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Dokumentenidentifikation DE102004029068A1 29.12.2005
Titel Verfahren zum Fördern eines Druckproduktes und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Hachmann, Peter, Dr., 69221 Dossenheim, DE;
Hieb, Christian, 67141 Neuhofen, DE
DE-Anmeldedatum 16.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004029068
Offenlegungstag 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse B41F 22/00
IPC-Nebenklasse B41F 21/00   B41F 21/04   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtung zum Fördern eines Druckproduktes. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, welche ein berührungsloses Fördern eines Druckproduktes mit Ultraschall ermöglichen. Die Erfindung besteht darin, dass bei einem Verfahren bei dem mindestens ein Ultraschallsender angesteuert wird, wobei eine Kraftwirkung auf das Druckprodukt ausgeübt wird, das Druckprodukt (9, 17, 31, 34, 53, 79) berührungsfrei zumindest in Teilbereichen durch die Ultraschallenergie des Ultraschallsenders (2, 23, 27, 29, 36, 37, 45, 46, 57-63, 72, 80) bewegt wird. Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens enthält mindestens einen Ultraschallsender (2), der zum Druckprodukt (9) einen Abstand (10) aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fördern eines Druckproduktes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 7.

Bei Bogendruckmaschinen ist es bekannt, Bogen mit Blasluft und/oder Saugluftvorrichtungen berührungsfrei entlang von Führungselementen, wie Leitblechen, zu fördern. Bei diesen Vorrichtungen wird ein Bogen mit Luft angeströmt und damit vom Führungselement angehoben. Nachteilig ist, dass abströmende Luft Abweichungen von einer gewünschten Förderbahn verursacht. Wenn z. B. Bogen entlang eines Leitblechs mit Luftdüsen gefördert wird, dann kann die Schwebehöhe der Bogen an den Rändern des Leitblechs höher liegen als im inneren Bereich des Leitblechs. Um die gewünschte Förderbahn annähernd zu erreichen, wird die Geometrie des Leitblechs und die Geometrie, Anzahl, Lage und Orientierung der Luftdüsen so gestaltet, dass die Störungen durch die abströmende Luft gemindert werden.

Beim Fördern von Bogen auf Zylindern können Blasluftrohre vorgesehen werden, aus denen in gerichteter Form Luft ausströmt, mit der ein Bogen auf der Mantelfläche des jeweiligen Zylinders gehalten werden soll. Auch hier wirkt die abströmende Luft störend, in dem die Lage eines Bogens in Teilbereichen instabil wird.

Aus der DE 100 28 667 A1 ist ein Verfahren zum Ablösen eines Bedruckstoffs von einem Druckfarbe führenden Zylinder bekannt, wobei Ultraschallwellen in einem zwickelförmigen Raum zwischen dem Bedruckstoff und dem Zylinder gerichtet. Mit den Ultraschallwellen werden Abrissfäden feuchter Druckfarbe zertrennt, die sich zwischen dem Zylinder und dem Bedruckstoff bilden, wenn der Bedruckstoff den Druckspalt verlässt.

Aus der JP-36237 (A) ist ein Ultraschallförderer bekannt, bei dem zum Fördern eines flachen Artikels in einem Führungselement Längs- und Biegeschwingungen erzeugt werden. Der Artikel liegt beim Fördern auf den Führungselementen auf.

Bei einer Ultraschalltransportvorrichtung nach JP 6-14159 (U) werden eine Vielzahl von Ultraschalltriebsystemen verwendet, die in einer Ebene angeordnet sind. Durch Ansteuern der Triebsysteme erhalten Bogen in direktem Kontakt Bewegungsimpulse in eine gewünschte Richtung.

Bei der Lösung gemäß JP 3-21044 (U) ist eine Transportvorrichtung mit einem Ultraschallmotor ausgestattet, der zum Fördern eines Transportgutes durch phasenmäßiges Ansteuern von Piezoelementen in einem elastischen Tranportband Wanderwellen erzeugt.

Aus der JP 7-304534 (A) ist eine Bogentransportvorrichtung bekannt, bei der Ultraschallvibratoren so angesteuert werden, dass diese eine eliptische Bewegung ausführen. Die Vibratoren wirken mit Gegendruckelementen zusammen.

Bei der Vorrichtung zum Transport von Bogen nach JP 2-52852 (U) wirken Reibrollen mit einer Ultraschallvibrationsplatte zusammen.

Bei den oben angeführten Lösungen befindet sich das zu transportierende Werkstück zumindest teilweise im Kontakt mit Förderelementen, die mit Ultraschall beaufschlagt sind. Hierbei besteht die Gefahr, dass das Werkstück beschädigt wird. Insbesondere beim Fördern von Bogen kann die Qualität eines Aufdruckes beeinträchtigt werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Fördern eines Druckproduktes anzugeben, welche ein berührungsloses Fördern eines Druckproduktes mit Ultraschall ermöglichen.

Die Aufgabe wird mit einem Verfahren nach Anspruch 1 gelöst. Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 7. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß der Erfindung wird ein Druckprodukt so mit Ultraschall beaufschlagt, dass es berührungslos entlang eines Förderweges bewegt wird. Dabei entsteht keine gerichtete Luftströmung. Ein Ultraschallsender kann so angesteuert werden, dass eine Schallwelle mit einem von Null verschiedenen Gesamtimpuls erzeugt wird, der eine Kraftwirkung so auf das Druckprodukt ausübt, dass es von einem Leitelement abhebt und Förderrichtung bewegt wird. Es ist vorteilhaft, wenn die für einen Impuls nötige Luftmenge von einem Ultraschallsender ausgehend durch eine Leitebene hindurchgefördert wird. Die Frequenz der vom Ultraschallsender ausgehenden Wellen kann dabei auf einen Abstand zum Druckprodukt abgestimmt sein. Der Arbeitsabstand kann laufend von einem Sensor erfasst werden, wobei der Sensor baulich mit dem Ultraschallsender vereinigt sein kann.

Zur Durchführung des Verfahrens werden Ultraschallwandler in ein Leitblech integriert oder gegenüber einem bogenführenden Zylinder angeordnet. Die Ultraschallwandler erzeugen ein Schallfeld, das mit seinem Schalldruck auf einen Bogen wirkt. In jedem Fall besteht das Schallfeld aus einer schwingenden Luftsäule, so dass keine Luft abströmt. Ein Ultraschallwandler kann mit einer oder mehreren Frequenzen abstrahlen. Im Extremfall kann ein Ultraschallwandler Rauschen abstrahlen.

Druckprodukte im Sinne der Erfindung sind einzelne Bogen, mehrfach liegende Bogen oder Falz- oder Faltprodukte, die einen Aufdruck besitzen oder erhalten sollen.

Die Erfindung soll anhand von Ausführungsbeispielen noch näher erläutert werden, es zeigen:

1: ein Bogenleitblech mit integrierten Ultraschallwandlern,

2: eine Schnittdarstellung durch das Leitblech nach 1,

3: eine Anordnung von Abstandssensoren am Rand des Bogenleitblechs nach 1,

4: ein Schema zum Fördern eines Bogens auf einem Zylinder,

5: ein Schema zum Fördern eines Bogens mit Ultraschall und Mehrfachreflektion,

6: ein Schema einer Ultraschallschwebeführung im Durchstrahlbetrieb,

7: eine Bogenführung mit Ultraschallmotoren und gleichförmigen Transversalwellen,

9: ein Schema mit Kopplung zweier Ultraschallwandler zur Erzeugung bestehender Wellen,

10: ein Schema zur Verwendung eines Ultraschallmotors im Anlegertisch einer Bogendruckmaschine,

11: ein Detail des Ultraschallmotors nach 10,

12: ein Leitblech mit Luftdüsen und Ultraschallmotoren, und

13: eine gegenüberliegende Anordnung von Ultraschallmotoren.

1 zeigt ein bogenförmiges Leitblech 1 mit integrierten Ultraschallwandlern 2. Die Ultraschallwandler 2 sind über eine Bogenbreite 3 entlang der Förderrichtung 4 in mehreren gleichabständigen Reihen 5 angeordnet. Das Leitblech 1 ist geschlossen aufgebaut und weist an einem Rand Zinken 6 auf.

Wie aus der Schnittdarstellung in 2 hervorgeht, sind die zylindrischen Ultraschallwandler 2 so im Leitblech 1 angeordnet, dass sie bündig mit der Leitebene 7 des Leitblechs 1 abschließen. Jeder Ultraschallwandler 2 sendet Schallwellen 8 aus, die zwischen der Leitebene 7 und einem zu fördernden Bogen 9 mehrfach reflektiert werden. Die Schallwellen 8 besitzen einen von Null verschiedenen Gesamtimpuls mit einer Kraftwirkung auf den Bogen 9, dass er um einen Abstand 10 von der Leitebene 7 abgehoben und in Förderrichtung 4 bewegt wird.

Weil das Leitblech 1 mit schalltechnisch relevanten Zinken 6 versehen ist, sind, wie in 3 dargestellt, zur Sicherstellung des Abstandes 10 am Rand Abstandssensoren 11 in das Leitblech 1 eingebettet. Mit den Abstandssensoren 11 wird laufend der Istabstand 10 der Bogen 9 von der Leitebene 7 erfasst. Die Signale der Abstandssensoren 11 werden in einer Steuereinrichtung zu Stellsignalen speziell für die am Rand liegenden Ultraschallwandler 2 verarbeitet.

4 zeigt eine Anwendung bei einer Bogendruckmaschine. Gezeigt ist ein Detail aus einem Druckwerk mit einem Übertragungszylinder 12, einem Druckzylinder 13 und Bogenleitblechen 14, 15. Am Druckzylinder 13 befinden sich Greifer 16, in denen ein Bogen 17 gehalten ist. Der Bogen 17 wird entlang einer Bahn 18 gefördert. Die Bahn 18 verläuft im Bereich der Bogenleitbleche 14, 15 parallel zur Oberfläche der Bogenleitbleche 14, 15. Im Bereich 19 der Mantelfläche des Druckzylinders 13 liegt der Bogen 17 in einem Teilbereich glatt auf der Mantelfläche auf und in einem anderen Teilbereich ist im Bogen 17 eine Welle 20 ausgebildet. Zum Ausstreichen der Welle 20 ist vor dem Druckspalt 21 zwischen Übertragungszylinder 12 und Druckzylinder 13 eine Glättvorrichtung mit einem Leitblech 22 und zwei Reihen Ultraschallwandlern 23 angeordnet. Die Form des Leitblechs 22 ist in Umfangsrichtung 24 der Kontur der Mantelfläche des Druckzylinders 13 und dem Verlauf der Welle 20 angepasst. Die Ultraschallwandler 23 senden Schallwellen in Richtung der Mantelfläche des Druckzylinders 13 bzw. in Richtung der Welle 23 aus, so dass der Bogen 17 an der Mantelfläche eng anliegt und die Welle 20 ausgestrichen wird. Der Druckzylinder 13 ist mit einer ultraschallabsorbierenden Schicht versehen.

Für den Fall, dass ein Bogen 17 auch im Bereich des Spaltes 21 geglättet werden soll, kann, wie in 5 gezeigt, ein Leitblech 26 mit einer Reihe Ultraschallwandlern 27 vorgesehen sein. Die Ultraschallwandler 27 des Leitblechs 26 sind in der Nähe des Spaltes 21 so angeordnet und ausgerichtet, dass es zur mehrfachen Reflektion von Schallwellen 28 am Leitblech 26, dem Übertragungszylinder 12 und dem Bogen 17 kommt. Das Leitblech 26 bildet vor dem Spalt eine Kammer, in der sehr hohe Schalldrücke auftreten, die den Bogen 17 auf die Mantelfläche des Druckzylinders 13 drücken.

6 zeigt eine Variante, bei der eine Vielzahl von Ultraschallwandlern 29 gegenüber einem Leitblech 30 angeordnet sind. Wenn ein Bogen 31 in Greifern 32 gehalten unter den Ultraschallwandlern 29 gefördert wird, dann wird der Bogen 31 von den Schallwellen 33 abhängig von der Bogendicke zu einem bestimmten Anteil durchstrahlt. Unterhalb des Bogens 31 entstehen zwischen dem Leitblech 30 und dem Bogen 31 Mehrfachreflektionen, so dass sich unter dem Bogen 31 ein hoher Schalldruck aufbaut, der den Bogen 31 zum Abheben von dem Leitblech 30 bringt.

In 7 ist eine Vorrichtung zum Fördern von Bogen 34 mit mehreren in Förderrichtung 35 hintereinander angeordneten Ultraschallmotoren 36 dargestellt. Ein Ultraschallmotor 36 besteht jeweils aus einem Ultraschallwandler 37 und einem sich in Förderrichtung 35 erstreckenden Leitblech 38. Die Leitebenen 39 der Leitbleche 38 haben keinen Höhenversatz. Die Leitbleche 38 sind jeweils am stromabwärts gelegenen Ende mit den Ultraschallwandlern 37 gekoppelt. Das vom Leitblech 38 abgewandte Ende des Ultraschallwandlers 37 ist über einen Halter 40 mit dem Gestell 41 einer drucktechnischen Maschine verbunden. Beim Fördern der Bogen 34 werden die Ultraschallwandler 37 angesteuert, so dass in den Leitblechen 38 jeweils stehende Transversalwellen 42 entstehen. Über den Leitblechen 38 entstehen Schalldrücke, die den Bogen 34 über den Leitblechen 38 schweben lassen. Die Anordnung der Leitbleche 38 ist in 7 nur beispielhaft in einer Ebene dargestellt. Die Leitbleche 38 kömmen auch entlang einer gekrümmten Bahn angeordnet sein.

8 zeigt eine besondere Ausführungsform eines Ultraschallmotors 36 nach 7. Ein Leitblech 43 ist entgegen der Förderrichtung 35 spitz zulaufend ausgeführt. Beim Ansteuern des mit dem Leitblech 43 verbundenen Ultraschallwandlers 37 entstehen im Leitblech 43 stehende Transversalwellen 44 mit steigender Amplitude entgegen der Förderrichtung 35. Dadurch erhalten die Bogen 34 eine Kraftkomponente senkrecht zur Förderrichtung 35 und in Förderrichtung 35. Der jeweilige Bogen 34 wird schwebend in Förderrichtung 35 bewegt.

Bei einer Variante nach 9 sind zwei Ultraschallwandler 45, 46 an den Enden eines Leitblechs 47 vorgesehen. Die Ultraschallwandler 45, 46 sind mit Haltern 48, 49 fest an einem Gestell 50 angeordnet. Die Ultraschallwandler 45, 46 werden mit einer zeitveränderlichen Phasenverschiebung angesteuert, so dass im Leitblech 47 eine in Förderrichtung 35 wandernde stehende Welle 51 entsteht. Ein zu fördernder Bogen 34 schwebt über dem Leitblech 47 und wird in Förderrichtung 35 bewegt.

In 10 ist eine Anwendung der Erfindung im Anleger einer Druckmaschine dargestellt. Gezeigt ist ein Anlegertisch 52 auf dem ein Bogen 53 in Förderrichtung 54 gegen Vordermarken 55 und Seitenmarken 56 gefördert wird. An dem den Vordermarken 55 zugewandten Rand des Auslegertisches 52 sind Ultraschallmotoren 57 bis 61 angeordnet. Die Ultraschallmotoren 57 bis 61 besitzen den 11 gezeigten Aufbau. Jeder Ultraschallmotor 57 bis 61 enthält zwei Ultraschallwandler 62, 63 an den Enden eines rechteckförmigen Leitblechs 64. Das Leitblech 64 liegt in der Ebene des Anlegertisches 52. Zwischen dem Leitblech 64 und dem Anlegertisch 52 besteht ein schmaler Spalt 65. Die längeren Seiten der Leitbleche 64 der Ultraschallmotoren 57-59 liegen in Förderrichtung 54. Die kürzeren Seiten der Leitbleche 64 der Ultraschallmotoren 57-59 liegen auf einer Geraden parallel zur Anschlaglinie 66 der Vordermarken 55 und senkrecht zur Förderrichtung 54. Das Leitblech 64 des Ultraschallmotors 58 liegt auf Bogenmitte 67. Die Leitbleche 64 der Ultraschallmotoren 57, 59 liegen symmetrisch zur Bogenmitte 67. Die längeren Seiten der Leitbleche 64 der Ultraschallmotoren 60, 61 liegen parallel zur Anschlaglinie 66. Die Ultraschallmotoren 60, 61 sind symmetrisch zur Bogenmitte 67 zwischen den Ultraschallmotoren 57, 58 bzw. 58, 59 angeordnet.

Die Ultraschallmotoren 57-61 werden z. B. so angesteuert, wie zu 9 beschrieben. Die stehenden Wellen in den Leitblechen 64 der Ultraschallmotoren 57-59 lassen den Bogen 53 an seiner Vorderkante vom Anlegertisch 52 abheben und bringen die Vorderkante in Förderrichtung 54 zur Anlage an die Vordermarken 55. Die stehenden Wellen in den Leitblechen 64 der Ultraschallmotoren 60, 61 fördern den Bogen 53 senkrecht zur Förderrichtung 54 gegen die Seitenmarken 56.

Optional können weitere Ultraschallmotoren oberhalb des Förderpfades der Bogen 53 vorgesehen werden. Weiterhin können Sensoren vorgesehen werden, die die Bogenlage erfassen und deren Signale für eine Regelung der Bogenlage verwendet werden.

In 12 ist ein Führungsblech 68 zum Fördern von Bogen dargestellt. In das Führungsblech 68 sind drei Reihen 69-71 von Ultraschallmotoren 72 integriert. Jeder Ultraschallmotor 72 besitzt einen Aufbau mit einem rechteckförmigen Leitblech und Ultraschallwandlern, wie zu 7-9 beschrieben. Die Reihe 70 liegt auf Bogenmitte 73. Die Reihen 69, 71 verlaufen symmetrisch zur Bogenmitte 73. Neben den Ultraschallmotoren 72 in der Reihe 70 sind symmetrisch zwei Reihen 74, 75 Luftdüsen 76 in das Führungsblech 68 integriert. Die Ausströmrichtungen 77 der Luftdüsen 76 liegen jeweils senkrecht zur Förderrichtung 78 der Bogen. Wenn sich ein Bogen dem Führungsblech 68 nähert, dann wird er durch die Wirkung der Ultraschallmotoren 72 gestützt und in Förderrichtung 78 bewegt. Die nach außen gerichteten Düsen 76 bewirken ein Straffen der Bogen.

Das in 12 gezeigte Führungsblech 68 kann auch entlang einer gekrümmten Bahn geformt sein. Es ist möglich, Bogen ohne Luftunterstützung durch Luftdüsen 76 zu fördern. Beim Fördern können die Bogen in Greifern gehalten sein. In diesem Fall halten die Ultraschallmotoren 72 einen Bogen auf Distanz zum Führungsblech 68. Weiterhin können Sensoren genutzt werden, um die Bogenlage zu erfassen und zu regeln.

13 zeigt eine Vorrichtung zum Fördern von Bogen 70 mit paarweise gegenüber liegend angeordneten Ultraschallmotoren 80. Die Ultraschallmotoren 80 sind in Leitbleche 81, 82 integriert, die parallel angeordnet einen Förderkanal 83 bilden. Die Ultraschallwandler der Ultraschallmotoren 80 werden so angesteuert, dass ein Bogen 79 im Förderkanal 83 berührungsfrei schwebt und in Förderrichtung 84 bewegt wird.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Wenn in obiger Beschreibung der Begriff Blech gebraucht ist, dann bezeichnet dies Gegenstände mit einer bestimmten Form und Funktion zum Halten von Ultraschallsendern und zur Schallreflektion. Das Material dieser Gegenstände ist beliebig. Die in ein Blech oder dergleichen eingebauten Ultraschallsender haben entweder eine eigene Ultraschall abstrahlende Oberfläche oder regen andere Gegenstände, wie Bleche, zu Schwingungen an. Bei der Verwendung von schwingenden Blechen oder dergleichen entstehen Transversalwellen, die bei geeigneter Ausrichtung einen Bogen in der Schwebe halten und in eine bestimmte Richtung antreiben oder Bremsen.

1Leitblech 2Ultraschallwandler 3Breite 4Förderrichtung 5Reihe 6Zinken 7Leitebene 8Schallwelle 9Bogen 10Abstand 11Abstandssensor 12Übertragungszylinder 13Druckzylinder 14, 15Bogenleitblech 16Greifer 17Bogen 18Bahn 19Bereich 20Welle 21Spalt 22Leitblech 23Ultraschallwandler 24Umfangsrichtung 25Schallwelle 26Leitblech 27Ultraschallwandler 28Schallwelle 29Ultraschallwandler 30Leitblec 31Bogen 32Greifer 33Schallwelle 34Bogen 35Förderrichtung 36Ultraschallmotor 37Ultraschallwandler 38Leitblech 39Leitebene 40Halter 41Gestell 42Transversalwelle 43Leitblech 44, 46Ultraschallwandler 47Leitblech 48, 49Halter 50Gestell 51Welle 52Anlegertisch 53Bogen 54Förderrichtung 55Vordermarke 56Seitenmarke 57-61Ultraschallmotor 62, 63Ultraschallwandler 64Leitblech 65Spalt 66Anschlaglinie 67Bogenmitteh 68Führungsblech 69-71Reihe 72Ultraschallwandler 73Bogenmitte 74, 75Reihe 76Luftdüse 77Ausströmrichtung 78Förderrichtung 79Bogen 80Ultraschallmotor 81, 82Leitblech 83Förderkanal 84Förderrichtung

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Fördern eines Druckproduktes, bei dem mindestens ein Ultraschallsender angesteuert wird, wobei eine Kraftwirkung auf das Druckprodukt ausgeübt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckprodukt (9, 17, 31, 34, 53,79) berührungsfrei zumindest in Teilbereichen durch die Ultraschallenergie des Ultraschallsenders (2, 23, 27, 29, 36, 37, 45, 46, 57-63, 72, 80) bewegt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Ultraschallsender (2, 23, 27, 29, 36, 37, 45, 46, 57-63, 72, 80) eine Schallwelle (8, 25, 33) mit einem von Null verschiedenen Gesamtimpuls erzeugt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die für einen Impuls nötige Luftmenge vom Ultraschallsender (2, 23, 27, 29, 36, 37, 45, 46, 57-63, 72, 80) ausgehend durch eine Leitebene (7) hindurchfördert wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz der vom Ultraschallsender (2, 23, 27, 29, 36, 37, 45, 46, 57-63, 72, 80) ausgehenden Wellen auf einen Arbeitsabstand (10) zum Druckprodukt (9, 17, 31, 34, 53,79) abgestimmt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsabstand (10) mit einem Sensor (11) bestimmt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsabstand (10) mittels des Ultraschallsenders (2, 23, 27, 29, 36, 37, 45, 46, 57-63, 72, 80) bestimmt wird.
  7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,

    mit mindestens einem Ultraschallsender, der eine Kraftwirkung auf das Druckprodukt erzeugt,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass jeder Ultraschallsender (2, 23, 27, 29, 36, 37, 45, 46, 57-63, 72, 80) zum Druckprodukt (9, 17, 31, 34, 53,79) einen Abstand (10) aufweist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum berührungsfreien Fördern eines Bogens (9, 17, 31, 34, 53,79) entlang einer Förderebene eine Vielzahl von Ultraschallsendern (2, 23, 27, 29, 36, 37, 45, 46, 57-63, 72, 80) in einer Ebene (7) im wesentlichen parallel zur Förderebene angeordnet sind.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Sensor (11) für den Abstand (10) zwischen Ultraschallsender (2, 23, 27, 29, 36, 37, 45, 46, 57-63, 72, 80) und Bogen (9, 17, 31, 34, 53,79) vorgesehen ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallaustritte der Ultraschallsender (2, 23, 27, 29, 36, 37, 45, 46, 57-63, 72, 80) in der Ebene (7) eines Leitbleches (1) liegen.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass beim Fördern eines Bogens (17) in einer Druckmaschine der Ultraschallsender (23) in einem Abstand zu einem den Bogen (17) tragenden Druckzylinder (13) angeordnet ist, wobei der Druckzylinder (13) eine ultraschallabsorbierende Schicht aufweist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass beim Fördern eines Bogen (17) in einer Druckmaschine der Ultraschallsender (27) gegenüber einem Zwickel (21) zwischen zwei Druckwerkzylindern (12, 13) angeordnet ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallsender (29) gegenüber einem schallreflektierenden Führungselement (30) angeordnet ist, wobei das Druckprodukt (31) zwischen Ultraschallsender (29) und Führungselement (30) berührungsfrei geführt ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallsender (36) ein Schall abgebendes flaches Element (38) aufweist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (43) entgegen der Förderrichtung (35) des Druckproduktes (34) verjüngt ausgeführt ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwei getrennt ansteuerbare Ultraschallquellen (45, 46) mit dem Schall abgebenden Element (47) gekoppelt sind.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Ultraschallsender (72) in Förderrichtung (78) reihenweise angeordnet sind, wobei jedem Ultraschallsender (72) quer zur Förderrichtung (78) wirkende Blasluftdüsen (76) zugeordnet sind.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Ultraschallsender (80) beidseitig eines Druckproduktes (79) gegenüberliegend angeordnet sind.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass beim Fördern von Bogen (53) im Anleger einer Druckmaschine zur seitlichen Ausrichtung und/oder zur Ausrichtung in Förderrichtung (54) bezüglich Seitenmarken (56) und/oder Vordermarken (55) Ultraschallsender (57-61) in der Ebene eines Anlegertisches (52) angeordnet sind.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein ultraschallreflektierendes Leitelement (30) unterhalb des berührungslos geführten Druckprodukts (31) angeordnet und gegenüber einem oder mehreren oberhalb des Druckproduktes (31) liegenden Ultraschallsendern (29) angeordnet ist.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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