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Dokumentenidentifikation DE202005013814U1 22.12.2005
Titel Kosmetische Seifengelstifte mit linearen Siliconölen
Anmelder Henkel KGaA, 40589 Düsseldorf, DE
DE-Aktenzeichen 202005013814
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.12.2005
Registration date 17.11.2005
Application date from patent application 31.08.2005
IPC-Hauptklasse A61K 7/48
IPC-Nebenklasse A61K 7/32   

Beschreibung[de]

Die vorließgende Anmeldung betrifft eine geformte Zubereitung zur Applikation kosmetischer und pharmazeutischer Wirkstoffe auf die Haut und/oder das Haar, insbesondere in Stiftform, die als Gel auf der Basis eines Fettsäuresalzes, d. h., einer Seife, vorliegt, eine gute Formbeständigkeit aufweist und mindestens ein wasserunlösliches, homogen eingearbeitetes lineares Siliconöl enthält.

Seifengele sind als Träger für topisch anzuwendende kosmetische und pharmazeutische Wirkstoffe seit langem im Stand der Technik bekannt. Üblicherweise werden als Seifen Natriumstearat-Gele in wässrigen einwertigen C1-C4-Alkoholen und Glycolen eingesetzt. In den letzten Jahren wird versucht, den Gehalt an einwertigen C1-C4-Alkoholen zu reduzieren oder ganz durch Glycole und Polyole zu ersetzen. Darüber hinaus versucht man, in solche Stifte hautweichmachende oder rückfettende Komponenten einzuarbeiten. Dies führt bei den bekannten wasserunlöslichen Ölkomponenten zur Inhomogenität und zur Separation. Daher hat man bisher stets wasserlösliche oder wasserdispergierbare Emollients eingesetzt, z. B. gemäß EP 450 597 A2 Fettalkohol-Alkylenoxid-Addukte an. Diese Produkte weisen aber keine ausreichenden kosmetischen und hautpflegenden Effekte auf. Außerdem wurde bei der Herstellung derartiger Seifenstifte festgestellt, dass ihre schäumenden Eigenschaften die Produktabfüllung behindern und stark verzögern können.

EP 823 252 A2 offenbart wasserfreie Seifengel-Stifte mit 35 – 45 Gew.-% des flüchtigen Siliconöls Cyclomethicone bzw. Decamethylpentasiloxan, 10 – 22 Gew.-% eines Polyols und einem Gehalt an filmbildenden Polymeren, die zur Anwendung auf dem Haar, insbesondere als Styling-Produkt, geeignet sind.

Aufgabe der vorliegenden Anmeldung war es, eine stabile Stiftzusammensetzung, die als Gel auf der Basis eines Fettsäuresalzes, d. h., einer Seife, vorliegt, mit verbesserten kosmetischen Pflegeeigenschaften bereitzustellen. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Anmeldung war es, eine stabile Stiftzusammensetzung, die als Gel auf der Basis eines Fettsäuresalzes, d. h., einer Seife, vorliegt, bereitzustellen, die sich ohne technische Schwierigkeiten als Massenprodukt fertigen lässt.

Überraschend wurde festgestellt, dass die gestellten Aufgaben gelöst werden können, indem man einer Seifengelzusammensetzung, die höhere Mengen an Polyolen sowie mindestens einen nichtionischen hydrophilen Emulgator mit einem HLB-Wert von mindestens 10 enthält, eine relativ geringe Menge eines linearen, bei 20°C flüssigen Polymethylsiloxans zusetzt.

Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist daher eine kosmetische Stiftzusammensetzung, die als Gel auf der Basis eines Fettsäuresalzes, d. h., einer Seife, vorliegt und a) mindestens eine C10 – C30-Alkancarbonsäure, die mit mindestens einer Hydroxylgruppe substituiert sein kann, b) mindestens ein Neutralisierungsmittel für a), c) mindestens 35 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, mindestens eines wasserlöslichen mehrwertigen C2 – C9-Alkanols mit 2 – 6 Hydroxylgruppen und/oder mindestens eines wasserlöslichen Polyethylenglycols mit 3 – 20 Ethylenoxid-Einheiten, d) 20 – 50 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, Wasser, e) mindestens einen nichtionischen Öl-in-Wasser-Emulgator mit einem HLB-Wert von mindestens 10, f) 0,1 – 1,0 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, mindestens eines linearen, bei 20 °C flüssigen Polymethylsiloxans, das mit C12-C18-Alkylresten und/oder Arylresten substituiert sein kann, enthält.

Erfindungsgemäß bevorzugte C10- C30-Alkancarbonsäuren, die mit mindestens einer Hydroxylgruppe substituiert sein können, sind ausgewählt aus den gesättigten C10 – C30-Alkancarbonsäuren, insbesondere Decansäure, Undecansäure, Dodecansäure, 12-Hydroxydodecansäure, 12-Hydroxystearinsäure, Tridecansäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Eicosansäure und Behensäure. Besonders bevorzugt sind Palmitinsäure und Stearinsäure sowie Mischungen hiervon. Besonders bevorzugt sind Mischungen von Palmitinsäure und Stearinsäure im Gewichtsverhältnis 30:70 – 70:30, bevorzugt 40:60 – 60:40 und besonders bevorzugt 50:50.

Die mindestens eine C10 – C30-Alkancarbonsäure ist in den erfindungsgemäßen Stiftzusammensetzungen bevorzugt in einer Gesamtmenge von 0,5 – 20 Gew.-%, besonders bevorzugt 2 – 10 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 4 – 6 Gew.-%, insbesondere 5 Gew.-%, enthalten, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.

Die mindestens eine C10 – C30-Alkancarbonsäure liegt in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ganz oder teilweise in mit üblichen Alkalien (wie z. B. Natrium- und/oder Kaliumhydroxid, Natrium- und/oder Kaliumcarbonat sowie Mono- und/oder Triethanolamin) neutralisierter Form vor und wird in dieser Form auch als Seife bezeichnet. Bevorzugte Seifen sind Natriumstearat, Kaliumstearat, Triethanolaminstearat, Natriumisostearat, Kaliumisostearat, Triethanolaminisostearat, Natriumpalmitat, Kaliumpalmitat, Triethanolaminpalmitat, Natriumbehenat, Kaliumbehenat, Triethanolaminbehenat, Natriummyristat, Kaliummyristat und Triethanolaminmyristat sowie Mischungen hiervon. Besonders bevorzugt sind Natriumstearat, Natriumpalmitat sowie Mischungen hiervon.

Der Neutralisierungsgrad der C10 – C30-Alkancarbonsäure/n beträgt mindestens 80 %, bevorzugt mindestens 90 %, besonders bevorzugt mindestens 95 % und außerordentlich bevorzugt 100 %.

Die erfindungsgemäßen Stiftzusammensetzungen enthalten weiterhin mindestens 35 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, mindestens eines wasserlöslichen mehrwertigen C2 – C9-Alkanols mit 2 – 6 Hydroxylgruppen und/oder mindestens eines wasserlöslichen Polyethylenglycols mit 3 – 20 Ethylenoxid-Einheiten sowie Mischungen hiervon. Bevorzugt sind diese Komponenten ausgewählt aus 1,2-Propylenglycol, 2-Methyl-1,3-propandiol, Glycerin, Butylenglycolen wie 1,2-Butylenglycol, 1,3-Butylenglycol und 1,4-Butylenglycol, Pentylenglycolen wie 1,2-Pentandiol und 1,5-Pentandiol, Hexandiolen wie 1,6-Hexandiol, Hexantriolen wie 1,2,6-Hexantriol, 1,2-Octandiol, 1,8-Octandiol, Dipropylenglycol, Tripropylenglycol, Diglycerin, Triglycerin, Erythrit, Sorbit sowie Mischungen der vorgenannten Substanzen. Besonders bevorzugte wasserlösliche Polyethylenglycole sind ausgewählt aus PEG-3, PEG-4, PEG-6, PEG-7, PEG-8, PEG-9, PEG-10, PEG-12, PEG-14, PEG-16, PEG-18 und PEG-20 sowie Mischungen hiervon, wobei PEG-3 bis PEG-8 außerordentlich bevorzugt sind. Auch Zucker und bestimmte Zuckerderivate wie Fructose, Glucose, Maltose, Maltitol, Mannit, Inosit, Sucrose, Trehalose und Xylose können erfindungsgemäß bevorzugt sein.

Bevorzugte erfindungsgemäße Stiftzusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine wasserlösliche mehrwertige C2 – C9-Alkanol mit 2 – 6 Hydroxylgruppen und/oder mindestens eine wasserlösliche Polyethylenglycol mit 3 – 20 Ethylenoxid-Einheiten ausgewählt ist aus 1,2-Propylenglycol, 2-Methyl-1,3-propandiol, Glycerin, Butylenglycolen wie 1,2-Butylenglycol, 1,3-Butylenglycol und 1,4-Butylenglycol, Pentylenglycolen wie 1,2-Pentandiol und 1,5-Pentandiol, Hexandiolen wie 1,6-Hexandiol, Hexantriolen wie 1,2,6-Hexantriol, 1,2-Octandiol, 1,8-Octandiol, Dipropylenglycol, Tripropylenglycol, Diglycerin, Triglycerin, Erythrit, Sorbit sowie Mischungen der vorgenannten Substanzen.

Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Stiftzusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine wasserlösliche mehrwertige C2 – C9-Alkanol mit 2 – 6 Hydroxylgruppen und/oder mindestens eine wasserlösliche Polyethylenglycol mit 3 – 20 Ethylenoxid-Einheiten insgesamt in Mengen von 40 – 70 Gew.-%, bevorzugt 45 – 65 Gew.-%, und besonders bevorzugt 49 – 60 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung, enthalten ist.

Der Anteil des Wassers an den erfindungsgemäßen Stiftzusammensetzungen beträgt 20 – 50 Gew.-%, bevorzugt 25 – 45 Gew.-%, besonders bevorzugt 35 – 40 Gew.-%, außerordentlich bevorzugt 37 – 39 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtzusammensetzung.

Die erfindungsgemäßen Stiftzusammensetzungen enthalten mindestens einen nichtionischen Öl-in-Wasser-Emulgator mit einem HLB-Wert von mehr als 10. Hierbei handelt es sich um dem Fachmann allgemein bekannte Emulgatoren, wie sie beispielsweise in Kirk-Othmer, "Encyclopedia of Chemical Technology", 3. Aufl., 1979, Band 8, Seite 913–916, aufgelistet sind. Für ethoxylierte Produkte wird der HLB-Wert nach der Formel HLB = (100 – L) : 5 berechnet, wobei L der Gewichtsanteil der lipophilen Gruppen, das heißt der Fettalkyl- oder Fettacylgruppen, in den Ethylenoxidaddukten, ausgedrückt in Gewichtsprozent, ist.

Bei der Auswahl erfindungsgemäß geeigneter nichtionischer Öl-in-Wasser-Emulgatoren kann es besonders bevorzugt sein, ein Gemisch von nichtionischen Öl-in-Wasser-Emulgatoren einzusetzen, um die Stabilität der erfindungsgemäßen Stiftzusammensetzungen optimal einstellen zu können. Die einzelnen Emulgatorkomponenten liefern dabei einen Anteil zum Gesamt-HLB-Wert oder mittleren HLB-Wert des Öl-in-Wasser-Emulgatorgemisches gemäß ihrem Mengenanteil an der Gesamtmenge der Öl-in-Wasser-Emulgatoren. Erfindungsgemäß beträgt der mittlere HLB-Wert des Öl-in-Wasser-Emulgatorgemisches 10 – 19, bevorzugt 12 – 18 und besonders bevorzugt 12,4 – 17. Um derartige mittlere HLB-Werte zu erzielen, werden bevorzugt Öl-in-Wasser-Emulgatoren aus den HLB-Wertbereichen 10 – 14, 14 – 16 und gegebenenfalls 16 – 19 miteinander kombiniert. Selbstverständlich können die Öl-in-Wasser-Emulgatorgemische auch nichtionische Emulgatoren mit HLB-Werten im Bereich von > 7 – 10 und 19 – 20 enthalten; derartige Emulgatorgemische können erfindungsgemäß ebenfalls bevorzugt sein. Die erfindungsgemäßen Stiftzusammensetzungen können aber in einer anderen bevorzugten Ausführungsform auch nur einen einzigen Öl-in-Wasser-Emulgator mit einem HLB-Wert im Bereich von 10 – 19, bevorzugt 12 – 18 und besonders bevorzugt 12,4 – 17 enthalten. Bevorzugte erfindungsgemäße Stiftzusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine nichtionische Öl-in-Wasser-Emulgator e) ausgewählt ist aus ethoxylierten C8-C24-Alkanolen mit durchschnittlich 10 – 100 Mol Ethylenoxid pro Mol, ethoxylierten C8-C24-Carbonsäuren mit durchschnittlich 10 – 100 Mol Ethylenoxid pro Mol, Silicon-Copolyolen mit Ethylenoxid-Einheiten oder mit Ethylenoxid- und Propylenoxid-Einheiten, Alkylmono- und -oligoglycosiden mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und deren ethoxylierten Analoga, ethoxylierten Sterinen, Partialestern von Polyglycerinen mit n = 2 bis 10 Glycerineinheiten und mit 1 bis 4 gesättigten oder ungesättigten, linearen oder verzweigten, gegebenenfalls hydroxylierten C8 – C30-Fettsäureresten verestert, sofern sie einen HLB-Wert von mehr als 10 aufweisen, sowie Mischungen der vorgenannten Substanzen. Die ethoxylierten C8-C24-Alkanole haben die Formel R1O(CH2CH2O)nH, wobei R1 steht für einen linearen oder verzweigten Alkyl- und/oder Alkenylrest mit 8 – 24 Kohlenstoffatomen und n, die mittlere Anzahl der Ethylenoxid-Einheiten pro Molekül, für Zahlen von 10 – 100, vorzugsweise 10 – 30. Besonders bevorzugte Reste R1 stammen von Caprylalkohol, 2-Ethylhexylalkohol, Caprinalkohol, Laurylalkohol, Isotridecylalkohol, Myristylalkohol, Cetylalkohol, Palmitoleylalkohol, Stearylalkohol, Isostearylalkohol, Oleylalkohol, Elaidylalkohol, Petroselinylalkohol, Arachylalkohol, Gadoleylalkohol, Behenylalkohol, Erucylalkohol und Brassidylalkohol sowie deren technischen Mischungen. Auch Addukte von 10 – 100 Mol Ethylenoxid an technische Fettalkohole mit 12 – 18 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Kokos-, Palm-, Palmkern- oder Talgfettalkohol, sind bevorzugt.

Die ethoxylierten C8-C24-Carbonsäuren haben die Formel R1O(CH2CH2O)nH, wobei R1 steht für einen linearen oder verzweigten gesättigten oder ungesättigten Acylrest mit 8 – 24 Kohlenstoffatomen und n, die mittlere Anzahl der Ethylenoxid-Einheiten pro Molekül, für Zahlen von 10 – 100, vorzugsweise 10 – 30. Besonders bevorzugte Reste R1 stammen von Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Isotridecansäure, Myristinsäure, Cetylsäure, Palmitoleinsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Petroselinsäure, Arachyinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure, Erucasäure und Brassidinsäure sowie deren technischen Mischungen. Auch Addukte von 10 – 100 Mol Ethylenoxid an technische Fettsäuren mit 12 – 18 Kohlenstoffatomen, wie Kokos-, Palm-, Palmkern- oder Talgfettsäure, sind geeignet. Besonders bevorzugt sind PEG-50-monostearat, PEG-100-monostearat, PEG-50-monooleat, PEG-100-monooleat, PEG-50-monolaurat und PEG-100-monolaurat. Besonders bevorzugt eingesetzt werden die C12-C18-Alkanole mit jeweils 10 – 30 Einheiten Ethylenoxid pro Molekül sowie Mischungen dieser Substanzen, insbesondere Ceteth-12, Ceteth-20, Ceteth-30, Steareth-10, Steareth-12, Steareth-20, Steareth-30, Laureth-12 und Beheneth-20.

Weiterhin werden bevorzugt C8 – C22-Alkylmono- und -oligoglycoside eingesetzt. C8-C22-Alkylmono- und -oligoglycoside stellen bekannte, handelsübliche Tenside und Emulgatoren dar. Ihre Herstellung erfolgt insbesondere durch Umsetzung von Glucose oder Oligosacchariden mit primären Alkoholen mit 8 – 22 Kohlenstoffatomen. Bezüglich des Glycosidrestes gilt, dass sowohl Monoglycoside, bei denen ein cyclischer Zuckerrest glycosidisch an den Fettalkohol gebunden ist, als auch oligomere Glycoside mit einem Oligomerisationsgrad bis etwa 8, vorzugsweise 1 – 2, geeignet sind. Der Oligomerisierungsgrad ist dabei ein statistischer Mittelwert, dem eine für solche technischen Produkte übliche Homologenverteilung zugrunde liegt. Produkte, die unter dem Warenzeichen Plantacare® erhältlich sind, enthalten eine glucosidisch gebundene C8-C16-Alkylgruppe an einem Oligoglucosidrest, dessen mittlerer Oligomerisationsgrad bei 1 – 2 liegt. Besonders bevorzugte C8 – C22-Alkylmono- und -oligoglycoside sind ausgewählt aus Octylglucosid, Decylglucosid, Laurylglucosid, Palmitylglucosid, Isostearylglucosid, Stearylglucosid, Arachidylglucosid und Behenylglucosid sowie Mischungen hiervon. Auch die vom Glucamin abgeleiteten Acylglucamide sind als nicht-ionische Öl-in-Wasser-Emulgatoren geeignet.

Auch ethoxylierte Sterine, insbesondere ethoxylierte Sojasterine, stellen erfindungsgemäß geeignete Öl-in-Wasser-Emulgatoren dar. Der Ethoxylierungsgrad muss mindestens 10 sein, um einen HLB-Wert größer 10 aufzuweisen. Geeignete Handelsprodukte sind z. B. PEG-10 Soy Sterol, PEG-16 Soy Sterol und PEG-25 Soy Sterol.

Weiterhin werden vorzugsweise Partialester von Polyglycerinen mit 2 bis 10 Glycerineinheiten und mit 1 bis 4 gesättigten oder ungesättigten, linearen oder verzweigten, gegebenenfalls hydroxylierken C8 – C30-Fettsäureresten verestert, eingesetzt, sofern sie einen HLB-Wert von mehr als 10 aufweisen. Besonders bevorzugt sind Diglycerinmonocaprylat, Diglycerinmonocaprat, Diglycerinmonolaurat, Triglycerinmonocaprylat, Triglycerinmonocaprat, Triglycerinmonolaurat, Tetraglycerinmonocaprylat, Tetraglycerinmonocaprat, Tetraglycerinmonolaurat, Pentaglycerinmonocaprylat, Pentaglycerinmonocaprat, Pentaglycerinmonolaurat, Hexaglycerinmonocaprylat, Hexaglycerinmonocaprat, Hexaglycerinmonolaurat, Hexaglycerinmonomyristat, Hexaglycerinmonostearat, Decaglycerinmonocaprylat, Decaglycerinmonocaprat, Decaglycerinmonolaurat, Decaglycerinmonomyristat, Decaglycerinmonoisostearat, Decaglycerinmonostearat, Decaglycerinmonooleat, Decaglycerinmonohydroxystearat, Decaglycerindicaprylat, Decaglycerindicaprat, Decaglycerindilaurat, Decaglycerindimyristat, Decaglycerindiisostearat, Decaglycerindistearat, Decaglycerindioleat, Decaglycerindihydroxystearat, Decaglycerintricaprylat, Decaglycerintricaprat, Decaglycerintrilaurat, Decaglycerintrimyristat, Decaglycerintriisostearat, Decaglycerintristearat, Decaglycerintrioleat und Decaglycerintrihydroxystearat.

Die Silicon-Copolyole mit Ethylenoxid-Einheiten oder mit Ethylenoxid- und Propylenoxid-Einheiten, also hydrophile Poly-(C2-C3)alkylen-modifizierte Siliconöle, sind die Silicone, deren frühere INCI-Bezeichnung Dimethicone Copolyol lautete, mit den aktuellen INCI-Bezeichnungen PEG-x Dimethicone (mit x = 2 – 20, bevorzugt 10 – 17, besonders bevorzugt 11 – 14), Bis-PEG-y Dimethicone (mit y = 3 – 25, bevorzugt 5 – 20), PEG/PPG a/b Dimethicone (wobei a und b unabhängig voneinander für Zahlen von 2 – 30, bevorzugt 3 – 30 und besonders bevorzugt 12 – 20, insbesondere 14 – 18, stehen und besonders bevorzugt a > b ist, insbesondere a = 14 und b = 4), Bis-PEG/PPG-c/d Dimethicone (wobei c und d unabhängig voneinander für Zahlen von 10 – 25, bevorzugt 14 – 20 und besonders bevorzugt 14 – 16, stehen, wobei besonders bevorzugt c > d ist) und Bis-PEG/PPG-e/f PEG/PPG g/h Dimethicone (wobei e, f, g und h unabhängig voneinander für Zahlen von 10 – 20, bevorzugt 14 – 18 und besonders bevorzugt 16, stehen, wobei besonders bevorzugt e > f und g > h ist). Besonders bevorzugt sind PEG-14 Dimethicone, das z. B. als Abil B 8843 von Goldschmidt im Handel erhältlich ist, sowie PEG/PPG-14/4 Dimethicone, das z. B. als Abil B 8851 von Goldschmidt im Handel erhältlich ist. Außerordentlich bevorzugt sind die Ethylenoxid-modifizierten Silicone, die frei von Propylenoxid-Einheiten sind.

Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Stiftzusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass der nichtionische Öl-in-Wasser-Emulgator e) mit einem HLB-Wert von mindestens 10 in einer Gesamtmenge von 0,2 – 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 1 – 4 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 2 – 2,5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung, enthalten ist. Davon sind in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung 0,01 – 5 Gew.-%, bevorzugt 1 – 3 Gew.-% und besonders bevorzugt 2 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, PEG-x Dimethicone (mit x = 10 – 17, besonders bevorzugt 11 – 14), Bis-PEG-y Dimethicone (mit y = 3 – 25, bevorzugt 5 – 20), PEG/PPG a/b Dimethicone (wobei a und b unabhängig voneinander für Zahlen von 2 – 30, bevorzugt 3 – 30 und besonders bevorzugt 12 – 20, insbesondere 14 – 18, stehen und besonders bevorzugt a > b ist, insbesondere a = 14 und b = 4), Bis-PEG/PPG-c/d Dimethicone (wobei c und d unabhängig voneinander für Zahlen von 10 – 25, bevorzugt 14 – 20 und besonders bevorzugt 14 – 16, stehen, wobei besonders bevorzugt c > d ist) und/oder Bis-PEG/PPG-e/f PEG/PPG g/h Dimethicone (wobei e, f, g und h unabhängig voneinander für Zahlen von 14 – 18 und besonders bevorzugt 16, stehen, wobei besonders bevorzugt e > f und g > h ist).

Die erfindungsgemäßen Stiftzusammensetzungen sind durch einen Gehalt von 0,1 – 1,0 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, mindestens eines linearen, bei 20 °C flüssigen Polymethylsiloxans, das mit C1-C20-Alkylresten und/oder Arylresten substituiert sein kann, gekennzeichnet. Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Stifte sind dadurch gekennzeichnet, dass das lineare, bei 20 °C flüssige Polymethylsiloxan, das mit C12-C18-Alkylresten und/oder Arylresten substituiert sein kann, eine kinematische Viskosität von 10 – 2000 cSt, gemessen bei 25 °C gemäß DIN 53019, aufweist.

Bevorzugte lineare, bei 20 °C flüssige Polymethylsiloxane, die mit C12-C18-Alkylresten und/oder Arylresten substituiert sein können, sind ausgewählt aus Polydimethylsiloxanen mit der INCI-Bezeichnung Dimethicone, z. B. erhältlich aus der Produktserie Dow Corning 200 Fluid mit kinematischen Viskositäten von 10, 20, 50, 100, 200, 350, 500 und 2000 cSt (25°C) oder aus der Produktserie Baysilon-Öl M von GE Bayer Silicones, weiterhin Polyphenylmethylsiloxan mit der INCI-Bezeichnung Phenyl Trimethicone, erhältlich z. B. von Dow Corning unter dem Namen Dow Corning 556 Fluid (kinematische Viskosität bei 25°C: 22,5 cSt) oder als Baysilone Öl PK 20 von GE Bayer Silicones, weiterhin Lauryl Methicone, z. B. erhältlich als SilCare Silicone 41 M 20 von Clariant, Stearyl Methicone, z. B. erhältlich als SilCare Silicone 41 M 30 von Clariant und Cetyl Dimethicone, z. B. erhältlich als Dow Corning 2502 Cosmetic Fluid. Besonders bevorzugt sind die nicht-substituierten linearen, bei 20 °C flüssige Polydimethylsiloxane, insbesondere Dimethicone mit 350 cSt (25°C).

Weitere bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Stifte sind dadurch gekennzeichnet, dass das lineare, bei 20 °C flüssige Polymethylsiloxan, das mit C12C18-Alkylresten und/oder Arylresten substituiert sein kann, in einer Menge von 0,2 – 0,8 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 – 0,7 Gew.-%, enthalten ist. Ein Gehalt von weniger als 0,1 Gew.-% führt nicht zu den erfindungsgemäß gewünschten Ergebnissen.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Stifte sind dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Deodorant-Wirkstoff und/oder mindestens eine Duftstoffkomponente enthalten ist.

Erfindungsgemäß bevorzugte Deodorant-Wirkstoffe sind Geruchsabsorber, desodorierend wirkende Ionenaustauscher, keimhemmende Mittel, präbiotisch wirksame Komponenten sowie Enzyminhibitoren oder, besonders bevorzugt, Kombinationen der genannten Wirkstoffe.

Silicate dienen als Geruchsabsorber, die auch gleichzeitig die rheologischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Zusammensetzung vorteilhaft unterstützen. Zu den erfindungsgemäß besonders vorteilhaften Silicaten zählen vor allem Schichtsilicate und unter diesen insbesondere Montmorillonit, Kaolinit, Ilit, Beidellit, Nontronit, Saponit, Hectorit, Bentonit, Smectit und Talkum. Weitere vorteilhafte Geruchsabsorber sind beispielsweise Zeolithe, Zinkricinoleat, Cyclodextrine, bestimmte Metalloxide, wie z. B. Aluminiumoxid, sowie Chlorophyll. Sie werden bevorzugt in einer Menge von 0,1 – 10 Gew.%, besonders bevorzugt 0,5 – 7 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 1 – 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtzusammensetzung, eingesetzt.

Unter keimhemmenden oder antimikrobiellen Wirkstoffen werden erfindungsgemäß solche Wirkstoffe verstanden, die die Zahl der an der Geruchsbildung beteiligten Hautkeime reduzieren bzw. deren Wachstum hemmen. Zu diesen Keimen zählen unter anderem verschiedene Spezies aus der Gruppe der Staphylokokken, der Gruppe der Corynebakterien, Anaerokokken und Mikrokokken.

Als keimhemmende oder antimikrobielle Wirkstoffe erfindungsgemäß bevorzugt sind insbesondere Organohalogenverbindungen sowie -halogenide, quartäre Ammoniumverbindungen, eine Reihe von Pflanzenextrakten und Zinkverbindungen. Hierzu zählen u. a. Triclosan, Chlorhexidin und Chlorhexidingluconat, 3,4,4'-Trichlorcarbanilid, Bromchlorophen, Dichlorophen, Chlorothymol, Chloroxylenol, Hexachlorophen, Dichloro-m-xylenol, Dequaliniumchlorid, Domiphenbromid, Ammoniumphenolsulfonat, Benzalkoniumhalogenide, Benzalkoniumcetylphosphat, Benzalkoniumsaccharinate, Benzethoniumchlorid, Cetylpyridiniumchlorid, Laurylpyridiniumchlorid, Laurylisoquinoliniumbromid, Methylbenzedoniumchlorid. Weiterhin sind Phenol, Phenoxyethanol, Dinatriumdihydroxyethylsulfosuccinylundecylenat, Natriumbicarbonat, Zinklactat, Natriumphenolsulfonat und Zinkphenolsulfonat, Ketoglutarsäure, Terpenalkohole wie z. B. Farnesol, Chlorophyllin-Kupfer-Komplexe, &agr;-Monoalkylglycerinether mit einem verzweigten oder linearen gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls hydroxylierten C6 – C22-Alkylrest, besonders bevorzugt &agr;-(2-Ethylhexyl)glycerinether, im Handel erhältlich als Sensiva® SC 50 (ex Schülke & Mayr), Carbonsäureester des Mono-, Di- und Triglycerins (z. B. Glycerinmonolaurat, Diglycerinmonocaprinat), Lantibiotika sowie Pflanzenextrakte (z. B. grüner Tee und Bestandteile des Lindenblütenöls) einsetzbar.

Weitere bevorzugte Deodorant-Wirkstoffe sind ausgewählt aus sogenannten präbiotisch wirksamen Komponenten, worunter erfindungsgemäß solche Komponenten zu verstehen sind, die nur oder zumindest überwiegend die geruchsbildenden Keime der Hautmikroflora hemmen, nicht aber die erwünschten, das heißt, die nicht-geruchsbildenden Keime, die zu einer gesunden Hautmikroflora gehören. Explizit sind hier die Wirkstoffe, die in den Offenlegungsschriften DE 10333245 und DE 10 2004 011 968 als präbiotisch wirksam offenbart sind, mit einbezogen; dazu gehören Nadelbaumextrakte, insbesondere aus der Gruppe der Pinaceae, und Pflanzenextrakte aus der Gruppe der Sapindaceae, Araliaceae, Lamiaceae und Saxifragaceae, insbesondere Extrakte aus Picea spp., Paullinia sp., Panax sp., Lamium album oder Ribes nigrum sowie Mischungen dieser Substanzen.

Weitere bevorzugte Deodorant-Wirkstoffe sind ausgewählt aus den keimhemmend wirkenden Parfümölen und den Deosafe-Parfümölen, die von der Firma Symrise, vormals Haarmann und Reimer, erhältlich sind.

Zu den Enzyminhibitoren gehören Stoffe, die die für die Schweißzersetzung verantwortlichen Enzyme, insbesondere Arylsulfatase, &bgr;-Glucuronidase, Aminoacylase, Esterasen, Lipasen und/oder Lipoxigenase, hemmen, z. B. Trialkylcitronensäureester, insbesondere Triethylcitrat, oder Zinkglycinat.

Bevorzugte erfindungsgemäße Deodorant-Stifte sind dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Deodorant-Wirkstoff ausgewählt ist aus Arylsulfatase-Inhibitoren, &bgr;-Glucuronidase-Inhibitoren, Aminoacylase-Inhibitoren, Esterase-Inhibitoren, Lipase-Inhibitoren und Lipoxigenase-Inhibitoren, &agr;-Monoalkylglycerinethern mit einem verzweigten oder linearen gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls hydroxylierten C8 – C22-Alkylrest, insbesondere &agr;-(2-Ethylhexyl)glycerinether, Phenoxyethanol, keimhemmend wirkenden Parfümölen, Deosafe-Parfümölen, präbiotisch wirksamen Komponenten, Trialkylcitronensäureestern, insbesondere Triethylcitrat, Wirkstoffen, die die Zahl der an der Geruchsbildung beteiligten Hautkeime aus der Gruppe der Staphylokokken, Corynebakterien, Anaerokokken und Mikrokokken reduzieren bzw. deren Wachstum hemmen, Zinkverbindungen, insbesondere Zinkphenolsulfonat und Zinkricinoleat, Organohalogenverbindungen, insbesondere Triclosan, Chlorhexidin, Chlorhexidingluconat und Benzalkoniumhalogeniden, quartären Ammoniumverbindungen, insbesondere Cetylpyridiniumchlorid, Geruchsabsorbern, insbesondere Silikaten und Zeolithen, Natriumbicarbonat, Lantibiotika, sowie Mischungen der vorgenannten Substanzen.

Bevorzugte erfindungsgemäße Stiftzusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Deodorant-Wirkstoff in einer Gesamtmenge von 0,1 – 10 Gew.-%, bevorzugt 0,2 – 7 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,3 – 5 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,4 – 1,0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivsubstanz in der Gesamtzusammensetzung, enthalten ist.

Als Duftstoffkomponente können Parfüme, Parfümöle oder Parfümölbestandteile eingesetzt werden. Parfümöle bzw. Duftstoffe können erfindungsgemäß einzelne Riechstoffverbindungen, z. B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe sein. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzylcarbinylacetat (DMBCA), Phenylethylacetat, Benzylacetat, Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat, Benzylsalicylat, Cyclohexylsalicylat, Floramat, Melusat und Jasmecyclat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether und Ambroxan, zu den Aldehyden z.B. die linearen Alkanale mit 8 – 18 C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxy-acetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z.B. die Jonone, alpha-Isomethylionon und Methylcedrylketon, zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene wie Limonen und Pinen. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen.

Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskateller-Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliöl, Orangenschalenöl und Sandelholzöl.

Um wahrnehmbar zu sein, muss ein Riechstoff flüchtig sein, wobei neben der Natur der funktionellen Gruppen und der Struktur der chemischen Verbindung auch die Molmasse eine wichtige Rolle spielt. So besitzen die meisten Riechstoffe Molmassen bis etwa 200 Dalton, während Molmassen von 300 Dalton und darüber eher eine Ausnahme darstellen. Aufgrund der unterschiedlichen Flüchtigkeit von Riechstoffen verändert sich der Geruch eines aus mehreren Riechstoffen zusammengesetzten Parfüms bzw. Duftstoffs während des Verdampfens, wobei man die Geruchseindrücke in „Kopfnote" (top note), „Herz- bzw. Mittelnote" (middle note bzw. body) sowie „Basisnote" (end note bzw. dry out) unterteilt. Da die Geruchswahrnehmung zu einem großen Teil auch auf der Geruchsintensität beruht, besteht die Kopfnote eines Parfüms bzw. Duftstoffs nicht allein aus leichtflüchtigen Verbindungen, während die Basisnote zum größten Teil aus weniger flüchtigen, d.h. haftfesten Riechstoffen besteht. Bei der Komposition von Parfüms können leichter flüchtige Riechstoffe beispielsweise an bestimmte Fixative gebunden werden, wodurch ihr zu schnelles Verdampfen verhindert wird. Bei der nachfolgenden Einteilung der Riechstoffe in „leichter flüchtige" bzw. „haftfeste" Riechstoffe ist also über den Geruchseindruck und darüber, ob der entsprechende Riechstoff als Kopf- oder Herznote wahrgenommen wird, nichts ausgesagt.

Haftfeste Riechstoffe, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbar sind, sind beispielsweise die ätherischen Öle wie Angelikawurzelöl, Anisöl, Arnikablütenöl, Basilikumöl, Bayöl, Bergamotteöl, Champacablütenöl, Edeltannenöl, Edeltannenzapfenöl, Elemiöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Fichtennadelöl, Galbanumöl, Geraniumöl, Gingergrasöl, Guajakholzöl, Gurjunbalsamöl, Helichrysumöl, Ho-Öl, Ingweröl, Irisöl, Kajeputöl, Kalmusöl, Kamillenöl, Kampferöl, Kanagaöl, Kardamomenöl, Kassiaöl, Kiefernnadelöl, Kopaivabalsamöl, Korianderöl, Krauseminzeöl, Kümmelöl, Kuminöl, Lavendelöl, Lemongrasöl, Limetteöl, Mandarinenöl, Melissenöl, Moschuskörneröl, Myrrhenöl, Nelkenöl, Neroliöl, Niaouliöl, Olibanumöl, Orangenöl, Origanumöl, Palmarosaöl, Patschuliöl, Perubalsamöl, Petitgrainöl, Pfefferöl, Pfefferminzöl, Pimentöl, Pine-Öl, Rosenöl, Rosmarinöl, Sandelholzöl, Sellerieöl, Spiköl, Sternanisöl, Terpentinöl, Thujaöl, Thymianöl, Verbenaöl, Vetiveröl, Wacholderbeeröl, Wermutöl, Wintergrünöl, Ylang-Ylang-Öl, Ysop-Öl, Zimtöl, Zimtblätteröl, Zitronellöl, Zitronenöl sowie Zypressenöl. Aber auch die höhersiedenden bzw. festen Riechstoffe natürlichen oder synthetischen Ursprungs können im Rahmen der vorliegenden Erfindung als haftfeste Riechstoffe bzw. Riechstoffgemische, also Duftstoffe, eingesetzt werden. Zu diesen Verbindungen zählen die nachfolgend genannten Verbindungen sowie Mischungen aus diesen: Ambrettolid, &agr;-Amylzimtaldehyd, Anethol, Anisaldehyd, Anisalkohol, Anisol, Anthranilsäuremethylester, Acetophenon, Benzylaceton, Benzaldehyd, Benzoesäureethylester, Benzophenon, Benzylakohol, Benzylacetat, Benzylbenzoat, Benzylformiat, Benzylvalerianat, Borneol, Bornylacetat, &agr;-Bromstyrol, n-Decylaldehyd, n-Dodecylaidehyd, Eugenol, Eugenolmethylether, Eukalyptol, Farnesol, Fenchon, Fenchylacetat, Geranylacetat, Geranylformiat, Heliotropin, Heptincarbonsäuremethylester, Heptaldehyd, Hydrochinon-Dimethylether, Hydroxyzimtaldehyd, Hydroxyzimtalkohol, Indol, Iron, Isoeugenol, Isoeugenolmethylether, Isosafrol, Jasmon, Kampfer, Karvakrol, Karvon, p-Kresolmethylether, Cumarin, p-Methoxyacetophenon, Methyl-n-amylketon, Methylanthranilsäuremethylester, p-Methylacetophenon, Methylchavikol, p-Methylchinolin, Methyl-&bgr;-naphthylketon, Methyl-n-nonylacetaldehyd, Methyl-n-nonylketon, Muskon, &bgr;-Naphtholethylether, &bgr;-Naphtholmethylether, Nerol, Nitrobenzol, n-Nonylaldehyd, Nonylakohol, n-Octylaldehyd, p-Oxy-Acetophenon, Pentadekanolid, &bgr;-Phenylethylakohol, Phenylacetaldehyd-Dimethyacetal, Phenylessigsäure, Pulegon, Safrol, Salicylsäureisoamylester, Salicylsäuremethylester, Salicylsäurehexylester, Salicylsäurecycilohexylester, Santalol, Skatol, Terpineol, Thymen, Thymol, &ggr;-Undelacton, Vanillin, Veratrumaldehyd, Zimtaldehyd, Zimatalkohol, Zimtsäure, Zimtsäureethylester, Zimtsäurebenzylester.

Zu den leichter flüchtigen Riechstoffen zählen insbesondere die niedriger siedenden Riechstoffe natürlichen oder synthetischen Usprung, die allein oder in Mischungen eingesetzt werden können. Beispiele für leichter flüchtige Riechstoffe sind Alkylisothiocyanate (Alkylsenföle), Butandion, Limonen, Linalool, Linaylacetat und -propionat, Menthol, Menthon, Methyl-n-heptenon, Phellandren, Phenylacetaldehyd, Terpinylacetat, Zitral, Zitronellal.

Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Stiftzusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Duftstoffkomponente in einer Gesamtmenge von 0,00001 bis 4 Gew.-%, bevorzugt 0,5 – 2 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtzusammensetzung, enthalten ist.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Stiftzusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass 0,1 – 10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, Ethanol enthalten ist.

Besonders bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Stiftzusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass kein Ethanol enthalten ist. Ethanol-freie Zusammensetzungen sind besonders hautfreundlich, können aber den Nachteil zeigen, dass sie bei der Produktion stärker schäumen, was den Abfüllprozess und/oder die Produktqualität beeinträchtigen kann.

Weiterhin offenbart ist ein nicht-therapeutisches kosmetisches Verfahren zur Pflege und/oder zur Desodorierung der Haut, insbesondere der Haut im Unterarmbereich, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Zusammensetzung gemäß einem der Schutzansprüche 1 – 8 auf die Haut aufgetragen wird.

Weiterhin offenbart ist ein nicht-therapeutisches kosmetisches Verfahren zur Behandlung des Haars, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Zusammensetzung gemäß einem der Schutzansprüche 1 – 8 auf das Haar aufgetragen wird.

Weiterhin offenbart ist ein Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzung gemäß einem der Schutzansprüche 1 – 8, das dadurch gekennzeichnet ist, dass a) mindestens eine C10 – C30-Alkancarbonsäure, die mit mindestens einer Hydroxylgruppe substituiert sein kann, b) mindestens ein Neutralisierungsmittel für a), c) mindestens 35 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, mindestens eines wasserlöslichen mehrwertigen C2 – C9-Alkanols mit 2 – 6 Hydroxylgruppen und/oder mindestens eines wasserlöslichen Polyethylenglycols mit 3 – 20 Ethylenoxid-Einheiten, d) 20 – 50 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, Wasser, e) mindestens ein nichtionischer Öl-in-Wasser-Emulgator mit einem HLB-Wert von mindestens 10 und f) 0,1 – 1,0 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, mindestens eines linearen, bei 20 °C flüssigen Polymethylsiloxans, das mit C12-C18-Alkylresten und/oder Arylresten substituiert sein kann, unter Erhitzen auf 70 – 90°C miteinander vermischt und anschließend, in geeignete Stiftformen abgefüllt, statisch abgekühlt werden.

Nach diesem Verfahren können erfindungsgemäß sowohl einphasige als auch mehrphasige bzw. mehrschichtige, nach dem Kern-Hülle-Prinzip aufgebaute Stiftzusammensetzungen hergestellt werden.

Die nachfolgenden Beispiele sollen den Gegenstand der vorliegenden Erfindung verdeutlichen, ohne ihn hierauf zu beschränken.

Tabelle 1: Beispielrezepturen (alle Mengenangaben in Gew.-%)

Aussehen des Stiftes:

gut: = weiße glatte Oberfläche, glatter Rand

nicht gut = keine glatte Oberfläche, uneben

Tabelle 2: Liste der verwendeten Rohstoffe

Anspruch[de]
  1. Kosmetische Stiftzusammensetzung, die als Gel auf der Basis eines Fettsäuresalzes, d. h., einer Seife, vorliegt, enthaltend

    a) mindestens eine C10 – C30-Alkancarbonsäure, die mit mindestens einer Hydroxylgruppe substituiert sein kann,

    b) mindestens ein Neutralisierungsmittel für a),

    c) mindestens 35 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, mindestens eines wasserlöslichen mehrwertigen C2 –C9-Alkanols mit 2 – 6 Hydroxylgruppen und/oder mindestens eines wasserlöslichen Polyethylenglycols mit 3 – 20 Ethylenoxid-Einheiten,

    d) 20 – 50 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, Wasser,

    e) mindestens einen nichtionischen Öl-in-Wasser-Emulgator mit einem HLB-Wert von mindestens 10,

    dadurch gekennzeichnet, dass 0,1 – 1,0 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, mindestens eines linearen, bei 20 °C flüssigen Polymethylsiloxans, das mit C12-C18-Alkylresten und/oder Arylresten substituiert sein kann, enthalten sind.
  2. Kosmetische Stiftzusammensetzung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das lineare, bei 20 °C flüssige Polymethylsiloxan, das mit C12-C18-Alkylresten und/oder Arylresten substituiert sein kann, eine kinematische Viskosität von 10 – 2000 cSt, gemessen bei 25°C gemäß DIN 53019, aufweist.
  3. Kosmetische Stiftzusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die nichtionischen Öl-in-Wasser-Emulgatoren mit einem HLB-Wert von mindestens 10 0,01 – 5 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, mindestens einer Komponente, ausgewählt aus PEG-x Dimethicone (mit x = 10 – 17, besonders bevorzugt 11 – 14), Bis-PEG-y Dimethicone (mit y = 3 – 25, bevorzugt 5 – 20), PEG/PPG a/b Dimethicone (wobei a und b unabhängig voneinander für Zahlen von 2 – 30, bevorzugt 3 – 30 und besonders bevorzugt 12 – 20, insbesondere 14 – 18, stehen und besonders bevorzugt a > b ist, insbesondere a = 14 und b = 4), Bis-PEG/PPG-c/d Dimethicone (wobei c und d unabhängig voneinander für Zahlen von 10 – 25, bevorzugt 14 – 20 und besonders bevorzugt 14 – 16, stehen, wobei besonders bevorzugt c > d ist) und Bis-PEG/PPG-e/f PEG/PPG g/h Dimethicone (wobei e, f, g und h unabhängig voneinander für Zahlen von 14 – 18 und besonders bevorzugt 16, stehen, wobei besonders bevorzugt e > f und g > h ist), enthalten.
  4. Kosmetische Stiftzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 – 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Deodorant-Wirkstoff und/oder mindestens eine Duftstoffkomponente enthalten ist.
  5. Kosmetische Stiftzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 – 4, dadurch gekennzeichnet, dass 0,1 – 10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, Ethanol enthalten ist.
  6. Kosmetische Stiftzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 – 4, dadurch gekennzeichnet, dass kein Ethanol enthalten ist.
  7. Kosmetische Stiftzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 3 – 6, dadurch gekennzeichnet, dass die nichtionischen Öl-in-Wasser-Emulgatoren mit einem HLB-Wert von mindestens 10 0,01 – 5 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, PEG-14 Dimethicone und/oder PEG/PPG-14/4 Dimethicone enthalten.
  8. Kosmetische Stiftzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 – 7, gekennzeichnet durch einen mehrphasigen bzw. mehrschichtigen Aufbau.
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