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Dokumentenidentifikation DE69921867T2 22.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000937394
Titel Mikrobizide Zusammensetzung
Anmelder Ethicon, Inc., Somerville, N.J., US
Erfinder Jampani, Hanuman J., Grapevine, US;
Newman, Jerry L., Arlington, US
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69921867
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.01.1999
EP-Aktenzeichen 993003938
EP-Offenlegungsdatum 25.08.1999
EP date of grant 17.11.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.12.2005
IPC-Hauptklasse A01N 31/16

Beschreibung[de]

Diese Anmeldung ist verwandt mit der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 930 066 (die die Priorität von USSN 09/009489 – Referenz des Anwalts: P020733EP) und der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 930 065 (die die Priorität in Anspruch nimmt von USSN 09/009491 – Referenz des Anwalts: P020734EP).

Die vorliegende Erfindung betrifft antimikrobielle Zusammensetzungen, die topisch auf ein Substrat aufgetragen werden, wie z.B. die Hände.

Hintergrund der Erfindung

Alkohol enthaltende antimikrobielle Zusammensetzungen wurden für viele Jahre in der Gesundheitsindustrie verwendet. Kürzlich wurden Alkohol- und Chlorhexidingluconat-Zusammensetzungen entwickelt, auf Grund ihrer lang andauernden Effizienz und der schnellen Abtötung von Mikroorganismen. Jedoch begrenzte die kürzliche Entwicklung von resistenten Mikroorganismen gegen antibiotische Wirkstoffe und Multi-Wirkstoffresistenz gegen eine Zahl von anderen Antibiotika die Verwendung von topischen Produkten, die Antibiotika enthalten. Das Personal von Krankenhäusern sucht mulifunktionelle Produkte, die ihren Bedarf erfüllen im Hinblick auf die Sicherheit und die Performance gegen diese auftretenden Organismen. Es wäre auch hoch wünschenswert, in der Lage zu sein, diese antimikrobielle Zusammensetzung in einer bequemen Dosierungsform für die Krankenhausumgebung zur Verfügung zustellen.

Ein Versuch, dieses Problem zu lösen, ist die Verwendung von multiplen antimikrobiellen Zusammensetzungen, wie in US Patent 5,403,864 beschrieben. Dieses Patent beschreibt eine Alkohol-basierte Lösung, die antimikrobielle Verbindungen enthält, Triclosan und Chloroxylenol.

Zusätzlich zu Krankenhaus- und Gesundheitspflege-Umgebungen nimmt die Aufmerksamkeit unter Verbrauchern im Hinblick auf antimikrobielle Verbindungen zu und der Wunsch für sichere, milde und effektive Zusammensetzungen für den Hausgebrauch ist auch erforderlich. Bevorzugterweise werden die antimikrobiellen Zusammensetzungen diese Probleme lösen, während sie nicht-austrocknend sind oder bevorzugterweise eine Feuchtigkeit zur Verfügung stellen, die die Irritationsspiegel verringert, die mit vorhanden antimikrobiellen Zusammensetzungen assoziiert sind.

Demzufolge besteht ein fortdauernder Wunsch für eine antimikrobielle Zusammensetzung, die effektiv ist, während sie auch für die Verwender nicht-irritierend ist.

Zusammenfassung der Erfindung

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellt eine antimikrobielle Zusammensetzung zur Verfügung, umfassend:

  • a) ein antimikrobielles Mittel, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus mehr als 30 Vol% Alkohol und einer effektiven Menge von Triclosan; und
  • b) einer effektive Menge von Phenoxyethanol, Benzalkoniumchlorid oder Benzethoniumchlorid; und
  • c) Cocophosphatidyldimoniumchlorid.

Zusätzlich enthält die antimikrobielle Zusammensetzung gegebenenfalls auch eine effektive Menge von PHOSPOLIPID PTC.

In noch einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, zeigte die antimikrobielle Zusammensetzung auch überraschend bakterizide Aktivität gegen Staphylococcus aureus (MRSA). Die vorliegende Erfindung zeigte auch exzellente bakterizide Aktivität gegen Serratia marcescens ATCC 14756, die eine schwache Sensitivität gegen Triclosan-basierte Formulierungen zeigte.

Genaue Beschreibung der Erfindung

Der Alkoholgehalt der vorliegenden Erfindung ist größer als 30 Volumenprozent, typischerweise von 55 bis 90 Volumenprozent, bevorzugt von 60 bis 85 und am meisten bevorzugt von 60 bis 70Vol% der Zusammensetzung. Die in der vorliegenden Erfindung brauchbaren Alkohole schließen Ethylalkohol, Isopropylalkohol, n-Propylalkohol und Kombinationen davon ein. Ethylalkohol kann als der einzige Alkohol in der Erfindung verwendet werden, oder in einer anderen Ausführungsform stellt der Alkoholgehalt in der Erfindung Ethylalkohol von 40 bis 70 Vol%, Isopropylalkohol von 5 bis 25 Vol% und n-Propylalkohol von 5 bis 25Vol% zur Verfügung.

Triclosan wird von 0,1 bis 0,5, bevorzugt von 0,2 bis 0,4 pro Gewicht verwendet.

Die vorliegende Erfindung enthält bevorzugt ein Gemisch einer effektiven Menge von einem antimikrobiellen Mittel, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus mehr als 30 Vol% Alkohol und Triclosan, Phenoxyethylalkohol, PHOSPHOLIPID CDM, Benzalkoniumchlorid und, bevorzugt, GERMALL PLUS und GERMABEN II. Phenoxyethanol wird von 0,25 bis 5,0 Gewichtsprozent, bevorzugt von 0,3 bis 0,7, am meisten bevorzugt bei 0,05 Gewichtsprozent verwendet. PHOSPHOLIPID CDM wird von 0,01 bis 1,0, bevorzugt von 0,03 bis 0,7, am meisten bevorzugt 0,5 Gewichtsprozent verwendet. Benzethoniumchlorid oder, bevorzugt, Benzalkoniumchlorid wird von 0,02 bis 1,0, bevorzugt von 0,08 bis 0,5, am meisten bevorzugt von 0,1 bis 0,2 Gewichtsprozent verwendet.

Von anderen antimikrobiellen Zusammensetzungen wurde gefunden, daß sie besonders bei der Verbesserung der Effizienz der Erfindung effektiv sind. Diese Zusammensetzungen enthalten Triclosan, PHOSPHOLIPID PTC, GERMALL PLUS und GERMABEN II.

Die Menge von GERMALL PLUS und GERMABEN II, die unabhängig in der Erfindung zur Verfügung gestellt wird, variiert von 0,05 bis 0,5 wobei 0,1 Gewichtsprozent bevorzugt sind. In der vorliegende Erfindung wurde von der gemeinsamen Verwendung von GERMALL PLUS und GERMABEN II gefunden, daß sie hoch effektiv ist. Das Verhältnis der zwei Materialien, wenn zusammen verwendet, ist von 0,1:1 bis 1:0,1 und am meisten bevorzugt ein 1:1 Gewichtsverhältnis.

Zusätzlich zu den oben angegebenen antimikrobiellen Zusammensetzungen können andere antimikrobielle Mittel mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden, einschließlich Nisin, Bisguanide, Chlorhexidingluconat, Chlorohexidindigluconat, Chlorhexidindiacetat, Chlorhexidindihydrochlorid, Tricloban, Natriumhydroxymethylglycinat, Octanoylcollagensäure, Cetylpyridiumchlorid, Phenol, Jod, Parachlormetaxylenol (PCMX), polymere quaternäre Ammoniumverbindungen, Kombinationen davon und ähnliches. Die antimikrobielle Zusammensetzungen werden typischerweise in einem Spiegel von 0,1 bis 4,0 Gewichtsprozent hinzugefügt.

Andere bevorzugt in der Erfindung verwendete Inhaltsstoffe schließen PHOSPOLIPID PTC ein, das von 0,01 bis 1,0, bevorzugt von 0,02 bis 0,08 und am meisten bevorzugt bei 0,05 Gewichtsprozent verwendet wird. Australisches Teebaumöl und Zitronengrasöl werden in 1:1 Verhältnis von 0,5 bis 10,0, bevorzugt von 1,0 bis 7.0, und am meisten bevorzugt bei 5,0 Gewichtsprozent verwendet.

Eine hoch bevorzugte Ausführungsform der Erfindung stellt mehr als 40 Gew% Alkohol zur Verfügung, eine effektive Menge von Phenoxyethanol, eine effektive Menge von Benzalkoniumchlorid, eine effektive Menge von GERMALL PLUS, eine effektive Menge von GERMABEN-II und eine effektive Menge von PHOSPOLIPID CDM. Zusätzlich enthält die antimikrobielle Zusammensetzung gegebenenfalls auch eine effektive Menge von PHOSPOLIPID PTC.

In einer anderen bevorzugt Ausführungsform umfaßt das antimikrobielle Gemisch mehr als 40 Gew% Alkohol, eine effektive Menge von Phenoxyethanol, eine effektive Menge von Benzalkoniumchlorid, eine effektive Menge von Triclosan, eine effektive Menge von GERMALL Plus, eine effektive Menge von GERMABEN-II und eine effektive Menge von PHOSPOLIPID CDM.

In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das antimikrobielle Gemisch mehr als 40 Gew% Alkohol, eine effektive Menge von Phenoxyethanol, eine effektive Menge von Benzalkoniumchlorid, eine effektive Menge von Benzethoniumchlorid, eine effektive Menge von Triclosan, eine effektive Menge von GERMALL Plus, eine effektive Menge von GERMABEN-II und eine effektive Menge von PHOSPOLIPID CDM.

In einer anderen hoch bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das antimikrobielle Gemisch mehr als 40 Gew% eines Gemischs von Alkoholen, wie zum Beispiel Ethylalkohol, Isopropylalkohol und n-Propylalkohol, ein Gemisch von zwei essentiellen Ölen, wie zum Beispiel Australisches Teebaumöl und Zitronengrasöl, eine effektive Menge von Phenoxyethanol, eine effektive Menge von Benzalkoniumchlorid, eine effektive Menge von Triclosan, eine effektive Menge von GERMALL plus, eine effektive Menge von GERMABEN-II und eine effektive Menge von PHOSPOLIPID CDM. Zusätzlich enthält die antimikrobielle Zusammensetzung gegebenenfalls auch eine effektive Menge von Vitamin E Linoleat.

Von den antimikrobiellen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung wurde gefunden, daß sie eine sofortige und anhaltende Aktivität über die Zeit hinweg besitzen. Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung lassen sich auch vorteilhaft mit antimikrobiellen Zusammensetzungen vergleichen, die hohe Spiegel von Chlorhexidingluconat enthalten oder kommerziellen Produkten, wie zum Beispiel HIBISTAT und HIBICLENS, erhältlich von ZENECA Pharmaceuticals, die herkömmlich zur Desinfektion von chirurgischen Scheuermitteln, Handdesinfektionsmitteln und in der präoperativen Vorbereitung von Patienten verwendet werden.

Es ist im Stand der Technik bekannt, daß Chlorhexidinglukonat-Formulierungen eine größere Ansammlung in der Aktivität zwischen den Waschungen 1 und 7 zeigen. Von diesem Anstieg in der Aktivität wird geglaubt, daß er durch ihre polare Struktur und ihre Fähigkeit verursacht wird, sich an die Haut anzuhaften. Nach 10 Waschungen und Neutralisierung mit geeignetem Inaktivator fällt die Aktivität von Chlorhexidinglukonat signifikant (ungefähr 30 – 50 %) bei Waschung 10, wenn ein Testen in Übereinstimmung mit einem Gesundheitspersonal-Handwaschprotokoll durchgeführt wird. Überraschender Weise stellen die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung eine anhaltendere antimikrobille Aktivität zur Verfügung, als diese anderen gut bekannten antimikrobiellen Mittel.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist die restliche Aktivität, die durch das antimikrobielle Produkt zur Verfügung gestellt wird. Die hier vorliegende Erfindung stellt einen effektiven Schutz gegen ein breites Spektrum von Organismen, einschließlich Gram-positiven, Gram-negativen, Hefen und Pilzen sowohl zur anfänglichen Auftragungszeit, jedoch auch nach einer verlängerten Zeitdauer, zur Verfügung. Wir haben gefunden, daß, anders als andere antimikrobielle Zusammensetzungen, die anfangs effektiv bei der Abtötung von Mikroben sind, die jedoch schnell ihre Effizienz in ungefähr einer Stunde verlieren, überraschenderweise die vorliegende Erfindung bei der Veränderung des Auftretens von Mikroben für eine verlängerte Zeitdauer effektiv ist, wie z.B. mehr als zwei Stunden, bevorzugt für ungefähr drei oder vier Stunden oder mehr.

Es ist bevorzugt, andere Inhaltsstoffe in die Formulierung einzuschließen, um die Effizienz der antimikrobiellen Zusammensetzung zu erhöhen. In diesen enthalten sind essentielle Öle, um die Rate zu verbessern, mit der die antimikrobielle Zusammensetzung funktioniert, sowie ihre restliche Aktivität. Geeignete essentielle Öle schließen australisches Teebaumöl, Zitronengrasöl, Thymianöl, Lavendelöl und Nelkenöl und Kombinationen davon ein. Essentielle Öle werden dazu verwendet, um die Weichheit, Befeuchtung, die Weichmacher- und Penetrationseigenschaften der vorliegenden Erfindung zu erhöhen. Typischer Weise werden diese Öle in einem Spiegel von 1 bis 10 Gewichtsprozent eingeschlossen und am meisten bevorzugt bei 5 Gewichtsprozent, basierend auf der Gesamtzusammensetzung.

Die vorliegende Erfindung verwendet auch Verdickungsmittel von Acrylsäure, die mit einem ungesättigten polyfunktionellen Mittel, wie z.B. Polyallylether von Saccharose kreuzvernetzt sind. Diese Acrylsäure-funktionalisierten Polymere, herkömmlich als Carbomere bekannt, sind in US Patent Nr. 2,798,053 und 3,133,865 beschrieben.

Die Auswahl des geeigneten Carbomers verleiht der antimikrobiellen Formulierung die gewünschten Viskositätswerte. Um das gewünschte Gefühl an Viskosität der Formulierung aufzuweisen, muß sie einen Wert von mehr als 5 Pa × s (5.000 Centipoise) aufweisen. Weiter bevorzugt wird die Formulierung eine Viskosität von 9 Pa × s (9.000) bis 22 Pa × s (22.000) und am meisten bevorzugt von 11 Pa × s (11.000) bis zu 20 Pa × s (20.000 Centipoise) aufweisen, wie bei 25° C gemessen.

Ein Verdickungsmittel, daß ein Zusatzmittel ist, zusammengesetzt zu einem Acrylsäurepolymer, kreuzvernetzt mit einem ungesättigtem Polyallylether von Saccharose wird verwendet. Die Polymere werden in einer Menge verwendet, die ausreichend ist, um eine gelartige Zusammensetzung der Viskosität in dem gewünschten Bereich zu erhalten.

Eine Reihe dieser Polymere, im Stand der Technik als Carbomere bekannt, sind käuflich erhältlich von B.F. Goodrich (Cleveland, Ohio), wie z.B. jeweils CARBOPOL® 934, 940 und 941; und von R.I.T.A. (Chrystal Lake, IL) als ACRITAMER® als 934, 940 und 941. Typischerwise werden die Carbomer-Verbindungen von 0,2 bis 2,0 Gewichtsprozent verwendet und werden bevorzugterweise in einem Spiegel von 0,4 bis 0,7 Gewichtsprozent pro Gewicht der antimikrobiellen Zusammensetzung verwendet.

Ein bevorzugtes Carbomerpolymer, unter verschiedenen bevorzugten Carbomeren, ist R.I.T.A. ACRITAMER® 505E, ein Polyvinylcarboxypolymer, kreuzvernetzt mit Ethern von Pentaerythritol. ACRITAMER® 505E ist als ein Gel bildendes Mittel oder Viskositätsverstärker bevorzugt, da es in der vorliegenden Erfindung ein transparentes oder durchscheinendes Gel zur Verfügung stellt.

Das am meisten bevorzugte Carbomer ist ULTREZ® 10 (erhältlich von BF Goodrich), ein modifiziertes Copolymer, daß ein Hauptteil eines monoolefinisch ungesättigten Carbonsäuremonomers oder seines Anhydris von 3 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen kleineren Teil eines langkettigen Acrylat- oder Methacrylatestermonomers aufweist. Das Polymer ist vorherrschend Acrylsäure und eine kleinere Menge eines langkettigen Acrylatmonomers. Das Polymer ist in der US Patent Nr. 5,004,598 beschrieben.

Eine andere besonders bevorzugte Gruppe von Inhaltsstoffen in der vorliegenden Erfindung sind Klebrigkeits-Modifikatoren, wie z.B. Silikonwachse, Stearoxytrimethylsilan, Cyclomethicon, Cetyllaktat und Alkyllaktate (typische Längen C12–C15). Befeuchtende Mittel, wie z.B. Glyzerin, Wasser, Lipide, Wachse und ähnliches sind auch hilfreich, wenn sie in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Andere Lösungsmittel werden auch verwendet, wie z.B. Propylenglykol, um eine stabilere Formulierung zur Verfügung zustellen.

Andere Inhaltsstoffe, die zu den Zusammensetzungen hinzugefügt werden können schließen Duftstoffe, Weichmacher, pH einstellende Mittel, Viskositätsmodifikatoren, wie z.B. acrylische Polymere, Gummis, Xanthangummi und ähnliches; transdermale Verstärker, Oberflächenaktive Mittel, Farbstoffe, Farben und ähnliches ein. Diese Inhaltsstoffe sind alle im Stand der Technik gut bekannt und sind z.B. in US Patent Nr.5,403,864 und 5,403,587 beschrieben. Der Rest der folgenden Formulierung ist aus Wasser gemacht, bevorzugter Weise deionisiertem Wasser. Wasser macht typischerweise von 10 bis ungefähr 40 Gewichtsprozent der antimikrobiellen Zusammensetzung aus.

Die folgende Formulierung besitzt hoch effektive antimikrobielle Eigenschaften.

  • 1. Ethylalkohol (40-70%), Isopropylalkohol (20-25%), n-Propylalkohol (5-10%)
  • 2. Diisobutylphenoxyethoxyethyldimethylbenzylammoniumchlorid (0,05-0,5%), herkömmlich bekannt als Benzethoniumchlorid
  • 3. Triclosan, herkömmlich bekannt als 2,4,4'-Trichlor-2-hydroxydiphenylether (0,2-0,5%)
  • 4. N,N-Bis(Hydroxymethyl)harnstoff (0,08-0,5%), Methyl-p-hydroxybenzoat (0,009-0,5%), Propyl-p-hydroxybenzoat (0,0025-0,5%), 1,2-Propandiol (0,050-0,056%),
  • 5. Cocophosphotidyl-PG-dimoniumchlorid (0,05-0,5%)
  • 6. DL- und L-Ofloxacin (0,01-0,5%)
  • 7. Australisches Teebaumöl (1,0-5,0%)
  • 8. Zitronengrasöl (1,0-5,0%)
  • 9. Thymianöl (1,0-5,0%)
  • 10. Lavendelöl (1,0-5,0%)
  • 11. Nelkenöl (1.0-5.0%)

Die antimikrobiellen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind bei der Kontrolle von Mikroorganismen effektiv, wenn eine effektive Menge der Zusammensetzung topisch auf ein Substrat oder einen Ort, wie z.B. die Hände, Aknestellen oder Injektionsstellen für Katheter und so weiter aufgetragen wird. Die aufgetragene Menge, um effektiv zu sein, hängt von solchen Umgebungsfaktoren wie der Länge der Auftragung, die Menge von Kontakt der antimikrobiellen Zusammensetzung und dem Substrat so wie der Temperatur und den Verdampfungsraten ab. Die Fachleute im Stand der Technik werden leicht in der Lage sein, den erforderlichen effektiven Spiegel zu bestimmen, um die Mikroorganismen zu kontrollieren. Typischerweise werden ungefähr 0,5 bis ungefähr 10 ml, bevorzugt von 1,0 bis 8 und am meisten bevorzugt von 2,5 bis 5 ml der antimikrobiellen Zusammensetzung aufgetragen. Von dieser Menge der antimikrobiellen Zusammensetzung wurde gefunden, daß sie effektiv ist, um eine log10-Verringerung von 2 oder mehr in der Mikrobenpopulation zur Verfügung zustellen.

Die vorliegende Erfindung kann auch als eine Emulsion hergestellt werden, unter der Verwendung von gut im Stand der Technik bekannten Techniken, siehe zum Beispiel US Patent 5,308,890. Die aktiven Inhaltsstoffe, Hilfsstoffe, usw., können mit einem anionischen, kationischen oder nichtionischen oberflächenaktiven Mittel oder Dispersionsmittel oder kompatible Gemische davon, wie zum Beispiel ein Gemisch von einem anionischen oder einem nichtionischen oberflächenaktiven Mittel, unter der Verwendung von, zum Beispiel, von 0,05 Gew% bis 5 Gew% eines oberflächenaktiven Mittels oder dispergierenden Mittels basierend auf dem Gewicht der Inhaltsstoffe, die emulgiert werden sollen, emulgiert werden. Geeignete kationische Dispersionsmittel schließen Laurylpyridiniumchlorid, Cetyldimethylaminacetat und Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid ein, worin die Alkylgruppe von 8 to 18 Kohlenstoffatomen aufweist. Geeignete anionische Dispersionsmittel schließen, zum Beispiel, Alkalifettsäurealkoholsulfate, wie zum Beispiel Natriumlaurylsulfat und ähnliches ein; Arylalkylsulfonate und ähnliches; Alkalialkylsulfosuccinate, wie zum Beispiel Natriumoctylsulfosuccinat und ähnliches; und Alkaliarylalkylpolyethoxyethanolsulfate oder -sulfonate, wie zum Beispiel Natriumoctylphenoxypolyethoxyethylsulfat, das 1 bis 5 Oxyethyleneinheiten aufweist und ähnliches. Geeignete nichtionische dispergierende Mittel schließen zum Beispiel, Alkylphenoxypolyethoxyethanole ein, die Alkylgruppen mit von 7 bis 18 Kohlenstoffatomen und von 6 bis 60 Oxyethyleneinheiten aufweisen, wie zum Beispiel, Heptylphenoxypolyethoxyethanole, Ethylenoxid-Derivate von langkettigen Carbonsäuren, wie zum Beispiel Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Oleinsäure und ähnliches, oder Gemische von Säuren, wie zum Beispiel denjenigen, gefunden in Tallöl, die von 6 bis 60 Oxyethyleneinheiten enthalten; Ethylenoxid Kondensate von langkettigen Alkoholen wie zum Beispiel Octyl-, Decyl-, Lauryl- oder Cetylalkoholen, die von 6 bis 60 Oxyethyleneinheiten enthalten; Ethylenoxid Kondensate von langkettigen oder verzweigtkettigen Aminen, wie zum Beispiel Dodecylamin, Hexadecylamin und Octadecylamin, die von 6 bis 60 Oxyethyleneinheiten enthalten; und Blockcopolymere von Ethylenoxidsektionen, kombiniert mit einer oder mehreren hydrophoben Propylenoxidsektionen. Polymere hohen Molekulargewichts, wie zum Beispiel Hydroxyethylcellulose, Methylcellulos, Polyacrylsäure, Polyvinylalkohol und ähnliches, können als Emulsionsstabilisatoren und protektive Kolloidale verwendet werden.

Die folgenden Beispiele sind für die vorliegenden Erfindung verdeutlichend und nicht dazu vorgesehen, die Erfindung auf die folgenden Zusammensetzungen zu beschränken. Wenn nicht anders angegeben, werden alle in dieser Anmeldung angegebenen Prozentsätze als Gewichtsprozent verstanden.

Die folgenden Zusammensetzungen wurden in dieser Anmeldung verwendet: AMP 95 ist ein Gemisch von 2-Amino-2-methyl-1-propanol, 2-(Methylamino)-2-methyl-1-propanol und Wasser in einem Verhältnis von 90:5:5, käuflich erhältlich von Angus Chemical Company.

ACRITAMER TM 505E, ein Polyvinylcarboxypolymer kreuzvernetzt mit Ethern von Pentaerythritol, R.I.T.A. erhältlich von Crystal Lake, IL.

ESS 9090IC ist ein Duftstoff, erhältlich von Givudan-Roure Corporation

CERAPHYL 28 ist hauptsächlich Cetyllactat, ein wachsartiger Feststoff, käuflich erhältlich von ISP Van Dyk Inc.

CERAPHYL 41 ist ein Gemisch von C12–C15 Alkohollactaten, erhältlich von ISP Van Dyk Inc.

DOW CORNING TM 580 Wachs ist ein Gemisch von Stearoxytrimethoxysilan und Stearylalkohol.

GERMABEN II ist ein Gemisch zusammengesetzt aus Diazolindinylharnstoff (ungefähr 30%); Methylparaben (ungefähr 11%); Propylparaben (ungefähr 3%) und Propylenglycol (ungefähr 56%), erhältlich von Sutton Laboratories.

GERMALL PLUS ist a Gemisch von Diazolindinylharnstoff (ungefähr 99%), 3-Jod-propinylbutylcarbamat, erhältlich von Sutton Laboratories.

LEXOREZ 100 ist ein gesättigter kreuzvernetzter hydroxyfunktioneller Polyester, zusammengesetzt aus Glyzerin, Diethylenglycol, Adipat-kreuzvernetztem Polymer, das bei Raumtemperatur eine viskose, hydrophobe Flüssigkeit und in vielen Lipiden und Weichmachern dispergierbar ist.

PHOSPOLIPID CDM ist Cocophosphatidyl-(PG)-dimoniumchlorid, ein co-synthetisches Phospholipid, erhältlich von Mona Industries, Inc.

PHOSPOLIPID PTC ist Cocamidopropylphosphatidyl-PG-dimoniumchlorid, erhältlich von Mona Industries.

SILSOFT PEDM Phenylethyldimethicon, erhältlich von Witco Corporation, Osi Specialties, Inc.

TRICLOSAN -2, 4, 4'-Trichlor-2-hydoxydiphenylether.

ULTREZ TM 10, ein Carbomer-Polymer, erhältlich von BF Goodrich, Cleveland Ohio, und beschrieben in US Patent 5,004,598.

Beispiel 1:

Die folgenden Formulierungen wurden präpariert und getestet, und die Ergebnisse sind unten dargestellt:

  • Formulierung1: Ethylalkohol 43,3; Isopropylalkohol 25; n-Propylalkohol 5,0; ULTREZ 10 0,6; Glyzerin 1,5; LEXOREZ 100 0,25; CERAPHYL-41 0,5; CERAPHYL-28 0,5; Triclosan 0,3; AMP pH 6,4; ESS 9090IC 0,06; Cyclomethicon (245) 2,0; Dimethicon (225) 0,5; Dow Corning 580 Wachs 0,1; SILSOFT PEDM 1,0; deionisiertes Wasser 19,0; PHOSPOLIPID CDM 0,2; Phenoxyethanol 0,2.
  • Formulierung2: Ethylalkohol 75,8; ULTREZ 10 0,6; Glyzerin 1,5; LEXOREZ 100 0,25; CERAPAYL-41 0,5; CERAPAYL-28 0,5; Benzethoniumchlorid 0,2; AMP-95 pH 6,4; ESS 9090IC 0.06; Cyclomethicon (245) 1,0; Dimethicon (225) 0,5; Dow Corning 580 Wachs 0,25; SILSOFT PEDM 1,0; deionisiertes Wasser 17,1; PHOSPOLIPID CDM 0,2.

Die antimikrobiellen Formulierungen wurden auf ihre ex vivo klinischen Effizienz hin untersucht, und die Testergebnisse der Zusammensetzungen sind in Tabellen 1, 2 und 3 zusammengefaßt.

Ein Schweinehaut-Testmodell wurde als ein Protokoll verwendet, um eine Zahl von Proben antimikrobiellen Zusammensetzungen zu untersuchen oder zu screenen. Da Schweinehaut ähnlich zu menschlicher Haut im Hinblick auf die Hautzusammensetzung und das Verhalten ist, ist Schweinehaut geeignet, um Handwaschtechniken zu simulieren, die klinisch von Menschen durchgeführt werden. Der Test wird nach dem Test durchgeführt, der in Schweinehaut als Testsubstrat zur Untersuchung von topischer antimikrobieller Aktivität, J. Clin. Microbiology, September 1986, p. 343-348, beschrieben ist.

Der Schweinehauttest bestand aus: a) Präparation der Schweinehaut; b) antimikrobieller Konfrontation und c) Vergleich mit Kontrollen.

Die Schweinehaut wurde gewaschen und enthaart und dann gefroren. Die Stücke wurden aufgetaut und in 3 × 3 cm große Abschnitte geschnitten. Die Haut wurde auf einen Halter mit einem Epoxy montiert, wobei die Hautseite nach außen zeigte. Die Hautstücke wurden in Petrischalen plaziert, die eine Filterscheibe, befeuchtet mit 1,0 ml Wasser, enthielten, um ein Trocknen zu verhindern. Die Häute wurden über Nacht in einen Kühlschrank plaziert.

Am selben Tag, an dem die Haut präpariert wurde, wurde der Testorganismus auf Standardverfahren Schrägagar und Standardverfahren Agarplatten in zwei Ansätzen beimpft. Die Schweinehautabschnitte wurden auf die Anwesenheit von restlichen Antibiotika durch zufälliges Ausschneiden von Stöpseln (8 mm Biopsie-Stöpsel) aus der Haut und plazieren der Hautstöpselseite nach unten in einzelne Agarplatten, die mit dem Testorganismus beimpft wurden, getestet. Am folgenden Tag wurden Platten auf eine Zone der Inhibierung, die die Schweinehaut umgab, untersucht. Eine inhibierende Zone zeigt restliche Antibiotika an und die Haut wurde nicht verwendet.

Suspensionen der verschiedenen Organismen wurden aus über Nacht-Schrägagarkulturen hergestellt. Die Kulturen wurden mit 10 ml Butterfield-Puffer durch sanftes Reiben der Oberfläche mit Agar mit einem sterilen Baumwollschwamm suspendiert. Die Suspensionen wurden zusammen gemischt, um ein gemischtes Inokulum von ungefähr 109 CFU/ml zur Verfügung zu stellen. Der Titer der Organismen wurde weiter verdünnt, um ungefähr 107 CFU/ml zu ergeben. Zwei Stücke von Schweinehaut wurden mit 0,05 ml von verdünnter Kultur beimpft. Jedes Paar von beimpfter Haut wurde mit einer nicht beimpften Haut gepaart. Das Paar beimpfte und nicht beimpfte Haut wurde für ungefähr 15 Sekunden zusammen gerieben und für ungefähr 15 Minuten bei 30° C inkubiert, wobei die Abdeckung entfernt wurde, um es zu ermöglichen, daß die Organismen auf die Haut auftrocknen. Nach Beimpfung wurden 0,50 ml Testmaterial zu den Hautstücken von jedem Paar hinzugefügt. Die Inkubation wurde bei Raumtemperatur durchgeführt, wobei der Petrischalen-Deckel entfernt war. Ein gepaartes Duplikat von jedem Set wurde durch Abdrücken auf eine Agarplatte untersucht, während das andere Duplikat durch Abspülen beurteilt wurde.

Die Abdrücke wurden durch Umdrehen des Montagehalters und Pressen der behandelten Haut auf die Oberfläche von Standardverfahren Agar mit Lecithin und Polysorbat 80 hergestellt. Die Abdrücke wurden zu angegebenen Zeitintervallen durchgeführt und dann bei ungefähr 30° C für ungefähr 24 Stunden inkubiert.

Zu jedem Zeitintervall wurden 0,2 ml Letheenthioglykolat neutralisierendes Medium zur Oberfläche eines Hautpaares von dem Paar hinzugefügt. Die sich ergebenden 10 ml Waschungen aus der Verwendung von beiden Hautstücken wurden gesammelt und weiter verwendet, um die überlebenden Organismen zu ermitteln. Aliquots (0,5 ml) von Waschmedium wurden seriell nach Extinktion in 4,5 ml Letheenthioglykolat neutralisierendem Medium verdünnt. Die Platten wurden bei 30° C für ungefähr 48 Stunden inkubiert und dann gezählt.

Die Ergebnisse sind unten dargestellt:

Tabelle 1 Schweinehaut Testergebnisse mit einer Mischkultur*

Die Fachleute im Stand der Technik werden erkennen, daß die Zusammensetzungen mit einem höher als log10-Verringerungswert verbesserte Effizienz zeigen. Die log10-Verringerung ist die Differenz in den anfänglichen bakteriellen Zahlen und der nach jeder Behandlung erhaltenen Zählung.

Dieselben Formulierungen wurden auf Schweinehaut-Testergebnisse hin an Staphylococcus aureus ATCC 33592 getestet. Die Ergebnisse, angegeben mit der Zeit angegeben in Minuten, werden in Tabelle 2 unten gezeigt:

Tabelle 2

Die Ergebnisse in Tabelle 2 zeigen, daß ausgezeichnete bakterizide Aktivität gegen Staphylococcus aureus unter der Verwendung der Isopropylalkohol Formulierungen erhalten wurde. Dieselben Formulierungen wurden auf Schweinehaut-Testergebnisse hin an Serratia marcescens ATCC 14756 getestet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 unten gezeigt:

Tabelle 3

Tabelle 3 zeigt, daß antimikrobielle Ethylalkohol und Isopropylalkohol Formulierungen, die essentielle Öle, insbesondere Zitronengrasöl, Lavendel, Thymian, Australische Teebaumöl und Nelkenöl enthalten, eine ausgezeichnete Aktivität gegen Serratia marcescens ATCC 14756 zur Verfügung stellten.

Beispiel 2

Basierend auf den Ergebnissen wie in Beispiel 1 oben gefunden, wurden drei Formulierungen (A-D) hergestellt und wurden auf ihre in vivo Effizienz hin evaluiert, wobei ein modifiziertes Gesundheitspersonal Handwaschprotokoll befolgt wurde. Die drei Formulierungen sind wie folgt:

  • Formulierung A: Ethylalkohol (92,3 Gew%) 75,8;ULTREZ TM 10 0,6; Glyzerin 0,5; LEXOREZ TM 100 0,25; CERAPHYL-41 0,5; CERAPHYL-28 0,5; Triclosan (2,4,4-Trichlor-2-hydoxydiphenylether) 0,3; Phenoxyethanol 0,3; Benzalkoniumchlorid (50% Lösung) 0,2; PHOSPHOLIPID CDM 0,05; GERMALL PLUS + GERMABEN II (1:1 Gewichtsverhältnis) 0,2; Vitamin E Linoleat 0.05; AMP pH 6.4; ESS 9090IC 0.06; deionisiertes Wasser 20,4.
  • Formulierung B: Formulierung B ist im wesentlichen ähnlich zu Formulierung A, außer, daß kein Triclosan verwendet wurde. Ethylalkohol 75,8; ULTREZ TM 10 0,6; Glyzerin 0,5; LEXOREZ TM 100 0,25; CERAPHYL-41 0,5; CERAPHYL-28 0,5; Phenoxyethanol 0,3; Benzalkoniumchlorid (50% Lösung) 0,2; PHOSPOLIPID CDM 0,05; GERMALL PLUS + GERMABEN (1:1) 0,2; Vitamin E Linoleat 0,05; AMP pH 6,4; ESS 9090IC 0,06; deionisiertes Wasser 20,5.
  • Formulierung C: Ethylalkohol 75,8;ULTREZ 10 0,6; Glyzerin 1,5; LEXOREZ 100 0,25; CERAPHYL 41 0,5; CERAPHYL 28 0,5; 2,4,4'-Trichlor-2-hydoxydiphenylether 0,3; Phenoxyethanol 0,3; Benzethoniumchlorid 0,1; Benzalkoniumchlorid (50% Lösung) 0,1; PHOSPOLIPID CDM 0,05; GERMALL PLUS + GERMABEN (1:1) 0.2; Vitamin E Linoleat 0,05; AMP pH 6,4; ESS 9090IC 0,06; Cyclomethicon (245) 2,5; Dimethicon (225) 0,5; Dow Corning 580 Wachs 0,1; SILSOFT PEDM 0,5; deionisiertes Wasser 15.8.

Diese Formulierungen wurden mit käuflich erhältlich Chlorhexidingluconat-basierten Produkten verglichen, wie zum Beispiel HIBISTAT und HIBICLENS, käuflich erhältlichen antimikrobiellen Mitteln von ICI Americans.

Tabelle 4: Log10Verringerungen von der Basislinie unter der Verwendung des Gesundheitspersonal Handwaschprotokolls

Alle drei Formulierungen aus Beispiel 1 erfüllten die FDA Erfordernisse bei Waschung 1, (eine 2 log10-Verringerung) und bei Waschung 10, (eine 3 log10-Verringerung). Formulierungen A-D, wurden als mehr effektiv gefunden, als die käuflich erhältlichen Produkte. Alkohol und Chlorhexidingluconat-Kombinationen davon zeigen einen ausgezeichneten Aufbau bei 10 Handwaschungen, jedoch wurde bei der 10. Waschung, wo ein Neutralisator verwendet wird um die Aktivität verringern, in dem log-Verringerungswert von der 7. Waschung ein Abfall bemerkt der zwischen 40 und 50% lag. Überraschenderweise replizierten alle drei Formulierungen der vorliegenden Erfindung diesen Abfall in der Effizienz nicht.

Beispiel 3

Zusätzliche experimentelle Formulierungen wurden als Emulsionen hergestellt, unter der Verwendung der antimikrobiellen Formulierungen wie oben in Beispielen 1 und 2 beschrieben, mit kleinen Modifikationen. Insgesamt wurden 8 Proben hergestellt, von denen drei Testformulierungen unter der Verwendung eines bakteriziden in vitro Tests gegen 8 repräsentative Mikroorganismen (Gram negative, Gram positive und Pilze) zu vier Zeitintervallen und zwei Konzentrationen untersucht wurden. Die in diesem Beispiel verwendeten Formulierungen sind unten angegeben:

  • Formulierung A': Wasser 80,32, Propylenglycol 4, Myristylmyristat 1,5, Oleinsäure 1,25, Stearinsäure 1,25, Glycerylstearat 1,25, Polysorbat 61 1,2, Isopropylpalmitat 1, Dimethicon 1, Stearoxytrimethylsilan 1, Sorbitanstearat 0,8, Cetylalkohol 0,5, Stearylalkohol 0,5, synthetisches Bienenwachs 0,5, Benzylalkohol 0,8, Carbomer 941 1,0, Duftstoff IFF 1906AD 0,2, Di-Natrium EDTA+NaOH 0,15+0,75, Phenoxyethanol 0,4, Milchsäure 0,5, Natriumhydroxymethylglycinat (50% aktiv) 0,3, GERMABEN-II 0,25, Benzethoniumchlorid 0,2, Tocopherylacetat 0,05, Vitamin E Linoleat 0,05, Phospholipid PTC+CDM (1:1) 1, Triclosan 0,3, GS-Liquorice 0,1.
  • Formulierung B': Wasser 80,32, Propylenglycol 4, Myristylmyristat 1,5, Oleinsäure 1,25, Stearinsäure 1,25, Glycerylstearat 1,25, Polysorbat 61 1,2, Isopropylpalmitat 1, Dimethicon 1, Stearoxytrimethylsilan 1, Sorbitanstearat 0,8, Cetylalkohol 0,5, Stearylalkohol 0,5, synthetisches Bienenwachs 0,5, Benzylalkohol 0,3, Carbomer 941 0,8, Duftstoff IFF 1906AD 0,2, Di-Natrium EDTA+NaOH 0,15+0,75, Phenoxyethanol 0,4, Milchsäure 0,5, GERMALL Plus 0,3, GERMABEN-II 0,25, Benzalkoniumchlorid (50%) 0,2, Tocopherylacetat 0,05, Vitamin E Linoleat 0,05, Phospholipid PTC+CDM (1:1) 1, Triclosan 0,3.
  • Formulierung C': Wasser 80,32, Propylenglycol 4, Myristylmyristat 1,5, Oleinsäure 1,25, Stearinsäure 1,25, Glycerylstearat 1,25, Polysorbat 61 1,2, Isopropylpalmitat 1, Dimethicon 1, Stearoxytrimethylsilan 1, Sorbitanstearat 0,8, Cetylalkohol 0,5, Stearylalkohol 0,5, synthetisches Bienenwachs 0,5, Benzylalkohol 0,3, Carbomer 941 0,8, Duftstoff IFF 1906AD 0,2, Di-Natrium EDTA+NaOH 0,15+0,75, Phenoxyethanol 0,4, Milchsäure 0,5, Octanoylcollagensäure 0,3, GERMABEN-II 0,25, Cetylpyridiniumchlorid 0,2, Tocopherylacetat 0,05, Vitamin E Linoleat 0,05, PHOSPHOLIPID PTC+CDM (1:1) 1, Triclosan 0,3.

Tabelle 5: In vitro bakterizide Aktivität von Emulsionen

Alle Zeiten angegeben in Minuten, wenn nicht anders angegeben; sek. wird als Sekunden verstanden.

Die oben angegebenen Daten zeigen die überlegene Effizienz, die die Formulierung C' bei der Abtötung sowohl der Gram-positiven als auch Gram-negativen Bakterien wie oben angegeben aufweist.

Das anitmikrobielle Gemisch der vorliegenden Erfindung weißt vergleichbare Aktivität auf, wenn in nicht-wäßriger Base formuliert, d.h. wenn in eine Emulsion hergestellt. Formulierung C' zeigte vielversprechende Ergebnisse, insbesondere gegen Staphylococcus aureus (MRSA) und Serratia marecescens (ATTC 14756). Die meisten Trilosan-enthaltenden antimikrobiellen Formulierungen weisen eine begrenzte Aktivität gegen Serratia marenscens (ATTC 14756) auf. Die antimikrobiellen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung und insbesondere Formulierung C' weisen potentielle Anwendung in topischen Hautpflegeprodukten, wie Alkohol-Gelen, Cremes, Lotionen, Einscheuermitteln, prä-operativen Präparationen, Reinigungsmitteln, Einreibungen, Therapeutika und andere Anwendungen gegen Erkrankungsverursachende Pathogene auf.

Beispiel 4

Eine Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung wurde auf Irritation und Sensitivität hin getestet. Die folgende Formulierung wurde hergestellt:

Formulierung deionisiertes Wasser 27,7, Ethylalkohol 62, ULTREZ 10 0,55, Glyzerin 0,5, Cyclomethicon 1.25, Dow Corning 580 Wachs 0,025, SILSOFT TM PEDM 0,2, CERAPHYL TM -28 0,5, CERAPHYL TM -41 1,0, AMP 95 (pH einstellendes Mittel) nach Bedarf, 1906 AD MOD I 0,06, Phenoxyethanol 0,5, Benzalkoniumchlorid (50% aktiv) 0,16, Benzethoniumchlorid 0,08, PHOSPHOLIPID CDM 0.05, GERMALL Plus 0,1, GERMABEN II 0,1.

Vor der Studie wurden die Subjekte untersucht, um sicherzustellen, daß sie die Einschluß/Ausschlußkriterien erfüllten. Jedes Subjekt wurde mit einem Plan der Studienaktivitäten versehen. Die Induktionsphase bestand aus neun (9) aufeinander folgenden Auftragungen des Studienmaterials, und anschließend wurden Evaluierungen der Studienstellen ermittelt. Vor der Auftragung des Pflasters wurden die Stellen mit einem Hautmarker, z.B. Gentianviolett, umkreist. Die Subjekte sollten die Pflaster etwa 24 Stunden nach Auftragung entfernen. Die Subjekte kehrten in 48 Stunden-Intervallen an die Studienstelle zurück, um die Stelle zu untersuchen und identische Pflaster wieder aufzutragen. Im Anschluß an die 9. Evaluierung wurden die Subjekte für eine 10-14 Tage Ruhepause entlassen. Nach der Ruhepause wurde die Konfrontationsperiode während der 6. Woche der Studie begonnen, wobei das identische Pflaster auf die Stellen aufgetragen wurde, die vorher nicht gegenüber der Studie ausgesetzt waren. Diese Pflaster wurden durch die Subjekte nach 24 Stunden entfernt, und die Stellen nach weiteren 24-Stunden und 48 Stunden Perioden eingestuft. Die Einstufungen wurden 48 und 72 Stunden nach Auftragung durchgeführt. Um als vollständiger Fall angesehen zu werden, muß ein Subjekt neun (9) Auftragungen aufweisen, und nicht weniger als acht (8) aufeinander folgenden Ablesungen während Induktion und eine (1) Produkt Auftragung und zwei (2) Ablesungen während der Konfrontation. Von den 101 Subjekten, die die Studie beendeten, gab es keinen Hinweis auf Sensitivierung oder Irritation aufgrund der Formulierung.

Beispiel 5

Die in Beispiel 4 oben verwendete Formulierung wurde untersucht, um deren Befeuchtungsfähigkeiten zu bestimmen. Fünfzehn Subjekte trugen die Formulierung auf die trockene Haut auf dem lateralen Aspekt des Unterschenkels auf. Die Befeuchtung der Haut wurde unter der Verwendung des SKICON TM Skin Surface Hydrometers gemessen. Alle Ergebnisse wurden als mittlere Prozentveränderungen von der Basislinie in SKICON Messungen berichtet. Wie hier verwendet, wurden mittlere Prozentergebnisse durch Vergleich durch Messen der Befeuchtungswerte an vier verschiedenen Stellen und Vergleich des Mittelwerts der Befeuchtung für die vier Stellen mit Basislinienwerten gefunden.

Die Ergebnisse zeigten, daß die Formulierung 1 sich ähnlich verhielt, wenn verglichen mit der unbehandelten Kontrolle und der unbehandelten Kontrolle überlegen war. Dies zeigt, daß die Formulierung nicht austrocknend war. Die Formulierung war überraschend, in daß für eine Formulierung, die hohe Spiegel an Alkohol enthält, das Produkt als keine signifikanten austrocknenden Effekte aufweisend gefunden wurde.

Beispiel 6

Die folgende Produktformulierung wurde hergestellt und getestet, um die antimikrobiellen Eigenschaften unter der Verwendung verschiedener mikrobiologischer Stämme zu untersuchen: deionisiertes Wasser 27,8; Ethylalkohol 62,0 pro Volumen; ULTREZ 10 0,55; Glyzerin 0,5; Cyclomethicon (245) 1,25; Dow Corning 580 Wachs 0,025; SILSOFT PEDM 0,2; CERAPHYL-28 0,5; CERAPHYL-41 1,0; Phenoxyethanol 0,5; Benzalkoniumchlorid (50% aktiv) 0,2; PHOSPHOLIPID CDM 0,05; GERMALL PLUS 0,1; GERMABEN II 0,1; 1906-AD Mod I 0,06 und pH einstellendes Mittel.

Die antimikrobiellen Eigenschaften der Formulierung wurden bei einer Konzentration von 99% (w/v), unter der Verwendung eines Aussetzens von fünfzehn Sekunden, dreißig Sekunden und einer Minute, untersucht. Die Proben wurden unter der Verwendung eines 0,1 ml Aliquots an Konfrontations-Suspension von ungefähr 1,0 × 109 CFU/ml hergestellt und wurden zu 9,9 ml von Produkt hinzugefügt und kräftig gemischt, um eine 99% (w/v) Konzentration zu erhalten. Das 15 Sekunden, 30 Sekunden und eine Minute-Aussetzen wurden mit einem geeichten Minute/Sekunden Meßgerät gemessen.

0.1 ml jeder Konfrontations-Suspension wurden in ein steriles Teströhrchen, enthaltend 9,9 ml Butterfield's Phosphatpuffer Lösung, plaziert. Diese Lösung wurde als eine Kontrolle verwendet. Geeignete zehnfache Verdünnungen wurden mit Butterfield's Phosphatpuffer Lösung hergestellt. Nach Inkubation, ungefähr 1-2 Tage bei 35°C, wurden die Kolonien auf den Platten unter der Verwendung eines Hand-tally Zählers gezählt. Die log10-Werte der Platten wurden mit der anfänglichen Population verglichen. Es wird verstanden, daß die unten als 10+7 angegebene Zahl 107 ist. Die Ergebnisse sind wie folgt:

Die Formulierung zeigt exzellente antimikrobielle Aktivität, 99% Reduktion gegen alle der aufgelisteten Organismen. Die Organismen oben schließen ein breites Spektrum an Organismen ein, einschließlich Gram-negativen, Gram-positiven und Pilz-Mikroben.

Beispiel 7

Subjekte wurden angewiesen, keine antimikrobiellen oder antiseptischen Artikel mit der Ausnahme der Testartikel zu verwenden. Petrischalen wurden mit ungefähr 11,5 ml sterilisiertem geschmolzenem Sojabohnenkaseinverdau-Agar gefüllt. Dem Agar wurde es ermöglicht, sich zu verfestigen und wurde in einem Inkubator bei 35° C über Nacht vor der Inokulation plaziert. Die Testbakterien wurden in Tryptikase-Sojamedium angezogen und verdünnt, um ungefähr 200-300 Kolonie bildende Einheiten (CFU) pro 10 Mikroliter zu erhalten. Eine 10 Mikroliterschleife wurde verwendet, um 10 Mikroliter der finalen Verdünnung auf die abgedeckte Oberfläche jeder Agarplatte zuzuführen und unter der Verwendung der Schleife zu verteilen. Den Platten wurde es erlaubt, innerhalb der Petrischalen für 15-30 Minuten vor der Auftragung auf die Arme des Subjekts zu trocknen. Vor der Auftragung auf die Arme des Subjekts wurde 70 % Isopropylalkohol für ungefähr 10 Sekunden verwendet, um die Möglichkeit von Kontamination zu verringern. Ein Techniker trug ungefähr 2,5 ml der Testlösung über die Volaroberfläche des Arms des Subjekts auf. Das Subjekt verteilte dann die Lösung vom Handgelenk bis zum Ellenbogen, bis der Testartikel verschwand.

Nach Auftragen und Lufttrocknen wurden die Subjekte mit der antimikrobiellen Lösung entweder unmittelbar (innerhalb von 5 Minuten nach Behandlung), eine Stunde, drei Stunden, fünf oder acht Stunden nach der Behandlung konfrontiert. Die antimikrobiellen Lösungen wie verwendet waren ein käuflich erhältlicher 62 Volumenprozent-Ethylalkohol (bezeichnet als A) und die in Beispiel 6 oben verwendete Formulierung (bezeichnet als B). Die Ergebnisse waren wie folgt:

Die oben gezeigten Daten zeigen, daß die vorliegende Erfindung sehr effektiv bei der Abtötung von Keimen bei 5 Minuten war, und auch eine sehr effektive Restaktivität nach 3 Stunden bei der Verhinderung von mikrobiellem Wachstum zeigte.


Anspruch[de]
  1. Antimikrobielle Zusammensetzung, umfassend:

    a) einen antimikrobiellen Wirkstoff, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus mehr als 30 Vol% Alkohol und einer effektiven Menge an Trichlosan; und

    b) eine effektive Menge von Phenoxyethanol, Beznalkoniumchlorid oder Benzethoniumchlorid; und

    c) Cocophosphatidyl-Dimoniumchlorid.
  2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das Phenoxyethanol in von 0,25 bis 5,0 Gewichtsprozent vorliegt, das Benzalkoniumchlorid in von 0,02 bis 1,0 Gewichtsprozent vorliegt und das Cocophosphatidyl-Dimoniumchlorid von 0,01 bis 1,0 Gewichtsprozent vorliegt.
  3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die antimikrobielle Verbindung des Teils a) Triclosan ist.
  4. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, die zusätzlich eine effektive Menge vor Diazolidinyl-Harnstoff und 3-Jod-Propinyibutylcarbamat enthält.
  5. Zusammensetzung nach Anspruch 4, wobei die Menge von Diazolidinyl-Harnstoff und 3-Jod-Propinylbutylcarbamat von 0,05 bis 0,5 Gewichtsprozent ist.
  6. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, die zusätzlich eine effektive Menge von Diazolidinyl-Harnstoff, Methylparaben, Propylparaben und Propylenglycol enthält.
  7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, wobei die Menge von Diazolidinyl-Harnstoff; Methylparaben, Propylparaben und Propylenglycol von 0,05 bis 0,5 Gewichtsprozent ist.
  8. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zur Herstellung eines Medikaments zur Kontrolle von Staphylococcus aureus (MRSA).
  9. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zur Herstellung eines Medikaments zur Kontrolle von Serratia marcescens ATCC 14756.
  10. Emulsion, umfassend eine effektive Menge eines dispergierenden Mittels, Alkohol, eine effektive Menge von Phenoxyethanol, Benzalkoniumchlorid und Cocophosphatidyl-Dimoniumchlorid.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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