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Dokumentenidentifikation DE202005012749U1 22.12.2005
Titel Sekundärhandschutz mit Sperre für Kreismesserhalter
Anmelder Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik für Maschinenmesser und Kompressorventile, 51491 Overath, DE
DE-Aktenzeichen 202005012749
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.12.2005
Registration date 17.11.2005
Application date from patent application 12.08.2005
IPC-Hauptklasse B26D 7/22

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Sekundärhandschutz für Kreismesserhalter in Längsschneidemaschinen, wobei der Kreismesserhalter im wesentlichen aus einem an einem Messerbalken befestigbaren Grundkörper besteht mit einem Stellantrieb für ein daran in einem Messerkopf gelagertes Kreismesser, das zwischen einer oberen Ruhe- und einer unteren Schneidposition hin- und herbewegbar gelagert ist. Das Kreismesser ist seitlich und oben von einem am Stellantrieb starr befestigten dosenförmigen Primärhandschutz umgeben, der in seinem dem Gegenwerkzeug zugewandten Bereich einen kreissegmentförmigen Ausschnitt aufweist mit einem diesen abdeckenden beweglichen Sekundärhandschutz, sodass in der oberen Ruheposition, bei der das Kreismesser als Oberwerkzeug vom Unterwerkzeug abgehoben ist, die Kreismesserschneide vollständig abgedeckt ist und in der unteren Schneidposition nur der mit dem Unterwerkzeug in Eingriff stehende Teil der Kreismesserschneide freiliegt.

In der DE-GM 20 2005 001 029 ist ein derartiger Sekundärhandschutz beschrieben, der am Stellantrieb bzw. Primärhandschutz in Richtung Unterwerkzeug verschiebbar befestigt ist und über eine Antriebsfeder permanent in Richtung Unterwerkzeug gedrückt bzw. gezogen wird, wobei er in seiner oberen Schutzposition durch den Stellantrieb gehalten wird und mit dessen Bewegung in die untere Schneidposition durch die Antriebsfeder gleichzeitig in seine untere Schutzposition bis zu einem einstellbaren Festanschlag am Grundkörper verschoben wird und hier seine untere Schutzposition mit konstantem Sicherheitsabstand zum Gegenwerkzeug erreicht, wonach sich der Stellantrieb mit Kreismesser weiter in die untere Schneidposition bewegt.

In Schneidposition des Kreismesserhalters besteht jedoch eine Gefahr darin, dass der Sekundärhandschutz in der unteren Schutzposition gegen seine Antriebsfeder nach oben ausweichen kann und die Messerschneide freigibt, wenn der Einrichter z.B. im Tippbetrieb Einstellarbeiten vornimmt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Sekundärhandschutz zu schaffen, der diesen Nachteil beseitigt.

Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Sekundärhandschutz mit einer Sperre versehen wird, die diesen in seiner unteren Schutzposition hält und die nur über den Stellantrieb bei dessen Bewegung aus der Schneid- in Ruheposition wieder gelöst wird.

Die Erfindung wird im Folgenden durch Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 die vordere Teilansicht eines pneumatischen Scherenschnittmesserhalters mit Kreismesser in Schneidposition und Sekundärhandschutz mit Sperre in unterer Schutzposition,

2 die Sperre von 1 in perspektivischer Ansicht.

In 1 ist ein pneumatischer Scherenschnittmesserhalter in vorderer Teilansicht dargestellt. Der Stellantrieb mit Messerkopf und daran gelagertem Kreismesser befindet sich in der unteren Schneidposition und der Sekundärhandschutz in unterer Schutzposition.

Der Stellantrieb, der im Grundkörper 1 geführt und angetrieben wird, ist nicht im einzelnen sondern nur durch seine Führungssäule 2 dargestellt, an der über die Traverse 3 der Messerkopf 4 mit daran gelagertem Kreismesser 5 sowie der Primärhandschutz 6 befestigt ist. Im folgenden sind alle am Stellantrieb starr befestigten Teile wie Führungssäule 2, Traverse 3, Messerkopf 4 und Primärhandschutz 6 unter dem Oberbegriff „Stellantrieb" zusammengefaßt. Am Grundkörper 1 des Kreismesserhalters stützt sich die Antriebsfeder 7 ab, die den Sekundärhandschutz 9 bis zum Festanschlag 8 nach unten drückt. Am Grundkörper 1 ist als Sperre ein Federelement 10 angebracht mit einem in Richtung Sekundärhandschutz 9 gerade abgebogenen Schnäpper 11 und einem Rückholbügel 12. Der Sekundärhandschutz 9 weist einen hier nicht sichtbaren Halteschlitz auf, in den der Schnäpper 11 bei der Bewegung des „Stellantriebes" aus der oberen Ruheposition in die untere Schneidposition durch die Federwirkung des Federelementes 10 eingerastet ist. Die Traverse 3 ist mit einer Klinke 13 versehen, die den Halteschlitz über den Rückholbügel 12 wieder freigibt, sobald sich der „Stellantrieb" bzw. Traverse 3 aus seiner unteren Schneid- in die obere Ruheposition bewegt. Es ist leicht ersichtlich, dass der Sekundärhandschutz 9 in seiner unteren Schutzposition nicht mehr nach oben ausweichen kann.

In 2 ist die Sperre in Form des Federelementes perspektivisch dargestellt. Das Federelement 1 zeigt den abgewinkelten Schnäpper 2 sowie den Rückholbügel 3. Die Klinke 4 ist an der nur teilweise dargestellten Traverse 5 befestigt.

Ohne das Grundprinzip der Erfindung zu ändern, sind weitere Modifikationen für die Sperre wie z.B. die Anbringung eines gesteuerten Riegels möglich.

Ebenso ist das Grundprinzip der Erfindung für einen beweglichen Gesamthandschutz gemäss DE 20 2004 019 430 einsetzbar.


Anspruch[de]
  1. Sekundärhandschutz für Kreismesserhalter in Längsschneidemaschinen, wobei der Kreismesserhalter im wesentlichen aus einem an einem Messerbalken befestigbaren Grundkörper mit einem Stellantrieb für ein daran in einem Messerkopf gelagertes Kreismesser, das zwischen einer oberen Ruhe- und einer unteren Schneidposition hin- und her- bewegbar gelagert ist, besteht und das Kreismesser seitlich und oben von einem am „Stellantrieb" starr befestigten dosenförmigen Primärhandschutz umgeben ist mit einem dem Gegenwerkzeug zugewandten kreissegmentförmigen Ausschnitt und mit einem diesen abdeckenden angetriebenen Sekundärhandschutz, sodass in der oberen Ruheposition, bei der das Kreismesser als Oberwerkzeug vom Unterwerkzeug abgehoben ist, die Kreismesserschneide vollständig abgedeckt ist und in der unteren Schneidposition nur der mit dem Unterwerkzeug in Eingriff stehende Teil der Kreismesserschneide freiliegt dadurch gekennzeichnet, dass am Sekundärhandschutz eine Sperre wirksam wird, die den Sekundärhandschutz in seiner unteren Schutzposition hält und die über den Stellantrieb bei dessen Bewegung aus der Schneid- in die Ruheposition wieder gelöst wird.
  2. Sekundärhandschutz nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Sperre durch ein am Grundkörper befestigtes Federelement gebildet wird mit einem Schnäpper für eine Halteöffnung im Sekundärhandschutz und einem Bügel für eine Rückholklinke am „Stellantrieb".
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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