzw. Stahl gefertigt sind, vorgesehen.

Beschreibung[de]

Die Neuerung bezieht sich auf einen Balkon und dabei speziell auf einen französischen Balkon.

Aufgabe der Neuerung ist es, einen Balkon aufzuzeigen, der problemlos als Bausatz gefertigt und montiert werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Balkon entsprechend dem Schutzanspruch 1 ausgebildet.

Weiterbildungen der Neuerung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Neuerung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

1 in perspektivischer Darstellung eine Gebäudefenstertür, zusammen mit einem an der Gebäudeaußenseite angebrachten Balkon gemäß der Neuerung;

2 einen Schnitt durch die Gebäudeaußenwand und den dort vorgesehenen Balkon;

3 eine Darstellung ähnlich 2, jedoch bei voneinander getrennten Elementen des Balkons;

4 in perspektivischer Darstellung das an der Gebäudeaußenwand befestigbare Tragelement;

5 in vereinfachter perspektivischer Darstellung und in Rückansicht die Konsole bzw. Unterkonstruktion des Balkons der 1;

6 den Zuschnitt der Schürze der Konsole;

7 einen Schnitt durch eine Geländerpfosten.

In den Figuren ist 1 eine Gebäudeaußenwand mit einer Fenstertür 2, deren Flügel zur Gebäudeinnenseite hin geöffnet werden kann. An der Gebäudeaußenseite ist im Bereich der Fenstertür 2 ein schnaler Balkon 3 vorgesehen, der auch als französischer Balkon bezeichnet werden kann und als Bausatz aus Stahl gefertigt ist. Der Balkon besteht bei der dargestellten Ausführungsform im Wesentlichen aus vier Komponenten, nämlich aus einem an der Gebäudeaußenfläche befestigbaren plattenförmigen Tragelement 3, aus der u. a. die Balkon- oder Trittfläche bildenden Konsole 4, aus dem Geländer 5 und einem auf der Oberseite des Geländers höhenverstellbar befestigten Handlauf 6.

Das Tragelement 3 ist als rechteckförmige Platte 7 mit Abwinklungen 7.1 an den beiden Schmalseiten und mit einer weitern Abwinklung 7.2 an der im Einbauzustand oberen Längsseite ausgebildet, und zwar hergestellt aus einem Stahlblech mit entsprechenden, die Abwinklungen bildenden Abkantungen. Die Befestigung des Tragelementes 3 an der Gebäudeaußenseite erfolgt im Schwellenbereich der Gebäudeaußentür 1 in der Weise, dass die Abkantung 7.2 horizontal ausgerichtet ist und sich etwas unterhalb der Schwelle der Gebäudeaußentür 1 befindet, und zwar unter Verwendung mehrerer Klebedübel 8, die jeweils mit einem Ende durch Kleben im Beton der Geschossdecke 9 verankert sind. Die Klebedübel 8 durchgreifen Bohrungen in der Platte 7, die dann mit Hilfe von auf das Gewinde der Klebedübel aufgeschraubten Muttern an den Klebedübeln 8 gehalten und gegen die Außenfläche der Gebäudeaußenwand angepresst ist.

Die Konsole 4 besteht im Wesentlichen aus einer bei der dargestellten Ausführungsform bogenförmigen Schürze 10, die bei der dargestellten Ausführungsform durch Biegen oder Wölben eines Zuschnitts 10.1 aus Stahlblech hergestellt ist. Dieser in der 6 wiedergegebene Zuschnitt 10.1 ist bei der dargestellten Ausführungsform dadurch gebildet, dass ein zunächst rechteckförmiger Zuschnitt aus dem Stahlblech an einer Längsseite mit einer Ausnehmung versehen ist, und zwar derart, dass die obere Längsseite des Zuschnittes 10.1 geradlinig verläuft und die untere Längsseite von zwei einen Winkel miteinander einschließenden Abschnitten gebildet ist, und zwar derart, dass die Breite des Zuschnittes 10.1 ausgehend von einer Schmalseite bis zur Mitte des Zuschnittes zunächst abnimmt und dann wieder stetig zunimmt.

Der Boden 11 ist von einem Zuschnitt aus Stahlblech gebildet, der an einer längeren Seite 11.1 der Wölbung der Schürze 10 entsprechend bogenförmig gekrümmt ist und an der gegenüberliegenden Längsseite 11.2 geradlinig ausgebildet ist. Der Boden 11 ist in der Schürze 10 durch Verschweißen derart befestigt, dass die Ebene des Bodens 11 senkrecht zu den Oberflächenseiten der gewölbten Schürze 10 liegt und letztere mit ihrem geradlinig verlaufenden Rand über die Oberseite des Bodens 11 vorsteht, sodass die Konsole 4 dadurch einen über die Oberseite des Bodens 11 vorstehenden Rand bildet. Unterhalb des Bodens 11 ist an der Innenseite der Schürze 10 und an der Unterseite des Bodens 11 eine von einem winkelförmigen Zuschnitt aus Stahlbleche gebildete Versteifungswand vorgesehen.

Die Befestigung der Konsole 4 an den Tragelement 3 erfolgt in der Weise, dass die Konsole 4 an den beiden Enden bzw. senkrecht zur Ebene des Bodens 11 verlaufenden Schmalseiten sowie auch an der geradlinigen Seite 11.2 des Bodens 11 auf die der Platte 7 abgewandte Seite der Abwinklungen 7.1 bzw. 7.2 aufgesetzt und dort mit geeigneten Befestigungsmitteln, beispielsweise mit Hilfe von Schrauben befestigt ist.

Um die Montage der Konsole 4 zu vereinfachen, sind an dieser im Bereich des Randes 11.2 über die Unterseite des Bodens 11 wegstehende Bolzen 14 vorgesehen, mit denen die Konsole 4 an entsprechenden Öffnungen in der Abwinklung 7.2 eingehängt werden kann. Weiterhin sind an den beiden Schmalseiten 13 unten Einstellschrauben 15 vorgesehen, die eine einstellbare Anlagefläche der Konsole 4 gegen die Platte 7 bilden. Nach dem Einhängen der Konsole 4 mit den Bolzen 14 kann dann durch Verstellen der Einstellschrauben 15 die Konsole 4 derart ausgerichtet werden, dass sie mit ihrem Boden die gewünschte Lage aufweist, beispielsweise eine nach außen leicht gegenüber der Horizontalen geneigte Lage. Nach diesem Einstellen werden dann die für die eigentlichen Befestigungsschrauben notwendigen Bohrungen bei weiterhin am Tragelement 3 gehaltener Konsole 4 gebohrt und die Befestigungsschrauben eingebracht.

Das Geländer 5 besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus drei vertikalen Geländerpfosten 16 und oberen und unteren Querräumen 17 bzw. 18 zwischen denen die vertikalen Geländerstäbe 19 jeweils beidendig gehalten sind. Die Pfosten 16 sind dann mit ihren unteren Enden außenliegend an der Konsole 4 bzw. an der dortigen Schürze gehalten, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform im Bereich der beiden Schmalseiten 13 und der von diesen Schmalseiten abgedeckten Abwinklungen 7.1 und im Bereich der Versteifungsfläche 12.

Auf der Oberseite des Geländers 5 ist beispielsweise der Handlauf 6 befestigt, der bei der dargestellten Ausführungsform aus einem gebogenen Holm 20 besteht, der an der Unterseite drei wegstehende Verbindungszapfen 21 aufweist, die jeweils in eine Bohrung an der Oberseite eines Pfostens 16 einführbar sind.

Wie die 7 in vergrößerter Darstellung wiedergibt, ist jeder von einem Rohrprofil gebildete Pfosten 16 an der Oberseite durch ein Abschlussstück 22 aus Metall verschlossen. In diesem Abschlussstück 22, welches die Bohrung 23 für den Verbindungszapfen 21 aufweist, ist eine Madenschraube 24 vorgesehen, mit der ein radiales Festklemmen des jeweiligen Verbindungszapfens 21 in der Bohrung 23 nach der Einstellung der gewünschten Höhe des Handlaufes 6 möglich ist.

Sämtliche vorbeschriebenen Elemente des bei Balkons sind jeweils aus Stahl gefertigt, und zwar korrosionsgeschützt, z. B. aus Edelstahl oder an der Außenfläche verzinkt und anschließend mit einer Oberfläche versehen. Die Neuerung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Neuerung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.

An dem Geländer 5 bzw. an den beiden äußeren Geländerpfosten 16 ist noch jeweils eine Lasche 25 angeschweißt, mit der die Geländerpfosten oben zusätzlich an der Gebäudewand 1 befestigt werden können.

1Gebäudeaußenwand 2Fenstertür 3Tragelement 4Konsole 5Geländer 6Handlauf 7Platte 7.1, 7.2Abwinklung 8Klebedübel 9Geschossdecke 10Schürze 10.1Zuschnitt für Schürze 10 11Boden 11.1gebogener Rand des Bodens 11.2geradliniger Rand des Bodens 12Versteifungsblech 13Schmalseite der Schürze 10 14Haltebolzen 15Einstellschraube 16Pfosten 17, 18Querholm 19Geländerstäbe 20Holm des Handlaufs 6 21Verbindungsstäbe 22Abschlussstück 23Bohrung 24Madenschraube

Anspruch[de]
  1. Balkon, insbesondere Außenbalkon für Gebäude,

    gekennzeichnet

    durch ein an der Gebäudeaußenseite (1) mittels in eine Geschossdecke (9) eingreifenden Ankern, beispielsweise Klebedübeln (8) befestigbaren Tragelement (3),

    durch eine an dem Tragelement (3) befestigbaren Konsole (4), die einen eine Standfläche des Balkons bildenden Boden (11) sowie eine mit dem Boden (11) verbundene und den Boden (11) zumindest teilweise umschließende Schürze (10) aufweist,

    sowie durch ein an der Konsole (4) und/oder am Tragelement (3) befestigbares Geländer (5), wobei das Tragelement (3), die Konsole (4) und das Geländer (5) jeweils aus Metall bzw. Stahl gefertigt sind.
  2. Balkon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (3) von einer Platte (7) gebildet ist, die an wenigstens einer oberen Plattenlängsseite sowie an den Schmalseiten jeweils wenigstens eine Abwinklung (7.1, 7.2) aufweist.
  3. Balkon nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (3) aus einem im Wesentlichen rechteckförmigen Zuschnitt aus einem Flachmaterial aus Stahl mit den Abwinklungen (7.1, 7.2) hergestellt ist.
  4. Balkon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schürze (10) von einem Zuschnitt (10.1) eines Flachmaterials aus Stahl gebildet ist.
  5. Balkon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (11) aus einem Zuschnitt aus einem Flachmaterial aus Stahl besteht.
  6. Balkon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konsole (4) am Tragelement (3) entlang von Schmalseiten (13) und einer Umfangsseite (11.2) des Bodens (11) mit den Abwinklungen (7.1, 7.2) des Tragelementes (3) verbindbar ist.
  7. Balkon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Konsole (4) mittel (14) für ein vorläufiges Verbinden mit dem Tragelement (3) sowie Mittel (15) zur Einstellung der Neigung der Konsole (4) relativ zum Tragelement (3) vorgesehen sind.
  8. Balkon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente des Balkons korrosionsbeständig ausgebildet sind, beispielsweise aus korrosionsbeständigem Material bestehen und/oder mit einem Korrosionsschutz versehen sind.
  9. Balkon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Befestigungslaschen oder -winkel (25) zur zusätzlichen Befestigung an der Gebäudeaußenwand.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com