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Dokumentenidentifikation DE202005013214U1 22.12.2005
Titel Lagerung für eine drehbare Scheibe
Anmelder Magnetic Autocontrol GmbH, 79650 Schopfheim, DE
Vertreter Ebert, J., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anw., 79541 Lörrach
DE-Aktenzeichen 202005013214
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.12.2005
Registration date 17.11.2005
Application date from patent application 22.08.2005
IPC-Hauptklasse E06B 11/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Lagerung für eine kreisrunde, drehbare Scheibe, insbesondere für die Lagerscheibe einer Drehsperranlage zur Personendurchgangskontrolle, an der Sperrelemente verankert sind, die durch schrittweises Verdrehen der Lagerscheibe nacheinander aus einer den Durchgang sperrenden Stellung in eine den Durchgang freigebende Stellung bewegbar sind.

Bekannte Lagerungen für drehbare Scheiben sind als Zentrallager ausgebildet, die z.B. als Gleit- oder als Wälzlager ausgestaltet sein können. So ist durch die CH-375 192 eine Lagerung für die Drehscheibe einer Werkzeugmaschine bekannt, bei dem zur vollständigen Lagerung insgesamt drei Wälzlager vorgesehen sind, nämlich ein Axialwälzlager, das zwischen der Unterseite des mit der anzutreibenden Scheibe fest verbundenen Antriebsrades und dem Maschinenkörper angeordnet ist, ein Radialwälzlager, das in die zentrale Bohrung des Antriebsrades eingesetzt ist und seinen inneren Sitz auf einer Buchse oder einem Ansatz des Maschinenkörpers hat und ein weiteres Wälzlager, das im Zusammenwirken mit einer Druckscheibe und mit dem Axialwälzlager gegen die zentrale Lagerung drückt.

In der PCT WO 00/77338 A1 ist eine Drehsperre gezeigt, bei der die drehbare, die Sperrarme tragende Trägerscheibe mit Hilfe eines zentralen Wälzlagers am feststehenden Teil der Drehsperre gelagert ist. Auch die DE 43 42 751 A1 und die DE 44 45 698 C2 zeigen Drehsperren oder Drehkreuzanlagen bei denen der die Sperrarme tragende Lagerteller durch ein Zentrallager drehbar an der Antriebseinheit gelagert ist.

Zentrallager haben den Nachteil, dass sie sehr voluminös und insgesamt kompliziert in ihrem Aufbau sind. Auch die Führung und Stützung der drehbaren Scheibe ist nicht optimal.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lagerung für eine drehbare Scheibe zu schaffen, die weniger voluminös und einfach und preiswert im Aufbau ist und gleichzeitig eine gute Führung und Abstützung für die Scheibe bietet.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die Scheibe mittels mehrerer an ihrem Umfang abrollbaren Laufrollen, die ortsfest aber drehbar an einem Träger befestigt sind, auf diesem Träger drehbar gelagert ist. Eine solche Lagerung ist deutlich weniger voluminös als die bekannten Zentrallager. Sie baut insbesondere in axialer Richtung wesentlich raumsparender, man gewinnt so auf der Rückseite der Scheibe genügend Platz für die Montage zusätzlicher Mechanismen. Dabei ist sie aber sehr funktionssicher und unterliegt kaum einem Verschleiß. Ihr Aufbau ist vergleichsweise unkompliziert und erfordert nicht die hohe Präzision, wie sie bei den bekannten Wälzlagern unverzichtbar ist. Die Herstellung ist entsprechend kostengünstiger.

Es ist vorteilhaft, wenn in der Umfangsfläche der Scheibe eine Laufrille vorgesehen ist, in die die Laufrollen eingreifen und darin abrollen können. Dies trägt zur Funktionssicherheit der Lagerung bei.

Die Lagerung ist vorzugsweise als Dreipunktlagerung ausgebildet; damit kann die beste Führung und Abstützung der drehbaren Scheibe erreicht werden. Gewisse Toleranzschwankungen können sich dabei von selbst ausgleichen.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Scheibe an ihrem Umfang mit Hilfe von drei Laufrollen, die im Winkelabstand von 120° auf dem Träger, z.B. einer Trägerplatte, ortsfest aber drehbar montiert sind, gelagert und geführt. Mit drei kleinen Lagern erhält man so eine hohe Stabilität.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der anhängenden Zeichnung am Beispiel einer Drehsperre näher beschrieben; es zeigen:

1 die perspektivische Ansicht einer dreiarmigen Drehsperre, bei der die Erfindung beispielsweise zur Anwendung kommen kann,

2 die Seitenansicht der Antriebs- und Sperreinheit einer Drehsperre gemäß 1 mit der erfindungsgemäßen Lagerung der Lagerscheibe,

3 die Vorderansicht der Sperreinheit in Richtung des Pfeiles P in 2,

4 einen Ausschnitt der Rückansicht der Sperreinheit gemäß 3 und

5 eine Seitenansicht der Sperreinheit gemäß 3 und 4.

1 zeigt als Anwendungsbeispiel für die vorliegende Erfindung eine an sich bekannte dreiarmige Drehsperre mit einer um eine zur Horizontalen um etwa 45° geneigten Drehachse drehbare Sperreinheit 1, von der sich drei Sperrelemente 2 in Form von Sperrarmen 2 zueinander im Winkel von jeweils 120° erstrecken. 2 zeigt die Seitenansicht der Sperreinheit 1 zusammen mit ihrer Antriebseinheit. Wie noch deutlicher aus 3 zu ersehen ist, ist die Sperreinheit 1 auf einem feststehenden Träger 3, hier einer Trägerplatte 3, montiert und die Sperrarme 2 erstrecken sich zueinander im jeweils gleichen Winkel von 120° von einer kreisrunden Lagerscheibe 4, wo sie vorzugsweise mit Hilfe von Aufnahmezapfen 5 vorzugsweise schwenkbar gehalten sind. Die Lagerscheibe 4 ist an ihrem Außenumfang auf der Trägerplatte 3 mit Hilfe mehrerer Lagerrollen 6 drehbar gelagert. Vorzugsweise handelt es sich um eine Dreipunktlagerung, d.h. es sind im Winkelabstand von jeweils 120° drei Lagerrollen 6 auf der Trägerplatte 3 über Lagerzapfen 7 ortsfest aber drehbar befestigt. An ihrem Außenumfangsfläche ist in der Lagerscheibe 4 eine Laufrille 8 vorgesehen, in die die Laufrollen 6 eingreifen und darin abrollen können, wenn die Lagerscheibe 4 von einem nicht dargestellten Antriebsmotor über eine Antriebswelle 9 (siehe 4) angetrieben und um ihre Mittelachse gedreht oder verdreht wird.

Die beschriebene Lagerung ist einfach und kostengünstig in ihrem Aufbau, sie ist wenig störanfällig und unterliegt so gut wie keinem Verschleiß. Dabei ist sie sehr funktionssicher und bietet, besonders in der bevorzugten Ausführungsform als Dreipunktlagerung, eine optimale Führung und Abstützung für die sich drehende Lagerscheibe 4 und sie beansprucht im Vergleich zu den bekannten Zentrallagern deutlich weniger Raum.

Die neue Lagerung wurde hier am Beispiel einer Drehsperre beschrieben, sie soll aber nicht darauf beschränkt sein, vielmehr ist sie ebenso bei verdrehbaren Scheiben oder Platten in anderen Anwendungsbereichen einsetzbar.

1Sperreinheit 2Sperrarm 3Träger, Trägerplatte 4Scheibe, Lagerscheibe 5Aufnahmezapfen 6Lagerrollen 7Lagerzapfen 8Laufrille 9Antriebswelle

Anspruch[de]
  1. Lagerung für eine kreisrunde, drehbare Scheibe, insbesondere für die Lagerscheibe einer Drehsperranlage zur Personendurchgangskontrolle, an der Sperrelemente verankert sind, die durch Drehen der Lagerscheibe nacheinander aus einer den Durchgang sperrenden Stellung in eine den Durchgang freigebende Stellung bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (4) mittels mehrerer an ihrem Umfang abrollbaren Laufrollen (6), die ortsfest aber drehbar an einem Träger (3) befestigt sind, auf diesem Träger (3) drehbar gelagert ist.
  2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Umfangsfläche der Scheibe (4) eine Laufrille (8) vorgesehen ist, in die die Laufrollen (6) eingreifen und darin abrollen können,
  3. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Dreipunktlagerung ist.
  4. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (4) an ihrem Umfang mit Hilfe von drei Laufrollen (6), die im Winkelabstand von 120° auf dem Träger (3) ortsfest aber drehbar montiert sind, gelagert und geführt ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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