PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004029199A1 29.12.2005
Titel System zur Ausbildung eines Balkons oder dergleichen mit Befestigungselemenen für vorwiegend senkrechte Anbauten
Anmelder Hansmann, Eberhard, 03172 Guben, DE
Erfinder Hansmann, Eberhard, 03172 Guben, DE
Vertreter Patentanwälte Pätzelt - Seltmann - Hofmann, 03046 Cottbus
DE-Anmeldedatum 16.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004029199
Offenlegungstag 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse E04B 1/00
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft die Ausbildung eines Balkonsystems oder dergleichen Tragelements. Aufgabe der Erfindung war es, eine Systemlösung dafür zu entwickeln, die bei minimiertem Materialeinsatz und hinreichender Stabilität gegenüber den aufzunehmenden Kräften Montageerleichterungen beim seitlichen Anbringen von Anbauten wie Stützen und dergleichen sowie einen hohen Vorfertigungsgrad bietet. Die Aufgabe wird gelöst, indem als Umfassungsprofil für einen Balkon oder dergleichen ein Rechteckprofil verwendet ist, das mit der Achse des größten Widerstandsmoments in der Vertikalen ausgerichtet ist und dessen Höhe ein Mehrfaches seiner Breite beträgt. Die Breitflächen sind im Inneren des Rechteckprofils durch eine Trennwand miteinander verbunden, wobei die Schmalseiten auf ihren Innenseiten sowie die Trennwand beiderseitig Stege tragen. Mindestens in der Nähe der Eckverbindung der äußeren Breitfläche zur Schmalseite sind im Inneren Verstärkungen vorhanden, die von außen her zur Aufnahme von Gewindebohrungen für Befestigungselemente zur Halterung eines Brüstungsgeländers und dergleichen dienen (Fig. 1).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Ausbildung eines Balkonsystems, der Umfassung einer Verladerampe oder dergleichen Tragelement, bestehend aus einem das Tragelement umfassenden Profil zum Zweck des Eintrags einer Last mit vormontag0efähigen statisch hochbelastbaren Befestigungselementen für vorwiegend senkrechte Anbauten wie Tragstützen, Brüstungselementen und dergleichen. Selbstverständlich sind diese Anbauten ebenso in alle Richtungen gerichtet möglich.

Balkons bestehen regelmässig aus einem Rahmen, der die statischen Kräfte aufnimmt, die aus der Masse einer eingelegten tragenden Platte bestehen zuzüglich anderer aus dem zugedachten Verwendungszweck entstehenden Belastungen resultieren. Das Profil des Rahmens ist deshalb zweckmässigerweise so ausgebildet, dass es in der Lage ist, ein hohes Widerstandsmoment gegen Biegung bei minimiertem Materialeinsatz aufzunehmen. Zusätzlich gehört zu einem üblichen Stand der Technik einer zeitgemässen Konzeption eines Balkons eine Entwässerungseinrichtung für aufzufangendes und abzuleitendes Niederschlagswasser. Des weiteren sind diese Balkons regelmässig mit Befestigungselementen für die Brüstung versehen und/oder weisen zusätzliche Ausbildungen für die Verbindung mit den Balkon tragenden Stützen auf, wenn mehrere Balkons übereinander angeordnet sind, was insbesondere für Rekonstruktionen zweckmässig ist.

Eine gemäss DE-Gm 92 19 027 U1 vorgeschlagene Lösung sieht vor, dass ein Kastenprofil mit seiner bezogen auf seinen Querschnitt grössten Ausdehnung vertikal angeordnet mehrere geschlossene Rechteckkanäle aufweist und an seiner Innenseite im unteren Bereich ein horizontaler Auflagersteg angeformt ist, der ebenfalls zum Zweck der Fassung und Ableitung des Niederschlagswassers nach oben innen gekippt sein kann. Des weiteren ist das Profil so ausgestaltet, dass es aus mehreren Kammern bestehend ausgeführt ist, an der äusseren breiten Fläche mindestens eine umlaufende Nut aufweist, in die schwalbenschwanzartig ausgebildete Normteile eingeschoben sind und im weiteren Durchgangsschrauben zur Verbindung mit anderen tragenden Bauteilen verwendet sind. Dieses Profil ist aufwendig und insoweit teuer in der Herstellung. Der geringe Abstand der Befestigungspunkte für ein Geländer und/oder die tragenden Stützen führt zum Eintrag hoher Kräfte durch Querverschub und einem aus Festigkeitsgründen hohen Materialeinsatz oder zu Instabilitäten.

Nach dem DE-Gm 298 15 325 U1 wird vorgeschlagen, ein Profil einzusetzen, das rechteckförmig ausgebildet ist, und das ebenfalls, bezogen auf seinen Querschnitt, mit seiner grössten Ausdehnung zweier Seiten in der Vertikalen angeordnet ist. Die dem Bauwerk, an dem der Balkon anzuschliessen ist, abgewandte längere Seite des Profils weist von nahezu der Mittellinie nach oben hin eine umlaufende Aussparung auf, auf der zum einen die tragende Balkonplatte aufliegt, zum anderen ein ungehinderter Eintritt des Niederschlagswassers in den Innenraum des Profiles erfolgt, sodass dort zunächst eine Konzentration und im weiteren eine Fortleitung erfolgt. Demgegenüber ist eine besondere Ausgestaltung zur universellen Anwendbarkeit unter montagefreundlichen Bedingungen nicht erkennbar.

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Systemlösung zu entwickeln, die bei relativ einfacher Gestaltung, einem daraus resultierenden minimierten Materialeinsatz und hinreichender Stabilität gegenüber den aufzunehmenden Kräften Montageerleichterungen beim seitlichen Anbringen vertikaler Anbauten wie Stützen und dergleichen sowie einen hohen Vorfertigungsgrad bietet.

Die Aufgabe wird gelöst, indem als Umfassungsprofil für einen Balkon oder dergleichen ein Rechteckprofil verwendet ist, dass bekanntermassen bezogen auf seinen Querschnitt mit der Achse des grössten Widerstandsmoments in der Vertikalen ausgerichtet ist und dessen Höhe ein Mehrfaches seiner Breite beträgt. Die beiden Breitflächen des Rechteckprofils sind im Inneren des Rechteckprofils durch eine Trennwand parallel zu den Schmalseiten miteinander verbunden, wobei die Schmalseiten auf ihren Innenseiten sowie die Trennwand beiderseitig Stege tragen, damit bei Eckstössen und daraus resultierenden Gehrungsschnitten eine Führung für bekannte einzuschiebende winklige Formstücke, die der Verbindung der Einzelteile untereinander zu einem Rahmen dienen, gegeben ist.

Bezogen auf den konkreten Fall der Ausbildung dieses Profils weist dieses mit der äusseren Breitfläche eine Einheit bildend und auf deren Innenseite befindlich in der Nähe der Eckverbindung von einer Breitfläche zur Schmalseite mindestens eine Verstärkung auf, deren Stärke ein mehrfaches der Materialstärke der Breitfläche beträgt, sodass bei einer von aussen her eingebrachten Gewindebohrung mehrere tragende Gewindegänge vorhanden sind. Die Ausbildung kann so erfolgen, dass die Verbindung Breitfläche zu Schmalseite dadurch zusätzlich stabilisiert wird, sie kann aber ebenso dazu geringfügig beabstandet sein. Die Breite ist so bemessen, dass von aussen her eine Gewindebohrung eingebracht werden kann, die im wesentlichen zur Aufnahme von Befestigungselementen zur Halterung eines Brüstungsgeländers und/oder von Stützen zur Abstützung des Balkons im Verhältnis zu anderen oder anderen Halterungen, wie z. B. für Fahnenstangen und dergleichen statisch sicher dienen kann. Um ungehinderte Anordnungsmöglichkeiten für eine derartige Halterung zu haben, ist die Verstärkung im Inneren des Profils in Längsrichtung vorzugsweise durchlaufend ausgebildet. Eine weitere Verstärkung ist für weitere Befestigungspunkte im Bereich der Verbindung der Trennwand mit der äusseren Breitfläche ausgebildet.

Die Vorzugsvariante sieht vor, dass bezugnehmend auf das Innere der äusseren Breitfläche, dass je eine Verstärkung in der Nähe der Eckbereiche zwischen äusserer Breitfläche zu den Schmalseiten sowie mittig im Bereich der Verbindung Trennwand/äussere Breitfläche vorhanden ist.

Am unteren Ende der inneren Breitfläche ist rechtwinklig dazu in Verlängerung der unteren Schmalseite nach innen hin sich horizontal erstreckend ein bekannter horizontaler Auflagersteg angeformt, der zum Zweck der Fassung und Ableitung des Niederschlagswassers nach oben innen gekippt ist und ebenfalls zur Aufnahme des Balkonbodens dienen kann, wobei ebenso Versorgungsleitungen eingelegt sein können.

Des weiteren ist an der Aussenseite der oberen Schmalseite rechtwinklig dazu und in Verlängerung der äusseren Breitfläche eine Erhebung ausgebildet, die als Sicherung gegen Verrutschen einer auf der oberen Schmalseite aufliegenden Verkleidung, Platte oder dergleichen dient und die vorzugsweise umlaufend ist.

In die auf der Innenseite der äusseren Breitfläche befindlichen Verstärkungen sind von aussen her Gewindebohrungen eingebracht. Hier sind mittels lösbarer Normteile Befestigungselemente zur Halterung von rohrartigen Stützen ausgebildet. Diese Stützen können zum Abstützen einzelner Balkone zueinander oder dergleichen übereinander dienen, sie können aber ebenso zusätzlich oder ausschliesslich zum Befestigen der Brüstung verwendet werden.

Eine erfindungsgemässe Variante sieht vor, dass dieses Befestigungselement als Schelle U-förmig ausgebildet ist, die am Umfassungsprofil befestigt ist und die mit ihrer wirksamen Mittelachse in vertikaler Richtung verlaufend angeordnet ist. Die freien Enden der U-förmigen Ausbildung sind nach aussen im Winkel von 90° abgebogen und dienen als Anschraubflansch. Zwischen die freien parallelverlaufenden Schenkel der U-förmigen Ausbildung ist ein Passstück eingeschoben, dass so ausgebildet ist, dass der durch die U-förmige Ausbildung entstehende freie Querschnitt zum Vollkreis ergänzt wird. Die Höhe des Passstückes ist geringfügig grösser als die sich aus der Ergänzung zum Vollkreis ergebende Höhe. Damit werden eingelegte senkrechte rohrartige Stützen durch Anziehen der in den Anschraubflanschen angeordneten lösbaren Normteile kraftschlüssig geklemmt. Damit ist es ebenso möglich, vor dem Befestigen der eingelegten senkrechten rohrartigen Stützen mittels Anziehen der in den Anschraubflanschen angeordneten lösbaren Normteile diese Stützen stufenlos in der Vertikalen einzustellen. Es ist ebenso möglich, endliche Längen dieser rohrartigen Stützen zu verwenden, die vorzugsweise entsprechend dem senkrechten mittigen Abstand zweier übereinander angeordneter Balkone ausgelegt sind, wobei der Stoss zweier eingelegter senkrechter rohrartigen Stützen, die vertikal übereinander angeordnet sind, in die Schelle verlegt wird. Ebenso kann ein Zwischenstück in beide Enden zweier zu verbindender senkrechter rohrartiger Stützen eingelegt werden, das mittig über einen Bund verfügt, der im Durchmesser grösser als der Innendurchmesser der senkrechten rohrartigen Stützen ist, während der Durchmesser der sich vom Bund nach oben und nach unten erstreckenden verjüngten Stücke dem Innendurchmesser der senkrechten rohrartigen Stützen entsprechend ausgebildet ist.

Eine weitere erfindungsgemässe Variante sieht vor, dass die als Halterung ausgebildete Schelle direkt das Zwischenstück tragend ausgebildet ist.

Das Zwischenstück kann in allen Anwendungsfällen sowohl massiv als auch hohl ausgeführt sein.

Das Zwischenstück kann des weiteren auf den sich nach oben und nach unten erstreckenden verjüngten Stücken einen wesentlich geringeren Durchmesser als die zu fixierenden senkrechten rohrartigen Stützen innen aufweisen, wobei in einem derartigen Fall in Längsrichtung Rippen ausgebildet sind, deren Höhe einer Kreisumfangslinie entsprechend bemessen ist, die dem Innendurchmesser der zu fixierenden senkrechten rohrartigen Stützen entspricht, während der Kerndurchmesser der Zwischenstücke demgegenüber verringert ist.

Des weiteren können die sich nach oben und nach unten erstreckenden verjüngten Stücke in beiden Variationen auf der dem Umfassungsprofil zugewandten Seite eine kreisabschnittartige Abplattung aufweisen. Vorteilhafterweise erstreckt sich diese sich über einen Winkel von 25 Winkelgrad. Damit ist innen in der jeweiligen rohrartigen Stütze immer ein notwendiger Freiraum vorhanden, wenn auf der dem Balkon zugewandten Umfangsfläche der senkrechten rohrartigen Stütze Gewindelöcher zur Befestigung einer Brüstung eingebracht werden und dort eingebrachte Normteile die innere Kreisumfangsfläche überragen.

Ein nach dem erfindungsgemässen Vorschlag ausgeführtes Balkonsystem ist zunächst bei angemessener statischer Auslegung für alle möglichen Anbauten einer als Tragelement ausgebildeten Balkonplatte oder dergleichen geeignet. Durch seinen inneren Aufbau bietet es neben einer hohen Biegefestigkeit bei geringem spezifischen Gewicht günstige Möglichkeiten einer Vorfertigung, sodass eine kostengünstige Anwendung gegeben ist. Durch die erfindungsgemässe Gestaltung der Befestigungselemente ist eine unproblematische Montage bei hohem Vorfertigungsgrad möglich. Vorzugsweise ist das Umfassungsprofil in Aluminium gefertigt.

Die Erfindung soll im folgenden an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt

1 den Schnitt durch ein erfindungsgemäss ausgestaltetes Umfassungsprofil für Balkone mit einer beispielhaften Ausführung eines U-förmigen Befestigungselements, in das ein Passstück eingeschoben ist und die zur Befestigung dienenden Normteile nur angedeutet sind,

2 die Draufsicht auf den Lösungsvorschlag gemäss 1,

3 die erfindungsgemässe Vorzugsvariante für das Zwischenstück,

4 die Seitenansicht einer am erfindungsgemäss ausgestalteten Umfassungsprofil angeordneten Halterung, in Form einer das Zwischenstück tragenden Befestigungselements ausgebildet,

Ausführungsbeispiel I:

Für jeweils einen von mehreren übereinander angeordneten Balkons ist als Umfassungsprofil 1 ein Rechteckprofil verwendet, bei dem die beiden Breitflächen 18 im Inneren durch eine Trennwand 2 parallel zu den Schmalseiten 19 miteinander verbunden sind. Beide Schmalseiten 19 sowie die Trennwand 2 tragen auf ihren Innenseiten beiderseitig miteinander in ihrer Bemessung miteinander korrespondierende Stege 3, damit an den Eckstössen eine Führung für bekannte nicht dargestellte einzuschiebende winklige Formstücke gegeben ist.

Am Umfassungsprofil 1 ist am unteren Ende der inneren Breitseite sich in Verlängerung der unteren der Schmalseiten 19 horizontal erstreckend ein bekannter horizontaler Auflagersteg 7 angeformt, der zum Zweck der Fassung und Ableitung des Niederschlagswassers zunächst nach oben und des weiteren nach oben innen gekippt ist. Dieser Auflagersteg 7 dient ebenso als Aufnahme des Balkonbodens.

An der oberen der Schmalseiten 19 ist rechtwinklig dazu und in Verlängerung der äusseren breiten Fläche eine umlaufende Erhebung 16 ausgebildet, die als Sicherung gegen Verrutschen einer auf der oberen der Schmalseiten 19 aufliegenden Verkleidung oder ähnlichem dient.

Des weiteren weist das Umfassungsprofil 1 in der Nähe der Eckverbindungen von der äusseren der Breitflächen 18 zur Schmalseite 19 Verstärkungen 4 auf, deren Stärke ein mehrfaches der Materialstärke der Breitflächen 18 beträgt. Auf Grund notwendiger Anpassarbeiten wurden hier auf der Baustelle von aussen her Gewindebohrungen 5 eingebracht. Diese dienen zur Aufnahme von nicht dargestellten Befestigungsschrauben für Befestigungselemente 6 zur Halterung von Stützen 8. Diese Befestigungselemente 6 dienen zum einen zur Halterung des Brüstungsgeländers, zum anderen zur Aufnahme von senkrechten durchführenden rohrartigen Stützen 8, die den Balkon zusätzlich statisch tragen.

Die Verstärkungen 4 sind im Inneren des Umfassungsprofils 1 in Längsrichtung durchlaufend ausgebildet.

Das Befestigungselement 6 ist als Schelle U-förmig ausgebildet. Mit ihrer Mittelachse ist die Schelle in vertikaler Richtung verlaufend an der äusseren der Breitflächen 19 des Umfassungsprofils 1 beispielhaft angeschraubt. Die freien Enden der U-förmigen Ausbildung sind nach aussen im Winkel von 90° abgebogen und dienen als Anschraubflansch 11. Zwischen die freien parallelverlaufenden Schenkel 9 der U-förmigen Ausbildung ist ein Passstück 10 eingeschoben, dass so ausgebildet ist, dass der durch die U-förmige Ausbildung entstehende freie Querschnitt zum Vollkreis ergänzt wird. Die Höhe des Passstückes 10 ist geringfügig grösser als die sich aus der Ergänzung zum Vollkreis ergebende eigentlich notwendige Höhe. Damit werden infolge des Anschraubens des Befestigungselements 6 am Umfassungsprofil 1 eingelegte senkrechte rohrartige Stützen 8 durch Anziehen der in den Anschraubflanschen 11 angeordneten lösbaren Normteile kraftschlüssig geklemmt. Damit ist es ebenso möglich, vor dem endgültigen kraftschlüssigen Befestigen der eingelegten senkrechten rohrartigen Stützen 8 mittels Anziehen der in den Anschraubflanschen 11 angeordneten lösbaren Normteile diese Stützen 8 vor der kraftschlüssigen Befstigung stufenlos in der Vertikalen einzustellen. Es ist ebenso möglich, endliche Längen dieser rohrartigen Stützen 8 zu verwenden, die vorzugsweise entsprechend dem senkrechten Abstand zweier übereinander angeordneter Balkone ausgelegt sind, wobei der Stoss zweier eingelegter senkrechter rohrartigen Stützen 8, die vertikal übereinander angeordnet sind, in die Schelle verlegt werden sollte. Ebenso kann ein Zwischenstück 12 in beide Enden zweier zu verbindender senkrechter rohrartiger Stützen 8 eingelegt werden, das mittig über einen Bund 17 verfügt, der im Durchmesser grösser als der Innendurchmesser der senkrechten rohrartigen Stützen 8 ist, während der Durchmesser der sich vom Bund 17 nach oben und nach unten erstreckenden verjüngten Stücke 13 dem Innendurchmesser der senkrechten rohrartigen Stützen 8 entsprechend ausgebildet ist.

Das Zwischenstück 12 kann in allen Anwendungsfällen ebenfalls hohl ausgeführt sein.

Ausführungsbeispiel II:

Das Umfassungsprofil 1 ist ebenso ausgebildet, wie bereits unter Ausführungsbeispiel I beschrieben. Das Befestigungselement 6 ist des weiteren so ausgeführt, dass die als Befstigungselement 6 ausgebildete Schelle kraftschlüssig und unlösbar direkt das Zwischenstück 12 tragend ausgebildet ist. Damit können von unten und von oben her Stützen 8 aufgeschoben und verbunden werden.

Das Zwischenstück 12 weist auf den sich nach oben und nach unten erstreckenden verjüngten Stücken nicht nur einen geringeren Durchmesser als die zu fixierenden senkrechten rohrartigen Stützen 8 innen auf, sondern es sind in Längsrichtung Rippen ausgebildet, deren Höhe einer Kreisumfangslinie entsprechend bemessen ist, die dem Innendurchmesser der zu fixierenden senkrechten rohrartigen Stützen 8 entspricht, während der Kerndurchmesser der Zwischenstücke demgegenüber verringert ist.

Des weiteren weisen die sich nach oben und nach unten erstreckenden verjüngten Stücke des Zwischenstückes 12 auf der dem Umfassungsprofil 1 zugewandten Seite eine kreisabschnittartige Abplattung 15 aufweisen. Vorteilhafterweise erstreckt sich diese sich über einen Winkel von 25 Winkelgrad. Damit ist innen in der jeweiligen rohrartigen Stütze 8 ein notwendiger Freiraum vorhanden, wenn auf der dem Umfassungsprofil 1 zugewandten Umfangsfläche der senkrechten rohrartigen Stütze 8 Gewindeaufnahmen zur Befestigung einer Brüstung eingebracht werden und dort eingebrachte Normteile in das Innere der Stütze 8 hineinragen.

Es darf darauf hingewiesen werden, dass die beschriebenen Ausführungsbeispiele im Sinne der beschriebenen Erfindung nur beispielhafte Anwendungen sind und weitere, aus den erfindungsgemässen Merkmalen resultierende Variationen möglich sind.

1Umfassungsprofil 2Trennwand 3Steg 4Verstärkungen 5Gewindebohrungen 6Befestigungselement 7Auflagersteg 8Stütze 9Schenkel 10Passstück 11Anschraubflansch 12Zwischenstück 13verjüngtes Stück 14Rippen 15kreisabschnittartige Abplattung 16Erhebung 17Bund 18Breitfläche 19Schmalseite

Anspruch[de]
  1. System zur Ausbildung eines Balkons oder dergleichen Tragelement, bestehend aus einem das Tragelement fixierendem Umfassungsprofil (1) mit vormontagefähigen statisch hochbelastbaren Befestigungselementen (6) für senkrechte Anbauten wie Tragstützen, Brüstungselemente und dergleichen, wobei das Umfassungsprofil (1) bekanntermassen bezogen auf seinen Querschnitt mit der Achse des grössten Widerstandsmoments in der Vertikalen ausgerichtet ist und dessen Höhe ein Vielfaches seiner Breite beträgt und an dessen, bezogen auf die Umfassung eines Balkons, innerer Breitfläche (18) in Verlängerung der unteren Schmalseite (19) sich zunächst horizontal erstreckend ein bekannter Auflagersteg zur Aufnahme des Balkonbodens angeformt ist, der ebenfalls zum Zweck der Fassung und Ableitung des Niederschlagswassers nach oben innen gekippt sein kann, bei dem

    – die beiden Breitflächen (18) im Inneren des Umfassungsprofils (1) durch eine Trennwand (2) parallel zu den Schmalseiten (19) miteinander verbunden sind,

    – die Schmalseiten (19) sowie die Trennwand (2) auf ihren Innenseiten beabstandet zu den Breitflächen (18) parallel zueinander ausgebildete an Winkelverbindungen eingeführte Formstücke führend Stege (3) tragen,

    – verbunden mit der äusseren Breitfläche (18) und auf deren Innenseite befindlich in der Nähe der Eckverbindung von einer Breitfläche (18) zur Schmalseite (19) hin sich erstreckend wenigstens eine Verstärkung (4) ausgebildet ist, deren Stärke ein Vielfaches der Materialstärke der Breitflächen (18) beträgt und deren Breite grösser ist als der Aussendurchmesser einer von aussen her eingebrachten Gewindebohrung (5) zur Aufnahme von Befestigungselementen (6),

    – die Verstärkung (4) im Inneren des Umfassungsprofils (1) in Längsrichtung durchlaufend ausgebildet ist sowie in Verlängerung der äusseren Breitfläche (18) sich nach oben hin erstreckend rechtwinklig zur oberen Schmalseite (18) eine Erhebung (16) ausgebildet ist.
  2. System nach Anspruch 1, bei dem

    – an der Trennwand (2) beiderseitig in Längsrichtung des Umfassungsprofils (1) verlaufend parallel zueinander verlaufende Stege (3) ausgebildet sind.
  3. System nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem

    – die paarweise übereinanderliegenden Stege (3) miteinander fluchtend ausgeführt sind.
  4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem

    – im Bereich des Stosses Trennwand (2)/äussere Breitfläche (18) eine weitere Verstärkung (4) ausgebildet ist.
  5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem als hochbelastbares Befestigungselement (6) für senkrechte Anbauten

    – eine U-förmig ausgebildete Schelle mit ihrer wirksamen Mittelachse in vertikaler Richtung verlaufend vorhanden ist,

    – die freien Enden der U-förmig ausgebildeten Schelle nach aussen im rechten Winkel abgebogen als Anschraubflansch (11) dienend ausgebildet sind,

    – eine U-förmig ausgebildete Schelle mit ihrer wirksamen Mittelachse in vertikaler Richtung verlaufend vorhanden ist,

    – die freien Enden der U-förmig ausgebildeten Schelle nach aussen im rechten Winkel abgebogen als Anschraubflansch (11) dienend ausgebildet sind,

    – zwischen den freien Schenkeln der U-förmig ausgebildeten Schelle ein so ausgebildetes Passstück (10) eingeschoben ist, dass der durch die U-förmige Ausbildung der Schelle entstehende freie Querschnitt zum Vollkreis ergänzt und die Höhe des Passstückes (10) geringfügig grösser ist als die sich aus der Ergänzung zum Vollkreis ergebenden notwendigen Höhe, um in die Schelle eingelegte senkrechte rohrartige Stützen (8) durch Anziehen der in den Anschraubflanschen (11) angeordneten lösbaren Normteile klemmend zu befestigen.
  6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem

    – senkrechte rohrartigen Stützen (8) in endlichen Längen durch ein Zwischenstück verbunden sind, das

    – mittig über einen Bund (17) verfügt, der im Durchmesser grösser als der Innendurchmesser der senkrechten rohrartigen Stützen (8) ist, und

    – der Durchmesser der sich vom Bund (17) nach oben und nach unten erstreckenden verjüngten Stücke (13) dem Innendurchmesser der senkrechten rohrartigen Stützen (8) entsprechend ausgebildet ist.
  7. System nach Anspruch 7, bei dem

    – das Zwischenstück (12) auf den sich nach oben und nach unten erstreckenden verjüngten Stücken (13) in seiner Längsrichtung Rippen (14) aufweist,

    – die Höhe dieser Rippen (14) einer Kreisumfangslinie entsprechend bemessen ist, die dem Innendurchmesser der zu fixierenden senkrechten rohrartigen Stützen (8) entspricht, während der Kerndurchmesser der verjüngten Stücke (13) demgegenüber verringert ist.
  8. System nach einem der Ansprüche 7 oder 8, bei dem

    – das Zwischenstück (12) auf der dem Umfassungsprofil (1) zugewandten Seite auf wenigstens einem verjüngten Stück (13) eine kreisabschnittartige Abplattung (15) aufweist.
  9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und 7 bis 9, bei dem

    – das Zwischenstück (12) mit seiner Mittelachse in vertikaler Richtung unlösbar kraftschlüssig mit einem am Umfassungsprofil (1) mittels lösbarer Normteile befestigbarem Befestigungselement (6) verbunden ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com