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Einspritzventil mit Schließdruckbeaufschlagung der Ventilnadel - Dokument DE102004028195A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004028195A1 29.12.2005
Titel Einspritzventil mit Schließdruckbeaufschlagung der Ventilnadel
Anmelder Volkswagen Mechatronic GmbH & Co. KG, 09366 Stollberg, DE
Erfinder Kronberger, Maximilian, 93053 Regensburg, DE;
Schäpers, Robert, 84085 Langquaid, DE
Vertreter Wilhelm & Beck, 80636 München
DE-Anmeldedatum 09.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004028195
Offenlegungstag 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse F02M 57/02
Zusammenfassung Es wird eine Pumpe-Düse-Einheit beschrieben, bei der über einen Zulaufkanal und ein Steuerventil ein Druckkanal mit einer Kraftstoffpumpe mit Kraftstoff versorgt wird. Der Druckkanal ist an eine vorgespannte Einspritznadel gekoppelt, die bei einem festgelegten Kraftstoffdruck von einem zugeordneten Dichtsitz abhebt und die Einspritzung beginnt. Bei geöffnetem Steuerventil wird der von der Kraftstoffpumpe im Verdichtungstakt ausgestoßene Kraftstoff zurück in den Zulaufkanal und in den Druckkanal befördert, so dass Druckschwankungen entstehen. Damit ein relativ geringer Einspritzdruck zum Öffnen der Einspritznadel eingestellt werden kann, wird die Einspritznadel über einen Federraum zusätzlich mit dem Kraftstoffdruck in Richtung auf den Dichtsitz beaufschlagt, der im Zulaufkanal herrscht. Dazu ist der Federraum über eine Zulaufdrossel an den Zulaufkanal angeschlossen. Im Federraum ist zudem die Vorspannfeder angeordnet, die die Einspritznadel auf den Dichtsitz vorspannt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Einspritzventil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Einspritzventile, insbesondere moderne Diesel-Einspritzventile, benötigen für eine saubere Verbrennung des eingespritzten Kraftstoffes eine sehr präzise Regelung der Einspritzvorgänge. Dabei sind wesentliche Parameter die Einspritzzeit, das Einspritzende und das dynamische Verhalten der Ventilnadel beim Beginn und beim Ende der Einspritzung. Da bei Diesel-Einspritzsystemen hohe Kraftstoffdrücke von 2000 bar und darüber verwendet werden, bestehen hohe Anforderungen an das dynamische Verhalten der Einspritzventile.

Aus EP 0 675 282 B1 ist eine Pumpe-Düse-Anordnung bekannt, bei der eine Kraftstoffpumpe in Zusammenspiel mit einem Steuerventil den Einspritzvorgang steuert. In der bekannten Anordnung wird aus einem Kraftstofftank über das Steuerventil Kraftstoff der Kraftstoffpumpe zur Verfügung gestellt. Die Kraftstoffpumpe ist über eine weitere Leitung mit einem Druckraum verbunden, in dem die Einspritznadel des Einspritzventils angeordnet ist. Die Einspritznadel weist im Druckraum Druckflächen auf, wobei der an den Druckflächen anliegende Kraftstoffdruck die Einspritznadel vom Dichtsitz abhebt. Die Einspritznadel ist über eine Vorspannfeder, die in einem Federraum angeordnet ist, gegen den Dichtsitz vorgespannt. Der Federraum ist über eine Kraftstoffleitung an die Zuleitung angeschlossen, die das Rückschlagventil mit dem Steuerventil verbindet. Die Zuleitung ist über ein Rückschlagventil mit einem Kraftstoffrücklauf verbunden. Durch die Ankopplung des Federraumes an die Zuleitung wird die Einspritznadel über den Kraftstoffdruck zusätzlich zur Vorspannfeder gegen den Dichtsitz vorgespannt. In Abhängigkeit von der Schließstellung des Steuerventils wird der von der Kraftstoffpumpe verdichtete Kraftstoff in den Druckraum oder über die Zuleitung und das Rückschlagventil zum Kraftstofftank zurückgeführt. Eine Einspritzung wird gestartet, wenn beim Verdichtungsvorgang der Kraftstoffpumpe das Steuerventil geschlossen ist und dadurch der Kraftstoffdruck im Druckraum über einen festgelegten Wert steigt, so dass die Einspritznadel aufgrund des Druckes im Druckraum gegen die Vorspannung der Vorspannfeder und gegen den Kraftstoffdruck im Federraum vom Dichtsitz abgehoben wird.

In einer weiteren Ausführungsform ist das Rückschlagventil durch ein Ventil ersetzt, das durch einen Federteller als Schließglied gebildet ist. Der Federteller ist über einen Federkolben mit der Ventilnadel gekoppelt und die Vorspannfeder ist zur Vorspannung der Ventilnadel auf dem Federteller abgestützt. Befindet sich die Einspritznadel auf dem Dichtsitz, so dass keine Einspritzung erfolgt, dann ist das Ventil geöffnet, so dass der von der Kraftstoffpumpe verdichtete Kraftstoff bei geöffnetem Steuerventil über den Federraum vorbei am Federteller zum Kraftstofftank zurückbefördert wird. Findet eine Einspritzung statt, so ist die Einspritznadel vom Dichtsitz abgehoben. Wird nun das Steuerventil geöffnet, dann wird der von der Kraftstoffpumpe bereitgestellte Kraftstoffdruck über das Steuerventil in den Federraum und damit auf den Federteller geleitet. Da das Federtellerventil geschlossen ist, wirkt der im Federraum herrschende Kraftstoffdruck auf die Einspritznadel und unterstützt den Schließvorgang der Einspritznadel, bis das Federtellerventil geöffnet wird.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Einspritzventil bereitzustellen.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch das Einspritzventil gemäß Patentanspruch 1 gelöst.

Ein Vorteil des beschriebenen Einspritzventils besteht darin, dass die Einspritznadel über einen Kraftstoffdruck im Federraum vorgespannt wird, der an den Kraftstoffdruck, der in dem Zulaufkanal zum Steuerventil herrscht, gedämpft gekoppelt ist. Dadurch wird eine verbesserte Funktion der Druckbeaufschlagung der Einspritznadel erreicht. Dieser Vorteil wird dadurch erreicht, dass der Federraum über eine Federraumdrossel an den Zulaufkanal angeschlossen ist, die das Steuerventil mit einem Kraftstoffreservoir verbindet.

Weiterhin ist im Zulaufkanal eine Zulaufdrossel vorgesehen, die den Zulaufkanal über einen kurzen Abschnitt verjüngt. Zwischen der Zulaufdrossel und dem Steuerventil ist die Federraumdrossel an den Zulaufkanal angeschlossen. Durch die Anordnung der Zulaufdrossel ist bei einem Spülvorgang, bei dem das Steuerventil geöffnet ist, um Kraftstoff von der Pumpe über das Steuerventil zurück in das Kraftstoffreservoir zu pumpen, der Kraftstoffdruck zwischen dem Steuerventil und der Zulaufdrossel erhöht. Somit ist in dieser Situation der über den Zulaufkanal und die Zulaufdrossel auf die Einspritznadel einwirkende Kraftstoffdruck erhöht. Auf diese Weise wird erreicht, dass auch in der Situation, in der keine Einspritzung erfolgt, die Einspritznadel sicher auf dem Dichtsitz gehalten wird. Dies bietet den Vorteil, dass der für das Abheben der Einspritznadel erforderliche minimale Kraftstoffdruck reduziert werden kann. Der minimale Kraftstoffdruck, bei dem die Einspritznadel vom Dichtsitz abhebt und eine Einspritzung startet, wird bei geschlossenem Steuerventil im Wesentlichen durch die Vorspannkraft der Vorspannfeder festgelegt.

Auf diese Weise wird die bei der Verbrennung des Kraftstoffes entstehende Geräuschentwicklung deutlich reduziert und trotzdem wird die Einspritznadel über die Druckbeaufschlagung durch den Federraum in Zeiten, zu denen das Steuerventil geöffnet ist und keine Einspritzung erfolgen soll, sicher auf dem Dichtsitz gehalten.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Vorzugsweise sind die Federraumdrossel und die Zulaufdrossel in einer Zwischenscheibe angeordnet, die den Federraum nach oben begrenzt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist zudem eine Pumpenraumdrossel, die die Kraftstoffpumpe mit dem Druckkanal verbindet, in der Zwischenscheibe angeordnet. Auf diese Weise ist eine präzise und kostengünstige Fertigung der Drosseln möglich.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Federteller vorgesehen, der eine größere wirksame Fläche zur Übertragung des im Federraum herrschenden Druckes auf die Einspritznadel bereit stellt. Damit wird eine auf die Einspritznadel wirkende Druckerhöhung erreicht. Dies unterstützt auch bei geringen Drücken im Federraum die Vorspannkraft, die auf die Einspritznadel wirkt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Federteller über einen umlaufenden Dichtspalt von der Innenwandung des Federraumes beabstandet. Zudem ist der Bereich des Federraumes, der zwischen dem Federteller und der Einspritznadel ausgebildet ist, über eine zweite Federraumdrossel mit dem Zulaufkanal verbunden. Die zweite Federraumdrossel mündet zwischen einem Eingangsbereich des Zulaufkanals und der Zulaufdrossel in den Zulaufkanal. Diese Ausbildung bietet den Vorteil, dass eine zusätzliche Druckerhöhung erreicht wird und dadurch der im Federraum wirkende Druck dynamischer auf die Einspritznadel übertragen wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Seitenwand des Federtellers, die der Innenwandung des Federraumes zugeordnet ist, abgerundet ausgebildet. Eine zusätzliche Verbesserung wird dadurch erreicht, dass die Seitenwand als Teilschnittkugelfläche ausgebildet ist, so dass ein Verkanten des Federtellers bei einem Verkippen des Federtellers sicher vermieden wird.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Vorspannfeder zwischen dem Federteller und einer in den Federraum eingepressten Hülse eingespannt. In der Hülse ist eine Öffnung vorgesehen, durch die eine Kolbenstange geführt ist. Die Kolbenstange am dem Federteller befestigt und bewirkt eine Führung des Federtellers im Federraum.

In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Zulaufdrossel und die erste Federraumdrossel annähernd den gleichen Querschnitt auf. Dies führt zu günstigen Druckverhältnissen, die eine effiziente Vorspannung der Einspritznadel unterstützen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die zweite Federraumdrossel einen kleineren Querschnitt als die erste Federraumdrossel auf. Damit werden verbesserte Druckverhältnisse im Federraum bewirkt.

Vorzugsweise mündet die zweite Federraumdrossel zwischen einem Einlassbereich des Zulaufkanals und der Zulaufdrossel in den Zulaufkanal.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform mündet die erste Federraumdrossel direkt nach der Zulaufdrossel in den Zulaufkanal. Zudem ist es vorteilhaft, ein festgelegtes Dämpfungsvolumen zwischen der Zulaufdrossel und dem Steuerventil im Zulaufkanal auszubilden. Dadurch werden Druckschwankungen, die ebenfalls auf die Einspritznadel über die erste Federraumdrossel wirken, ausgeglichen.

Die Erfindung wird anhand der Figuren näher erläutert.

1 zeigt einen Querschnitt durch eine Pumpe-Düse-Einheit; und

2 zeigt einen Ausschnitt einer zweiten Ausführungsform einer Pumpe-Düse-Einheit.

1 zeigt im Querschnitt eine Pumpe-Düse-Einheit 1, die im Wesentlichen aus einem Einspritzventil 2, einem Aktor 3, einer Kraftstoffpumpe 5 und einem Steuerventil 4 aufgebaut ist. Der Aktor 3 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel in Form eines piezoelektrischen Aktors ausgeführt, der in Abhängigkeit von der Bestromung des Steuerventil 4 öffnet oder schließt. Die Pumpe-Düse-Einheit weist zudem die Kraftstoffpumpe 5 auf, die von einer Nockenwelle betätigt wird. Im Einspritzventil 2 ist ein Zulaufkanal 6 vorgesehen, der zum Steuerventil 4 geführt ist. Der Zulaufkanal 6 steht über das Steuerventil 4 mit einem Druckkanal 7 in Verbindung. Der Druckkanal 7 ist über eine Pumpendrossel 8 mit einem Pumpraum 9 der Kraftstoffpumpe 5 verbunden. Zudem ist der Druckkanal 7 in einen Druckraum 10 geführt, der zwischen einer Einspritznadel 11 und einen Düsenkörper 13 eingebracht ist. Im Düsenkörper 13 ist ein Nadelraum 12 ausgebildet, in dem die Einspritznadel 11 verschiebbar angeordnet ist. Die Einspritznadel 11 ist mit einer Dichtfläche, die an der Spitze der Einspritznadel 11 angeordnet ist, einem Dichtsitz 14 zugeordnet, der an einer Innenwandung am Nadelraum 12 ausgebildet ist. Der Dichtsitz 14 ist zwischen einem Einspritzloch 15 und dem Druckraum 10 angeordnet. Zwischen der Einspritznadel 11 und dem Düsenkörper 13 sind Kraftstoffkanäle ausgebildet, die bei einer vom Dichtsitz 14 abgehobenen Einspritznadel 11 eine Verbindung zwischen dem Einspritzloch 15 und dem Druckraum 10 für eine Einspritzung herstellen. Die Einspritznadel 11 ist über einen Nadelkolben 16 nach oben in einen Federraum 17 geführt.

Im Bereich des Druckraumes 10 weist die Einspritznadel 11 Druckflächen 18 in der Weise auf, dass der im Druckraum 10 herrschende Druck die Einspritznadel 11 vom Dichtsitz 14 weg vorspannt.

Der Federraum 17 ist im Wesentlichen als zylindrische Bohrung ausgeführt, wobei im Federraum 17 eine Vorspannfeder 19 angeordnet ist. Die Vorspannfeder 19 ist zwischen einem Federteller 20 und einer Hülse 21 eingespannt. Der Federteller 20 steht in Wirkverbindung mit dem Nadelkolben 16. Die Hülse 21 ist im oberen Endbereich des Federraumes 17 angeordnet und vorzugsweise über einen Presssitz gehaltert. Die Hülse 21 weist eine mittlere Bohrung 22 auf, die den Bereich oberhalb der Hülse 21 mit dem Bereich unterhalb der Hülse 21, in dem der Federteller 20 angeordnet ist, verbindet. Es ist eine Federraumdrossel 23 vorgesehen, die den Federraum 17 oberhalb der Hülse 21 mit dem Zulaufkanal 6 verbindet. Im Zulaufkanal 6 ist eine Zulaufdrossel 27 angeordnet, wobei zwischen dem Steuerventil 4 und der Zulaufdrossel 27 ein Dämpfungsabschnitt 26 ausgebildet ist. Die Federraumdrossel 23 mündet vorzugsweise zwischen der Zulaufdrossel 27 und dem Steuerventil 4 in den Zulaufkanal 6. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform mündet die Federraumdrossel 23 in den Zulaufkanal 6 direkt bei der Zulaufdrossel 27. In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Platte 24 vorgesehen, die einen Teil des Einspritzventils 2 darstellt und den Federraum 17 nach oben hin begrenzt. In der Platte 24 sind vorzugsweise die Zulaufdrossel 27, die Federraumdrossel 23 und die Pumpendrossel 8 angeordnet. Weiterhin sind der Zulaufkanal 27 und der Druckkanal 7 durch die Platte 24 geführt. Anstelle einer Platte 24 kann auch jede andere Art von Bauteil vorgesehen sein, in dem die vorgenannten Elemente enthalten sind. Die Anordnung der Zulaufdrossel 27 und der Federraumdrossel 23 in einer Platte 24 Bauteil weist den Vorteil auf, dass die Drosseln einfach und präzise bearbeitbar sind.

Im Pumpraum 9 ist ein Pumpkolben (nicht dargestellt) geführt, der von der Kraftstoffpumpe 5 angetrieben wird. Bei geöffnetem Steuerventil 4 wird bei einem Ansaugtakt der Kraftstoffpumpe 5 der Kraftstoff über einen Einlass 25 in den Zulaufkanal 6 gesaugt. Der Kraftstoff wird über die Zulaufdrossel 6 in den Dämpfungsabschnitt 26 des Zulaufkanals 6 geführt. Anschließend wird der Kraftstoff über das Steuerventil 4 zum Druckkanal 7 und über die Pumpendrossel 8 in den Pumpraum 9 gesaugt. Wird nun das Steuerventil 4 auch bei einem Verdichtungstakt des Kolbens, bei dem der Kolben sich nach unten bewegt und den Kraftstoff aus dem Pumpraum 9 herausdrückt, nicht geschlossen, so wird ein Teil des Kraftstoffes wieder zurück in den Zulaufkanal 6 gedrückt.

Aufgrund der Federraumdrossel 23 ist der Federraum 17 immer an den Kraftstoffdruck angekoppelt, der im Dämpfungsabschnitt 26 zwischen der Zulaufdrossel 27 und dem Steuerventil 4 herrscht. Somit entstehen sowohl im Dämpfungsabschnitt 26 als auch im Druckkanal 7 aufgrund der zeitlichen Aufeinanderfolge der Ansaug- und Verdichtungstakte der Kraftstoffpumpe 5 Druckschwankungen. Über den Druckkanal 7 werden die Druckschwankungen bis zu den Druckflächen 18 geführt. Im Stand der Technik wurde bisher der Druck, bei dem die Einspritznadel 11 vom Dichtsitz abgehoben wird, relativ hoch festgelegt, damit die Druckschwankungen nicht zu einem unbeabsichtigten Öffnen des Einspritzventils führt. Dies wird beispielsweise durch die Größe der Druckflächen 18 und die Vorspannung der Vorspannfeder 19 festgelegt. Für eine Geräuschminimierung und eine Verbesserung des Einspritzverhaltens ist es vorteilhaft, den Öffnungsdruck, ab dem das Einspritzventil öffnet, insbesondere bei geringen Drehzahlen, kleiner festzulegen.

Damit auch bei einem niedrigen Öffnungsdruck kein unbeabsichtigtes Öffnen des Einspritzventils durch die möglichen Druckschwankungen erreicht wird, wird bei dem beschriebenen Einspritzventil über die Federraumdrossel 23 die Einspritznadel 11 mit Druck in Richtung auf den Dichtsitz vorgespannt. Damit ausreichend hohe Drücke im Federraum 17 erreicht werden, ist die Zulaufdrossel 27 vorgesehen, die eine Druckerhöhung im Dämpfungsabschnitt 26 beim Ausschieben von Kraftstoff in den Zulaufkanal 6 bewirkt. In einer einfachen Ausführungsform wird der Druck, der im Federraum 17 herrscht, direkt auf den Nadelkolben 16 geführt, ohne dass der Federteller 20 eine druckerhöhende Wirkung erzeugt.

Eine weitere Druckerhöhung wird dadurch erreicht, dass der Federteller 20 einen Dichtspalt 30 von der Innenwandung des Federraumes 17 beabstandet ist und dadurch die Druckübertragung verbessert ist. In dieser Ausführungsform ist unterhalb des Federtellers 20 eine zweite Federraumdrossel 28 vorgesehen, die den Bereich des Federraumes, der unterhalb des Federtellers 20 angeordnet ist, mit dem Zulaufkanal 6 verbindet.

In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Zulaufdrossel 27 und die Federraumdrossel 23 den gleichen Querschnitt auf. Vorzugsweise weist die zweite Federraumdrossel 28 einen geringeren Querschnitt als die erste Federraumdrossel 23 auf. Günstige Werte für die Querschnitte der Zulaufdrossel 27 und der ersten Federraumdrossel 23 liegen im Bereich von 0,8 bis 1,5 mm. Vorzugsweise weist der kreisförmige Querschnitt der Zulaufdrossel 27 einen Durchmesser von 0,9 bis 1,1 mm und der Durchmesser des kreisförmigen Querschnitts der ersten Federraumdrossel 23 einen Durchmesser von 1,1 bis 1,3 mm auf. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Pumpendrossel einen kreisförmigen Querschnitt auf, dessen Durchmesser im Bereich von 1,0 bis 1,4 mm liegt.

Vorzugsweise ist die Seitenfläche des Federtellers 20 abgerundet ausgebildet, so dass ein Verkanten des Federtellers 20 im Federraum 17 vermieden wird. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Seitenfläche des Federtellers 20 eine Teilkugelfläche auf, die ein Verkanten weitgehend vermeidet. Der Dichtspalt 30 zwischen dem Federteller 20 und der Wandung des Federraumes 17 liegt vorzugsweise im Bereich von 3 bis 10 &mgr;m.

2 zeigt in einer schematischen Darstellung einen Ausschnitt eines Querschnitts des Einspritzventils 2, bei dem der Federteller 20 in Form eines Kolbens ausgebildet ist und über einen Dichtspalt 30 im Federraum 17 geführt ist. Zur Führung des Federtellers 20 ist eine Kolbenstange 29 vorgesehen, die am Federteller 20 befestigt ist und nach oben bis durch die Bohrung 22 der Hülse 21 geführt ist. Die Kolbenstange 29 ist in der Bohrung 22 geführt und der Federteller 20 ist auf den Nadelkolben 16 aufgelegt. Damit trotz der Führung der Kolbenstange 29 in der Bohrung 22 eine hydraulische Kopplung zwischen den Bereichen des Federraumes 17 oberhalb und unterhalb der Hülse 21 ausgebildet ist, sind in der Hülse 21 Löcher und/oder im oberen Endbereich der Kolbenstange 29 Schlitze 31 vorgesehen, über die eine hydraulische Kopplung stattfindet.

1Pumpe-Düse-Einheit 2Einspritzventil 3Aktor 4Steuerventil 5Kraftstoffpumpe 6Zulaufkanal 7Druckkanal 8Pumpendrossel 9Pumpraum 10Druckraum 11Einspritznadel 12Nadelraum 13Düsenkörper 14Dichtsitz 15Einspritzloch 16Nadelkolben 17Federraum 18Druckfläche 19Vorspannfeder 20Federteller 21Hülse 22Bohrung 23Federraumdrossel 24Platte 25Einlass 26Dämpfungsabschnitt 27Zulaufdrossel 28zweite Federraumdrossel 29Kolbenstange 30Dichtspalt 31Schlitz

Anspruch[de]
  1. Einspritzventil (2) zum Einspritzen eines Mediums, insbesondere Kraftstoff, mit einer Pumpe (5) mit einem Pumpraum (9), wobei der Pumpraum (9) über einen Druckkanal (7) mit einem Druckraum (10) eines Düsenkörpers (13) hydraulisch verbunden ist, mit einem Steuerventil (4), das abhängig von einer Schaltposition den Druckkanal (7) mit einem Zulaufkanal (6) verbindet, wobei der Druckraum (10) mit dem Druckkanal (7) hydraulisch verbunden ist, wobei im Druckraum (10) eine Einspritznadel (11) vorgesehen ist, die von einer Vorspannfeder (19) auf einen Dichtsitz (14) vorgespannt ist, wobei die Vorspannfeder (19) in einem Federraum (17) angeordnet ist, wobei die Einspritznadel (11) in Wirkverbindung mit der Vorspannfeder (19) steht, wobei die Einspritznadel (11) Druckflächen (18) aufweist, mit denen die Einspritznadel (11) bei ausreichend hohem Druck im Druckraum (10) gegen die Vorspannkraft der Vorspannfeder (19) vom Dichtsitz (14) abhebbar ist und eine Verbindung zwischen dem Druckraum (10) und einem Einspritzloch (15) freigibt, wodurch eine Einspritzung startet, wobei die Pumpe (5) im Zusammenspiel mit dem Steuerventil (4) den Druck im Druckraum (10) einstellt, dadurch gekennzeichnet, dass im Zulaufkanal (6) eine Zulaufdrossel (27) ausgebildet ist, dass eine Federraumdrossel (23) vorgesehen ist, die den Zulaufkanal (6) mit dem Federraum (17) verbindet, dass zwischen der Zulaufdrossel (27) und dem Steuerventil (4) die Federraumdrossel (23) in den Zulaufkanal (6) mündet, so dass die Einspritznadel (11) mit einer Druckvorspannung beaufschlagbar ist, die von dem Druck im Zulaufkanal (6) abhängt.
  2. Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federraumdrossel (23) im oberen Bereich in den Federraum (17) mündet.
  3. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zulaufdrossel (27) und die Federraumdrossel (23) in einer Platte (24) angeordnet sind, die den Federraum (17) im oberen Bereich abdichtet.
  4. Einspritzventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pumpendrossel (8), die die Kraftstoffpumpe (5) mit dem Druckkanal (7) verbindet, in der Platte (24) angeordnet ist.
  5. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Federteller (20) im Federraum (17) vorgesehen ist, dass die Vorspannfeder (19) auf den Federteller (20) vorgespannt ist und dass der Federteller (20) in Wirkverbindung mit der Einspritznadel (11) steht.
  6. Einspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Federteller (20) über einen umlaufenden Dichtspalt (30) von der Innenwandung des Federraumes (17) beabstandet ist, dass in einem zwischen dem Federteller (20) und der Einspritznadel (11) angeordneten unteren Bereich des Federraumes (17) eine zweite Federraumdrossel (28) angeordnet ist, die den unteren Bereich des Federraums (17) mit dem Zulaufkanal (6) verbindet.
  7. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seitenwand des Federtellers (20), die der Innenwandung des Federrraumes (17) zugeordnet ist, abgerundet, vorzugsweise als Teilkugelfläche ausgebildet ist.
  8. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannfeder (19) über eine im Federraum (17) befestigte Hülse (21) gegen den Federteller (20) vorgespannt ist, dass die Hülse (21) eine mittige Öffnung (22) aufweist, dass durch die mittige Öffnung (22) eine Kolbenstange (29) geführt ist, die mit dem Federteller (20) befestigt ist und eine Führung des Federtellers (20) bewirkt, und dass Löcher in der Hülse (21) und/oder in der Kolbenstange (29) eingebracht sind, über die eine Verbindung zwischen der Federraumdrossel (23) und dem Bereich des Federraumes unterhalb der Hülse (21) ausgebildet ist.
  9. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zulaufdrossel (6) und die Federraumdrossel (23) einen annähernd gleichen Querschnitt aufweisen.
  10. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Federraumdrossel (28) einen kleineren Querschnitt als die Federraumdrossel (23) aufweist.
  11. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Federraumdrossel (23) direkt nach der Zulaufdrossel (27) in den Zulaufkanal (6) mündet.
  12. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zulaufdrossel (27) in einem festen Abstand vom Steuerventil (4) angeordnet ist, so dass ein Dämpfungsvolumen (26) im Zulaufkanal (6) zwischen dem Steuerventil (4) und der Zulaufdrossel (27) ausgebildet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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